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SCO: 50 Mio US-Dollar für die Anwälte auch bei Niederlage

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  1. SCO: 50 Mio US-Dollar für die Anwälte auch bei Niederlage

    Autor: Golem.de 06.11.03 - 16:25

    Die Rechtsanwaltskanzlei Boies Schiller & Flexner, die SCO im Streit mit IBM vertritt, könnte bis zu 50 Millionen US-Dollar erhalten, auch wenn SCO in dem Rechtsstreit unterliegen sollte. Das geht aus Unterlagen hervor, die SCO jetzt bei der US-Börsenaufsicht SEC eingereicht hat.

    https://www.golem.de/0311/28378.html

  2. was wäre wenn

    Autor: xeno 06.11.03 - 16:33

    was ist wenn die nur so tuen als hätten sie keine beweise und vorgricht spucken sie dann allen kräftig in die suppe

    nicht vorzustellen

  3. Re: was wäre wenn

    Autor: Inu 06.11.03 - 16:36

    Naja, ich glaub das ist ihre einzige chance.

    Ausser natürlich sie würden nur für die Schmierenkampagne bezahlt, wie ja immer wieder behauptet wird. Zumal wirklich alles danach aussieht.

  4. Re: was wäre wenn

    Autor: Jjoe 06.11.03 - 16:44


    Ja, denn warum sollten die Anwälte, selbst bei einem Verlieren des gesamten Verfahrens 20 Prozent des Unternehmens erhalten? Keine ordentliche Firma würde Rechtsverdrehern bei schlechter Arbeit so etwas zusprechen!

  5. Re: was wäre wenn

    Autor: Tantalus 06.11.03 - 16:54

    xeno schrieb:
    >
    > was ist wenn die nur so tuen als hätten sie
    > keine beweise und vorgricht spucken sie dann
    > allen kräftig in die suppe

    Welchen Sinn würde das denn ergeben? Wenn sie nur den Streitwert in die Höhe drücken wollten wäre es wohl besser gewesen, gleich mit irgendeiner Kleinigkeit vor Gericht zu gehen, und dann nach und nach das Verfahren immer mehr auszuweiten. Aber auch da hätte SCO von Anfang an Beweise (nicht alle, aber zumindest genügend um einen Prozess anzustrengen) vorlegen müssen. Im Moment sieht es ja so aus, dass IBM auf einen schnellen Prozessbeginn drängt (warum wohl?), SCO sich aber immer noch drückt. SCO hätte viel bessere Karten gehabt, wenn sie so schnell wie möglich gegen IBM vor Gericht gegangen wären, bevor sich die IBM-Anwälte entsprechende Gegenbeweise beschaffen konnten. Inzwischen dürfte IBM aber so viel juristische "Munition" bereitliegen haben (speich gesammelte original-Sourcen mit Kommentaren etc), dass SCO es selbst _mit_ guten Beweismitteln sehr schwer haben dürfte.

    >
    > nicht vorzustellen

    Stimmt, kann ich mir nicht so recht vorstellen.

    P.S: Du solltest Dir vielleicht doch angewöhnen, etwas mehr auf richtige Schreibweise zu achten. Deine Beiträge sind manchmal wirklich sehr schwer zu lesen.

  6. Re: was wäre wenn

    Autor: Whampa 06.11.03 - 17:00

    xeno schrieb:

    > was ist wenn die nur so tuen als hätten sie
    > keine beweise und vorgricht spucken sie dann
    > allen kräftig in die suppe

    Wenn sie etwas hätten, dann haben sie den richtigen Moment, diese vorzuzeigen schon lange verpasst. Mir erscheint das alles wie ein Kaspertheater, das Finanzspritzen bekommt, um Linux weiter im Zwielicht stehen zu lassen. Wer das nur oberflächlich verfolgt, hört nur Linux, Lizenzen, Gericht. Ich frage mich nur, wie lange SCO das noch darf. Und wie sie untergehen. :-)

    Whampa,
    der eigentlich mit Linux gar nichts am Hut hat ...

  7. Re: SCO: 50 Mio US-Dollar für die Anwälte auch bei Niederlage

    Autor: censorshit 06.11.03 - 17:27

    Golem.de schrieb:
    >
    > Die Rechtsanwaltskanzlei Boies Schiller &
    > Flexner, die SCO im Streit mit IBM vertritt,
    > könnte bis zu 50 Millionen US-Dollar erhalten,
    > auch wenn SCO in dem Rechtsstreit unterliegen
    > sollte.

    Hehe, jetzt weiss ich auch warum es in den United States Overseas
    knapp 3 Mio. Anwälte gibt.
    :-)

  8. Re: was wäre wenn

    Autor: SH 06.11.03 - 17:42

    Jjoe schrieb:
    > Ja, denn warum sollten die Anwälte, selbst bei
    > einem Verlieren des gesamten Verfahrens 20
    > Prozent des Unternehmens erhalten? Keine
    > ordentliche Firma würde Rechtsverdrehern bei
    > schlechter Arbeit so etwas zusprechen!

    Oder die Anwälte haben sich geweigert den Rechtsstreit fortzusetzen, da die Beweise recht dünn sind. Ich würde für eine Firma auch nichts machen, wenn ich mir sicher bin, dass ich kein Geld erhalten würde :)

  9. Kann mir einer mal den Satz hier erklären???

    Autor: TAFKAR 06.11.03 - 17:58

    Zitat:
    >>Darüber hinaus verdienen die Anwälte aber auch, wenn SCO in dieser Zeit Geld in Form von Eigenkapital zufließt.<<

    Heißt das soviel wie: Falls SCO die Gelder ausgehen und ein anderer Konzern sie finanziell unterstützt, bekommen die Anwälte was ab?

    Würde die Vermutungen untermauern, dass MS als Geldgeber hinter der Sache stehen könnte.


    Und ausserdem:
    Die Klausel "Im Falle einer Übernahme von SCO während des gesamten Verfahrens" macht deutlich, dass SCO wirklich alles von diesem Prozess abhängig macht. Entweder gewinnen uns sich sanieren, oder verlieren, aber dann richtig. Denn ich möchte nicht wissen, was mit SCO passiert, wenn sie verlieren. Erstens wird IBM die bis auf´s letzte Hemd ausziehen und wenn dann noch was übrig bleibt, kommen Schadensersatzforderungen von den Linux-Anbietern wegen geschäftsschädigen Behauptungen auf die zu.

  10. Re: SCO: 50 Mio US-Dollar für die Anwälte auch bei Niederlage

    Autor: MartinB 06.11.03 - 19:16

    >Beweise [...] konnte SCO bislang nicht vorlegen.
    Oder wollte? Vorsicht, Wertung.

    >Lediglich im Rahmen seiner Hausmesse präsentierte SCO einige Code-Fragmente, was sich >aber als _Schlag ins Wasser_ erwies.
    s.o. Nicht so emotionial werden, wenn es um den geliebten Pinguin geht.

    Die Anwälte sichern sich das Honrar, weil sie verlieren werden. Wenn jetzt schon klar wäre, dass sie verlieren, untermauert das den Gedanken, dass SCO eine andere Motivation hat.
    Wer hat aber etwas von einem Prozeß gegen IBM, bei dem Linux gewinnt. Was bleibt dann hängen? Ein Mensch, wer also (den) Linux Distributoren arges unterstellt, um ein für allemal
    klarzumachen, dass Linux _die_ Alternative zu Windows sein kann.

    Wären in dem Fall nicht vielleicht die Gerichtskosten geringer als eine Weltweite Marketing-Campagne?

    Was wäre, wenn man von Microsoft in den nächsten Jahren ein oder mehrere OS's erwartete, die weiterhin von Linux nicht erreichbar wären? Dann würde obiges nicht abwegiger klingen als manch anderes, was man schon erleben durfte.

  11. Raff ich nicht....!

    Autor: Sonderschüler 06.11.03 - 19:22

    mmmmhhhh, komisch irgendwie verstehe ich nicht so ganz was mir MartinB sagen will, kannst du mir das bitte mal verdeutlichen...!

    schreib das doch bitte nicht sooo schwer für mich.... ich bin doch sanderschüler :-D

    gruß
    der sonderschüler..... ;-)

  12. Re: was wäre wenn

    Autor: Rainer Haessner 06.11.03 - 21:12

    > Wenn sie etwas hätten, dann haben sie den
    > richtigen Moment, diese vorzuzeigen schon lange
    > verpasst. Mir erscheint das alles wie ein
    > Kaspertheater, das Finanzspritzen bekommt, um
    > Linux weiter im Zwielicht stehen zu lassen. Wer
    > das nur oberflächlich verfolgt, hört nur Linux,
    > Lizenzen, Gericht.

    Ein bischen Verschwoerungstheorie?
    Angesichts des doch eher ungewoehnlichen
    Misserfolgshonorars bekommt die freilich
    wieder Auftrieb.
    Auf alle Faelle habe ich noch nicht von einem
    Misserfolgshonorar in dieser Groesse gehoert.
    Schlimmstenfalls ja Erstattung der Spesen, aber
    selbst das ist in den USA eher ungewoehnlich.

  13. Re: was wäre wenn

    Autor: Rainer Haessner 06.11.03 - 21:15

    > > Ja, denn warum sollten die Anwälte, selbst bei
    > > einem Verlieren des gesamten Verfahrens 20
    > > Prozent des Unternehmens erhalten? Keine
    > > ordentliche Firma würde Rechtsverdrehern bei
    > > schlechter Arbeit so etwas zusprechen!
    >
    > Oder die Anwälte haben sich geweigert den
    > Rechtsstreit fortzusetzen, da die Beweise recht
    > dünn sind. Ich würde für eine Firma auch nichts
    > machen, wenn ich mir sicher bin, dass ich kein
    > Geld erhalten würde :)

    Irgendso was, ja.
    eigentlich funktionieren derartige spektakulaere
    Verfahren in den USA ausschliesslich auf
    Erfolgsbasis.
    Die Vereinbarung eines Misserfolgshonorars
    sollte zumindest aufhorchen lassen.

    Aber warten wir ab. In ein paar Monaten sind
    wir ganz bestimmt klueger.

  14. Re: Raff ich nicht....!

    Autor: T. Wetter 06.11.03 - 22:46

    Tröste dich: Ich bin zwar Gymnasiast ;-) aber ich kapier auch nicht ganz, was er sagen möchte. Wer hat nun woran ein Interesse? Microsoft an SCOs Kampagne? Microsoft an der Boykottierung von Linux? IBM an dem Werbeerfolg (seit wann ist verklagt zu werden ein Werbeerfolg?)? SuSE an der der PR? Wie wo was?

    Gruß

  15. Re: Kann mir einer mal den Satz hier erklären???

    Autor: Norman 06.11.03 - 23:18

    TAFKAR schrieb:
    >
    > Denn ich möchte nicht wissen, was mit SCO
    > passiert, wenn sie verlieren. Erstens wird IBM

    Da dürfte nicht viel passieren. Die Manager bekommen noch ihre Abfindung und die Anwälte werden bezahlt. Alles andere landet im Müll.

    > Schadensersatzforderungen von den
    > Linux-Anbietern wegen geschäftsschädigen
    > Behauptungen auf die zu.

    Diesen tatbestand gibt es in den USA nicht. Und bei "Rufmord" hätten es nur ganz wenige Unternehmen sein dürfen, bei der Menge gilt das nicht mehr. D.h. die Strategie ist aufgegangen, freie Software wurde zumindest vorübergehend geschwächt, möglicherweise bereits ausreichend. Denn gerade im dritten Quartal werden erfahrungsgemäß viele Neuverhandlungen und Umstellungen im Softwarebereich durchgeführt.
    Ich möchte auch sehr stark bezweifeln, das jemals öffentlich festgestellt wird, dass Microsoft die Fäden gezogen hat. Falls nämlich ja, würde die Firma aufhören zu existieren. Das wäre dann ein Verstoß gegen die geltenden, rechtskräftigen Monopol-und Kartellauflagen und würde Strafen von ca. 210 Milliarden (!) Dollar nachsich ziehen. Microsoft hat diesen Bedingungen nämlich bereits ohne Einschränkungen zugestimmt, und da gibt es auch keine juristischen Tricks mehr. Sie werden sich also hüten, Fehler zu machen. Und es gibt stapelweise Staatsanwälte und Richter, die nur auf einen winzigen Fehler warten, um sich dann auf Microsoft zu stürzen.
    Und dann wären ja da noch die Aktionäre, die da auch ein Wörtchen mitzureden haben. Die sehen es nämlich überhaupt nicht gern, wenn sich ihre Vermögen in Luft auflöst... ;-)

  16. Re: Kann mir einer mal den Satz hier erklären???

    Autor: The Geek 06.11.03 - 23:25

    Norman schrieb:
    >
    > wäre dann ein Verstoß gegen die geltenden,
    > rechtskräftigen Monopol-und Kartellauflagen und
    > würde Strafen von ca. 210 Milliarden (!) Dollar
    > nachsich ziehen. Microsoft hat diesen

    M$ hat mehr als 300 Milliarden Dollar liquide Mittel. Es würde zwar extrem wehtun, aber sie würden es (leider) trotzdem überleben :-(

  17. Re: Kann mir einer mal den Satz hier erklären???

    Autor: Jojo 07.11.03 - 00:57

    Wo soll den Microsoft 300 Mrd. Dollar liquide Mittel her haben?
    Soweit ist es dann doch noch nicht.
    Es soll sich im Bereich von 40 Mrd. Dollar befinden.
    Allerdings denke ich das Microsoft durchaus das restliche Geld auftreiben könnte.

  18. Re: Kann mir einer mal den Satz hier erklären???

    Autor: Stefan 07.11.03 - 01:20

    Jojo schrieb:
    >
    > Allerdings denke ich das Microsoft durchaus das
    > restliche Geld auftreiben könnte.

    Sonderlizenzgebühren, alle Preise +200%...

  19. Re: Raff ich nicht....!

    Autor: polo75 07.11.03 - 01:34

    Also ich denke ich habe verstanden was Martin sagen will: Martin bringt die Vermutung auf, daß jemand aus der Linux-"Gemeinde" hinter der ganzen Sache stecken könnte.
    1. Werbetrommel gerührt und zwar billiger als mit den "normalen" Mitteln
    2. Klargestellt, daß Linux eine sehr gute Alternative ist
    3. Die Legalität von Linux untermauert
    4. Den Ruf von Linux dadurch insgesamt verbessert gegenüber Windows

    Die Person/Firma stellt sich also selbst "an en Pranger" um klarzustellen, daß er/sie das bessere System hat.

    Hab ich´s richtig verstanden?

    Eigene Ergänzung:
    Würde mich nicht wundern, wenn sich die "hohen Tiere" von SCO schon in irgendeiner Weise ihr Scheibchen vom Kuchen abgeschnitten haben (durch inoffizielle Abmachungen/Zahlungen?). Alle darunter beißen dann die Hunde. Ein paar Arbeitslose mehr oder weniger... wen kümmerts.

    Recht interessante Theorie das ganze :o)

  20. Re: SCO: 50 Mio US-Dollar für die Anwälte auch bei Niederlage

    Autor: Hannes 07.11.03 - 03:01

    Auch wenn es nicht üblich ist, auch bei Scheitern eines Prozesses das volle Hornorar zu zhalen, so ist das in disem Fall durch die großen Aufwändungen der vertretenden Anwälte durchaus zu rechtfertigen.
    Nicht zu verstehen und in höchsten Maßen juristisch bedenklich ist der Versuch von IBM, durch Druck auf die Ermittlungsbehörden das Verfahren weitestmöglichst zu beschleunigen, damit nicht alle vorliegenden Beweismaterialien erschöpfend ausgewertet werden können. Dies ist eine typische Stratgie großer Firmen gegen kleine Konkurrenten, die dann vor Gericht mit nicht anerkennbaren, weil nicht vorher untersuchten Beweisen nahezu notwendig scheitern müssen.
    Es bleibt nur zu hoffen, ob die Vertreter von SCO eine juristisch zureichende Antwort auf diese Bedrohung finden können, um diese Einschüchterungsstrategie platzen zu lassen. Denn am Ende dürfen vor Gericht einzig und allein die vorhandenen Fakten und Beweise zählen, nicht die Spitzfindigkeit irgendwelcher gefinkelten Anwälte, die ein immer mehr offenbar zunehmendes Vergnügen daran haben scheinen, andere Leute um den hart verdienten Lohn ihrer Arbeit zu bringen.
    Das Anwälte durch Eid verpflichtet sind, die Interessen ihres Mandanten vollkommen zu vertreten, heißt noch lange nicht, dass sie in besonders schlimmen Fällen die Aufgabe nicht abstoßen können. Können sich das freischaffende, unabhängige Anwälte noch erlauben, so sind die firmengebundenen Anwälte vielmehr nur noch die Sklaven skrupelloser Manager, die keine Möglichkeit außer Acht lassen, Gewinne zu machen und Konkurrenten zu zerstören, egal was dann auch kommt.
    Es ist diese Atmosphäre der Geschäfts- und Innovationsfeindlichkeit großer Firmen wie IBM, AT&T und Sun, die wie Platzhirsche durch sturstes Festhalten an ihren "alteingesessenen Rechten" unserer Wirtschaft Schaden zufügen.
    Innovative und schnellaufstrebende Unternehmen wie SCO, HP und Microsoft, die mit neuen und innovativen Ideen und Konzepten auf den Markt drängen und somit die Wirtschaft ankurbeln, sind offenbar zu einer solche großen Bedrohung für die alteingesessenen Firmen geworden, dass jedes Mittel Recht zu sein scheint, sie zu schädigen, sei es legal oder illegal.

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