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kino(X).to haben Recht

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  1. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: zyx 12.07.11 - 13:21

    Güter ist in dem fall nicht Content. Es ist eine digitale kopie die sich eben nun mal mehr oder weniger leicht "verteilen" lässt. Das ist ja das problem der GVU. Wärs ein Ziegelstein der sich nicht kopieren lässt, gäbs das problem ja auch nicht.

    ich denke bei dem beispiel an die allein erziehende mutter mit 2 kindern. Die hat schon genug Geldausgaben, da werden die kinder wenig chancen auf erfolg haben wenn sie die mama bitten, ne Harry Potter DVD zu kaufen.
    Klar ist das nicht in Ordnung, aber wenns möglich ist, wirds auch gemacht. Und irgendwie kann ich ihr das nicht verdenken..

  2. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: zyx 12.07.11 - 13:31

    ich seh das anders, es sollte ein gerechter preis für alle sein. gerade wenn es um medien geht. Denn filme sind geschichten und darauf hat jeder ein anrecht mMn.

  3. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: /mecki78 12.07.11 - 13:36

    Der mit dem Blubb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich sowieso, wieso jemand einen Film sehen will, für den er
    > nicht bereit ist zu zahlen. Wenn die Filme heutzutage so mies und ihr Geld
    > nicht wert sind, dann schau ich sie auch nicht an.

    Ich denke das ist ein psychologisches Problem. Stell dir mal vor, du hast eine Gruppe von 50 Menschen, die sich alle ein neues Handy kaufen wollen. Es soll ein aktuelles Android Handy sein, so viel steht fest. Also gibst du den Leuten eine Reihe aktueller Android Handys zur Auswahl (Samsung, HTC, usw.) Diese Handys unterscheiden sich technisch voneinander und natürlich auch preislich. Die Käufer werden ganz genau abwegen zwischen dem was das Handy kann und dessen Preis. Natürlich werden sie tendenziell immer zum günstigsten tendieren, wenn das aber z.B. ein schlechtes Display oder einen viel zu kleinen Akku hat, sind sie durchaus bereit mehr zu zahlen, um ein besseres Modell zu bekommen, ohne diese Defizite. Menschen haben natürlich von Natur aus gewisse Ansprüche an die Qualität, sofern sie sich diese auch leisten können.

    So, selber Test, nur diesmal kommt ein weiteres Handy hinzu eines Nonameherstellers. Das Handy ist zwar ein Android Handy der neusten Generation, aber das schlechteste von allen Modellen. Und mit schlecht meine ich, es ist RICHTIG SCHLECHT, unterirdisch in der Qualität. Doch im Gegensatz zu allen anderen ist es kostenlos und das ohne Vertragsbindung. Ich wette mindestens die Hälfte der Leute werden aber dann genau dieses Handy wählen.

    Wenn man jetzt diese Leute fragt, wie viel sie bereit wären, für dieses kostenlose Handy zu bezahlen, dann wird die Antwort lauten "Keinen Cent! Das Teil ist doch kompletter Schrott, das würde ich NIE KAUFEN". Aber auf die Frage, warum es dann gewählt haben, kommt die Antwort "Na weil es umsonst war".

    D.h. egal welche Qualitätsansprüche man normalerweise an ein Produkt stellt, wenn man nichts dafür zahlen muss, dann werden diese einfach über Board geworfen, denn "Einen geschenkten Gaul schaut man nicht in's Maul!".

    Übertragen auf Filme z.B. bedeutet das: Egal wie grottenschlecht ein Film ist, wenn er nichts kostet, dann denkt man zumindest mal darüber danach, ob man den Film nicht doch herunterladen und anschauen sollte. Hinterher sagt man dann vielleicht "Was für ein Scheiß" und ist froh, nichts dafür bezahlt zu haben, aber vorweg muss man sich nicht alzu viele Gedanken machen, denn man muss ja nichts bezahlen.

    D.h. wenn die Industrie immer aufzählt, wie viel mehr Umsatz sie hätten machen können, wenn alle Schwarzkopien legal gekauft worden wären, ist das natürlich eine absolute Luftnummer; denn nur weil jemand sich etwas umsonst kopiert hat heißt das noch lange nicht, er hätte es auch gekauft, wenn er es nicht hätte kopieren können.

    Dennoch kann ich das Verhalten der Konsumenten auch nicht gutheißen. Statt der Content Industrie wirklich aufzuzeigen, was für Schrott sie in den letzten Jahren produziert haben, und wo sie sich ihre Preise hinstecken können, spielen sie ihnen auch noch in die Hand und liefern ihnen Argumente für die Politik noch mehr DRM, noch mehr Urheberrechtsgesetze und noch härte Bestrafungen für Urhebersünder zu fordern. Und da die Content Industrie rein oberflächlich betrachtet mit ihren Behauptungen recht hat, reagiert die Politik entsprechend, denn hier geht es um einen Mrd. Wirtschaftszweig, der jede Menge Steuereinnahmen produziert und Arbeitsplätze garantiert; ganz davon abgesehen, dass er ja am Ende auch Künstlern Geld bezahlt und somit "Kulturgüter" fördert. So wie sich die Verbraucher also verhalten, sieht es für die Politik aus, als ob sie alles richtig machen würden. Denn Politiker sind auch nur Menschen und wenn etwas aussieht wie Kuhmist, dann ist es meistens auch Kuhmist; nicht immer, aber die wenigsten Menschen würden eine Probe in ein Labor schicken, um sich diese Behauptung verifizieren zu lassen.

    /Mecki

  4. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: watcher 12.07.11 - 13:37

    KnutRider schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nur weil der Preis nicht angemessen ist gibt es uns Konsumenten doch nicht
    > das Recht einfach sich das irgendwo umsonst zu holen / zu gucken wie auch
    > immer.

    Richtig, aber... wir leben in Verbrauchermärkten, der Nachfrager reguliert und entscheidet über den Markt und dessen Nachfrage. Die Zeiten von Verkäufermärkten sind bei weiten schon längst vorbei.

    > Ist der Preis zu hoch konsumiere ich einfach nicht. Ist ja nicht so das wir
    > hier über Lebensmittel reden und ich vor dem Verhungern stehe, sondern ein
    > einfacher Luxusartikel.

    Auch dies stimmt, aber auch hier... Wendet sich der Verbraucher zunehmend vom Dienstanbieter ab, dann liegt es in dessen Hand zu reagieren und nicht - wie ein Betonklotz - auf seiner eingefahrenen Position zu verharren, bis dann doch der ein oder andere kleine Anbieter seine Chance in einem alternativen Konzept sieht. Die Regel, welche dir aktuell von den veralteten alt eingesessenen Industrien diktiert werden, diesen einzig und alleine deren Machterhalt, da sie um ihre Stellung im System fürchten (müssen und dies zu Recht!). Folgt der Verkäufer nicht dem Verbraucher und dem Markt, wird sie dieser andere Kanäle suchen. Und selbst, wenn Kino.to und andere Dienste von Beginn an bspw. eine Monatspauschale von 5 oder 10 Euro verlangt hätten (ähnlich einer Kultur-Flatrate), dann hätten diese Dienste trotzdem enormen Anklang gefunden und wir stünden heute genau an derselben Stelle. Was jedoch den Leuten mittlerweile gegen den Strich geht ist, dass niemand dazu bereit ist den Industrieverbänden eine goldene Nase und deren Restlaufzeitverlängerung zu finanzieren. Hier ging es zu keinem Zeitpunkt darum, dass Filme hätten kostenlos angeboten werden müssen, aber da die Industrie dies komplett verschlafen hat wird es nun natürlich umso schwerer Anschluss zu finden, denn auch dieser „Untergrund-Markt“ hat sich in den vergangenen Jahren weiterentwickelt.

    > Dann weiß man eben nicht wie Film XY ist. Dann kann man ihn entweder
    > irgendwann auf DVD / Blu Ray ausleihen oder irgendwann im Fernsehen gucken.

    Dies geht jedoch auch nicht überall. Bei uns in der Region gibt es im Umkreis von knapp 15 Kilometer keine einzige Videothek mehr, da diese durch Premiere alias Sky, Maxdome, etc verdrängt oder untergraben wurden. Und, dass die wenigsten bereit sind ein halbes Jahr oder Jahr auf den Flm im Fernsehen zu warten, dürfte auch jeden verständlich sein.

    > Man muss ihn nicht unbedingt gleich am / vor dem Kinostart sehen. Auch wird
    > man zu 3D und dessen Preisen nicht gezwungen. Einfach boykottieren wenn es
    > einem nicht gefällt. Der freie Wille trifft auch auf den Konsum. Kann mich
    > nicht erinnern das mich jemand mit nem Knüppel zu einer Kinokasse gezwungen
    > hat.

    Die hat auch niemand bestritten, warum jedoch soll sich die Gesellschaft nicht weiterentwickeln dürfen - und die Industrie dich dann mit einem vermeintlichen Gesetzesknuppel dazu prügeln dürfen - dich nicht weiterzuentwickeln, nur aufgrund dessen, dass diese irgendwo im 19 Jh. Stehen geblieben sind?

  5. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: Lokster2k 12.07.11 - 13:38

    Weiß echt nicht, wo das Problem ist...solang es nicht zig Künstler/Kreative gibt, die nachweislich an Raubkopien krepiert sind, gibt es doch mMn eigentlich auch kein Problem.
    "A" produziert Film/Musik/Spiel, "B" zieht ihm die meisten Verdienste dafür aus der Tasche und Verkauft das Produkt von "A". "B" kann davon super leben und "A" kann gut davon leben. C erfreut sich am Produkt, manche bezahlen, manche nicht.

    Das ist zumindest die momentane Lage und das ist schon ein ganzes Weilchen so und es gibt auch keine konkreten Hinweise darauf, dass sich dies ändern würde...(dafür jede Menge Propaganda)

    Nur "B" jammert rum, weil ihnen, die am ganzen noch am meisten Geld einstecken, dieses Geld noch zu wenig ist...

  6. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: Peter Fischer 12.07.11 - 13:40

    watcher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dies geht jedoch auch nicht überall. Bei uns in der Region gibt es im
    > Umkreis von knapp 15 Kilometer keine einzige Videothek mehr, da diese durch

    Auch keine Postkästen? -> lovefilm.de

    Jesus is coming. Look busy.

  7. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: benji83 12.07.11 - 13:43

    Was macht es denn für einen Unterschied ob man sich einen Film im Netz anschaut oder halt 2 Jahre später im TV (was sich ja nicht gegenseitig ausschließt).

    Was macht es denn für einen Unterschied ob man einen Song im (Web-)Radio hört (legal), daraus zum späteren Konsum aufnimmt/rippt (legal), auf Youtube sieht & evtl rippt/konvertiert (legal bis bis Grauzone) oder sich aus dem Usenet/einem OCH/via Torrent lädt.

    Antwort bitte einmal aus Sicht der Rechteverwerter und der Konsumenten unter Annahme das der Preis für einen "konventionellen Konsum" aka Kinoticket/Albenkauf aus Sicht des Konsumenten zu hoch ist und die Alternative zu obigen Möglichkeiten der Konsumverzicht wäre (dabei bedenken das Mundpropaganda immer noch das wichtigste Marketinginstrument ist).

    Wer jetzt mit Moral argumentieren möchte der solle mal den TV abschalten und sich anschauen wie es heutzutage von Industrie und Politik vor gelebt wird.

  8. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: watcher 12.07.11 - 13:47

    Kannte ich noch nicht. Danke :)
    Hat jedoch mit der ursprünglichen Aussage leider nicht viel zu tun ;)

    Btw:
    > Ich habe keine Ahnung was gerade bei Kino.to, KinoX.to oder ähnlichen Diensten läuft, da ich solche Dienste nicht nutze und mittlerweile auch nicht mehr sehr oft ins Kino gehe, da die meisten Filme nur noch amerikapropagandistischer Mist sind.

    @KnutRider
    > PS: Ist denn eigentlich US Propaganda umsonst besser als wenn dafür bezahlt? ;-)

    Nein, aber auch für dich nochmals > siehe oben ;)

  9. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: Peter Fischer 12.07.11 - 13:54

    watcher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Kannte ich noch nicht. Danke :)

    Der Laden gehört (zu) Amazon, ist also ziemlich zuverlässig.

    > Hat jedoch mit der ursprünglichen Aussage leider nicht viel zu tun ;)

    Es reicht ja auch wenn die 20-30 andere Benutzer hier dieses Thema alle zwei Tage auf's Neue und von vorne durchkauen, da muss ich nicht auch noch meinen Senf dazugeben ;)

    Jesus is coming. Look busy.

  10. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: /mecki78 12.07.11 - 14:04

    zyx schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ich denke bei dem beispiel an die allein erziehende mutter mit 2 kindern.
    > Die hat schon genug Geldausgaben, da werden die kinder wenig chancen auf
    > erfolg haben wenn sie die mama bitten, ne Harry Potter DVD zu kaufen.

    Ich denke da an eine Mutter, die halbtags arbeiten geht, einen Mann hat, der sogar selbstständig ist und sie wohnen in einem Einfamilienhaus, in einem kleinen Dorf, umgeben von Wiesen und Wald, und fahren zwei Autos. Sie haben auch zwei Kinder, und wenn sie ihre Mama bitten eine Harry Potter DVD zu kaufen, dann scheitert das daran, dass sie erstens einen uralten Fernseher haben, der manchmal nur schwarzweiß anzeigt oder Fehlfarben, gar keinen DVD Player besitzen und deren Mutter so etwas sowieso nie kaufen würde, die Kinder sollen lieber mit den Nachbarskindern draußen spielen gehen.

    Leben diese Kinder deswegen schlechter als andere Kinder? Sind sie unglücklicher als andere Kinder? Soweit ich das einschätzen kann, und ich kenne diese Familie und die Kinder recht gut, würde ich sagen: Nein. Im Gegenteil. Diese Kinder sind sehr lebhaft, gut erzogen, klug, überhaupt nicht konsumorientiert, sparen ihr Geld lieber, statt es für sinnlosen Schrott auszugeben.

    Sie leben nicht hinter'm Mond, die Familie hat auch einen Computer daheim und Breitbandinternet; alleine schon deswegen, weil der Mann ja dort seine Buchführen drauf machen muss und damit er seine Steuererklärung digital an das Finanzamt senden kann. Gut, der Computer ist schon ne recht alte Krücke, aber zum surfen im Web reicht er noch gerade mal so... ein neuer ist schon in Planung, ich stehe hier als IT Fachkraft beratend zur Seite, damit es auch ein gescheiter wird. Auch dürfen die Kinder ab und an mal fernsehen, das gehört zum normalen Leben heute dazu... und wenn man den Fernseher etwas vorher warm laufen lässt bzw. ein paar mal ein- und wieder ausschaltet, dann hat er sogar ein farbiges Bild mit korrekten Farben :-P Tatsächlich ist ein neuer Fernseher nicht in Planung, da er einfach zu selten benutzt wird, damit sich das rechnet.

    Worauf ich eigentlich hinaus will? Es gibt Kinder, deren Eltern es sich locker leisten können eine Harry Potter DVD zu kaufen und die dennoch keine bekommen, was aber völlig okay ist, IMHO. Warum muss dann eine Mutter, deren Kinder auch keine bekommen können, diesmal aber da sie sich keine leisten kann, dennoch auf jeden Fall eine bekommen, weswegen es völlig okay ist, dass diese Mutter sich die DVD per Schwarzkopie aus dem Internet holt? Ich kann deine Logik in diesem Punkt nicht nachvollziehen.

    Als mein Bruder damals einen Nintendo bekam (ich habe ja in seinem Alter so was nicht haben dürfen, warum auch immer), da war es auch nicht möglich die Spiele zu kopieren. Wir mussten uns die Spiele entweder selber vom gesparten Taschengeld kaufen, uns zu Geburtstag oder Weihnachten wünschen (ohne Garantie, diese dann auch wirklich zu bekommen), von Freunden ausleihen (hey, warum nicht?) oder eben darauf verzichten. Um es kurz zu machen, wir hatten insgesamt vielleicht 6 Spiele, die wirklich uns gehörten. Ja, das ist verdammt wenig, aber die waren eben recht teuer für uns und auch den Nintendo hatten wir ja nur, da unsere Mutter ihn gebraucht hat erwerben können. Die meisten anderen hatten wir uns nur ausgeliehen für jeweils ein paar Tage bis Wochen. Einige Spiele, die wir gerne gehabt hätten, haben wir nie bekommen. Wir hatten aber deswegen auch keine schlechte Kindheit. Wir waren nicht arm oder so, aber, ich formuliere es mal so: Geld war ein zu kostbares Gut um es für so ein Spielzeug auszugeben.

    Aber wenn ein Kind heute in ähnlichen Verhältnissen aufwächst, die Familie von irgendwo (vielleicht gebraucht oder beim Discounter) einen Computer bekommen hat (was ich heutzutage durchaus wichtig finde), jetzt aber kaum Geld da ist groß Spiele dafür zu kaufen, dann muss man das ja verstehen und es ist ja vollkommen gerechtfertigt, dass sich der Sohnemann jetzt jede Woche 8 neue Spiele aus dem Internet herunterlädt, richtig? Ich meine, wie soll er denn sonst noch überleben können?

    /Mecki

  11. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: ZuWortMelder 12.07.11 - 14:04

    Konni schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Warum sollte kino.to Recht haben?
    >
    > Ist irgendwo im Grundgesetz verankert, dass jeder das Recht auf einen
    > Kinobesuch pro Woche hat? Oder dass ein Kinobesuch nicht mehr als 5 EUR
    > kosten darf?

    Wird nicht bei der Berechnung von HartzIV anteilig ein Kinobesuch veranschlagt?
    War das 1x pro Jahr?

    @mecki78

    -die Story mit dem NES
    /sign



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.07.11 14:17 durch ZuWortMelder.

  12. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: Poisonbox 12.07.11 - 14:14

    @Der mit dem Blubb
    Ich kann schlech beurteilen woher du weisst das sich in den Fällen eines User bestimmten Preises nicht mal die Produktionskosten decken, aber anhand von Radioheads Album "In the Rainbows" kann man denke ich erkennen das so etwas sehr wohl funktioniert, ich zitiere Wiki: "Gigwise.com reported that by the day of its online release, the album had sold 1.2 million copies." "...about one-third of people who downloaded the album paid nothing, with the average price paid being £4."

    Ein durchschnittlicher Preis von £4 bei 1.2mio dl's macht für mich £4.8mio, was sich durchaus rentabel und Kostendeckend anhört.

  13. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: Konni 12.07.11 - 14:18

    ZuWortMelder schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Konni schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Warum sollte kino.to Recht haben?
    > >
    > > Ist irgendwo im Grundgesetz verankert, dass jeder das Recht auf einen
    > > Kinobesuch pro Woche hat? Oder dass ein Kinobesuch nicht mehr als 5 EUR
    > > kosten darf?
    >
    > Wird nicht bei der Berechnung von HartzIV anteilig ein Kinobesuch
    > veranschlagt?
    > War das 1x pro Jahr?

    Na dann ist doch alles in Butter. Wer sich 20 Spielfilme pro Monat reinzieht, hat vermutlich eh zu viel Freizeit ...
    Ich persönlich gehe ca. 1* pro Monat ins Kino und bin auch immer noch bereit dafür zu bezahlen. Immerhin stimmt da auch die Qualität. Guter Ton, große Leinwand, entspannte Atmosphäre. Besser als vor dem PC zu sitzen und die Filme in einer Qualität zu sehen, die ungefähr einem Fernseher von 1970 entspricht.

  14. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: TheDragon 12.07.11 - 14:23

    watcher schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was rechtfertigt es bspw. dass die 3D-Filme über das Doppelte eines normalen
    > Films kosten und es zunehmend nur noch 3D-Filme gibt - wo man dann
    > gezwungen wird diesen in 3D zu sehen, egal ob dies für diesen Film sinnhaft
    > ist oder nicht?

    Naja, bei einem 3D-Film werden ja auch ZWEI Bilder benötigt :D

    *duckundweg*

    T.

  15. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: werauchimmer 12.07.11 - 14:26

    @/mecki78
    Super Beiträge von dir. Da merkt man, dass sich jemand Gedanken gemacht hat und sich darüber hinaus auch noch die Mühe macht, das Ganze in eine gut lesbare Form zu bringen.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.07.11 14:27 durch werauchimmer.

  16. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: snx 12.07.11 - 14:27

    nur mal so...
    "Kino.to haben Recht"?
    Sonst gehts gut? Nur schon die Aussage..

    Ein grosser Teil der Leute, die ich kenne und kino.to genutzt haben, haben richtig reagiert: Sie haben kino.to hauptsächlich als Zeitvertreib wenn ihnen langweilig war genutzt und sind durchaus auch ab und zu ins Kino. Jetzt wo das Portal weg ist, ists halt so. Sie beschweren sich nicht darüber, zumal sie wissen, dass es nicht legal war.

    Wenn man das Risiko schon eingeht und einen illegalen Dienst nutzt, sollte man Freude daran haben, solange es funktioniert... aber sich dann auf die Seite von kino.to stellen ist eher peinlich/verzweifelt..

    Auch sich als Nachfolger von kino.to laut zu machen verstehe ich nicht...

  17. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: ahau 12.07.11 - 14:39

    > Kann ich halt nicht über den aktuellen Transformers 3 mitreden, oh nein ...
    > wie schlimm.

    Wer redet über transformers? Ich dachte den sieht man sich nur wegen Rosis hintern an und dann aber natürlich in 3D!

  18. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: Lokster2k 12.07.11 - 14:40

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    [..]
    > Aber wenn ein Kind heute in ähnlichen Verhältnissen aufwächst, die Familie
    > von irgendwo (vielleicht gebraucht oder beim Discounter) einen Computer
    > bekommen hat (was ich heutzutage durchaus wichtig finde), jetzt aber kaum
    > Geld da ist groß Spiele dafür zu kaufen, dann muss man das ja verstehen und
    > es ist ja vollkommen gerechtfertigt, dass sich der Sohnemann jetzt jede
    > Woche 8 neue Spiele aus dem Internet herunterlädt, richtig? Ich meine, wie
    > soll er denn sonst noch überleben können?

    An sich schön und gut...unterstütze ich vollkommen...ich mache jedes Jahr 2-3 Trips (einer mit der alten "Clique" von Früher zu ner Waldhütte ohne fließend Wasser, der Rest Festivals) bei denen ich nix elektronisches benutze. Diese Trips sind meist die entspannendsten Tage des Jahres und an sich würde ich das gern viel öfter machen.
    Leider ist unsere Gesellschaft derart beschaffen, dass sie eine solche Lebensweise nicht gerade unterstützt. Freunde, Familie und generell soziales Umfeld haben oft ganz verschiedenste Vorstellungen von einem schönen Leben.
    Wenn also die Schulkameraden der Kinder vornehmlich Computer spielen und Fernsehen, dann wird es für Kinder, die lieber in der Natur spielen schwer, Kontakt zu diesen aufzunehmen. Genauso läuft es weiter, wenn man "erwachsen" (kenne eigentlich kaum jemanden, der dem Begriff wirklich gerecht wird, die meisten die ich kenne, sind Kinder mit mehr Macht) wird. Jemand, für den Boxen oder Formel 1 oder was auch immer sehr wichtig ist, der wird Probleme haben zu jemandem Anschluss zu finden, der sich die meiste Zeit mit philosophischen Fragen beschäftigt, oder der gerne Briefmarken sammelt. Um dann in seinem Kreis Gleichgesinnte zu finden, bedarf es eines sehr hohen Aufwands, da die "Interessensspezialisierung" immer diverser wird, zumindest bei individuelleren Ausgestaltungen, wie Du sie in Deinem Beispiel geschildert hast.
    Von Erwachsenen kann man das vll noch verlangen(wobei es mir schon schwer fällt), aber von Kindern?

    Also sind wir mMn sehr darauf angewiesen, mit den Leuten in unserer Umgebung zurecht zu kommen, egal wie deren Ansichten, oder Freizeitgestaltung aussehen mag. Mein Kind würde sicherlich auch nicht jeden Modeschnickschnack sofort bekommen, nur damits aufm Pausenhof nicht doof und allein in der Ecke steht, aber ich würde es meinem Kind auch nicht zumuten wollen, meine erzieherischen Theorien und Ideale ausbaden zu müssen, denn das Kind trägt die Last, nicht der Erziehende.

    Was noch viel schwerer wiegt ist der Umstand, dass eine Kindheit nicht nur schön sein soll. Sie soll auch aufs spätere Leben vorbereiten und wenn ich mein Kind für 18 Jahre unter eine Käseglocke setze unter der die Welt wunderschön ist, dann grenzt es geradezu an ein Verbrechen, das Kind, völlig unfähig mit der echten Welt zurecht zu kommen, auf einmal ins kalte Wasser zu schmeißen.

    Ich will jetzt nichts (vor allem Deine schöne Schilderung nicht (gut, dass es solche Tendenzen noch gibt)) verteufeln, aber so leicht ist das ganze nicht, als dass man einfach sagen könnte, "ich mach da nicht mit". Die Konsequenzen einer solchen Entscheidung wiegen erfahrungsgemäß oft schwerer, als es offensichtlich ist.

  19. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: vulkman 12.07.11 - 14:42

    benji83 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was macht es denn für einen Unterschied ob man sich einen Film im Netz
    > anschaut oder halt 2 Jahre später im TV (was sich ja nicht gegenseitig
    > ausschließt).

    Wenn man sich den Film im Netz anschaut, erhält der Urheber keine Lizenzgebühren, wenn er im Fernsehen läuft, schon. Damit der Sender aber gewillt ist, Lizenzgebühren zu zahlen, muss es auch eine Nachfrage geben. Wenn alle den Film vorher kostenlos online gesehen haben, sinkt die Nachfrage und damit die Motivation, den Film kostenpflichtig ins Fernsehen zu bringen.

    > Was macht es denn für einen Unterschied ob man einen Song im (Web-)Radio
    > hört (legal), daraus zum späteren Konsum aufnimmt/rippt (legal), auf
    > Youtube sieht & evtl rippt/konvertiert (legal bis bis Grauzone) oder sich
    > aus dem Usenet/einem OCH/via Torrent lädt.

    Wenn ein Radiosender geschütztes Material ausstrahlt, zahlt er dafür Lizenzgebühren an die Verwertungsgesellschaften (GEMA, BMI etc.), die an den Urheber zurückfließen.

    > Antwort bitte einmal aus Sicht der Rechteverwerter und der Konsumenten
    > unter Annahme das der Preis für einen "konventionellen Konsum" aka
    > Kinoticket/Albenkauf aus Sicht des Konsumenten zu hoch ist und die
    > Alternative zu obigen Möglichkeiten der Konsumverzicht wäre (dabei bedenken
    > das Mundpropaganda immer noch das wichtigste Marketinginstrument ist).

    Aus Sicht der Konsumenten: Wenn das alle so machen würden, gäbe es irgendwann niemanden mehr, der aufwändige Kino-Filme oder Musikproduktionen bezahlen könnte, das kann keiner wollen. Stell Dir mal eine Welt vor, in den es nur Indie-Produktionen gäbe...

    > Wer jetzt mit Moral argumentieren möchte der solle mal den TV abschalten
    > und sich anschauen wie es heutzutage von Industrie und Politik vor gelebt
    > wird.

    Das hat mit Moral nichts zu tun, das ist einfach nur Ursache und Wirkung. Wenn ich dem Urheber den Geldhahn abdrehe, hört er halt irgendwann auf, ur zu heben.

  20. Re: kino(X).to haben Recht

    Autor: Der schwarze Ritter 12.07.11 - 14:46

    Ach, das ist doch dasselbe, wenn sich jeder Vollidiot die komplette CS von Adobe irgendwo runterlädt, mit der Begründung, man bekomme ja nichts bezahlbares mit ähnlichem Umfang. Genauer nachgefragt, was denn genau gemacht werden soll, kommen Aussagen wie "Ja halt Bildbearbeitung und Video!". Und noch etwas genauer nachgefragt, können die allermeisten der Adobe-Downloader die Programme nicht mal ansatzweise richtig bedienen und machen damit Dinge, wie problemlos mit Gimp, Paint.net und anderer Freeware machbar wären. Aber dann ist man ja vor seinen Kumpels nicht mehr die coole Sau, die alles besitzt. Es ist ja so chic, wenn man riesige Datenansammlungen an Programmen, Filmen, Musik und Dokumenten besitzt, auch wenn die eigene Lebenszeit vermutlich nicht ausreichen würde, alles angemessen zu nutzen. Allein die Masse machts. Sozusagen der neue Schwanzvergleich. Anstatt auszupacken, werden halt Datengrößen in den Raum geworfen: "Alter, isch hab drölfzig Terabyte an Filmen!!" "Ey ja, mann, isch hab voll viel mehr."

    Und natürlich muss auch der aktuellste Kinostreifen immer schon für lau geschaut sein. Man muss ja gefälligst mitreden können, wie viel Geld man zum Glück wieder gespart hat, weil der Film es ja eigentlich nicht wert gewesen wäre, dafür zu bezahlen. Allerdings zähle ich mich jetzt nicht zu den geistigen Tieffliegern, die allein aus "Konkurrenzdruck" so einen Dreck mitmachen. Ich kaufe mir, was ich benötige oder haben will und der Rest geht mir sonstwo vorbei. Was soll ich mit Datenmüll, der mich ohnehin nicht interessiert? Die Dinge verlieren ja völlig an Wert für einen selbst, wenn man für gar nichts etwas bezahlen muss. Wenn ich daran zurückdenke, wie ich meine allererste selbst gekaufte CD gehütet habe (Dire Straits - Brothers in Arms!!), und es auch immer noch mache. Zu lange habe ich darauf sparen müssen, als dass ich sie so lustlos behandeln würde, wie es mit dem ganzen illegalen Downloadkram gemacht wird. Nö nö, dadurch, dass ich jeden Tag hart arbeite für mein Geld, haben die Dinge auch einen Wert für mich. Und da ich schon gar keine Zeit dazu habe, mich durch irgendwelche dunklen und Zwielichtigen Kanäle zu wühlen, bis ich vielleicht mal ansatzweise finde, was ich suche... da kauf ich mir lieber eben die DVD oder sonstwas und der Käse ist gegessen. Keine Zeit verschwendet mit der Suche, Qualität in Ordnung... und preislich ist es meist auch okay, auch wenn andere gerne das Gegenteil behaupten.

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