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Bevor sich hier wieder alle künstlich aufregen...

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  1. Bevor sich hier wieder alle künstlich aufregen...

    Autor: Oldschooler 17.02.12 - 11:46

    ... soll der neue Betriebsrat erst mal die IST-Werte auf den Tisch legen, denn die Deutschen heulen immer auf einem sehr hohen Niveau. Ein Unternehmen, egal wie viel Gewinn es macht, muss seine Arbeiter nicht unbedingt überdurchschnittlich bezahlen. Insbesondere die Arbeit in einem Apple-Store ist bei weitem nicht so stressig wie bei Aldi an der Kasse!

    Viele haben wohl die Ironie im Zitat von Horst Schlämmer nicht erkannt: "Es muss Schluss sein mit dem weniger, es muss alles mehr werden!"

  2. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: iu3h45iuh456 17.02.12 - 12:12

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... soll der neue Betriebsrat erst mal die IST-Werte auf den Tisch legen,
    > denn die Deutschen heulen immer auf einem sehr hohen Niveau.

    Manche ja, manche nein. Es gibt einen immer größer werdenen Niedriglohnsektor in Deutschland. Die Leute können sich zu Recht beklagen.

    Wenn der Fall Apple Store in die Öffentlichkeit getragen wird, wäre es in der Tat sinnvoll, ein paar Zahlen zu kennen. Sonst bringt das nichts.

  3. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: ayngush 17.02.12 - 12:46

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oldschooler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > ... soll der neue Betriebsrat erst mal die IST-Werte auf den Tisch
    > legen,
    > > denn die Deutschen heulen immer auf einem sehr hohen Niveau.
    >
    > Manche ja, manche nein. Es gibt einen immer größer werdenen
    > Niedriglohnsektor in Deutschland. Die Leute können sich zu Recht beklagen.

    Wie Volker Pispers mal sinngemäß anmerkte: Jeder kann in Deutschland reich werden... aber nicht alle.

    Der angeblich immer größer werdende Niedriglohnsektor war schon immer da. Damals nannte man das Hausfrau und der passte auf die Kinder auf. In unserer sog. modernen Gesellschaft, in der sich keine Paare mehr finden und immer mehr alleinerziehend sind geht das aber nicht mehr und deswegen muss man von dem Niedroglohn auch noch leben können und darüber regen sich viele auf. Aber zu unrecht, denn ob ich schwanger werde ohne verheiratet zu sein und den Partner gerade mal ein knappes Jahr kenne oder gar nicht kenne und was ich mal studiert habe oder welchen Schulabschluss ich abgebrochen habe hat jeder in seiner eigenen Hand. Was richtig ist, ist, dass diese Menschen, weil es ihnen tendenziell auch immer besser geht und die sich auch Internetzugänge leisten können, ein immer größeres Forum finden und immer lauter werden können. Früher(tm) hat die einfach nur niemand wahrgenommen. Es gibt in Deutschland 40% Wohneigentümer, das geht nicht mit Niedriglohn. Von den verbleibenden 60% gibt es garantiert auch einige gut und sehr gut verdienende, sodass ein relativ geringer teil übrig bleibt, der wirklich von Minimalleistungen leben muss und den es wirklich schlecht geht. Diesen Menschen gönne ich zwar einen wirtschaftlichen Aufschwung jedoch bezweifel ich, dass das funktioniert, denn irgendwer muss nun mal iPads an die Leute verkaufen, die sich iPads leisten können. Mag hart klingen, ist es auch. Und fair ist es auch nicht. Aber wenn die ebenfalls Informatiker wären, würden die das ähnlich sehen. Und denen, die für angeblich so wenig Geld im Apple Laden stehen räumt auch irgendwer den Müll aus der Tonne, fegt die Straße vor der Haustür und verkauft ihnen ihre Brötchen im Supermarkt. Scheiße, ich wette selbst die Toiletten im Apple Store werden regelmäßig gereinigt und das werden nicht die Verkäufer machen.

    "...und auf welchem Niveau jammerst du schon?"

  4. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: iu3h45iuh456 17.02.12 - 13:01

    ayngush schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der angeblich immer größer werdende Niedriglohnsektor war schon immer da.

    Dann wäre das ja auch geklärt. Die Leute sind selber Schuld, okay.

  5. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Trockenobst 17.02.12 - 13:17

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Der angeblich immer größer werdende Niedriglohnsektor war schon immer da.
    > Dann wäre das ja auch geklärt. Die Leute sind selber Schuld, okay.

    Selbstverständlich sind sie in 99% der Fälle das. Gerade in Deutschland gibt H4.
    Du musst nicht jeden Job annehmen, Du kannst dich fortbilden. München ist
    gerade ein sehr teures Pflaster (in den Top 10 der teuersten Städte Europas).
    Da kann man mit einem Umzug sehr viel neue Lebensqualität erreichen.
    In 100+ anderen Ländern lacht man über diese Luxusdiskussion.

    Wenn Du mit deiner Lebenssituation nicht zufrieden bist ist dass ein Signal
    was dagegen zu tun. Ich kenne Leute die haben mit 33 noch ihre mittlere
    Reife nachgeholt und sind jetzt in der Kaufmann-Umschulung. Traumjob?

    Mitnichten. Aber das "abhängen" als Zeitarbeiter in toten Jobs fanden sie noch madiger und vor allem *sinnlos*.

    Die ständige Argumentation dass irgendwer *anders* dir ein besseres Leben auf den
    Tisch legen muss ist so 1930 Kohlearbeiter-Denke. Wir haben das Jahr 2012. Autos fahren jetzt schon von alleine und werden 2030 rum alle Taxifahrer und Busfahrer ersetzen. Das ist der Weg der Welt.

    Wir werden uns eher daran gewöhnen, dass einen sehr großen Plebs geben wird,
    der nie viel haben wird. Das Ziel muss mit BGE oder anderen Mechanismen sein, dass die Sicherheit vergrößert, der Druck verkleinert wird. Die werden sich dann zwar nie einen iPad wirklich leisten können - aber das ist nicht das Ziel noch mehr Konsumtrottel zu produzieren.

  6. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: iu3h45iuh456 17.02.12 - 14:16

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbstverständlich sind sie in 99% der Fälle das. Gerade in Deutschland
    > gibt H4.
    > Du musst nicht jeden Job annehmen, Du kannst dich fortbilden.

    Natürlich kann der einzelne mehr erreichen, wenn er sich reinhängt und etwas Glück hat, keine Frage. Daraus kann man aber nicht schließen, dass arbeitsmarktmäßig alles bestens ist.
    Es gibt einfach insgesamt nicht genügend Jobs. Darüber hinaus einen schleichenden Reallohnverlust breiter Schichten und immer mehr Niedriglohnjobs - allerdings nicht nur zusätzlich sondern normale Jobs werden davon verdrängt.

    Jetzt kann man sagen "jedes Beschäftigungsverhältnis ist besser als keins zu haben". Tatsächlich schafft die sich nach unten drehende Lohnspirale aber auch langfristige Probleme. Die Niedriglöhner müssen unter Umständen nebenher mit ALG2 aufstocken und können nichts oder nur wenig in die Sozialkassen einzahlen. Geschweige denn privat für die Altersvorsorge sparen.

  7. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Trockenobst 18.02.12 - 02:03

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es gibt einfach insgesamt nicht genügend Jobs. Darüber hinaus einen
    > schleichenden Reallohnverlust breiter Schichten und immer mehr
    > Niedriglohnjobs

    Das ist der Effekt der Globalisierung, zu dem der Westen bis heute keine
    Antwort kennt, außer Geldverschiebung von unten nach oben.

    Dazu kommt noch eine technologische Weiterentwicklung, die in den
    nächsten 20-30 Jahren nochmal Millionen von "Mittelstandsjobs" entfernen
    wird. Die jetzigen niedrigen Arbeitsmarktzahlen kommen im Prinzip von
    dem Fakt, dass man praktisch eine ganze Masse von Leuten zu defakto
    "Freiberuflern" gemacht hat, die über ihre Zeitarbeitsfirma bei mehreren
    Firmen arbeiten. Da macht eben einer den Job den vorher drei oder vier
    gemacht haben.

    Aus dieser technologischen-preisoptimierungs Spirale gibt es kein entkommen,
    weil die Technik immer besser wird *und* die Leute mit immer weniger immer
    günstiger einkaufen wollen. Das schaukelt sich ständig "runter".

    Der Bruch des Systems wird lange auf sich warten lassen. Durch ein kleines, aber endloses "Überlebensminimum" wird niemand Argumentativ einen Bürgerkrieg
    beginnen. Durch Mechanismen wie "Aufstockung" wird man eine Änderung des System noch problemlos 20 Jahre verhindern können. Bezahlt wird das durch die
    Schulden in die Zukunft, da soll die Eu-Politik nichts von Schuldenbremse verkaufen.

    Das ändert aber alles nichts, dass die Leute gelernt haben (und noch mehr lernen müssen), dass Ausbildung, Jobwahl und Lebensort sehr wohl entscheidend sind für eine potentiell bessere Lebensqualität. Das System braucht einfach Leute, die sich
    nicht von solchen Details wie Nagen am Hungertuch und unbezahlte Überstunden stören lassen, um ein eingebildetes "sicheres" Leben am Minimum zu haben.

    Genau daraus zieht das System ja sein Sklavenheer. Aus dieser Illusion. Was würde denn passieren, wenn morgen alle Zeitarbeiter 5¤ mehr die Stunde verlangen und einfach nicht zur Arbeit gehen? Foxconn ist überall. Nur die scheinen sich gelegentlich tatsächlich global wirksam zu wehren.

  8. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: kevla 17.02.12 - 16:41

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selbstverständlich sind sie in 99% der Fälle das. Gerade in Deutschland
    > gibt H4.
    > Du musst nicht jeden Job annehmen, Du kannst dich fortbilden. München ist
    > gerade ein sehr teures Pflaster (in den Top 10 der teuersten Städte
    > Europas).
    > Da kann man mit einem Umzug sehr viel neue Lebensqualität erreichen.
    > In 100+ anderen Ländern lacht man über diese Luxusdiskussion.
    >
    > Wenn Du mit deiner Lebenssituation nicht zufrieden bist ist dass ein Signal
    >
    > was dagegen zu tun. Ich kenne Leute die haben mit 33 noch ihre mittlere
    > Reife nachgeholt und sind jetzt in der Kaufmann-Umschulung. Traumjob?
    >
    > Mitnichten. Aber das "abhängen" als Zeitarbeiter in toten Jobs fanden sie
    > noch madiger und vor allem *sinnlos*.
    >
    > Die ständige Argumentation dass irgendwer *anders* dir ein besseres Leben
    > auf den
    > Tisch legen muss ist so 1930 Kohlearbeiter-Denke. Wir haben das Jahr 2012.
    > Autos fahren jetzt schon von alleine und werden 2030 rum alle Taxifahrer
    > und Busfahrer ersetzen. Das ist der Weg der Welt.
    >
    > Wir werden uns eher daran gewöhnen, dass einen sehr großen Plebs geben
    > wird,
    > der nie viel haben wird. Das Ziel muss mit BGE oder anderen Mechanismen
    > sein, dass die Sicherheit vergrößert, der Druck verkleinert wird. Die
    > werden sich dann zwar nie einen iPad wirklich leisten können - aber das ist
    > nicht das Ziel noch mehr Konsumtrottel zu produzieren.

    ich gratuliere, sie sind 100% dem kapitalistischen system verfallen..

    selbstverständlich sollten arbeitnehmer am gewinn eines unternehmens beteiligt werden, schliesslich sind sie, dank der hohen lohn- und lohnnebenkosten, die ersten, die am gewinnrückgang beteiligt werden. und das geht nicht.

    und sorry, aber die begründung, "woanders ist es noch schlechter", war noch nie eine gute und wird nie eine gute sein. ganz im gegenteil, sie zeugt von begrenzter weitsichtigkeit.

  9. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Trockenobst 18.02.12 - 01:49

    kevla schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > selbstverständlich sollten arbeitnehmer am gewinn eines unternehmens
    > beteiligt werden, schliesslich sind sie, dank der hohen lohn- und
    > lohnnebenkosten, die ersten, die am gewinnrückgang beteiligt werden. und
    > das geht nicht.

    Dann sollen sie alle eine eigene Firma gründen und dann das Geld fair verteilen.
    Es sind immer die, die nichts haben die von anderen die was haben "Fairness"
    verlangen, aber wenn sie selbst erst mal korrumpiert sind - wollen sie davon
    nichts mehr wissen. Da wird mir ein zu hartes schwarz/weiß Bild gemalt.

    Im übrigen halte ich überhaupt nichts von der falschen Wachstumsdenke und
    schon gar nichts davon, dass der Mensch überhaupt arbeiten muss um zu
    überleben. Das System ist nur so hingekartert und die Leute so gehirngewaschen
    dass sie meinen dass es so sein muss. Nimmt man Zinseffekte, überhöhte Mieten,
    Korruption und alles aus dem System, dann würde man mit 12-15h Wochenarbeits-
    stunden seinen Lebensstil auf H4 problemlos erfüllen können. Das hat mal eine Uni berechnet - und es hat niemanden interessiert.

    Das gesagt ist das System nun mal so wie es ist. Sollte es bei 7 Milliarden Menschen und 190+ Ländern schon statistisch nicht sein, dass es ein Utopia gibt? Warum nicht?

    Ist die Antwort vielleicht...beim korrupten, gierigen Menschen zu suchen, der nur dann Sozial ist wenn er keine Wahl hat? Jedes Wochenende gewinnt irgendwo jemand satt im Lotto. Aber in 2000 Jahren schafft niemand ein Utopia? Die Statistik kann nicht
    so schlecht sein. Da muss schon jemand aktiv "dagegen arbeiten". Der Mensch?

    > und sorry, aber die begründung, "woanders ist es noch schlechter", war noch
    > nie eine gute und wird nie eine gute sein. ganz im gegenteil, sie zeugt von
    > begrenzter weitsichtigkeit.

    Genau im Gegenteil. Ich sehe die Probleme der globale Welt und nehme Leute nicht ernst, die in ihrer kleinen Enklave zu den Top 20% was Sicherheit, Stabilität, Ernährung, Wohnsituation, Infrastruktur etc. sitzen - und dann von dieser total gepamperten Weltsicht auf die ganze Welt interpolieren. Ich war unterwegs. Ich weiß wie die Leute in anderen Ländern ticken. So schlimm, dass die Leute in kleinen Todesjollen zu uns in die Festung wollen, weil in ihrem Land rein gar nichts funktioniert. Grüsse an Griechenland!

    Wir mockieren uns hier, das man kein DSL auf dem Land kriegt in der ersten Charge das iPad 3 nicht haben konnte. Die eigene kleine Welt vor der eigenen Haustüre ist schon auf Lügen aufgebaut. Und der Konsum der diese Lügen noch weiter-betreibt...was ist dann da noch "weitsichtig"? Man ist ja schon selbst nicht in der Lage die Korruption abzustreifen, aber maßt sich an über andere zu richten.

    Das kapitalistische System überlebt so lange und so viele Länder wollen es, weil es das einzige System ist in dem *mehr* Investition *mehr* Gewinn verspricht. Im falschen, ewigen Glauben an Wachstum ist es das einzige System dass diesen Deal "gerecht" wird. Man muss es nicht gut finden. Aber es ist eben so. Wer an die "Demokratie" glaubt, muss eben auch daran glauben dass die Masse manchmal sehr dumme Entscheidungen fällt. In 100.000 Jahren ist das alles sowieso alles egal.

    Wer ständig das Utopia an so einem *Kleinmist* wie "Ich will nicht wegziehen, ich will 10, 15 Jahre ein beschissenes Leben in einer viel zu teueren Stadt führen" als eine absurde "Revolution" verkauft hat selbst nichts begriffen. Es interessiert niemanden. Weil es schon die letzten 20 Jahre niemanden interessiert hat. Man ist nur gebrochen,
    desillusioniert und hat nichts erreicht. Man könnte schon fast meinen, dass man den Leuten so einen Käse verkauft, damit man noch Leute hat die einem den Müll in der Stadt wegräumen. "Pass auf! Die Revolution kommt. Und jetzt die beiden Müllsäcke da. DANKE!"

    Ich habe Freunde mit Kindern, einfachere Arbeiter, die sind aus den dt. Großstädten "geflohen". Die haben es begriffen, dass dieses System nicht für sie gemacht ist. Weil ihre Eltern, Großeltern die falschen Weichen gestellt haben und sie es auch nicht mehr ändern wollen (was man daran sieht, dass viele von diesen 'Checkern' immer noch Konservativ/FDP wählen, obwohl sie die Leidtragenden der Politik sind).

    Wer einer Ideologie selbst folgen will soll das tun. Würden viel mehr Leute in den teuren Städten diese Billigjobs nicht mehr machen, *dass* wäre die richtige Revolution. Aber bei der 4,50¤ Latte Macchiato Kaffehaus-Bullshitrevolution diese Leute als "Kämpfer" für ein nirgendwo existentes Utopia "missbrauchen"?

    Und wahrscheinlich schlimmer als notwendige, korrektive Systemanpassung aus Selbsterhaltungsantrieb. Der arabische Frühling hat mit massiven Arbeitsniederlegungen genau vorgemacht wie das geht. Hier hat man eine leicht...zynischere Sicht der Dinge.

    Übrigens eine kleine Aufgabe: in Deutschland gibt es geschätzt 120.000 Häuser am See. Bei 74 Millionen Einwohnern. Wer hat das Recht auf ein Haus am See? Ich habe diese Frage vielen Leuten verschiedener Coleur gestellt. Die Kapitalisten waren die einzigen die eine Antwort hatten. Die anderen wurden Aggressiv, versuchten sich herauszureden oder haben gar nichts gesagt. Das ist nur eine Frage.

    Von denen gibt es 1000. Und die moderne Linke hat keine Antworten. Nur Blabla.

  10. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Moriati 17.02.12 - 13:22

    ayngush schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der angeblich immer größer werdende Niedriglohnsektor war schon immer da....

    Das als einleitender Satz zeigt direkt am Anfang wie fundiert du hier argumentierst. Dein "angeblich" ist alles... nur ganz sicher kein angeblich, sondern in Zahlen belegbar. Ums mal abzukürzen:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Niedriglohn

    Weiterhin muss man sich beim Rest deines Postings fragen, ob du eigentlich jemals mal gesehen hast was es bedeutet von einem Vollzeitjob teilweise nicht und oft nur sehr knapp über die Runden zu kommen. Aber klar, die sind nur alle zu blöd zu erkennen in welch unglaublicher römischen Dekadenz sie leben.

  11. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: iu3h45iuh456 17.02.12 - 14:19

    Moriati schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Weiterhin muss man sich beim Rest deines Postings fragen, ob du eigentlich
    > jemals mal gesehen hast was es bedeutet von einem Vollzeitjob teilweise
    > nicht und oft nur sehr knapp über die Runden zu kommen. Aber klar, die sind
    > nur alle zu blöd zu erkennen in welch unglaublicher römischen Dekadenz sie
    > leben.

    Ich halte den Beitrag auch für sehr ignorant. So reden nur Leute, die die Probleme nicht sehen wollen oder in ihrem Umfeld keinerlei Berührungspunkte damit haben.

  12. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: ayngush 17.02.12 - 15:00

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Moriati schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Weiterhin muss man sich beim Rest deines Postings fragen, ob du
    > eigentlich
    > > jemals mal gesehen hast was es bedeutet von einem Vollzeitjob teilweise
    > > nicht und oft nur sehr knapp über die Runden zu kommen. Aber klar, die
    > sind
    > > nur alle zu blöd zu erkennen in welch unglaublicher römischen Dekadenz
    > sie
    > > leben.
    >
    > Ich halte den Beitrag auch für sehr ignorant. So reden nur Leute, die die
    > Probleme nicht sehen wollen oder in ihrem Umfeld keinerlei Berührungspunkte
    > damit haben.

    Das ist Falsch. Meine Mutter muss mit Monatlich 800 Euro auskommen, da sie 40% anerkannten Behinderungsgrad (Wirbelsäulenschaden, Rheuma) hat und deshalb nur Teilzeit (4 Stunden am Tag) arbeiten "kann" - im Prinzip will sie nicht mehr. Sagt es zwar immer aber in Wirklichkeit würde das eh nicht klappen und tatsächlich ist sie kurz vor der Rente...

    Ignorant ist es dennoch nicht, sondern die ungeschönte Realität. Es soll sich etwas ändern? OK, was kann ich für dich tun? soll ich dir das Programmieren beibringen? Oder Prozessorarchitektur? Oder Algebra? Oder theoretische Informatik? Turing Test und so? Wie, kann ich nicht? Soll ich nicht? Jeder ist verdammt nochmal für seinen beruflichen Werdegang selbst verantwortlich und der Rest wird vom System locker aufgefangen und versorgt. Leute, die am unteren Lohnniveau herumkrebsen, tun das entweder, weil sie kein Bock auf "Mehr" haben, zu blöd für "Mehr" sind oder einfach ständig die falschen Entscheidungen treffen, also "Trottel" sind (falsche Berufswahl, falsche Partnerwahl, falsche Entscheidung bei weiß der Geier was). Aber weißt du was? ICH bin dafür nicht verantwortlich, DU bist dafür nicht verantwortlich, so what?
    Der Einzelhandel wird scheiße bezahlt? Das weiß man? Traumjob? Anyone? Warum werden Leute dann bitte Verkäufer im Einzelhandel? Weil sie als Chemiker nichts taugen und sonst keine Qualifikation haben? Meine Schuld? Deine? Die von "Deutschland"? Das ich nicht lache...

    Wie ich oben schon sagte: Jeder ist seines Glückes Schmied und jeder hat es in der Hand. Die, bei denen es fremdkontrolliert nicht so war, wie bei meiner Mutter, werden vom System ganz locker aufgefangen, ich unterstütze sie, weil ich es mir locker leisten kann, außerdem gehört sich das auch so.

    Zu der weiter oben aufgeführten Statistik bei Wikipedia möchte ich nur noch hinzufügen, dass diese nicht im Kontext mit meiner Aussage steht, denn ich bezog meine Aussage darauf, dass es früher weniger Niedriglohnarbeitnehmer gab, da diese gar nicht arbeiten gegangen sind (Hausfrau/Hausmann). Das erwähnte ich aber auch im Text. Wenn jemand als nicht arbeiten ging, dann wurde er auch nicht von einer Niedriglohnstatistik erfasst, da einfach gar kein Lohn floss. Als ich geboren wurde (1980) Hat meiner Mutter 10 Jahre Auszeit genommen und einen sehr gut bezahlten Job bei der Allianz Versicherung geschmissen. Wer macht das heutzutage noch? Heutzutage ist sie mit in der Niedriglohnstatistik, damals aber nicht. Insofern vorsichtig mit falsch interpretierten Statistiken. Setze beide lieber in den Kontext. Die der Niedriglöhner zu der Statistik der nicht erwerbstätigen (damit meine ich nicht Arbeitslos gemeldete, sondern Hausfrauen und Hausmänner) und Voila, du wirst sehen, es hat sich nichts geändert...

    Aber was soll es. Sorry an alle für die diese Dusche Realität am Freitag ein wenig viel ist, ich meine es nicht böse... aber "warum" jammern immer alle und machen immer andere für "ihr Elend" verantwortlich anstatt sich einfach mal aufzuraffen oder sich einfach damit abzufinden. Ich habe mich auch damit abgefunden, dass ich "nur" im mittleren Einkommensniveau leben werde (~ 40.000 Euro im Jahr) während andere bereits 100.000+ im Studium machen und später als Manager XYZ oder "sonstwas" mit wie wenig Arbeit wie viel Geld verdienen werden. Aber in der IT und an meinen Standort ist halt nur bedingt mehr oder weniger drinnen außerdem stimmt der ganze Rest, es geht nämlich nicht ums scheiß Geld, wenn man glücklich sein will, sondern darum sich sein Leben nach seinen Vorstellungen angenehm zu gestalten und das kann ich auch mit wenig oder ohne Geld!

  13. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Moriati 17.02.12 - 15:12

    @iu3h45iuh456:

    OMG... wo hast du nur dieses Menschenbild aufgeschnappt? Alles Drückerberger, Verlierer und Nichtskönner und du willst uns was von Realität erzählen?

    Danke übrigens, dass du damit mal direkt ein paar Leute aus meinem Freundeskreis beleidigt hast. Einer dieser bösen Drückeberger ist leider -so doof war er halt- psychisch so stark erkrankt, dass er fast 10 Jahre gebraucht hat überhaupt wieder normal leben zu können. Der ist nun Ende 30. Meinst ich soll dem mal vorschlagen er solle sich doch bitte nur mal ordentlich fortbilden, dann wird das schon wieder was mit dem Einkommen? Ich glaube die Lachanfälle der Personalabteilungen, wenn er mit Anfang 40 sich bei Firmen bewirbt, muss der sich nicht unbedingt antun...
    Von solchen Beispielen kann ich dir übrigens noch einen Haufen weiterer nennen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass man an deinem verkommenen Menschenbild damit eh nix mehr retten kann.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.02.12 15:13 durch Moriati.

  14. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: ayngush 17.02.12 - 15:21

    Moriati schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > @iu3h45iuh456:
    >
    > OMG... wo hast du nur dieses Menschenbild aufgeschnappt? Alles
    > Drückerberger, Verlierer und Nichtskönner und du willst uns was von
    > Realität erzählen?

    Ich glaube du meinst mich, nicht iu3h45iuh456.
    Ja, Nichtskönner. Idioten Quasi. Oder warum sitzt man freiwillig bei Apple herum und verklappt Technik und jammer herum, dass man scheiße bezahlt wird dafür?
    Hat denen irgendwer heimlich gesteckt, dass man da das dicke Geld macht und voll zufrieden ist mit seinen Job?

    > Danke übrigens, dass du damit mal direkt ein paar Leute aus meinem
    > Freundeskreis beleidigt hast. Einer dieser bösen Drückeberger ist leider
    > -so doof war er halt- psychisch so stark erkrankt, dass er fast 10 Jahre
    > gebraucht hat überhaupt wieder normal leben zu können. Der ist nun Ende 30.

    Und da kann ich oder der Rest der Gesellschaft jetzt genau was für? Soll er deswegen jetzt das Einkommen eines Ingeneurs beziehen? In anderen Ländern wäre er einfach gestorben, da dort eine Rehabilitation nicht möglich wäre und er alleine nicht lebensfähig wäre.

    > Meinst ich soll dem mal vorschlagen er solle sich doch bitte nur mal
    > ordentlich fortbilden, dann wird das schon wieder was mit dem Einkommen?
    Nein, schlag ihn einfach vor Spaß am Leben zu haben und sich mit seiner Situation abzufinden, das hilft glaube ich mehr als mit ihm über Geld zu diskutieren.

    > Ich glaube die Lachanfälle der Personalabteilungen, wenn er mit Anfang 40
    > sich bei Firmen bewirbt, muss der sich nicht unbedingt antun...

    Muss er auch nicht. Wir als Gesellschaft sind durchaus in der Lage Leute aufzufangen, die nicht von alleine können. Wir können auch die Griechen retten ohne, dass uns das tangieren wird.

    > Von solchen Beispielen kann ich dir übrigens noch einen Haufen weiterer
    > nennen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass man an deinem verkommenen
    > Menschenbild damit eh nix mehr retten kann.

    Ich auch aber mein Menschenbild ist nicht verkommen, dein Menschenbild ist nur eine Rosa Erdbeerwelt. Nur damit kommt man nicht weiter.

    Schönen Freitag noch...

  15. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Moriati 17.02.12 - 15:49

    ayngush schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich glaube du meinst mich, nicht iu3h45iuh456.

    Stimmt, mein Fehler.

    > Ja, Nichtskönner. Idioten Quasi. Oder warum sitzt man freiwillig bei Apple
    > herum und verklappt Technik und jammer herum, dass man scheiße bezahlt wird
    > dafür?
    > Hat denen irgendwer heimlich gesteckt, dass man da das dicke Geld macht und
    > voll zufrieden ist mit seinen Job?

    Ich glaube nicht, dass die dort vom "dicken" Geld träumen. Steht das so im Artikel? Habe ich das überlesen? Man soll also gefälligst die Fresse halten (= keinen Betriebsrat gründen), weil man sich ja für den Job entschieden hat? Da stelle ich mir ja gerade unser Land vor, wenn die Gründer der ersten Gewerkschaften genauso gedacht hätten.

    > Und da kann ich oder der Rest der Gesellschaft jetzt genau was für? Soll er
    > deswegen jetzt das Einkommen eines Ingeneurs beziehen? In anderen Ländern
    > wäre er einfach gestorben, da dort eine Rehabilitation nicht möglich wäre
    > und er alleine nicht lebensfähig wäre.

    Ach ja, immer die gleiche Laier. Wir leben hier nicht in "andere Länder" sondern in einer der stärksten Volkswirtschaften der Welt. Weiterhin redet hier keiner von Höchsteinkommen, sondern von Einkommen, die zum Leben + ein wenig Extra reichen. Wenn wir uns das nicht leisten können wer dann? Ist das dein Gesellschaftsmodell, die Abgehängten in ihrem Elend verrecken zu lassen?

    > > Meinst ich soll dem mal vorschlagen er solle sich doch bitte nur mal
    > > ordentlich fortbilden, dann wird das schon wieder was mit dem Einkommen?
    > Nein, schlag ihn einfach vor Spaß am Leben zu haben und sich mit seiner
    > Situation abzufinden, das hilft glaube ich mehr als mit ihm über Geld zu
    > diskutieren.

    Ich habe nichts darüber gesagt, ob er sich beklagt oder nicht glücklich ist. Das war hier aber auch nicht das Thema.

    > > Von solchen Beispielen kann ich dir übrigens noch einen Haufen weiterer
    > > nennen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass man an deinem verkommenen
    > > Menschenbild damit eh nix mehr retten kann.
    >
    > Ich auch aber mein Menschenbild ist nicht verkommen, dein Menschenbild ist
    > nur eine Rosa Erdbeerwelt. Nur damit kommt man nicht weiter.

    Klar, jetzt fehlt eigentlich nur noch das obligatorisch "Gutmensch". Na wie wärs? Das was du rosa nennst nennen andere ein humanistisches Weltbild. Das Ding hat übrigens sogar ökonomisch einen Wert, denn sozialer Friede ist ein Standortfaktor. Davon ab habe ich übrigens auch ein ganz persönliches Interesse daran, denn da ich zu den durchaus gut verdienenden Selbsständigen gehöre ist es mir durchaus ganz recht, wenn mir keiner aus der Nachbarschaft meinen Mercedes zerlegt, um sich damit sein nicht vorhandenes oder beschissenes Einkommen aufzuwerten... wobei das allerdings schon vorgekommen ist. Für 50 EUR Tankfüllung hat es mich mal meine Nummernschilder gekostet... ne danke, eine solche Gesellschaft brauch ich nicht, zumal wir uns das dicke leisten können.

  16. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: ayngush 17.02.12 - 16:17

    Du missverstehst mich ein wenig. Ich meine nicht, dass mir das Scheiß egal ist oder das die keine Rechte haben sollten, im Gegenteil. Ich setze mich sogar aktiv dafür ein, die Rechte von Leuten zu stärken, denen es monetär von sich aus nicht so trivial einfach erscheint sich durchzusetzen. Defakto musst du aber auch zugeben, dass selbst den Menschen am unteren Rand der Einkommensspirale in Deutschland maßgeblich geholfen wird. Wir haben ein Gesundheitssystem, was nicht das beste ist und wo es auch noch viel Potential gibt aber was zumindest von der Notwendigen Grundversorgung her nicht zwischen Arm dran und Arm ab unterscheidet, wenn du verstehst, was ich meine. Warst du mal in den USA? Dort ist das so, dass die Leute, wenn sie schwer erkranken tatsächlich eine langfristiges Darlehen aufnehmen um sich behandeln zu lassen und die, denen nicht einmal das noch möglich ist, müssen als Bittsteller bei gemeinnützigen Organisationen werden. Das ist das, wo ich nicht hin möchte. Das geht aber auch nur, wenn man die Staatliche Grundversorgung in maßvollen Bahnen bewegt und nicht die etablierten Systeme zugunsten kurzfristigen Erfolgs opfert. Klar könnten wir das Gesundheitssystem nachhaltig verheizen, dann ginge es uns "n Jahre" gut, bis alles über einen hereinbricht. Nachhaltigkeit ist da das Schlüsselwort. Und von Hartz 4 kann man überleben. Nicht gut aber ausreichend genug um keinen Hunger zu haben und nicht grundsätzlich zu erkranken. Ich möchte auch in einer sozial gefestigten Gesellschaft leben aber das eine schließt das andere nicht aus und mir geht es mit meiner Ur-Aussage, über die hier diskutiert wird, nicht um Sozialen Abbau oder Missstände sondern über die Aussage:

    > > ... soll der neue Betriebsrat erst mal die IST-Werte auf den Tisch legen,
    > > denn die Deutschen heulen immer auf einem sehr hohen Niveau.
    >
    > Manche ja, manche nein. Es gibt einen immer größer werdenen
    > Niedriglohnsektor in Deutschland. Die Leute können sich zu Recht beklagen.

    "Die Leute können sich zu Recht beklagen."
    Und ich sage: Nein, können sie nicht, sie tun es einfach und ich zeige dafür kein Verständnis. Ich zeige dafür Verständnis, dass sie mehr wollen und ich zeige Verständnis dafür, dass sie für ehrliche Arbeit ehrlich bezahlt werden wollen aber generell hält sich meine Verständnis stark in Grenzen, wenn es darum geht einfach nur herumzujammern, dass man nicht über 1500 Euro Netto pro Nase nach Hause bringt, während man in einen schlecht bezahlten und wenig qualifizierten Job sitzt. Ja, ich weiß auch, dass immer mehr Jobs davon betroffen sind aber das geht auch nur, weil die Leute die da drinnen stecken das mit sich machen lassen und sich nicht erheben, deswegen finde ich die BR-Gründung bei Apple in München auch sehr gut aber das Problem wird sein, dass auf jeden Job dort schon genug Bewerber warten, die bereit wären zu den aktuellen Konditionen dort zu arbeiten und das ist ein Gesellschaftliches Problem.
    Zum Ausnutzen gehören auch immer zwei, so unschön das nun einmal ist.

    Aber was soll es, ich will das auch nicht noch mehr überstrapazieren, was ich ohnehin schon getan habe. Und dennoch, der Kern stimmt: Jeder, wirklich jeder (bis auf Ausnahmen durch Krankheit) kann sein Leben selber gestalten. Dazu gehört auch, was man ist und was man wird. Stell dir vor, die Freundin eines guten Kumpels von mir arbeitet gerne im Pflegeheim. Nicht, weil 2000 Euro Brutto und 14 Stunden Schichten geil sind, sondern weil sie in diesen Job aufgeht, das ist ihr Traumjob und sie macht ihn sehr gerne auch wenn sie dabei körperlich auch der Strecke bleibt. Sie jammert auch nicht über zu wenig oder zu viel Geld herum sondern darüber, dass alle der Meinung sind sie immer bemitleiden zu müssen, weil sie ja so einen scheiß Job machen muss, der ja so schwer sein muss. Ja ist er auch, trotzdem kann man glücklich sein auch wenn andere das nicht glauben.

    Grüße

    PS: Für dein Problem mit dein Mercedes empfehle ich eine Garage, ist auch stressfreier im Winter...



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 17.02.12 16:22 durch ayngush.

  17. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Moriati 17.02.12 - 16:59

    @ayngush:

    Lass es mich noch einmal aus einer anderen Perspektive versuchen. Dein Ansatz, dass man etwas für sein Einkommen leisten soll... naja, da kann ich mich bis zu einem bestimmten Punkt sogar drauf einlassen, nur reiche ich dir jetzt mal ganz entspannt die rosa Brille zurück, denn sinnvoll nach Leistung wird hier leider schon fast keiner mehr bezahlt, Wäre dem so, dann hätten wir in den letzten 10 Jahren nicht einen deutlichen Anstieg der Vermögens- und Unternehmensgewinne in diesem Land, sondern zumindest eine halbwegs parallel dazu verlaufende Lohnsteigerung. Oder bist du etwa der Meinung, dass ein Fond-Manager oder Unternehmenseigentümer generell in den letzten 10 Jahren mehr zum Wachstum beigetragen hat als die abhängig Beschäftigten?

    Einen ganz wichtigen Aspekt übersiehst du übrigens dabei auch noch: Das Vermögen, welches sich durch diese Entwicklung in den Händen weniger angehäuft hat, ist nicht nur unsinnig verteilt, sondern auch eine Gefahr für ganze Volkswirtschaften. Die lieben Inhaber sind nämlich leider nicht so freundlich gewesen, damit neue Firmen zu gründen, sondern haben es bei ihrem Rennen nach der besten Rendite in gigantische Blasenmärkte gepummt. Die Auswirkungen davon sollten dir wohl geläufig sein.
    Hätte man stattdessen dafür gesorgt, dass zumindest ein gleicher Teil dieses Wachstums in die Löhne geflossen wäre, dann hätte man das Geld deutlich besser angelegt, denn dort fließt es so gut wie immer zurück in reale Produkte und Dienstleistungen. Nebenbei wäre das auch eine faire Beteiligung der Beschäftigten am geleisteten Wirtschaftswachsum. Das ist -zugegebenermassen- eine moralische Frage, die eine Gesellschaft für sich beantworten muss. Ich bin da absolut für und es bedeutet auch, dass die Jobs im Bereich der Geringqualifizierten ihren Anteil davon bekommen, denn sie sind Teil dieser Wirtschaft. Nebenbei haben sie sogar oft noch den Vorteil nicht in Konkurrenz zum Weltmarkt zu stehen, da sie lokal gebunden sind... siehe Krankenschwester, Verkäufer, Paketdienst, etc.

  18. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: glaba 17.02.12 - 16:21

    ayngush schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Moriati schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > @iu3h45iuh456:
    > >
    > > OMG... wo hast du nur dieses Menschenbild aufgeschnappt? Alles
    > > Drückerberger, Verlierer und Nichtskönner und du willst uns was von
    > > Realität erzählen?
    >
    > Ich glaube du meinst mich, nicht iu3h45iuh456.
    > Ja, Nichtskönner. Idioten Quasi. Oder warum sitzt man freiwillig bei Apple
    > herum und verklappt Technik und jammer herum, dass man scheiße bezahlt wird
    > dafür?
    > Hat denen irgendwer heimlich gesteckt, dass man da das dicke Geld macht und
    > voll zufrieden ist mit seinen Job?
    >
    > > Danke übrigens, dass du damit mal direkt ein paar Leute aus meinem
    > > Freundeskreis beleidigt hast. Einer dieser bösen Drückeberger ist leider
    > > -so doof war er halt- psychisch so stark erkrankt, dass er fast 10 Jahre
    > > gebraucht hat überhaupt wieder normal leben zu können. Der ist nun Ende
    > 30.
    >
    > Und da kann ich oder der Rest der Gesellschaft jetzt genau was für? Soll er
    > deswegen jetzt das Einkommen eines Ingeneurs beziehen? In anderen Ländern
    > wäre er einfach gestorben, da dort eine Rehabilitation nicht möglich wäre
    > und er alleine nicht lebensfähig wäre.
    >
    > > Meinst ich soll dem mal vorschlagen er solle sich doch bitte nur mal
    > > ordentlich fortbilden, dann wird das schon wieder was mit dem Einkommen?
    > Nein, schlag ihn einfach vor Spaß am Leben zu haben und sich mit seiner
    > Situation abzufinden, das hilft glaube ich mehr als mit ihm über Geld zu
    > diskutieren.
    >
    > > Ich glaube die Lachanfälle der Personalabteilungen, wenn er mit Anfang
    > 40
    > > sich bei Firmen bewirbt, muss der sich nicht unbedingt antun...
    >
    > Muss er auch nicht. Wir als Gesellschaft sind durchaus in der Lage Leute
    > aufzufangen, die nicht von alleine können. Wir können auch die Griechen
    > retten ohne, dass uns das tangieren wird.
    >
    > > Von solchen Beispielen kann ich dir übrigens noch einen Haufen weiterer
    > > nennen, aber ich bin mir ziemlich sicher, dass man an deinem verkommenen
    > > Menschenbild damit eh nix mehr retten kann.
    >
    > Ich auch aber mein Menschenbild ist nicht verkommen, dein Menschenbild ist
    > nur eine Rosa Erdbeerwelt. Nur damit kommt man nicht weiter.
    >
    > Schönen Freitag noch...

    Sei nicht böse - aber mit Deinem vermeintlich (noch) sicheren Arbeitsplatz und deiner BILD-Zeitung in der Hand (woher Du wohl - neben "Berichterstattungen" auf RTL2 - die polemischen "Fakten" hast) kannst Du Dir, falls Du mal den Job wechseln musst (gerade in der IT-Branche) nichts kaufen.

    Schön, dass es Dir (momentan) gut geht - das muss aber nicht so bleiben (das haben schon Tausende anderer Arbeitnehmer gedacht). Und komm jetzt nicht mit: Dann werde ich mich eben weiterbilden uns so weiter...

    Wenn Du Dich wirklich mal auf dem Arbeitsmarkt umschaust - dann weißt Du, dass es zunehmend Billigjobs gibt, die vor ein paar Jahren noch als sicher und gutbezahlt galten.

    Falls Du dann (Obwohl - sicher Du als einziger nicht) mal in so einem landest - dann geb ich Dir nen Tipp: Hab einfach Spaß am Leben und denke nicht über das Geld nach (oder wie Du Deine Miete bezahlen sollst)!

    Übrigens gibt es viele gut Gebildete und Ausgebildete Fachkräfte, die gern wollen, aber nichts finden. Und bei Arbeitslosigkeit muss man nach einer gewissen Zeit eben doch alles an Arbeit annehmen (auch unterqualifizierte Tätigkeiten).

    Als nächste kommt von Dir noch: Wenn man hier so wenig Geld hat, soll man nicht meckern sondern auswandern - oder wie?

    Selten sowas Dämliches gelesen....

    Schönes Leben NOCH.

    P.S. ich habe gutbezahlte Arbeit - aber mache mir nicht solche überheblichen Illusionen...

  19. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: ayngush 17.02.12 - 16:42

    @glaba: Und? Meinen jetzigen Job fand ich auch nur indem ich Praxis durch Praktika und Zeitarbeit sammeln musste? *mimimi*
    Was willst du mir erzählen, dass immer alle sofort das beste vom besten bekommen sollen? Miete bezahle ich übrigens ohnehin nicht, daran wird es also nicht scheitern. Bild lese ich nicht, sondern haz, privat TV schaue ich nicht, sondern NatGeo und Discovery aber toll, was du aus einen schließt anhand weniger Worte. Kennst mich nicht und meinst der große Analyst zu sein. Hauptberuflich Psychologe?
    Meine Arbeitskraft ist durch eine SBU abgesichert, deine auch? Sollte es mir also aufgrund von Krankheit nicht mehr möglich sein meinen Beruf auszuüben, dann beziehe ich eine Rente in Höhe von 4/5tel meines derzeitigen Nettoneinkommens. Das wird reichen um meinen Lebensstandard zu halten. Sollte ich arbeitslos werden, weil die Firma pleite geht, was unwahrscheinlich ist aber hypothetisch angenommen, dann sitze ich nicht herum, habe gute Kontakte und werde definitiv etwas finden oder erschaffen.

    Auswandern halte ich für schwachsinnig und die "Fachkräfte" die arbeitslos sind und dann im Zoo Käfige Ausmisten gehen müssen... Sorry... Praktika machen? Erfahrung sammeln? Zeitarbeit annehmen, mehr Erfahrung sammeln, bewerben, bewerben, bewerben -> Job. Oder selbstständig werden, hilft halt auch... Wenn man so die "bringer-Fachkraft" ist, dann kann man als Freelancer ohnehin mehr Kohle machen, wenn es einen nur darum geht. Aber offensichtlich sind selbst die einfachen Dinge für manche zu kompliziert...

    dir auch ein schönes Leben, wie jeden übrigens.

    PS: Deine Depression im Anfangsstadium solltest du untersuchen lassen ;-)



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 17.02.12 16:47 durch ayngush.

  20. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Das_kecks 17.02.12 - 17:05

    @ayngush

    In einigen Punkten kann ich dir zustimmen, jeder von uns ist selbst verantwortlich für das was wir machen. Ich selber Arbeite derzeit im Einzelhandel eines Mittelständischen Unternehmen das sich speziel auf die Produktion und Reparaturen CNC Fräsmaschinen spezialisiert hat, mir macht der Job Spaß. Aber mit einem Brutto Lohn von ca 1.600¤ jeden Monat, keine möglichkeit auf Prämien oder sonstigen zuschüssen, da verstehe ich warum die leute Maulern. Bei aller liebe zum Beruf, aber mit solchen Finanziellen aussichten wird das Leben schwierig. Mit einem Einkommensniveau von 40.000 Euro im Jahr Brutto ist den meisten geholfen, weil das für uns echt gutes Geld ist (immerhin über 3.000 ¤ im Monat)

  21. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Moriati 17.02.12 - 15:03

    iu3h45iuh456 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich halte den Beitrag auch für sehr ignorant. So reden nur Leute, die die
    > Probleme nicht sehen wollen oder in ihrem Umfeld keinerlei Berührungspunkte
    > damit haben.

    Anders kann ich es mir jedenfalls nicht erklären. Wer so daher redet, der kann eigentlich praktisch keine Berührungspunkte zu solchen Menschen haben. Allein der Ansatz man solle sich fortbilden... 1. können nicht alle Menschen Ingenieure und Professoren werden. Wer soll denn dann bitte sehr die Jobs machen, die eine solche Qualifikation nicht benötigen? Erledigen sich die dann von selbst?
    2. kostet Fortbildung Zeit und nicht selten auch Geld. Wenn man jedoch bereits tagein tagaus darum kämpft sein Einkommen zu bestreiten, dann sind das ggf. zwei ernste Probleme.

    Zuletzt bleibt eine Vielzahl von Branchen übrig, die schlecht bezahlt werden und auf die sicherlich auch unser Herr Überflieger nicht verzichten möchte wie z.B. das Gesundheitswesen. Sollen die sich auch alle fortbilden und den Arsch deiner Mutter im Altenheim putzt dann ein Roboter ab?

  22. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Charles Marlow 17.02.12 - 12:18

    Also offensichtlich kein Unterstützer eines Betriebsrates und besserer Arbeitsbedingungen. Student oder Selbständiger?

  23. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: ScepticalHippo 17.02.12 - 12:46

    Also ich war 6 Jahre im Einzelhandel tätig und ich hab jede Minute die ich an der Kasse sitzen durfte genossen. Das Beratungsgeschäft ist im Vergleich zum stupiden Abkassieren mit wesentlich weniger Stress verbunden. Allein schon durch den Fakt, dass an der Kasse ein Kunde nach dem anderen bedient wird und nicht wie bei der Beratung ständig Anfragen von allen Seiten kommen (dazu nicht selten noch Telefonanfragen, Rückfragen der Kasse, etc.).

    Und zum heulen auf hohem Niveau kann ich nur sagen: Ich habe im Durchschnitt 200h im Monat gearbeitet und dafür (stolze) 1000¤ erhalten und das als gelernter Kaufmann im Einzelhandel.

  24. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: SoniX 17.02.12 - 13:09

    Ich kenne die genauen Zahlen auch nicht aber "Kein Urlaubs und Weihnachtsgeld" und "Kein Einzelhandelstarif" reicht mir vollkommen. Ich würde umgehend kündigen wenn ich dort angestellt wäre.

  25. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: Cohaagen 17.02.12 - 13:43

    SoniX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kenne die genauen Zahlen auch nicht aber "Kein Urlaubs und
    > Weihnachtsgeld" und "Kein Einzelhandelstarif" reicht mir vollkommen. Ich
    > würde umgehend kündigen wenn ich dort angestellt wäre.

    So lange das Jahresbrutto und besonders das Jahresnetto stimmen, ist mir die Aufteilung der monatlichen Teilzahlungen relativ schnuppe. Ob die Jahressumme jetzt auf 12, 13 oder 14 gleichmäßige "Monatsgehälter" aufgeteilt wird oder ob es in bestimmten Monaten deutlich höhere Anteile (und die restlichen Monate dann niedrigere Anteile) gibt, wäre für mich nicht einmal ein sekundärer Aspekt den Arbeitgeber zu wechseln.

  26. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: SoniX 17.02.12 - 13:48

    Ja, 13. und 14. Monatsgehalt sind keine Pflicht und solange, wie du sagst, die Summe passt ists ja in Ordnung.
    Aber wenn gleichzeitig noch erwähnt wird, dass man unterdurchschnittlich bezahlt wird und der Tariflohn nicht eingehalten wird?

  27. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: 486dx4-160 17.02.12 - 18:29

    Da steht auch dass das Brutto zum großen Teil von undurchsichtigen Bonuszahlungen kommt. Dh. man kann sich nicht drauf verlassen sondern ist der absoluten Willkür des Vorgesetzten ausgesetzt.

    Wenn ein es einem Unternehmen gut geht dann ist es seine verdammte Pflicht, seine Angestellten vernünftig zu behandeln und zu bezahlen.

    Zum Spaß geht keiner in die Arbeit. Und auch in München ist es nicht so leicht eine Vollzeit-Arbeitsplatz im Einzelhandel zu finden.

  28. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: ChMu 18.02.12 - 14:03

    SoniX schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kenne die genauen Zahlen auch nicht aber "Kein Urlaubs und
    > Weihnachtsgeld" und "Kein Einzelhandelstarif" reicht mir vollkommen. Ich
    > würde umgehend kündigen wenn ich dort angestellt wäre.
    Du haettest dann aber auch nicht in der Schlange gestanden, um den Job ueberhaupt zu bekommen. Komischerweise kann sich Apple vor Bewerbungen nicht retten wenn ein neuer Store aufmacht.
    Dazu kommt, das pro Store Massen von Leuten dort arbeiten, ganz im Gegensatz zu den anderen "Fachmaerkten" dessen paar Mitarbeiter zwar uU Tariflohn bekommen, und Urlaubs und Weihnachtsgeld, am Ende aber weniger nach Hause bringen.
    Warum?
    Wie schon im Artikel geschrieben, funktioniert die Bezahlung bei Apple etwas anders, mehr "Americanisch" also geringes Grundgehalt (Minimum wage) und Provisionen. Arbeitet man also, kann man sehr gutes Geld verdienen, meint man, fuer Anwesenheit bezahlt zu werden (wie ich es in deutschen Geschaeften immer wieder erlebe "Service" ist ein totales Fremdwort) ist halt Ebbe am Zahltag.

    Mir als Kunde ist Apples Methode lieber, ich spreche mit Leuten, welche mir im Zweifel eine Frage sogar beantworten koennen, sie kuemmern sich naemlich um ihr Themengebiet (als abschreckendes Beispiel im Mediamarkt der Kistenschieber der gestern noch Kinderschuhe "verkauft" hat und heute eben Flachbildfernseher) und sie sind ansprechbar (man kann ja Geld verdienen) und nicht wie anderswo mit der Standard Floskel "mein Kollege bedient sie dann, irgendwann" unterwegs.

    Tarifloehne, nicht verdiente Sonderzahlungen fuer Urlaub oder Weihnachten, also Dinge welche alle Motivation oder auch Kreativitaet wegnehmen (und natuerlich etliche Arbeitsplaetze kostet) da man sein Geld ja eh bekommt, egal was man macht, werden langfristig ganz einfach dazu fuehren, das Apple eben weniger Leute beschaeftigt, die sich dann mehr abmuehen muessen in ihrer Probezeit bis sie "leider" nicht uebernommen werden da ja schon die naechsten Praktikannten warten.

    Die Produktion haben die Gewerkschaften ja erfolgreich aus Deutschland verbannt, mal sehen wie lange sie fuer den Retail Sektor brauchen bis es nur noch Mega Store Konglomerate mit Einheitsware gibt und sonst alles online abgeht.

  29. Re: Bevor sich hier wieder alle...

    Autor: ichbinsmalwieder 17.02.12 - 15:02

    Oldschooler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ... soll der neue Betriebsrat erst mal die IST-Werte auf den Tisch legen,
    > denn die Deutschen heulen immer auf einem sehr hohen Niveau. Ein
    > Unternehmen, egal wie viel Gewinn es macht, muss seine Arbeiter nicht
    > unbedingt überdurchschnittlich bezahlen. Insbesondere die Arbeit in einem
    > Apple-Store ist bei weitem nicht so stressig wie bei Aldi an der Kasse!

    Was ist am Chipstüten-über-den-Scanner-ziehen stressig?
    Viele wissen gar nicht, was wirklicher Stress ist.

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