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Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

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  1. Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: keldana 20.03.12 - 10:32

    "Somit wäre beispielsweise denkbar, dass Musiker aus Plattenverträgen und Gema-Einkünften ein geringeres Einkommen beziehen als 1995, etwa weil die Umsätze mit Tonträgern stark gesunken sind, diese Verluste aber durch Musikunterricht und Auftragskompositionen für Werbung ausgleichen konnten."

    Wie wahrscheinlich ist es bitte, das alle Kreativen durch Musikunterricht und Auftragskompositionen solch einen Verlust ausgleichen konnten ? Das ist nun wirklich absolut unwahrscheinlich.

    Ich behaupte sicher nicht, dass die Studie dem Piraten absolut recht gibt, aber so wie Golem es hier hinstellt, ist es ganz bestimmt nicht.

  2. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Me.MyBase 20.03.12 - 11:25

    Wenn man die Entwicklung des Internets in diesem Zeitraum vergleicht, ist durchaus auch der Einbruch "mittendrin" erklärbar. der könnte anfangs durchaus durch Tauschbörsen wie Napster entstanden sein weil viele Musik im Internet haben wollten, sie aber nur auf diesen kostenlosen Wegen verfügbar war. Nur durch Präsentation im Internet via MySpace u.Ä. verkauft sich noch nichts.
    Seit sich die Branche soweit besonnen hat und nun z.B. iTunes als Bezahlangebot hat, steigen auch die Einnahmen und gleichen den Einbruch aus der Frühzeit des Internets aus. Man kann also durchaus von einem Wachstum sprechen.

  3. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Anonymer Nutzer 20.03.12 - 11:29

    hat schon mal jemand daran gedacht, dass wir inzwischen das halbe Geld bekommen und die doppelten Ausgaben hinnehmen müssen? Warum- schreib ich jetzt nicht nieder das würde einfach zu lange dauern und ich müsste mich für nichts aufregen.

    Jemand der 1995 eine Gute Qualifikation und einen guten Job hatte, konnte gut leben. Heute 2012, lebt der Selbe mit der inzwischen sogar besseren Qualifikation und gleichen Job -nur mit mehr druck und ausnutzerrei schlechter, als Jene, die 1995 einen Regaleinräumer Job hatten.

    Ich finde die Anwendung auf das Internet inakzeptabel, zweckentfremdet und einfach nur eine riesengroße Unverschämtheit.

    - Lustig, wie stellen die sich das vor, wenn kein Ged da ist kann man auch nichts kaufen.

    Davon abgesehen, mal überlegt wieviel von 2000 Euro "REEL" in die Wirtschaft fliest bzw. hängen bleibt?

    80 % schöpft nämlich unser staat ab. - Und das wird sicher noch besser dank unseres Korruptierten Systems und dem EU-Alptraum. /griegchen

    Mal davon abgesehen was wir finanziell aufwenden um überhaupt in die Arbeiten zu gehen.

    40% grob gesehen nimmt der staat vom hart erarbeiteten Geld sowieso weg.

    20Km Arbeitsweg ( 1x Tour) mit dem Auto 400 Euro Benzinkosten (Mittelkalsse wagen) / Monat (um überhaupt erstmal in der Arbeit zu gelangen) Spritt wovon der Staat 350 abzwackt, die aber erstmal erarbeitet werden müssen.

    Mietzahlung wovon der Staat einkommensteuer (ca 1/3) seitens des Vermieters abzwackt (was letztendlich aber der Mieter aufbringen muss.

    verfierfachung der Stromkosten.

    Steuer hier, steuer da. Ganz sauber sind die nicht?

    Deutschland ist einfach nur noch peinlich, besonders der Korruptionsgrade.

    Und wenn dann der eine oder andere mal was läd,

    da das Geld für das nakte überleben drauf geht, wundern die sich?
    und erzälhlen mir was von Armen Musikern, die sich statt 15 Villas nur noch 9 Leisten können.

    Lächerlich!!!! davon abgesehen, sind die rechte bei einem legalen Kauf dermassen eingeschränkt wurden, dass ich für eine Investition keine Rechtfertigung sehe.

    Ausserdem Ein System was (natürlich eigenützig- allso faschistisch) mal "eben so" nach belieben und bedarf willkürlich die Gesezte ändert, kann nicht von mir erwarten, dass ich es ernst nehme.

  4. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Trollversteher 20.03.12 - 11:58

    >Und wenn dann der eine oder andere mal was läd,

    >da das Geld für das nakte überleben drauf geht, wundern die sich?
    und erzälhlen mir was von Armen Musikern, die sich statt 15 Villas nur noch 9 Leisten können.

    Na Du bist ja witzig, jammerst herum, das alles teurer wird und du von Staat und bösen Wirtschaftskapitalisten ausgenutzt wirst, forderst aber andererseits selbst, daß Musiker gefälligst ihre Arbeit umsonst zur Verfügung stellen sollen? Dann geh bitte mit gutem Beispiel voran, versichte auch noch auf die restlichen 60% Deines Lohnes, welches Du ja noch nach eigenen Angaben hast, und stell Deine Arbeit komplett kostenlos der Allgemeinheit zur Verfügung. Hast Du den Artikel gelesen? Von 15-30.000¤ jährlich läßt sich wohl kaum eine Villa finanzieren...

    >Lächerlich!!!! davon abgesehen, sind die rechte bei einem legalen Kauf dermassen eingeschränkt wurden, dass ich für eine Investition keine Rechtfertigung sehe.

    Aha? Wo denn bitte und wie denn bitte? Das wiederholen falscher Vorurteile, die schon seit 10 Jahrennicht mehr stimmen spricht nicht gerade für Dich - offenbar hast Du seit dem kein einziges Musikstück legal erworben, sonst wüßtest Du ja, daß das totaler Unsinn ist.

    >Ausserdem Ein System was (natürlich eigenützig- allso faschistisch) mal "eben so" nach belieben und bedarf willkürlich die Gesezte ändert, kann nicht von mir erwarten, dass ich es ernst nehme.

    Sei mal bitte vorsichtig mit Faschismusvrofürfen (normalerweise wird soetwas von der Golem-Redaktion sosofrt gelöscht??). Du mußt schon ein arg verwöhntes Wohlstandskind sein, wenn Du unsere heutigen Verhältnisse auch nur ansatzweise in die Nähe von Faschismus bringst. Ungesetzlich und faschistisch klingen eher Deine Enteignungswünsche, schließlich möchtest Du anderen wilkürlich das Recht auf Gehalt entziehen, weil Du selbst zu faul und geizig bist für das zu zahlen, was Du konsumierst.

  5. Sorry, aber das ist nicht Dein Ernst, oder ?

    Autor: marsupilami72 20.03.12 - 12:15

    Bandpass schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 20Km Arbeitsweg ( 1x Tour) mit dem Auto 400 Euro Benzinkosten (Mittelkalsse
    > wagen) / Monat

    20km hin + zurück mal durchschnittlich 22 Arbeitstage macht 880km.
    Bei aktuell 1,70¤/Liter für Super E5 bekommt man für 400¤ ca. 235l Sprit - macht einen Durchschnittsverbrauch auf 100km vom 26,7l - Du solltest echt mal das Auto wechseln...

    > wovon der Staat 350 abzwackt

    Aktuell sind es ca. 220.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.03.12 12:17 durch marsupilami72.

  6. Re: Sorry, aber das ist nicht Dein Ernst, oder ?

    Autor: Clown 20.03.12 - 12:28

    marsupilami72 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 20km hin + zurück mal durchschnittlich 22 Arbeitstage macht 880km.
    > Bei aktuell 1,70¤/Liter für Super E5 bekommt man für 400¤ ca. 235l Sprit -
    > macht einen Durchschnittsverbrauch auf 100km vom 26,7l - Du solltest echt
    > mal das Auto wechseln...

    Bei meinem Zu-Arbeit-fahr-Fahrzeug ist das schnell weg..
    http://@#$%&/2dd8rr

  7. Re: Sorry, aber das ist nicht Dein Ernst, oder ?

    Autor: gaym0r 20.03.12 - 12:29

    marsupilami72 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bandpass schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > 20Km Arbeitsweg ( 1x Tour) mit dem Auto 400 Euro Benzinkosten
    > (Mittelkalsse
    > > wagen) / Monat
    >
    > 20km hin + zurück mal durchschnittlich 22 Arbeitstage macht 880km.
    > Bei aktuell 1,70¤/Liter für Super E5 bekommt man für 400¤ ca. 235l Sprit -
    > macht einen Durchschnittsverbrauch auf 100km vom 26,7l - Du solltest echt
    > mal das Auto wechseln...

    Aber wenn er doch so gerne Panzer fährt? :(

  8. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: LX 20.03.12 - 12:37

    Ja, die Zahlen werfen tatsächlich Fragen auf, wobei sie mit Sicherheit auf weniger wackeligen Füßen stehen als diejenigen, die Golem uns von der Musikindustrie wesentlich unkritischer präsentiert. Dabei möchte ich nicht die kritische Berichterstattung bemängeln, sondern vielmehr, wie einseitig sie erfolgt - also weiter so!

    Immerhin hat die Studie das Potential, die Diskussion neu anzustoßen und eine kritische Betrachtung des Zerrbilds zu ermöglichen, das uns stetig von den Lobbyverbänden vorgehalten wird.

    Gruß, LX

  9. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Trollversteher 20.03.12 - 13:17

    >Immerhin hat die Studie das Potential, die Diskussion neu anzustoßen und eine kritische Betrachtung des Zerrbilds zu ermöglichen, das uns stetig von den Lobbyverbänden vorgehalten wird.

    Zerrbilder werden von beiden Lobbies vorgehalten - sowohl der Musikindustrie als auch der nicht minder mächtigen "content for free" - Netzlobby, die mit Google (Youtube) einen milliardenschweren Unterstützer hat, der sehr viel Geld mit der Arbeit anderer verdient, ohne dazu bereit zu sein, diese auch nur minimal zu beteiligen.

  10. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: LX 20.03.12 - 13:53

    Wenn ich mir das Urheberrecht anschaue, brauche ich mir keine Illusionen darüber machen, welche Lobby mächtiger ist. Abgesehen davon war ich selbst mal Profimusiker - das ganz große Geld machen dort meistens die, die selbst keine Musik machen.

    Gruß, LX

  11. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Herr R. 20.03.12 - 14:14

    Du hast keine Ahnung vom Leben und der Einkommenszusammensetzung eines Künstlers oder?
    Unfassbar, was sich Leute anmaßen, die offensichtlich null Ahnung von der Thematik haben.

    Nur um das mal Klarzustellen: Ein Musiker ist nicht automatisch ein Musiklehrer. Genausowenig, wie ein Biologe automatisch ein Biologielehrer ist. Tatsächlich gibt es in Deutschland aber kaum einen Künstler - und dazu zählen auch bekannte Künstler, die "gut im Geschäft" sind, die auf das Unterrichten verzichten können. Die meisten kommen sonst einfach nicht über die Runden - und auch als Lehrer wird man alles andere als reich. Wenn ein Künstler als Lehrer arbeiten MUSS, da er für das Kunst schaffen nicht entlohnt wird, dann stimmt da was nicht und das ist an sich schon ein Skandal. Tatsächlich ist es ein leichtes, Einnahmen aus CD-Verkäufen oder Tantiemen über Unterrichtsgelder zu kompensieren. Das aber nur, weil diese Einnahmen auch schon vor dem Internet elend niedrig bis nicht existent waren. Das bisschen, was Künstler bis dato dann noch durch direkten CD-verkauf einnehmen konnten, ist nun dank Internet auch so gut wie weggebrochen. Bleibt also neben Gagen für Konzerte lediglich das Unterrichten. Eine Tätigkeit, die mit der Arbeit eines Musikers NICHTS zu tun hat.

    Das gesamte Konzept der PP zum Thema Urheberrecht ist Kurzschlüssig, von Unwissenheit geprägt und letzten Endes nur ein Hebel, um ihre grundsätzliche Parteiideologie zu stützen. Wenn man zugäbe, dass es etwas wie geistige Werte und damit auch Eigentum bzw. Urheberrecht gäbe, dann müsste man sich dem ganzen ja - grade im Netz - stellen, Konzepte erarbeiten, erARBEITEN, also was tun. Das passt aber so garnicht zum Piratenpartei "ich darf alles" Image, das diese Partei so populär gemacht hat.

    Diese Studie zeigt in erschreckender weise, auf welch primitiver Ebene in dieser Partei diskutiert wird.



    keldana schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Somit wäre beispielsweise denkbar, dass Musiker aus Plattenverträgen und
    > Gema-Einkünften ein geringeres Einkommen beziehen als 1995, etwa weil die
    > Umsätze mit Tonträgern stark gesunken sind, diese Verluste aber durch
    > Musikunterricht und Auftragskompositionen für Werbung ausgleichen
    > konnten."
    >
    > Wie wahrscheinlich ist es bitte, das alle Kreativen durch Musikunterricht
    > und Auftragskompositionen solch einen Verlust ausgleichen konnten ? Das ist
    > nun wirklich absolut unwahrscheinlich.
    >
    > Ich behaupte sicher nicht, dass die Studie dem Piraten absolut recht gibt,
    > aber so wie Golem es hier hinstellt, ist es ganz bestimmt nicht.

  12. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Trollversteher 20.03.12 - 14:17

    >Wenn ich mir das Urheberrecht anschaue, brauche ich mir keine Illusionen darüber machen, welche Lobby mächtiger ist.

    Älter! Nicht zu verwechseln mit mächtiger!


    >Abgesehen davon war ich selbst mal Profimusiker - das ganz große Geld machen dort meistens die, die selbst keine Musik machen.

    Das glaube ich gerne - ist allerdings in jeder anderen Branche auch so - mit harter Arbeit alleine wird niemand reich. Trotzdem kein Grund, Musiker dazu zu zwingen ihre Musik in Zukunft allen frei zur Verfügung stellen zu müssen. Besonders wenn andere wie z.B. YouTube dann ihren Profit damit machen, ohne dem Urheber dafür etwas abtreten zu müssen.

  13. +1 (k.T.)

    Autor: Trollversteher 20.03.12 - 14:18

    kein Text

  14. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Raketen angetriebene Granate 20.03.12 - 14:48

    Herr R. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bleibt also neben Gagen für Konzerte lediglich das
    > Unterrichten. Eine Tätigkeit, die mit der Arbeit eines Musikers NICHTS zu
    > tun hat.

    Och, Robert Fripp hat das zu einer Musiker-Tugend erkoren. Der hat allerdings nun auch wirklich was drauf. Und wer will schon Gitarre lernen bei jemanden, der keinen Bock aufs Unterrichten hat und sich zu gut für so eine Tätigkeit hält.

  15. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Shismar 20.03.12 - 14:53

    Die Studie lässt zumindest die Luft aus den übertriebenen Behauptungen der Musikindustrie und auch einiger Künstlerlobbygruppen.

    Kausalitäten lassen sich dadurch natürlich nicht finden. Sehr wohl aber eine negative Korrelation zwischen verstärkter Internetnutzung und dem Künstlereinkommen verneinen. Die wäre aber erst Voraussetzung für einen eventuellen Kausalzusammenhang.

    Dass sich die Methoden der Gewinnerzielung durch das Internet verändern, ist klar. Es ist auch zu erwarten, dass nicht alle Künstler gleichermaßen von den Möglichkeiten des Internets profitieren können. Falls das dann für den Einen oder Anderen eine weniger künstlerisch wertvolle Nebentätigkeit bedeutet, dann ist das eben so. Es gibt keinen Anspruch in unserer Gesellschaft auf Rundumglücklichversogung. Auch nicht bei Personen, die es für sich in Anspruch nehmen Kunst zu machen.

  16. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Trollversteher 20.03.12 - 16:15

    >Och, Robert Fripp hat das zu einer Musiker-Tugend erkoren. Der hat allerdings nun auch wirklich was drauf. Und wer will schon Gitarre lernen bei jemanden, der keinen Bock aufs Unterrichten hat und sich zu gut für so eine Tätigkeit hält.

    Das hat mit "sich zu gut für etwas halten" nichts zu tun. Manche haben ein Händchen dafür und mögen's, andere eben nicht. Mit Musik machen hat es aber tatsächlich wenig zu tun.Ein guter Softwareentwickler muß auch nicht automatisch ein guter Schulungs-Dozent sein...

  17. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Trollversteher 20.03.12 - 16:30

    >Die Studie lässt zumindest die Luft aus den übertriebenen Behauptungen der Musikindustrie und auch einiger Künstlerlobbygruppen.

    Das tut sie eben nicht, denn sie sagt überhaupt nichts zum Thema aus und der hergestellte Bezug zum Netz ist eine reine Spekulation. Im Gegenteil, sie läßt die Luft aus den überzogenen Phantasievorstellungen der Urheberrechtsgegner/Google-Lobbyisten, die gerne das Bild vom schwer reichen Künstler mit 25 Ferraries vor den 10 Villen zeichnen und in Kontrast dazu den hart arbeitenden armen "kleinen Mann", der für ein paar Kopien kriminalisiert werden soll. Dank der Studie kann man nun den Künstler mit 15.000¤ Jahreseinkommen im Kontrast zu einem Kim Schmitz mit königlichem Edelkarossenfuhrpark dagegen halten...

    >Kausalitäten lassen sich dadurch natürlich nicht finden. Sehr wohl aber eine negative Korrelation zwischen verstärkter Internetnutzung und dem Künstlereinkommen verneinen. Die wäre aber erst Voraussetzung für einen eventuellen Kausalzusammenhang.

    Auch falsch, denn wie im Artikel zu lesen steht, gab es tatsächlich einen gewaltigen Einbruch nachdem die ersten großen Tauschbörsen im Netz aufkamen. Erst als Firmen wie Apple oder Amazon reagiert haben und legale Downloads zu fairen Preisen angeboten haben ging es mit der Branche wieder bergauf. Dazu kommt die hier von leibhaftigen Musikern bestätigte Argument mit Liveauftritten und Unterrichtsstunden.

    >Dass sich die Methoden der Gewinnerzielung durch das Internet verändern, ist klar. Es ist auch zu erwarten, dass nicht alle Künstler gleichermaßen von den Möglichkeiten des Internets profitieren können. Falls das dann für den Einen oder Anderen eine weniger künstlerisch wertvolle Nebentätigkeit bedeutet, dann ist das eben so. Es gibt keinen Anspruch in unserer Gesellschaft auf Rundumglücklichversogung. Auch nicht bei Personen, die es für sich in Anspruch nehmen Kunst zu machen.

    Es gibt einen Anspruch auf Rechtsstaatlichkeit, dass die Arbeit von Künstlern gesetzlich genau so abgesichert ist wie Deine Arbeit oder dieGeschäftstätigkeit aller andern Branchen. Deine Argumentation macht keinen Sinn, wenn man sie auf die Allgemeinheit anwenden würde - das gleiche Gesetz, welches Dich (vorrausgesetzt Du arbeitest) davor schützt, daß Dein Chef Dich wie einen Leibeigenen behandelt, oder er selbst seine Geschäfte auf einer halbwegs kalkulierbaren Basis durchführen kann, erledigt dies auch für alle in der Contentindustrie arbeitenden Menschen (welches bei weitem nicht nur Künstler sind). Aber soweit denkt von die "supersuper-allesumsonst" Fraktion leider nicht, eine typisch menschlich-egoistische Unart der fehlenden Selbstreflektion bzw. Übertragung der Situation anderer auf die eigene.

  18. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Freepascal 20.03.12 - 16:32

    > Nur um das mal Klarzustellen: Ein Musiker ist nicht automatisch ein
    > Musiklehrer. Genausowenig, wie ein Biologe automatisch ein Biologielehrer
    > ist.

    Soweit richtig.

    > Tatsächlich gibt es in Deutschland aber kaum einen Künstler - und dazu
    > zählen auch bekannte Künstler, die "gut im Geschäft" sind, die auf das
    > Unterrichten verzichten können.

    Wer denn so zum Beispiel? Musiklehrer (nicht die, die an Schulen sind, sondern die privaten Lehrer und die an Musikschulen) sind i.A. Leute mit klassischer Musikausbildung und -studium, die dann aber keine der wenigen begehrten festen Anstellungen in Orchestern bekommen haben. Und die Leute sind nicht zu beneiden.

    > Die meisten kommen sonst einfach nicht über
    > die Runden - und auch als Lehrer wird man alles andere als reich. Wenn ein
    > Künstler als Lehrer arbeiten MUSS, da er für das Kunst schaffen nicht
    > entlohnt wird, dann stimmt da was nicht und das ist an sich schon ein
    > Skandal.

    Dann ist das kein Skandal, dann macht er die falsche Musik. Wer am Bedarf vorbei produziert, darf sich nicht über mangelnden Gewinn beschweren. Als Programmierer kann ich mich auch nicht auf esoterische Programmiersprachen spezialisieren und dann jammern, wenn mich niemand einstellt.

    > Tatsächlich ist es ein leichtes, Einnahmen aus CD-Verkäufen oder
    > Tantiemen über Unterrichtsgelder zu kompensieren. Das aber nur, weil diese
    > Einnahmen auch schon vor dem Internet elend niedrig bis nicht existent
    > waren. Das bisschen, was Künstler bis dato dann noch durch direkten
    > CD-verkauf einnehmen konnten, ist nun dank Internet auch so gut wie
    > weggebrochen. Bleibt also neben Gagen für Konzerte lediglich das
    > Unterrichten. Eine Tätigkeit, die mit der Arbeit eines Musikers NICHTS zu
    > tun hat.

    Wenn ich aufzähle, was ich alles machen muss, aber mit meinem Studium so gar nichts zu tun hat, wird mein Posting reichlich lang. Ich glaube, für manchen Musiker wäre ein Realitätscheck angebracht, im Job muss auch manchmal gemacht werden, was nötig ist.

  19. Re: Sorry, aber das ist nicht Euer Ernst, oder ?

    Autor: Freepascal 20.03.12 - 16:52

    > Na Du bist ja witzig, jammerst herum, das alles teurer wird und du von
    > Staat und bösen Wirtschaftskapitalisten ausgenutzt wirst, forderst aber
    > andererseits selbst, daß Musiker gefälligst ihre Arbeit umsonst zur
    > Verfügung stellen sollen? Dann geh bitte mit gutem Beispiel voran,
    > versichte auch noch auf die restlichen 60% Deines Lohnes, welches Du ja
    > noch nach eigenen Angaben hast, und stell Deine Arbeit komplett kostenlos
    > der Allgemeinheit zur Verfügung. Hast Du den Artikel gelesen? Von
    > 15-30.000¤ jährlich läßt sich wohl kaum eine Villa finanzieren...

    Was hier völlig fehlt, ist die investierte Zeit, daher ist die Angabe recht bedeutungslos.

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