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Musikwirtschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf CDs

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  1. Musikwirtschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf CDs

    Autor: Golem.de 20.11.03 - 11:11

    Die deutsche Musikwirtschaft hat eine Petition zur Senkung der Mehrwertsteuer auf CDs gestartet. Ab sofort ist daher auf der Webseite der deutschen Phonoverbände unter www.ifpi.de ein Popup geschaltet, das zu einer Unterschriftenliste führt, um so die - laut IFPI - "Diskriminierung der CD" zu beseitigen.

    https://www.golem.de/0311/28592.html

  2. Re: Musikwirtschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf CDs

    Autor: Bianka 20.11.03 - 11:14

    ich kann mir aber nicht vorstellen das die mi die ersparten prozente an "seine" kunden weiter geben würde, so gierig wie die sind...

    ich werde die petition nicht unterschreiben.....!

    die sollten lieber ein paar bosse rauswerfen, dann sparen die auch geld...

    gruß
    bianka

  3. *LOOOOOL*

    Autor: pennbruder 20.11.03 - 11:17

    seit wann interessiert die MI musikliebhaber? sollte die mehrwertsteuer auf CDs gesenkt werden, ist ohnehin klar, was geschieht: die zusätzlichen gewinne streicht entweder die MI oder die händler ein. für wie naiv halten die die konsumenten eigentlich?

  4. jajaja die Musikindustrie

    Autor: 4N|)R34s 20.11.03 - 11:24

    Ich finde es doch immer wieder Klasse, wie erfinderisch eine Organisation (oder ein Unternehmen --> siehe SCO) werden kann, wenn die Pfründe schrumpfen.

    Und daß die die eingesparte Mehrwertsteuer an die "Musikliebhaber" weitergeben, glaube ich ebenswenig.
    Denkt mal an die ganzen anderen geistigen Ergüsse des Herrn Gebhardt .... ROFL

  5. Re: *LOOOOOL*

    Autor: schaumgummi 20.11.03 - 11:24

    Selten so gelacht. Da kämpft das Land mit den letzten Geldresten und müht sich, die Subventionsflut abzubauen, und dann besitzen diese Herrschaften die Frechheit, sich ebenfalls eine neue gönnen zu wollen.

    Ebenso frech: Das Kulturgut Buch mit dem Rotz zu vergleichen, der zu 99,9 Prozent die CDs bevölkert.

    Die Geschichte wird diese degenerierten Überbleibsel hinwegfegen und neue, fairere Vertriebsformen für Musik entwickeln. Da nützt auch kein Heulen und Zähneklappern...

  6. Re: Musikwirtschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf CDs

    Autor: Bort 20.11.03 - 11:25

    Es ist scheinbar typisch Musikindustrie. Immer sind andere Leute Schuld an der Misere.

    Erst ist es das Filesharing, das die Umsätze einbrechen lässt, dann sind es die bösen Verbraucher, die nicht bereit sind, horrende Summen für Musik auszugeben und nun ist es der Bund, weil ja der normale MwSt-Satz bezahlt werden muss.

    Wann begreift die Musikindustrie endlich, dass sie selber Schuld an der Misere hat. Es ist eine ganz einfache Geschichte: Preis senken, mehr verkaufen. Dann sind die Margen pro CD zwar nicht mehr so hoch wie jetzt, aber wenigstens werden dann wieder mehr Tonträger verkauft. Und: sinkt der Preis wird auch weniger MwSt. fällig. Eine Kettenreaktion.

    Vielleicht sollte die Regierung mal überlegen, ob Tonträger nicht doch Luxusgüter sind und deshalb mit einer entsprechenden Steuer belegt werden sollen. Vielleicht bringt das die Musikindustrie mal zur Verrnunft, aber ehrlich gesagt, habe ich da Zweifel.

    Nun ja, diese Petition wird von mir definitiv nicht unterschrieben, ich finde es in Ordnung, dass 16% auf den CD's liegen.

    Meine Forderung für eine Petition wäre: "Keine CD für mehr als 10 EUR."

  7. 7% Mwst = CD Preis steigt um 9%

    Autor: Kompiler 20.11.03 - 11:27


    Die Argumentation ist ja durchaus richtig, CDs gehören zu den Leistungen die man mit 7% Mwst klassifizieren kann. Aber es würde nur dazu führen das um die Differenz von 9% der Preis einer CD erhöht wird.

    Wäre der MI an den Käufern was gelegen könnten sie erstmal die Astronomischen Mondpreise für Tonträger auf ein angemessenes Niveau senken. Die Mwst. ist an den hohen Preisen nur bedingt schuld.

  8. Re: jajaja die Musikindustrie

    Autor: Kompiler 20.11.03 - 11:29


    > Und daß die die eingesparte Mehrwertsteuer an
    > die "Musikliebhaber" weitergeben, glaube ich
    > ebenswenig.

    Naja eingespart wird diese ja eigentlich nicht. Die Mwst. gehört immer dem Staat und wird nur "durchgeschleift". Die MI hat weder von 16% noch von 7% wirklich was.

    Soll keine Klugscheisserei sein, nur Information für jene die damit evtl. nicht vertraut sind.

  9. Re: Musikwirtschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf CDs

    Autor: Stonehedge 20.11.03 - 11:29

    schön geschrieben und wahr isset auch! Die ham doch ein anner Waffel!

  10. Musik = Hochwertiges Kulturgut

    Autor: Henna 20.11.03 - 11:29

    Ja so ist es.
    z.B. die intelligenten Texte und wichtigen Texte, die die SuperSpackos von RTL singen.

    Also für solche Musik muss einfach die Mehrwertsteuer gesenkt werden.

    Zusätzlich wird ein Dauerarrest verhängt. Und zwar für jeden der kein aktuelle BravoHits-CD besitzt.

    Außerdem muss die MI von alles steuern befreit werden, um mehr dieses hochwertigen Kulturguts auszustoßen.


    only my 2 Cents
    Henna

  11. Re: jajaja die Musikindustrie

    Autor: majestro 20.11.03 - 11:31

    richtig, aber so hätte die mi wieder mehr spielraum für die nächsten preiserhöhungen, die nagen doch alle am hungertuch. ;o)

  12. Re: jajaja die Musikindustrie

    Autor: DetSp 20.11.03 - 11:37

    Es ist schon ein Unterschied, ob ich von 25,- € 16% oder 7% an den Staat abgebe. Denn, machen wir uns nichts vor, der aktuelle Preis ist spätestens in 6 Monaten wieder erreicht.
    Das macht dann einen satten Gewinn von 9% für diese Halsabschneider.

  13. Re: Musik = Hochwertiges Kulturgut

    Autor: HandDampfinallenGassen 20.11.03 - 11:41


    Ich schlage eine Pro Kopf GEMA vor. Ab jetzt alles Pauschal. Rente, Krankenversicherung, alles. Jeder muss Mitglied im Buch-Club werden und pro Quartal 3 Bücher kaufen, 3 CDs, usw...
    Jeder zahlt Kabelgebühr und DSL, auch wenn ein Anschluss überhaupt nicht möglich ist. Dann brummt der Binnenabsatzmarkt udn auch das Finanzamt kann sich freuen.

    Wieso wird eigentlich an allen Ecken und Enden nur Mist produziert und dann meckern die Produzenten das sie auf deisem Scheiss sitzen bleiben. Sie kreieren angeblich massentaugliche Renner und übersehen das die breite Masse evtl. nicht so steuerbar ist wie sie es kalkuliert hatten. Und dann sind sie beleidigt und heulen rum.

  14. Re: jajaja die Musikindustrie

    Autor: HandDampfinallenGassen 20.11.03 - 11:44

    DetSp schrieb:
    >
    > Es ist schon ein Unterschied, ob ich von 25,- €
    > 16% oder 7% an den Staat abgebe.

    Ja, aber wenn mans genau nimmt gibt man nichts an den Staat ab, sondern man zieht FÜR den Staat 16 oder 7% ein und leitet diese dann weiter. Also man selbst kassiert EUR 25.- zusätlich wird man gezwungen für den Staat die Mwst. drauf zu packen (dieses Geld gehört einem nie).

    so genug Erbsen gezählt.

  15. Re: Musikwirtschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf CDs

    Autor: th 20.11.03 - 11:44

    <Zitat>
    Ab sofort ist daher auf der Webseite der deutschen Phonoverbände unter www.ifpi.de ein Popup geschaltet, das zu einer Unterschriftenliste führt
    </Zitat>

    Schade Schade leider kann ich wohl aufgrund des Firebird eingenen PopUp Blockers die Petition nicht erreichen. So ein Ärger aber auch. Wo ich doch so gern die MI bei Ihrem Kampf für ein bissi mehr Gerechtigkeit im Sinne des Konsumenten unterstützen wollte.

    Thomas

    PS Ironietags bitte selber setzen.Golem.de schrieb:

  16. Re: Musik = Hochwertiges Kulturgut

    Autor: HandDampfinallenGassen 20.11.03 - 11:46

    anders gesagt wer Unsummen in einen Kübelbock Daniel investiert und dann dieses Geld nicht einnehmen kann hat sich halt verkalkuliert undfalsch investiert wie in jeder anderen Branche auch, nur die MI glaubt alles müsse sich so verkaufen wie sie es sich einbilden.

    Ich vermute in den bösen Tauschbörsen ist D. Kübelbock überhaupt nicht gefragt.

  17. Re: Musikwirtschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf CDs

    Autor: Kompiler 20.11.03 - 11:48


    ja auch die berühmten Designer-Webseiten sind bei mir immer häufiger leer, weil der Popupblocker das neu geöffnete Popup in dem sich dann der dolle Flashmovie befindet unterdrückt. So werden blodsinnige Praktiken mancher Leute sich auch irgendwann von selbst erledigen :D

  18. Re: Musikwirtschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf CDs

    Autor: a 20.11.03 - 11:50

    Lustig: Habt Ihr mal darüber nachgedacht, wieviel Geld BMG z.B. vorab in die Superstars steckt, um danach CDs zu verkaufen? Und die wundern sich, daß ihre Gewinne einbrechen...

    Ich habe nichts gegen Marketing, aber da ist mir die Empfehlungsfunktion von Amazon (Kunden, die diese CD gekauft haben, haben auch das und das gekauft) um einiges lieber, da ich so schon oft auf CDs gestoßen bin, die ich nicht kannte und die mir gefallen!

    MI: Hört auf Geld in Leute zu pumpen, die nichts können und fördert die Begabten. Gute Musik verkauft sich von selbst: Die CD von Norah Jones z.B. war weltweit ein Erfolg und die Marketingkampagne startete erst nachdem die Platte schon auf 1 war, weil die MI anscheinend nicht mit dem Erfolg gerechnet hatte. "Aber die kann ja auch was, wer hätte gedacht, daß so jemand Erfolg haben kann..."

  19. (Rechenexempel) Re: jajaja die Musikindustrie

    Autor: christoph 20.11.03 - 11:52

    Das ist mal Klugscheißerei:

    CD für 10 € : 16% MWST = 1,60€
    CD für 10€: 7% MWST = 0,70€

    Glaubst Du wirklich, das Mediam??? nun statt 9,99€ einen Hammerpreis von 9,19€ anpreist?

    Wohl eher nicht - aber wenn die Musikindustrie das auch einstreichen kann, die Steuerersparnis können sie direkt auf ihren Gewinn aufschlagen.

    Ich sage nur eins: Musikindustrie, ihr müßt euch schon was besseres überlegen, um im ansehen der Musikliebhaber zu steigen.
    Eine Live-CD zum normalen Preis mit BonusDVD vom Livemitschnitt in Dolby Digital 5.1 ist schonmal ein Kaufanreiz.

    Das macht die CD schonmal relativ billiger, wenn man den Mehrwert der DVD vom Kaufpreis abzieht - endgültig sind günstigere Preise aber eher die ultima ratio.

    Downloadbeispiel Musik Mediam????:
    1 Titel - 1,49€ - Annahme 11 Titel - ca. 16,50€ plus Internet plus Zeit plus Rohling
    ... und was kostet da nochmal eine CD mit Printcover, Case,etc?
    Also, das ist es schonmal nicht.
    Wenn die Verhältnismäßigkeit nicht stimmt , gibt es zwei Möglichkeiten die Schraube zu drehen.
    Im Moment zweifel ich daran, daß die Musikindustrie den Downloadpreis senken will, dafür ist die Geldgier zu hoch, somit bleibt nurnoch eine Möglichkeit offen, auf die jeder mit etwas Menschenverstand selbst kommt.

    Und ich kann mir immernochnicht erklären, wieso Tauschbörsen so beliebt sind... ;-)

  20. Re: Musikwirtschaft fordert niedrigere Mehrwertsteuer auf CDs

    Autor: Kompiler 20.11.03 - 11:59


    Nun mein Lieblingsbsp. in Bezug auf Einschaltquote = Erfolgsberechnung und "wir wissen was ankommt"...

    Klaus Bednarz plante damals seine Dokumentation über den Baikal See. 3 Folgen. Alle sagten: das ist zu langs das will kein Mensch sehen, die Leute wollen ein solches Thema nicht so ausführlich behandelt sehen. Klaus Bednarz war aber selbst Produzent und hat es deswegen so machen können wie er es für richtig hällt. Als es gesendet wurde hat es Einschaltquoten mässig alle Erwartungen übertroffen. Anders als prognostiziert war es nicht gefloppt, weil das Thema nicht interessiert und zu ausführlich und lang behandelt wurde, sondern ganz im Gegenteil: es war ein Einschaltquoten-Renner. Kurz wenn man gute Arbeit leistet kann auch ein unpopuläres Thema die Leute begeistern. Wir brauchen mehr Klaus Bednarze, bzw. Leute die mit Überzeugung Gutes produzieren, dann klappt es von selbst. Die Bevölkerung ist nicht so beschränkt wie manche behaupten. Und die Leute sind offen für Neues, man muss es ihnen nur geben statt immer nur den selben Senf umzurühren.

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