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Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

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  1. "Virtueller Arbeitsmarkt" der BA: Kosten explodieren

    Autor: Golem.de 19.01.04 - 09:19

    Es gibt einen neuen Kostenschub beim "Virtuellen Arbeitsmarkt", der Online-Jobbörse der Bundesagentur für Arbeit (BA). Wie das Nachrichtenmagazin Focusunter Berufung auf eine interne Investitionsrechnung der BA meldet, klettern die Gesamtkosten der Agentur für das Projekt jetzt auf knapp 100 Millionen Euro.

    https://www.golem.de/0401/29323.html

  2. Etwas teure Groupware...

    Autor: Peter Gh. 19.01.04 - 09:30

    Ganz schön teure Groupware + Suchmaschine. Klar, so eine Entwicklung kostet etwas...

    Wie man allerdings 100 Millionen für soetwas ausgeben kann, versteht wohl niemand.
    Oder vielleicht bekommt jeder Mitarbeiter der einen Unterauftrag ergattert hat einen Stundenlohn von 800 bis 1500 €uronen?

    Nur weil es Steuergelder sind, sollte man trotzdem etwas auf Verhältnismäßigkeit achten...

    Für diese 100 Millionen hätte man ein paar Projekte starten können, die der Arbeitslosigkeit wirklich entgegenwirken...

  3. Re: Etwas teure Groupware...

    Autor: uzi 19.01.04 - 11:39

    tja, übliche praxis, würde ich sagen. das angebot fällt viel zu niedrig aus und später werden die kosten in die höhe getrieben. das problem für die firmen ist, dass sie keine chance haben mit einem "realen" angebot an den auftrag zu kommen.

  4. Re: Etwas teure Groupware...

    Autor: Smeagol 19.01.04 - 15:14

    uzi schrieb:
    >
    > tja, übliche praxis, würde ich sagen. das
    > angebot fällt viel zu niedrig aus und später
    > werden die kosten in die höhe getrieben. das
    > problem für die firmen ist, dass sie keine
    > chance haben mit einem "realen" angebot an den
    > auftrag zu kommen.

    nicht unbedingt.
    oft liegt so eine enorme preiserhöhung auch am kunden. wenn die nicht von anfang an ( also in der pflichtenheft-phase ) genau definieren, was sie haben wollen, dann passiert genau das :
    das pflichtenheft wird umgesetzt, man macht erste tests mit der neuen software und stellt dabei fest, daß man unbedingt noch dieses und jedes feature braucht und daß das gesamte projekt ansonsten unbrauchbar ist. also wird die neue software komplett umgestrickt, was enormen zeit- und geldaufwand bedeutet. wenn man dieses spiel 2-3 mal spielt, dann kommt man auch schnell auf einen preis, der den ursprünglichen angebotswert weit übersteigt....

  5. Ist das das Maut-Projekt des Internet?

    Autor: Krille 19.01.04 - 09:31

    .. also wenn wir ein Pflichtenheft bekommen, und dies umsetzen, dürfen die Mehrkosten der Umsetzung 10% des Angebotswertes nicht überschreiten.

    Wer macht für die Behörden eigentlich die Verträge? Müssen ja Vollidioten sein!

    Und wer ist der Dumme?

    ...

    Krille

    Mit den besten Wünschen für eine effiziente Woche

  6. Re: Ist das das Maut-Projekt des Internet?

    Autor: ogi 19.01.04 - 11:43

    Tja,

    ich hät auch gern mal so'n simplen Entwicklungsauftrag für so viel €.

  7. Re: Ist das das Maut-Projekt des Internet?

    Autor: Jack Stern 19.01.04 - 12:17

    ogi schrieb:
    >
    > Tja,
    >
    > ich hät auch gern mal so'n simplen
    > Entwicklungsauftrag für so viel €.

    "Hello World!" ;-)

  8. Re:

    Autor: tim 19.01.04 - 09:38

    traurig aber wahr ... da kann man nur den Kopf schütteln.

  9. Dumm und Dümmer...

    Autor: Henna 19.01.04 - 09:43

    Es tut mir Leid, aber wenn eine Firma erst Kosten in Höhe von 35 Mio. € kalkuliert und dann hinten und forne mit dem Geld nicht aus kommt, dann ist sie unfähig. Auf welcher Basis haben die das Angebot gemacht? Einem anderen Pflichtenheft, Gehältern von Chinesischen Programmierern? Ich verstehe es nicht.

    Was aber noch viel erschreckender ist, das eine verteuerung auf fast 300% !!! hingenommen wird. Bis zu 25% mehrkosten kann (darf es aber eigendlich) es geben. Aber dieser Faktor ist echt unglaublich.

    Fazit: Firma die es nicht hin bekommt richtig zu rechnen --> dumm
    Kunde der sich das gefallen lässt ---> dümmer

    Steuerzahler der es zahlen muss ---> armes Sch...


    My 2 Cents
    Henna

  10. Tippfehler!!

    Autor: Henna 19.01.04 - 09:48

    Sorry,
    6 setzen!

    | vorne
    | chinesischen
    | Verteuerung
    | Mehrkosten

    außerdem ein Wort vergessen:

    (darf es aber eigendlich NICHT)

    Also was lerne ich daraus:
    Post erst noch ein mal lesen, dann abschicken.

  11. Re: Tippfehler!!

    Autor: Lance 19.01.04 - 10:05

    Henna schrieb:
    > [...]
    >
    > außerdem ein Wort vergessen:
    >
    > (darf es aber eigendlich NICHT)
    >
    > Also was lerne ich daraus:
    > Post erst noch ein mal lesen, dann abschicken.

    eigendlich = eigentlich ;)

  12. Re: Tippfehler!!

    Autor: Jens W 19.01.04 - 10:13

    Sich aber über die Dummheit der Anderen aufregen...

  13. Re: Tippfehler!!

    Autor: JohnDoe 19.01.04 - 14:17

    und wenn ich es richtig in Erinnerung habe.
    forne - vorne ;-)

  14. Mich wunderts aber nicht...

    Autor: kressevadder 19.01.04 - 10:15

    Bis sich im öffentlichen Bereich alle was in die Tasche gestopft haben, sich alle Firmen die auf der offiziellen Fasnachtveranstaltung waren bereichert haben kostets halt immer viel mehr. Ich muss das leider jeden Tag mitanschauen, weil ich selbst im ÖD arbeite.

    Allerdings muss ich auch bei aller Misswirtschaft und Inkompetenz die bei uns so vorherrscht sagen, das sich wirklich jedes Unternehmen, das bei uns den Fuss in die Tür setzt gesundstösst, weils halt bekannt ist, das man hier gut abzocken kann.

    Gruss

  15. Re: Virtueller AM

    Autor: Schlumpf 19.01.04 - 09:49

    Mir drängt sich ob der ganzen Beraterverträgen und jetzt diesem hier der Eindruck auf, das ein Herr mit Namen 'Florian' sich da die Taschen voll macht. Natürlich geht alles mit rechten Dingen zu, wird alles geprüft von seinen Kumpels (z.B. ein Gerhard) oder realisiert (Roland) und die Aufsicht ist auch so streng, da geht nix durch ... also, wenn das so ist, dann scheint Herr Florian ja völlig inkompetent zu sein ... nee, kann auch nicht, er is ja so ein toller Kerl und alle halten zu ihm. Mmmh, dann sind vielleicht diese Leute völlig inkompetent ... tja, dann brauchen wir wohl die Elite-Unis, damit kluge Köpfe im Land nachwachsen und nicht diese Nieten in Wirtschaft und Politik sitzen.

  16. nicht nur dort...: nivadis

    Autor: derED 19.01.04 - 09:51

    quo vadis - nivadis ?

    http://www.heise.de/newsticker/data/uma-17.01.04-000/

    http://www.heise.de/newsticker/foren/go.shtml?read=1&msg_id=4917726&forum_id=51799

  17. accenture ....

    Autor: entsetzt 19.01.04 - 09:53


    hat den denkbar besten weg gewählt um seine himmelschreiende inkompetenz in sachen internet unter beweis zu stellen.

    ist der auftrag eigentlich ausgeschrieben gewesen?

  18. es ist so geil

    Autor: kagi 19.01.04 - 12:15

    accenture ist schon so pro tag nicht billig. aber wenn sie die konkurrenz ausstechen wollen, dann geben sie gerne mal auf ihre horrenden tagessätze FETTE RABATTE. selbst wenn man am ende dann den selben preis verlangt wie accenture, die haben ja 75% rabatt auf ihren normalpreis gegeben - das hört sich viel besser an, als bei uns, wo wir nur 16% mit dem preis rutergegangen sind.

    wer dann bei accenture kauft hat dabei oft dieses tolle gefühl etwas wahnsinniges attraktives und edles/teures zu einem sensationellem preis bekommen zu haben. QUARK!

    am ende kostet der spass dann aber nicht 35 ... nicht 77 nein 100 ... EINHEITEN. also mal knapp das dreifache vom vorher angebotenem.

    und wen wundert es? also mich nicht! eine kleine/mittlere spezialisierte software-bude hat natürlich günstigere kostenstrukturen als accenture. von der qualifikation sind die chancen auch sehr gut, dass der kleine spezi-laden bessere leute für dieses thema hat als die generische accenture (wobei es auch dort ein paar wenige gute leute gibt, und es gibt auch kleine spezialfirmen wo ein haufen deppen arbeiten - keine regel eben ohne ausnahme!).

    wie bitte soll also accenture mit seinen teuren partner, den dienstwagen und der vielen werbung am ende etwas sehr gutes super günstig liefern? das geht gar nicht!!!!

    also bitte nicht heulen - accenture preise muss man immer mal 2 bis mal 4 nehmen! und am ende läuft nur 50% - so ist das eben!

    kagi

  19. WTF!?

    Autor: _Uzul_ 19.01.04 - 10:30

    Absolut unfassbar...

    Schon für den Phantasiepreis von 35 Mio hätten wir denen ne Groupware (+Suche) auf den Tisch geknalllt das die mit den Ohren geschlackert hätten.
    Von den jetzt veranschlagten 100Mio. müssen ja anscheinend mal mindestens 70 Mio. in irgendwelchen Portmonnaies verschwinden...
    Unglaublich. Man stelle sich vor man gibt sein Auto in Reparatur. Kostenvoranschlag = 500€, Endkosten 1500€... Der Richter und ich hätten eine Menge zu lachen.

  20. Es ist unser Geld!

    Autor: Paulix 19.01.04 - 10:36

    Wie können wir uns nur wehren, es ist unser Geld!!!!

    Das Arbeitsamt ist ja wohl die Geldvernichtungsmaschine schlechthin. Siehe 40.000.000 Mio Beraterverträge im verg. Jahr. Ich könnte verrückt werden, wenn ich darüber nachdenke....

  21. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: Paulix 19.01.04 - 10:49

    korrigiere: 40.000.000 Euro Beraterverträge in diesem Jahr, 8.000.000 Euro mehr als im Vergangenen. Es ist noch schlimmer als ich dachte, damit sind es dann in 2 Jahren schon 72.000.000 Euro.

    72 Mio / 200 Euro/Stunde = 360.000 Stunden = 45.000 Berater-Tage ~ 123 Berater-Jahre

  22. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: Jack Stern 19.01.04 - 11:02

    und da wundert man sich, wo das geld alles hinfließt....

    Jetzt mal im ernst... welcher Arbeitslose verfügt über Internetanschluss und ausreichend Erfahrung, einen zu Bedienen? Die meisten Arbeitslosen sind Ottonormalbürger, die es wege nder schlechten Wirtschaftslage erwischt hat. Manchmal mit Absicht, manchmal purer Zufall....

    Deutschland muss Reich sein!!!

    Das Bürokratielabyrinth verschlingt ganz schön viel Geld. Wie war das in der Vergangenheit? Deutschland, das Land das sich vom zerfallenen Ländertum zur Metall- und Industrienation Nr 1. hochgearbeitet hat. Wir Produzieren heute die besten Auto's, haben ein (relativ) gesichertes Volkssystem wo eigendlich keiner durchrutschen dürfte weil es ja imemr wieder mit Geldern unterbuttert wird dabit sowohl Ex-Milliardäre, die aus einem Rauschtraum aufwachen, als auch die Bewohner einer sozialschwachen Gegend auf das gleiche weiche Kissen aus Solidarität fallen. Bloß wer fällt weicher?

    Mich kotzt diese Individualisierung an. Nirgends wo gibt es Regeln, die dem Menschen sagen, das er das bekommt was er erwartet udn verdient. Du gehst in dne Supermarkt um dir einen PC zu kaufen und in den MediaMarkt gehst du auch nur um dir Kaffee zu kaufen. Merkt ihr das alle nicht? Branchenübergreifende Billig-Angebote und sinnlose Verordnungen á la "Ja es ist bittere Medizin aber wenn schon dann teuere Medizin!". Warum gibt es ncihts Allgemeingültiges? Wir sind alle, deutsche Bürger! Alle sollten wir unseren faulen Arsch aus dem Sessel erheben und das Tun was richtig ist. Keiner bekommt mehr einen Liebhab-Bonus, jedem wird das gleiche zu stehen und wer mehr will, der muss arbeiten aber dann bitteschön auch richtig.

    Wir brauchen keine Bürokratie! Wir brauchen Arbeit!

  23. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: iBug 19.01.04 - 11:05

    > Jetzt mal im ernst... welcher Arbeitslose verfügt über Internetanschluss und ausreichend Erfahrung, einen zu Bedienen?

    Jetzt mal im Ernst: wie kann man so eine Scheiße posten?

    Unglaublich!!!

  24. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: Jack Stern 19.01.04 - 11:07

    iBug schrieb:
    >
    > > Jetzt mal im ernst... welcher Arbeitslose
    > verfügt über Internetanschluss und ausreichend
    > Erfahrung, einen zu Bedienen?
    >
    > Jetzt mal im Ernst: wie kann man so eine Scheiße
    > posten?
    >
    > Unglaublich!!!

    Die meisten Arbeitlosen sind über 40 und haben eher was HAndwerkliches gelernt wei ldas die Branche ist, wo's am meisten Kriselt. Und die Scheiße kann man einfach so posten weil man unzufrieden mit dem momentanen system ist...schön wenn's dir gefällt wenn der Kleinbürger abgezockt wird!

  25. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: iBug 19.01.04 - 11:18

    Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
    Du unterstellst jedem Arbeitslosen, Handwerker und Über-40-Jährigen pauschal eine komplette Unfähigkeit in Sachen "Internet". Das ist und bleibt eine Frechheit.
    Ausserdem halte ich es schlicht und ergreifend für ein dämliches Gerücht, dass der Großteil der Arbeitslosen über 40, Handwerker und ohne Internet-Zugang ist.

  26. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: Jack Stern 19.01.04 - 11:34

    iBug schrieb:
    >
    > Was hat das eine mit dem anderen zu tun?
    > Du unterstellst jedem Arbeitslosen, Handwerker
    > und Über-40-Jährigen pauschal eine komplette
    > Unfähigkeit in Sachen "Internet". Das ist und
    > bleibt eine Frechheit.
    > Ausserdem halte ich es schlicht und ergreifend
    > für ein dämliches Gerücht, dass der Großteil der
    > Arbeitslosen über 40, Handwerker und ohne
    > Internet-Zugang ist.

    Das war ein Beispiel...

    Schön das du es so herzergreifend Zerflückt hast. Falls du es noch nicht gemerkt hast....die Bevölkerunkspyramide kippt um! Es gibt mehr ältere Menschen in Deutschland als jüngere Menschen! So und jetzt überleg mal...wie viele Leute in Deutschland weisen folgende Eigendschften auf:

    -Langzeitarbeitsloser
    -hat einen handwerklichen Beruf gelernt
    -hat keinen Plan von Internet

    Na? Wie viel sind das wohl? Sind das nur einer? oder zwei? Ich stecke nicht jeden Handwerker in die gleiche Schublade aber die meisten Arbeitslosen haben einfach keinen blassen Schimmer von Internet! Da kannste noch so viele Lehrgänge machen, für die meisten bleibt es ein Mysterium. Das wird sich aber auch bald wieder ändern weil jedes Kiddie zu Hause oder in der Schule mit einem PC aufwächst!

  27. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: iBug 19.01.04 - 11:45

    Das erübrigt jeden weiteren Kommentar!

  28. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: Jack Stern 19.01.04 - 12:08

    iBug schrieb:
    >
    > Das erübrigt jeden weiteren Kommentar!

    Schööön! ;-)

    Wie viele Freunde man hier findet, die noch richtig herzaft diskutieren können!

  29. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: McGandolf 19.01.04 - 17:39

    Sach ma iBug, ... warum willst Du dich nur so künstlich aufregen.

    Jack Stern hat da sachlich gesehen völlig recht. Der klassische Langzeitarbeitslose hat bestimmt nicht immer Internetanschluss. Und das ist auch keine - wie auch immer von Dir proklamierte Herabwürdigung - sondern eher ein statistischer Fakt.

    Wenn jemand sich mit Computern nicht auskennt, dann ist das nicht schlimm iBug !!!

    Bitte versuche nicht immer gleich den Betroffenheitsapostel zu spielen. Wir sollten sachlich diskutieren.

  30. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: Jack Stern 20.01.04 - 09:58

    Dank dir ;-)

  31. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: tralala 19.01.04 - 11:05

    Was ist denn an externer Beratung so schlimm? Du kannst doch überhaupt keine Aussage treffen, ob a) der Preis höher als marktüblich ist und b) dieselben Aufgaben mit eigenen Mitteln zu denselben Kosten zu bewerkstelligen gewesen wären (wenn überhaupt machbar).

    Der Sinn von Beratung ist doch, kurzfristige Projekte problemlos und kostengünstig abzuwickeln. Oder würdest Du lieber fünfhundert neue Beamte einstellen, die dann Jahr um Jahr Geld kosten, und deren Qualifikationen man sich nicht bei jedem Projekt neu aussuchen kann?

    Dieser ganze Unfug - von wegen "böse Beraterverträge!" - ist doch nur der übliche Politklamauk.

    Grüße,

    tralala

  32. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: Jack Stern 19.01.04 - 11:14

    tralala schrieb:
    >
    > Was ist denn an externer Beratung so schlimm? Du
    > kannst doch überhaupt keine Aussage treffen, ob
    > a) der Preis höher als marktüblich ist und b)
    > dieselben Aufgaben mit eigenen Mitteln zu
    > denselben Kosten zu bewerkstelligen gewesen
    > wären (wenn überhaupt machbar).

    Die Kosten, die in dieses Projekt gewandert sind hätten a) auch viel (viiiiiiiiiel) niedriger sein können und b) mit dem geld hätte man auch was sinnvolleres anstellen können z.B. eine staatliche Firma zu Gründen die Berufe ausbildet und Leute einstellt (wird wohl ein traum bleiben....welche art firma, darüber kann man sich streiten aber sowas in der art wäre eine möglichkeit...nich dieser ABM-Scheiß!)

    > Der Sinn von Beratung ist doch, kurzfristige
    > Projekte problemlos und kostengünstig
    > abzuwickeln. Oder würdest Du lieber fünfhundert
    > neue Beamte einstellen, die dann Jahr um Jahr
    > Geld kosten, und deren Qualifikationen man sich
    > nicht bei jedem Projekt neu aussuchen kann?

    Teilweise Richtig....Berater kosten unsummen und machen den Staat abhängig weil der Unfähig ist, selber was zu entscheiden, ohen das die feinen Berater sich alles drei mal Reingezogen haben...das macht den Staat übrigends auch sehr lahm und träge denn es gibt ja berater den man notfalls alles in die schuhe schieben kann....zusammen mit einem fetten Sparstrumpf als Abfindung! Hey da werd ich doch glatt berater!

    > Dieser ganze Unfug - von wegen "böse
    > Beraterverträge!" - ist doch nur der übliche
    > Politklamauk.

    Japps!

    > Grüße,
    >
    > tralala

  33. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: Schlumpf 19.01.04 - 11:29

    Der Sinn von Beratung ist doch, kurzfristige Projekte problemlos und kostengünstig abzuwickeln. ...

    "Kostengünstig" ist das Zauberwort - und "Kostengünstig" sind 40 Mio. nicht - und "Kostengünstig" sind Externe sowieso nur in "angepassten" Bilanzen, die Realität sind anders aus.

  34. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: Soldat 19.01.04 - 12:40

    Wer auf "Berater" zurückgreifen muß, demonstriert nur seine Unfähigkeit. Da sitzen Leute mit hohen Gehältern in Chefetagen herum. Wofür bekommen die eigentlich das Geld und wer zum Teufel hat die Pflaumen eingestellt?

    Man greift gern auf "Berater" zurück, damit man aus dem Schneider ist, wenn etwas gegen die Wand fährt. Der Schuldige ist dann nicht faßbar. Die Bonzen im Staat, meint man, bekommen Ihr Gehalt, weil sie hohe persönlicher Verantwortung tragen - selbstverständlich nur theoretisch.

    Das Boot Deutschland muß erst auf einem Riff zerschellen, dann halten wir Gericht, ändern die Verfassung, setzen Kapitän und Offiziere aus oder werfen sie den Haien zum Fraß vor, machen das Schiff wieder flott und die Mannschaft segelt allein weiter. Es kommt wie es kommen muß. In der Gesellschaft herrschen zum Glück auch Gesetzmäßigkeiten. Mahlzeit.

  35. Re: Es ist unser Geld!

    Autor: iBug 19.01.04 - 12:42

    Ja, Mahlzeit! Mehr fällt mir zu Deinem Post auch nicht ein!

  36. ...auch noch schlecht

    Autor: bobflein 19.01.04 - 11:31

    Als beruflich bedingter Nutzer, Personalleiter in mittelständischem IT-Unternehmen, war ich natürlich gespannt auf den neuen workflow und das neue Portal.

    Bereits mit der Registrierung und dem ersten Versuch, eine offene Stelle zu posten, haben sich meine schlimmsten Befürchtungen bestätigt. Völlig unbrauchbar in der Personalerpraxis!!!

    Ich vermute, als Arbeitsloser ist das Urteil über das neue System genauso vernichtend. Zum Glück funktioniert noch das bisherige Portal für ein gewisse Zeit, wenn ich das richtig sehe. Allerdings werden die Daten von neuen Arbeitssuchenden nicht eingestellt.

    Als Beitragszahler halte ich das ganze schlichtweg für einen Skandal, aber bereits bei der systems sagte mir ein Mitarbeiter des Arbeitsamts München, dass dies wohl die Nagelprobe für die BA wäre.

    Einzige Konsequenz aus meiner Sicht: Zerschlagung der BA und vollständige Privatisierung der Vermittlung, da nicht reformierbar. Andere Länder in Skandinavien und England haben das bereits vor Jahren vollzogen.

  37. was kostet 100 millionen eure ?????

    Autor: grind 19.01.04 - 11:49

    kann mir hier jemand nachvollziehbar erläutern wofür die 100 millionen euro
    ausgegeben haben? ich meine, es handelt sich doch "nur" um eine homepage,
    oder? ok, hardware und personal sind auch notwenidg, aber 100 millionen euro???????

    grind

  38. Re: was kostet 100 millionen eure ?????

    Autor: Jack Stern 19.01.04 - 12:16

    Hinter dem Interface was du da siehst, steckt eine komplexe Suchmaschinen-Engine die per Stichwortsuche dir eine megne Suchergebnisse Präsentieren soll....solche Engines kosten ne menge Geld. Bloß nicht so viel Geld. Lizenzen und sowas kosten auch...ich schätze mal die Werden das wieder mit Bürokratie ohne Ende behaftet haben. Nach dem Motto "Für jedes Modul, eine Lizenz und ein Antrag auf wasweißichnichalles...." also Geld für heiße Luft!

    Natürlich ist nichts in die eigene Tasche gewandert ;-)! Alle wirtschaften in die eigene Tasche? Alle platzen nur so vor Korruption und wenn man sie mal mit der Wahrheit sticht, verwandelt sich der aufgeblähte Politiker oder Oberbeamte in einen beleidigten Windhauch aus Selbstmitleid der sich in seine Höhle zurückzieht? Wo gibts denn sowas? Ah stimmt ja...wir sitzen grad alle drauf...Deutschland! Wir alle mögen unsere Politiker so sehr, das wir sie sogar noch Bezahlen!

  39. Virtueller Arbeitsmarkt

    Autor: Bernd 19.01.04 - 11:53

    Wie kann man bei der BA oder in der Politik noch länger solche "Nichtskönner" am Runder lassen? Die stopfen sich nur die Taschen voll - und die Funktion in den Arbeitsmarkt ist gleich null. Dort bewegen sich Leute genau so nicht - wie viele Menschen, die Arbeitslos sind und nicht arbeiten wollen!!!

  40. Re: Virtueller Arbeitsmarkt

    Autor: Bernd 19.01.04 - 13:44


    Diese Gesellschaft ist wie das BA und die Politik am Ende.

    Wo sind die Leute, die in unserer Gesellschaft etwas verändern - und nicht nur Kosten produzieren - nur Geld verbrannt wird!?

  41. Re: "Virtueller Arbeitsmarkt&quot...

    Autor: Thomas Grethlein 19.01.04 - 12:44

    In einer Pressemeldung von Accenture (4. März 2003) heißt es: "Dieses auf fünf Jahre angelegte Projekt mit einem Finanzvolumen von über 50 Millionen Euro..."

    Sind die "knapp 100 Millionen" bereits nach weniger als einem Jahr geflossen?
    Wieviel werden es dann die nächsten vier Jahre noch sein?

    Als Chef einer kleinen Agentur erscheinen mir diese Zahlen - auch wenn man nicht genau ersehen kann, welche Leistungen damit vergütet werden - unvorstellbar:
    Gehen wir von einem durchschnittlichen Tagessatz von € 1.000 aus (o.k., der ist für eine so bedeutsame Agentur wie Accenture vielleicht etwas knapp bemessen, aber ...), sind bereits 100.000 Personentage in das Projekt geflossen. Bei einer Arbeitsleistung eines Mitarbeiters von grob gerechnet 220 Arbeitstagen entspricht dies etwa 454 Mitarbeiterjahren.

    Da kann eine Menge produziert - und eine Menge beraten werden ...

  42. Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Jens W 19.01.04 - 12:49

    s.o. Bitte mal die Polemik-Antworten wie "Ich kann nicht Ar***kriechen!" oder "Mein Papi ist nicht XY-Vorstand" weglassn.

    Ihr könnte es scheinbar alle ja viel besser. Warum macht Ihr es dann nicht?

  43. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Paulix 19.01.04 - 12:56

    ... oder Bundeskanzler, oder Finanzminister oder der liebe Gott.

    Was schreibts du da für einen Unsinn. Wenn unsere Geld zum Fenster raus geschmissen wird darf man das nicht kritisieren? Man stelle sich vor, es gäbe nur so Flachnasen wie dich...

  44. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Jens W 19.01.04 - 12:59

    "... es gäbe nur so Flachnasen wie dich..." Okay warum du nicht Berater werden kannst hab ich jetzt verstanden.

  45. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Paulix 19.01.04 - 13:10

    du schnallst aber auch gar nichts.

    Wer hat übrigens gesagt, dass ich Berater werden will. Wer lesen kann, hat im Leben erhebliche Vorteile. Du solltest es mal lernen.

    Es geht hier darum, dass Skandale aufgedeckt und zukünftig vermieden werden. Ich liebe unser Land, weil wir hier frei unsere Meinung äussern dürfen. Und das tue ich. Es schüttelts mich aber, wenn ich Aussagen wie deine lese. grrrrr....

    Schlimm, dass *alle* über 18 wählen dürfen.

  46. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: iBug 19.01.04 - 13:12

    > weil wir hier frei unsere Meinung äussern dürfen

    Ja, zum Glück gilt das nicht nur für Dich, sondern auch für andere!

  47. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Paulix 19.01.04 - 13:24

    habe nie was anderes behauptet.

  48. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: iBug 19.01.04 - 13:11

    > Okay warum du nicht Berater werden kannst hab ich jetzt verstanden.

    Ich auch ;-)
    Aber ein paar Antworten auf Deine eigentliche Frage ("Warum werdet ihr...") würden mich auch mal brennend interessieren. Das ist ja fast wie beim Profi-Fussball: jeder kann es besser - jedenfalls mit der Schnauze!

    ;-)

  49. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Paulix 19.01.04 - 13:23

    iBug schrieb:
    >
    > > Okay warum du nicht Berater werden kannst hab
    > ich jetzt verstanden.
    >
    > Ich auch ;-)

    > beim Profi-Fussball: jeder kann es besser -
    > jedenfalls mit der Schnauze!

    Was seit ihr für seltsame Gestalten? Ich habe nie behauptet das ich es besser kann. Aber ich erwarte von denen die dafür bezahlt werden, dass sie es besser können. Das mahne ich an. Wofür bekommen Florian und seine Mitarbeiter ihr Geld????

  50. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Jens W 19.01.04 - 13:31

    Eigentlich wollte ich ja auf deine Beiträge nicht mehr antworten. Eigentlich!
    "Aber ich erwarte von denen die dafür bezahlt werden, dass sie es besser können. Das mahne ich an. Wofür bekommen Florian und seine Mitarbeiter ihr Geld????" Mir fallen da ziemlich viele Leute ein bei denen ich mich Frage warum sie Geld für ihren Job bekommen(unfähige Hotline-Mitarbeiter, quatschende VerkäuferInen, etc.). Hast du darüber auch schon mal nachgedacht. Florian ist nunmal Cheffe ein Projekt wurde vorbockt und dafür muss er jetzt gerade stehen. Eine pauschale, jetzt praktizierte Diskussion (der geliebte Rundumschlag) erscheint mir hier wenig sinnvoll.

    Bei den Beraterverträgen regen sich leider sehr viele Leute über Sachverhalte auf von denen sie wirklich keine Ahnung haben. Leider glauben in den letzten Jahren aber immer mehr Leute in DLand, dass sie von allem Ahnung haben (Danke B-Zeitung!)

  51. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Paulix 19.01.04 - 13:37

    Macht keinen Sinn. Ich verabschiede mich aus diesem Thread, das entspricht nun überhaupt nicht mehr meiner Meinung, vertane Zeit, auf dem Niveau kann ich nicht diskutieren. .

  52. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Jens W 19.01.04 - 13:23

    Erstmal vielen Dank! Wenigstens ein sinnvoller Beitrag.
    "Profi-Fussball: jeder kann es besser - jedenfalls mit der Schnauze!" genau darauf wollte ich hinaus. Jeder meint dass er es in 2 Monaten selber erledigt hätte. Aber irgendwie macht es keiner. Wieso blos?!? Die Leute regen sich darüber auf, dass es 40 Mio Berater verträge gab.Wenn die Dinger jetzt über zwei Jahre im Schnitt laufen (ist nicht unrealistischer, zumindest die Berger 8 gingen über zwei Jahre), dann sind das ca. 90/Jahr (oben hat dass mal einer umgerechent) wiederum durch 4 oder 5 Firmen geteilt macht gerade mal ca. 20 Leute pro Company. Ist jetzt plötzlich nicht mehr soviel, oder?!?

  53. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Schlumpf 19.01.04 - 15:33

    Milchmädchenrechnung ...

  54. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: ? 19.01.04 - 13:35

    LOL! 100% ACK.

  55. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: fastix® 19.01.04 - 13:35

    Jens W schrieb:
    >> Ihr könnte es scheinbar alle ja viel besser.
    > Warum macht Ihr es dann nicht?

    Uns fehlt schlicht das Geld für die "Anschubfinanzierung" und die Lobbyarbeit.

    Da wäre die eine oder andere kleine Party in Berlin und die eine oder andere "Bildungsreise" zu finanzieren. Jobs für die Kinder.... Beraterverträge für Verwandte.... Mancher will auch Bargeld, welches in der schönen Schweiz wohldeponiert sein sollte. Oder eine schlichte Parteispende aus dem Bargeldkoffer, die auf Grund ihrer Höhe dann gestückelt werden muss.

    Auf gut deutsch: Im Gegensatz zu den etablierten Beratungsunternehmungen fehlt uns das Kleingeld um den allgegenwärtigen Korruptionsapparat zu bedienen.

    Noch Fragen?

    fastix®

  56. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Jens W 19.01.04 - 13:48

    Sorry, leider muss ich auch die Antwort in den Bereich Polemik verschieben. Mach dich mal vertraut mit der Geschichte von Herrn Berger und womit er seinen Laden aufgebaut hat. Wenn du sowas auch auf die Reihe bekommst, dann kannst du dir auch solche Vorwürfe erlauben.

  57. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Henna 19.01.04 - 14:02

    Auch wenn du diesen Post wieder in die Polemik schiebst:

    Die Regierung ist von Volk für das Volk, oder?

    Aber sehen wir uns doch mal die Zusammensetzung des Bundesrates an.
    Wie viele Handwerker (gerlernte Handwerker, Meister, usw.) sind dort vertreten? Fabrikarbeiter? Selbstständige?

    Dann sehen wir mal die Zahl der Politiker an, die vorher Lehrer und sonstige Beamte waren. Die Regierung ist also vom Volk gewählt, aber nicht aus dem Volk. Sich in der Politik nach oben zu kämpfen kostet eine Menge Geld. Denn nur wer sich um seinen Job keine gedanken machen muss (z.B. Beamte auf Lebenszeit, "Reiche") kann Zeit erüberigen um sich politisch so stark einsetzen das er es weit nach oben schafft.

  58. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Jens W 19.01.04 - 14:12

    @Henna: Ne deine Post verschieb ich nicht ;-) Du bringst ja richtige und überpüfbare Argumente, so kann man auch diskutieren. Behauptungen, die man nicht überprüfen kann, kann jeder aufstellen. Ich geb dir Recht. Die Zusammensetzung unserer Regierungsgremien ist eine mittlere Katastrophe und sollte schnellst möglich geändert werden.

    Wie ich schon oben beschrieben habe ist die Qualifizierung der Regierenden ein generelles Problem der Demokratie. Die Leute können überzeugen und Stimmen gewinnen(deswegen werden sie ja gewählt), aber die operativen Skills haben sie oft nicht. Wie so oft im Lebengibt es drei Möglichkeiten: Love It, Leave It or Change It.

  59. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Henna 19.01.04 - 14:24

    Darum wähle ich auch die 3. Möglichkeit, aber das geht leider nur in einem kleinen Rahmen. Sobald Dinge auf Kreisebene und drüber gehen, da bekommt man kaum noch gehör und es stoßen sehr viele Interessengruppen aufeinander.
    Aber in seiner eigenen Stadt (gut ich wohne in einer Kleinstadt) kann man schon was bewegen. Bei den "großen Fischen" kämpft man gegen Windmühlen.

  60. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Jens W 19.01.04 - 14:31

    Erstmal ein ernst gemeintest "SUPER!". Change It ist meiner Meinung nach das schwierigste. Du weist dann doch aber selbst wie es zu geht. Und wie es ganz oben zugeht kann man dann auch erahnen. Die "Windmühlen" gab es auch nicht von Anfang an. Wenn man es nicht schaft es zu verändern, dann hat man für sich persönlich eine "Partie im Spiel" Politik verloren. That´s it.(Mag ich auch nicht. Aber manchmal gewinnt man, manchmal verliert man.)

  61. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Schlumpf 19.01.04 - 15:34

    Da lach ich aber drüber ... woher hast Du denn diese Informationen

  62. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Henna 19.01.04 - 13:49

    Danke, so einen Post hatte ich gebraucht.
    Jemand der nicht nur sagt, dann macht es doch besser.

    Auch wenn ich nicht in allen Punkten deiner Meinung bin, aber das Prinzip stimmt schon. Es wird nicht immer der für einen Job genommen der die meiste Ahnung von der Materie hat, sondern jemand der sich, auf welche Weise auch immer, bei den Regierenden angepriesen hat.
    Dies ist aber keine erfindung der jetzigen Regierung, sondern hat sich über Jahre entwickelt. Das Neue an der Sache ist nur, das jetzt nicht versucht wird den Job nach besten wissen zu machen, das klappte nämlich nicht, sinder das jetzt Berater eingesetzt werden.

    Das Ergebnis ist dann, das die Politiker nur noch das Organ sind, welches die von ihnen in Auftrag gegebenen "Weißheiten" verkünden.

  63. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Jens W 19.01.04 - 14:01

    Es ist doch schon immer so gewesen, dass in einer Demokratie die Leute genommen wurden die die meisten Stimmen bekamen. Qualität der Stimme und Qualifizierung der Kandidaten ist dabei zweitrangig. Vielleicht gibt es aber auch niemanden der wirklich alle Anforderungen an einen Kandidaten erfüllen kann(Auch wenn manchen hier glauben sie würden dass). Deshalb benötigt man ja Experten und Berater.

  64. Re: Warum werdet ihr nicht einfach Berater?

    Autor: Schlumpf 19.01.04 - 15:36

    Wer sagt denn, dass Berater die Dinge besser wissen oder können - die können nur jedem einen vom Pferd erzählen, da die anderen noch weniger Ahnung haben ... Blender nenn ich diese Leute für gewöhnlich.

  65. Was regt ihr euch auf?

    Autor: Mind 19.01.04 - 13:42

    Gerster und Co sind doch nur mediale Ablenkungen um euch davon abzulenken das ihr grade zur Schlachtbank geführt werdet.

    Tja, ihr könnt aber nichts dafür, da ihr euch nicht mit unserem Geldsystem beschäftigt habt, wisst ihr nicht, das wir ein Pyramidenspiel spielen, an deren Ende der Währungscrash steht.

    Fragt mal ein Physiker ob es möglich ist, ein System mit einer exponentiellen Komponente eine beliebige Zeit am laufen zu halten. Jeder Physiker wird euch erzählen, das dieses NICHT möglich ist.

    Macht aber nichts, da wir exponentielles Wachstum selbst dann nicht erkennen, wenn es uns in den Arsch beißt, realisieren wir nicht das unser Geldsystem von Anfang an zum Untergang verurteilt ist.
    Da kann Jesus persönlich Kanzler sein, ohne das es einen Möglichkeit gibt unser jetziges Geldsystem langfristig am Leben zu halten.

    Schaun wir was mit dem Geld passiert.

    A: Niemand gibt sein Geld weiter wenn er nicht einen Mindestzins dafür bekommt. Keynes nannte diese Schwelle Liquditätsverzichtsprämie.

    B: Wenn die Rendite in der Wirtschaft niedriger ist als der Kapitalmarktzins, werden Investitionen in die Wirtschaft gestoppt. bis die Rendite der Wirtschaft wieder höher ist.

    Daraus folgt, das unsere lieben Milliadäre einen PERMANENTEN Zins entweder aus der Wirtschaft oder aus dem Kapitalmarkt bekommen. Sollten sie diesen nicht mehr bekommen, zieht sich das Geld vom Markt zurück und die Wirtschaft bricht zusammen.

    Doch ein permanenter Zins bedeutet das sich die Vermögen mit exponentieller Tendenz vermehren. Das kann man rational nicht erfassen, aber fällt einem nach Beschäftigung mit unserem Geldsystem wie Schuppen von den Augen.

    Da unser Geldsystem ein Kreislauf ist und die Reichen immer reicher werden, brauchen wir permanent neue Schuldner um das System aufrecht zu halten. Sobald jemand nicht in der Lage ist permanent sein Einkommen(Zins/Arbeit/Rendite) auszugeben muß das gesparrte Geld per Schuldner in die Wirtschaft zurückfließen. Da aber die Vermögenden eine exponentielle Hilfe haben, und Schuldner nicht unendlich viele Schulden machen können, bricht die Geldzirkulation zusammen sobald das System keine neuen Schuldner mehr finden kann.

    Schauen wir an was unsere Schuldner machen.

    Privathaushalte: Hoch verschuldet. Bekommen seit BaselII keine Kredite mehr.
    Wirtschaft: Hoch verschuldet. Bekommt seit Basel II keine Kredite mehr.
    Staat: Hoch verschuldet. Realisiert langsam das die Zinskosten explodieren und will sparen. Da aber die anderen Kreditnehmer auch keine Kredite mehr aufnehmen, bricht die Geldzirkulation zusammen wenn der Staat spart. Dadurch Insolvenzen und Steuerausfälle, so das durch Einnahmeausfälle doch neue Schulden aufgenommen werden müssen.

    Tja, sieht so aus, als ob der Drops bald gelutscht ist.

    Was sagen uns die Politiker:

    1. Ohne Wachstum gehen wir Staatsbankrott (gesagt von Herzog + Eichel)
    2. Ca 3% Wachstum wird gebraucht um den Karren aus den Dreck zu ziehen.
    3. Arbeitslose / Sozialhilfeempfänger / Rentner / Arbeiter / Beamte werden mit weniger auskommen müssen
    4. Rente wird ohne Eigenvorsorge auf Sozialhilfelevel liegen.

    Hmmmm. Komisch, wer profitiert von dem Wachstum das wir brauchen um nicht Bankrott zu gehen?
    Wenn wir drei Prozent Wachstum haben, verdoppelt sich unser BIP in ca 23Jahren.
    Das bedeutet das wir heute einen Kuchen(BIP) von der Größe X haben, von dem die Arbeitslosen/Sozialhilfeempfänger/Arbeiter/Beamte/Rentner zu viel vom Kuchen essen und somit zukünftig ihren Hunger einschränken müssen (sagen die Medien/Politiker). Gleichzeitig haben wir aber in 23 Jahren zwei "Kuchen". Wer bekommt den zweiten Kuchen wenn 90% der Bevölkerung gezwungen sein sollen schon vom ersten Kuchen weniger zu essen?
    Na wenn das mal nicht das zinsverlangende Kapital ist.

    Wollt ihr wissen wie unser Geldsytem funktioniert? :
    http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/creutz/geldsyndrom/

    Wollt ihr wissen wieso unser Geldsystem nicht ewig funktioniert?
    www.killerzins.de

    Viel Spaß,
    Mind

  66. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: Paulix 19.01.04 - 13:49

    Super, vielen Dank für deinen hochinteressanten Beitrag!! (Das meine ich so, bitte keine Ironie suchen und entdecken)

    Darf ich den Text kopieren und einigen Freunden weiterleiten, sowas soll von möglichst vielen gelesen werden.

  67. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: stef 19.01.04 - 14:03

    ja, sehe ich auch so,
    danke für die fundierte analyse.
    danach sind die ja die grenzen des kapitalismus dargestellt.
    frage mich nur was die alternativen sind?
    kommunismus, sozialismus und anarchie werden es in absehbarer
    zeit wohl nicht sein, aber was dann dann?
    der grosse krieg damit danach wieder neue märkte aufgebaut werden können?
    oder?
    und soll ich mir dann schon mal den platz ganz weit weg von allem sichern?
    hmmm?
    oder kämpfen? aber in welche richtung?

  68. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: Jack Stern 19.01.04 - 14:26

    Ich schätze nach dem Kapitalismus wirds ne Mischung aus Demokratie, Sozialismus und Kommunismus geben...wird wohl das beste sein. Wie gesagt, alle Bekommen erstmal das gleiche und wer mehr will muss mehr arbeiten. Da muss man sich halt einschränken mit seinen wünschen und bedürfnissen oder was für tun.

  69. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: Mind 19.01.04 - 14:39

    stef schrieb:

    > frage mich nur was die alternativen sind?
    > kommunismus, sozialismus und anarchie werden es
    > in absehbarer zeit wohl nicht sein, aber was dann dann?

    Freiwirtschaft!!! Ein Weg zwischen Kommunismus und Kapitalismus.

    Das Problem ist nicht die Markwirtschaft sonder die kapitalistische Zecke im Fell der Marktwirtschaft.
    Der Markt versucht den Bedarf zu befriedigen. Das Kapital hindert dem Markt aber daran den Bedarf zu erfüllen sobald die Rendite der Wirtschaft unter den Kapitalmarktzins sinkt. Sobald die Rendite zu gering ist, hört das Kapital auf zu Investieren bis genügend Realkapitel verfallen ist, so das der Bedarf wieder ausreicht um die geforderte Rendite zu erfüllen.

    Wir müssen also die untere Grenze unter der keiner mehr Geld weitergibt senken, so das wir keine Wirtschaftskrise bekommen wenn der Markt gesättigt ist. Eigendlich ist ein gesättigter Markt, das Ziel was wir erreichen wollen, da dann "alle" ihre Bedürfnisse befriedigt haben. Wenn der Markt aber gesättigt ist, bricht die Geldzirkulation zusammen und sorgt dafür das wir so lange eine Wirtschaftskrise haben bis die in der Wirtschaft zu erlangende Rendite wieder hoch genug ist um das Kapital zum umlaufen zu bringen.

    Wie bekommen wie es hin das das Geld auch in einer gesättigten Wirtschaft fließt und das exponentielle Vermögenswachstum verhindert?

    Das geht nur mit einer Geldreform:
    www.geldreform.de bietet die Umfangreichste Dokumentensammlung zur Geldreform.
    www.systemfehler.de bietet ein Diskusionsforum zum Thema.

    Viele beschäftigen sich 5min mit der Geldreform und glauben das sie Schwachsinn ist. Das liegt daran das sich eigendlich niemand mit unserem heutigen Geldsystem auskennt und somit die Geldreform mit einer völlig falschen Datenbasis überprüft.
    Ist eigendlich recht witzig. Viele Linke wollen die Geldreform nicht, da sie ein System ohne Geld wollen, weil Geld schon lang als EVIL erkannt wurden ist.
    Viele Rechte wollen die Geldreform nicht, weil sie sie als kommunistische Enteignung ansehen, weil sie nicht raffen das unser heutiges System sie enteignet.
    Und die Systemgläubigen glauben sowieso das wir das beste System der Welt haben.

    Um das zu verhindern, sollte man sich unbedingt mit unserem Geldsystem beschäftigen bevor man sich ein Urteil bildet.

    Hierfür ist dieses Werk bestens geeignet:
    http://userpage.fu-berlin.de/~roehrigw/creutz/geldsyndrom/
    Der Verfasser wurde für diese Analyse unseres Geldsystems für den alternativen Nobelpreis vorgeschlagen.

    Mind

  70. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: Jens W 19.01.04 - 14:44

    "Und die Systemgläubigen glauben sowieso das wir das beste System der Welt haben." Oder gefunden haben.... Dazu gehörst du aber nicht, oder?

  71. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: Mind 19.01.04 - 15:04

    Jens W schrieb:

    > "Und die Systemgläubigen glauben sowieso das wir
    > das beste System der Welt haben." Oder gefunden
    > haben.... Dazu gehörst du aber nicht, oder?

    Oder gefunden haben?
    Für mich ist total klar das die Freiwirtschaft für die Masse der Menschen besser ist als der Kapitalismus oder der Kommunismus.
    Aber "beste System" ist immer vom subjektiven Standort im System abhängig.

    Was ist für dich das beste System? Realisierst du das ein kapitalistisches Währungssystem schon von Anfang an zum Zusammenbruch verdammt ist?

    Mind

  72. Das klingt ja mal nach was

    Autor: kressevadder 19.01.04 - 22:21

    Das das Ganze nicht funktioniert, da kein System unendlich wachsen kann ist mir ja schon lange klar, nur fällt mir auch keine Alternative mehr ein (bzw. alle bisherigen würde ich als gescheitert ansehen.

    Die Sache hat für mich (beim überfliegen) nur wieder einen Harken: Sie basiert einmal mehr auf einem sozialen Gedanken, bei dem der Habende zu Gemeinwohl der Gesellschaft etwas abgeben muss. Nicht das ich als Sozialfuzzi dagegen wär, aber wir wissen heute nunmal (im Gegensatz zu Jesus, Karl Marx und den anderen Grossreformern) das das Sozialverhalten des Menschen eben auch nur ein natürlicher Überlebenstrieb ist dessen Sinn in der Evolution zu finden ist. Eine Gruppe von Individuen verbessert ihre überlebenschange durch Arbeitsteilung und soziales Handeln. Je weiter allerdings der Nächste weg ist, desto geringer wird dieses Handeln und der Egoismus wird grösser, da dieser das bessere "Überlebenskonzept" in einer fremden Umwelt ist.

    Langes Gelaber, alte Weissheit: Die "Raffgier" möglichst exponentiell hat die Natur dem Menschen wie allen Tieren auch, mitgegeben und unser ach so zivilisierter Mensch der Neuzeit ist eben zu 80% noch von seinen Vorfahren bestimmt (wer kennt nicht die Commentkämpfe in den Chefetagen der IT-Indusrie). Dies zu überwinden verlangt einiges an Philosophie, Religion oder was auch immer.

    Wäre schön, wenn wir mal vom Haben zum Sein kämen (Fromm/Roddenberry)

    Gruss Manfred

  73. Re: Das klingt ja mal nach was

    Autor: Mind 20.01.04 - 18:20

    kressevadder schrieb:

    > Die Sache hat für mich (beim überfliegen) nur
    > wieder einen Harken: Sie basiert einmal mehr auf
    > einem sozialen Gedanken, bei dem der Habende zu
    > Gemeinwohl der Gesellschaft etwas abgeben muss.

    Du hast ja schon angedeutet das du den Haken siehst weil du das nur überflogen hast.
    Das tolle an der Freiwirtschaft ist nämlich das es für die Gesellschaft kein Problem mehr ist wenn jemand ein Egoschwein ist.

    Womit kannst du gezwungen werden? Mit dem Geld. Das Geld will aber zu den Besitzenden und du mußt dich dafür prostituieren damit es doch zu dir kommt. Bei der Freiwirtschaft dient das Geld allen gleich und niemand schafft es mehr Milliarden durch die Arbeit anderer anzuhäufen. Damit ist es kein Problem wenn jemand Egoistisch ist. Wenn du mehr haben willst, mußt du halt dafür arbeiten, und nicht wie jetzt einfach abwarten und Kontoauszüge anschauen.

    Mind
    www.geldreform.de

  74. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: Mind 19.01.04 - 14:08

    Paulix schrieb:

    > Darf ich den Text kopieren und einigen Freunden
    > weiterleiten, sowas soll von möglichst vielen
    > gelesen werden.

    Wenn du irgendeine Information für wichtig hälst, kopier sie einfach. Copyright ist der Versuch die Informationen die für das Volk wichtig sind, von diesem fern zu halten.
    Das Volk braucht aber diese Informationen, damit der Mensch sich nicht bald von der Erde bombt.

    Kämpfen wir für eine besser Welt
    Mind

  75. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: Gravix 19.01.04 - 14:11

    ein seltener anblick, jemand der wirklich mal etwas sinnvolles von sich gibt statt nur rumzuflamen. Super :)

  76. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: high-tech-overkill 19.01.04 - 14:39

    darf ich dein groupie werden?

  77. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: McGandolf 19.01.04 - 17:56

    Hi

    Ein sehr interessanter Beitrag. Ich glaube aber, das er in einem wichtigen Punkt nicht ganz korrekt ist:

    >Da unser Geldsystem ein Kreislauf ist und die Reichen immer reicher werden, brauchen wir >permanent neue Schuldner um das System aufrecht zu halten. Sobald jemand nicht in der >Lage ist permanent sein Einkommen(Zins/Arbeit/Rendite) auszugeben muß das gesparrte >Geld per Schuldner in die Wirtschaft zurückfließen. Da aber die Vermögenden eine >exponentielle Hilfe haben, und Schuldner nicht unendlich viele Schulden machen können, >bricht die Geldzirkulation zusammen sobald das System keine neuen Schuldner mehr finden >kann.

    Ich denke, dass - auch wenn die Reichen immer Reicher werden - der wesentliche Teil des Reichtums aus Wachstum kommt - und nicht aus einer zwangsläufigen Verschuldung anderer. Da wir durch unser Arbeit das Volksvermögen erhöhen, erhöhen wir damit auch die Geldmenge (wenn man denn gedanklich sich das Volksvermögen in Geld vorstellt). Dieses Wachstum kann dann den einzelnen Wirtschaftsteilnehmer als Eigentum zugeordnet werden. Spricht: Irgendjemand hat am Ende des Jahres mehr Geld im Geldsäckel. Aber deswegen muss ein an anderer nicht ärmer geworden sein. Ein anderer könnte vielleicht nur unterdurchschnittlich am Wirtschaftswachstum partizipiert haben.

    Wie auch immer. Ein sehr interessanter Beitrag.

    Grüße

    McGandolf

  78. Re: Was regt ihr euch auf?

    Autor: Mind 19.01.04 - 19:15

    McGandolf schrieb:
    >
    > Hi
    >
    > Ein sehr interessanter Beitrag. Ich glaube aber,
    > das er in einem wichtigen Punkt nicht ganz
    > korrekt ist:
    > Ich denke, dass - auch wenn die Reichen immer
    > Reicher werden - der wesentliche Teil des
    > Reichtums aus Wachstum kommt - und nicht aus
    > einer zwangsläufigen Verschuldung anderer. Da
    > wir durch unser Arbeit das Volksvermögen
    > erhöhen, erhöhen wir damit auch die Geldmenge
    > (wenn man denn gedanklich sich das Volksvermögen
    > in Geld vorstellt). Dieses Wachstum kann dann
    > den einzelnen Wirtschaftsteilnehmer als Eigentum
    > zugeordnet werden. Spricht: Irgendjemand hat am
    > Ende des Jahres mehr Geld im Geldsäckel. Aber
    > deswegen muss ein an anderer nicht ärmer
    > geworden sein. Ein anderer könnte vielleicht nur
    > unterdurchschnittlich am Wirtschaftswachstum
    > partizipiert haben.

    Du realisierst dabei nicht das unser Geldsystem ein Kreislauf ist.
    Nehmen wir an, das Person X dieses Jahr 200Millionen ihrer Einkünfte nicht in Konsum wandeln konnte, da sie nach x Millionen Ausgaben für den Konsum nicht mehr wußte was sie noch kaufen sollte.
    Dabei sollte man sich bewußt machen das die 200Millionen ein Anrecht auf einen Teil des HEUTIGEN BIP sind. Wenn die 200 Millionen in dem Privatsafe "verschimmeln" fehlt das Geld in der Wirtschaft und verkleinert die nachfragende Geldmenge wärend die Produkt/Dienstleistungsmenge in der Gesellschaft gleich bleibt. Das ist eine im Klartext gesprochen eine deflationäre Entwicklung, die in den Crash führt.
    Das bedeutet das das Geld investiert oder zur Bank gebracht werden MUß!!! Durch den schon erwähnten Effekt das niemand mehr Geld verleiht, sollte er nicht einen MINDESTZINS bekommen(Liquiditätsverzichtsprämie), vermehrt sich der Besitz mit exponentieller Tendenz.. Da Person X schon letztes Jahr Probleme hatte, sein Geld in Konsum zu wandeln, wird er nächstes Jahr noch mehr Probleme haben, weil die 200Millionen bei 10% Rendite zusätzliche 20 Millionen Einkommen generieren.
    Leider ist es so, das für alles Geld was ein Reicher nicht ausgeben kann, ein Schuldner gefunden werden muß. Da aber das Vermögen aber mit exponentieller Hilfe vermehrt, ist irgendwann kein "guter" Schuldner mehr zu finden, und die Deflation kommt doch.

    Das sich das Geld aus der Wirtschaft zurückzieht da die Rendite zu klein geworden ist, kannst du schön im Fernsehen beobachten. Stichworte dafür sind Kaufzurückhaltung, hohe Sparquote und so. Schröder hat in seiner Neujahrsansprache sogar zum Konsum aufgerufen :-)
    Genau, verfrühstücken wir unsere Erde damit das Geld im Umlauf bleibt.

    Das Bankhaus Metzler bringt es auf den Punkt:
    Kein Geld für Mittelstand - "Die Botschaft hätte schon vor Jahren lauten müssen: Es gibt keine Kredite mehr! Sorgt erst einmal dafür, dass die Eigenkapitalbasis verstärkt wird" (http://www.n-tv.de/5201742.html)

    Tja, die Schuldner scheinen auf dem Zahnfleisch zu kriechen, da geht das Geld lieber auf dem Kapitalmarkt und spekuliert auf Devisengewinne wenn Geld gegen Geld gegen Geld getauscht wird.

    Mind

  79. Wir sind Reich, so super Reich

    Autor: Gravix 19.01.04 - 14:05

    Ich finde es schlimm, dass unser Land Aufträge in die Wirtschaft gibt und wenn dann festgestellt wird, dass es mehr kosten wird diese Mehrkosten alle auch noch mit bezahlt werden.
    Es muss mal daran gedacht werden wirtschaftlich zu arbeiten indem man einen Vertrag macht und sagt so und soviel hat es zu kosten und dann hat es fertig zu sein.
    Man sieht es ja an unserem LKW-Maut... die Firma verarscht doch auch alle regelrecht...
    In der freien Wirtschaft würde dieses Unternehmen für jeden Tag verzögerung richtig Geld berappen aber unser Staat doch nicht... wenns länger dauer bezahlen wir das... wenns mehr kostet bezahlen wir das auch, hauptsache es wird fertig...
    Kann doch net sein in sowas 100Mio € reinzujagen... selbst mit 50 Mio € wäre es wahrscheinlich noch zu teuer gewesen, aber unser Land hat es ja...solange es um Arbeitsplätze geht bezahlen wir ja alles ohne zu schauen was Eigentlich der shice Wert ist.

  80. Re: Wir sind Reich, so super Reich

    Autor: Hamlet22 28.01.04 - 10:28

    das ist nicht ganz richtig, einen Vertrag gibt es ja mit Klauseln.

    Leider sind die die diesen ausgehandelt haben entweder zu dämlich weil Beamten kostet das ja alles nichts machen wir einfach mal so

    oder sind auf beiden Seiten des VErtrages als "Berater" tätig und kassieren doppelt ab.
    In der Regierung hat halt momentan keiner so den Plan was wann wo zu tun ist.

    Wirtschaftlichkeit, Budgetierung und Sinnhaftigkeit einer Maßnahme kommen im normalen BEamtenleben doch gar nicht vor. (ab einer gewissen Hierarchieebene versteht sich, die darunter haben eh nichts zu melden)

  81. Re:

    Autor: Punxatan 19.01.04 - 15:12

    Jede Erfindung, jeder Fortschritt führt in diesem Wirtschaftssystem dazu, das rationalisiert wird, das die Produktion "effizienter" wird, das Leute entlassen werden. Wie sonst könnte Infineon sonst bei geschmälertem Umsatz sogar noch die Gewinne steigern?? Das ist traurig, besonders für die Arbeitslosen. Kriminell wirds dann aber bei Politikern wie Guido Westerwelle, die dann auch noch was von "Faulheit der Arbeitslosen" erzählen. Die bisherige Arbeitsmarktpolitik brachte gelegentliche ABM als Allheilmittel, was auch nur Augenwischerei darstellt angesichts der Tatsache, das die Arbeitslosenzahlen gar nicht sinken können. Letztlich bedeutet Arbeitslosigkeit eben auch eine gigantische Verschwendung von menschlichem kreativen Potential... genauso, wie Plattenbauten abzureissen, um die Mieten künstlich hoch zu halten. Oder wenn die EU Obst vernichtet, um die Obstpreise hochzuhalten...
    Ein tolles Internetangebot wie www.arbeitsagentur.de schafft auch keine Arbeitsplätze; andererseits sollte der "grösste Brötchengeber der BRD" durchaus auf technisch durchschnittlich hohem Standard befindlich sein...

  82. Re:

    Autor: Jack Stern 19.01.04 - 15:16

    > andererseits sollte der "grösste
    > Brötchengeber der BRD" durchaus auf technisch
    > durchschnittlich hohem Standard befindlich sein...

    ...und das ist die bundeswehr ;-)! Ein Staatliches Unternehmen welches die Sicherheit von Deutschland (und Ländern die nach Hilfe betteln) garantiert.

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Das Hilfspaket des Bundes in Milliardenhöhe sieht kaum Leistungen vor, mit denen IT-Freelancer etwas anfangen können. Den Bitkom empört das nicht.
Ein Bericht von Gerd Mischler

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Microsoft Teams im Alltag: Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten
Microsoft Teams im Alltag
Perfektes Werkzeug, um Effizienz zu vernichten

Wir verwenden Microsofts Chat-Dienst Teams seit vielen Monaten in der Redaktion. Im Alltag zeigen sich so viele Probleme, dass es eigentlich eine Belohnung für alle geben müsste, die das Produkt verwenden.
Von Ingo Pakalski

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