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Interview: Linux auf dem Desktop ist kein Tabu mehr

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  1. Interview: Linux auf dem Desktop ist kein Tabu mehr

    Autor: Golem.de 09.07.04 - 11:44

    Golem.de sprach mit Red Hats Manager für Open Source Affairs und Open-Source-Pionier Michael Tiemann über die Vorteile langfristiger System-Architekturen, Red Hats freie Linux-Distribution Fedora, die Zukunft von Linux auf dem Desktop, Java, GCC sowie Open Source und freie Software im Allgemeinen.

    https://www.golem.de/0407/32066.html

  2. bin mal gespannt,

    Autor: der minister 09.07.04 - 12:15

    ob es ein vernünftige desktop-linux noch vor longhorn gibt.
    denn so langsam kommt mein gutes altes w2k in die tage, und bei dem gedanken an xp und longhorn rollen sich mir die fingernägel auf.

  3. Re: bin mal gespannt,

    Autor: wiener25 09.07.04 - 12:33

    bin selber software entwickler und arbeite sowohl mit MS als auch mit Red Hat 9. Ich selber finde beide Systeme voll ok, aber ich würde einem privaten Kunden noch kein Linux empfehlen. Ist halt immer noch so, dass dann dauernd Fragen kommen, "wie mach ich das?", "wo find ich das?" und "warum gibts das Spiel nicht für Linux sondern nur für Windows?".

    Für kleine Firmen, wo das Ding als Server im Hintergrund steht und wenige Ressourcen bei hoher Leistung und Ausfallsicherheit steht sieht das schon ganz anders aus. Da hast wenig zu tun, das System is billig und Viren und Würmer gibts (derzeit) auch noch fast keine.

    Ist halt die Frage, wie sich Longhorn wirklich tut. Wirklich begeistert bin ich auch nicht, da ja wieder eine ganze Menge Hardwarevoraussetzungen zu befürchten sind.

    Was mir an der Red Hat Sache nicht passt ist, dass Open Source wieder mal Testwiese für kommerzielle Produkte spielt. Im Fedora wird mal alles getestet und ständig Updates nachgeschoben und was sich bewährt, wird vermarktet.

  4. Re: bin mal gespannt,

    Autor: tuxi 09.07.04 - 12:36

    wenn man sich mehr mit linux beschäftigt, sollte man gentoo, slackware oder debian nutzen...

  5. Re: bin mal gespannt,

    Autor: Andre Schnabel 09.07.04 - 12:57


    > wenn man sich mehr mit linux beschäftigt, sollte
    > man gentoo, slackware oder debian nutzen...

    bei der Frage, ob sich Linux auf dem Desktop durchsetzen wird, geht es nicht darum, ob man sich *mehr* mit Linux beschäftigt und deshalb die "bessere" Distri einsetzt.
    Es geht einfach darum, dass der (Linux) desktop so einfach zu bedienen und administrieren sein muss, dass dass es garnicht auffällt, an welchem System man arbeitet.
    Mit Longhorn wird sicher wieder eine Umstellung bei den Bedienkonzepten kommen und viele Anwender werden sich ärgern.
    Sind die neuen Konzepte aber einfacher verständlich, als die eines Linuxdesktops, ist klar, wer der "Sieger" ist.

    Andre

  6. Re: bin mal gespannt,

    Autor: linkshaender 09.07.04 - 12:57

    No Text ;-)

  7. Re: bin mal gespannt,

    Autor: MaX 09.07.04 - 12:58

    der minister schrieb:
    >
    > ob es ein vernünftige desktop-linux noch vor
    > longhorn gibt.

    Die Frage ist doch Desktop für welche Zielgruppe.
    - Für Bürorechner mit Admin, der ihn einrichtet ist Linux top.
    - Für den Poweruser auch.
    - Für den Normalen Anwender zuhause, naja.
    - Für den Spielefreak nicht zu gebrauchen.

  8. Re: bin mal gespannt,

    Autor: Deamon 09.07.04 - 13:32


    "bin selber software entwickler und arbeite sowohl mit MS als auch mit Red Hat 9. Ich selber finde beide Systeme voll ok, aber ich würde einem privaten Kunden noch kein Linux empfehlen. Ist halt immer noch so, dass dann dauernd Fragen kommen, "wie mach ich das?", "wo find ich das?" und "warum gibts das Spiel nicht für Linux sondern nur für Windows?".


    Genau das ist doch der Reiz an der Sache. Der User wird endlich mal mit ein paar Fragen konfrontiert, wobei er hier auch mal etwas "lernen" kann. Den Inhalt Deiner Aussage verstehe ich zwar, allerdings sollte man gerade hier, den Anwendern etwas "neues" zeigen bzw. beibringen.
    Laut dem Motto "Gib dem Hund seinen Knochen, damit er nicht rebeliert ..."

    Genau diese Menthalität nutzt MS aus, um so sein Monopol immer weiter auszubauen.Wohl kaum jemand wünscht sich ernsthaft, das MS "Pleite" geht. Nur sollte MS auch lernen, mit Konkurenz umzugehen und den Respekt entgegenbringen das es eine gibt.

  9. @Golem: Klasse Interview

    Autor: Thomas 09.07.04 - 13:36

    Respekt, das Interview ist wirklich gut geführt und sehr informativ, weiter so und schönes Wochenende, Thomas

  10. Vollste Zustimmung - weiter so! (nt)

    Autor: Paul (dict.cc) 09.07.04 - 13:47

    no text

  11. Re: bin mal gespannt,

    Autor: Geek 09.07.04 - 13:47

    Deamon schrieb:

    > Genau das ist doch der Reiz an der Sache. Der
    > User wird endlich mal mit ein paar Fragen
    > konfrontiert, wobei er hier auch mal etwas
    > "lernen" kann. Den Inhalt Deiner Aussage
    > verstehe ich zwar, allerdings sollte man gerade
    > hier, den Anwendern etwas "neues" zeigen bzw.
    > beibringen.

    Der Anwender i Unternehmen will und soll aber nix lernen, die wenigsten werden dafür bezahlt die Interna ihres Desktop-Betriebssystem kennen zu lernen.

    Und für den ist der Unterschied von Windows zu Linux zwar vorhanden, aber doch ein Hürde die für jeden zu nehmen sein sollte (Knöpfe sehen anders aus, Programme heißen anders (was man aber auf den Unternehmensdesktop anpassen könnte) etc.).

    Nur hier muss die zentrale Administration ebenfalls leicht möglich sein, aber das ist sie bei Linux eigentlich von Hause aus. Je nach genutzter Software sollte ein Wechsel also möglich sein. Sicher nicht für den Designer der schon immer Photoshob genutzt hat, oder jemanden der Windows-Software entwickelt - sehrwohl aber für den der Browser, E.-Mail, Kontakte und Office braucht, und das sind die meisten.

    Aber nur weil ein Wechsel möglich ist muss man es dennoch nicht tun, es hängt halt immer von der aktuellen Situation ab. Wenn man aber darüber nachdenkt von NT auf 200/XP oder später auf Longhorn zu wechseln, dann stellt sich die Frage wohl für fast jedes Unternehmen.

  12. Re: bin mal gespannt,

    Autor: Pedder 09.07.04 - 14:30

    Wieso soll ich ein System nutzen, was vielleicht schwieriger zu Bedienen ist und nicht den Komfort eines Windows bietet.

    Warum soll ich mir mühselig alle "kostenlosen" Programme und Spiele im Internet zusammensuchen, wenn ich sie doch für Window um die Ecke kaufen kann.

  13. Re: bin mal gespannt,

    Autor: Lukas 09.07.04 - 14:32

    Warum? ... als ich damals von 2k auf XP umgestiegen bin, war ich eigentlich nur positiv überrascht. Ich glaube ohne XP könnt ich nimmer leben ... :-D

  14. Re: bin mal gespannt,

    Autor: Mirco 09.07.04 - 14:43

    >Wieso soll ich ein System nutzen, was vielleicht schwieriger >zu Bedienen ist und nicht den Komfort eines Windows bietet.

    Weil Systemausfälle und Würmer bares Geld kosten?
    Weil es wesentlich einfacher zu administrieren ist?
    Weil in der Anschaffung wesentlich günstiger ist und keine so starke Hardware benötigt?

    >Warum soll ich mir mühselig alle "kostenlosen" Programme und >Spiele im Internet zusammensuchen, wenn ich sie doch für
    >Window um die Ecke kaufen kann.

    Wovon redest du? Spiele Für Linux kosten genauso Geld wie die für Windows..und wenn dein Laden um die Ecke nicht hat, ist es entweder Zeit aus dem Bergdorf in die Stadt zu ziehen oder aber den Laden zu wechseln...

    Oder hast du wirklich geglaubt z.B ID-Soft Spiele wären für Linux alle kostenlos?

  15. Re: bin mal gespannt,

    Autor: Mirco 09.07.04 - 14:44

    >Ich glaube ohne XP könnt ich nimmer leben ... :-D

    Muhaaaa...na gut das verzeih ich mal weil heute Freitag und das Gehirn schon im Wochenende ist..

  16. Re: bin mal gespannt,

    Autor: MaX 09.07.04 - 14:56

    Mirco schrieb:
    >
    > Weil es wesentlich einfacher zu administrieren
    > ist?

    Nicht immer.

    > Weil in der Anschaffung wesentlich günstiger ist

    Nicht zwingent, auch download kosten Geld, und Distris kaufen ist auch nicht so günstig. Auserdem ist Windows doch beim Rechner schon dabei und wenn nicht hat es bestimmt der Nachbar. Raupkopien sind der größte feind von Linux.

    > und keine so starke Hardware benötigt?

    KDE und Gnome brauchen schon ordentliche Hardware.

  17. Re: bin mal gespannt,

    Autor: RedHatter 09.07.04 - 15:23

    Deine Tese kapier ich nicht.

    Linux gibts zum kostenlosen Download, aber Raubkopien sind mein Feind? Linux im Server-Bereich und dann KDE? Kapier ich auch nicht...

    Also wir haben hier 7 Linux-Server und keiner hat hier einen X-Server drauf.

  18. lächerlich

    Autor: marcdevil 09.07.04 - 15:28

    Die Überschrift ist doch lächerlich.
    Ich habe schon seit 5 Jahren ausschließlich GNU/Linux auf dem Desktop.
    Was soll denn daran tabuhaft gewesen sein.
    Unixe gibts schon seit über 30 Jahren, X11 seit 1987 und der Linux Kernel wird seit 1991 entwickelt.
    Das erste brauchbare Windows (3.1) hingegen gabs erst 1992.

  19. Re: bin mal gespannt,

    Autor: Mirco 09.07.04 - 15:48

    >Nicht immer.

    Naja dann verusch mal in einem Standard-Windows einzelne Ports zu sperren etc. ist IHMO doch deutlich einfacher...

    >Nicht zwingent, auch download kosten Geld, und Distris kaufen ist >auch nicht so günstig. Auserdem ist Windows doch beim Rechner schon >dabei und wenn nicht hat es bestimmt der Nachbar. Raupkopien sind der >größte feind von Linux.

    Na klar, wenn du es mit deinem Handy oder mit nem 14.4er Modem Downloadest kommen da ganz schöne Kosten zusammen.. aber dafür können solche User sich ja die CD's bestellen... Suse Personal bekommst du für 29,95 EUR ...und weil Windows "beim Rechner dabei ist" wird es nicht günstiger... es taucht nur nicht mehr explizit auf der Rechnung auf..

    Also ich habe das KDE 3.2 auf nem 133 er Pentium mit 128 MB laufen...ist natürlich kein Turbo-System aber XP möchte ich da lieber gar nicht sehen.. ;-)

  20. Re: lächerlich

    Autor: Down the politics 09.07.04 - 15:51

    Denk doch einfach nochmal über die Überschrift nach..............

    Sie wurde nicht geschrieben um dich persönlich anzugreifen also piss dir nicht ins Hemd.

    Sie wollte lediglich verdeutlichen, dass immer mehr Heimnutzer (die die Textverarbeitung benutzen, mp3's bzw. ogg hören, Videos schauen und sonst nicht so viel am Rechner machen) mittlerweile auch Linux auf Desktopsystemen einsetzen ohne die Megafreaks zu sein.

    Für diese Leute bestand das Tabu darin, dass sie Überhaupt nicht wussten was Linux ist und wenn sie es wussten war es ihnen zu kompliziert.


    Down the politics

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