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MARK 13 und die Filme des Richard Stanley.

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MARK 13 und die Filme des Richard Stanley.

Autor: Charles Marlow 25.06.11 - 16:33

MARK 13 unbedingt anschauen! Denn solche Filme werden heute einfach nicht mehr gemacht. Nicht abschrecken lassen vom Low Budget, schaut erheblich "besser" aus und ist nicht nur eine schlichte Cyborg-Killer-Story. Kein Film für Gore-Hounds und Splatter-Matschbirnen, auch wenn's einige herbere Szenen gibt. Also nach den Masstäben von 1990 und nicht etwa MARTYRS oder dem sonstigen Torture Porn-Schrott.

Manche Motive aus MARK 13 kennt man sicherlich schon aus anderen Filmen (u.a. natürlich Terminator, aber z.B. auch aus Nightmare on Elm Street), aber die Twists und Turns sowie die Philosophie dahinter sind typisch für Stanley, bei dem Gut und Böse alles andere als klar definierte Begrifflichkeiten sind (der Mann ist schliesslich Südafrikaner und kein Amerikaner... oder Roland Emmerich). Rot dominiert den Film am Anfang, dann viel Schwarz und genauso ist streckenweise auch der Humor. Die Sterbeszene am Ende ist wohl eine der beeindruckendsten überhaupt, auch wenn sie wirklich sehr einfach realisiert wurde. Aber mitreissend. Schade, dass da keine Fortsetzung gemacht wurde, aber wozu, der Film sagt ja schon alles (als hätte man nach dem ersten FALLOUT eben keine Fortsetzungen mehr gemacht).

DUST DEVIL, der nächste Film Stanleys, ist sogar schon ein Klassiker und streckenweise fast wie eine Verfilmung von Stephen King (die Figur des Randall Flagg stand sicherlich Pate) oder Clive Barker (LORD OF ILLUSIONS kommt in den Sinn), aber eben in Afrika spielend.

Auf jeden Fall die US-DVD davon anschaffen, damit man das Extramaterial (Dokumentationen, Audiokommentar!) bekommt! In Deutschland wird's damit wohl auch nichts mehr.

Danach wird's um Stanley schon wieder sehr still. Schade, denn der Mann wurde mal zusammen mit Stephen Norrington (damals frisch am Start mit DEATH MACHINE) als grosser SF-Action-Nachfolger im Geiste Camerons gehandelt. Hm, nicht dass Norrington seither noch sonderlich durch grosse Hits aufgefallen wäre. Oder Sandy Collora.

Ne, Hollywood mag solche Leute nicht, die machen zuviel eigenständig und sind nicht so willig wie z.B. der rückgratlose Schrott, der den zweiten AvP-Film verbrochen hat. Oder so kommerzorientiert (wie Cameron) und kreativ ausgelutscht wie die alte Garde (z.B. Ridley Scott).

So wird's mit Stanleys Karriere als Filmschaffender wohl auch nicht mehr weitergehen. Aber wenn man seine Dokumentation über Otto Rahn gesehen hat, dann passt das vielleicht sogar in das grössere mystische Universum, in dem Stanley seinen eigenen Platz zu haben scheint. Und Montsegur zur Sonnenwende ist wirklich schon die Reise dorthin wert, egal wieviele bullengesichtige Rechtsextreme einen dort giftig anschauen.



1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.06.11 16:38 durch Charles Marlow.


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MARK 13 und die Filme des Richard Stanley.

Charles Marlow | 25.06.11 - 16:33
 

Re: MARK 13 und die Filme des Richard...

irata | 25.06.11 - 21:11

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