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Neuer MyDoom-Wurm agiert noch gefährlicher und tückischer

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  1. Neuer MyDoom-Wurm agiert noch gefährlicher und tückischer

    Autor: Golem.de 29.01.04 - 11:13

    Noch wütet der MyDoom-Wurm im Internet und stellt täglich neue Verbreitungsrekorde auf, da schickt sich bereits ein Nachfolger an, in die Fußstapfen von MyDoom zu treten. So nutzt MyDoom.B die von MyDoom geöffnete Backdoor, um sich ohne Zutun des Opfers auf andere Rechner zu übertragen und zu aktivieren. Während der erste MyDoom-Wurm nur eine DDoS-Attacke gegen SCO ausführen wird, attackiert der Neuling auch Microsofts Webseite. Ferner blockiert MyDoom.B den Besuch von Web-Servern von Antiviren-Software-Herstellern und öffnet eine weitere Backdoor auf befallenen Systemen.

    https://www.golem.de/0401/29512.html

  2. Was ist bösartig?

    Autor: Liberame 29.01.04 - 11:27

    Natürlich gibt es große Unterschiede zwischen einem Virus und einem anderen lästigen Windows-Anwendungsprogramm.
    Den Virus installiert man in den seltensten Fällen eigenhändig - er installiert sich einfach automatisch. Auch fragt er mich selten bis nie, ob er eine Verbindung zu dem einprogrammierten Server aufnehmen darf - er tut es einfach. Und noch ein paar Dinge mehr.

    Doch wenn ich meine Feuerwand betrachte, gibt es einige offizielle Anwendungen und auch Windows selber, die Verbindung mit Servern aufnehmen - ohne mich zu fragen. Beispielsweise Win-Dvd, Babylon, Acrobat Reader, Mirabilis Icq, und *viele* mehr.
    Aus meiner Sicht ist das bösartig. Denn es ärgert mich, daß Maschinenprogramme plötzlich das "Quasseln" anfangen mit Servern in Übersee, Isreal oder sonstwo. Es geht auch nicht darum, *was* sie austauschen, sondern *daß* sie es tun.
    Im übrigen findet man immer wieder auch offizielle Programme, die sich wie ein Virus automatisch installiert haben - ohne daß ich jemals mein Einverständnis dazu gegeben hätte.

    Sicher, manche Programme erwähnen das "Quasseln per Internet" beim Installieren in den sehr langen Lizenzbedingungen. Dann hat man die Wahl, das Programm nicht zu installieren (und dann kann man nicht arbeiten - auf Monopolmärkten). Bei anderen Programmen steht aber nichts in den Lizenzbedingungen davon, bei wiederum anderen ist es so formuliert, daß man es nicht merkt, oder so, daß es auf die meisten Rechtssysteme Europas nicht anwendbar ist.

    Es ist Bevormundung, diplomatisch ausgedrückt. Weniger diplomatisch ausgedrückt kann man von Entmündigung sprechen.
    Doch die soll noch viel weiter gehen. Der große Herr Gates stellte vor wenigen Tagen eine gewisse Teilschuld für die Virenplage in Aussicht - allerdings nur, um dann zu sagen, daß Computer in Zukunft - gemeint sind Windows-everywhere-PCs - ständig miteinander "quasseln" sollen, um uns alle zu schützen.

    Ich formuliere es mal viel kürzer und "schärfer": vor Viren fürchte ich mich viel weniger als vor den "Großen" Datenschleudern und "bösartigen Programmen", wie sie von Microsoft, Adobe, Aol, usw. kommen. Gegen Computer-Viren kann man sich relativ effektiv schützen und hat man einen, wird er eliminiert. Man versuche das mal auf einem Anwendungsprogramm-Monopolmarkt zu machen, ohne seinen Beruf, die Existenzgrundlage, zu verlieren...

  3. Re: Was ist bösartig?

    Autor: Hamlet22 29.01.04 - 11:29

    mal ne Frage: wie kann sich ein Programm einfach auf meinen Rechner kopieren. Ich meine bei mir auf Port 3127 muss doch ein Prog sitzen was die Daten annimmt und ausführt, was dann doch die tolle remote Kontroll Funktion von MS ausnutzt, oder?

  4. Re: Was ist bösartig?

    Autor: Sinbad 29.01.04 - 11:31

    > mal ne Frage: wie kann sich ein Programm einfach
    > auf meinen Rechner kopieren. Ich meine bei mir
    > auf Port 3127 muss doch ein Prog sitzen was die
    > Daten annimmt und ausführt,

    das übernimmt der erste MyDoom-Wurm

  5. Re: Was ist bösartig?

    Autor: Michael - alt 29.01.04 - 11:42

    Ich kann Deine Gedanken umfänglich nachvollziehen. Allerdings gibt es einige Stellen, da schließt Du zusehr von Dir auf andere.

    Man kann nur jemanden entmündigen, wenn er mündig ist. Ich unterstelle einfach, daß die Masse der Computernutzer rein gar nichts von diesen Sachen verstehen und über manche Dinge recht froh sind.

    Die mögliche Update-Maschinerie bei SuSE beispielsweise ist nur deswegen implizit manuell, weil eben nur ein eingeschränkter, fachlich etwas besser ausgebildeter Mensch hinter dem Rechner hockt.

    Was Aktivierungsmechanismen anbelangt, so ist mir persönlich die internettechnische BEschaffung eines Freischaltecodes deutlich lieber als 40cm Dongles zwischen PC und Rückwand.

    Würden die Softwarehersteller der freien Kopierwelt nicht durch Mechanismen Einhalt gebieten, sp könnten Staaten diese Hersteller notfalls wegen Unterstützung zur Steuerhinterziehung belangen.

    Also:
    - Mündigkeit ist gut, aber man muß diue Voraussetzungen mitbringen
    - Einfache Verfahren zur Sicherstellung der Geldflüsse wegen Nutzung eines Systems sind gefordert. Eventuell fällt Dir ja was Besseres ein und Du verdienst viel Geld damit.

  6. Re: Was ist bösartig?

    Autor: Flo 29.01.04 - 11:51

    Naja mir wäre ein Dongle lieber... ich mach keine Produktaktivierungen die für mich unsichtbar im ablaufen...warum keine Web-Page in die man eine Aktivierungsnummer eingibt und dann einen Freischaltcode-bekommt...das ginge doch auch, und man müsste keine Angst haben ausspioniert zu werden... aber selbst dass würde noch häufig zu Problemen führen.. denn nicht jeder Rechner denn man installiert ist mit dem Internet verbunden . so musste ich schon oft rumtricksen um unsere Intranet-Rechner upzudaten...

    Ein Programm dass bei mir lokal läuft...keine "Internet-Aufgaben" wie Mail oder Browser hat, hat gefälligst auch die Finger von meiner Internet-Verbindung zu lassen...

    Deswegen stimme ich Liberame zu 100% zu... wenn ich die Wahl hätte würde ich ausschliesslich Dongle oder Programme ohne Aktivierung nehmen..

  7. Re: Was ist bösartig?

    Autor: krille 29.01.04 - 11:52


    > Würden die Softwarehersteller der freien
    > Kopierwelt nicht durch Mechanismen Einhalt
    > gebieten, sp könnten Staaten diese Hersteller
    > notfalls wegen Unterstützung zur
    > Steuerhinterziehung belangen.

    Wieso?? - die jetzigen Mechanismen machen doch fast das gleiche - Ich lad aus USA eine Shareware - dann geb ich meine Kreditkartennummer an und bekomm einen Key - aus USA - würde ich ein Softwarepaket (also im Sinne von Päckchen / Schachtel usw.) mir schicken lassen, würde der Zoll die Hand aufhalten.

    Die ganze Quasselei ist nur Selbstzweck, und kann locker deaktiviert werden - ein interessanter Weg ist auch eine Gefakte Host-Datei - dann führt ein PC immer nur Selbstgespräche - geht übrigends auch schneller.

  8. Re: Was ist bösartig?

    Autor: banzai 29.01.04 - 12:04

    so ein USB- Dongle, mit Heizplatte, wo man seine Kaffee draufstellen kann. Das wäre dann sogar noch nützlich.

  9. Re: Was ist bösartig?

    Autor: Florian 29.01.04 - 12:08

    ne gefakte Host-Datei?
    Wie kommt man an sowas dran? bräuchte man ja für jedes Programm das mal wieder am quasseln ist...
    klingt interessant.. suche mal dannach..

    Zum Bezahlen mit Kreditkarte: das ist was anders.. und total ok.. ich meinte auch eher Programme die erst mal nicht laufen, bis sie sich über's Internet mit einem Host-Verbunden und aktiviert haben.

    ..sind noch nicht so viele.. aber dank des Vorbilds MS werden es stetig mehr..

  10. Re: Neuer MyDoom-Wurm agiert noch gefährlicher und tückischer

    Autor: @Golem 29.01.04 - 12:09

    Ihr solltet vielleicht noch ne Info dazu schreiben wo sich der Wurm ins System ablegt oder/und n Link zu Norton, oder so, mit mehr Infos
    Ansonsten macht weiter so :]

  11. Re: Was ist bösartig?

    Autor: Spectatore 29.01.04 - 12:18

    genau, hinter dem Port sitzt ja gerade das backdoorprogramm des "alten" wurmes...

  12. Re: Was ist bösartig?

    Autor: drake 29.01.04 - 12:19

    !!! EILMELDUNG -------------------------------------------------

    Wie gerade erst bekannt wurde, wird die nächste Windows Version "Longhorn" mit Dongle ausgeliefert. Hierdurch kann ohne Aktivierung die Nutzung an nur einem PC sichergestellt werden. Microsoft will diese Praxis für alle anderen angebotenen Programme übernehmen. Adobe, IBM und einige weitere Softwareanbieter sind angeblich auch an deisem Prinzip interessiert. Logitech hat daher bereits den Logitech MegaDongle-Connector angekündigt, der den gleichzeitigen Anschluss von 256 Dongles per USB ermöglicht. Der passende Schreibtisch wird mitgeliefert.

    (dap)
    --------------------------------------------------------------------------
    Gruß
    drake ;o)

  13. Re: Was ist bösartig?

    Autor: Flo 29.01.04 - 12:22

    MS Braucht keine Dongle.. MS setzt auf DRM.. ;-)

    ob dir das lieber ist?

  14. Re: Was ist bösartig?

    Autor: drake 29.01.04 - 12:23

    Keiner hat behauptet, dass die MS-Software nicht trotzdem weiterfunkt. ;o)

  15. Monokulturen bringen Seuchen

    Autor: moron 29.01.04 - 12:24

    Selbst der duemmste weiss, im Bereich der Biologie bergen Monokulturen die groessten Gefahren.

    Dasselbe passiert jetzt im IT Bereich, weil die entsprechende Vielfalt durch den eisernen Griff des Monopolisten vorsaetzlich verhindert wird.
    Er hat den Desktop zum groessten Teil in seine Haende gebracht hat, ohne sich Gedanken ueber Sicherheit zu machen.

    Das sind jetzt die traurigen Ergebnisse einer Machtpolitik, die nur ein Ziel kennt: Geld

    und wir sind fast alle drauf reingefallen.

    Umdenken? Fehlanzeige. Jetzt wird weiter an den Symptomen herumgedoktort, anstatt die Quellen zu lokalisieren und Gegenmassnahmen zu ergreifen.

    Die groesste Verantwortung tragen dabei die Entscheider im IT Bereich, die trotz des vorher absehbaren Sicherheitsrisikos, sich trotzdem immer wieder gebetsmuehlenartig zu dieser Monokultur bekennen, auch jetzt noch und gerade ernten sie den Lohn fuer ihre Unterwuerfigkeit und Einfalt.

    Nein, ich kann auch nicht drueber lachen.

    mfg moron

  16. Re: Was ist bösartig?

    Autor: Flo 29.01.04 - 12:26

    hihi ich warte auf die Windows-Version die bei jedem Start erst mal per RPC von einem MS-Mitarbgeiter freigegen werden muss.. ;-)

  17. Re: Was ist bösartig?

    Autor: abc 29.01.04 - 12:30

    ...hab auch mal ne Frage:

    wer kann solche einfachen "erfolgreichen" Programme schreiben, der nicht auch die komplexen Zusammenhänge kennt? Ist es wirklich nur ein kleiner Gelegenheits-Cracker?

  18. Re: Was ist bösartig?

    Autor: Flo 29.01.04 - 12:32

    So viele Zusammenhänge sind es gar nicht.. wenn man erst mal eine Möglichkeit gefunden hat auf den Rechner zu kommen ist der Rest einfache Netzwerkkunde... die Theorie lernt jeder Informatik-Student in den ersten beiden Semestern..

  19. Re: Was ist bösartig?

    Autor: abc 29.01.04 - 12:40

    ...ich kann mich noch gut an meine ersten Internetzeiten erinnern. Alles war installiert und funktionierte wunderbar. Dann arbeitete ich mit einem gewohnten Programm und plötzlich fing mein Modem an zu arbeiten (Lautsprecher war als Hörkontrolle immer an). ....ich hat mich fast zu Tode erschrocken...
    Mit dsl erfahre ich überhaupt nichts mehr. Ich schau mir eine HP an und der Bertreiber der HP schaut sich heimlich meinen Rechner an... Das ist technisch perfektionierte Entmündigung.

  20. Frei nach Goethe: "Die Geister, die ich rief ..."

    Autor: Tach 29.01.04 - 12:41

    Dummheit und Gier, gepaart mit Ignoranz der jeweiligen DOS-Zielfirmen trägt jetzt die unheilvollen Früchte.

    Ich habe jedenfalls kein Mitleid.

    !=Tach

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