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So ein Misthaufen!

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  1. Re: So ein Misthaufen!

    Autor: C00kie 17.05.13 - 10:08

    Jaja, ich habs verstanden. Du hättest einfach in einem Satz sagen können, dass diese schnelle Entwicklung und der kurzlebige Produktzyklus viel Müll mit sich bringt, und damit schädlich für die Umwelt ist. Ist auch richtig und ein wichtiger Standpunkt.

    Allerdings könnte man dann einfach die gesetzlichen Umweltauflagen deutlich verschärfen. Innovation kann auch bessere Recyclingtechnik mit sich bringen. Ohne technischen Fortschritt würden wir immernoch extrem ineffiziente Motoren in unseren Fahrzeugen haben und ein Vielfaches an Dreck einatmen. Genauso würden wir wohl immernoch Substanzen, wie Quecksilber oder FCKW einsetzen. Schneller technischer Fortschritt ist nicht zwingend mit Kapitalismus gleichzusetzen, aber leider damit verbunden.
    Trotzdem bringt er eben auch Verbesserungen mit, gesteigerte Energieeffizienz, weniger umweltbelastende Materialien, neue Antriebstechniken und auch in der Recyclingindustrie gibt es Fortschritt, da man mittlerweile erkannt hat, dass sich nicht nur damit Geld verdienen lässt, sondern seltene, oder schwer zu beschaffende Materialien wiedergewonnen werden können.

    Ich stimme dir voll und ganz zu, dass wir nicht auf Müllbergen leben sollten und dass die Umwelt um jeden Preis geschont und geschützt werden muss, weil sie uns hervorgebracht hat und wir ein Teil davon sind. Aber die Entwicklung auszubremsen ist auch keine Lösung, dann hängen wir nämlich noch weitere Jahrzehnte an ineffizienten und Erdöl-fressenden Maschinen fest, was sicher nicht in deinem Sinne ist.

  2. Re: So ein Misthaufen!

    Autor: Anonymer Nutzer 17.05.13 - 13:03

    C00kie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Allerdings könnte man dann einfach die gesetzlichen Umweltauflagen deutlich
    > verschärfen. Innovation kann auch bessere Recyclingtechnik mit sich
    > bringen. Ohne technischen Fortschritt würden wir immernoch extrem
    > ineffiziente Motoren in unseren Fahrzeugen haben und ein Vielfaches an
    > Dreck einatmen. Genauso würden wir wohl immernoch Substanzen, wie
    > Quecksilber oder FCKW einsetzen. Schneller technischer Fortschritt ist
    > nicht zwingend mit Kapitalismus gleichzusetzen, aber leider damit
    > verbunden.

    Ach? Erst vor wenigen Jahren hat man mit dem depperten "Fortschritt" die "ineffiziente Glühlampe" entsorgt und die Quecksilberschleuder Energiesparlampe auf Leuchtstoffröhren Technologie hochgelobt. Und gerade dort ist das Quecksilber auch noch in Dampf Form vorhanden und somit am giftigsten für uns, da wir es am besten aufnehmen können in dieser Form... Und die giftigen Dämpfe, die alleine schon nur im Betrieb von der heiß werdenden Schaltelektronik abgesondert werden, sind auch nicht so prima. Nicht immer ist "Innovation und Fortschritt" auch etwas gutes...

    > Trotzdem bringt er eben auch Verbesserungen mit, gesteigerte
    > Energieeffizienz, weniger umweltbelastende Materialien, neue
    > Antriebstechniken und auch in der Recyclingindustrie gibt es Fortschritt,
    > da man mittlerweile erkannt hat, dass sich nicht nur damit Geld verdienen
    > lässt, sondern seltene, oder schwer zu beschaffende Materialien
    > wiedergewonnen werden können.

    Bis jetzt wird Schrott immernoch nach Afrika geschifft, als angebliche "Spenden". Damit dort dann Kinder und Co. das Plastik verbrennen, giftige Dämpfe einatmen, nur um Kupfer und Co. zu sammeln. Keine wirklich schöne Form des Recyclings...

    Aber wo es ums Geld geht, ist für anständiges Recycling kein Platz.

    > Ich stimme dir voll und ganz zu, dass wir nicht auf Müllbergen leben
    > sollten und dass die Umwelt um jeden Preis geschont und geschützt werden
    > muss, weil sie uns hervorgebracht hat und wir ein Teil davon sind. Aber die
    > Entwicklung auszubremsen ist auch keine Lösung, dann hängen wir nämlich
    > noch weitere Jahrzehnte an ineffizienten und Erdöl-fressenden Maschinen
    > fest, was sicher nicht in deinem Sinne ist.

    Das müssen wir gar nicht, selbst ohne großen Fortschritt! Schon heute hätten wir Möglichkeiten genug, nur sie müssten eben "bezahlt" werden! Das, was uns wirklich am größten bremst, ist IMMER der Kostenfaktor! Bedeutet, unser scheiß Geldsystem! Ohne Geldsystem könnten wir sofort "überall" das beste einsetzen! Es gäbe Solar, Wind, Wasser und in Wüsten auch diese Hitzekraftwerke (Spiegel führen Sonne auf einen Punkt der sich hoch erhitzt und eine Dampfturbine antreibt). Wir haben längst gute Technik, nur der Umstieg ist mal wieder "zu teuer"...

    Ohne Geldfaktor könnten wir "schon lange" umgestiegen sein! Geld ist die "größte" Innovationsbremse! Nicht Produktlebenszyklen ansich! Denn kaputt geht sowieso irgendwann alles mal. Aber wir könnten sowieso schlechtes ersetzen gegen besseres. Müssten aber nicht mehr auf eine starke Wirtschaft hinarbeiten, gäbe es nicht den Geld-/Einnahmefaktor! Wir stellen uns mit unserem Arbeits- und Geldsystem selber ein Bein und bremsen unseren Fortschritt!

  3. Re: So ein Misthaufen!

    Autor: C00kie 17.05.13 - 15:53

    Jede Medallie hat zwei Seiten. Und das Thema ist VIEL ZU KOMPLEX, um es so zu pauschalisieren. Da spielen so viele Dinge mit rein, dass das reine Träumerei und nicht realisierbar ist. Angefangen von Psychologie und Instinkten des Einzelnen, über Ressourcenmanagement (personelle, zeitliche, wie materielle), über globale Kommunikation und Sprachbarrieren, unterschiedliche Kulturen und Ansichten, denn du kannst nicht mal eben in einem Land Geld abschaffen, und kein anderes Land zieht mit - das funktioniert nicht. Das geht weiter über Bildung und Erziehung, die Menschen müssen gebildet sein, um überhaupt den Bedarf and Umweltschutz zu erkennen und sie müssen gebildet sein, um Innovation zu erschaffen, und sie müssen erzogen sein, um nicht ihrer Gier nachzugeben und wieder Gegenleistungen zu verlangen - wenn es kein Geld ist, sind es eben andere materielle Werte.
    Um gebildet zu sein, muss die Infrastruktur dafür vorhanden sein, und hungernde Menschen lernen schlecht, also muss die Nahrungsversorgung global gesichert sein. Und Menschen in Kriegsgebieten lernen auch schlecht, also musst du auch Frieden voraussetzen. Und Bildung in einer von Zensur geprägten Diktatur ist auch nicht von Wert, also musst du auch für gute politische Situationen weltweit sorgen.

    Einfach gesagt: du willst eine perfekte Welt. Schlag dir das aus dem Kopf, die Realität sieht ernüchternd aus. Man kann darauf hin arbeiten, aber du wirst nicht mal eben von heute auf morgen Probleme der Welt lösen, die es schon seit hunderten, oder tausenden von Jahren gibt.

  4. Re: So ein Misthaufen!

    Autor: Anonymer Nutzer 17.05.13 - 16:15

    Behauptete ich auch nie. Trotzdem sind diese Dinge eben das Übel :-)

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