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Das ist nicht die Telekomm die ich mir Wünsche

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  1. Das ist nicht die Telekomm die ich mir Wünsche

    Autor: Ach 03.05.13 - 17:05

    Warum erfüllt diese Firma nicht einfach nur die Aufgabe mit der sie sich in ihremm Nahmen schmückt? => Tele-Kom-Munikation. Die Post vertreibt ja auch keinen Bücher- und Zeitschriften-Service, entsprechend möchte die Telekom doch einfach nur meine Datenpakete hin und her senden, wo und wie ich sie abrufe und aufgebe, wofür ich dann auch bezahle, und nicht etwa für die Herstellung, die zur Verfügung Stellung oder für die Aufbereitung meiner ausgewählten Inhalte. Wenn tatsächlich immer noch 30% der Telekom Aktien in Staatlicher Hand sind, dann kann man bis zu einem gewisser Punkt sogar von einem sozial verantwortlichem Staatsauftrag reden in der Ausübung dieser Tätigkeit.

    Die Netzneutralität in Frage zu stellen und anzugreifen indem ein eigener Datendienst aufgebaut wird der konkurrierende Quellen unter Ausübung des Streckenmonopols finanzielle ausboten will, das ist weder im Sinne des Bürgers noch im Sinne einer echten Volksvertretung, sondern das genaue Gegenteil. Und was die zur Verfügung Stellung wichtiger Informationen angeht; der Grundversorgungsauftrag ist bereits an die Öffentlich Rechtlichen vergeben, es besteht also überhaupt kein Bedarf oder Auftrag für "TK-Multimedia". Wenn René Obermann und sein Nachfolger Timotheus Hoettges also so ein großes Interesse als Inhaltsanbieter haben, dann sollten sie ein eigenes Unternehmen Gründen oder eines von der Telekom abspalten, ein Unternehmen mit dem sie sich dann auf Augenhöhe, also zu den selben Bedingungen der Konkurrenz von YouTube & Co stellen könnten. Das wurde hier schon einmal genannt, ich finde die Idee hervorragend. Im Grunde sollte die TK einfach nur dafür sorge tragen, dass die Bürger ihre ausgewählten Inhalte bekommen, wann und wie sie wollen, und nicht dafür, dass sie sie nicht bekommen.

    Das jetzt schon fragliche Argument mit den 3% ist schnell schnell!, denn in ein paar Jahren wird es für jeden selbstverständlich sein sich mit Videoinhalten aus dem Netz einzudecken, ob von Youtube, den Mediatheken, den aufkommenden Livestreams wie dem des ARDs oder sonst woher. Spätestens dann saugt Lisien Müller mehr als der gemeine Softwaresammler, wenn ihr I-net Stream im Hintergrund plätschert wie damals das Radio, und spätestens dann wird das Vielsaugen endgültig zur gesellschaftlich anerkannten und erwarteten Selbstverständlichkeit. Noch Bevor dieses Zeitfenster sich schließt wollen René Obermann und Timotheus Hoettges einen Fuß in die Tür setzen. Ein schwerer Schlag für das freie Internet, denn es soll ganz klar zum Internet zweiter Wahl degradieren, natürlich zum Nachteil des freien Daten- und Informationsausstauschs und zum Vorteil eines Unternehmens und seiner Partner. Das Ergebnis wird die mit der Zeit und der Größen- und Qualitätszunahme der Videodaten immer umfassender werdende Beschränkung auf durchgeschliefenne TK-Inhalte sein.

    Ein Vehikel auf dem die TK mit ihren Ideen sicherlich reiten wird ist übrigens der
    HbbTV-Standard, bzw. sieht es so aus, als wolle die TK Youtube & CO als konkurrierenden HbbTV Anbieter von vorne herein ausbremsen.

  2. Re: Das ist nicht die Telekomm die ich mir Wünsche

    Autor: Ach 03.05.13 - 18:05

    Upps, hier nochmal der Link:
    http://www.hyperraum.tv/2013/03/05/der-rote-knopf-von-hbbtv/

  3. Re: Das ist nicht die Telekomm die ich mir Wünsche

    Autor: mlxl 04.05.13 - 16:29

    Die Telekom soll also sozial sein, ihre Geschäfte beschränken auf Gewinn verzichten usw. Usf. Das tut übrigens schon der Staat nicht der genau die Dividende will und etwa auch nicht bereit war diese in netzinvestitionen umzulenken. Scheinen mir ziemlich hilflose Appelle zu sein in dem Stil: aber Mercedes könnte mir den neuen Wagen doch für 5000 EUR geben oder warum soll ich nicht endlos Strom für 20 EUR im Monat kriegen der kommt sich aus der Leitung, das wäre doch sozial.

    Und warum muss sich eine Firma auf ein Geschäftsfeld beschränken? Weil du das gerne so hättest. Wenn das ein Argument sein soll sieht es nicht gut aus mit dem Kampf gegen die Drosselung.

    Die alles immer frei Mentalität im Netz scheint zu einer Art ich wünsch mir was Illusion zu führen die angesichts steigender Datenmengen und neuer Gewinnmöglichkeiten an ihre grenzen stößt.

  4. Re: Das ist nicht die Telekomm die ich mir Wünsche

    Autor: Ach 06.05.13 - 08:57

    >Die Telekom soll also sozial sein,

    Der Staat ist seinen Bürgern verpflichtet und der Staat hält 32% der Telekomaktien(der Rest sind Streuaktien). Also stellen die Bürger als Gemeinschaft den Hauptaktionär des Unternehmens Telekom. Seinem Hauptaktionär ist jedes Aktienunternehmen in besonderer Weise verpflichtet, die TK also dem Staat und seinen Bürgern, oder anders ausgedrückt; dem Gemeinwohl, zu den besagten 32%, wie von mir im Anfangsthread ja bereits erwähnt.

    > ihre Geschäfte beschränken auf Gewinn verzichten

    Wenn diese Geschäfte mit geltendem Recht kollidieren aber ganz bestimmt

    >usw. Usf.

    Beziehst du dich jetzt auf was Bestimmtes oder ist das einfach nur Ausschmückung?

    >Das tut übrigens schon der Staat nicht der genau die Dividende will und etwa auch nicht bereit war diese in netzinvestitionen umzulenken.

    Warum sollte denn ein Aktionär seine Dividende dem Unternehmen zurückgeben? Sollten denn deiner Meinung nach auch Angestellte ihr Gehalt wieder an ihr Unternehmen zurückzahlen, immer mal wieder wenn Investitionen anstehen :-]?

    >in dem Stil: aber Mercedes könnte mir den neuen Wagen doch für 5000 EUR geben

    Ok, Mercedes:
    -weder ist der Staat an diesem Unternehmen beteiligt,
    -noch sind Mercedes PKW Grundbedürfnisse sondern in der hauptsächlich Luxusgüter auf die man verzichten kann.
    - noch besitzt Mercedes ein Monopol, sprich Interessenten haben die freie Wahl zwischen Mercedes und vielen anderen und darüber hinaus auch internationalen Anbietern
    - noch würde Mercedes einen Verkaufspreis von 5000¤ überleben, die TK die Aufrechterhaltung der echten Flat aber mit Bestimmtheit.

    >Und warum muss sich eine Firma auf ein Geschäftsfeld beschränken?

    Wenn eine Firma neuen Geschäftsfelder nur unter Umgehung von geltendem Recht erreichen will/kann dann bleibt dem Gesetzgeber überhaupt gar keine andere Wahl, dann muss er das Unternehmen an dieser Stelle einbremsen.

    >Die alles immer frei Mentalität im Netz scheint zu einer Art ich wünsch mir was Illusion zu führen die angesichts steigender Datenmengen und neuer Gewinnmöglichkeiten an ihre grenzen stößt.

    Du hast da aber nen kleinen Denkfehler in der Amateurphilosophie. Du bringst Vernunft und Schildbürgertum gefährlich durcheinander. Du kannst dir z.B. auch dein Wasser rationieren als wenn du in der Wüste lebst, richtig Dürsten, dich nicht mehr Waschen und so, bis du an der Feststellung nicht mehr vorbei kommst, dass es in Breitengraden in denen die Ressource Wasser im Überfluss vorhanden ist, sie ebenso einfach erschlossen werden kann und das ohne irgendeinen Schaden zu verursachen, es überhaupt keinen Sinn ergibt seine Konzentration und Energie in einem Künstlichen erzeugten Mangel zu verbrennen. Probleme verschwinden mit dem Computer ohnehin nicht, tatsächlich verschieben sie sich nur in das Kopfarbeitertum das aber immer anspruchsvoller wird. Sich einen künstlichen Informationsangel aufzuerlegen ist da fast noch irrsinniger, insbesondere wenn daraus echte Wettbewerbsnachteile gegenüber den internationalen Nachbarn entstehen können. Wir befinden uns im Informationszeitalter. Für dich für mich und für alle anderen geht es einfach darum die Informationen so effektiv und geschickt wie möglich und ohne dass eine selbstgefällige TK künstlich Fußangeln verteil, zu finden und zu verwerten.

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