1. Foren
  2. Kommentare
  3. Internet
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Wikileaks: Klappe halten oder blechen

Also fordert Wikileaks wirklich exakt das, was sie anderen nicht zugestehen?

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Also fordert Wikileaks wirklich exakt das, was sie anderen nicht zugestehen?

    Autor: MentalFloss 13.05.11 - 10:24

    Ich halte eine Institution wie Wikileaks für sinnvoll und nötig, aber sie sollte nach dem kategorischen Imperativ so handeln, wie sie es von anderen Institutionen auch verlangt. Man kann den eigenen Mitarbeitern keine Verschwiegenheitsvereinbarung aufbrummen, wenn man gleichzeitig essentiell darauf angewiesen ist, daß Menschen ihre Verschwiegenheitsvereinbarungen brechen, um Leaks an Wikileaks zu liefern.

    Ich stelle immer noch in Frage, warum Botschaftsdepeschen veröffentlicht wurden, die keine echten Probleme aufgedeckt haben sondern nur dazu dienten, den Ruf der jeweiligen Diplomaten zu schädigen - während Wikileaks Mitarbeiter zur Verschwiegenheit verpflichtet, mit dem ausdrücklichen Ziel, den Ruf von Wikileaks zu bewahren!

    Vielleicht brauchen wir doch eine Wikileaksleaks-Seite, wo Leaks über Wikileaks veröffentlicht werden können, getreu dem Motto: Quis custodiet ipsos custodes? ("Wer wacht über die Wächter?")

  2. Re: Also fordert Wikileaks wirklich exakt das, was sie anderen nicht zugestehen?

    Autor: michaelxy 13.05.11 - 10:32

    Gibt es schon:

    http://cryptome.org/

  3. Re: Also fordert Wikileaks wirklich exakt das, was sie anderen nicht zugestehen?

    Autor: Guttroll 13.05.11 - 10:56

    MentalFloss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich halte eine Institution wie Wikileaks für sinnvoll und nötig, aber sie
    > sollte nach dem kategorischen Imperativ so handeln, wie sie es von anderen
    > Institutionen auch verlangt. Man kann den eigenen Mitarbeitern keine
    > Verschwiegenheitsvereinbarung aufbrummen, wenn man gleichzeitig essentiell
    > darauf angewiesen ist, daß Menschen ihre Verschwiegenheitsvereinbarungen
    > brechen, um Leaks an Wikileaks zu liefern.
    >
    > Ich stelle immer noch in Frage, warum Botschaftsdepeschen veröffentlicht
    > wurden, die keine echten Probleme aufgedeckt haben sondern nur dazu
    > dienten, den Ruf der jeweiligen Diplomaten zu schädigen - während Wikileaks
    > Mitarbeiter zur Verschwiegenheit verpflichtet, mit dem ausdrücklichen Ziel,
    > den Ruf von Wikileaks zu bewahren!
    >
    > Vielleicht brauchen wir doch eine Wikileaksleaks-Seite, wo Leaks über
    > Wikileaks veröffentlicht werden können, getreu dem Motto: Quis custodiet
    > ipsos custodes? ("Wer wacht über die Wächter?")

    Keine echten Probleme aufgedeckt?
    Hast du nur die ersten paar Zeilen gelesen? Es wurden sehr viele wichtige Dinge aufgedeckt, nur wurden die leider nicht großartig auf der ersten Seite in den Massenmedien gezeigt.
    Benutze mal Google, dann findest du so viel dass du gar keine Lust hast das alles zu lesen.

  4. Re: Kategorischer Imperativ?

    Autor: cyptyp 13.05.11 - 11:04

    Kants moralische Gesetze, my ass. Das es heutzutage noch Leute gibt die Kant eine Bedeutung zugestehen. Die ewig gestrigen aus der Theologen Fraktion nehm ich an.

  5. Re: Also fordert Wikileaks wirklich exakt das, was sie anderen nicht zugestehen?

    Autor: samy 13.05.11 - 11:39

    Guttroll schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > MentalFloss schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich halte eine Institution wie Wikileaks für sinnvoll und nötig, aber
    > sie
    > > sollte nach dem kategorischen Imperativ so handeln, wie sie es von
    > anderen
    > > Institutionen auch verlangt. Man kann den eigenen Mitarbeitern keine
    > > Verschwiegenheitsvereinbarung aufbrummen, wenn man gleichzeitig
    > essentiell
    > > darauf angewiesen ist, daß Menschen ihre Verschwiegenheitsvereinbarungen
    > > brechen, um Leaks an Wikileaks zu liefern.
    > >
    > > Ich stelle immer noch in Frage, warum Botschaftsdepeschen veröffentlicht
    > > wurden, die keine echten Probleme aufgedeckt haben sondern nur dazu
    > > dienten, den Ruf der jeweiligen Diplomaten zu schädigen - während
    > Wikileaks
    > > Mitarbeiter zur Verschwiegenheit verpflichtet, mit dem ausdrücklichen
    > Ziel,
    > > den Ruf von Wikileaks zu bewahren!
    > >
    > > Vielleicht brauchen wir doch eine Wikileaksleaks-Seite, wo Leaks über
    > > Wikileaks veröffentlicht werden können, getreu dem Motto: Quis custodiet
    > > ipsos custodes? ("Wer wacht über die Wächter?")
    >
    > Keine echten Probleme aufgedeckt?
    > Hast du nur die ersten paar Zeilen gelesen? Es wurden sehr viele wichtige
    > Dinge aufgedeckt, nur wurden die leider nicht großartig auf der ersten
    > Seite in den Massenmedien gezeigt.
    > Benutze mal Google, dann findest du so viel dass du gar keine Lust hast das
    > alles zu lesen.

    Lesen ist schon eine Kunst!!! Er hat NICHT behauptet dass Wikileaks keine "echten Probleme" aufgedeckt hat. Sondern dass die Veröffentlichung dieser Deppeschen keine Probleme aufgedeckt hat. Und da hat er recht. Es ging einfach darum Wikleaks und "God" Assange bekannt zu machen....

    -------------------------------------------------
    Für offene Standards
    -------------------------------------------------

  6. Re: Also fordert Wikileaks wirklich exakt das, was sie anderen nicht zugestehen?

    Autor: MentalFloss 13.05.11 - 13:07

    samy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Lesen ist schon eine Kunst!!! Er hat NICHT behauptet dass Wikileaks keine
    > "echten Probleme" aufgedeckt hat. Sondern dass die Veröffentlichung dieser
    > Deppeschen keine Probleme aufgedeckt hat. Und da hat er recht. Es ging
    > einfach darum Wikleaks und "God" Assange bekannt zu machen....

    Um es ein wenig zu konkretisieren: Ich habe geschrieben, daß Depeschen veröffentlicht wurden, die keine Probleme aufgedeckt haben (wie z.B. Spekulationen über die Schönheitsoperationen der aserbaidschanischen Präsidentengattin). Ich habe nicht geschrieben, daß _keine_ der Depeschen ein Problem aufgedeckt hätten.

  7. Re: Kategorischer Imperativ?

    Autor: MentalFloss 13.05.11 - 13:15

    cyptyp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kants moralische Gesetze, my ass. Das es heutzutage noch Leute gibt die
    > Kant eine Bedeutung zugestehen.

    Ja, gibt es. Sogar sehr viele. Voraussetzung ist natürlich, daß man sie versteht...

    > Die ewig gestrigen aus der Theologen Fraktion nehm ich an.

    ...und dadurch beweist du, daß du sie offensichtlich nicht verstehst, da sie mit Theologie so gut wie nichts zu tun haben. Ganz im Gegenteil.

    Keine Ahnung, wo du Theologen gefunden hast, die Kant zitieren. Haben die vielleicht noch die gesammelten Werke von Ludwig Feuerbach und Karl Marx im Regal?

  8. Re: Also fordert Wikileaks wirklich exakt das, was sie anderen nicht zugestehen?

    Autor: Sukram71 13.05.11 - 20:08

    Guttroll schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > > Ich stelle immer noch in Frage, warum Botschaftsdepeschen veröffentlicht
    > > wurden, die keine echten Probleme aufgedeckt haben sondern nur dazu
    > > dienten, den Ruf der jeweiligen Diplomaten zu schädigen

    > Keine echten Probleme aufgedeckt?
    > Hast du nur die ersten paar Zeilen gelesen? Es wurden sehr viele wichtige
    > Dinge aufgedeckt, nur wurden die leider nicht großartig auf der ersten
    > Seite in den Massenmedien gezeigt.
    > Benutze mal Google, dann findest du so viel dass du gar keine Lust hast das
    > alles zu lesen.

    In den Diplomatendepeschen steht aber wirklich nichts, was man nicht auch vorher wusste, oder sich zumindest so gedacht hat.

    Im Grunde zeigen diese Depeschen nur, dass die Welt in etwa so ist, wie man sich die auch vorgestellt hat und wie es in der Zeitung steht.
    Und dass Diplomaten und Politiker hinter den Kulissen (gottseidank) genau so Klartext reden, wie du und ich.

    Und soweit diese Depeschen echte Skandale aufdecken, hätte man diese Teile ja auch veröffentlichen können, den Rest aber nicht. Das ist aber praktisch nicht der Fall.

    Realität ist: Diplomatie ist so wichtig, dass man diese nicht fahrlässig, ohne sehr guten Grund, sabotieren sollte. Das meiste davon steht sowieso - wie man sieht - auch ohne Wikileaks in der Zeitung.

    Und eigentlich ist Wikileaks eine so gute, wichtige und sinnvolle Sache, dass man diese nicht wegen so nem Quatsch gefährden bzw. vor die Wand fahren sollte.



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 13.05.11 20:12 durch Sukram71.

  9. Re: Kategorischer Imperativ?

    Autor: Trollversteher 13.05.11 - 20:20

    *lol* das nenn ich mal nen dummdreisten trollversuch. der kategitische imperativ bedeutungslos, weil kant in hipp-plink-plink-wicksheftchen der latte-machiato-werbefritzen-generation nicht mehr vorkommt, also "out" und total "unhipp" ist? mutig, rotzfrech, aber trotzdem peinlich dumm...

  10. Re: Kategorischer Imperativ?

    Autor: cyptyp 14.05.11 - 16:30

    MentalFloss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > cyptyp schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Kants moralische Gesetze, my ass. Das es heutzutage noch Leute gibt die
    > > Kant eine Bedeutung zugestehen.
    >
    > Ja, gibt es.

    Ja so wie vieles Andere auch was man längst überwunden geglaubt hat.

    > Sogar sehr viele. Voraussetzung ist natürlich, daß man sie
    > versteht...

    Und du verstehst. Ganz im Gegensatz zu mir :)

    > > Die ewig gestrigen aus der Theologen Fraktion nehm ich an.
    >
    > ...und dadurch beweist du, daß du sie offensichtlich nicht verstehst, da
    > sie mit Theologie so gut wie nichts zu tun haben. Ganz im Gegenteil.

    Worauf beruft sich denn der kategorische Imperativ, welches du sollst gibt es in der Natur?
    Ja. Genau - da wären wir wir wieder bei Theologie und Metaphysik.

    Das was der Kant sich da zusammengeschustert hat, ist im Grunde nicht ernstzunehmen.
    Ein nicht-empirisches Mischmasch (wie die Theologie ) aus Vernunft und Moral das er versucht über das Leben zu stülpen, und allein schon damit vollkommen falsch liegt und gegen das Leben und die Natur im Unrecht ist.

  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. h.a.l.m. elektronik gmbh, Frankfurt am Main
  2. ista International GmbH, Essen
  3. Jade Hochschule Wilhelmshaven/Oldenburg/Elsfleth, Oldenburg
  4. Bechtle Onsite Services GmbH, Salzgitter

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Top-Angebote
  1. 11,85€ (Bestpreis!)
  2. 9,77€ (Bestpreis!)
  3. 321,61€ (mit Rabattcode "POWERSPAREN20" - Bestpreis!)
  4. 92,99€ (Bestpreis!)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mario Kart Live im Test: Ein Klempner, der um Konsolen kurvt
Mario Kart Live im Test
Ein Klempner, der um Konsolen kurvt

In Mario Kart Live (Nintendo Switch) fährt ein Klempner durchs Wohnzimmer. Golem.de hat das Spiel mit einem Konsolen-Rennkurs ausprobiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Nintendo Entwickler arbeiten offenbar an 4K-Updates für Switch Pro
  2. Nintendo Switch Mario Kart Live schickt Spielzeugauto auf VR-Rennstecke
  3. 8bitdo Controller macht die Nintendo Switch zum Arcade-Kabinett

5G: Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung
5G
Nokias und Ericssons enge Bindungen zu Chinas Führung

Nokia und Ericsson betreiben viel Forschung und Entwicklung zu 5G in China. Ein enger Partner Ericssons liefert an das chinesische Militär.
Eine Recherche von Achim Sawall

  1. Quartalsbericht Ericsson mit Topergebnis durch 5G in China
  2. Cradlepoint Ericsson gibt 1,1 Milliarden Dollar für Routerhersteller aus
  3. Neben Huawei Telekom wählt Ericsson als zweiten 5G-Ausrüster

Energiewende: Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte
Energiewende
Wie die Begrünung der Stahlindustrie scheiterte

Vor einem Jahrzehnt suchte die europäische Stahlindustrie nach Technologien, um ihren hohen Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren, doch umgesetzt wurde fast nichts.
Eine Recherche von Hanno Böck

  1. Wetter Warum die Klimakrise so deprimierend ist