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Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

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  1. Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: Golem.de 07.11.02 - 10:55

    Microsoft setzt sich in einem internen Papier, das jetzt von Eric S. Raymond unter dem Titel Halloween VII auf opensource.org veröffentlicht wurde, kritisch mit der eigenen Linux-Strategie auseinander. Unter dem Strich kommt Microsoft dabei zu dem Schluss, dass das eigene Verhalten bezüglich Linux dem eigenen Unternehmen möglicherweise mehr geschadet als genutzt hat. Die Erkenntnisse basieren auf einer Studie, die von Kathryn Marsman, David Kaefer und Jason Matusow durchgeführt wurde.

    https://www.golem.de/0211/22539.html

  2. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: Thilo Pfennig 07.11.02 - 12:01

    Mit Sicherheit wird Microsoft irgendwann demnächst auch Richtung Open Source gehen. Apple hat es getan, Ralnetworks, IBM, Hewlett Packard und auch Regierungen fördern deren Einsatz.

    Deswegen ist es wohl ein Pyrrhus-Sieg für Microsoft, wenn sie im aktuelen Gerichtsurteil keine einschneidenden Änderungen machen müssen.

    Ich vermute, daß Mircosoft sich irgendwann auf folgende Kerngeschäfte konzentriert:

    a) Abspaltung der Microsoft-Software-Produkte (Office usw.) in eine eigene Firma, ggf. mit
    Börsengang.
    b) Systemintegration ohne Konzentration auf Microsoft-Produkte. Nur die beste Lösung zählt. Das heisst auch Open Source wird verwendet.

    Sinnvoll wird Closed Source nur bei wenigen Applikationen von Microsoft sein. Vermutlich bleibt Microsoft Office Closed Source, da es keine Konkurrenz hat. Andere Produkte wie MS-SQL haben schon größere Probleme. Vermutlich werden einige Bibilotheken Open Source, damit Windows Basis für neue Produkte bleibt.

    In Teilbereichen lohnt es sich ja bereits heute das Betriebssystem auf nur eine Software abzustellen.

    Interessant wird das ganze für Projekte wie WINE, die bisher eher ein Re-Engineering betreiben müssen.

    Vermutlich würde dadurch auch die Grenze zwischen Linux und Windows eher verwischen. Borland betreibt das ja auch mit Kylix seit einiger Zeit ganz gezielt.

  3. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: Rafi 07.11.02 - 12:23

    Die ms-mänchen halten sich jetzt schon für open source wegen der shared source-Geschichte.
    Wenn sie das jetzt noch als Strategie weiter "verfeinern" dann werden sie den ahnungslosen Politikern, die auf OSS umsteigen wollen, weiß machen, dass sie selber open sind und es daher auch keinen Grund gibt auf "andere OSS" umzusteigen.
    Die Politiker werden es glauben, wenn sie paar Mal zu irgendwelchen "Info"-Veranstalltungen hingeflogen werden, wo sie bei Häppchen und Champagner ihr Hirn (falls vorhanden) gewaschen bekommen.
    Gruß an OSS-Entwickler
    R

  4. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: Sascha 07.11.02 - 13:21

    Der Wolf im Schafspelz.

    Shared Source, Open Source...Hauptsache irgendwas mit Source...Microsoft versucht einfach ein Stück von dem Guten Ruf von Open Source abhaben. Da kann man schon mal etwas von seinen "Betriebsgeheimnissen" Preisgeben. Und wer glaubt das die 5 bis 10 Prozent die nicht Preisgegeben werden nur die Produktaktivierung sowie Verschlüsselung betreffen der läßt sich ganz schön verschaukeln.

  5. wer wind säht

    Autor: Galactus 07.11.02 - 15:33

    wird sturm ernten.

    zu lesen das kritik an Linux etc. zum boomerang werden kann geht bei mir runter wie butter,
    herrlich.
    denn das viele kritiken zumeisst keinen konstruktiven sondern destruktiven hintergrung haben
    und somit nicht ernst zu nehmen sind ist klar.
    das diese sogar einen umkehreffekt bewirken, zum leidwesen von ms, ist wohl teilweise auch ein ergebnis der haifischmentalität von ms und dem daraus resultierenden image.

    möge die macht mit linux sein

  6. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: xyz 07.11.02 - 21:29

    boomerang????

    microsoft hat einen marktanteil bei desktop-pc von 97% linux hat gerade mal 1%
    -ich frag mich was der boomerang-effekt bewirkt hat????

    hat er linux von 0,00001% auf 1% gebracht, relativ gesehen, beeindruckend.
    absolut gesehen verschwindend gering, um nicht zu sagen zu vernachlässigen!!

    das ms einige unwahrheiten in bezug auf linux in die welt gesetzt hat ist wohl unbestritten.
    das wurde aber wahrscheinlich um ein vielfaches durch die teilweise hohle polemik aus dem linux-lager (mindestens) kompensiert. - auf solch ein niveau sollte sich ein konzern nicht herablassen. - recht so, wenn ms das erkannt hat.

  7. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: lol 08.11.02 - 08:22

    wo hast du die zahlen bitte schön her?...

    jeder 2. den ich kenne, ist privat schon lange auf linux umgestiegen (ich ebenfalls) / ist gerade dabei dies zu tun...

    linux hat auch im bereich der benutzerfreundlichkeit gewaltig zugelegt in dem letzten 1-2 jahren, dass selbst microsoft-user damit umgehen können...

  8. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: Tapete 08.11.02 - 09:05

    lol, jeder 2te,
    dann wohnst du aber im Linux Fan Haus *lol*

    Oder du kennst nur die falschen Leute.Linux ist schon lange benutzerfreundlich, aber trotzdem ist es dumm, wenn man zig Jahre mit MS Produkten arbeitet, man dann auf Linux umsteigt und man nicht mehr weiterarbeiten kann.

    Für Linux gibts einfach zu wenig Software die wirklich zu gebrauchen ist siehe spezielle Software für Firmen.

    MS User sind weitaus klüger als Linux User mit ihrem KDE rumgefuchtele.

  9. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: lol 08.11.02 - 11:47

    ich merk schon, du bist n richtiger linux-experte....*rofl*

    ...(wer arbeitet mit kde oder goome???) - lol!

  10. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: xyz 08.11.02 - 13:39

    >wo hast du die zahlen bitte schön her?...

    ich habe sogar, zugunsten von linux übertrieben:
    Betriebssystem Windows wird weltweit auf 97,46 Prozent der Rechner eingesetzt und dominiert damit nach wie vor den Markt, hat jetzt der Online-Marktforscher Onestat.com ermittelt. Auf dem zweiten Platz liegt weit abgeschlagen Apples Macintosh OS mit einem weltweiten Marktanteil von gerade einmal 1,43 Prozent, so die Studie. Gerade einmal 0,26 Prozent erreicht das Open-Source Betriebssystem Linux.

    that´s the facts.

    übrigens stand der daten 10.sept02

    ciao

    p.s. dein subjektiver eindruck, scheint sich nicht objektiv zu bestätigen......

  11. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: Herb 08.11.02 - 16:53

    Was wollt ihr eigentlich? Ist's also nicht die Quell-offene Software, sondern nur "Hauptsache nicht Microsoft"?
    Seit dann wenigstens ehrlich und redet Closed-Source nicht pauschal schlecht. Irgendwann wird euch nämlich jemand bei den "absoluten Vorteilen" Quell-offener Software beim Wort nehmen... und ziemlich grätzig sein, wenn's dann eben doch nur ein anderer Herstellerpool ist.
    Siehe PDA: mit aller Gewalt ein Linux-PDA gebaut, doppelt so teuer wie andere mit dem gleichen Funktionsumfang, technische Daten von vor zwei Jahren und Software kannste ewig suchen. Das hat die Welt gebraucht, dringend.

  12. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: Pu der Bär 08.11.02 - 22:59

    Herb schrieb:

    > Siehe PDA: mit aller Gewalt ein Linux-PDA
    > gebaut, doppelt so teuer wie andere mit dem
    > gleichen Funktionsumfang, technische Daten von
    > vor zwei Jahren und Software kannste ewig
    > suchen. Das hat die Welt gebraucht, dringend.

    Lieber Herb,

    jetzt wischt Du Dir mal ganz artig das Pipi aus dem Auge und gehst mit den ganzen anderen Kinder zu Heise, wo Du hingehörst.

  13. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: judge 09.11.02 - 08:49

    richtig! - so ist es "Herb".

    @"Pu der Bär": ooooooh, haben wir da einen pinguin aus seinem dornröschenschlaf
    gerissen und mit der "harten" realität (dass linux nahezu bedeutungslos ist) konfrontiert???
    - entschuldigung ;-))

    @"Sascha": da microsoft mehr programmierer hat, als linux ernsthafte nutzer, sehen also mehr ms-progger ms-code, als linux-user den linux-code. also wozu open source?? (denn den ms-code sehen mehr leute, als die, die sich für den linux-code überhaupt nur ansatzweise interessieren.)


    ... mal wieder ein paar fakten

    ciao

  14. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: *Red* 09.11.02 - 13:30

    ;) schon vergessen wie Eric S. Raymond das sieht.

    "...Unterm Strich kommt Microsoft dabei zu dem Schluss, dass das eigene Verhalten bezüglich Linux dem eigenen Unternehmen möglicherweise mehr geschadet als genutzt hat. Die Erkenntnisse basieren auf einer Studie, die von Kathryn Marsman, David Kaefer und Jason Matusow durchgeführt wurde."

    Ok, MS ist der Hai, nur die fehlenden Progis für Linux sind nicht lange ein Problem,
    es wird in Zukunft immer mehr geben und die Entwicklung geht schnell voran.

  15. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: judge 09.11.02 - 22:26

    nee, aber du vergisst anscheinend schnell ;-)

    1. hat raymond das schreiben nur veröffentlicht
    2. steht da .....MÖGLICHERWEISE......
    3. ms ist kein grösserer hai wie alle anderen auch.
    4. linux-entwicklung geht schnell voran, mag sein, aber immer hinter ms, da die die neuen technologien entwickeln, und linux dem folgt. man liest ja ständig:
    linux kann jetzt auch ......
    linux unterstützt jetzt auch hardware xy
    oder: das gibts jetzt auch für linux... (auch jede menge viren übrigens)

    pionier ist ms und linux versucht krampfhaft schritt zu halten.
    - dabei fehlt das wichtigste geld.

    mir ist jedenfalls nichts bekannt, bei dem linux (! kein unix o.ä.) sich als richtungsweisend hervorgetan hat.

    greetz

  16. Re: Halloween VII: Microsoft über die eigene Linux-Strategie

    Autor: Ernesto 15.08.03 - 00:31

    xyz schrieb:
    >
    > Betriebssystem Windows wird weltweit auf 97,46 % der Rechner eingesetzt...
    > ...hat Online-Marktforscher Onestat.com ermittelt...
    > Apples Macintosh OS mit einem weltweiten Marktanteil von 1,43 %
    > 0,26 % erreicht das Open-Source Betriebssystem Linux.
    >
    > that´s the facts.
    >
    > übrigens stand der daten 10.sept02
    >
    > ciao
    >
    > p.s. dein subjektiver eindruck, scheint sich nicht objektiv zu bestätigen......

    Tja xyz sieht wohl so aus als ob deine Onestat.com Zahlen auch nicht stimmen !!!!

    Nachfl. Browser Usage Zahlen sind von RAMP (RAMP = Regional Aquatics Monitoring Program), die Lupo im Google-Toolbar-Thread ausgebreitet hat(Datum unbekannt) : https://forum.golem.de/phorum/read.php?f=47&i=5705&t=5657

    > MSIE: 83.39% (4525)
    > Netscape: 8.735 % (474)
    > Opera: 0.129 % (7)
    > Konqueror: 1.179 % (64)
    > Lynx: 0 % (0)
    > Search engines: 4.054 % (220)
    > Unknown: 2.653 % (144)

    Wenn die RAMP Zahlen stimmen sollten, dann können deine Zahlen über Linux schon deshalb nicht (mehr) stimmen weil der Konquerer ja wohl zu 99% von Linuxderivaten benutzt wird.

    Deshalb mal zum Vergleich hier die Provider-Auswertung(1&1) für meine Webseite:
    www.raumzeitwellen.de (völlig Linux unverdächtige Seite, weil zumeist immer noch IE optimiert)

    Gesamtbesuche ab 7.7.2003 - heute (13.8) Min/Max

    1 Internet Explorer 2943 71.96% 59.56% - 80,22%
    2 Netscape 457 11.17% 8.30% - 16.92%
    3 Google Robot 328 8.02%
    4 Mozilla 209 5.11% 4,52% - 5.63%
    5 Alexa Robot 103 2.52%
    6 Opera 46 1.12% 0.51% - 2.20%
    7 Fast Robot 4 0.10%

    Vergleichen wir dies mit der RAMP-Auswertung so erscheinen mir dort die MSIE Zahlen zu hoch !! Ebenso die Konquererwerte während Netscape, Opera und vor allem Mozilla zu schlecht wegkommen.

    Bei der folgenden Auswertung von raumzeitwellen.de erscheint mir besonders interessant, dass immerhin 43% der MSIE-Benutzer nicht den Upgrade zum MSIE 6 mitgemacht haben (auch der Systemadministrator unserer Schule weigert sich).
    Dies bedeutet für Microsoft vielleicht nichts gutes in der Zukunft.

    Beim Betriebssystemvergleich der SurferInnen wird die Provider-Auswertung von www.raumzeitwellen.de (wieder vom 7.7.2003 - 13.08.03) noch deutlicher :

    1 Windows XP 1037 34.10%
    2 Windows 2000 890 29.27%
    3 Windows 98 695 22.85%
    4 Windows NT 4 139 4.57%
    5 MacOS 105 3.45% (MacOS Womax.6.93%)
    6 Windows NT 90 2.96%
    7 Linux 38 1.25% (L,L2.2,L2.4 Womax. 2.19%)
    8 Windows 95 29 0.95%
    9 Windows 95/98 7 0.23%
    10 Linux 2.4 3 0.10%
    11 SunOS 2 0.07%
    12 Windows ME 2 0.07%
    13 WindowsServ2003 2 0.07%
    14 Linux 2.2 1 0.03%
    15 OS/2 1 0.03%

    Der Vergleich zeigt:

    System Onestat.com 9/02 RAMP(?) www.raumzeitwellen.de (1&1) 8/03

    Windows 97,46 % * 89,81% - 98,961% 95.07%
    MacOs 1,43 % n.f . (~3-6%) 3.45%
    Linux 0,26 % ** >1.179 % 1.38%
    andere 0,85 % *** ? 0.10%

    *MSIE: 83.39% NS: 8.735 % Opera: 0.129 % Search E: 4.054 % Unk: 2.653 % = 98,961%
    min.: -1,43% -4,3675% -2,027 % -1.3265%

    ** muss größer sein Mozilla/NS wird auch unter Linux eingesetzt
    *** dahinter verbergen sich auch SearchEngines und unknown

    1) dass Linux Boden gut macht (exp.-Kurve)
    2) dass wer sich einen "Computer-Porsche" leisten kann, dies auch tut

    Woher kommt also diese eifersüchtige Wut und die Angst des Monopolisten Microsoft vor den 5-10% Computern, die andere Betriebssysteme als Windows benutzen ?
    Vielleicht aus diesen Zahlen 1037(XP) : 1850 (Windows Rest) von raumzeitwellen.de, die besagen dass gerade ein Drittel der Microsoft-Benutzer davon überzeugt werden konnte auf WiXP upzugraden ?
    Fakt ist, dass seit der Einführung der ersten Homecomputer 1982 die Zukunft-Chancen für andere Betriebssysteme nicht mehr so gut standen wie heute.

    Ciao

    Ernesto O.

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