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Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

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  1. Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: dossi 03.05.12 - 19:53

    Schamlos nochmal woanders gepostet:

    Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.
    Autor dossi 03.05.12 - 16:36

    Ich erlaube mir das mal: Einfach pauschal einiges in Frage stellen.

    Ich beziehe mich hierbei spezifisch auf nahezu sämtliche bisher gelesenen Postings und Presseberichte zum Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung dieses Textes, jegliche weiteren bzw. geänderten sowie spontan oder unbewusst zuhilfe genommenen Quellen werden schändlicherweise nicht genannt.

    ===

    Irrtümlicherweise wird hierzulande immer wieder gerne "gedacht" (meistens verwendet wenn intellektuell tatsächlich nur "gemeint" erreicht wurde), dass es auf 100% ankommt.

    Wenn die Deutschen es nämlich (und wenn auch nur zwischendrin mal) geschafft hätten sich mit 80-90% zufrieden zu geben, wären Sie auch nicht immer wieder von USA und JAPAN industriell und forschungstechnisch eingeholt worden.

    Für den einfachen Geist: Es geht _NICHT_ um 100% !!!

    "Die Scheiße" soll funktionieren, so einfach ist das.

    Für 100% empfehle ich eine Kirche, eine Eremitenhöhle oder einen philosophischen Kongress in einer Schlagengrube. - ES GIBT KEINE 100% ... genausowenig wie es "PERFEKT" gibt ...

    Solche Aussagen in der Couleur "Gerade in Deutschland, wo wir weltweit für Korrektheit bekannt sind ist es doch nicht zuviel verlangt, wenigstens die Doktorarbeit vollkommen perfekt abzuliefern - bzw. abgestraft zu werden, wenn nicht..." sind derartig unbedarft, dass die Wissenschaftlichkeit des Denkens vermutlich - unabhängig vom Labererlaubnisschein (Diplom/Urkunde/Titel//Grad/Rang/Zertifikat/...) - komplett an den Urheber(n) vorbeiging.


    Zu dieser Plagiatshexenjagd: ES NERVT ...

    Ich weise ganz kurz auf folgende grundlegende Problemstellung hin: Es ist _kaum_ möglich (siehe u.a. Sapir/Whorf-Theorie) die Sprache vom Denken zu trennen und umgekehrt. Genausowenig ist es möglich ab einem bestimmten Grad der Verflechtung mit fremden Gedanken oder Wissen die tatsächliche Urheberschaft _selbst_ zu ermitteln (wie auch). - Darum geht es aber bei der reinen Wissenschaft _auch_ nicht. - Es geht um Erkenntnisgewinn - nicht um Korinthenkacken - und demzufolge muß man damit Leben, dass die Arbeiten - sobald Fremdgedanken internalisiert wurden - auch keine weitere Trennung aufweisen.

    Wenn _SIE_ (geschätzter Leser) sich mit einer Einstellung identifizieren (wie oben genannt) ... WER ist der Urheber IHRER (geschätzten Lesers) Einstellung, wer der Ihrer (geschätzter Leser) Argumente und wessen Wortwahl fanden SIE (geschätzter Leser) so "cool", daß es sich in IHREM (geschätzter Leser) Wortschatz eingenistet hat ? ... Bekommen diejenigen regelmäßig Anerkennung oder zumindest einen gelegentlich "Quellennachweis" ... nein ? - Wie sollte das dann gehen, wenn Sie (geschätzter Leser) diese Gedanken aufschreiben ?

    Davon abgesehen erlaubt die deutsche Sprache nur einer endlichen Anzahl von (aufwandstechnisch) vertretbaren "Andersformulierungen" auch sinnwahrend zum Einsatz zu kommen, der Rest träfe nicht den Punkt ... Plagiate bzw. Vorwürfe derselben sind somit immer auch mit einer erheblichen Menge an Vorsicht zu genießen (sowie zu Äußern oder zum Vorwurf zu machen).

    Im Übrigen erlaube ich meine persönliche Meinung zur Hexenjagd abzugebem:

    Es kotzt mich an, dass hier Wissenschaft und Ehrlichkeit als (unmenschliche) Entschuldigung für eine früher wenigstens "humanere" einfache Folter und Hinrichtung/Verbrennung usw. von unliebsamen oder andersdenkenden hergenommen wird. - Nichts anderes geht im "ach so liberalen Internet" und der populistischen (sic!) Presse ab - nur werden die Opfer gnädigerweise am Leben gelassen. Um die Jahrhundertwende hat man den Leuten einfach eine Pistole in die Hand gedrückt und gesagt ... "man solle das richtige tun". Auch das ist heute nicht mehr anerkannt.

    Intellektuelle Verblendung im Deckmantel der "hehren Wahrheit" und "Offenheit" wird hier hergenommen um Existenzen zu zerstören, von Leuten deren eigene Energie und Verstand NICHT ausreicht um die Konsequenzen abzuschätzen. - Erstmal kaputtmachen, dann "huch, tut mir aber Leid" sagen ... dem Springer hat man damals versucht - genau wegen dieser Vorgehensweise übrigens - den Saft abzudrehen und jetzt benimmt sich so gut wie der jeder im Netz so *§"%&.

    Ich bin, glaube ich, fast schon zu alt, um mich _nochmal_ mit derartig infantiler, rachsüchtiger und unbeherrschter Dumm-, Blöd- und Dämlichkeit auseinanderzusetzen. - Den Scheiss hatten wir in Deutschland /Weltweit nämlich mit erschreckender Regelmäßigkeit ... dicht gefolgt von einem Krieg, der die Welt verbessern, aber im Wesentlichen nur einen Großteil der Bevölkerung "aus"-gebessert hat ... vielleicht ist ja jetzt ein guter Zeitpunkt dafür.

    Zum Abschluß:

    Es ist erbärmlich, dass diejenigen, die sich _wagen_ ein öffentliches Leben zu führen, selbst wenn es ein Versehen war, unentwegt derartiger Anfeindung ausgesetzt sehen. Da kann Kooperation mit Medien, Industrie oder Politik nicht klappen.

    Wenn man eine Arbeit klaut bzw. aus Versatzstücken anderer Werke zusammensetzt, ist das schlimm. Wenn man es schafft dennoch von den Profs akzeptiert zu werden, dann hat man den Titel. - Aber der TITEL ist ja NICHTS wert, auch wenn Irgendwer das glauben mag - er besagt nur, dass man nach Prüfung (Grundstudium: mit einem gewissen Handwerkszeug) und Diskusssion (Hauptstudium: mit einem gewissen Wortschatz) Informationen mit einer gewissen Qualität aufbereitet präsentieren kann und/oder daraus _neue_ bzw. _andere_ Erkenntnisse beziehen kann. - Das wars. - Ob jemand was drauf hat oder nicht, das ergibt sich eh' erst später. - Da helfen keine Diplome, Titel, Zertifikate, Gutten-, Schavan- oder sonstige Plagen.

    Die mögliche Haftung bei Erkennbarkeit der Strafbarkeit, Eigennutz usw. (z.B. wenn die Politiker/Beamte/Würdenträger sich selbst die Industrie anfüttern oder umgekehrt) muß hergestellt sein. - Dann wird da ein Schuh draus. Beraterverträge bei verschiedenen Mogul-Konzernen usw. fallen damit genauso weg, wie sonstige Zugewinnvorbereitungen per Dekret.

    Regards,

    /dossi

    P.S.: ... jetzt geht's mir wieder besser ... :D

    P.P.S.: ... die Argumentation oben ist keineswegs vollständig, sondern nur "angerissen" ...

    P.P.P.S.: ... ich bin's leid unentwegt Politically Correct (tm) zu sein, das da oben ist _natürlich_ etwas emotional ... wie gesagt _es nervt_

  2. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: mha9172 03.05.12 - 20:11

    +1

  3. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: PaBa 03.05.12 - 21:38

    Ich gebe auch mal meine 2 Cent dazu.

    Dossi kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Vor knapp 2 Jahren war ich in der Situation meine eigene Diplomarbeit zu schreiben. Für so eine kleine Arbeit liest man ne Menge Bücher und Artikel, man schnappt viele Gedanken auf und verbindet diese mit seinen eigenen Gedanken. Nach dem die Literaturrecherche abgeschlossen ist fängt man an die eigentliche Arbeit zu schreiben. Hier bringt man natürlich Zitate und Verweise an, aber es besteht die Gefahr an der einen oder anderen Stelle vermeidlich eigene Gedanken aufzuschreiben. Aber es kann genau so gut sein, dass genau der gleiche Satz in einer Quelle steht, die man nicht benannt hat. Man liest was, man vergisst es, man verwirft es und dann schreibt man es doch auf, ohne Bezug zu der eigentlichen Quelle. Kann hier Absicht unterstellt werden?

    Dazu kommt noch etwas anderes: Gerade als Frau Schavan ihre Arbeit verfasst hat war der Zugang zu den Medien ein anderer. Kann der Sachverständige überhaupt nachweisen, dass Fr. Schavan diese Quellen, von denen Sie abgeschrieben haben soll überhaupt im Zugriff hatte?

    Man muss Plagiate verfolgen und eine Copy + Paste Geschichte hat ein anderes Gewicht, aber wie es schon oben steht kommt es nicht auf den Tittel an, sondern auf die Qualität der Arbeit. Der Rest ist Hexenjagt.

    So ganz btw. ist es nur ein Zufall, dass nur Arbeiten von CDU/FDP Politikern untersucht werden?

    JM2C (Quelle kann ich grad nicht benennen)

  4. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: bugmenot 03.05.12 - 22:25

    Tja ich sage mal da hat es genau die richtige Person getroffen!
    Diese Frau ist verantwortlich für die Bildung im Lande.

    Sie ist es, wie auch alle anderen von ihr, die es nicht geschafft hat es deutlich zu machen, dass eigentlich nur Menschen die wissenschaftlich arbeiten einen Doktortitel benötigen.
    Sie ist es, wie auch alle anderen von ihr, die es versäumt hat, das jetzige Problem zu verhindern, indem man klare, deutliche und vor allem durchdachte Grundsätze zum Spezifizieren von Plagiaten definiert hätte.
    Und vor allem ist die Partei, der sie angehört schuld, dass die Bürger nach jedem kleinen Strohhalm greifen, um endlich wenigstens ein kleines bisschen Vergeltung zu üben.

    Es ist eigentlich offensichtlich, warum gerade die CDU & die Clownspartei im Visier sind. Die SPD *backen sind kein Deut besser, die wird auch noch der "Wutbürger" treffen.

    Wir Wind sät soll Sturm ernten (und nicht jährlich einen halben Jackpot bis zum Lebensende).

  5. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: samy 04.05.12 - 00:03

    Sorry, ich finde es krank, das plötzlich die Plagiatsjäger die Bösen sein sollen und die Plagiatoren hätten, dass ja ohne Absicht getan.... schon klar... Wer das glaubt auch an den Weihnachtsmann. Klar nimmt man beim Lesen Gedanken anderer Autoren auf, dann müssen die aber ins Quellenverzeichnis und es mag ja sein dass man einen Satz mal wörtlich übernimmt und gar nicht merkt dass er nicht der eigene ist, die Regel ist das NICHT...

    -------------------------------------------------
    Für offene Standards
    -------------------------------------------------

  6. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: Winchester 04.05.12 - 01:47

    Kann mir das mal jemand genau erklären, ich bin nur Realschüler gewesen. Wenn ich in einer Arbeit schreibe: "...und so komme ich zum Schluss das 1+1 gleich 2 sein müssen." Das können doch schon etliche vor mir so geschrieben haben. Und ich müsste jetzt in einem Quellennachweis darlegen wer das als aller erstes so geschrieben hat?

    Wenn ich das Verfahren beschreibe wie ich nen Nagel in die Wand kloppe, dann können doch da auch nicht soviel verschiedene Erklärungen möglich sein, das jede Arbeit darüber einzigartig ist. Irgendwie ist der Hype doch etwas zu groß finde ich. Wichtig ist doch nur das der der eine Arbeit geschrieben hat das auch selber verstanden hat, oder nicht?

  7. ich denke das wäre mal einer Doktorarbeit würdig

    Autor: Anonymer Nutzer 04.05.12 - 01:57

    Du hast Dir mit diesem Beitrag viel Mühe gegeben,
    ich denke das Thema ist noch ausbaufähig.

    Wie wäre es?

  8. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: Anonymer Nutzer 04.05.12 - 02:12

    Winchester schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wichtig ist doch nur das der der eine Arbeit
    > geschrieben hat das auch selber verstanden hat, oder nicht?

    Deiner Meinung nach müsste es also einen Doktortitel für das Abschreiben einer anderen Arbeit geben, Hauptsache der Abschreiber hat den Inhalt auch verstanden?

    Wissenschaftliche Arbeiten sollen einen Mehrwert darstellen und sich nicht auf die Zusammenfassung schon bekannter Fakten reduzieren. Bei einer Bewertung einer solchen Arbeit spielt es eine Rolle, wie viele eigene Ideen bzw. wissenschaftliche Leistungen in der Arbeit stecken. Wenn man Zitate verschweigt, gibt man deren Inhalte als eigene Leistungen aus

    Sicherlich kann man auch unabhängig von einer vielleicht unbekannten Quelle auf gleiche Ergebnisse kommen. Allerdings werden bei Plagiatsuntersuchungen nicht nur fachliche Inhalte berücksichtigt sondern sprachliche. Damit wird dann nachgewiesen, dass es eben keine eigenen Gedanken waren, sondern bewusst abgeschrieben wurde.

    Dein 1 + 1 ist sicherlich kein gutes Beispiel und für die Beschreibung, wie man einen Nagel in die Wand schlägt, wirst Du keinen wissenschaftlichen Titel bekommen, aber sofern Du die Beschreibung eigenständig erstellt hast und nicht aus einem Heimwerkerbuch abgeschrieben hast, ist es auch kein Plagiat.

  9. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: Moe479 04.05.12 - 03:14

    es besteht hier schon die frage nach einem 100%tig sicherem verfahren zur sicherstellung von einzigartigen aussagen.

    in dubio pro reo sollte auch hier gelten.

    PS: ich mag die politik in unserem land und der welt überhaupt nicht, das hat aber im kern der diskussion nichts zu suchen ...

  10. Re: ich denke das wäre mal einer Doktorarbeit würdig

    Autor: jajaja 04.05.12 - 08:35

    Vor dem Hintergrund wieviel Geld diese Menschen für den Rest ihres Lebens bekommen sollte zumindest mit der Art und Weise wie sie dazu gekommen sind alles stimmen.

  11. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: Winchester 04.05.12 - 08:42

    Andreas_B schrieb:

    > Deiner Meinung nach müsste es also einen Doktortitel für das Abschreiben
    > einer anderen Arbeit geben, Hauptsache der Abschreiber hat den Inhalt auch
    > verstanden?

    Naja, aber es kann doch gut möglich sein das ich eine Schlussfolgerung oder eine Erklärung zu einem Mathematischen, Chemischen oder Physikalischen Vorgang mir genau so ausdenke wie jemand der das schon mal zu Papier gebracht hat. Lernen ist doch das verinnerlichen von Vorgängen und Tätigkeiten und dazu zieht man Quellen heran.

    > Wissenschaftliche Arbeiten sollen einen Mehrwert darstellen und sich nicht
    > auf die Zusammenfassung schon bekannter Fakten reduzieren. Bei einer
    > Bewertung einer solchen Arbeit spielt es eine Rolle, wie viele eigene Ideen
    > bzw. wissenschaftliche Leistungen in der Arbeit stecken. Wenn man Zitate
    > verschweigt, gibt man deren Inhalte als eigene Leistungen aus

    Dann stellt sich mir die Frage wo soll das herkommen? Dann müsste man ja eine Doktor Arbeit über etwas völlig neues und unbekanntes, unerforschtes machen.

    > Sicherlich kann man auch unabhängig von einer vielleicht unbekannten Quelle
    > auf gleiche Ergebnisse kommen. Allerdings werden bei Plagiatsuntersuchungen
    > nicht nur fachliche Inhalte berücksichtigt sondern sprachliche. Damit wird
    > dann nachgewiesen, dass es eben keine eigenen Gedanken waren, sondern
    > bewusst abgeschrieben wurde.

    Aber kann die Sprache so vielfältig sein, das zwei Menschen zu einem Sachverhalt völlig unterschiedliche Sätze formulieren? Oder besser wie soll man ausschließen das zwei Personen nicht den selben Satz, unabhängig von einander, doch gleich lautend niederschreiben?

    > Dein 1 + 1 ist sicherlich kein gutes Beispiel und für die Beschreibung, wie
    > man einen Nagel in die Wand schlägt, wirst Du keinen wissenschaftlichen
    > Titel bekommen, aber sofern Du die Beschreibung eigenständig erstellt hast
    > und nicht aus einem Heimwerkerbuch abgeschrieben hast, ist es auch kein
    > Plagiat.

    Naja aber es gibt nun mal Mathematische, Chemiekalische und Physikalische Vorgänge, die sind so und lassen sich nicht anders auslegen. Von daher können auch zwei Menschen zu einem gleichen Schluss kommen und das auch textlich in gleiche Worte fassen.

    Ich als durchschnittlicher Mensch mit durchschnittlichem Bildungsgrad finde diesen ganzen Hype um angebliche Plagiate halt etwas verwirrend. Vor allem weil mir in der Schule halt eingetrichtert wurde, das wenn ich etwas so wiedergebe wie es irgendwo geschrieben steht, dann ist das richtig. Also hat man teilweise Auswendig gelernt und das dann so wieder in einer Arbeit oder Aufsatz niedergeschrieben. Ich kenne das aus meiner Schulpraxis jedenfalls noch so, das es in einer Arbeit Punkte gab wenn man einen bestimmten Textblock aus dem Schulbuch 1 zu 1 wieder gegeben hat. Jede Abweichung davon, auch wenn sie Inhaltlich richtig war, wurde mit Punktabzug bestraft.

  12. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: grmpf 04.05.12 - 09:29

    Ich hab den plag gelesen.
    Der Autor vermeidet es bei jedem einzelnen Fund einen passenden Originalausschnitt von Freud bereit zu stellen.
    Denn diese besonders harrausragenden Funde sind fast alle basierend auf Thesen von Freud.
    Ich konnte in keinem dieser "Funde" auch nur ein einziges Plagiat erkennen, weil mir selbst keine bessere Formulierung als Zusammenfassung oder Erläuterung der Freud Thesen eingefallen ist - und ich kenne keine einzige der angegebenen "Plagiatsquellen".
    Ich hab von Stadter und Co. bisher nicht einen Hauch gehört.

    Allerdings ist mein Fach auch weder Psychologie, noch Theologie.
    Als Außenstehender ist mir halt Freud bekannter, als irgendjemand anderes in dem Bereich.

    Plagiiere ich nun, wenn ich den Kerl nicht mal kenne, von dem ich abgeschrieben haben soll?

    Ich kann die Schavan wirklich nicht ab, doch das ist grad nur noch Hexenjagd in meinen Augen.

  13. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: VirtualInsanity 04.05.12 - 09:51

    dossi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.
    > Autor dossi 03.05.12 - 16:36

    Ich finde, Du hast im Großen und Ganzen Recht. Nur das mit dem Krieg war etwas weit hergeholt. :-D

    Und dass der Doktor nichts wert ist, dem mag ich auch nicht zustimmen. Ich hab zwar selber keinen, aber es steckt _schon_ eine Leistung dahinter. Auch wenn's zum Großteil nur der Nachweis ist, dass man wissenschaftlich (korrekt) arbeiten/forschen und dokumentieren kann.

    Insofern stimme ich zu, dass das teilweise in einer Hexenjagd ausartet, aber bei extremen Fällen wie bei KTG sollte man schon Konsequenzen einfordern.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.12 10:01 durch VirtualInsanity.

  14. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: VirtualInsanity 04.05.12 - 10:12

    samy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sorry, ich finde es krank, das plötzlich die Plagiatsjäger die Bösen sein
    > sollen und die Plagiatoren hätten, dass ja ohne Absicht getan.... schon
    > klar... Wer das glaubt auch an den Weihnachtsmann. Klar nimmt man beim
    > Lesen Gedanken anderer Autoren auf, dann müssen die aber ins
    > Quellenverzeichnis und es mag ja sein dass man einen Satz mal wörtlich
    > übernimmt und gar nicht merkt dass er nicht der eigene ist, die Regel ist
    > das NICHT...

    Das ist nicht krank. Die Frage ist ob man wegen kleinerer und schlecht nachweisbarer Fehler alles in der Öffentlichkeit breittreten und der betreffenden Person Schaden zufügen muss. Vor allem, wenn selbsternannte Experten das tun.

  15. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: Bassa 04.05.12 - 10:12

    Winchester schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich als durchschnittlicher Mensch mit durchschnittlichem Bildungsgrad finde
    > diesen ganzen Hype um angebliche Plagiate halt etwas verwirrend. Vor allem
    > weil mir in der Schule halt eingetrichtert wurde, das wenn ich etwas so
    > wiedergebe wie es irgendwo geschrieben steht, dann ist das richtig. Also
    > hat man teilweise Auswendig gelernt und das dann so wieder in einer Arbeit
    > oder Aufsatz niedergeschrieben. Ich kenne das aus meiner Schulpraxis
    > jedenfalls noch so, das es in einer Arbeit Punkte gab wenn man einen
    > bestimmten Textblock aus dem Schulbuch 1 zu 1 wieder gegeben hat. Jede
    > Abweichung davon, auch wenn sie Inhaltlich richtig war, wurde mit
    > Punktabzug bestraft.

    Das finde ich persönlich schrecklich.
    Etwas auswendig aufzuschreiben hat wenig mit dem zu tun, was man in der Schule machen sollte... Lernen sollte auch Verstehen beinhalten und wenn man einen Text nur abschreibt bzw. aus dem Gedächtnis 1:1 wiedergibt, dann ist das nicht im Geringsten ein Beweis dafür, dass man den Text verstanden hat.
    Ich kenne diverse Lehrer, die es schrecklich finden, wie wenig Schüler in der Lage sind, aus Texten eigene Gedanken zu formulieren.

  16. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: VirtualInsanity 04.05.12 - 10:16

    Bassa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das finde ich persönlich schrecklich.
    > Etwas auswendig aufzuschreiben hat wenig mit dem zu tun, was man in der
    > Schule machen sollte... Lernen sollte auch Verstehen beinhalten und wenn
    > man einen Text nur abschreibt bzw. aus dem Gedächtnis 1:1 wiedergibt, dann
    > ist das nicht im Geringsten ein Beweis dafür, dass man den Text verstanden
    > hat.
    > Ich kenne diverse Lehrer, die es schrecklich finden, wie wenig Schüler in
    > der Lage sind, aus Texten eigene Gedanken zu formulieren.


    Wir hatten das teilweise noch im Studium. Da konnte man theoretisch mit Schere und Kleber in die Prüfung gehen (Skript war erlaubt) und damit zwei Drittel der Aufgaben richtig beantworten. Leider hat das nie jemand gemacht, wäre interessant gewesen, was die Professorin da gesagt hätte. :-D

  17. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: bstea 04.05.12 - 11:01

    PaBa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich gebe auch mal meine 2 Cent dazu.
    >
    > Dossi kann ich mich nur voll und ganz anschließen. Vor knapp 2 Jahren war
    > ich in der Situation meine eigene Diplomarbeit zu schreiben. Für so eine
    > kleine Arbeit liest man ne Menge Bücher und Artikel, man schnappt viele
    > Gedanken auf und verbindet diese mit seinen eigenen Gedanken. Nach dem die
    > Literaturrecherche abgeschlossen ist fängt man an die eigentliche Arbeit zu
    > schreiben. Hier bringt man natürlich Zitate und Verweise an, aber es
    > besteht die Gefahr an der einen oder anderen Stelle vermeidlich eigene
    > Gedanken aufzuschreiben. Aber es kann genau so gut sein, dass genau der
    > gleiche Satz in einer Quelle steht, die man nicht benannt hat.
    Wenn absatzweise sowohl in der Verwendung des Vokabulars als auch in der Reihenfolge einander gleichen kann wohl kaum von Originalität gesprochen werden.
    > Man liest
    > was, man vergisst es, man verwirft es und dann schreibt man es doch auf,
    > ohne Bezug zu der eigentlichen Quelle. Kann hier Absicht unterstellt
    > werden?
    >
    Ja, stellenweise wurden die gleichen Verschleierungsmethoden benutzt wie beim Gutenberg, Satzbau verdrehen, Interpunktion verändern, Wörter austauschen.
    > Dazu kommt noch etwas anderes: Gerade als Frau Schavan ihre Arbeit verfasst
    > hat war der Zugang zu den Medien ein anderer. Kann der Sachverständige
    > überhaupt nachweisen, dass Fr. Schavan diese Quellen, von denen Sie
    > abgeschrieben haben soll überhaupt im Zugriff hatte?
    >
    Muss er nicht. Copy&Paste-Arbeiten bedürfen nicht das Internet oder eines Computers, es reicht passagenweise von einem Buch abzuschreiben.
    > Man muss Plagiate verfolgen und eine Copy + Paste Geschichte hat ein
    > anderes Gewicht, aber wie es schon oben steht kommt es nicht auf den Tittel
    > an, sondern auf die Qualität der Arbeit. Der Rest ist Hexenjagt.
    >
    In jeder guten wissenschaftl. Arbeit gibt es einen Rechercheteil der vorhandenes Wissen zusammenfasst und eigenes, neues Wissen. Wenn man es sich leicht machen will, vermeidet man letzteres um erstens weniger angreifbar zu sein und zweitens Zeitersparnis oder sogar Unvermögen. Alles keine guten Gründe für eine DOKTORARBEIT, Bachelorarbeit könnte man noch verstehen. Doktorarbeiten stellen weit höhere Ansprüche und sollten nur den besten Studenten ermöglicht werden.
    > So ganz btw. ist es nur ein Zufall, dass nur Arbeiten von CDU/FDP
    > Politikern untersucht werden?
    >
    Im Lehrbetrieb sind die Konservativen mal von Rechtswissenschaften und BWL/VWL abgesehen, in der Minderheit. Wenn du also keine Gruppe aufmachst werden sich auch weiterhin nur Leute finde, die unbeliebte Politiker beschädigen wollen. Aber wer großspurig Gutenberg diskreditiert und selber die gleichen Fehler in der Doktorarbeit macht, braucht sich nicht darüber zu wundern.
    > JM2C (Quelle kann ich grad nicht benennen)

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  18. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: bstea 04.05.12 - 11:25

    Erstens brauchst du dir keine Sorgen zu machen, wenn deine Schlussfolgerungen irgendwo schon mal geäußert wurden sind, gibt's in der Wissenschaft häufig.
    Zweitens dreht sich die Debatte mal wieder ums abschreiben nicht um gleiche Ansätze, Gedanken, Formulierungen, mal ein Beispiel[1].
    Wo ist der Eigenanteil, nicht mal umformuliert oder andere Metaphern wurden verwendet.
    Weitere Beispiele: hier[2][3] und da[4]. Sogar bei der Quellenarbeit wurde abgekürzt. Eines Doktortitels nicht würdig ist diese Arbeit.

    Vielleicht sollte man einen Doktor für gutes Plagieren anbieten.

    [1] http://schavanplag.wordpress.com/2012/04/22/seite-45/
    [2] http://schavanplag.wordpress.com/2012/04/29/seite-166/
    [3] http://schavanplag.wordpress.com/2012/04/28/seite-322/
    [4] http://schavanplag.wordpress.com/2012/04/28/seite-222/

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  19. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: Freepascal 04.05.12 - 11:28

    dossi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Schamlos nochmal woanders gepostet:
    >
    > Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.
    > Autor dossi 03.05.12 - 16:36
    >
    > Ich erlaube mir das mal: Einfach pauschal einiges in Frage stellen.
    >
    > Ich beziehe mich hierbei spezifisch auf nahezu sämtliche bisher gelesenen
    > Postings und Presseberichte zum Zeitpunkt der erstmaligen Erstellung dieses
    > Textes, jegliche weiteren bzw. geänderten sowie spontan oder unbewusst
    > zuhilfe genommenen Quellen werden schändlicherweise nicht genannt.
    >
    > ===
    >
    > Irrtümlicherweise wird hierzulande immer wieder gerne "gedacht" (meistens
    > verwendet wenn intellektuell tatsächlich nur "gemeint" erreicht wurde),
    > dass es auf 100% ankommt.
    >
    > Wenn die Deutschen es nämlich (und wenn auch nur zwischendrin mal)
    > geschafft hätten sich mit 80-90% zufrieden zu geben, wären Sie auch nicht
    > immer wieder von USA und JAPAN industriell und forschungstechnisch
    > eingeholt worden.
    >
    > Für den einfachen Geist: Es geht _NICHT_ um 100% !!!
    >
    > "Die Scheiße" soll funktionieren, so einfach ist das.

    So arbeitet vielleicht ein (schlechter) Klempner. Wenn du mal erleben willst, was Leistungsgesellschaft wirklich bedeutet, und warum Japan technisch so weit ist, dann würde ich dir einen längeren Aufenthalt dort empfehlen. Japan ist ein Hochtechnologieland, weil dort eben nicht so gearbeitet wird, dass "die Scheiße funktioniert", um dein Vokabular zu verwenden. Disziplin und extremes Anspruchsdenken sind der Grund, warum uns Japan technologisch davonläuft.

  20. Re: Jetzt muss ich mal ein wenig Dampf ablassen.

    Autor: Feuerfred 04.05.12 - 13:11

    PaBa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > So ganz btw. ist es nur ein Zufall, dass nur Arbeiten von CDU/FDP
    > Politikern untersucht werden?

    Die CDU lässt auf der Suche nach Skandälchen auch gerne in anderen Gewässern fischen, nur im eigenen nicht. Von daher: Wie man in den Wald hinein ruft, so schallt es heraus. Oder noch anders: Wer andern eine Grabe grubt, sicher selber in die ... ok, lassen wir das.

    Mir ist überdem völlig egal, wer sich wie demontiert. Unsere Parteien taugen alle nicht sehr viel.

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Mit dem Mi Note 10 versucht Xiaomi, der Variabilität von Huaweis Vierfachkameras noch eins draufzusetzen - mit Erfolg: Die Fünffachkamera bietet in fast jeder Situation ein passendes Objektiv, auch die Bildqualität kann sich sehen lassen. Der Preis dafür ist ein recht hohes Gewicht.
Ein Hands on von Tobias Költzsch

  1. Xiaomi Neues Redmi Note 8T mit Vierfachkamera kostet 200 Euro
  2. Mi Note 10 Xiaomis neues Smartphone mit 108 Megapixeln kostet 550 Euro
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Social Engineering: Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung
Social Engineering
"Die Mitarbeiter sind unsere Verteidigung"

Prävention reicht nicht gegen Social Engineering und die derzeitigen Trainings sind nutzlos, sagt der Sophos-Sicherheitsexperte Chester Wisniewski. Seine Lösung: Mitarbeiter je nach Bedrohungslevel schulen - und so schneller sein als die Kriminellen.
Ein Interview von Moritz Tremmel

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