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Es gibt kein 'Bürger/innen' vs 'Urheber'...

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  1. Es gibt kein 'Bürger/innen' vs 'Urheber'...

    Autor: divStar 14.05.12 - 22:18

    ..weil jeder, der bloggt, kommentiert (mit eigenem kreativen Anteil) usw. selbst ein Urheber ist. Das einzige, was es gibt, sind Leute, die aus dem Urheberrecht auf Kosten anderer schamlos Profit schlagen - und welche, die das Urheberrecht genau deswegen nicht leiden können. Außerdem gibt es jede Menge Menschen dazwischen - die zu einem Teil Werke schützen, zu einem anderen Teil jedoch kreative Freiheit fordern.

    Genau hier gilt es den Mittelweg zu finden. Ich räume ein, dass derzeit vieles im Hinblick auf Urheberrecht aus dem Ruder läuft - man sehe die illegalen Angebote etc. Doch das passiert fast ausschließlich deshalb, weil die meisten "Güter" (Filme, Musik, Spiele etc.) schlicht teuer und extrem restriktiv sind (man kann heutzutage z.B. kaum mehr ein PC-Spiel verkaufen - ganz einfach weils absichtlich unterbunden wird). Solange das so ist und bleibt, sehe ich keinen Grund meine Einstellung gegenüber Künstlern, Firmen oder parteiischen Staatsorganen zu ändern und von schlechtem Gewissen kann überhaupt keine Rede sein.

    Wie es in den Wald ruft, so schallt es auch wieder hinaus - solange hier nicht wirklich unparteiisch ein für alle annehmbarer Mittelweg von jemandem, der dazu berechtigt ist, gefunden wird - solange wird all dies munter weitergehen.

    Für mich persönlich stehen dabei folgende Punkte an:
    - ich will für Ware, die ich ein Mal gekauft habe, NIEMALS ein zweites Mal bezahlen müssen, sofern es sich um die gleiche Ware handelt (Qualität darf einen Aufpreis haben - aber auch der muss bezahlbar sein) -> wenn die Filme 13Euro auf DVD kostet, dann will ich später wenn ich ihn in HD oder 4K gucken will nur einen Differenzbetrag zu meinem Originalkaufpreis zahlen; selbiges mit Musik
    - ich will meine gekauften DVDs/BDs/Spiele/Musik weiterverkaufen dürfen; es sind Originale und sollten übertragbar sein; wieso sollte ein Freund von mir die DVD/BD sowieso neu-kaufen, wenn ich sie nicht brauche und ihm kostengünstig überlassen könnte wenn ich sie gar nicht mehr brauche?
    - ein RECHT auf Privatkopie - alternativ: Verpflichtung aller DVD/BD-Verkäufer innerhalb von 5-10 Werktagen eine nachweislich kaputtgegangene DVD/BD kostenlos ersetzen;
    - wenn ich eine CD (physisch, mit Cover, mit Plastikhülle, Lieferung etc.) für 13 Euro kaufe - darf sie Online nicht über die Hälfte kosten, damit ICH mich für einen Online-Kauf entscheide; das 'illegale' herunterladen ist oftmals viel einfacher als ein Online-Kauf in einem 'legalen' Shop - nicht nur des Geldes wegen

    Wenn diese 4 Punkte beherzigt werden, sehe ich durchaus Chancen, dass ich wieder Blockbuster (Film, Musik und Spiel) kaufe, sonst schaue/spiele/höre ich halt beim Freund mit.

  2. Re: Es gibt kein 'Bürger/innen' vs 'Urheber'...

    Autor: fehlermelder 15.05.12 - 12:33

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    >[...]

    > Für mich persönlich stehen dabei folgende Punkte an:
    > - ich will für Ware, die ich ein Mal gekauft habe, NIEMALS ein zweites Mal
    > bezahlen müssen, sofern es sich um die gleiche Ware handelt (Qualität darf
    > einen Aufpreis haben - aber auch der muss bezahlbar sein) -> wenn die Filme
    > 13Euro auf DVD kostet, dann will ich später wenn ich ihn in HD oder 4K
    > gucken will nur einen Differenzbetrag zu meinem Originalkaufpreis zahlen;
    > selbiges mit Musik

    Das ganze Lizenzgebrabbel ist für mich zugegebenen sehr undurchsichtlich, aber ich verstehe es so: Du erwirbst nicht das Recht am Inhalt, sondern nur an der Nutzung über die DVD. HD-Release ist wie eine neue Auflage eines Buches.
    In deinem Beispiel nehme ich an, hast du eine DVD und willst auf HD upgraden. Wodurch bestimmst du, dass deine DVD noch 13¤ wert ist? Oder wie beweist du, dass du sie überhaupt besitzt?

    > - ich will meine gekauften DVDs/BDs/Spiele/Musik weiterverkaufen dürfen;
    > es sind Originale und sollten übertragbar sein; wieso sollte ein Freund von
    > mir die DVD/BD sowieso neu-kaufen, wenn ich sie nicht brauche und ihm
    > kostengünstig überlassen könnte wenn ich sie gar nicht mehr brauche?

    Das finde ich auch. Der Gebrauchtmarkt hat noch niemandem beim Verkauf von was auch immer geschadet. Ich wüsste jetzt aber auch kein Beispiel, wo das bei DVDs oder Blu-Rays gemacht wird. Bei Spielen ja, das lehne ich auch ab.

    > - ein RECHT auf Privatkopie - alternativ: Verpflichtung aller
    > DVD/BD-Verkäufer innerhalb von 5-10 Werktagen eine nachweislich
    > kaputtgegangene DVD/BD kostenlos ersetzen;

    Das dürfte schwierig sein. Schonmal versucht eine verlorene Fahrkarte ersetzt zu bekommen? Es ist nur ein Stück Papier, du hast die Quittung und die wissen genau, dass im Computer vermerkt ist, dass du gezahlt hast (Semesterticket). Aber weg ist weg.
    Wenn die Scheibe von allein kaputtgegangen ist, ist es natürlich ein Garantiefall, aber das Phänomen ist mir noch nicht untergekommen.
    Privatkopie, da stimme ich zu. Auch wenn ich mir persönlich nicht die Mühe machen würde, alle meine Filme noch extra zu rippen und beides zu verwalten.

    > - wenn ich eine CD (physisch, mit Cover, mit Plastikhülle, Lieferung etc.)
    > für 13 Euro kaufe - darf sie Online nicht über die Hälfte kosten, damit ICH
    > mich für einen Online-Kauf entscheide; das 'illegale' herunterladen ist
    > oftmals viel einfacher als ein Online-Kauf in einem 'legalen' Shop - nicht
    > nur des Geldes wegen

    Den Punkt verstehe ich nicht ganz. Also wenn du eine neue CD kaufst darf das Album bei Amazon MP3s z.B. nicht weniger als 50% kosten? Warum nicht 63%? Ansonsten ist Amazon da doch so einfach wie es geht. Kein DRM, keine Angaben, außer denen für die Zahlung nötigen, etc. etc.
    Bitte näher erläutern.

    > Wenn diese 4 Punkte beherzigt werden, sehe ich durchaus Chancen, dass ich
    > wieder Blockbuster (Film, Musik und Spiel) kaufe, sonst schaue/spiele/höre
    > ich halt beim Freund mit.

    Tja, ich werde mir weiterhin Filme kaufen. Musik und Spiele ebenso. Wenn möglich gebraucht oder bei einer Rabatt-Aktion. Manches ist mir auch den Neupreis wert. Wenn das so für dich funktioniert, warum dann überhaupt mehr fordern?

  3. Re: Es gibt kein 'Bürger/innen' vs 'Urheber'...

    Autor: Trockenobst 15.05.12 - 14:25

    divStar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > restriktiv sind (man kann heutzutage z.B. kaum mehr ein PC-Spiel verkaufen
    > - ganz einfach weils absichtlich unterbunden wird).

    Im Prinzip gibt es einen stark wachsenden Second Hand Markt, weil die Leute
    40-60¤ Games zu teuer finden. Somit spielt man es durch, macht vielleicht
    noch 80% und hat am Ende 10-20¤ gezahlt. Es hat seinen Grund warum
    auch große Steam Games bei 15¤ extrem gut positioniert sind.

    Das Problem ist nur, dass Leute schon anfangen 15¤ Games wieder zu
    verkaufen zu wollen - um den Markt auch noch mit 10¤ Second Hand
    Games zu fluten. Da ist man dann mal fair und schon wird das wieder
    missbraucht. Die Gier ist eben auch beim Kunden tief drin. Das muss man
    anerkennen.

    > jemandem, der dazu berechtigt ist, gefunden wird - solange wird all dies
    > munter weitergehen.

    Wenn jemand ein Buch für 12¤ kauft und verkauft verstehe ich das.
    Aber ein Buch für 1,99¤ bei Kindle? Das ist dann der Konsumpreis,
    nicht der "Weitervertick"-Preis. Irgendwo muss gut sein.

    > wieder Blockbuster (Film, Musik und Spiel) kaufe, sonst schaue/spiele/höre
    > ich halt beim Freund mit.

    30% der Zielgruppe sind verloren. Egal was der Markt macht. Das sollte man
    akzeptieren und sich um die 70% kümmern die noch übrig sind.

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