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VIA ... nie wieder

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  1. VIA ... nie wieder

    Autor: Test 17.08.05 - 20:30

    Kryptischer Datensalat auf der Festplatte und miese Performance sollte jedem potentiellen Käufer Warnung genug sein.

    VIA = das Billigste vom Billigstem

  2. Re: VIA ... nie wieder

    Autor: 486dx4-160 17.08.05 - 23:04

    Test schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Kryptischer Datensalat auf der Festplatte und
    > miese Performance sollte jedem potentiellen Käufer
    > Warnung genug sein.
    >
    > VIA = das Billigste vom Billigstem

    Und nie wieder Western Digital Platten, die von IBM/Hitachi sind aber auch nicht besser. Und erst Intel: Wie kann man nur den Pentium-Bug vergessen?! SIS hat übrigends eine Zeit lang den VL-Bus über den ISA-Bus angebunden, seitdem fällt auch SIS flach. Erinnert sich wer noch daran, dass Nvidia 3dfx aufgekauft hat? Sauerei, seitdem auch keine Nvidia-Karte mehr. Buy Canadian, sag ich nur. Obwohl das gar kein richtiges Land ist... IBM ist übrigends auch Mist, von denen stammt ja das verkorkste IBM PC/AT-Konzept mit Gate A20 und so, und die Folgen haben wir ja heute noch zu tragen.

  3. Re: VIA ... nie wieder

    Autor: Altgedienter 18.08.05 - 07:34

    Ach ja, das gute A20-Gate.
    Für all die Kiddies, die das nicht (mehr) kennen:
    Das Grundproblem eines jeden PCs ist das seine Hardware zu allen vorhergehenden Hardware-Generationen kompatibel ist. Deshalb steckt in jedem modernen PC uralte technische Errungenschaften und Kuriositäten, die sogar patentiert sind. Darunter befindet sich auch das A20-Gate, das auch im Itanium, Opteron und sogar im I/O-Protokoll HyperTransport nicht tot zukriegen ist.
    Mit der Hardware-Spezifikation PC2001 haben die Firmen Intel und Microsoft das Ende des A20-Gates beschlossen. Bisher wurde das aber noch nicht umgesetzt (Stand November 2003).

    Grund des Übels ist das Betriebssystem MS-DOS von Microsoft. Dieses sorgt im Real Mode dafür, dass nur 20 Adressleitungen (A0-A19) des Adressbusses aktiv sind. Ein Prozessor der x86-Familie kann deshalb nur einen Arbeitsspeicher von 1 MByte ansprechen. Als der PC seinen Durchbruch geschafft hatte und IBM 1984 den AT mit dem Prozessor Intel 80286 herausbrachte sollten auch alle bereits verbreiteten DOS-Programme korrekt ausgeführt werden. IBM-Ingenieure erfanden deshalb das A20-Gate in Form eines kleinen Gatters (74F257), das bei Bedarf die Adressleitung A20 fest auf Null legt. Weil es sich dabei nur um eine kurzfristige Lösung, also ein Provisorium, handeln sollte, verzichtete man auf einen neuen Port zum Umschalten. Stattdessen wählte man einen freien Port im Tastatur-Controller 8042. Dieser hatte aber ein umständliches Protokoll, mit einer langen Wartezeit. Das zusätzliche Gatter für diese eine Adressleitung verzögert die Gültigkeit der Adressen um ein paar Nanosekunden. Ein eigentlich unnötiger Geschwindigkeitsverlust. Auf eine Software-Schnittstelle im BIOS und eine Funktion zur Zustandsabfrage des A20-Gates wurde verzichtet. Erst viel später, als man die Unverzichtbarkeit bei IBM und dem BIOS-Hersteller AMI erkannte, wurden entsprechende BIOS-Funktionen nachgereicht.
    Im Protected Mode sind die Prozessoren ab 80286 in der Lage den Speicherbereich über 1 MByte anzusprechen. Damit die Adressleitung 20 (A20) freigeschaltet wird, war unter DOS u. a. die Datei HIMEM.SYS zuständig. Diese Datei versuchte für das Umschalten der Leitung, bis zu 17 verschiedene Rechnertypen zu erkennen, was nicht immer gut gelang. Manchmal hat es eben funktioniert, manchmal auch nicht. Auch Windows-Nutzer treffen immer wieder auf das A20-Gate. Vor allem dann, wenn es Probleme mit dem System Management Modus(SMM) oder ACPI gibt.

  4. Re: VIA ... nie wieder

    Autor: senfgurke 18.08.05 - 08:41

    Altgedienter schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Ach ja, das gute A20-Gate.
    > Für all die Kiddies, die das nicht (mehr) kennen:
    > Das Grundproblem eines jeden PCs ist das seine
    > Hardware zu allen vorhergehenden
    > Hardware-Generationen kompatibel ist. Deshalb
    > steckt in jedem modernen PC uralte technische
    > Errungenschaften und Kuriositäten, die sogar
    > patentiert sind. Darunter befindet sich auch das
    > A20-Gate, das auch im Itanium, Opteron und sogar
    > im I/O-Protokoll HyperTransport nicht tot
    > zukriegen ist.
    > Mit der Hardware-Spezifikation PC2001 haben die
    > Firmen Intel und Microsoft das Ende des A20-Gates
    > beschlossen. Bisher wurde das aber noch nicht
    > umgesetzt (Stand November 2003).
    >
    > Grund des Übels ist das Betriebssystem MS-DOS von
    > Microsoft. Dieses sorgt im Real Mode dafür, dass
    > nur 20 Adressleitungen (A0-A19) des Adressbusses
    > aktiv sind. Ein Prozessor der x86-Familie kann
    > deshalb nur einen Arbeitsspeicher von 1 MByte
    > ansprechen. Als der PC seinen Durchbruch geschafft
    > hatte und IBM 1984 den AT mit dem Prozessor Intel
    > 80286 herausbrachte sollten auch alle bereits
    > verbreiteten DOS-Programme korrekt ausgeführt
    > werden. IBM-Ingenieure erfanden deshalb das
    > A20-Gate in Form eines kleinen Gatters (74F257),
    > das bei Bedarf die Adressleitung A20 fest auf Null
    > legt. Weil es sich dabei nur um eine kurzfristige
    > Lösung, also ein Provisorium, handeln sollte,
    > verzichtete man auf einen neuen Port zum
    > Umschalten. Stattdessen wählte man einen freien
    > Port im Tastatur-Controller 8042. Dieser hatte
    > aber ein umständliches Protokoll, mit einer langen
    > Wartezeit. Das zusätzliche Gatter für diese eine
    > Adressleitung verzögert die Gültigkeit der
    > Adressen um ein paar Nanosekunden. Ein eigentlich
    > unnötiger Geschwindigkeitsverlust. Auf eine
    > Software-Schnittstelle im BIOS und eine Funktion
    > zur Zustandsabfrage des A20-Gates wurde
    > verzichtet. Erst viel später, als man die
    > Unverzichtbarkeit bei IBM und dem BIOS-Hersteller
    > AMI erkannte, wurden entsprechende BIOS-Funktionen
    > nachgereicht.
    > Im Protected Mode sind die Prozessoren ab 80286 in
    > der Lage den Speicherbereich über 1 MByte
    > anzusprechen. Damit die Adressleitung 20 (A20)
    > freigeschaltet wird, war unter DOS u. a. die Datei
    > HIMEM.SYS zuständig. Diese Datei versuchte für das
    > Umschalten der Leitung, bis zu 17 verschiedene
    > Rechnertypen zu erkennen, was nicht immer gut
    > gelang. Manchmal hat es eben funktioniert,
    > manchmal auch nicht. Auch Windows-Nutzer treffen
    > immer wieder auf das A20-Gate. Vor allem dann,
    > wenn es Probleme mit dem System Management
    > Modus(SMM) oder ACPI gibt.
    >
    >


    zu deutsch: das provisorische, welches eigentlich nur für kurze zeit gedacht ist, hält viel länger als es soll, weil man sich sagt "warum abschaffen? funktioniert doch!" :)

    ps: ich bin ein kiddie von 20 jahren und wusste, was das a20-gate ist :)

  5. Re: VIA ... nie wieder

    Autor: DSC-HaMeR 18.08.05 - 10:29

    Test schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Kryptischer Datensalat auf der Festplatte und
    > miese Performance sollte jedem potentiellen Käufer
    > Warnung genug sein.
    >
    > VIA = das Billigste vom Billigstem


    Stellt Via Festplatten her?
    Also zu den vom MSI verbauten VIA Chips kann ich nur sagen:
    Zuverlässig, schnell, kostengünstig.
    Hatte erst das K4-Ultra und nun das K8T-NEO Board:
    Tolle Bridges, problemloser Betrieb - unter XP, Mandrake und SuSe.

    Oder redest du hier nur von Notbooks?
    Dann sorry, da hab ich keine Erfahrung, aber rate doch nicht gleich ganz von VIA ab!

    Das epia tc10000 ist doch z.B. klasse, als "Autoradio" mit Navi, Mp3 und Video....

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