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Moderne Kriegsführung

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  1. Re: Moderne Kriegsführung

    Autor: BLi8819 24.08.11 - 15:40

    Also einen Hund der dich töten will assoziierst du mit eine Baby?

  2. Re: Moderne Kriegsführung

    Autor: C00kie 24.08.11 - 17:36

    BLi8819 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wie sieht deine Grenze denn aus?
    >
    > Menschen abknallen ist in Ordnung. Aber unschuldige Hunde töten
    > geschmacklos?
    > Du findest Super Mario wohl auch geschmacklos. Die armen armen Schildkröten
    > darf man doch nicht töten. Man sollte sie durch russische Soldaten
    > austauschen!

    Es wurde schon korrekt begründet, auf eine Weise, der ich zustimme. Menschen haben schon seit eh und je Feindbilder - seien es Armeen anderer Völker, in der Fiktion auch Aliens, Roboter, Monster und Dämonen, usw.
    All diese Feindbilder sind aus einem Motiv heraus handelnde und bewusst agierende Individuen. Sie haben (rein hypothetisch bei fiktiven Gestalten) einen Grund uns zu attackieren und verfolgen eigene Ziele, die den Angriff begründen. Sie zu töten kann mit Notwehr begründet werden, da in den meisten Spielen der Angriff seitens der Gegner bei Sichtkontakt erfolgt.

    Was mich und scheinbar auch eine Hand voll andere an diesem speziellen Fall stört ist, dass der Hund einfach nicht in dieses Schema gehört, schon gar nicht zu Unterhaltungszwecken. Da die Hunde im Fallbeispiel CoD Abbilder der realen Tiere sind, können sie in der Theorie nur durch Abrichtung zum Angriff bewegt worden sein. Wie ich schon erklärte, kennen und verstehen sie die Motive des dargestellten Krieges dann nicht, wodurch sie als unschuldige dritte Partei in diesen Konflikt hineingezogen wurden. Das ist in Anbetracht der Tatsache, dass der Hund als bester Freund des Menschen gilt unmenschlich und weckt eher mein Mitleid als dass ich in irgendeiner Weise zu Unterhaltungszwecken wellenweise darauf schießen möchte.

    Für mich persönlich ist es also sehr wohl eine Überschreitung des guten Geschmacks und hat mich dazu bewegt, darüber nachzudenken, was man uns eigentlich zum Spaß vorsetzt. Also ja, wenn ein Mensch mich bewusst attackiert, kann ich Gegenwehr mit meinem Gewissen leichter vereinbaren, als wenn ein Mensch einen vorher unschuldigen Hund auf mich hetzt. Denn während es sich im ersten Fall um eine Sache zwischen mir und dem Menschen handelt, hat das Tier nichts mit dem Konflikt zwischen mir und dem Hetzenden zu tun.
    Das Beispiel mit Super Mario hinkt an vielen Ecken. Mir sind keine Fälle bekannt, dass Leute nach dem Spielen kräftig auf ihre Schildkröten gesprungen sind. Leider gibt es weltweit viel zu viele Fälle, in denen Hunde erschossen werden, die niemanden angriffen. Statt diese reale Gewalt in Spaßverpackungen zu stecken, sollte man lieber darüber aufklären und eine Sensibilität dafür wecken.

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