1. Foren
  2. Kommentare
  3. Wissenschaft-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › Elektromobilität…

15-20 min?

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema


  1. 15-20 min?

    Autor: ttoni 04.05.12 - 15:08

    Da erlaube ich mir aber noch eine gewisse Skepsis. Für heutige Elektroautos imt ihrer geringen Reichweite mag das passen, aber für zukünftige mit größeren Batterien?

    Ohne weitere technische Daten würde ich bei diesen Steckern die Obergrenze mal bei 100 A und 2000 V ziehen. Nehmen wir mal optimistisch an, das am anderen Ende des Steckers tatsächlich etwas sitzt, was mir 200 kW Leistung liefern kann, dann kann man in 15 min. maximal 50 kWh Energie übertragen. Davon kommen in der Batterie vielleicht 45 an, und am Getriebe beim Fahren optimistischerweise noch 40 (ohne Klimaanlage usw.).

    Mit 20 kW (27 PS) Leistung am Getriebe kann ich ein normales Auto so ca. auf 100 km/h bringen, kann also mit den 40 kWh 200 km weit fahren. Ein sparsamer Diesel verbraucht zum Vergleich unter diesen Bedingungen höchstens 5l/100 km, die eingefüllte Energiemenge entspricht also etwa 10l Diesel, was an der Zapfsäule keine 15 min., sondern 10 Sekunden dauert.

    Die ach so geliebten SUVs mit ihren 15l Verbrauch bei flotter Autobahnfahrt und ihren 70l-Tanks "vollzutanken", dauert dann schon 1h45m. Wie gesagt, *wenn* da ein 200 kW Versorger am anderen Ende hängt. Zum Vergleich: Ein normaler Hausanschluss für ein Einfamilienhaus gibt maximal 69 kW (teilw. auch deutlich weniger) her.

    Ich seh schon in den Innenstädten und Parkhäusern die Umspannwerke aus dem Boden wachsen :-)

  2. Re: 15-20 min?

    Autor: Replay 04.05.12 - 15:17

    Ein durchschnittlicher PKW alter Bauart (also das jetzige Auto 1.0 mit Verbrennungsmotor als alleinige Antriebsquelle) benötigt für 100 km etwa 15 kWh Energie.

    Wenn man also in 15 bis 20 Minuten 45 kWh in die Batterie bringt, wovon die E-Maschine etwa 44 kW in Vortrieb umsetzt, ist das schon ordentlich.

    Eine Klimaanlage braucht etwa 3 kWh, den Rest (Radio und sowas) kann man vergessen.

    Man kommt also etwa 300 km weit. E-Autos sind anders gebaut (leichter, Reifen schmaler, keine Raserei), man kommt also noch weiter, etwa 450 km. Die Laufende Klimaautomatik kostet etwa 50 km (lauft ja nicht immer mit voller Leistung), bleiben 400 km übrig.

    Nach 250 bis 300 km mache ich meist Pause, die Batterie wäre dann nicht leer und man kann sich einen Espresso und vorher was zum Mampfen genehmigen, dann ist die Batterie (die des Autos und die eigene) locker wieder voll für die nächste Etappe.

    Tja. Das muß erst noch Realität werden. Batterien, die sich so schnell laden lassen sind das Problem. Und die Energiedichte bei gleichzeitig hoher Sicherheit.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  3. Re: 15-20 min?

    Autor: __destruct() 04.05.12 - 15:25

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein durchschnittlicher PKW alter Bauart (also das jetzige Auto 1.0 mit
    > Verbrennungsmotor als alleinige Antriebsquelle) benötigt für 100 km etwa 15
    > kWh Energie.

    Ha, wo lebst du denn? Du kommst mit weniges als 2 Litern 100 km weit? Das zeugt sehr von einem PKW alter Bauart.

  4. Re: 15-20 min?

    Autor: Replay 04.05.12 - 15:32

    Ich beschrieb nur die notwendige Energiemenge, um ein solches Fahrzeug 100 km weit bewegen zu können (Roll- und Luftwiderstand ist inkludiert), nicht welche Energiemenge zugeführt werden muß. Der Mehrverbrauch resultiert aus dem geringen Gesamtwirkungsgrad einer Hubkolben-Verbrennungsmaschine.

    Da ein guter E-Motor mit 98 % Wirkungsgrad daherkommt und ein E-Auto, wenn es als solches konzipiert wurde, völlig anders gebaut ist als ein herkömmlicher PKW, wird fast die gesamte Energie in der Batterie in Bewegung umgesetzt.

    Beim Auto 1.0 geht der größte Teil der im Benzin gespeicherten Energie in Schall, Rausch und vor allem Wärme auf.

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.12 15:39 durch Replay.

  5. Re: 15-20 min?

    Autor: __destruct() 04.05.12 - 16:35

    Ok.

  6. Re: 15-20 min?

    Autor: Eheran 04.05.12 - 21:34

    Replay schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Beim Auto 1.0 geht der größte Teil der im Benzin gespeicherten Energie in
    > Schall, Rausch und vor allem Wärme auf.

    Und beim E-Auto halt nicht auf der Straße, sondern vorher im Kraftwerk.
    Effizienz bleibt etwa die gleiche, bei viel höherem Komfort der fossilen Brennstoffe.

  7. Re: 15-20 min?

    Autor: anybody 04.05.12 - 22:18

    > Und beim E-Auto halt nicht auf der Straße, sondern vorher im Kraftwerk.
    > Effizienz bleibt etwa die gleiche, bei viel höherem Komfort der fossilen
    > Brennstoffe.

    Ja, 2-3x pro Monat 5min an der Tankstelle dum rumstehen plus Anstehen an der Kasse pluss günstige Tankstelle suchen ist schon verdammt viel komfortabler als Abends in der Tiefgarage schnell nen Stecker einzustecken nach dem Aussteigen aus dem Auto :-)

  8. Re: 15-20 min?

    Autor: __destruct() 04.05.12 - 22:38

    Dann sei zufrieden und kaufe dir ein Elektroauto.

  9. Re: 15-20 min?

    Autor: anybody 04.05.12 - 22:40

    Bin zufrieden und habe eins (bestellt).

    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann sei zufrieden und kaufe dir ein Elektroauto.

  10. Re: 15-20 min?

    Autor: bobb 04.05.12 - 23:02

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Replay schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > ...
    > Effizienz bleibt etwa die gleiche
    >....

    öhm, nein? wärend beim bremsen der verbrennungsmotor nur keine energie aufnimmt, kann der elektromotor einen großteil wieder reinholen

    also bewegt man sich bei etwas vorrausschauender fahrweise im idealfall nur mit der energie, die zum rollen benötigt wird, verluste beim beschleunigen/bremsen werden minimiert

  11. Re: 15-20 min?

    Autor: Eheran 04.05.12 - 23:09

    Alles klar - wo kann man die Vakuumröhre für die Magnetschwebebahn besichtigen?

  12. Re: 15-20 min?

    Autor: __destruct() 04.05.12 - 23:14

    Das mag für Städter von Relevanz sein, aber die, die viel Auto fahren, also die Menschen auf dem Land, ist das kaum von Belang, da man kaum bremsen muss.

    Allerdings heißt, dass man es nicht muss, noch lange nicht, dass es gemacht wird. Man muss doch nicht bis 60 Meter vor der Ampel unbedingt > 50 km/h schnell sein, wenn man schon aus 250 Metern Entfernung gesehen hat, wie sie rot wurde. Dann schaltet man in den höchsten Gang und lässt sich hinrollen.

    Man kann also auch ohne E-Antrieb Energie sparen, indem man seltener beschleunigt. Allerdings ist das den Menschen offensichtlich reichlich egal, oder warum denkst du, würden sonst so viele Menschen bis auf den letzten Meter schnell sein wollen, oder warum würden so viele große Wagen auf Deutschlands Straßen unterwegs sein? Wenn man alleine auf der Straße ist, spart man neben der Energie sogar noch ein klein wenig Zeit, wenn man sich ausrollen lässt und dann, wenn die Ampel vor einem grün wird, noch 30 km/h schnell ist und eben nicht steht.

    Interessiert das viele? Nein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.12 23:15 durch __destruct().

  13. Re: 15-20 min?

    Autor: anybody 04.05.12 - 23:20

    > Das mag für Städter von Relevanz sein,
    Der Anteil der "Städter" ist bereits heute sehr groß und steigt weltweit extrem steil an (überall stark steigend, aber gerade in Entwicklungsländern ganz extrem).

    > aber die, die viel Auto fahren, also die Menschen auf dem Land,
    > ist das kaum von Belang, da man kaum bremsen muss.
    Städte können durchaus recht groß sein so das man auch viele kilometer Auto fahren muss :-)

    > Dann schaltet man in den höchsten Gang und lässt sich hinrollen.
    Nicht sehr realistisch. Im höchsten Gang komm ich bei so bei 35km/h oder so an die unterste Drehzahlgrenze - bin aber noch lange nicht stehen geblieben. Muss dann also für den ganzen Rest des bremens fast alle paar Sekunden Gang wechseln damit der Motor kein Benzin fürs Standgas braucht. Da freut sich die Kupplung.

  14. Re: 15-20 min?

    Autor: Eheran 04.05.12 - 23:21

    >Wenn man alleine auf der Straße ist
    Eben, andernfalls geht das nicht bzw. man behindert den Verkehr.
    Wenn viel Verkehr ist heißt es schnell anfahren und spät bremsen, sonst sinkt der Durchsatz-
    Daher hat das eher nur geringe Relevanz.

    > Da freut sich die Kupplung.
    Und die Tausenden Akkus in zukunft sind wohl kein Problem? ;)



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.05.12 23:22 durch Eheran.

  15. Re: 15-20 min?

    Autor: samy 05.05.12 - 21:56

    anybody schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Und beim E-Auto halt nicht auf der Straße, sondern vorher im Kraftwerk.
    > > Effizienz bleibt etwa die gleiche, bei viel höherem Komfort der fossilen
    > > Brennstoffe.
    >
    > Ja, 2-3x pro Monat 5min an der Tankstelle dum rumstehen plus Anstehen an
    > der Kasse pluss günstige Tankstelle suchen ist schon verdammt viel
    > komfortabler als Abends in der Tiefgarage schnell nen Stecker einzustecken
    > nach dem Aussteigen aus dem Auto :-)

    Und die Abgase und der Lärm sind gibt noch als Extra oben drauf, drauf wollt ich auch nicht verzichten...

    -------------------------------------------------
    Für offene Standards
    -------------------------------------------------

  16. Re: 15-20 min?

    Autor: Eheran 05.05.12 - 22:49

    Der Lärm kommt vorallem durch die Reifen und die Luftverwirbelungen am Auto.
    Die Abgase sind vorallem bei Diesel Motoren schädlich, moderne Benziner (seit Kat. Pflicht) stoßen fast nur CO2 und H2O aus.
    Aber das ändert ja nichts daran, dass man diese Umweltverschmutzung der Dieselfahrzeuge auchnoch Staatlich fördert.

  17. Re: 15-20 min?

    Autor: TW1920 06.05.12 - 14:32

    Eheran schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Der Lärm kommt vorallem durch die Reifen und die Luftverwirbelungen am
    > Auto.
    > Die Abgase sind vorallem bei Diesel Motoren schädlich, moderne Benziner
    > (seit Kat. Pflicht) stoßen fast nur CO2 und H2O aus.
    > Aber das ändert ja nichts daran, dass man diese Umweltverschmutzung der
    > Dieselfahrzeuge auchnoch Staatlich fördert.


    Es gibt Rußpartikelfilter - folglich ist das auch kein Argument mehr...

  18. Re: 15-20 min?

    Autor: Eheran 06.05.12 - 21:29

    Das ist also kein Argument mehr?
    Die meiste Luftverschmutzung wird durch LKW erzeugt, diese haben keinen Partikelfilter.
    Das war so und wird bis mind. ende 2013 so bleiben.
    Der Staat hat also seit der steuerlichen Begünstigung dies in kauf genommen.
    Unwissend sicher auch nicht, denn die schwarzen Wolken aus dem Auspuff sind auch ohne jede Messtechnik mit dem Auge sichtbar.

    Dazu kommt übrigens die Stickoxidbelastung (NOx), welche auch ein Partikelfilter nicht mindern.

  19. Re: 15-20 min?

    Autor: Tiberius Kirk 07.05.12 - 10:55

    Replay schrieb:
    > Beim Auto 1.0 geht der größte Teil der im Benzin gespeicherten Energie in
    > Schall, Rausch und vor allem Wärme auf.

    Das mit dem Rausch trifft aber nur bei Äthanol-Sprit zu.
    :-D

    Gruß
    Tiberius

  20. Re: 15-20 min?

    Autor: Replay 07.05.12 - 15:28

    *LOL*

    Freud'scher Vertipper ;-)

    Krieg ist Frieden, Freiheit ist Sklaverei, Unwissenheit ist Stärke. Das Ministerium für Wahrheit.

  1. Thema

Neues Thema


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. Referentin (m/w/d) strategisches Business Development
    Pfalzwerke Aktiengesellschaft, Ludwigshafen am Rhein
  2. Solution Expert (m/w/d) Analytics
    EPLAN GmbH & Co. KG, deutschlandweit
  3. Scrum Master - Projektmanager (m/w/d)
    Pixida GmbH, München, Ingolstadt
  4. IT Business Analyst (m/w/d)
    Goldbeck GmbH, Bielefeld

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de