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Genau das ist das Problem mit Softwarepatenten

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  1. Genau das ist das Problem mit Softwarepatenten

    Autor: 2CentsOfWisdom 24.10.05 - 20:01

    Hallo Leute,


    Akt 1: Firma X hat ein paar kluge Entwickler eingestellt, die sollen irgend ein Produkt schreiben. Gleichzeitig hat Firma X ein paar versierte Patentanwaelte, die jeden Mist aus der Entwicklung patentieren -- und zwar so, dass das Patent moeglichst allgemein gehalten ist. Was hier patentiert wird ist eigentlich nicht das "geistige Eigentum" der Firma, sondern hoechstens das des klugen Entwicklers -- mit dem Patent wird es aber zum "Eigentum" der Firma.

    Akt 2: Das Patent geht beim Patentamt durch, weil die Sachbearbeiter entweder keine Ahnung haben oder einfach ueber die Folgen nicht nachdenken.

    Akt 3: Eine Technik kommt hoch, die zwar mit den Produkten von Firma X nichts, aber auch gar nichts zu tun hat, aber die bei boeswilliger Auslegung eines oder mehrere Patente von "X" verletzt.

    Akt 4: (optional) Firma X verkauft das Patent an irgend eine andere Firma, welche vor allem an der Verwertung interessiert ist.

    Akt 5: Firma Z wird von verklagt, weil sie die neue Technik einsetzen und damit angeblich das geistige Eigentum einer anderen Firma verletzt ...


    Fazit: Softwarepatente fuehren das Patentwesen (welches ehedem Innovationen und Innovative foerdern sollte) ad absurdum.


    Mehr dazu hier:
    http://www.2CentsOfWisdom.de/pat0002.html


    Just,

    *2Cents*

  2. Re: Genau das ist das Problem mit Softwarepatenten

    Autor: me 25.10.05 - 16:41

    2CentsOfWisdom schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hallo Leute,
    >
    > Akt 1: Firma X hat ein paar kluge Entwickler
    > eingestellt, die sollen irgend ein Produkt
    > schreiben. Gleichzeitig hat Firma X ein paar
    > versierte Patentanwaelte, die jeden Mist aus der
    > Entwicklung patentieren -- und zwar so, dass das
    > Patent moeglichst allgemein gehalten ist. Was hier
    > patentiert wird ist eigentlich nicht das "geistige
    > Eigentum" der Firma, sondern hoechstens das des
    > klugen Entwicklers -- mit dem Patent wird es aber
    > zum "Eigentum" der Firma.
    >
    > Akt 2: Das Patent geht beim Patentamt durch, weil
    > die Sachbearbeiter entweder keine Ahnung haben
    > oder einfach ueber die Folgen nicht nachdenken.
    >
    > Akt 3: Eine Technik kommt hoch, die zwar mit den
    > Produkten von Firma X nichts, aber auch gar nichts
    > zu tun hat, aber die bei boeswilliger Auslegung
    > eines oder mehrere Patente von "X" verletzt.
    >
    > Akt 4: (optional) Firma X verkauft das Patent an
    > irgend eine andere Firma, welche vor allem an der
    > Verwertung interessiert ist.
    >
    > Akt 5: Firma Z wird von verklagt, weil sie die
    > neue Technik einsetzen und damit angeblich das
    > geistige Eigentum einer anderen Firma verletzt
    > ...
    >
    > Fazit: Softwarepatente fuehren das Patentwesen
    > (welches ehedem Innovationen und Innovative
    > foerdern sollte) ad absurdum.
    >
    > Mehr dazu hier:
    > www.2CentsOfWisdom.de
    >
    > Just,
    >
    > *2Cents*

    Du triffst es auf den Punkt. Leider :(

  3. Re: Genau das ist das Problem mit Softwarepatenten

    Autor: Tränen-Schwamm 26.10.05 - 00:16

    2CentsOfWisdom schrieb:
    -------------------------------------------------------

    > Akt 1: Firma X hat ein paar kluge Entwickler
    > eingestellt, die sollen irgend ein Produkt
    > schreiben. Gleichzeitig hat Firma X ein paar
    > versierte Patentanwaelte, die jeden Mist aus der
    > Entwicklung patentieren -- und zwar so, dass das
    > Patent moeglichst allgemein gehalten ist. Was hier
    > patentiert wird ist eigentlich nicht das "geistige
    > Eigentum" der Firma, sondern hoechstens das des
    > klugen Entwicklers -- mit dem Patent wird es aber
    > zum "Eigentum" der Firma.

    Laut Dienstleitungsvertrag - wir auch in USA so gehalten - gehört das Werk dem Arbeitgeber. Auch ohne Patent.

    > Akt 2: Das Patent geht beim Patentamt durch, weil
    > die Sachbearbeiter entweder keine Ahnung haben
    > oder einfach ueber die Folgen nicht nachdenken.

    Dort sitzen wissenschaftliche Mitarbeiter, Ingenieure und promovierte Entscheider. Und meist haben die Ahnung (wenn auch nicht immer). Zwar werden Patente im Zweifel recht locker vergeben

    > Akt 3: Eine Technik kommt hoch, die zwar mit den
    > Produkten von Firma X nichts, aber auch gar nichts
    > zu tun hat, aber die bei boeswilliger Auslegung
    > eines oder mehrere Patente von "X" verletzt.

    Patente als Waffe im wirtschaftlichen Konkurrenzkampf. Unschön! Aber alle Dinge haben ihre Kehrseite. Bei Softwarepatenten zwar fast nur Kehrseite - aber so ist es nun mal.

    > Akt 4: (optional) Firma X verkauft das Patent an
    > irgend eine andere Firma, welche vor allem an der
    > Verwertung interessiert ist.

    Ihr gutes Recht, da es Firmenwert darstellt.

    > Akt 5: Firma Z wird von verklagt, weil sie die
    > neue Technik einsetzen und damit angeblich das
    > geistige Eigentum einer anderen Firma verletzt

    Juristisch vollkommen korrekt. Was würde ihnen das patent nützen, wenn sie keine Ansprüche daraus herleiten könnten? Dann wären Patente sinnlos und Entwicklung wäre nicht mehr geschützt.

    > Fazit: Softwarepatente fuehren das Patentwesen
    > (welches ehedem Innovationen und Innovative
    > foerdern sollte) ad absurdum.

    Bei s/w- und Trivialpatenten gebe ich Dir eindeutig Recht.

    > Mehr dazu hier:
    > www.2CentsOfWisdom.de

    Respekt! Gut und umfangreich.

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