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Alles nicht neu

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  1. Alles nicht neu

    Autor: JoshuaFalken 18.07.11 - 13:09

    Wer in die Spieleindustrie geht, weiss worauf er sich einlässt: Extreme Arbeitszeiten, maues Gehalt, null Jobsicherheit. Das ist nicht neu, und daran wird sich auch nichts ändern. Der Grund dafür ist auch klar: Anders als bei in meisten anderen IT-/Informatik-Sektoren stehen in der Spieleindustrie für jede offene Stelle Dutzende Freaks Schlange. Wenn jemand gefeuert wird oder wegen Burnout geht, macht am nächsten Tag jemand anders an der gleichen Stelle weiter. Wer sich beschwert, menschenwürdige Arbeitszeiten oder gar ein höheres Gehalt verlangt, landet meist umgehend auf der Strasse. Es spricht Bände, dass trotz katastrophaler Arbeitsbedingungen in der gesamten weltweiten Industrie Gewerkschaften im Computerspielebereich praktisch unbekannt sind.

    Die Geschichte wiederholt sich hier immer wieder auf die gleiche Art und Weise. Vor Jahren schon mit den EA Wives, dann der Skandal um Rockstar San Diego, sowie zahllose ähnliche Fälle.

    Dass das nicht nur kriminell, sondern auch noch extrem dumm ist, verschlimmert die Sache nur. Wie im Artikel schon korrekt angesprochen, kann niemand 20 Stunden am Tag 100% geben. Ganz schnell geht die Produktivität in den Keller. Mit menschenwürden Arbeitszeiten und einer handhabbaren _geplanten_ Verschiebung der Deadline würde man hinterher genauso ankommen, und im Zweifel kein bisschen später - mit dem einzigen Unterschied, dass die Programmierknechte ihre Gesundheit behalten könne.

    Aus irgendeinem Grund ist es in der Spielebranche aber so, dass der durchschnittliche Games-Manager lieber der Illusion nachhängt, dass die mittelalterliche totale Ausbeutung der Software-Sklaven der einizige erfolgversprechende Weg ist.

  2. Mist!

    Autor: Charles Marlow 18.07.11 - 13:14

    Genau das Gleiche habe ich auch gerade geschrieben. ;)

  3. Re: Alles nicht neu

    Autor: Codemonkey 18.07.11 - 13:23

    Gibt aber leider genug Honks die es
    A. mitmachen
    und
    B. (und meiner Meinung nach viel schlimmer) Firmen neu gründen und selber dann Spiele zu Billigstpreisen verschachern

    Letzter lassen sich dann auch gerne in "Verhandlungen" von Publishern lächerliche Mannmonatspreise aufdrücken die unter aller Sau sind...

    Fazit: In allen Branchen steigen Mannmonatspreise und Gehälter, in der Spieleindustrie ist beides rückläufig.

  4. Re: Alles nicht neu

    Autor: .02 Cents 18.07.11 - 13:51

    Naja - weltweit ist das in Zeiten stark schwankender Wechselkurse nur schwer vergleichbar ...

    Ich bin seit 20 Jahren in der Softwareindustrie und seit ca 10 Jahren im Bereich DWH / Freelancer unterwegs. Schaut man sich da die Entwicklung der Tagssätze an, ist das auch sehr gemischt. In Deuthschland zum Beispiel bekommt man heute noch nicht wieder die Tagessätze von vor 10 Jahren, und das obwohl es momentan so aussieht, das man sich die Projekte fast aussuchen kann. Über 600 Euro Tagessatz all in ist häufig schwierig - was man nicht 1:1 auf ein Festgehalt umrechnen kann, denn das ist inklusive Reisekosten etc, und Urlaub, Krankheitsbedingte Ausfallzeiten, Fortbildung etc pp sind davon auch zu finanzieren ...

  5. Re: Alles nicht neu

    Autor: ProbloggerWorld.de 18.07.11 - 15:06

    JoshuaFalken schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Grund dafür ist auch klar: Anders
    > als bei in meisten anderen IT-/Informatik-Sektoren stehen in der
    > Spieleindustrie für jede offene Stelle Dutzende Freaks Schlange. Wenn
    > jemand gefeuert wird oder wegen Burnout geht, macht am nächsten Tag jemand
    > anders an der gleichen Stelle weiter.

    Das halte ich für ein Gerücht. Gute Programmierer und Freaks sind nicht dasselbe. Gute Programmierer zeichnet mehr aus, als nur mal eben ein jQuery-Skript zusammenzuschustert zu haben.

    Gameloft bewegt sich auf der Elementarebene C/C++ respektive Java. Spätestens beim nächsten Unit-Test räumen die Freaks freiwillig das Feld.

  6. Re: Alles nicht neu

    Autor: Danse Macabre 18.07.11 - 15:17

    Hier geht es ja auch um Mobile Games. Dieses Zeug will zu Preisen von 1,50¤ erstmal gegen finanziert werden.

  7. Re: Alles nicht neu

    Autor: maxip7 18.07.11 - 15:24

    Passend dazu eben hier im Forum eingeblendet:

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    Da stecken auch sicherlich auch hochbezahlte Angestellte dahinter :)

  8. Re: Alles nicht neu

    Autor: JoshuaFalken 18.07.11 - 16:14

    ProbloggerWorld.de schrieb:
    > Das halte ich für ein Gerücht. Gute Programmierer und Freaks sind nicht
    > dasselbe. Gute Programmierer zeichnet mehr aus, als nur mal eben ein
    > jQuery-Skript zusammenzuschustert zu haben.

    Es ist mir ehrlich gesagt nicht ganz klar, worauf sich das bezieht bzw. wie das meinem Kommentar widerspricht. In der Spielebrache ist die Nachfrage nach Stellen wesentlich grösser als das Angebot; das ist allgemein bekannt (und auch meine persönliche Erfahrung), und so kommen die schlechte Bezahlung und schlechten Arbeitsbedingungen zustande. Anders sind die vielen ähnlich gelagerten Fälle weltweit - über viele Jahre schon - auch nicht zu erklären. Das Phänomen zieht sich durch alle Spezialisierungen und Erfahrungs-/Kenntnisstufen. "Gute Programmierer" (nach wessen Massstab eigentlich?) sind da keineswegs ausgenommen.

    > Gameloft bewegt sich auf der Elementarebene C/C++ respektive Java.
    > Spätestens beim nächsten Unit-Test räumen die Freaks freiwillig das Feld.

    Sorry, aber das ist nur noch wirr. Was hat die Programmiersprache mit der Frage zu tun, ob man ein guter Programmierer ist oder nicht? Und was hat das wiederum mit der Situation auf dem spezialisierten Spiele-Arbeitsmarkt zu tun? Was hat das mit den Arbeitsbedingungen in der Spielebranche zu tun? Was bitte ist die "Elementarebene C/C++ respektive Java"? Was haben Unit-Tests damit zu tun?

    Lies Dich mal ein in die Fälle EA Wives, Rockstar San Diego etc. Da waren vor allem auch die "richtig guten" C++ Programmierer betroffen, die über Wochen und Monate keine Zeit hatten, mal eine Dusche zu nehmen. Dass die Artists, Tester etc. teilweise _noch_ schlechter dran waren, ändert an der Tatsache gar nichts.

  9. Re: Alles nicht neu

    Autor: gotit 19.07.11 - 05:28

    Der Fehler steckt doch im System selbst. Die ganzen großen und nicht so großen Spieleschmieden werfen ein unfertiges Game nach dem anderen heraus. Mangel an Content, Unmengen enthaltener Bugs, eine schlechte PC bzw. Konsolenportierung oder schlichtweg minderwertiges Konzept mindern den Absatz und somit den Gewinn. Die Folge, das nächste Spiel wird noch lapidarer zusammengeschuster. Ein Teufelskreis aus dem nur wenige Firmen ausbrechen können oder wollen.
    Nicht zu vergessen die vielen Kopierschutzhürden die in der Regel nur den ehrlichen
    Käufer geißeln, den Downloader aber meist völlig kalt lassen.

    Da wird dann auch schonmal damit angefangen gutverkaufte Titel zu kopieren (God of War <--> Darksiders) oder wie EA es betreibt einem Titel immer wieder einen Nachfolger nach dem anderen zu spendieren ( NFS- Serie), bei dem es weder Neues gibt, noch die alte Qualität bewahrt wird.

    Mir persönlich ist die Grafik nicht völlig egal, aber was soll ich mit Spielen wegen denen ich immer wieder mein System nachrüsten muss, die mich aber im besten Fall 5h beschäftigen ( von fesseln wil ich garnicht reden ).

    Die Folge, gutbezahlte und damit motivierte und kreative Entwickler (alles was dazu gehört) sind Mangelware und solche Fälle werden immer wieder publik werden.

  10. Re: Alles nicht neu

    Autor: GodsBoss 19.07.11 - 09:39

    > Spätestens beim nächsten Unit-Test räumen die Freaks freiwillig das Feld.

    Wie ist das denn gemeint? Die programmieren Monate vor sich hin, bis es zum alles entscheidenden Unit-Test kommt? So wird es wohl sein!

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

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