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Intel auf dem Weg zu 45-Nanometer-Chips

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  1. Intel auf dem Weg zu 45-Nanometer-Chips

    Autor: Golem.de 05.11.03 - 15:10

    Intel will mit neuen Materialien schnellere Chips bauen und damit Materialien ersetzen, die seit 30 Jahren in der Halbleiterfertigung verwendet werden. Vor allem die immer größer werdenden Probleme mit dem Verlust elektrischer Ladungen (Leakage) in Transistoren will Intel auf diesem Wege besser in den Griff bekommen.

    https://www.golem.de/0311/28343.html

  2. Re: Intel auf dem Weg zu 45-Nanometer-Chips

    Autor: Peter 05.11.03 - 16:24

    jaja, das Moore'sche Gesetz muß halt fortgeführt werden :o)

  3. Re: Intel auf dem Weg zu 45-Nanometer-Chips

    Autor: Oder 05.11.03 - 18:37

    Dabei hat sich die chipindustrie erst vor einiger zeit davon verabschieded,
    aber unverhoft kommt oft.
    Aber auf jeden fall eine sehr interessante sache.

  4. Re: Intel auf dem Weg zu 45-Nanometer-Chips

    Autor: SALT 06.11.03 - 07:14

    hm, ich weiß nicht, wovon ihr redet. was ist der 90 (45) nanometer-prozess? was ist das moorsche gesetz? ich will auch -> :o) <- danke...

  5. Re: Intel auf dem Weg zu 45-Nanometer-Chips

    Autor: Wolf Schmidt 06.11.03 - 13:11

    Fakt ist, dass weder Intel noch andere Strukturen unterhalb
    der 200 nm-Marke technisch und wirtschaftlich beherrschen.
    Es gibt auch keine ferti-
    gungstechnischen Anlagen, die eine vertretbare Gut-Ausbeute
    auch nur im Ansatz liefern könnten.
    Nach dem Stand der heutigen Inspek-
    tionstechnik sind mikroskopisch Strukturen von < 300 nm
    überhaupt nicht konkret nachzumessen.

    Ein namhafter Chiphersteller ließ kürzlich eine Chipstruktur von
    vorgeblich 180 nm von uns mikroskopisch vermessen.
    Mit der ERGONOM-Lichtmikroskopie erreichen wir eine
    Auflösung von < 50 nm und wiesen nach, dass die Struk-
    turen tatsächlich nur bei 400 nm lagen und das werks-
    seitig eingesetzte Digitale Konfokalmikroskop nicht einmal
    < 300 nm auflösen konnte.
    Das Vermessen von Nanostrukturen ist ohne ein Mikroskop
    mit ERGONOM-Technologie pure Raterei. Intels Meldung wird
    also nicht die letzte dieser Art sein.
    Auch die roadmap, die bis 2015 eine Auflösung
    von 35 nm vorhersagt, bleibt ein Wunsch. Niemand weiß, was
    sich letztlich < 50 nm abspielt. Herr Moore ist bereits an sein
    Ende gestoßen.

  6. Re: Intel auf dem Weg zu 45-Nanometer-Chips

    Autor: mores 06.11.03 - 13:30

    Also,

    Nanometer (nm) ist eine Längeneinheit (ein Millionstel Millimeter). 90- bzw. 45-nm-Prozeß bezeichnet die Fertigungstechnik bei der entsprechend kleine Transistoren hergestellt werden (mit 90 bzw. 45nm Elektrodenabstand), also immer kleinere, immer schnellere und möglichst stromsparendere Chips.

    Das "Mooresche Gesetz" wurde in den Sechziger Jahren als von Moore als Prognose aufgestellt, wonach sich die Speichergröße, die Prozessorgeschwindigkeit etc. alle (ich glaube) 18 Monate verDOPPELt, die Transistorgröße sich HALBiert. Bisher hat sich die Prognose ziemlich gut erfüllt.

    Es war schon oft so, daß Leute das Ende dieses Trends vorausgesagt haben, schließlich ist eine Vordopplung alle eineinhalb Jahre eine irrsinnige Beschleunigung und oft weiß man nicht, wie man innerhalb von ein paar Jahren so große technologische Schritte machen soll.

    Inzwischen gibt es aber auch ganz gute Gründe, daß der Trend irgendwann aufhört, weil nämlich in ein paar Jahren grundlegende physikalische Grenzen erreicht werden. Wenn die Strukturen zu klein werden, dann macht sich die quantenmechanische Natur der Stoffe bemerkbar, eine grundsätzlich andere Technologie wird benötigt, um mit diesen Rahmenbedingungen noch "rechnen" zu können.

    Außerdem fragt sich, wie man so kleine Strukturen herstellen kann. Bisher hat man wie bei der Fotographie die Leiterbahnen und Transistoren auf den Chip "belichtet". Die benötigten Lichtquellen sind schon heute im fernen Ultraviolett und damit kann man prinzipiell bis 75nm kleine Strukturen machen, für den 90nm-Prozeß wird es also ausreichen. Für kleine Strukturen braucht man jedoch noch kleinere Lichtwellenlängen bzw. Röntgenlicht. Und dafür gibt es keine Abbildungslinsen. Das ist so, wie wenn man ohne Objektiv fotographieren möchte. Eine Lösung wäre zwar, Röntgenlicht zu verwenden, jedoch bräuchte man zur Herstellung von Röntgenlicht ausreichend guter Qualität und Intensität große Teilchenbeschleunigerringe. Jede Fab müßte also eine solche, ein paar hundert Meter durchmessende Großanlage besitzen und entsprechend ausgebildetes Betreuungspersonal haben. Eine weitere ernsthafte Hürde also für die Verkleinerung der Strukturgrößen gemäß dem Mooreschen Gesetz.

    Viele Grüße,
    mores

  7. Danke!

    Autor: SALT 06.11.03 - 13:34

    Ich danke dir!

    Das war mal was, was ich hier aus dem Forum gelernt hab. Bin echt begeistert... Leider kann man z.b. beim Thema Spiele (oder Spielegrafik) seinen weißen Arsch drauf verwetten, daß nach dem dritten Beitrag im Thread das Thema dermaßen abdriftet, daß es zuweilen keinen Spaß / Sinn mehr macht, sich durch die Beiträge zu ... ja: quälen...

    nochmals danke...
    salzer

  8. Re: Intel auf dem Weg zu 45-Nanometer-Chips

    Autor: mores 06.11.03 - 13:37

    Es gibt auch andere Mikroskopietechniken als Lichtmikroskopie. Zum Beispiel die Elektronenmikroskopie ist bestens geeignet und eine absolute Standardtechnik, mit der man eine Auflösung von <10nm problemlos erreichen sollte. Kleinere Größen können mit der Rasterkraftmikrokopie abgebildet werden. Wer für solche Strukturgrößen unter 0.5 Mikrometer Lichtmikroskopie zur Ausmessung verwendet (einmal von möglichen Auflösungsverbesserungen wie ERGONOM? abgesehen) kann nicht ganz seriös sein.

  9. Re: Danke!

    Autor: Ritschie 07.11.03 - 00:04

    Hi Salzer,
    Ich gebe Dir völlig Recht ! Aber DU siehst, das muss nicht immer so sein.
    Bleib dran und verlier den Mut nicht. Letztendlich kommt man so wirklich weiter
    und kann - wenn man später mehr weiss, auch anderen wieder was weitergeben.
    Nicht alle sind blöd (im Spielebereich aber bestimmt mehr ;-)) Vielleicht oft Zocker,
    die mit "Newbie`s" einfach nichts am Hut haben. Of auch eine Altersfrage, ne .. :).

    Es kommt sicher auch sehr darauf an, in welchen Bereichwn von Foren du so
    mittickerst ..

    Die Antwort auf Deine Frage war wirklich gut und auch ich konnte richtig was
    lernen. Deine Frage nutzte also mehreren :).
    Liebe Grüße v. Ritschie
    hp: www.rischer.de

  10. Re: ERGONOM technologie / 36nm litographie-Roadmap

    Autor: Marc O. 07.11.03 - 03:59

    Kuz mal zu ERGONM ge-googelt:
    http://www.betriebmeister.de/O/91/Y/83022/VI/10054168/default.aspx
    ________________SPITZENMIKROSKOPE SPEZIALMIKROSKOP ERGONOM
    Auflösungsvermögen praktisch: 500 nm praktisch <100 nm
    -maximal- theoretisch: 250 nm theoretisch <10 nm
    (das soll nicht als beweis gelten ist nur ein auszug aus dem artikel )
    http://www.qk9000.de/NANO-PRO.htm
    "...bis zu Auflösungen von 150 Nanometer absolut zuverlässig und präzise zu vermessen.."
    also sind dem Verfahren - zumindest wenn man seriöse aussagen treffen will wohl doch
    engere grenzen gesetzt als von Wolf vorgegeben ?!? - frage ich mal.

    Die Homepage über Grundlagenforschung in diesem Bereich (?!)
    http://www.mikroskop-olbrich.de/
    und
    http://www.qk9000.de/index.html
    so wie
    http://www.qk9000.de/html/mikroskopie.html

    Dort gibt es auch eine Roadmap zu nanostrukturen in der Chipfertigung !
    http://www.qk9000.de/html/litographie.html

    Bis denn ;o)

  11. Macht da jemand Produktwerbung?

    Autor: MS-Admin 24.01.04 - 05:48

    Wolf Schmidt schrieb:
    >
    > Fakt ist, dass weder Intel noch andere
    > Strukturen unterhalb
    > der 200 nm-Marke technisch und wirtschaftlich
    > beherrschen.

    Komisch nur, dass alle Prodkute dieser Art in Massen verkaufen. Und noch keiner hat's gemerkt? Verswörung?

    > Ein namhafter Chiphersteller ließ kürzlich eine
    > Chipstruktur von
    > vorgeblich 180 nm von uns mikroskopisch vermessen.
    > Mit der ERGONOM-Lichtmikroskopie erreichen wir
    > eine Auflösung von < 50 nm

    Machr da etwa jemand Werbung für sein Produkt? ;-)

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