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Und das soll beruigen?

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  1. Und das soll beruigen?

    Autor: honk 05.03.12 - 17:45

    Was aufgebaut wird ist eine riesige Datensammlung menschlichen Verhaltens (noch überwiegend im Netz), mit dem Ziel eben dieses Verhalten zu manipulieren.

    Die Techniken dahinter ist noch relativ simpel (wenn es den so läuft wie der Autor vermutet), aber trozdem schon erschreckend effektiv. Andernfalls würde Google nicht Milliarden für erfolgreiche Manipulation (aka Werbung) aus der Wirtschaft erhalten.

    Man mag einwenden das es ja "nur" darum geht, das wir uns für bestimmte Produkte entscheiden. Den Algorithmen dahinter ist es aber egal, ob es um ein neues Autos, die Präsidentwahl, unser Sozialsystem oder den nächsten Weltkrieg geht. Wer zweifel hat, schon jetzt heißt es, Facebook habe die Revolten im Nahen Osten erst möglich gemacht. Zukünftig muß man sich dabei wohl fragen, ob in solchen Fällen die Ursache dafür freie Information und Kommunikation sind, oder Massenmanipulation und Gleichschaltung.

    Wenn ein nenneswerter Teil der Bevölkerung gezielt und zuverlässig beeinflusst werden kann, hat sich Demokratie erledigt (böse Zungen mögen einwenden, das sei schon lange der Fall). Google mag nicht böse sein, auch eine Atombombe ist es nicht, aber das Mißbrauchspotential ist enorm. Entweder die Anhäufung und Auswertung solcher Datenmengen wird demokratisch beschränkt, oder die Demokratie wird ad adsurdum geführt.

    DAS ist der eigentlich Grund, warum ich der Datensammelei und den ausufernden sozialen Netzwerken skeptisch bis besorgt gegeüberstehe, und nicht weil ich Angst habe, dass jemand eine Liste über mein Privatleben führt. Das ich als Einzelperson nicht von Interesse bin, ist mir schon klar.

  2. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: smeexs 05.03.12 - 18:12

    du stehst dem besorgt gegenüber weil du es nicht verstehst was sich auch in deinem posting wieder spiegelt. der begriff "manipulation" bereitet dir anscheinend auch probleme.

    vielleicht hilfts wenn du den artikel noch einmal liest !?

  3. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: __destruct() 05.03.12 - 18:31

    Eine in jeder Hinsicht aufgeklärte Gesellschaft aus mündigen Bürgern kann nicht manipuliert werden. Dementsprechend sollte das das Ziel sein und nicht die Freiheitsbeschränkung von denen, die halt gerade von der Masse als schlecht angesehen werden.

  4. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: denta 05.03.12 - 18:58

    __destruct() schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eine in jeder Hinsicht aufgeklärte Gesellschaft aus mündigen Bürgern kann
    > nicht manipuliert werden.

    Nur das das ein nie erreichbarer Zustand ist. Niemand wird sich jemals über alle Lebensbereiche gleich gut auskennen wie alle anderen. Also bleibt immer ein Manipulations-Potential.

    Zur Mündigkeit gehört auch eine gewisse Reife. Bis sich die entwickelt hat, können Kinder und Jugendliche schon zuviel von sich preisgegeben haben.

    Mag sein, dass die Kritiker (zu denen ich mich auch zähle) zu schwarz sehen. Aber es gehört auch zur Mündigkeit, Unklarheiten zu hinterfragen. Und unklar sind ja nun genug Passagen in den neuen Datenschutzbestimmungen.

  5. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: __destruct() 05.03.12 - 19:11

    Nenne mir eine schlimme Passage.

  6. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: brunobrotspecht 05.03.12 - 19:38

    Um es zusammenzufassen: Dein Problem ist eigentlich nich die Datenauswertung als solche, sondern letztlich das Missbrauchspotential aggregierter Informationen an und für sich. In der Konsequenz müsste man nicht nur jede Form von Sozialwissenschaft verbieten, jede Form von Werbung (was ich jetzt gar nicht unbedingt so schlecht finden würde), sondern auch jede Form öffentlicher Kommunikation über Medien überhaupt.

    Auch wenn der Artikel teilweise recht tendenziös daherkommt, würde ich ihm deswegen in seiner Grundaussage zustimmen, dass es weniger um die eigentliche Auswertung als vielmehr um die Nutzung geht. Ein zu Kernspaltung vergleichbares Risiko besteht mE nicht. Wenn überhaupt dann gibt es ein Problem in Sachen Gleichschaltung, wenn es keine Alternativen zu Google gäben würde, aber die gibt es nicht nur im Bereich der Suchmaschinen, sondern auch in ganz klassischer Form von Indizes, Bibliothekskatalogen, Encyclopedien, uswusf.

    Eine Rolle spielt dabei sicher die Transparenz wie die Datensätze zustande kommen. Wenn - und abseits von gmail, google+,etc. erscheint das nachvollziehbar - personenbezogenene Daten nur aggregiert zu Stande kommen, Googles Suche vom Prinzip her tatsächlich so funktioniert, wie hier beschrieben, dann ist dies für einen mehr oder weniger mündigen Bürger gegeben. Ob darüber hinaus eine Offenlegung der Klassifikatoren notwendig, sinnvoll, machbar und wasweißichnicht ist, müssen andere entscheiden. Wissenschaftliche Artikel etwa, deren Erkenntnisse zu Werbezwecken und anderem 'missbraucht' werden, muss man leider in der Regel für relativ teures Geld erwerben, wenn sie nicht ohnehin exklusiv für einen einzelnen Kunden produziert worden sind.

  7. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: Pandur 05.03.12 - 20:44

    Um Menschen zu Manipulieren braucht man über diese keine Daten sammeln. Paar gute Psychiater und Soziologen reichen aus. Die menschliche Psyche ist ein gut erforschtes Gebiet. Seid Jahrzehnten werden Menschen von Werbung oder durch Reden von Politikern Manipuliert. Schalte mal den Fernseher an und schau Nachrichten oder Lies Zeitung am besten die Bild, dann weißt du bescheid. Das beste Beispiel der Adolf ich glaube nicht dass er google zu Verfügung hatte damit Pupentheater mit dem deutschen Volk spielen konnte. Die Manipulation der Massen gibt es seit es Massenmedien gibt Radio Fernseher usw. Also den Ball flach halten.

  8. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: denta 05.03.12 - 21:41

    "Wir erfassen möglicherweise Informationen über die von Ihnen genutzten Dienste und die Art und Weise, wie Sie diese nutzen, beispielsweise wenn Sie eine Website besuchen, auf der unsere Werbedienste verwendet werden oder wenn Sie unsere Werbung und unsere Inhalte ansehen und damit interagieren. Derartige Informationen beinhalten: "

    Entschuldige bitte! Das ist eine Datenschutzerklärung! Da gehört rein, was genau und in welchen Fällen erfasst wird und nicht, was "möglicherweise" und "beispielsweise" erfasst wird.

    Was heißt "ansehen"? Ich kann die Werbung ja bereits sehen, muss sie aber nicht ansehen. Also werde ich verarscht! Es muss heißen, "Wir erfassen bereit Daten, wenn die Seite für Sie noch nicht vollständig nutzbar ist."

    "Wir erfassen möglicherweise gerätespezifische Informationen (beispielsweise das von Ihnen verwendete Hardware-Modell, die Version des Betriebssystems, eindeutige Gerätekennungen und Informationen über mobile Netzwerke, einschließlich Ihrer Telefonnummer). Google verknüpft Ihre Gerätekennungen oder Telefonnummer gegebenenfalls mit Ihrem Google-Konto. "

    Auch wieder: Es ist eine Datenschutzerklärung. Da gehört rein, was genau in welchen Fällen erfasst wird.

    "Bestimmte Dienste haben eine eindeutige Anwendungsnummer. Diese Nummer und installationsspezifische Daten, wie zum Beispiel Art des Betriebssystems oder Anwendungsnummer der Version, werden möglicherweise bei der Installation oder Deinstallation des entsprechenden Dienstes an Google gesendet oder wenn der Dienst zum Beispiel wegen automatischer Updates Kontakt mit unseren Servern aufnimmt."

    Wenn es "bestimmte Dienste" gibt, mögen die bitte auch bestimmt werden!

    "Darüber hinaus ersetzen wir möglicherweise Namen, die in der Vergangenheit mit Ihrem Google-Konto verknüpft waren, damit Sie in all unseren Diensten einheitlich geführt werden."

    Ersetzen sie nun oder nicht?
    Ich möchte vielleicht nicht einheitlich geführt werden. Habe ich eine Option?

    Google kann die Datenschutzbestimmung leicht um Listen und Tabellen erweitern, aus denen genau hervorgeht, was sie in welchen Fällen machen und die schwammnigen Passagen verlinken.

  9. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: __destruct() 05.03.12 - 21:55

    Vll. haben sie auch noch gar nicht alles umgesetzt, brauchen aber für die erste Teilumsetzung die neuen Datenschutzbestimmungen und wollen die Leute nicht dadurch verwirren oder verunsichern, indem sie diese zwei oder drei Mal in kurzer Zeit ändern. Würde das alles feststehen, dann würden sie das auch als klare Fakten in die Datenschutzbestimmungen schreiben, denn ich glaube, dass sie auf diese Weise für wesentlich mehr Wirbel gesorgt haben, als stünde alles fest und Google würde sowieso weiterhin genutzt werden. Darüber müssen sie sich nun wirklich keine Sorgen machen.

  10. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: denta 05.03.12 - 23:08

    Ich durfte Google aus beruflichen Gründen kennenlernen. Das ist ein ganz normales Unternehmen, was möglichst viel bekommen will, aber bei der Gegenleistung nicht mehr als nötig zugesteht. Also normales Marketing.

    Leider ist das, was mit ITK möglich ist, für die allermeisten Menschen gar nicht rational erfassbar. Genau deshalb kann Google auf den ersten Blick mit nett geschriebenen Datenschutzerklärungen glänzen. Erst ein tieferer Blick offenbart, dass sie eigentlich nur Wischiwaschi und Banalitäten niedergeschrieben haben, die ihnen im Zweifelfsall alle Möglichkeiten lassen.

    Noch schlimmer finde ich aber, dass global agierende Konzerne sich offenbar über lokales Recht hinwegsetzen können. Was passiert, wenn Google seine Dienste in Europa einschränkt, um das Datenschutzrecht einzuhalten oder sogar ganz einstellt? Es würde ein Aufschrei durch Web gehen. "Europa verliert den Anschluß!"

    Dem will ich gar nicht widersprechen. Aber dann werden in ketzter Konsequenz die Regierungen obsolet. Wir werden von einer handvoll Konzerne regiert und die können sich ihr Rechtssystem so zurecht legen, wie es ihnen passt.

    Mittelalter 2.0? Könige heißen nur Vorstandsvorsitzender.

    Was wurde hier gegen VDS gewettert? "Stasi 2.0" Und Google soll noch mehr protollieren können? Unbefristet! Ist das dann nicht Stasi 3.0?

  11. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: Herr R. 05.03.12 - 23:34

    "Re: Und das soll beruigen?"

    Nein, es soll lediglich verständlich machen, was Google tut, warum Google das tut und weshalb Datenschutzdiskussionen im traditionellen Sinne am Thema vorbei gehen.

    Ps.: Eine Kostprobe der angesprochenen Rechtschreibkorrektur hätte deinem Thread-Titel nicht geschadet ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 05.03.12 23:36 durch Herr R..

  12. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: honk 06.03.12 - 16:35

    brunobrotspecht schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Um es zusammenzufassen: Dein Problem ist eigentlich nich die
    > Datenauswertung als solche, sondern letztlich das Missbrauchspotential
    > aggregierter Informationen an und für sich.
    Und der Art und Weise, wie solche Informationen verknüpft, ausgewertet und immer Lückenloser erhoben werden können.
    > In der Konsequenz müsste man
    > nicht nur jede Form von Sozialwissenschaft verbieten, jede Form von Werbung
    > (was ich jetzt gar nicht unbedingt so schlecht finden würde), sondern auch
    > jede Form öffentlicher Kommunikation über Medien überhaupt.
    Nein, nur die Anhäufung solcher "informationsmonopole" sollte eingeschränkt werden und die erhebung und auswertung von soclhen Daten sollte nicht von einzelnen Firmen hinter verschlossenen Türen stattfinden. Natürlich sehe ich auch das potential, und Google bietet viele tolle Dienste an (unten hat zu Recht jemand angemerkt, das ich von der Rechtschreibkorrektur profitieren könnte). Aber es gibt eben auch ein ebenso großes Mißbrauchpotential. In Deutschland haben die relativ strengen Datenschutzbestimmungen ihre Wurzeln in zwei Diktaturen. Der Artikel hat insofern recht, das diese Gesetze auf die Art und Weise wie heute Informationen verarbeitet sind nicht mehr richtig anzuwenden sind. Das heißt aber nicht das es falsch die auswertung von Daten zu kontrollieren.
    > Ein zu Kernspaltung vergleichbares Risiko besteht mE nicht.
    OK, dass ist natürlich polemisch und überspitzt.
    > Wenn überhaupt dann
    > gibt es ein Problem in Sachen Gleichschaltung, wenn es keine Alternativen
    > zu Google gäben würde, aber die gibt es nicht nur im Bereich der
    > Suchmaschinen, sondern auch in ganz klassischer Form von Indizes,
    > Bibliothekskatalogen, Encyclopedien, uswusf.
    Google ist weit mehr als eine Suchmaschiene.
    > Eine Rolle spielt dabei sicher die Transparenz wie die Datensätze zustande
    > kommen.
    Wie - eher weniger. Welche - Ja. Vor allem aber, wie werden sie genutzt?
    >Wenn - und abseits von gmail, google+,etc. erscheint das
    > nachvollziehbar - personenbezogenene Daten nur aggregiert zu Stande kommen,
    > Googles Suche vom Prinzip her tatsächlich so funktioniert, wie hier
    > beschrieben, dann ist dies für einen mehr oder weniger mündigen Bürger
    > gegeben.
    Ah ja? Die Vermutungen wie Google arbeitet sind ja recht plausible. Die genau Technik dahinter ist aber gar nicht so wichtig und da sehe ich auch Googles berechtigtes Interesse das vor der Konkurrenz zu schützen. Wichtig ist welche Daten wie lange und zu welchen Zwecken gesammelt, gespeichter und verknüpft werden, was für Auswertungen möglich sind und welche durchgeführt werden. Dann kann man auch realistisch einschätzen, ob das regelemtiert werden muß. Die gegenwärtigen Datenschutzbestimmungen vernebeln nur.

  13. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: the_spacewürm 06.03.12 - 17:06

    Google manipuliert nicht, sondern unterbreitet Dir Angebote. Die Werbung zu klicken ist immer noch Deine eigene Entscheidung. Google versucht aber, dir zumindest Angebote zu unterbreiten von denen es denkt sie könnten Dich interessieren,
    Was ist, wie wenn Du abends in ein Restaurant gehst und statt einer Frühstückskarte eine fürs Abendessen bekommst. Wenn du aber trotzdem unbedingt ein Brötchen mit Marmelade willst musst Du eben selbst "tätig" werden und Fragen und beim nächsten mal bekommst Du dann evtl. auch gleich die Frühstückskarte abends.

  14. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: honk 07.03.12 - 10:37

    the_spacewürm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Google manipuliert nicht, sondern unterbreitet Dir Angebote. Die Werbung zu
    > klicken ist immer noch Deine eigene Entscheidung.

    Klar, Werbung ist nur ein Angebot. Es geht überhaupt nicht darum, Käufer dazu zu bringen, Dinge zu kaufen die sie nicht brauchen oder die es bei der Konkurenz in besserer Qulität günstiger gäbe. Um solche neutralen Angebote zu verbreiten investiert die Industrie Milliarden in Psychologen, Soziologen, Marktforscher, Farbwissenschaftler usw.

    Und das seit Jahrtzenten, obwohl der mündige Bürger völlig unbeeinflusst davon frei nach seiner eigenen Entscheidung das kauft was für Ihn am besten ist.

  15. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: the_spacewürm 07.03.12 - 11:17

    Natürlich soll der Nutzer etwas kaufen. Aber das direkt als "Manipulation" zu betiteln halte ich für übertrieben. Wenn Du das so siehst wirst Du ja ständig und überall manipuliert, Du armer Mensch! Werbung im TV, in Printmedien, auf den Straßen. Schlimme Welt!!!

  16. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: Ama 07.03.12 - 13:21

    Natürlich werden wir ständig manipuliert. Bereits wenn jemand etwas zum Ausdruck bringt, gibt er einen gewissen "Touch" mit, der ausschlaggebend dafür sein kann, wie etwas beim Empfänger ankommt. Manche beherrschen diese Kunst auch ganz bewusst, anderen gelingt das weniger gut. Und so ist es eben auch und gerade mit der Werbung.

    Du wirst selbstverständlich nicht gezwungen etwas zu kaufen, aber du bekommst den finalen Stoß in eine bestimmte Richtung. Dafür musst du nicht einmal empfangsbereit sein - die Werbung richtet sich auch an jene, die vorher gar nicht das bestimmte Bedürfnis hatten.

    Für Außenstehende wirken die Methoden, die angewandten Techniken verwirrend und bedrohlich. Tatsächlich wird viel Geld ausgegeben - teilweise auch um Widerstände zu brechen und sich irgendwie an inneren Sperren vorbeizumogeln. Der Kunde, auf der anderen Seite, kann zwar allerhöchstens beste Absichten dahingehend unterstellen, dass die Brücke zwischen Werbetreibende und ihm die erhobenen und verknüpften Daten nicht missbraucht. Er kann aber nicht darauf vertrauen, weil er ggf. aus seinem Umfeld oder aus direkter eigener Beobachtung weiß, welch Begehrlichkeiten solche privaten Daten auslösen.

    Das ist natürliche Skepsis. Man kann sagen "Gut, ok, passt schon, wird schon nichts geschehen", man kann sich aber auch fragen, ob man nach Abwägen der Kosten und Nutzen nicht doch das Risiko meidet, weil man schon an der Wurzel dafür sorgt, dass erst gar keine Begehrlichkeiten entstehen.

    Dieses Verhalten, welches auch abseits Googles existiert, sollte nicht per se verdammt werden. Es ist gut wenn der Bürger Motive, auch des eigenen Handelns, hinterfragt - und zwar ständig und auch in Bezug auf andere Themen. Und er muss sich ganz bewusst für die Nutzung eines Dienstes entscheiden, der eben - wie alles im Leben - nicht kostenlos ist, sondern von den Nutzern und deren Verhalten lebt.

    Ama

  17. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: Pandur 07.03.12 - 13:35

    So schaut es aus nicht immer alle anderen verantwortlich machen. Sondern selber denken. Keiner wird zu etwas gezwungen

  18. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: the_spacewürm 07.03.12 - 14:07

    Ama schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich werden wir ständig manipuliert. Bereits wenn jemand etwas zum
    > Ausdruck bringt, gibt er einen gewissen "Touch" mit, der ausschlaggebend
    > dafür sein kann, wie etwas beim Empfänger ankommt. Manche beherrschen diese
    > Kunst auch ganz bewusst, anderen gelingt das weniger gut. Und so ist es
    > eben auch und gerade mit der Werbung.

    Das kommt darauf an wie Du Manipulieren definierst. Ich würde dies als beeinflussen ansehen. Manipulieren ist für mich eine stärkere und meist negative Einflussnahme. Werbung kann aber ja durchaus auch hilfreich sein: Ich suche ein neues Handy und bekommen Werbung gezeigt was mit evtl. hilft mich zu entscheiden.

    > Du wirst selbstverständlich nicht gezwungen etwas zu kaufen, aber du
    > bekommst den finalen Stoß in eine bestimmte Richtung. Dafür musst du nicht
    > einmal empfangsbereit sein - die Werbung richtet sich auch an jene, die
    > vorher gar nicht das bestimmte Bedürfnis hatten.

    Du meinst wahrscheinlich nicht finalen, oder? Dann würde die Werbung einen ja final dazu bringen etwas zu kaufen (das dürfte bei ca. 99,99% der Menschen nicht so sein).
    Was Du meinst ist, das Werbung einen initialen Anstoß geben kann, ein Bedürfnis wecken kann. Ja das stimmt. Aber eben dafür muss ich eben doch Empfangsbereit sein. Ein Fußball Fan wird nicht einfach durch Werbung plötzlich lieber Eishockey angucken, wenn er nicht schon vorher Interesse in dieser Richtung hat.

    > Für Außenstehende wirken die Methoden, die angewandten Techniken verwirrend
    > und bedrohlich. Tatsächlich wird viel Geld ausgegeben - teilweise auch um
    > Widerstände zu brechen und sich irgendwie an inneren Sperren
    > vorbeizumogeln. Der Kunde, auf der anderen Seite, kann zwar allerhöchstens
    > beste Absichten dahingehend unterstellen, dass die Brücke zwischen
    > Werbetreibende und ihm die erhobenen und verknüpften Daten nicht
    > missbraucht. Er kann aber nicht darauf vertrauen, weil er ggf. aus seinem
    > Umfeld oder aus direkter eigener Beobachtung weiß, welch Begehrlichkeiten
    > solche privaten Daten auslösen.

    Bei den Daten geht es um Marktforschung. Es ist natürlich interessant welche Interessen vorherrschen, welche Bedürfnisse schon da sind oder auch geweckt werden können. Produkte die total am Markt vorbei entwickelt werden kann man nicht verkaufen. Alles Statistik. 80% der Kunden wollen Smartphones kaufen, also sollte man besser diese herstellen als irgendwelche riesen Knochen mit Antenne. 99% der Kunden wollen eine Kamera im Handy? Handy ohne Kamera sind nicht lukrativ. Selten ist es aber so, dass man Menschen wirklich etwas unterjubeln kann.
    Apple ist etwas in der Art mit dem iPhone gelungen oder dem iPod, aber auch nur weil hier zur richtigen Zeit ein Produkt, Image und Marke aufgebaut wurde, die auch auf die Bedürfnisse der Leute passten.
    Beispiel iPod, wäre es damals nicht so einfach möglich gewesen digital Musik zu bekommen wahrscheinlich ein Flopp gewesen. Da hätte auch die beste Werbung nichts ausrichten können.
    Ich denke auch, dass man den wirklichen Einfluss der Werbung meist viel zu hoch einschätzt. Man kann nicht einfach durch Werbung etwas verkaufen, was ursprünglich keiner haben will. Irgend eine grundlegende Begehrlichkeit muss schon da sein (oder eine grundlegende Beeinflußbarkeit) bevor das funktioniert. Einen Vegetarier kriegt man auch mit Werbung nicht dazu Fleischwurst zu kaufen, einen Fleischesser vll. schon, wenn er eh gerne so etwas isst. Und dann kriegt man ihn eben dazu die von einer bestimmten Marke zu kaufen.

  19. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: Pandur 07.03.12 - 14:47

    Man glaubt es kaum aber Menschen sind schon durch Werbung beeinflussbar. Deswegen gibt es auch Verbote für Werbung die stark auf die Menschliche Psyche einwirkt. Ich glaube davon könne einige Kaufsüchtige ein Lied singen. Zum Beispiel verkaufen Teleshopping Sender viele Plunder an labile Personen durch psychische Beeinflussung. Dafür müssen aber keine Daten über diese Personen gesammelt werden sonder das Wissen über die Menschliche Psyche reicht aus. Einer solcher Tricks ist Angst bei den Massen auslösen. Bei den Menschen ist das so wenn sie Angst oder Panik haben fangen sie an Sachen zu horten. Dadurch wird ein Kaufrausch ausgelöst. Massenhysterie ist immer gut für die Wirtschaft.

  20. Re: Und das soll beruigen?

    Autor: __destruct() 07.03.12 - 15:35

    Wieso sollten die europäischen Nationen und die EU denn das Recht haben, zu bestimmen, was ich im Internet nutzen darf? Was geht denn da schon wieder ab?

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