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Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

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  1. Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

    Autor: Golem.de 07.07.03 - 09:52

    Im Vorfeld der jährlichen O'Reilly Open Source Convention wartet Tim O'Reilly einmal mehr mit provokanten Thesen auf. So stellt O'Reilly fest, dass Open-Source-Lizenzen nicht funktionieren und sagt voraus, dass eines Tages eBay Oracle kaufen wird.

    https://www.golem.de/0307/26299.html

  2. Re: Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

    Autor: andi 07.07.03 - 10:09

    er hat ja vielleicht gute bücher im angebot, aber diese these dünkt mich doch eher wirr...

  3. Re: Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

    Autor: Marco Frischkorn 07.07.03 - 10:14

    Sehe ich ähnlich. Keine Ahnung wie er zu dieser Aussage kommt und auf welchen Grundlagen diese basiert.

    Interessant fand ich, das Amazon unter Perl läuft. Ich muss meine Augen wohl doch ein wenig mehr öffnen beim Surfen ;)

  4. Re: Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

    Autor: NFec 07.07.03 - 12:24

    Es ist ja wohl ganz offensichtlich wodrauf seine Begründung basiert.

    Wenn man mal ein Bisschen darüber nachdenk ist da sogar etwas dran.

    Er behauptet, dass nicht die Technik das wertvolle wäre, sondern die Inhalte die diese Technik nutzen.

    Wenn man dies jetzt auf These überträgt, dass eines Tages eBay Oracle kaufen werde sieht das wie folgt aus:

    eBay verdient mit seinem Angebot viel mehr Geld, als es für die Technik die es einkaufen muss um das Angebot anzubieten.
    Oracle hingegen kann nur seine Technik anbieten und hat einen viel kleineren Absatzmarkt als eBay. Die Schlussfolgerung sieht dann so aus, dass eBay im Verhältniss mehr Geld gewinnt als ausgeben muss. Oracle hingegen muss sogar immer mehr Geld in die Entwicklung investieren und bekommt dafür nicht mehr. Mehr Geld in die Entwicklung wegen der Konkuren, die z.B durch Programme anderer Hersteller oder OpenSource aufkommen.

    eBay ist ja nicht an die Technik gebunden, sondern verdient sein Geld allein mit den Inhalten, die am kostbarsten für eBay und alle diejenigen sind, die einen eBayaccout haben. Was interessiert die User von eBay ob die nun Oracle, DB2, MySQL, MSSQL, etc. nutzen.

  5. Re: Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

    Autor: Jens 07.07.03 - 12:49

    Danke NFec, jetzt habe ich auch verstanden um was es in dem Artikel ging! Ich konnte erst nichts damit anfangen und wollte hier schon ne Frage einstellen, aber zum Glück gibt es hier ja kluge Leute, die sowas von sich aus einfach erklären! :)
    Gruß
    Jens

  6. Re: Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

    Autor: blueboy 07.07.03 - 12:50

    Hi,

    ich halte sehr viel von der Literatur die O'Reilly anbietet und bin deshalb sofort bei diesem Artikel gelandet.

    Leider geht es mir ähnlich den ersten Beiden, ich verstehe den Zusammenhang der These und den Open Source Lizenzen nicht. Auch nach der Erklärung von NFec erscheint mir hier immer noch kein klarer Zusammenhang.

    Ich verstehe das EBay tangiert auf welche Technik sie setzen oder besser die Benutzer und Oracle nun mal nur durch ihre Technik Geld verdienen. Aber selbst wenn Ebay auf MySQL setzt und Oracle daran nichts verdient, verstehe ich die These nicht wirklich. Warum funktioniert dadurch eine Open Source Lizenz nicht?

    Ich glaub ich steht auf dem Schlauch, aber würde mich echt interessieren!

  7. Amazon auf Perl????

    Autor: sdsdssdsdsd 07.07.03 - 15:27

    http://www.bea.com/framework.jsp?CNT=amazon.htm&FP=/content/customers/profiles

  8. Re: Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

    Autor: Geek 07.07.03 - 15:39

    blueboy schrieb:

    > Ich glaub ich steht auf dem Schlauch, aber würde
    > mich echt interessieren!

    eBay, Amazon oder Google entwickeln Software auf Basis von Open Source, müssen diese aber selber nicht als Open Source veröffentlichen, da sie die Software ja nicht vertrieben und somit die Pflichten der Lizenzen ins Leere greifen.

    O'Reilly betrachtet diese halt als die nächsten großen Software-Anbieter die einfach eine andere Art von Software anbieten, die sie wiederum mit Inhalten und ihrer Userbasis verknüpfen. Dies mache sie langfristig mächtiger als reine Technologieanbieter ... die eben dies nicht können ...

  9. Re: Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

    Autor: Alexander Merz 07.07.03 - 15:49

    Stell dir vor EBay wäre keine Webseite, sondern ein Programm wie ICQ; du lädst es herunter um bieten und handeln zu können. Würde dieses Programm auf OpenSource-Bestandteilen basieren, müßte EBay den Quellcode für das Programm freigeben.

    Nun ist EBay aber eine Webseite - damit wird der "Vertriebs-Paragraph" in den meisten OS-Lizenzen wirkungslos - das 'Programm' selber wird ja nicht weitergegeben. Sprich: EBay profitiert von OS - freier Quellcode + Entwicklergemeinde, ist aber selber nicht verpflichtet Verbesserungen, die es selber implementiert, weiterzugeben.

    EBay könnte PostgreSQL nehmen, zwei, drei Entwickler ran setzen und die Datenbank auf die Anforderungen von EBay trimmen - dank offenen Quellcode kein Problem, der Kosteneinsatz ist minimal, der Gewinn umso höher.

    Damit erklärt sich auch die Behauptung EBay könnte Oracle kaufen: Oracle ist hier als Beispiel für eine große populäre Software-Firma zu sehen - weniger als Datenbankhersteller.

  10. Re: Tim O'Reilly: Open-Source-Lizenzen funktionieren nicht

    Autor: Ron Sommer 07.07.03 - 16:15

    NFec schrieb:

    > Er behauptet, dass nicht die Technik das
    > wertvolle wäre, sondern die Inhalte die diese
    > Technik nutzen.

    Oder anders formuliert: Mit Dienstleistung ist in der IT mehr Geld zu verdienen als mit der Produktion der Technik, die diese Dienstleistung ermöglicht. Und deshalb kauft -im übertragenen Sinne- eBay langfristig Oracle und Co.!
    Diese Erkenntnis ist nix neues sondern dem Open Source-Gedanken sogar immanent: Womit verdienen denn z.B. die Linux-Distributoren ihr Geld? Doch nicht mit der Software, die sie (nicht) entwickelt haben, sondern mit deren Verteilung!

    Daher wundert mich, dass die Aussage "1 + 1 = 2" überhaupt so viel Anstoß findet.

    Gruß,
    Ron

    P.S.: Dass sogar jegliche Art von Marktwirtschaft auf unserem Planeten den Schwerpunkt irgendwann von der Produktion zur Dienstleistung legen muss, sollte jeder VWLer mit Weitblick bestätigen. Unbegrenztes (Produktions-)Wachstum *kann* es nunmal nicht geben!

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