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Feine Sache

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  1. Feine Sache

    Autor: tachauch 22.08.05 - 16:42

    Es würde mich freuen, wenn sich dieser offene Standard druchsetzen würde. Die Flexibilität und Interoperabilität sind relativ fair und gut gewählt. Sowohl Konsumenten als auch Rechteverwerter könnten davon profitieren, wenn es sich denn durchsetzt.
    Nebenbei gibt das auch den Opensource Plattformen die Chance am DRM Zug teilzuhaben und sinnvoll zu nutzen.

    An die DRM Verweigerer: Das Interesse der Rechteverwerter ist so gross, dass DRM auf den Markt geworfen werden wird. Ob es angenommen werden wird, ist eine ganz andere Frage. Wenn es sich dann aber verbreitet, ist dieses Framework langfristig besser als z.B. das von Microsoft.

  2. Re: Feine Sache

    Autor: mr.escape 22.08.05 - 17:05

    tachauch schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > An die DRM Verweigerer: Das Interesse der
    > Rechteverwerter ist so gross, dass DRM auf den
    > Markt geworfen werden wird. Ob es angenommen
    > werden wird, ist eine ganz andere Frage. Wenn es
    > sich dann aber verbreitet, ist dieses Framework
    > langfristig besser als z.B. das von Microsoft.
    DRM-Open-Source ist sinnloser als jungfräuliche huren, wasserscheue fische oder veganische raubtiere.
    Es geht einfach nicht oder es ist nicht wirklich open source.

    mr.escape

  3. Re: Feine Sache

    Autor: Odysseus 22.08.05 - 17:35

    Da spricht ja das pure Fachwissen..

    Unabhängig was man von DRM hält, ermöglicht ein OS-System z.B. kleinen Independentkünstlern daran teilzuhaben.
    Und falls Du auf die technische Realisation abzielst, dann schau Dich mal bei Kryptographischen Algorithmen um. Bekannter Quellcode bedeutet keinesfalls das das System nicht sicher ist.

  4. Re: Feine Sache

    Autor: mr.escape 22.08.05 - 17:59

    Odysseus schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Da spricht ja das pure Fachwissen..
    Danke, zu freundlich.
    > Unabhängig was man von DRM hält, ermöglicht ein
    > OS-System z.B. kleinen Independentkünstlern daran
    > teilzuhaben.
    > Und falls Du auf die technische Realisation
    > abzielst, dann schau Dich mal bei
    > Kryptographischen Algorithmen um. Bekannter
    > Quellcode bedeutet keinesfalls das das System
    > nicht sicher ist.
    Offenbar ist dir die funktionsweise von DRM nicht klar.
    Eine verschlüsselte datei wird mit hilfe einer passenden und i.a. kostenpflichtigen lizenzdatei (schlüssel) entschlüsselt und wiedergegeben. An dieser stelle steht die ehemals geschützte datei mit heruntergelassenen hosen da und ruck-zuck (dank OSS) ist eine befreite version auf der platte. Unabhängig von der verschlüsselungsart oder der schlüssellänge.
    Ohne OSS müsste man die DRM-soft cracken bzw. anders umgehen (siehe befreiungstool für itunes-AAC).

    mr.escape

  5. heute ja, aber zukünftig

    Autor: tachauch 22.08.05 - 19:16

    mr.escape schrieb:
    > Offenbar ist dir die funktionsweise von DRM nicht
    > klar.
    > Eine verschlüsselte datei wird mit hilfe einer
    > passenden und i.a. kostenpflichtigen lizenzdatei
    > (schlüssel) entschlüsselt und wiedergegeben.
    > An dieser stelle steht die ehemals geschützte datei
    > mit heruntergelassenen hosen da und ruck-zuck
    > (dank OSS) ist eine befreite version auf der
    > platte. Unabhängig von der verschlüsselungsart
    > oder der schlüssellänge.
    Für sich und heute ist das zwar richtig, aber es ist nicht das Ende der Fahnenstange.
    Trustedcomputing lässt grüssen: DRM wird über kurz oder lang auf Hardwareseite bzw in einer signierten Umgebung stattfinden. Es geht darum, schon heute eine OSS Alternative zu etablieren bevor sich nur proprietäre DRM Systeme etablieren. Falls es da nicht schon zu spät ist.
    Solange es wie heute rein in Software ist, lässt sich das noch leichter angreifen. Aber auch heute lässt sich das erschwehren wie z.B. zeitlich begrenzte Lizenzen oder das Onlineabgleichen von Lizenzen.

  6. Re: heute ja, aber zukünftig

    Autor: mr.escape 22.08.05 - 19:44

    tachauch schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > mr.escape schrieb:
    > > Offenbar ist dir die funktionsweise von DRM
    > nicht
    > klar.
    > Eine verschlüsselte datei
    > wird mit hilfe einer
    > passenden und i.a.
    > kostenpflichtigen lizenzdatei
    > (schlüssel)
    > entschlüsselt und wiedergegeben.
    > An dieser
    > stelle steht die ehemals geschützte datei
    > mit
    > heruntergelassenen hosen da und ruck-zuck
    >
    > (dank OSS) ist eine befreite version auf der
    >
    > platte. Unabhängig von der
    > verschlüsselungsart
    > oder der schlüssellänge.
    > Für sich und heute ist das zwar richtig, aber es
    > ist nicht das Ende der Fahnenstange.
    > Trustedcomputing lässt grüssen: DRM wird über kurz
    > oder lang auf Hardwareseite bzw in einer
    > signierten Umgebung stattfinden. Es geht darum,
    > schon heute eine OSS Alternative zu etablieren
    > bevor sich nur proprietäre DRM Systeme etablieren.
    > Falls es da nicht schon zu spät ist.
    > Solange es wie heute rein in Software ist, lässt
    > sich das noch leichter angreifen. Aber auch heute
    > lässt sich das erschwehren wie z.B. zeitlich
    > begrenzte Lizenzen oder das Onlineabgleichen von
    > Lizenzen.
    Wenn OSS im spiel ist, hilft weder eine zeitliche noch zahlenmäßige beschränkung, denn die "befreiung" findet im zweifel schon beim ersten abspielen statt. Werden einfach nur lizenzdaten und verschlüsselte inhalte in eine hardware durchgereicht ist das wohl kaum noch OSS-DRM, da diesbezüglich dort nichts mehr stattfindet.

    mr.escape

  7. Mea Culpa

    Autor: Odysseus 22.08.05 - 22:50

    Entschuldige meinen unflätigen Tonfall, Du hast natürlich recht. Ich hatte fälschlicherweise den Eindruck, Du seist einer der das Konzept asymmetrische Verschlüsselung nicht kapiert. In meinem Eifer habe ich Deinen tatsächlichen Einwand nicht berücksichtigt.
    Da ist was wares dran. Bleibt also von dem System im Prinzip nur noch der sichere Transport übrig..
    Wobei sinnvoll einsetzen ließe sich das auf geschlossenen Geräten (DVD-Player z.B.). Das der Quelltext verfügbar ist nützt nix wenn der Schlüssel im System steckt. Also im Groben die Richtung von tachauch. Dann bliebe der Vorteil gegenüber kostenpflichtigen CS-Varianten das jedermann DRM geschütze Dateien erstellen kann.

  8. OSS teilweise

    Autor: tachauch 23.08.05 - 22:17

    Die Schnittstellen und Art der Entschlüsselung des DRM Systems soll offen sein, Bestandteile wie z.B. Schlüssel können aber in Hardware implementiert sein. So kann dann jeder mit dieser Hardware, welche über standartisierte Schnittstellen angesprochen wird, abgerufen werden.
    Es geht darum, Interoperabilität zu schaffen und nicht die reine Lehre von OSS bis auf Hardwareebene zu verbreiten.

  9. Re: OSS teilweise

    Autor: mr.escape 23.08.05 - 22:30

    tachauch schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die Schnittstellen und Art der Entschlüsselung des
    > DRM Systems soll offen sein, Bestandteile wie z.B.
    > Schlüssel können aber in Hardware implementiert
    > sein. So kann dann jeder mit dieser Hardware,
    > welche über standartisierte Schnittstellen
    > angesprochen wird, abgerufen werden.
    > Es geht darum, Interoperabilität zu schaffen und
    > nicht die reine Lehre von OSS bis auf
    > Hardwareebene zu verbreiten.
    Das was du hier beschreibst ist lediglich eine offene API mit und hat mit OSS nichts zu tun.

    mr.escape

  10. Re: OSS teilweise

    Autor: tachauch 30.08.05 - 14:41

    mr.escape schrieb:
    > Das was du hier beschreibst ist lediglich eine
    > offene API mit und hat mit OSS nichts zu tun.
    Wie definierst du denn OSS? Es gibt auch noch andere "offene" Lizenzen ausser GPL.
    Genauso verhält es sich mit "Software" unter diesen Lizenzen: Die können in verschiedenen Kombinationen von Offenheit vorliegen und kombiniert sein.

  11. Re: OSS teilweise

    Autor: mr.escape 30.08.05 - 15:54

    tachauch schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > mr.escape schrieb:
    > > Das was du hier beschreibst ist lediglich
    > eine
    > offene API mit und hat mit OSS nichts zu
    > tun.
    > Wie definierst du denn OSS? Es gibt auch noch
    > andere "offene" Lizenzen ausser GPL.
    Ich definiere gar nichts, aber üblicherweise sind es folgende haupteigenschaften, die OSS kennzeichnen:
    >-Die Software (d. h. der Programmcode) liegt in einer für den Menschen lesbaren und verständlichen Form vor.
    >-Die Software darf beliebig kopiert, verbreitet und genutzt werden.
    >-Die Software darf verändert und in der veränderten Form weitergegeben werden.
    Bis auf den ersten punkt ist hier nichts mehr erfüllt. So ganz kann das also kein OSS sein. Eine offene API eben. Mehr nicht.
    Wenn man mit den sourcen nichts anstellen kann (verändern, kompilieren, assemblieren, linken), ist das wohl kaum OSS. Das reine anschauen bringt nichts, da nicht sicher ist, ob die eingesetzten binaries tatsächlich aus diesen sourcen entstanden sind. Wie einfach es ist, selbstgebackene binaries in die hardware zu bekommen ist dann eine andere frage (z.b. developer hard-/softwarekit).

    mr.escape


  12. Signierung

    Autor: tachauch 31.08.05 - 10:58

    mr.escape schrieb:
    > üblicherweise sind
    > es folgende haupteigenschaften, die OSS
    > kennzeichnen:
    > >-Die Software (d. h. der Programmcode) liegt
    > in einer für den Menschen lesbaren und
    > verständlichen Form vor.
    >-Die Software darf
    > beliebig kopiert, verbreitet und genutzt
    > werden.
    >-Die Software darf verändert und in
    > der veränderten Form weitergegeben werden.
    Also wie ich das bei SUN lese, werden die Schnittstellen samt einer Beispielimplementierung unter der CDDL veröffentlicht. OSI findet, dass CDDL open source ist, was dann doch eine relativ unabhängige Bewertung darstellt.

    > Wenn man mit den sourcen nichts anstellen kann
    > (verändern, kompilieren, assemblieren, linken),
    > ist das wohl kaum OSS.
    Also laut CDDL ist das alles kein Thema. Ich hab es in dem Projekt nicht selbst nachgelesen, aber den DRM Schutz stell ich mir so vor:
    Offener Code, den jeder selber verbasteln oder ändern kann, wird in einer TPM Umgebung nur ausgeführt, wenn er entsprechend signiert ist. So kannst du dein gebasteltes ausführen wo du willst, die "echten DRM" Schlüssel werden aber erst in der TPM zugänglich.
    Wenn du da dein gebastel zum laufen kriegen willst, musst du halt zusehen, das du es von einer Trusted Organization signiert kriegst. Ohne diese sSignierung wird es auch laufen, aber eben nicht mit dem DRM z.B. der Plattenlabels.
    Das ändert aber nichts an den OSS Eigenschaften der dort ausgeführten Software.

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