Abo
  1. Foren
  2. Kommentare
  3. Games
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › id Software: John Carmack arbeitet…
  6. T…

kranke welt.

  1. Thema
  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Re: kranke welt.

    Autor: GodsBoss 17.11.11 - 17:26

    > > Prima, wie unglaublich gut, dass es jetzt ganz anders ist. Ach halt, ist
    > es
    > > nicht. Schade.
    >
    > Ja, weil du voraussetzt, dass alle Erfinder kein Patent auf ihre
    > Erfindungen anmelden.

    Nein. Weil ich die Realität eines Systems erkenne, in dem kein kleiner Erfinder und keine kleine Firma einen Rechtsstreit gegen einen großen Konzern lange durchhält. Die IBM-Sun-Geschichte gelesen? Das ist die Realität des Patentsystems.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  2. Re: kranke welt.

    Autor: GodsBoss 17.11.11 - 17:47

    > > Der Patent-Troll hat es sogar bis in die Wikipedia geschafft. Das sind
    > > keine Klischees, das ist die Realität.
    >
    > Diese Wortschöpfung zeigt in erster Linie, dass der Missbrauch des
    > Patentrechts in aller Regel zum Scheitern verurteilt ist.

    Erstens ist das kein Missbrauch des Patentrechts, sondern der Gebrauch so, wie es vorgesehen ist – für fremde Arbeit kassieren. Zweitens scheitert dieses Vorgehen ganz und gar nicht „in aller Regel“.

    > > Das ist jetzt Realsatire, oder? Patentwesen bedeutet: A entwickelt etwas
    > im
    > > stillen Kämmerlein, verkauft dann ein Produkt an seine Kundschaft B. C,
    > der
    > > weder mit der Entwicklung, noch der Produktion, noch dem Verkauf zu tun
    > > hat, sondern nur ein Patent hält, kriegt dafür Geld (von A). Objektiv
    > > betrachtet so derart idiotisch, dass man sich fragt, ob diejenigen, die
    > auf
    > > dieses System gekommen sind, nicht vielleicht geisteskrank waren. Aber
    > > wahrscheinlicher ist, dass sie einfach nur korrupt waren.
    >
    > Vielleicht beherrschten sie auch einfach nur das logische Denken!? Wenn C
    > enorme Unkosten mit der Erfindung hatte und sich A dieses Geld sparen will,
    > dann ist es nur fair dass er C für die Nutzung dieser Erfindung bezahlt.
    >
    > Eigentlich unglaublich, dass jemand das anders sieht!

    Was hat diese Überlegung mit meinem Beispiel zu tun? A hat alles selbst entwickelt.

    > > Genau, Herr Carmack sollte mal lieber aufhören, Software zu produzieren,
    > > die genutzt wird und sich stattdessen um den bürokratischen Schwachsinn
    > > kümmern, damit man ihm aus seiner Arbeit keinen Strick drehen kann. Am
    > > Besten, er entwickelt überhaupt nicht mehr.
    >
    > Ich gehe arbeiten, aber trotzdem muss ich mich mit dem "bürokratischen
    > Schwachsinn", auch bekannt als Steuererklärung, rumschlagen. Wenn er keine
    > anderen Leute hat, die das für ihn machen, dann muss er es halt selber tun.
    > Genau wie wir alle!

    Was hat der eine bürokratische Schwachsinn mit dem anderen zu tun? Wenn die Gemeinschaft in einer kapitalistischen Gesellschaft (im Sinne von: Produktionsmittel in privater Hand) Aufgaben übernehmen will, muss sie aus der Wirtschaft Geld abziehen. Da dieses gegen das Prinzip der Gewinnmaximimierung arbeitet, braucht es einen bürokratischen Moloch, mit dem Ergebnis, dass zig Menschen im Prinzip einfach nur gegeneinander arbeiten.

    Aber wenn man eine Änderung dieses Zustands wünscht, heißt es gleich, das könne gar nicht funktionieren, obwohl es eine vollständig transparente Gesellschaft mit ausschließlich nicht in Privathand befindlicher Produktionsmittel, aber trotzdem existierender Kontroll- und Leistungsanreizmechanismen nie gegeben hat.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  3. Re: kranke welt.

    Autor: Anonymer Nutzer 17.11.11 - 17:52

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nein. Weil ich die Realität eines Systems erkenne, in dem kein kleiner
    > Erfinder und keine kleine Firma einen Rechtsstreit gegen einen großen
    > Konzern lange durchhält. Die IBM-Sun-Geschichte gelesen? Das ist die
    > Realität des Patentsystems.

    Du bezeichnest das damalige Sun als "kleine Firma"? IBM wollte immerhin 6,5 Milliarden Dollar dafür zahlen. Ein solches Unternehmen mit "kleinen Erfindern" und "kleinen Firmen" zu vergleichen, ist schon sehr zynisch.
    Ausserdem frage ich mich, inwiefern diese versuchte Firmenübernahme zu unserer Diskussion über das Patentrecht passt?

  4. Re: kranke welt.

    Autor: Anonymer Nutzer 17.11.11 - 18:10

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was hat der eine bürokratische Schwachsinn mit dem anderen zu tun? Wenn die
    > Gemeinschaft in einer kapitalistischen Gesellschaft (im Sinne von:
    > Produktionsmittel in privater Hand) Aufgaben übernehmen will, muss sie aus
    > der Wirtschaft Geld abziehen. Da dieses gegen das Prinzip der
    > Gewinnmaximimierung arbeitet, braucht es einen bürokratischen Moloch, mit
    > dem Ergebnis, dass zig Menschen im Prinzip einfach nur gegeneinander
    > arbeiten.
    >
    > Aber wenn man eine Änderung dieses Zustands wünscht, heißt es gleich, das
    > könne gar nicht funktionieren, obwohl es eine vollständig transparente
    > Gesellschaft mit ausschließlich nicht in Privathand befindlicher
    > Produktionsmittel, aber trotzdem existierender Kontroll- und
    > Leistungsanreizmechanismen nie gegeben hat.

    Es ist wirklich drollig, wie manche Alt-Kommunisten mit immer neuen Ideen aufwarten, was denn früher in der DDR falsch gelaufen ist und wie man es in Zukunft besser machen könnte. Das sind allerdings nur die Ideen von irgendwelchen Wirrköpfen, die man, bei genauerer Betrachtung, nicht ernst nehmen kann.
    In der Regel sprechen diese Leute auch nur von Ideen und machen, ganz bewusst, keine konkreten Vorschläge. Ansonsten würde man sie als Demagogen gar nicht mehr ernst nehmen. Deren Lebenselixier ist die Polemik und die populistische Aufwiegelung der kleinen Leute. Nicht aber die Real-Politik und ernsthafte Problemlösungen.

    Hättest du dich schon früher als Verfechter der Planwirtschaft (mit Leistungsanreiz *lach*) geoutet, dann wäre ich schon deutlich früher aus der Diskussion ausgestiegen.

  5. Re: kranke welt.

    Autor: d333wd 17.11.11 - 18:35

    fratze123 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > softwarepatente sind noch krimineller als "normale" patente.
    >
    > das ist irgendwie dasselbe, wie mathematische formeln patentieren lassen.
    > wie kann es in einem rechtsstaat legal sein, in endlicher zahl vorhandene
    > problemlösungen, auf die jeder stößt, der sich ernsthaft mit dem thema
    > auseinandersetzt, demjenigen gehören, der sie zuerst bei irgendeinem amt
    > anmeldet?
    > was hat sowas mit "recht" zu tun? und wem nutzt das wirklich, außer
    > denjenigen, die schon kapital im überfluß besitzen?


    Um das wirklich richtig zu verstehen gibt es noch längst nicht genügend Menschen darum glühen wir mit unseren Staaten nur ein wenig vor in diesen Punkten, Star Trek hat uns dorthin gebracht.

    Mehr kann ich auch nicht sagen :D

    ~d333wd

  6. Re: kranke welt.

    Autor: GodsBoss 17.11.11 - 18:51

    > > Was hat der eine bürokratische Schwachsinn mit dem anderen zu tun? Wenn
    > die
    > > Gemeinschaft in einer kapitalistischen Gesellschaft (im Sinne von:
    > > Produktionsmittel in privater Hand) Aufgaben übernehmen will, muss sie
    > aus
    > > der Wirtschaft Geld abziehen. Da dieses gegen das Prinzip der
    > > Gewinnmaximimierung arbeitet, braucht es einen bürokratischen Moloch,
    > mit
    > > dem Ergebnis, dass zig Menschen im Prinzip einfach nur gegeneinander
    > > arbeiten.
    > >
    > > Aber wenn man eine Änderung dieses Zustands wünscht, heißt es gleich,
    > das
    > > könne gar nicht funktionieren, obwohl es eine vollständig transparente
    > > Gesellschaft mit ausschließlich nicht in Privathand befindlicher
    > > Produktionsmittel, aber trotzdem existierender Kontroll- und
    > > Leistungsanreizmechanismen nie gegeben hat.
    >
    > Es ist wirklich drollig, wie manche Alt-Kommunisten mit immer neuen Ideen
    > aufwarten, was denn früher in der DDR falsch gelaufen ist und wie man es in
    > Zukunft besser machen könnte. Das sind allerdings nur die Ideen von
    > irgendwelchen Wirrköpfen, die man, bei genauerer Betrachtung, nicht ernst
    > nehmen kann.
    > In der Regel sprechen diese Leute auch nur von Ideen und machen, ganz
    > bewusst, keine konkreten Vorschläge. Ansonsten würde man sie als Demagogen
    > gar nicht mehr ernst nehmen. Deren Lebenselixier ist die Polemik und die
    > populistische Aufwiegelung der kleinen Leute. Nicht aber die Real-Politik
    > und ernsthafte Problemlösungen.
    >
    > Hättest du dich schon früher als Verfechter der Planwirtschaft (mit
    > Leistungsanreiz *lach*) geoutet, dann wäre ich schon deutlich früher aus
    > der Diskussion ausgestiegen.

    Danke für diese beeindruckende Bestätigung meiner Vorhersage!

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  7. Re: kranke welt.

    Autor: GodsBoss 17.11.11 - 18:58

    > > Nein. Weil ich die Realität eines Systems erkenne, in dem kein kleiner
    > > Erfinder und keine kleine Firma einen Rechtsstreit gegen einen großen
    > > Konzern lange durchhält. Die IBM-Sun-Geschichte gelesen? Das ist die
    > > Realität des Patentsystems.
    >
    > Du bezeichnest das damalige Sun als "kleine Firma"? IBM wollte immerhin 6,5
    > Milliarden Dollar dafür zahlen. Ein solches Unternehmen mit "kleinen
    > Erfindern" und "kleinen Firmen" zu vergleichen, ist schon sehr zynisch.
    > Ausserdem frage ich mich, inwiefern diese versuchte Firmenübernahme zu
    > unserer Diskussion über das Patentrecht passt?

    Wow! Einfach nur wow! Klar, was soll ein Artikel, dessen Titel "Patently absurd" bzw. "Too many patents are just as bad for society as too few." schon mit Patentrecht zu tun haben? Der davon handelt, dass eine Firma, nämlich IBM, mittels Patent-Anwälten Geld aus Sun rausgepresst hat, obwohl gar nicht klar war, für was überhaupt?

    Danke für diesen Beweis offensichtlichster vollkommener Unfähigkeit zu lesen und zu verstehen. Mit dir ist eine Diskussion in der Tat vollkommen sinnlos.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  8. Re: kranke welt.

    Autor: Vion 17.11.11 - 19:14

    DTF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > (...) Solch eine
    > Selbstbedienungsmentalität ist der Untergang jeglichen Fortschritts, nicht
    > nur weil sich Investitionen dann nicht mehr lohnen, sondern auch weil sich
    > die Konkurrenz dann nicht mehr um eigene Lösungen bemüht!

    Das ist eine unbewiesene Behauptung.
    Gab's in der Informatik keinen Fortschritt? In der Mathematik? In der Zucht? In der Kochkunst? Ganz allg. in der Grundlagenforschung?
    Immerhin sprichst du ja vom Untergang *jeglichen* Fortschritts. Tatsächlich?

  9. Was ist Fortschritt, ohne Wirtschaft?

    Autor: Anonymer Nutzer 17.11.11 - 20:41

    Vion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DTF schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > (...) Solch eine
    > > Selbstbedienungsmentalität ist der Untergang jeglichen Fortschritts,
    > nicht
    > > nur weil sich Investitionen dann nicht mehr lohnen, sondern auch weil
    > sich
    > > die Konkurrenz dann nicht mehr um eigene Lösungen bemüht!
    >
    > Das ist eine unbewiesene Behauptung.
    > Gab's in der Informatik keinen Fortschritt? In der Mathematik? In der
    > Zucht? In der Kochkunst? Ganz allg. in der Grundlagenforschung?
    > Immerhin sprichst du ja vom Untergang *jeglichen* Fortschritts.
    > Tatsächlich?

    Was ist Fortschritt, ohne Wirtschaft? Nur wissenschaftlich! An den Universitäten und Instituten mag man ja täglich die tollsten Entdeckungen machen, aber was bringt es, wenn niemand bereit ist, auf Basis dieser Entdeckungen, für sehr viel Geld ein Produkt zu entwickeln? Ein solches Produkt muss widerum wirtschaftlichen Ertrag bringen, damit sich die Investition in die Entwicklung rechnet! Dies geht nur, wenn der Erfinder weiss, dass seine Investition geschützt ist und nicht einfach jemand anderes daher kommt und sich, in oben genannter Selbstbedienungsmentalität, die Entwicklungskosten spart!
    Fortschritt würde es zwar weiterhin geben, aber er würde nicht mehr bei den Menschen ankommen!



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 17.11.11 20:42 durch DTF.

  10. Re: kranke welt.

    Autor: Anonymer Nutzer 17.11.11 - 23:27

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > fratze123 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > wie kann es in einem rechtsstaat legal sein, in endlicher zahl
    > vorhandene
    > > problemlösungen, auf die jeder stößt, der sich ernsthaft mit dem thema
    > > auseinandersetzt, demjenigen gehören, der sie zuerst bei irgendeinem amt
    > > anmeldet?
    >
    > Du solltest Abstand nehmen von Deiner Vorstellung, dass Rechtsstaat etwas
    > mit "Gerechtigkeit" zu tun hat. In einem "Rechtsstaat" herrscht das Recht
    > und keine Willkür. "Gerechtigkeit" herrscht nur in unseren Köpfen, sieht
    > von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus und muss mühselig in der
    > Wirklichkeit errungen werden.
    >
    > Software-Patente sind derzeit rechtens, deswegen kann man sie auch
    > einklagen. Wer gegen Software-Patente ist, der sollte nicht am Rechtsstaat
    > verzweifeln, sondern dafür sorgen, dass der Rechtsstaat bessere Gesetze
    > bekommt. Denn der Rechtsstaat ist der natürliche Verbündete eines jeden
    > Menschen, der an Gerechtigkeit interessiert ist, da sich nur SO
    > Gerechtigkeit durchsetzen lässt. Der Rechtsstaat ist nur der Rahmen, den
    > wir entsprechend mit Inhalt füllen müssen.


    Sind bei uns Dinge wie im Artikel denn erlaubt? ich glaube nicht, da war doch irgendwas, software welche hardware ersetzt, ist patentierbar, reine Algos bzw. Wege für Problemlösungen nicht.

    Aber egal, Problem ist ja, dass es im Patentrecht eh fast immer um US-Patent handelt, nicht?

  11. Re: Was ist Fortschritt, ohne Wirtschaft?

    Autor: lear 18.11.11 - 00:25

    DTF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > An den Universitäten und Instituten mag man ja täglich die tollsten Entdeckungen
    > machen, aber was bringt es, wenn niemand bereit ist, auf Basis dieser
    > Entdeckungen, für sehr viel Geld ein Produkt zu entwickeln? Ein solches
    > Produkt muss widerum wirtschaftlichen Ertrag bringen, damit sich die
    > Investition in die Entwicklung rechnet! Dies geht nur, wenn der Erfinder
    > weiss, dass seine Investition geschützt ist und nicht einfach jemand
    > anderes daher kommt und sich, in oben genannter Selbstbedienungsmentalität,
    > die Entwicklungskosten spart!

    Aus öffentlicher Forschung sollen dann also private Patente erwachsen?
    Jaja, "Selbstbedienungsmentalität". Face -> Palm. Du bist Anwalt, was?

    Davon abgesehen ist das ja soooowas am Thema vorbei, denn die Entwicklungskosten zum fertigen Produkt hatte hier deutlich id Software - oder wo bitte konnte ich einen dementsprechenden renderer von Creative erstehen?

    Das Patentwesen das den Erfinder geschützt hat, der im Gengenzug freien Zugang zu seinem Produkt gewährt (und so theoretisch dem Plagiat ausgesetzt) hat, ist ein hervorragendes Konzept, denn es tauscht Schutz gegen Lehre.

    Die Patentrealität heute ist aber, daß vor allem Konzerne - und zwar professionell - Patente ausstoßen, die kaum mehr als vage Ideen sind. Von der Idee zum Produkt ist es aber ein laaaanger Weg, gerade bei Software.
    id ist ihn gegangen, Creative ist nur mit der (externen) Idee zum Patentamt marschiert.

    Gerade deswegen sind Entwicklern Urheberrechte wichtiger als Patente - abstrakte Ideen für irgendwas kann nämlich jeder sehr schnell haben und anmelden, auch wenn er nicht im entferntesten zur Realisierung im Stande wäre.

    Die "Erfindungshöhe" von depth fail auf Basis von depth pass (1991, nicht patentiert) als erster Implementierung der shadow volumes (1977, nicht patentiert) würde ich ja gerne ganz beiseite lassen (ist wie rauszufinden, daß man "5 vor 12" statt "11 Uhr 55" sagen kann) aber Resultat ist nun mal, daß jemand der eben dies rausgefunden hat, jemandem der Uhren mit Zeitanzeige in natürlicher Sprache herstellt, beliebig ins Handwerk pfuschen kann - und das kann es nicht sein. Sorry.

    Ob Creative sich bei id damals "gnädig" gezeigt hat (im Tausch gegen EAX support..) spielt dabei überhaupt keine Rolle.Genausowenig der konkrete Anlass, also die übergabe des Doom Codes ins public domain (was vermutlich alles andere als oder jedenfall nicht nur altruistisch ist ;-)

    Carmack hat geleistet.
    Creative hat eine aufgeschnappte Idee abstempeln lassen.
    CREATIVE DARF NICHT ÜBER CARMACKS LEISTUNG VERFÜGEN.
    Punkt.
    Alles andere ist keinesfalls vermittelbar.

    Das die Produktiven daneben auch noch in "Angst und Schrecken" leben und dauernd Gefahr laufen für ihre eigene Arbeit auch noch verklagt zu werden und man mittlerweile Code von Anwälten besichtigen lassen muß (was die effektive Produktivität der Entwickler zweifach senkt - ja: ich muß die alle bezahlen...), macht's beileibe nicht besser.

    Der Patentschutz war zum Wohl der Allgemeinheit gedacht ("es ist besser, jemand gibt dafür sein Geheimnis Preis, als daß die Entwicklung unter der Furcht vor Plagiatoren leidet und dem erfindenden Unternehmer durch Nichterschöpfung der Gewinn entgeht") - nicht zum Wohle der Patentanwälte, die Patente ohne jede entfernte Produktabsicht und mit Unternehmen als bloßen Strohmännern mißbrauchen, um von der produktiven Tätigkeit anderer zu profitieren.

  12. Re: Was ist Fortschritt, ohne Wirtschaft?

    Autor: Vion 18.11.11 - 06:55

    DTF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was ist Fortschritt, ohne Wirtschaft? Nur wissenschaftlich!
    Tatsächlich? Was wenn ich dir einige Grundlagenforschungen jetzt aufzähle, die tatsächlich von der Industrie bezahlt werden? Sagen wir mal, in der Astronomie... Und sei dir sicher: Am Patentsystem lag das sicher nicht... ;)

    > An den
    > Universitäten und Instituten mag man ja täglich die tollsten Entdeckungen
    > machen, aber was bringt es, wenn niemand bereit ist, auf Basis dieser
    > Entdeckungen, für sehr viel Geld ein Produkt zu entwickeln?
    Das ist wieder eine unbewiesene Behauptung. Das weißt du nicht. Das es eben wohl geht, zeigt gerade die Informatik.

    > Ein solches
    > Produkt muss widerum wirtschaftlichen Ertrag bringen, damit sich die
    > Investition in die Entwicklung rechnet! Dies geht nur, wenn der Erfinder
    > weiss, dass seine Investition geschützt ist und nicht einfach jemand
    > anderes daher kommt und sich, in oben genannter Selbstbedienungsmentalität,
    > die Entwicklungskosten spart!
    Kennt er automatisch das Herstellungsverfahren? Die geheime Zutat? Hat er von heute auf morgen eine Fertigungsanlage?
    Und selbst wenn: Welche Szenarien sind wahrscheinlich?
    a) Er kopiert die Technik auf PUNKT GENAU.
    b) Er kopiert die Technik und versucht ein ganz kleines bisschen etwas besser zu machen.
    c) Er kopiert die Technik und versucht sie billiger zu produzieren.

    > Fortschritt würde es zwar weiterhin geben, aber er würde nicht mehr bei den
    > Menschen ankommen!
    Sondern? Bei den Hühnern? Ochsen?
    Hast du vor nicht als zu langer Zeit behauptet, Forschung gäbe es garnicht?

  13. Re: Was ist Fortschritt, ohne Wirtschaft?

    Autor: Anonymer Nutzer 18.11.11 - 10:12

    lear schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DTF schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------

    > Aus öffentlicher Forschung sollen dann also private Patente erwachsen?
    > Jaja, "Selbstbedienungsmentalität". Face -> Palm. Du bist Anwalt, was?

    Du begreifst einfach nicht den Unterschied zwischen gemeinnütziger Forschung und dem Schutz wirtschaftlicher Investitionen.


    > Davon abgesehen ist das ja soooowas am Thema vorbei, denn die
    > Entwicklungskosten zum fertigen Produkt hatte hier deutlich id Software -
    > oder wo bitte konnte ich einen dementsprechenden renderer von Creative
    > erstehen?

    Ein Produkt muss nicht zwingend vom Erfinder verkauft werden, sondern kann auch, in Lizenz, an andere Entwickler verkauft werden.

    > Das Patentwesen das den Erfinder geschützt hat, der im Gengenzug freien
    > Zugang zu seinem Produkt gewährt (und so theoretisch dem Plagiat
    > ausgesetzt) hat, ist ein hervorragendes Konzept, denn es tauscht Schutz
    > gegen Lehre.

    Hat er die Technik denn überhaupt patentiert? Wenn ja, dann bitte mal das konkrete Patent benennen oder einen eindeutigen Link posten!

    > Gerade deswegen sind Entwicklern Urheberrechte wichtiger als Patente -
    > abstrakte Ideen für irgendwas kann nämlich jeder sehr schnell haben und
    > anmelden, auch wenn er nicht im entferntesten zur Realisierung im Stande
    > wäre.

    Was sie davon haben, merkt ja gerade der Herr Carmack. Davon abgesehen sind ihnen die Urheberrechte wichtiger, weil es die kostenlos gibt, im Gegensatz zu den Patenten.

    > Carmack hat geleistet.
    > Creative hat eine aufgeschnappte Idee abstempeln lassen.
    > CREATIVE DARF NICHT ÜBER CARMACKS LEISTUNG VERFÜGEN.
    > Punkt.
    > Alles andere ist keinesfalls vermittelbar.

    Creative hatte, zur selben Zeit wie Carmack, eine ganz ähnliche Lösung entwickelt und sich patentieren lassen! Die haben weder was aufgeschnappt, noch etwas gestohlen! Auch wenn dir das besser in den Kram passen würde.


    > Das die Produktiven daneben auch noch in "Angst und Schrecken" leben und
    > dauernd Gefahr laufen für ihre eigene Arbeit auch noch verklagt zu werden
    > und man mittlerweile Code von Anwälten besichtigen lassen muß (was die
    > effektive Produktivität der Entwickler zweifach senkt - ja: ich muß die
    > alle bezahlen...), macht's beileibe nicht besser.

    Gehts noch dramatischer? Es gibt nun mal Gesetze und Ordnungen, an die man sich halten muss. Das hört sich zwar abgedroschen an, aber im Endeffekt sorgt es dafür, dass nicht jeder nach Lust und Laune das tut, wozu er lustig ist. Desweiteren schützt es diejenigen, die weniger Geld haben. Würde es den Patentschutz nicht mehr geben, wären die Geldschwachen erst recht den grossen Unternehmen ausgeliefert.

  14. Re: Was ist Fortschritt, ohne Wirtschaft?

    Autor: Anonymer Nutzer 18.11.11 - 10:21

    Vion schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Tatsächlich? Was wenn ich dir einige Grundlagenforschungen jetzt aufzähle,
    > die tatsächlich von der Industrie bezahlt werden? Sagen wir mal, in der
    > Astronomie... Und sei dir sicher: Am Patentsystem lag das sicher nicht...
    > ;)
    Ach und du meinst, die würden die auch bezahlen, wenn sie keinerlei Gewinnabsicht mit einem aus dieser Forschung resultierenden Produkt hätten? Und woher glaubst du kommt das Geld, das die Industrie dort bezahlt? Glaubst du das fällt vom Himmel?

    > Das ist wieder eine unbewiesene Behauptung. Das weißt du nicht. Das es eben
    > wohl geht, zeigt gerade die Informatik.

    Die Informatik ist nun mal was anderes, als ein Unternehmen, das erstmal Milliarden-Summen investieren muss, um ein Produkt zu entwickeln.

    > Kennt er automatisch das Herstellungsverfahren? Die geheime Zutat? Hat er
    > von heute auf morgen eine Fertigungsanlage?
    > Und selbst wenn: Welche Szenarien sind wahrscheinlich?

    Am wahrscheinlichsten ist, dass er sein Produkt, dank der gesparten Entwicklungskosten, deutlich günstiger anbieten kann, als der Erfinder. Bei wem die Leute, in unserer Geiz-ist-geil Gesellschaft, das Produkt dann kaufen, kannst du dir ja selber denken.

    > Hast du vor nicht als zu langer Zeit behauptet, Forschung gäbe es garnicht?

    Da lässt du jetzt aber eine Behauptung los, die du hoffentlich sehr schnell mit einem Link belegen kannst!

  15. Re: Was ist Fortschritt, ohne Wirtschaft?

    Autor: Hanker 18.11.11 - 11:24

    DTF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Ach und du meinst, die würden die auch bezahlen, wenn sie keinerlei
    > Gewinnabsicht mit einem aus dieser Forschung resultierenden Produkt hätten?

    Es geht hier aber nicht um ein Produkt, sondern um einen Algorithmus. Das Produkt ist schon selber mehr als genug durch das Urheberrecht geschützt und es besteht aus TAUSENDEN Algorithmen. Das wird von Softwarepatentbefürwortern immer gerne vergessen: Sie können ihren supertollen Algorithmus nur deswegen in einem Produkt verwenden, weil sie gleichzeitig tausende andere gratis bekommen.

    > Am wahrscheinlichsten ist, dass er sein Produkt, dank der gesparten
    > Entwicklungskosten, deutlich günstiger anbieten kann, als der Erfinder. Bei
    > wem die Leute, in unserer Geiz-ist-geil Gesellschaft, das Produkt dann
    > kaufen, kannst du dir ja selber denken.

    Quark. Wie oben schon gesagt kann er es nur günstig anbieten, weil Unmengen von anderen netten Leuten eben keine Lizenzgebühren für jeden Algo verlangen.

  16. Re: Was ist Fortschritt, ohne Wirtschaft?

    Autor: lear 18.11.11 - 19:28

    DTF schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du begreifst einfach nicht den Unterschied zwischen gemeinnütziger
    > Forschung und dem Schutz wirtschaftlicher Investitionen.
    Ich? Ich habe nicht gefordert daß Erkenntisse aus öffentlicher Forschung in private Patente umgemünzt werden sollen.
    Und im konkreten Fall hat Creative nichts außer den Patentgebühren investiert.

    > Ein Produkt muss nicht zwingend vom Erfinder verkauft werden, sondern kann
    > auch, in Lizenz, an andere Entwickler verkauft werden.
    Auauauauauau. Liest Du gelegentlich, was Du so schreibst? (Lies es Dir noch mal genau und langsam durch. Versuch's mit Logik.)
    Darüber hinaus hatte Creative auch kein Referenzdesign à la ARM, daß sie hätten lizensieren können. Sie haben sich nämlich wenige Monate später vom Grafikmarkt zurückgezogen.

    > > Das Patentwesen das den Erfinder geschützt hat, der im Gengenzug freien
    > > Zugang zu seinem Produkt gewährt (und so theoretisch dem Plagiat
    > > ausgesetzt) hat, ist ein hervorragendes Konzept, denn es tauscht Schutz
    > > gegen Lehre.
    >
    > Hat er die Technik denn überhaupt patentiert? Wenn ja, dann bitte mal das
    > konkrete Patent benennen oder einen eindeutigen Link posten!
    Bist Du so eine Art Troll-O-Mat? Was ist denn das für ein zusammenhangloses Gefasel ohne jeden Bezug zum Zitat?
    Und wer ist er? Carmack? Kam im Zitat nicht mal ansatzeweise vor.
    Das soll wohl so eine Art stilistisches Waffe auf die Brust sein, was? "Zeig Du mir mal die Fakten!" Also nicht Anwalt, sondern Student im ersten(?) oder zweiten(?) Semester.
    Du darfst es gerne noch mal (hoffentlich etwas eloquenter) versuchen, wenn Du dann mal ausstudiert hast.

    > Was sie davon haben, merkt ja gerade der Herr Carmack.
    Carmack hat merkt da jetzt gar nichts. Creative hat es damals überhaupt nicht auf einen Rechststreit ankommen lassen, sondern id EAX support in Doom3 abgequatscht. (Das Patentverfahren hätte in lästiger Art und Weise zwar id am Release von Doom3 hindern können, aber am Ende dürfte Creative damit auf die Nase gefallen sein. Und trotz allem ist Creative ja kein Patenttroll)

    > Davon abgesehen sind ihnen die Urheberrechte wichtiger, weil es die kostenlos gibt,
    > im Gegensatz zu den Patenten.
    Auch wenn die Patentgebühren für den einsamen Coder ein relevanter Betrag sind, darfst Du Dir versichert sein, daß sie im Vergleich zu den Entwicklungskosten professioneller Software vernachlässigbar sind.
    Der Unterschied ist, daß das Urheberrecht die konkrete Leistung schützt, nicht ein blödes "man könnte doch mal so was machen".
    Zwischen "man könnte doch die Durchgänge von hinten zählen" und einer effizienten Implementierung des Verfahrens liegen Welten.

    "Softwarepatente" sind nützlich für Patentanwälte - und für so ziemlich alle anderen eine kapital- und arbeitsplatzvernichtender Kropf.

    > Creative hatte, zur selben Zeit wie Carmack, eine ganz ähnliche Lösung
    > entwickelt und sich patentieren lassen!
    Nein. Creative (resp. zwei ihrer Forscher) hat GENAU die Lösung "entwickelt".

    Falls Du es nicht kapiert haben solltest: Das Verfahren ist nichts als die (special case use) Reversion eines LAAAAAAANGE bekannten Verfahrens und die vage Idee (auch als abstrakter Algorithmus) das andersrum zu machen ist NICHTS wert.
    Bei gleicher Problemstellung *kann* man nicht auf eine andere Lösung des shadow pass Problems kommen.
    Carmack wird für den Fall wohl auf raycasting ausweichen müssen.
    Hätte Heidman sich das '91 (implementierung mittel stencil buffer counting "depth pass") patentieren lassen, hätten Creative und Carmack beide dumm aus der Wäsche geschaut.
    Hätte sich Crow '77 das Konzept der shadow volumes patentieren lassen, hätte Heidman dumm aus der Wäsche geschaut und mitunter würde dann heute weder das eine noch das andere Verfahren eingesetzt.

    > Die haben weder was aufgeschnappt, noch etwas gestohlen!
    Von gestohlen hat keiner was behauptet, aber sein Gegenüber durch behauptete Aussagen zu diskreditieren war wohl letzte Woche dran, was?

    > Es gibt nun mal Gesetze und Ordnungen, an die man sich halten muss.
    Die Frage ist aber: wo kommen die Gesetze her und wem dienen sie.
    Zweck der Gesetzgebung ist solziale Harmonie. Wenn aber Individuen Gesetze gegen diesen Zweck und für den individuellen Nutzen fördern, dann schwächt das das System insgesamt.
    (Nebenbei: bisweilen werden idiotische Gesetze auch einfach wieder abgeschafft)

    > Würde es den Patentschutz nicht mehr geben, wären die Geldschwachen erst
    > recht den grossen Unternehmen ausgeliefert.
    Ich fürchte Du bist wrklich ein Student und hast Vorstellungen vom Patentwesen wie in einem Theoriebuch (vermutlich eins aus den 80ern)

    (Internationale) Patentgebühren können für die Geldschwachen bereits zu einem unüberwindbaren Hindernis werden und von der Unmöglichkeit, ein Patentverfahren gegen einen viel potenteren Gegner über alle Instanzen durchzustehen will ich mal gar nicht anfangen.

    Darüber hinaus sprechen wir hier immer noch von einem Trivialpatent, daß es als solches nicht hätte geben dürfen.
    Niemand hat was gegen Patente wenn ein Erfinder Jahre seines Lebens und sein ganzes Erbe in eine Entwicklung gesteckt hat, aber einfach per "Erster!" Claims eines prinzipiell unlimitierten Gutes (nur einer kann auf dem Land nach Gold graben, aber beliebig viele Leute können die selbe Idee haben und davon profitieren) abzustecken und dann Leuten damit auf die Nüsse zu gehen ist kein akzeptabler weil Monopol- und Konzentrationsfördernder Zustand - mögen sich die Patentanwälte doch bitte ein anderes Betätigungsfeld suchen, bei dem sie ihren tatsächlich produktiven Mitmenschen nicht auf ... naja, das hatten wir ja schon.

  17. Re: kranke welt.

    Autor: knusperkopf 19.11.11 - 13:01

    Du denkst echt, wir hätten die Krönung aller Gesellschaftsformen? Und sobald man etwas ändern möchte und das Wohl aller im Sinn hat, ist man Kommunist? Was rauchst du denn? ;)

    Menschen sind kreativ, egal in welcher Gesellschaftsform, man muss sie nur lassen.

    ---
    http://strammermax.meinbrutalo.de

  18. Re: kranke welt.

    Autor: nf1n1ty 19.11.11 - 15:37

    Muhaha schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du solltest Abstand nehmen von Deiner Vorstellung, dass Rechtsstaat etwas
    > mit "Gerechtigkeit" zu tun hat. In einem "Rechtsstaat" herrscht das Recht
    > und keine Willkür. "Gerechtigkeit" herrscht nur in unseren Köpfen, sieht
    > von Mensch zu Mensch unterschiedlich aus und muss mühselig in der
    > Wirklichkeit errungen werden.
    >
    > Software-Patente sind derzeit rechtens, deswegen kann man sie auch
    > einklagen. Wer gegen Software-Patente ist, der sollte nicht am Rechtsstaat
    > verzweifeln, sondern dafür sorgen, dass der Rechtsstaat bessere Gesetze
    > bekommt. Denn der Rechtsstaat ist der natürliche Verbündete eines jeden
    > Menschen, der an Gerechtigkeit interessiert ist, da sich nur SO
    > Gerechtigkeit durchsetzen lässt. Der Rechtsstaat ist nur der Rahmen, den
    > wir entsprechend mit Inhalt füllen müssen.

    Schön geschrieben!

    Das Problem liegt hier aber bei Interessengruppen, die das Füllen dieses Rahmens stören, indem sie als Minderheiten durch Machtstellung eigene Interessen in Form von Gesetzgebung durchsetzen. Das mag nicht unbedingt einen Löwenanteil ausmachen, stört aber langfristig das Gerechtigkeits-/Rechtsgefüge.

    ___________________________________________________________
    Wenn einer fuddelt, dann klatscht et. Echt jetzt Junge!

  19. Re: kranke welt.

    Autor: nf1n1ty 20.11.11 - 00:14

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > Nein. Weil ich die Realität eines Systems erkenne, in dem kein kleiner
    > > > Erfinder und keine kleine Firma einen Rechtsstreit gegen einen großen
    > > > Konzern lange durchhält. Die IBM-Sun-Geschichte gelesen? Das ist die
    > > > Realität des Patentsystems.
    > >
    > > Du bezeichnest das damalige Sun als "kleine Firma"? IBM wollte immerhin
    > 6,5
    > > Milliarden Dollar dafür zahlen. Ein solches Unternehmen mit "kleinen
    > > Erfindern" und "kleinen Firmen" zu vergleichen, ist schon sehr zynisch.
    > > Ausserdem frage ich mich, inwiefern diese versuchte Firmenübernahme zu
    > > unserer Diskussion über das Patentrecht passt?
    >
    > Wow! Einfach nur wow! Klar, was soll ein Artikel, dessen Titel "Patently
    > absurd" bzw. "Too many patents are just as bad for society as too few."
    > schon mit Patentrecht zu tun haben?

    Der Artikel wäre ernst zu nehmen, wenn er nicht so polemisch und undefiniert verfasst wäre.

    Der grundlegenden Kritik stimme ich aber zu,

    > Der davon handelt, dass eine Firma,
    > nämlich IBM, mittels Patent-Anwälten Geld aus Sun rausgepresst hat, obwohl
    > gar nicht klar war, für was überhaupt?

    Ja ja...die "blue suits". Ich schätze, dass IBM Roboter zu diesen Verhandlungen geschickt hat.

    ___________________________________________________________
    Wenn einer fuddelt, dann klatscht et. Echt jetzt Junge!

  20. Re: kranke welt.

    Autor: posix 21.11.11 - 00:35

    Soll ich euch mal sagen was ich von diesen kranken Softwarepatenten halte?

    Es ist nichts als eine Form von Faulheit ,sozusagen nichts mehr tun zu müssen so siehts aus!

    Man tut etwas ,lässt dies patentieren und ab da hat man gewissermaßen die völlige Freiheit sich auf dem eigenen Arsch ausruhen zu können da einem ohnehin niemals einer das Wasser reichen kann der auf dieselbe Idee kommt... schwups mindert man den Wettbewerb ,sorgt dafür das andere arem werden durch Patentklagen die so krank sind wie ihre Verfasser und schon haben wir eine völlige monothole Welt die nur noch von denen kontrolliert wird die Geld für Patentklagen besitzen... wie traurig.

    Früher hat man sich noch um etwas bemüt ,da war Software noch etwas hochwertiges... und heute? Man kann die Bugs kaum noch zählen mit denen man es zutun hat!

    Ein Patent für eine Software ist schlicht und ergreifend Schwachsinn, und geht in eine Richtung die kaum noch perverser werden kann da alles verhindert wird von Innovation bis zum Wettbewerb.

    Auf diese Art hat niemand der was erreichen will eine Chance mit eigener Software was zu erreichen ohne das sofort Patentklagen ins Haus flattern: es sei ja völlig abwegig das 2 oder mehr Menschen jemals auf dieselbe Idee kommen könnten... müsste ja mit dem Teufel zugehen! oO?

    Ich seh das so: Programmiersprachen sind nichts anderes als Baustoffe auf einer Baustelle. Für alle sind sie gleich doch jeder macht etwas anderes aus dem was er vor sich hat PUNKT!

    Denn eins ist klar wenn man auf Software ein Patent legt dann muss alles im Leben patentiert sein....

    Bäcker A backt ein Brot mit den und den Zutaten ,Patent steht.

    Bäcker B irgendwo auf der Welt nimmt verschiedene Naturzutaten zusammen und backt genau dasselbe Brot! Aber Moment! Bäcker A hat ja patentiert also darf Bäcker B doch selber kein Brot backen da Bäcker A ja schon alles gehört: die Idee ,die Zutaten uvm... und wer ihm nichts zahlt darf natürlich kein Brot backen... schon ne kranke Welt.

    Wobei man noch dazu sagen muss das viele Unternehmen ,sei es Apple ,Microsoft u.a. die meiste Zeit immer von anderen geklaut haben bewiesen und ebenso massig bei anderen Firmen eingekauft bzw. diese gekauft haben ohne je die Software selbst entwickelt zu haben. Aber großartig zukünftig kommen mit: UNSERE SOFTWARE ,nur von UNS also ob die je etwas ausser Geld dazu beigetragen haben!

    Auch Apple preist immer sein tolles MacOS an, und was kam jemals von Apple selbst? nichtmal 20% des Grundsystems selbst was maßgeblich von BSD kommt, und Apple lediglich ne eigene Gui aufsetzt. Aber is natürlich völlig innovativ und nur Apple kann sowas... wie erbärmlich.

    Softwarepatente gehören voll und ganz abgeschafft damit die "großen" wieder auf normale Gedanken kommen, ohne dieses: ALLES MEINS Gehabe!
    Hätte es sowas früher gegeben mit den Patenten würde es heute weder MS noch Apple noch sonstiges geben!

    Ebenso die ganzen SChwachsinnspatente auf Video/Audiocodecs, h264 maßgeblich was mit sovielen Scheinpatenten und möglichen Urhebern behaftet ist die allesamt nichtmal 100%ig nachweisbar sind, und für sowas soll man zahlen nur weil evtl. irgendwo jeman existiert dem das gehören könnte?

    Auch MS und ihr Scheinpatente gegen Android wo sie massiv Geld von Android nutzenden Firmen verlangen, was die Tage völlig von einer der Firmen aufgehoben wurde durch die detaillierte Auschlüsselung der Patente die mit Android soviel gemeinsam haben wie ein Stein mit einem Stück Holz oO.

    Sowas nennt man Wettbewerbsverzerrung, und Microsoft muss definitiv dafür büßen so wäre es absolut richtig.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 21.11.11 00:36 durch posix.

  1. 1
  2. 2

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Zum Login

Stellenmarkt
  1. TenneT TSO GmbH, Bayreuth
  2. Hays AG, Frankfurt am Main
  3. Kisters AG, Karlsruhe
  4. inovex GmbH, verschiedene Standorte

Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 469,00€
  2. 298,00€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Mobile-Games-Auslese: Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor
Mobile-Games-Auslese
Magischer Dieb trifft mogelnden Doktor

Ein Dieb mit Dolch in Daggerhood, dazu ein (historisch verbürgter) Arzt in Astrologaster sowie wunderschön aufbereitetes Free-to-Play-Mittelalter in Marginalia Hero: Golem.de stellt die spannendsten neuen Mobile Games vor.
Von Rainer Sigl

  1. Mobile-Games-Auslese Rollenspiel-Frühling mit leichten Schusswechseln
  2. Gaming Apple Arcade wird Spiele-Flatrate für iOS und MacOS
  3. Indiegames Stardew Valley kommt auf Android

2FA mit TOTP-Standard: GMX sichert Mail und Cloud mit zweitem Faktor
2FA mit TOTP-Standard
GMX sichert Mail und Cloud mit zweitem Faktor

Auch GMX-Kunden können nun ihre E-Mails und Daten in der Cloud mit einem zweiten Faktor schützen. Bei Web.de soll eine Zwei-Faktor-Authentifizierung bald folgen. Der eingesetzte TOTP-Standard hat aber auch Nachteile.
Von Moritz Tremmel


    Nuki Smart Lock 2.0 im Test: Tolles Aufsatzschloss hat Software-Schwächen
    Nuki Smart Lock 2.0 im Test
    Tolles Aufsatzschloss hat Software-Schwächen

    Mit dem Smart Lock 2.0 macht Nuki Türschlösser schlauer und Türen bequemer. Kritisierte Sicherheitsprobleme sind beseitigt worden, aber die Software zeigt noch immer Schwächen.
    Ein Test von Ingo Pakalski


      1. Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG): Bundeseigene Mastengesellschaft aufgestellt
        Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft (MIG)
        Bundeseigene Mastengesellschaft aufgestellt

        Eine Mobilfunkinfrastrukturgesellschaft soll schnell Masten errichten, um Funklöcher zu schließen. Das haben die Fraktionsvorstände von SPD und CDU/CSU beschlossen. Der marktwirtschaftlich getriebene Ausbau habe einen Mobilfunk-Flickenteppich geschaffen.

      2. AVG: Antivirus-Software beschädigt Passwortspeicher im Firefox
        AVG
        Antivirus-Software beschädigt Passwortspeicher im Firefox

        Ein spezieller Passwortschutz der Antiviren-Software AVG hat den Passwortspeicher des Firefox-Browser beschädigt. Nutzer hatten deshalb zwischenzeitlich ihre Zugangsdaten verloren. Diese können aber wiederhergestellt werden.

      3. Gamestop: Nerd-Versandhandel Thinkgeek hört auf
        Gamestop
        Nerd-Versandhandel Thinkgeek hört auf

        Der vor allem für seine teils obskuren Produkte bekannte Online-Versandhandel Thinkgeek stellt seinen Betrieb ein. Eine kleine Auswahl der Produkte soll weiter bei der Muttergesellschaft Gamestop erhältlich sein.


      1. 14:32

      2. 12:00

      3. 11:30

      4. 11:00

      5. 10:20

      6. 18:21

      7. 16:20

      8. 15:50