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So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

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  1. So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: Paule 03.05.13 - 10:19

    Zitat:
    > Wir selber zahlen aktuell als 'Kleinverbraucher' in einem Backbone-Netz
    > 6 Euro pro garantierten MBit/s. Garantierte Bandbreite lässt sich in
    > Traffic umrechnen. 1 MBit/s sind im Monat 253 GByte, das heißt, wir
    > zahlen pro GByte 0,024 Euro."

    Diese Rechnung ist IMHO ziemlicher Quatsch!

    Garantierte Bandbreite lässt sich nur bei Direktverbindungen wie einer Standleitung 1:1 in Traffic umrechnen. Da kommt man bei fetten Leitungen dann tatsächlich auf niedrige Werte, hat aber so noch kein Backbone.

    In IP Netzwerken ist es aber auch im Business Bereich üblich mit "garantierten Bandbreiten" ( genannt CAR ) eine Mischkalkulation zu machen. Die IP Backbones sind nie so dimensioniert, dass alle Kunden gleichzeitig ihre "CAR" voll ausnutzen könnten.

    Das ganze beruht auf Messwerten und Erfahrungswerten in einer Statistik.
    Ein gutes Netz wird dann so dimensioniert, dass die tatsächlich auftretende Spitzenlast erbracht werden kann und dann noch etwas freie Reserve vorhanden ist. Die Spitzenlast liegt aber deutlich unter dem theoretischen Maximum aus Summe aller CAR Werte die diversen Kunden verkauft wurden.
    Ein schlechteres Netz nimmt sogar in Kauf, dass ab und zu mal der verlangte Spitzenwert nicht möglich ist und somit die Kunden mal etwas weniger als ihre CAR erhalten.

    ggf. gibt es halt eine kleine Pönale, wenn ein Kunde darüber meckert, was immer noch billiger ist, als ein Netz überdimensioniert aufzubauen.

  2. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: Emulex 03.05.13 - 10:26

    Dacht ich's mir doch, dass die "garantierten MBit/s" auch nix andres als ne Mischkalkulation sind.

    Im Endeffekt fordert doch jeder der die Telekom grad "dumm anmacht", dass er ungedrosselt seine 25er oder 50er VDSL-Leitung dauerbelasten darf, weil da Flatrate draufsteht.
    Das wären sogar bei dem ins Blaue geschätzten 1 Cent je GB noch 80 bzw. 160¤ im Monat, die die Telekom allein für den Traffic hinlegt...

  3. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: Casandro 03.05.13 - 10:33

    Naja, Hetzner, eine Hostingfirma, verkauft das Terabyte an Zusatztraffic (sprich ohne Mischkalkulation) für 7 Euro. Das macht 0.7 Cent pro Gigabyte... die übrigens zum großen Teil in Richtung Telekom fließen.

    Die Telekom zahlt nichts für Traffic, im Gegenteil die kriegen Geld dafür. Willst Du Peering mit der Telekom machen musst Du Dir einen ganz normalen Großkundenanschluss besorgen und dann ganz normal für den Traffic bezahlen. Das kann die Telekom einfach durchsetzen, weil sie ein Monopol hat, und das ist auch der Grund warum so wenige mit der Telekom peeren und folglich warum da Youtube ruckelt.

    Datenverkehr kostet im Internet in aller Regel nichts.

  4. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: Emulex 03.05.13 - 10:49

    Hast du da mal nen Link - hab auf deren Seite nix gefunden.
    Weißt letztlich aber trotzdem nicht ob das keine Mischkalkulation ist, wenn die meisten Kunden mehr kaufen als sie am Ende brauchen.
    Eventuell ists aus Marketinggründen auch quersubventioniert - z.B. durch kleine Kunden die ihre Standard-Bandbreite eh nie ausnutzen.

    Solange man nicht reinschaun kann, kann man NICHTS sagen.
    Das ist alles worauf ich hinaus wollte.

  5. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: redmord 03.05.13 - 11:19

    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Endeffekt fordert doch jeder der die Telekom grad "dumm anmacht", dass
    > er ungedrosselt seine 25er oder 50er VDSL-Leitung dauerbelasten darf, weil
    > da Flatrate draufsteht.

    Prinzipiell schon. Es wird auch weiterhin "Flatrate" draufstehen, ob wohl die Telekom ab einem willkürlichen Wert nicht einfach drosselt, sondern den Anschluss in seiner Funktion derart beschädigt, dass der Kunde neben ein wenig Surfen nix mehr machen kann. Es reicht gerade eben für's Online Banking.

    > Das wären sogar bei dem ins Blaue geschätzten 1 Cent je GB noch 80 bzw.
    > 160¤ im Monat, die die Telekom allein für den Traffic hinlegt...

    Und? Leute, lasst euch nicht vor den Karren der Telekom spannen. Die wollen ihr Geschäftsfeld erweitern und den Umsatz steigern. Mehr nicht. Flatrates waren schon immer eine Mischkalkulation. Natürlich macht man bei einigen Anschlüssen Minus, aber wie viele Flatrate-Anschlüsse sind dagegen seit 10 Jahren extrem profitbal bei 0 Investition, weil nicht mal Youtube flüssig läuft? Wie viele der ominösen 3 % befinden sich dauerhaft innerhalb dieser Region?

    Die Telekom hat schon vor Jahren darüber gesprochen, dass sie gerne die Netzneutralität aufweichen würden, um Geld für Inhalte auch von Anbietern zu erhalten, weil diese Geld über ihre Infrastruktur verdienen, die die Kunden der Telekom bezahlen.

  6. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: wmayer 03.05.13 - 11:52

    Es geht eher darum, dass man sie jederzeit belasten könnte.

    Wäre es der Fall, dass man sie immer nutzen wollen würde, müsste ich z.B. jeden Monat ca 12.656 GB runterladen. Ich habe VDSL 50, Downloads laufen mit 5,x MB/Sekunde , ich habe einfach mal mit 5MB/Sekunde und 30 Tagen gerechnet.

    Laut der Werbung, also dem was angepriesen wird, müsste ich das auch können.
    Zukünftig ist nach 200GB, also weniger als 1,6% des Maximums bei mir und in der Theorie (volle 6,25 MB/Sek.) nach weniger als 1,3% Schluss mit "ultraschnell surfen".
    Oder umgerechnet in Stunden etwas mehr als 9 Stunden.

    Die Differenz zwischen der vorgegaukelten Leistung und dem, was wirklich enthalten ist, ist einfach zu groß.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.13 11:53 durch wmayer.

  7. Dann kosten 50 garantierte MBit...

    Autor: d4yw41k3r 03.05.13 - 12:44

    Also ich bin eigentlich kein Sympathisant der Telekom, wenngleich zufriedener Entertain Kunde. Aber dann würden ja 50 garantierte MBit beim Endkunden ¤300 kostet. Es ist nur billiger weil der Endkunde Durchschnittlich weniger Daten verbraucht als der Geschäftskunde.

  8. dann halt 2 cent

    Autor: Kaiser Ming 03.05.13 - 12:52

    da biste bei 50% Auslastung

  9. Re: Dann kosten 50 garantierte MBit...

    Autor: Emulex 03.05.13 - 14:16

    Was sich in Zukunft ändern wird, da Cloud-Dienste nur so aus dem Boden spriessen.
    Wie an andrer Stelle geschrieben würden 200.000 Onlive-Nutzer schonmal locker das Volumen des Spitzentraffics des DE-CIX erreichen.

    Aufwachen Leute - es kann nicht ewig so weitergehen mit dem anwachsenden Datenmüll.
    Das ist wie mit normalem Müll ;)

  10. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: kinderschreck 03.05.13 - 14:21

    Paule schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ein gutes Netz wird dann so dimensioniert, dass die tatsächlich auftretende
    > Spitzenlast erbracht werden kann und dann noch etwas freie Reserve
    > vorhanden ist. Die Spitzenlast liegt aber deutlich unter dem theoretischen
    > Maximum aus Summe aller CAR Werte die diversen Kunden verkauft wurden.

    Jetzt nehmen wir mal an der Poweruser (also viele 1000 davon) schaltet dann ab jetzt Nachts ihre Rechner aus um unter Ihrem 400GB Volumen zu bleiben. Dann ist zwischen Mitternacht und 8 morgens fast kein Traffic mehr. Und was bringt das der T-Com bezogen auf die Infrastruktur? Nichts!

  11. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: mlxl 03.05.13 - 18:51

    Bei all you can eat kann man ja auch Vorfahren und sich den Laster vollmachen weil es eine Flatrate ist. Natürlich ist so ein Angebot immer eine Mischkalkulation und wenn die nicht mehr aufgeht werden die Preise erhöht bzw. das Angebot verändert.

    Und klar will die Telekom auch an den gewinnen beteiligt sein die andere mit exponentiell steigenden Datenmengen auf den Netzen machen also die Googles, Youtubes und IPTV Anbieter. Das muss sie als Aktiengesellschaft auch tun. Wenn sie keine Einnahmen hat kann sie die Netze nicht ausbauen.

    Wer baut denn die Netze aus, wer investiert 6 Mrd.? google?

  12. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: Nethlem 03.05.13 - 21:20

    Bei all you can eat wird aber auch nicht plötzlich nur Reis serviert nachdem man zwei Teller gegessen hat.

    Mischkalkulation hin oder her, die Telekom hat den Ausbau verschleppt und die Kohle ,die dafür verwendet hätte werden können, hat man stattdessen in den USA mit T-Mobile Experimenten verschossen (Da sind deine 6 Mrd.!)

    Es stellt sich auch viel eher die Frage: Falls!! die Mischkalkulation der Telekom nicht mehr aufgeht, woran liegt das wirklich? Daran das plötzlich tausende Poweruser aus dem nichts aufgetaucht sind? Oder liegt es vielleicht doch eher daran dass der Traffic insgesamt rasant gestiegen ist, dank Streaming, Cloud-Diensten und dem Trend zu digital distribution, und auch weiter steigen wird unabhängig von der Anzahl Poweruser. Diese sind in der Regel dem "Otto-Normal-User" auch nur ein paar Jahre voraus in Sachen Traffic-Verbrauch. Was vor 5 Jahren ein "Poweruser" war wird heute nur müde belächelt.

    Die Telekom kann ja gerne Versuchen irgendwelchen "3% Powerusern" die Schuld zu geben. Den Trend des steigenden Traffics, da immer mehr Entertainment durch die Internet-Röhren geht, wird sie damit nicht aufhalten können. Da wird die Realität ganz eiskalt Fakten schaffen.

    Richtig lächerlich wird die ganze Argumentation wenn es dann heißt "Die Telekom will auch an Gewinnen beteiligt werden!". Das Top-Argument schlechthin! Da bewegt man sich dann schon auf einem Argumentationslevel vom Presse Leistungsschutzrecht, Software-Patent Trollerei und unverschämten GEMA Forderungen gegenüber YouTube Dieses Unwürdige Geschäftsgebaren, Kunden vorschreiben zu wollen was sie wem gebraucht weiterverkaufen dürfen (Ebooks, Software, Games), fällt da übrigens auch drunter.

    Wenn man auf der Stufe argumentieren will kann man sich gleich als evoltuionsbremsenden Fortschrittsverweigerer outen. Aber scheint ja eine typisch deutsche Eigenart zu sein. Man selbst hat den Trend verpennt, jemand anders macht die Kohle und dann glaubt man Anspruch auf "Gewinn" zu haben weil man rudimentär mit einem ähnlichen Geschäft zu tun hat.

    Demnächst gibt es dann eine extra Mühlen-Abgabe auf jedes Brötchen das man beim Bäcker kauft. Kann ja nicht sein das der schmarotzende Bäcker da so obszöne Gewinnmargen mit dem Produkt der Mühlenbetreiber einfährt!



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.05.13 21:22 durch Nethlem.

  13. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: wasdeeh 03.05.13 - 21:30

    "Bei all you can eat wird aber auch nicht plötzlich nur Reis serviert nachdem man zwei Teller gegessen hat. "

    Hehe - die Analogie gefällt mir. :)

  14. Re: Dann kosten 50 garantierte MBit...

    Autor: Ach 03.05.13 - 21:46

    > Aufwachen Leute - es kann nicht ewig so weitergehen mit dem anwachsenden Datenmüll. Das ist wie mit normalem Müll ;)

    Was hat das denn bitte mit klassischem "Müll" zu tun?
    Da klemmst du zum Spass mal eine Solarzellen Area vor den Switch und schon bist du sogar Co2-Neutral. Steigendes Datenvolumen ist eine ganz normale Nebenerscheinung stetigen Fortschritts. Eigentlich ein gutes Zeichen, und das bleibt es auch, insofern die Telekom daran scheitert uns das schnöde Gestern als hinterher dümpelndes Morgen unter die Nase zu reiben.

    Und erst recht ist das steigende Datenaufkommen des Durchschnittsusers nichts wofür er sich nur irgendwie schämen braucht. Ganz im Gegenteil. Tatsächlich ist es nicht viel mehr als das mediale Spiegelbild der Wissenschafts-, Technik- und Wirtschaftswelt. Hast du mal drüber nachgedacht was der LHC so pro Sekunde rausschleudert bei 170.000 Kollisionen pro Sekunde oder wie Materialforschungen auf Atomebene die Festplatten füllen, oder die Gentechnik mit Computerunterstützten Analysewerkzeugen für das Erbgut? Oder weist du überhaupt wie deine Datenträger dahinschmelzen, wenn du eine Flüssigkeits oder Wettersimulation in Bewegungsdaten festhältst, oder was dir moderne Forschungs- oder Wettersatelliten so pro Sekunde als entgegen schleudern? Gleiches gilt gleichwohl für alle anderen Arten von Simulationen, für immer ausgefeilter werdende Animationen und die immer feingliedrigere Welt der Sensorig und Weiterverarteitung der hochaufgelösten Ergebnisse in allen Bereichen. Ist doch klar dass, wenn die ganze Computertechnikwelt wächst die Datenpost natürlich mithalten muss, und dass, wenn die Computertechnikwelt seit Jahrzehnten vorexerziert wie das ohne Preissteigerungen und sogar mit Preisnachlässen funktioniert, man sich dann mal ernsthaft an die Nase fasst, wenn Telekomi plötzlich beleidigt ist und mal eben die Zeit zurückdrehen und einsacken will.

    Und erst recht muss man schon richtig tief im Schlaf versunken sein oder sich richtig weit hinterm Mond verloren haben, wenn man die TK Argumente gedankenlos frisst um den ganz normalen Fortschritt plötzlich als "Hausmüll" misszuverstehen.

    Aufwachen!

  15. Re: Dann kosten 50 garantierte MBit...

    Autor: Emulex 04.05.13 - 08:16

    Prust.
    Was ist an qualitativ beschissenen Musik- und sonstigen -Videos auf Youtube ein Fortschritt?
    Was ist an qualitativ minderwertigsten Gaming-Streams ein Fortschritt?
    Wo liegt der Fortschritt wenn ich all meine (persönlichen) Daten zu Anbietern auslagere die ständig gehackt werden?

    Die Menschheit im Allgemeinen entwickelt sich hin zu einer anspruchslosen Suppe aus gleichgetakteten Billigkonsumenten.

    Fakt ist: Jeder der o.g. sinnlos-Dienste bedient sich der Infrastruktur, ohne etwas beizutragen. Sie müllen das Internet zu, weil es sie praktisch nix kostet.
    Noch ein Switch, noch ein Rechenzentrum, ... das IST klassischer Müll, wenn es nicht wirklich gebraucht würde.
    Und der Witz mit den CO2-neutralen, solarbetriebenen Switches war echt gut - das zeigt nun endgültig die Weltfremdheit.

  16. Re: Dann kosten 50 garantierte MBit...

    Autor: wmayer 04.05.13 - 10:29

    Die Sinnhaftigkeit der Dienste ist wohl eher eine subjektive Einschätzung.
    Genauso wie P2P nicht nur für "Raubkopien" eingesetzt wird.

  17. Re: Dann kosten 50 garantierte MBit...

    Autor: MichaelNehm 04.05.13 - 12:41

    Und schon zieht der erste Anbieter bei der Drosselung nach:)

    http://dsl.1und1.de/DetailsDSLSpecialPaket?linkOrigin=&linkId=ct.txt.pop.dslspecialpaket

  18. Re: Dann kosten 50 garantierte MBit...

    Autor: chd_ 04.05.13 - 13:17

    MichaelNehm schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und schon zieht der erste Anbieter bei der Drosselung nach:)
    >
    > dsl.1und1.de

    Dafür sollte man aber wissen, welche Flat Du hier angibst. Es handelt sich hier um eine 16.000 Special Flat, die nur für Surfer ohne hohen Datenverbrauch gedacht ist und bei 1&1 wird bei dieser Spezial Flat auch nur auf 1Mbit/s begrenzt. Ist halt eher ein Sonderangebot für Wenig-Surfer. Alle anderen Pakete sind ja auch (noch) Drosselfrei. Hoffentlich bleiben sie das auch.

  19. Re: Dann kosten 50 garantierte MBit...

    Autor: Ach 05.05.13 - 05:37

    Kennst du Leonard Susskind? Ok, dann sag ich´s dir halt: Leonard Susskind ist der ehemalige Klempner, der sich schließlich doch entschieden hat seinem Talent zu frönen und Physik zu studieren, der in Form eines freundschaftlichen Wettbewerbs Stephen Hawking´s dramatische These, nach der in einem schwarzen Loch Informationen verloren gehen könnten (Verletzung des dritten thermodynamischen Hauptsatzes, Stichwort: Entropie), anzweifelte, schließlich widerlegte, und der seit 2006 eine Professur an der Standford University ausübt. Susskind stellt alle seine Kurse, das sind, Allgemeine Physik, Spezielle Relativitätstheorie, Allgemeine Relativitätstheorie, Stringtheorie und noch ein paar mehr, in kompletter Ausführung und über den Youtube Chanel der Standford University der Öffentlichkeit frei zur Verfügung. Eine wunderbare Gelegenheit deine Behauptung, den Intellekt von Youtube Videos zum Frühstück vernaschen zu können, unter Beweis zu stellen. Susskind erklärt trocken aber gut, er geht dabei jedoch zügig voran. Falls du dein Mathematik Wissen aus der Oberstufe noch abrufen kannst sowie über den nötigen Willen und das Durchhaltevermögen verfügst, dann hast du pro Kurs ein bis ein paar heiße(weil dein Kopf gewaltig rauchen wird) Wochen vor dir, es sei denn du gehörst zu den wenigen Auserwählten welche die Mathematik und Physik sofort und wie nebenher verbildlichen und weiterverarbeiten können. Danach sieht es mir aber so gar nicht aus.

    Das Problem von Susskind ist, nein, nicht sein Problem, eigentlich ist es überhaupt niemands Problem. Also das interessante an Susskind´s Lehrvideos ist, dass sie vergleichbar sind mit ein paar klitzikleini Sandkörnchen an einem zieeeemlich langem Sandstrand, welcher in dieser Analogie das in den YouTube Videos gesammelte Wissen repräsentieren soll. Falls man es etwas allgemeinverdaulicher möchte, wie wäre es da mit einem der spannenden Vorträge von Neil de Grass Tyson? Komplexe Zusammenhänge in genialer Art und Weise auf eine verständliche Ebene runter gebrochen, ohne dabei die Faszination der vorgetragenen Astronomie zu stören und den Zuhörer viel mehr erst recht in deren Bann ziehen. Die Views gehen in die Millionen, und zwar nicht in Form eines kurzen Hypes sondern über die Jahre! Das spricht zum einen von Qualität und Zeitlosigkeit und zu adern auch davon, dass plötzlich Massen an Leuten, alten und jungen, aus eigenem Antrieb und begeistert ihr Wissen erweitern wollen. Umkreist man das ganze Gebiet der Astronomie, entspricht das vielleicht mal einer Schippe Sand an benanntem Strand, oder nein warte: ja gut, es könnte auch eine Schubkarre sein! Hinzu kommen die unzähligen anderen Wissenschaften in unzähligen Vorträgen und Kursen, dabei unzählige aus unbezahlbarer erster Hand. Oder Anleitungen für Dinge oder für Software. Durch nichts lernt man etwa die Handhabung eines physikalisch akkuraten Flüssigkeitssimulators schneller als durch Anwendervids vom Entwickler und anderen Hardcoreanwendern, oder Sport und Hobbys, fremde Länder, such mal nach der Vortagsreihe der Fotoreporter der Zeitschrift „Geo“ bzw. „Natur“, investigativer Journalismus, sprich: Aufdeckung von Menschenrechtsverletzungen und politisch motivierten Falschdarstellungen, unzählige und vielschichtige Beiträge zum Aktuellem Geschehen, Reviews und Tests noch und nöcher, und eigentlich frag ich mich dann eher wie man überhaupt ein Medium beschreiben will, dass zu so ziemlich allem was es gibt ein paar nützliche Informationen bereit hält?
    Das ist der Wert von Youtube. Und keine Telekom der Welt kann auch nur entfernt an diesem Status kratzen, nicht mal alle Firmen und Konzerne gemeinsam könnten das, keine Chance wenn Entwickler und andere Kreative, Techniker und Unis, wenn auch nur einer unter 10000 eine eigene Youtubeseite bereitstellt. Die TK mit ihrem angedocktem Videoverleih gleicht dagegen einem Tal der Tränen, oder halt einem Mehrwasseraquarium am Mehresstrand, wie du willst.


    Emulex schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Prust.
    > Was ist an qualitativ beschissenen Musik- und sonstigen -Videos auf Youtube
    > ein Fortschritt?
    > Was ist an qualitativ minderwertigsten Gaming-Streams ein Fortschritt?
    > Wo liegt der Fortschritt wenn ich all meine (persönlichen) Daten zu
    > Anbietern auslagere die ständig gehackt werden?
    >
    > Die Menschheit im Allgemeinen entwickelt sich hin zu einer anspruchslosen
    > Suppe aus gleichgetakteten Billigkonsumenten.

    Tja, was soll man dazu sagen, sieht ja mal nicht sehr gesund aus, wo ist denn nur das Problem? auf der Startseite die Suchleiste nicht gefunden, also diese Leiste über dem Hauptvideofenster? Nur drei bis fünf Ebenen durch den nächstklickbaren Themenpfad gesurft? Nun, wer vertieft sich denn auch in Youtube Teeniegeplänkern? Ist doch klar dass die Pubertierenden überall dort in Erscheinung treten wo es etwas Neues und Hypes zu tun gibt. Ist ja auch OK. Die Leute fangen halt eben gerade an ihre Erfahrung und ihr Wissen aufzubauen. Dass das mitunter etwas experimentell oder ungelenk wirkt, so wie bei jedem Anfang, das ist doch selbstredend, lass sie doch einfach mal machen und werden, es gibt ja mehr als genug anderes zu tun. Und statt wie wild die eigenen Nichtwissenshorizonte mit Abdreschen auszuschmücken; Hey, auf der Erde hat sich in der Zwischenzeit ja so einiges getan, wie wär´s damit von hinterm Mond mal wieder hervorzuschauen? Jedenfalls will und werde ich da bestimmt nicht enden, mit dem neuen Telekomtarif.

    > Und der Witz mit den CO2-neutralen, solarbetriebenen Switches war echt gut
    >- das zeigt nun endgültig die Weltfremdheit.

    Hab ich einen Punkt übersprungen? Das kann mal passieren! Wenn man die nach wie vor bizarre Gegenüberstellung von Hausmüll und von elektronischer Datenübermittlung mit fraglichen Inhalten mal auf die Probe stellt, dann ist, nach Abzug des Gehirnpuddings, die einzig tatsächlich greifbare oder beschreibbare Beziehung der beiden zueinander die verlorene Energie der flüchtigen Datenübermittlung zum vergebenem nicht flüchtigen Material und der unötig eigesetzten und ebenfalls nicht flüchtigen (Bearbeitungs-)Energie im Hausmüll. Unabhängig der „Wertigkeit“ der die Leitung passierenden Elektronen, lässt sich dieses Problem heutzutage aber auch dadurch lösen, dass man auf nachhaltige Energien zurückgreift, gerade bei einem so homogenen und relativ gesehen, sehr überschaubaren Energiebedarf, wie er bei der Datenübermittlung anfällt. Damit wird die Datenmenge im Speziellen dann restlos egal. Beispiele für umweltgerechtes Vorgehen bieten etwa Google, die ihre Datencenter mit umfangreichen Solarzellenareas ausstatten(und außerdem viel Geld in die Erforschung alternativer Energien investieren, Stichwort: Hochtemperaturbrennstoffzelle), und Mobilfunkübermittlungsstellen in nicht ans Stromnetz angeschlossenen Gebieten in Dritte Welt Ländern, in denen die alten dieselgetriebenen Funknodes zunehmend auf batteriegepufferte Solarstromversorgung umgestellt werden. Ein innovatives Engagement im Umweltsektor würde der TK und auch ihren beiden Managern jedenfalls viel besser stehen und wäre auch wesentlich werbewirksamer als ihr gerade angepeilter Rückfall in die Neunziger.

  20. Re: So eine quatsch Rechnung - nach Milchmädchen Art

    Autor: Paykz0r 05.05.13 - 15:20

    mlxl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wer baut denn die Netze aus, wer investiert 6 Mrd.? google?

    jop, genau das machen sie in den staaten!

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