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danke apple?

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  1. danke apple?

    Autor: Myxier 12.09.12 - 15:04

    Ich frage mich ob daran das Apple-Phänomen schuld ist, nicht mehr wissen zu wollen wie etwas funktioniert, sondern Hauptsache es läuft.(nichts gegen Apple) Allerdings interessieren sich wohl eh immer weniger junge Menschen für das "wie" am computer. Ist ansich ja auch nicht zwingend, wenn genug andere Interessen vorhanden sind und der Abschluss gut ist. Nur der Anteil wird immer geringer und der nicht so begabte größere Anteil findet alles was mit Rechner-wissen zutun hat, bis auf big bang Theorie, freakig, scheisse und streberhaft. Wie seht ihr das so?

  2. Re: danke apple?

    Autor: Himmerlarschund... 12.09.12 - 15:12

    Ich find's gut, diese Tendenz erhält meinen und sicherlich auch viele andere Arbeitsplätze. Letztendlich ist es auch völlig okay und legitim, wenn nicht jeder sich gut mit Computern auskennt. Ich kenne mich auch nicht mit Brotherstellung aus, sondern nutze dafür einen Dienstleister.

  3. Re: danke apple?

    Autor: tunnelblick 12.09.12 - 15:38

    Himmerlarschundzwirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich find's gut, diese Tendenz erhält meinen und sicherlich auch viele
    > andere Arbeitsplätze.

    richtig. was natürlich viele nicht davon abhält, trotzdem selber rumzufrickeln, so dass der experte nachher kaum noch was retten kann.

    > Letztendlich ist es auch völlig okay und legitim,
    > wenn nicht jeder sich gut mit Computern auskennt.

    richtig, und achtung: autovergleich! es halten sich auch viele für kfz-mechaniker, sind aber selber keine.

    Ich kenne mich auch nicht mit autos aus - wenn kaputt -> werkstatt :)

    > mit Brotherstellung aus, sondern nutze dafür einen Dienstleister.

    aber natürlich. sie müssen den pc ja auch nur bedienen. sie sollen nicht wissen, was das bios ist, nicht wissen, was chs-encoding ist, wie das internet als solches funktioniert und auch nicht, wie man windowsdienste bearbeitet.

  4. Re: danke apple?

    Autor: Himmerlarschund... 12.09.12 - 15:41

    tunnelblick schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > richtig. was natürlich viele nicht davon abhält, trotzdem selber
    > rumzufrickeln, so dass der experte nachher kaum noch was retten kann.

    Kein Problem, erhöht den Umsatz ;-)

    > Ich kenne mich auch nicht mit autos aus - wenn kaputt -> werkstatt :)

    Das halte ich übrigens genauso. Bei mir hört's sogar schon vor dem Verbrennungsmotor auf, aber bisher hat's nie jemanden interessiert. Die Werkstatt repariert mein Auto und ich repariere in einer Werkstatt manchmal Computer :-)

    > aber natürlich. sie müssen den pc ja auch nur bedienen. sie sollen nicht
    > wissen, was das bios ist, nicht wissen, was chs-encoding ist, wie das
    > internet als solches funktioniert und auch nicht, wie man windowsdienste
    > bearbeitet.

    Gott bewahre, sie wüssten es! Dann würden sie sich vermutlich noch rantrauen. Aber okay, dann sind wir wieder beim ersten Punkt :-)

  5. Re: danke apple?

    Autor: linuxuser1 12.09.12 - 15:15

    Nur das die Länder mit höherem Appleanteil laut dieser Statistik mehr Computerkentnisse haben. Passt irgendwie nicht deine Theorie :D.

  6. Re: danke apple?

    Autor: San_Tropez 12.09.12 - 15:23

    Ich finde es super! Erstmal muss ich dir insofern Recht geben dass Apple mit dem Prinzip "Jeder Vollpfosten muss das Gerät bedienen können" bestimmt seinen Teil dazu beigetragen hat. Microsoft setzt das jetzt mit Windows 8 und Metro (Auf allen Geräten die gleiche Bedienung) gekonnt fort.

    Je mehr Deutsche absolut keinen Plan haben wie ein Rechner funktioniert, wie man diesen bedient und wie man auftauchende Probleme löst, desto sicherer sind unsere Arbeitsplätze, und desto besser wird unsere Arbeit bezahlt. Daher ist mir das nur recht.

    Auch Himmerlarschundzwirn (btw. Ich finde dein Nick gehört zu den kreativsten hier im Forum. Sehr schön!) muss ich Recht geben. Den Bäcker interessiert es nicht wie sein Rechner funktioniert, den Mediziner auch nicht. Mich interessiert dafür nicht wie man Brot backt oder Krankheiten behandelt. Von daher ist die Einstellung "Hauptsache es tut das was ich will" IMHO vollkommen okay und nichts negatives. Durch immer weiter fortschreitende Entwicklung und Spezialisierung kann sich kein Mensch selbst innerhalb der IT in allen Bereichen vollkommen auskennen.

  7. Re: danke apple?

    Autor: Himmerlarschund... 12.09.12 - 15:26

    San_Tropez schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Auch Himmerlarschundzwirn (btw. Ich finde dein Nick gehört zu den
    > kreativsten hier im Forum. Sehr schön!)

    Danke! Kommst in mein "Ich werde doch geliebt"-Buch :-)

  8. Re: danke apple?

    Autor: onkel hotte 12.09.12 - 15:27

    schliesse mich dem einfach mal an. zwar ist die einstellung "je weniger sich damit auskennen desto besser für meinen arbeitsplatz" etwas kurzsichtig für unser land, aber in der tat fand ich die zeiten, in der nicht jeder furz sich für einen pc experten hielt, schon schöner ;) und ich z.b. habe auch keinen plan von autos, und das hier in deutschland (!), fhre aber dennoch eins.

  9. Re: danke apple?

    Autor: Himmerlarschund... 12.09.12 - 15:31

    Ach was heißt kurzsichtig für unser Land... Ein Land, dessen Bevölkerung nur aus Dichtern und Denkern besteht, hat auch kein Brot zum Essen.

  10. Re: danke apple?

    Autor: Quantumsuicide 12.09.12 - 15:33

    Myxier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich ob daran das Apple-Phänomen schuld ist, nicht mehr wissen zu
    > wollen wie etwas funktioniert, sondern Hauptsache es läuft.(nichts gegen
    > Apple) Allerdings interessieren sich wohl eh immer weniger junge Menschen
    > für das "wie" am computer. Ist ansich ja auch nicht zwingend, wenn genug
    > andere Interessen vorhanden sind und der Abschluss gut ist. Nur der Anteil
    > wird immer geringer und der nicht so begabte größere Anteil findet alles
    > was mit Rechner-wissen zutun hat, bis auf big bang Theorie, freakig,
    > scheisse und streberhaft. Wie seht ihr das so?

    Ich sehe das so, dass dein Post absolut sinnfrei ist und andere User zum rumtrollen anregen soll.

  11. Re: danke apple?

    Autor: Himmerlarschund... 12.09.12 - 15:36

    Bis auf dich hat in diesem Thread eigentlich bisher keiner rumgetrollt. Gut, das Wort Apple hätte er rauslassen können, aber das war auch nicht der Kern seiner Aussage. Wir haben das erkannt, während du wahrscheinlich schon bei "Apple-Phänomen" aufgehört hast, zu lesen und mit deiner "Meinung" nicht mehr an dich halten konntest.

    Nix für Ungut!

  12. Re: danke apple?

    Autor: Quantumsuicide 12.09.12 - 15:38

    qed

  13. Re: danke apple?

    Autor: Himmerlarschund... 12.09.12 - 15:39

    Richtig, aber eben schon nach deinem Kommentar ;-)

  14. Re: danke apple?

    Autor: Suchandt 12.09.12 - 15:48

    Ich finde die Theorie mit einen anderen Blickwinkel auch ganz interessant: Die IT wird immer leistungsfähiger, d.h. auch die Ansprüche der Konsumenten steigern sich. Das hat zur Folge, dass viele Konsumenten den Blick für den dahinterstehenden Aufwand verlieren.

    Gute Beispiele sind:
    - "Du bist doch Webentwickler, mach mir mal eine Facebook-ähnliche Webseite"
    - "Programmiere mir doch mal schnelle eine mobile App"
    - "Designe mir doch mal ein Logo"

    Ein wenig mehr Wissensdurst über die Funktionsweisen und die damit verbundenen Aufwände, würde meiner Meinung nach Deutschland nicht unbedingt schaden. Ich denke dieser Werteverfall hat einiges mit der "Ich benutze es einfach, muss mich nicht drum kümmern wie es funktioniert"-Mentalität zu tun.

  15. Re: danke apple?

    Autor: Himmerlarschund... 12.09.12 - 15:51

    Suchandt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > - "Du bist doch Webentwickler, mach mir mal eine Facebook-ähnliche
    > Webseite"

    Kein Ding, verrate ihm den Preis und hilf ihm beim wieder aufstehen ;-)

    > - "Programmiere mir doch mal schnelle eine mobile App"

    Auch kein Ding, hat ja noch keiner vom Inhalt gesprochen :-)

    > - "Designe mir doch mal ein Logo"

    Irgendeins? Auch schnell verdientes Geld.

    Wenn jemand konkrete Anforderungen hat, wird er sich mit dem Thema auseinandersetzen müssen, spätestens bei der Preisverhandlung. Aber du hast Recht, ein wenig Grundverständnis würde einigen Helfen und viele Facepalms ersparen.

  16. Re: danke apple?

    Autor: tunnelblick 12.09.12 - 15:54

    oh, das kenne ich! privatmann verlangt meine dienste am computer. "fehler": die uralt-dj-software läuft nicht. diagnose: software läuft super, passt sich aber nicht ins windows-7-design ein, da die software gegen nen windows-api-level ca. win9x gebaut wurde.
    "ja, warum ist datt denn so? kann man das nicht ändern?" "ehh... mit entsprechendem aufwand (disassembly, neu bauen, etc., von rechtlichen fragen mal ganz ab) bestimmt. aber das willst und kannst du nicht bezahlen".

  17. Re: danke apple?

    Autor: Himmerlarschund... 12.09.12 - 15:59

    Wenn du nett wärst, hättest ihm ne XP-VM installiert :-P

  18. Re: danke apple?

    Autor: tunnelblick 12.09.12 - 16:01

    Himmerlarschundzwirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn du nett wärst, hättest ihm ne XP-VM installiert :-P

    du wirst lachen, aber das wird demnächst anstehen - dann wird der alte targa-pc, der laut cputemp-monitor geschmeidige 80°c im idle anzeigt, virtualisiert. wahrscheinlich per vmware-converter :)

  19. Re: danke apple?

    Autor: StefanKehrer 12.09.12 - 15:54

    Suchandt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich finde die Theorie mit einen anderen Blickwinkel auch ganz interessant:
    > Die IT wird immer leistungsfähiger, d.h. auch die Ansprüche der Konsumenten
    > steigern sich. Das hat zur Folge, dass viele Konsumenten den Blick für den
    > dahinterstehenden Aufwand verlieren.
    >
    > Gute Beispiele sind:
    > - "Du bist doch Webentwickler, mach mir mal eine Facebook-ähnliche
    > Webseite"
    > - "Programmiere mir doch mal schnelle eine mobile App"
    > - "Designe mir doch mal ein Logo"
    >
    > Ein wenig mehr Wissensdurst über die Funktionsweisen und die damit
    > verbundenen Aufwände, würde meiner Meinung nach Deutschland nicht unbedingt
    > schaden. Ich denke dieser Werteverfall hat einiges mit der "Ich benutze es
    > einfach, muss mich nicht drum kümmern wie es funktioniert"-Mentalität zu
    > tun.

    Das hat abseits der IT einfach mit zunehmender Komplexität der Technik und steigender Spezialisierung zu tun. Und es wird einem ja auch an allen Ecken gepredigt man soll sich spezialisieren, deshalb ist der Blick über den Tellerrand eben nicht üblich.

    Außerdem ist es auch nicht immer ein nicht Wollen, sondern oft auch ein schlichtes nicht Können. Und solang man ein Gerät benutzt wie vorgeschrieben, ist das ja auch weniger dramatisch. Zum Problem wird es erst dann,wenn man glaubt zu wissen, und dann los legt.

    Das die IT leistungsfähiger wird gilt eher für die Rechenleistung als für die Umsetzung der Rechenleistung in sinnvolle Funktionen. Die Komplexität läuft aus meiner Sicht auch in de IT stark weg, und die Entwicklung was die Beherrschung der Komplexität angeht, läuft deutlich langsamer ab, als die Zunahme der Komplexität.

  20. Re: danke apple?

    Autor: 7hyrael 12.09.12 - 16:12

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das die IT leistungsfähiger wird gilt eher für die Rechenleistung als für
    > die Umsetzung der Rechenleistung in sinnvolle Funktionen. Die Komplexität
    > läuft aus meiner Sicht auch in de IT stark weg, und die Entwicklung was die
    > Beherrschung der Komplexität angeht, läuft deutlich langsamer ab, als die
    > Zunahme der Komplexität.

    +++++++++!

    Gibt leider viel zu wenige die das erkennen außerhalb der aktuellen "Fachleute".
    Ich krieg jedesmal schon fast Pickel wenn mein "kollege" (entwickelt seit knapp 15-20 jahren selbst nicht mehr, aber davor jahrelang und hat noch nie was von objektorientierung oder derlei "neuerungen" gehört) anfängt von wegen "vor 20 jahren hätten wir das so und so gemacht! er versteht garnicht warum ...". Das frustrierende dabei ist, das er immer die gleichen dinge "nicht versteht" hinterfragt und man sie zum hundersten und tausendsten mal begründen muss. Beliebter Verwirrungspunk ist bspw. das Entity Framework...

  21. Re: danke apple?

    Autor: StefanKehrer 12.09.12 - 19:08

    7hyrael schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das die IT leistungsfähiger wird gilt eher für die Rechenleistung als
    > für
    > > die Umsetzung der Rechenleistung in sinnvolle Funktionen. Die
    > Komplexität
    > > läuft aus meiner Sicht auch in de IT stark weg, und die Entwicklung was
    > die
    > > Beherrschung der Komplexität angeht, läuft deutlich langsamer ab, als
    > die
    > > Zunahme der Komplexität.
    >
    > +++++++++!
    >
    > Gibt leider viel zu wenige die das erkennen außerhalb der aktuellen
    > "Fachleute".
    > Ich krieg jedesmal schon fast Pickel wenn mein "kollege" (entwickelt seit
    > knapp 15-20 jahren selbst nicht mehr, aber davor jahrelang und hat noch nie
    > was von objektorientierung oder derlei "neuerungen" gehört) anfängt von
    > wegen "vor 20 jahren hätten wir das so und so gemacht! er versteht garnicht
    > warum ...". Das frustrierende dabei ist, das er immer die gleichen dinge
    > "nicht versteht" hinterfragt und man sie zum hundersten und tausendsten mal
    > begründen muss. Beliebter Verwirrungspunk ist bspw. das Entity Framework...

    Ich meinte das nicht nur personenbezogen, auch was die technischen Mittel angeht ist die Beherrschung nicht unbedingt besser geworden.

    Was ich da manchmal bei Generatoren und Frameworks an Code sehe, und wie diese bedient werden müssen, dann graut es mir. :)

    Aber natürlich gilt das auch für Personen. Wobei hier die Objektorientierung auch schon ein alter Hut ist. ;)

  22. Re: danke apple?

    Autor: Nebucatnetzer 12.09.12 - 20:02

    Ich fände es schön wenn sich die normalen User ein bisschen mehr mit ihren Geräten auseinandersetzen würden.
    Ich musste schon Leuten erklären wie sie bei ihrem Smartphone die Datenverbindung ausschalten können wenn sie ins Ausland gehen.
    Und mal ehrlich die 2 beliebtesten mobilen Betriebssysteme sind ja nicht wirklich schwierig zu bedienen.
    Ich verlange ja auch nicht das sie Android gleich selber kompilieren können aber generelle Grundkentnisse wären doch schon wünschenswert.
    Beim Auto setzt sich ja auch keiner einfach rein ohne vorher gelernt zu haben wie man sich im Verkehr zu verhalten hat.

  23. Re: danke apple?

    Autor: Satan 12.09.12 - 21:52

    Ich finde folgendes eigentlich viel besser:
    "Hey du kennst dich doch mich Computern aus, wie kann ich bei Word die Sprache ändern?"

    Ja was weiß ich denn, als Softwareentwickler und Linux-User?

  24. Re: danke apple?

    Autor: tunnelblick 12.09.12 - 15:47

    Quantumsuicide schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Myxier schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Ich frage mich ob daran das Apple-Phänomen schuld ist, nicht mehr wissen
    > zu
    > > wollen wie etwas funktioniert, sondern Hauptsache es läuft.(nichts gegen
    > > Apple) Allerdings interessieren sich wohl eh immer weniger junge
    > Menschen
    > > für das "wie" am computer. Ist ansich ja auch nicht zwingend, wenn genug
    > > andere Interessen vorhanden sind und der Abschluss gut ist. Nur der
    > Anteil
    > > wird immer geringer und der nicht so begabte größere Anteil findet alles
    > > was mit Rechner-wissen zutun hat, bis auf big bang Theorie, freakig,
    > > scheisse und streberhaft. Wie seht ihr das so?
    >
    > Ich sehe das so, dass dein Post absolut sinnfrei ist und andere User zum
    > rumtrollen anregen soll.

    Ich sehe das so, dass dein Post absolut sinnfrei ist und andere User zum rumtrollen anregen soll.

  25. Re: danke apple?

    Autor: /mecki78 12.09.12 - 15:37

    Myxier schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich frage mich ob daran das Apple-Phänomen schuld ist, nicht mehr wissen zu
    > wollen wie etwas funktioniert, sondern Hauptsache es läuft.

    Die Frage ist: Ist das wirklich etwas schlechtes?

    Die wenigsten Autofahrer wissen wirklich was da alles unter der Motorhaube verbaut ist und wie das nun im Detail zusammenspielt. Gerade mal das man so ganz grob das Grundkonzept eines Verbrennungsmotors verstanden hat, weil das irgendwann mal in der Schule dran kam. Deswegen sind diese Leute aber keine schlechteren Autofahrer, oder? Das hindert diese Leute auch nicht daran ihr Auto produktiv zu nutzen und damit die Dinge zu machen, weswegen sie es angeschafft hatten, oder?

    Wenn man heute bestimmte PC Kenntnisse nicht mehr braucht um einen PC zu bedienen, ist es dann wirklich schlimm diese nicht mehr zu haben? Solange man auch ohne diese Kenntnisse alles mit seinem Rechner machen kann, wofür man ihn gekauft hat, sehe ich nicht wo das Problem dabei sein sollte. Was ist daran schlimm, wenn jemand nicht weiß, wie er etwas mit seinem Rechner nicht machen kann, das er noch nie damit machen wollte, weswegen er den Rechner nicht gekauft hat und das er wohl auch in Zukunft nicht damit machen will?

    Ich sehe darin prinzipiell kein Problem. Ein Problem ist es immer nur dann, wenn einem das fehlende Wissen einschränkt. Bzw. nicht einmal das ist ein Problem. Es ist nur dann ein Problem, wenn man sich nicht selber zu helfen weiß. Ich weiß nicht alles und ich kann nicht alles, aber ich weiß wo ich nachsehen kann, wenn ich mal selber nicht weiter weiß. Beim ersten mal stehe ich noch da wie der Ochse vor'm Berg, aber schon beim zweiten mal ist es kein Problem, da ich eben wieder was dazu gelernt habe.

    /Mecki

  26. Autovergleich

    Autor: StefanKehrer 12.09.12 - 15:48

    Hier wurde ja jetzt schon einige male der Autovergleich gebracht.

    Es geht aus meiner Sicht gar nicht darum ob man ein Auto reparieren kann, sondern ob man es bedienen kann. Dann wäre der Vergleich angebracht. Natürlich ist ein schlechter Autofahrer im Allgemein um einiges gefährlicher für Leib und Leben als ein schlechter Computerbenutzer.

    Bei Autos gäbe es auch Alternativen, beim Computer sieht es da schon schlechter aus. Tendenziell braucht man eher einen Computer, als ein Auto.

    Durch schlechte Computerkenntnisse schadet man sich eher selbst, als anderen. Deshalb finde ich es insgesamt weniger tragisch,wenn sich die Leute nicht so gut mit Computer auskennen.

    Da finde ich die Ergebnisse der Studie zur Lesefähigkeit von EU-Bürgern schon um einiges kritischer bei den Folgen.

  27. Re: Autovergleich

    Autor: Himmerlarschund... 12.09.12 - 15:56

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Bei Autos gäbe es auch Alternativen, beim Computer sieht es da schon
    > schlechter aus. Tendenziell braucht man eher einen Computer, als ein Auto.

    Du wirst lachen, ich kenne Leute, die haben 3 Autos und ein Telefon mit Schnur!

    > Durch schlechte Computerkenntnisse schadet man sich eher selbst, als
    > anderen.

    Jein. Zu Hause magst du Recht haben. Aber ich möchte nicht wissen, was der Industrie an Leistungsfähigkeit verloren geht, weil die Leute mit ihrem Arbeitsmittel, dem Computer, nicht vernünftig umgehen können. Wenn man da wirklich mal stichprobenartig minutiös aufschreiben würde, was ein durchschnittlicher Mitarbeiter alles so am Tag versemmelt und das mal auf alle Arbeitnehmer der BRD hochrechnet, da dürfte ordentlich was bei rumkommen. Aber es kann auch sein, du meintest körperliche Schäden, dann hast du natürlich Recht.

    > Da finde ich die Ergebnisse der Studie zur Lesefähigkeit von EU-Bürgern
    > schon um einiges kritischer bei den Folgen.

    Ist im Endeffekt die gleiche Schadensklasse, nur weitreichender.

  28. Re: Autovergleich

    Autor: StefanKehrer 12.09.12 - 16:08

    Himmerlarschundzwirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    >
    > > Bei Autos gäbe es auch Alternativen, beim Computer sieht es da schon
    > > schlechter aus. Tendenziell braucht man eher einen Computer, als ein
    > Auto.
    >
    > Du wirst lachen, ich kenne Leute, die haben 3 Autos und ein Telefon mit
    > Schnur!

    Glaub ich Dir ohne Weiteres. Ich sagte ja auch tendenziell. :)
    >
    > > Durch schlechte Computerkenntnisse schadet man sich eher selbst, als
    > > anderen.
    >
    > Jein. Zu Hause magst du Recht haben. Aber ich möchte nicht wissen, was der
    > Industrie an Leistungsfähigkeit verloren geht, weil die Leute mit ihrem
    > Arbeitsmittel, dem Computer, nicht vernünftig umgehen können. Wenn man da
    > wirklich mal stichprobenartig minutiös aufschreiben würde, was ein
    > durchschnittlicher Mitarbeiter alles so am Tag versemmelt und das mal auf
    > alle Arbeitnehmer der BRD hochrechnet, da dürfte ordentlich was bei
    > rumkommen. Aber es kann auch sein, du meintest körperliche Schäden, dann
    > hast du natürlich Recht.
    >

    Ja ich meinte körperliche Schäden. Die können natürlich auch auftreten,wenn eine wichtige Maschine durch Unkenntnis falsch bedient wird, das sind dann ja aber meist spezielle Kenntnisse die gefordert sind.

    Diese Schäden die Du nennst gehen auch nicht nur von Mitarbeitern aus. Ich könnte Dir zig Beispiele nennen, wo produktive Vorschläge von Mitarbeitern, zur sinnvolleren Nutzung der Ressource IT nicht umgesetzt wurden. Das jede Email ausgedruckt wird für den Chef ist da noch das harmloseste Beispiel. ;)


    > > Da finde ich die Ergebnisse der Studie zur Lesefähigkeit von EU-Bürgern
    > > schon um einiges kritischer bei den Folgen.
    >
    > Ist im Endeffekt die gleiche Schadensklasse, nur weitreichender.

    Noch ist das benutzen von Computern keine grundlegende Kulturtechnik, was es durchaus mal werden kann. Schreiben wird vermutlich irgendwann mal zur Randerscheinung. Jedenfalls die analoge Form. Beim Lesen sieht es vermutlich besser aus, nur mit Symbolen und gesprochener Sprache wird man sich nicht durchschlagen können.

  29. Re: Autovergleich

    Autor: 7hyrael 12.09.12 - 16:21

    Himmerlarschundzwirn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Jein. Zu Hause magst du Recht haben. Aber ich möchte nicht wissen, was der
    > Industrie an Leistungsfähigkeit verloren geht, weil die Leute mit ihrem
    > Arbeitsmittel, dem Computer, nicht vernünftig umgehen können. Wenn man da
    > wirklich mal stichprobenartig minutiös aufschreiben würde, was ein
    > durchschnittlicher Mitarbeiter alles so am Tag versemmelt und das mal auf
    > alle Arbeitnehmer der BRD hochrechnet, da dürfte ordentlich was bei
    > rumkommen. Aber es kann auch sein, du meintest körperliche Schäden, dann
    > hast du natürlich Recht.

    Ich hatte solche leute zu hauf in einem ehemaligen Unternehmen sitzen, in der Dispositionsabteilung bspw bekam ich den Auftrag (nicht wundern die ham gefrickelt wies keiner glauben würde, fragmentierte software an allen ecken und enden...) ein webbasiertes programm zur lieferscheinerstellung, bearbeitung und für nachdrucke zu erstellen, da unsere mitarbeiter dafür (mit excel...) teilweise 20-30 minuten pro lieferschein benötigten (logistikunternehmen). Als ich fertig war, wurde das ganze von den Mitarbeitern erstmal boykottiert, "viel zu umständlich, funktioniert nicht, ich bin schneller mit excel" waren die behauptungen. ich hab dann von der geschäftsleitung nen azubi dazu verwenden dürfen das programm richtig einzuführen.

    naja von den 4en ist soweit ich weiß noch einer übrig und der azubi dafür dazugekommen, statt 1,5 Manntagen werden nun noch ca 0,1- 0,2 manntage pro arbeitstag dafür benötigt.

    das spiegelt zwar nur zum teil die angesprochene problematik wieder, aber viel mehr die absolute unbereitschaft vieler mitarbeiter sich der forschreitenden entwicklung mit der "EDV" auch anzupassen und diese mitzugehen.

    > > Da finde ich die Ergebnisse der Studie zur Lesefähigkeit von EU-Bürgern
    > > schon um einiges kritischer bei den Folgen.
    >
    > Ist im Endeffekt die gleiche Schadensklasse, nur weitreichender.

  30. Re: Autovergleich

    Autor: /mecki78 12.09.12 - 16:11

    StefanKehrer schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es geht aus meiner Sicht gar nicht darum ob man ein Auto reparieren kann,
    > sondern ob man es bedienen kann.

    Ich bezog mich auf die Aussage des Threadstarters:
    "...nicht mehr wissen zu wollen wie etwas funktioniert, sondern Hauptsache es läuft."

    Du musst nicht wissen wie ein Auto funktioniert, Hauptsache es läuft.

    Zum Thema bedienen: Du musst nicht jede Funktion deines Autos bis ins kleinste Detail kennen um es zu bedienen. Du musst wissen wo Gas und Bremse ist, wie man es startet, wie man lenkt, wie man einen Gang einlegt und je nach Witterung, wie man den Scheibenwischer oder das Licht einschaltet. Damit kommst du schon unglaublich weit, auch wenn das nur ein paar von hunderten Funktionen sind.

    > Bei Autos gäbe es auch Alternativen, beim Computer sieht es da schon
    > schlechter aus.

    Das würde ich so nicht sagen. Erst kürzlich hatte ich den Fall, das jemand nicht weiß wie er Termine auf seinem Rechner mit seinem SmartPhone synchronisiert und er aber seine Termine immer und überall dabei haben wollte. Also hat er sich einen klassischen Terminkalender gekauft, du weißt schon, aus Papier, bedient man mit einem Kugelschreiber, kann man überall hin mitnehmen. Ich kenne Leute, die wissen nicht was ein Browser ist, surfen aber täglich im Internet. Ich kenne Leute, die haben einen Computer und auch einen Drucker, schreiben aber Briefe lieber von Hand.

    Ich sehe kein Problem darin, dass man nicht weiß wie man bestimmte Dinge mit seinem Computer machen kann, sofern einen das nicht irgendwie einschränkt, weil man diese Dinge bisher noch nie machen wollte oder weil man sowieso lieber auf andere Alternativen setzt.

    /Mecki

  31. Re: Autovergleich

    Autor: StefanKehrer 12.09.12 - 17:06

    /mecki78 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > StefanKehrer schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Es geht aus meiner Sicht gar nicht darum ob man ein Auto reparieren
    > kann,
    > > sondern ob man es bedienen kann.
    >
    > Ich bezog mich auf die Aussage des Threadstarters:
    > "...nicht mehr wissen zu wollen wie etwas funktioniert, sondern Hauptsache
    > es läuft."
    >

    Und ich bezog mich nicht auf deinen Beitrag. Es waren noch mehrere wo von Reparatur eines Autos gesprochen wurde. Solche Qualifikationen werden hier überhaupt nicht abgefragt. Es geht eben eher um die Bedienung eines Computers.

    > Du musst nicht wissen wie ein Auto funktioniert, Hauptsache es läuft.
    >
    > Zum Thema bedienen: Du musst nicht jede Funktion deines Autos bis ins
    > kleinste Detail kennen um es zu bedienen. Du musst wissen wo Gas und Bremse
    > ist, wie man es startet, wie man lenkt, wie man einen Gang einlegt und je
    > nach Witterung, wie man den Scheibenwischer oder das Licht einschaltet.
    > Damit kommst du schon unglaublich weit, auch wenn das nur ein paar von
    > hunderten Funktionen sind.
    >

    Nö, das musst Du nicht, deshalb wird das hier auch nicht abgefragt, wenn man mal zu der Frage zu Programmierkenntnissen absieht.

    Joa, eben, und um diese wenigen Funktionen geht es auch hier in der Umfrage, und da scheinen schon deutliche Mängel aufzutreten. Die sind aber eben nicht so gefährlich, wie wenn jemand sein Auto nicht fahren kann.

    > > Bei Autos gäbe es auch Alternativen, beim Computer sieht es da schon
    > > schlechter aus.
    >
    > Das würde ich so nicht sagen. Erst kürzlich hatte ich den Fall, das jemand
    > nicht weiß wie er Termine auf seinem Rechner mit seinem SmartPhone
    > synchronisiert und er aber seine Termine immer und überall dabei haben
    > wollte. Also hat er sich einen klassischen Terminkalender gekauft, du weißt
    > schon, aus Papier, bedient man mit einem Kugelschreiber, kann man überall
    > hin mitnehmen. Ich kenne Leute, die wissen nicht was ein Browser ist,
    > surfen aber täglich im Internet. Ich kenne Leute, die haben einen Computer
    > und auch einen Drucker, schreiben aber Briefe lieber von Hand.
    >

    Natürlich gibt es solche Fälle, wo alte Techniken noch funktionieren. Aber versuch mal als Unternehmen deine Steuer ohne Computer zu machen. Das darfst Du soweit mir bekannt ist, sogar nicht mehr.

    Das sie nicht wissen was ein Browser ist, ist in dem Fall noch verschmerzbar, problematischer ist, dass sie auch über die Gefahren des Browsens oft so gut wie nichts wissen. Das ist dann eben so, wie wenn Du bei Nebel mit 180 über die Autobahn bretterst, nur halt ohne körperliche Schäden für die Mitmenschen.

    > Ich sehe kein Problem darin, dass man nicht weiß wie man bestimmte Dinge
    > mit seinem Computer machen kann, sofern einen das nicht irgendwie
    > einschränkt, weil man diese Dinge bisher noch nie machen wollte oder weil
    > man sowieso lieber auf andere Alternativen setzt.

    Daran sehe ich auch kein Problem. Es gibt aber immer mehr Dinge, die man nicht mehr ohne Computer machen kann. Und es werden immer mehr werden. Zum Auto gibt es definitiv Alternativen, die es auch immer geben wird. Fortbewegung von A nach B ist eben nicht an ein Auto gebunden.

    Der Computer als Gerät ist als solches nicht ersetzbar. Ich gehe allerdings davon aus, dass man immer weniger klassische Computer haben wird, und die meisten Dinge in die Realität "eingewoben" werden. Was heute die automatisch öffnende Tür ist, das wird irgendwann mal noch deutlich subtiler sein.

    Ich beziehe mich hierbei explizit auf das 3. Clarkesche Gesetz:

    „Jede hinreichend fortschrittliche Technologie ist von Magie nicht zu unterscheiden.“


    http://de.wikipedia.org/wiki/Clarkesche_Gesetze

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