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C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

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  1. Re: 6502? Steckte im C64 nicht der 6510?

    Autor: Jens Schönfeld 24.04.03 - 10:17

    Der 6502 und der 6510 haben einen identischen Prozessorkern. Der 6510 für den C64 hatte lediglich ein Spezial-Register, mit dem Datasette und die Speicherverwaltung gesteuert wurden. Dieses Register wird in den FPGAs des C-One nachgebildet, so daß das schwer erhältliche Derivat nicht notwendig ist. 6502 und 6510 sind 100% Befehls-kompatibel, was auch die illegalen Opcodes umfasst.

    Jens Schönfeld

  2. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: Samoth 24.04.03 - 10:19

    Mag sein, dass es technische gesehen keine wirkliche Neuerung ist, aber sieh's mal so:

    Wenn das Teil günstig ist, ist es ein schönes Geschenk für einen technisch interessierten Jungendlichen (bzw. einer Jugendlichen) und was die dann damit an Erfahrung sammeln, kann doch nur gut für ihren weiteren Werdengang sein, falls sie sich bspw. für ein Ingenieurstudium entscheiden.

    Gruß, Samoth

  3. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: Jens Schönfeld 24.04.03 - 10:30

    Jenny,

    es ist richtig, daß FPGAs schon seit Jahren verfügbar sind. In dieser Form wurden sie aber noch nicht in einem Computer eingesetzt.

    Als Du vor vier Jahren damit gearbeitet hast, hast Du sicher beim Startup immer den gleichen Code in die FPGAs geladen, und diese dann über die gesamte uptime statisch gehalten. Auf dem C-One können sich die FPGAs gegenseitig rekonfigurieren, was die extreme Flexibilität ausmacht. Ich habe bis heute von zwei anderen Projekten dieser Art gelesen, jedoch hat keins bisher kommerziellen Status erreicht.

    Um's auf den Punkt zu bringen: Ein Hardware-Update für's Mainboard per Internet-Download gab's bisher nicht.

    Jens Schönfeld

  4. Re: 6502? Steckte im C64 nicht der 6510?

    Autor: pit 24.04.03 - 10:49

    hallo jens schönfeld,

    du bist einer der wenigen im forum, der sachlich, freundlich und korrekt postet. weiter so, es trägt zum besseren verständnis bei.

    pit

  5. Re: C-One - tolle Idee!!!

    Autor: Thilo Mohr 24.04.03 - 11:15

    Hallo Jens,

    >Auf dem C-One können sich die FPGAs gegenseitig rekonfigurieren, was die extreme
    > Flexibilität ausmacht. Ich habe bis heute von zwei anderen Projekten dieser Art gelesen,
    >jedoch hat keins bisher kommerziellen Status erreicht.

    Von so etwas habe ich 1997 auf nem FPGA-Forum über ne Spezial-Studio-Soundkarte gehört.
    Es handelte sich dabei um eine Steckkarte mit PC-Software, mit der ein kompletter
    Studio-Soundmixer für erheblich weniger Geld realisiert wurde. Statt vieler (Größenordnung
    75) DSPs wurden wenig FPGAs (Größenordnung 5) benutzt, die im laufenden Betrieb vom
    PC-Programm rekonfiguriert wurden. Schon damals dachte ich über die Möglichkeiten
    nach, das in PCs einzusetzen. (War aber noch im Studium, kam daher nie zu genaueren
    Plänen, praktisch blieb's beim träumen :)

    Also ist die C1-Idee theoretisch auch nicht richtig neu, aber hier wurde sie gut umgesetzt.
    Außerdem ist ein normales FPGA-Entwicklungskit mit 1000,- US$ Minimum sauteuer.

    Deshalb freue ich mich auf den C1-Release! Tolle Idee!

    Schöne Grüße aus dem sonnigen Süden (Großraum Stuttgart),
    Thilo Mohr

  6. Re: So ein Haufen Schrott!

    Autor: Robert 24.04.03 - 11:46

    Welche Armbanduhr hast du denn?

  7. Re: 6502? Steckte im C64 nicht der 6510?

    Autor: Marco Frischkorn 24.04.03 - 11:55

    pit schrieb:
    >
    > hallo jens schönfeld,
    >
    > du bist einer der wenigen im forum, der
    > sachlich, freundlich und korrekt postet. weiter
    > so, es trägt zum besseren verständnis bei.
    >
    > pit

    Wenn wunderts... Jens dürfte von Amiga-News schon genervt genug sein, sodas dieses Forum für ihn eine echte Erholung ist ;)

    Btw... bei der 6502 Riege... wird da nur der 6502C unterstützt, oder auch die älteren 6502A bzw. B Modelle? Und wie sieht es mit den Nachfolgern aus, der 6802 Reihe? Die waren ja afaik die 16 Bitter, welche neben der IMHO vollständigen Kompatibilität zu der 6502 Reihe, noch ein paar weitere OP-Codes kannten, was inbesondere die Multiplikations- und Divisionsbefehle betraf, welche man unter dem 6502 noch mühsam manuell durch eigenen Routinen abbilden mußte.

    Hach waren das noch Zeiten, wo man die Sprungtabellen noch per Hand ausgerechnet hat... tjaja... als Schüler hatte man halt noch nicht die Kohle, um eine Software zu kaufen, welche das für einen durchführte...

    CU
    Marco

  8. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: knock 24.04.03 - 12:20

    Ich habe meinen C16 vor 19 Jahren für DM 150 bei ALDI gekauft. Da gabs das auch schon ;-)

  9. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: Sebastian Heß 24.04.03 - 12:21

    Ja, so nen VC20 hab ich auch noch daheim, sogar mit ner Diskette mit nem "Virus". Der lässt dann so kleine Pixel über den Bildschirm huschen und löscht nach 20 Minuten dann die Diskette (soweit hab ich es nie kommen lassen ;))

    Hab noch nen Amiga 600 mit 512 MB Festplatte und 1x CDROM. Das war noch Technik, wenn ich mir anschau, was damals mit den Kisten gerendert wurde (s. AmigaMagazin und die ganzen CDRoms dabei mit Grafiken) und heute beschwert sich jeder über seinen viel zu langsamen PC ...

    Wenn ich die Bilder so durchschau, dann hab ich das Gefühl, 90% aller Amiganutzer waren auch Star Treck fans *g*

    Und Final Copy war wohl die Text verarbeitung. Wenn jemand nen Rewrite davon fürn PC rausbringt kauf ich den ;)

    Grüße und schönen Tag noch

    Sebastian

  10. Re: So ein Haufen Schrott!

    Autor: Chris_M 24.04.03 - 12:28

    Wahrscheinlich eine, die halbstündlich piepst.
    So eine Komformations-Uhr.

  11. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: Hannibal 24.04.03 - 12:28

    Jepp, das ist richtig.

    Ich hab ja auch nicht gesagt das es Commodore net mehr gibt, sondern nicht mehr in dieser Form wie früher als PC hersteller.

    Aber was mich stinkig macht ist, das die Leute echt nur nach den GHZ Zahlen schauen. Gut das das in den 80ern net so war.
    Früher konnter fast jeder noch Programmieren in Basic oder anderen Sprachen, heute kann das fast niemand mehr der mit Windows und Co. Arbeitet.

    Naja, die Klugen sterben aus und die Dummen vernichten sich selber.

    MFG.

    PS: Und nicht vergessen. IBM & Microsoft haben wir zu verdanken das Software Geld Kostet.

  12. Re: So ein Haufen Schrott!

    Autor: wiener25 24.04.03 - 12:55

    Wer mehr Leistung braucht, kann ja vielleicht den Prozessor seiner Armbanduhr einbauen, oder dazuhängen, und Multiprocessing probieren. Vielleicht liessen sich ja auch die Uhren von damals, die mit dem Taschenrechner, auch neu designen.

    Meiner Meinung nach ist das eine ganz tolle Sache, als Hobbyprojekt einen veralteten Computer nachzubauen. Wenn dabei was Professionelles wird, ist das umso besser. Ich finds toll, dass sich Menschen mit solchen Dingen beschäftigen. Es gibt ja doch noch Leute, die mit ihrer Freizeit was sinnvolleres als Computerspielen anfangen. Sollte das Ding mal im Handel stehen, werde ich es mir aber trotzdem nicht kaufen, da ich das Teil nicht brauche.

  13. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: wiener25 24.04.03 - 13:08

    Auch früher schon haben die Leute auf Geschwindigkeit geschaut. Warum glaubst Du, gab es für den Amiga die Prozessorkarten mit dem 68882 und wie sie alle hiessen? Und warum gab es für den C64 die Action Cartridge, die 20mal schneller laden konnte?

    Der C64 wurde damals so oft verkauft, weil er (im Vergleich zu seinen Vorgängern VC20, etc.) gute Leistung brachte und billig war.

    Programmieren konnten die meisten ja auch damals nicht. Es war halt einfacher, dadurch, dass der Computer gleich mit dem Interpreter am Bildschrim erschienen ist. Vernünftige Programme waren damit aber nicht möglich, dazu brauchte es schon Assemblerkenntnisse oder zumindest einen Compiler.

    Was bringt Dich eigentlich zu der Annahme dass Software wegen IBM und Microsoft Geld kostet?!? Vielleicht verwechselst Du das damit, dass Software früher leichter zu kopieren war :-)
    In den Anfängen der 64er-Zeit hat Microsoft noch nichts zu sagen gehabt, und auch da haben Spiele und Anwenderprogramme was gekostet. Erinnere Dich an Geos. War das gratis?

    Bezogen auf das Sterben der Klugen, da hast recht *fg*

  14. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: CK (Golem.de) 24.04.03 - 13:13

    Andreas Wolf schrieb:
    > > Der Systembus läuft mit 50 MHz...
    >
    > "The board will be shipped in the 67.74 Mhz
    > configuration..."

    Es gibt auf den verschiedenen ofiziellen Seiten verschiedene Angaben. Das soll in Kürze überarbeitet werden. Werde die 67,74 mal in den Artikel pappen.

    > > ...die Entwicklerboards verkraften jedoch
    > Bustaktraten bis rund 135 MHz.
    >
    > "The highest FSB frequency of 135.48 Mhz is not
    > supported with the current early startup
    > procedure, and probably will not be any time
    > soon."
    >
    > http://c64upgra.de/c-one/s_news.htm

    Von da hab ich ja die Taktrate, dennoch wird der Takt früher oder später unterstützt werden. Sonst stünde er ja nicht zur Auswahl zur Verfügung.

    > > Seit April 2003 beteiligt sich die Aachener
    > Firma individual Computers am Projekt...
    >
    > "Seit April *2002* ist die Aachener Firma
    > individual Computers aktiv an dem Projekt
    > beteiligt."
    > http://ami.ga/news/news77.htm

    Das war ein Fehler von unserer Seite. Erst stand 2004 da, ein Kollege hat es dann - korrekt - auf 2002 hingebogen.

    Gruss,
    Christian Klass
    Golem.de

  15. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: hiTCH-HiKER 24.04.03 - 13:14

    1. Ist Pirates! nichts vernuenftiges? Meiner Meinung nach das beste Spiel aller Zeiten und am C64 in Basic geschrieben
    2. Das C64 Basic ist von M$, also hatten sie auch damals schon grosses Einfluss, nur weniger im Desktop Bereich, da haben sie erst seit WinNT ernstzunehmenden Einfluss

  16. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: hiTCH-HiKER 24.04.03 - 13:16

    Du hast wohl die beste Computerzeit oder die beste C64-Software verpasst, denn sonst wuesstest du das man so ein Schmuckstueck bestimmt nicht nach 10 Minuten weglegt. Ich hab erst vor ein paar Tagen wieder den C64 aufgebaut.

  17. Re: So ein Haufen Schrott!

    Autor: hiTCH-HiKER 24.04.03 - 13:20

    Ja natuerlich, den Pennern vom Roten Kreuz werd ich es geben. Dann verbrenne ich mein Geld lieber!

  18. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: Hannibal 24.04.03 - 13:42

    Also MS und IBM haben schließlich dami angefangen Software zu schreiben die Geld kostet.
    Siehe MS/IBM DOS.

    Davor, wurden an Universitäten Software Hergestellt die Open Source waren, Ja OPEN SOURCE.
    Und deswegen ist MS und IBM an der miesere schuld.
    Denn jedes Programm besteht nur aus 1 und 0, und was willste da Lizensieren ???

    Wenn ich ein Programmier GURU wäre, könnt ich ein Programm schreiben was per Zufall Programme aus 0 und 1 erstellt und nach Jahre, würde vielleicht ein OS oder was anderes rauskommen.

    PS: M$ hatte noch nie was gutes im Sinn.

  19. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: Moridin 24.04.03 - 14:29

    Ich denke für die meisten Bedürfnisse reicht ein Emulator, denn jedes Elektronikteil belastet die Umwelt. Wer so nen Brotkasten 'in original' auf dem Schreibtisch braucht der kriegt doch bestimmt noch nen Gebrauchten. Wer tatsächlich eine Hardware braucht, die in Sachen alte C64 Software auch nicht mehr kann als ein guter Emulator UND außerdem auch mit FPGAs rumspielen möchte, für den ist das Teil was. Aber das können doch kaum sehr viele Leute sein.
    Nix für ungut, wer´s will soll´s kaufen

  20. Re: C-One - C64-Nachfolger mit rekonfigurierbaren Chips

    Autor: wiener25 24.04.03 - 14:36

    Jaja, so sinds die Programme, bestehen alle aus Nullen und Einsen. Also warum kosten die bloss was? Vielleicht liegts ja daran, dass eine Firma, die sich mit Softwareentwicklung beschäftigt, ihre Angestellten nicht mit Nullen oder Einsen bezahlt, denn auch die ernähren sich nicht von Nullen und Einsen und lassen auch ihre Kinder nicht davon studieren.

    Nur mal als Gegenbeispiel: Kannst Du zu einer Baufirma gehen und erwarten, dass die Dir gratis ein Holzhaus bauen? Das Holz wächst ja gratis im Wald, also soll der Holzfäller gratis in den Wald gehen und es schlägern, das Sägewerk das Holz gratis sägen, die Baufirma das Haus gratis aufbauen ...

    Ich selber bin auch Software-Entwickler und ich kann Dir sagen, da steckt weit mehr dahinter als ein paar Nuller und Einser :-)

    Zum Thema Open Source: Die Software, die im Rahmen der OpenSource geschrieben wird ist nur deshalb gratis, da sich die Leute nach der Arbeit hinsetzen und privat programmieren. Die leben nicht davon, die machen das zusätzlich, während andere ins Kino gehen, etc. Dass dabei natürlich keine professionelle Software rauskommt ist klar, jedoch finde ich es trotzdem erstaunlich, welch gute Qualität diese Produkte trotzdem haben, allen voran MySQL. Aber auch dieses wird nie die Leistung eines professionellen Datenbanksystems haben. Dass OpenSource gerade auf Unis geschrieben wird ist auch klar, da dort Unmengen an KnowHow agglomeriert und auch die Motivation bei Studenten noch sehr hoch ist.

    Bezüglich der M$-Firmenpolititk sollte ich mir besser kein Urtiel erlauben, denn die sehe auch ich eher kritisch ...

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