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Technologische Aspekte?

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  1. Technologische Aspekte?

    Autor: fdumont 29.05.13 - 12:39

    Das Ranking der Google-Suche basiert auf mathematischen Verfahren und Algorithmen. Diese Verfahren werden im Detail meist vom Hersteller selbst geheim gehalten, um die Manipulationsmöglichkeiten (Gegenbeispiel siehe z.B. PageRank früher) gering zu halten.

    Natürlich sind dann entsprechend Google-Produkte auf diese Verfahren und Bewertungsmechanismen besser optimiert, was zu besseren Rankings führt. Sämtliche Google-Produkte nutzen z.B. immens viele Microformats, um dem Endnutzer mögichst unkompliziert die Ergebnisse zu liefern, die er sucht - und diese scheinen im Moment durch Google stark gewichtet zu werden.

    Ob nun die Verfahren der Google-Suche den anderen Teams für die Produktentwicklung wie z.B. Maps bekannt sind oder nicht, ist IMHO eine andere Sache.

  2. Re: Technologische Aspekte?

    Autor: Chevarez 30.05.13 - 01:10

    Und Google vergibt seinen Diensten und unterschiedlichen Auftritten auf anderen Seiten sogar selbst Strafen für Black-Hat-Techniken.

    Es gibt aber sicherlich - und es wäre naiv, Gegenteiliges zu Denken - auch gewisse Optimierungstricks für eigene Dienste. Da mag man gar nicht widersprechen. Meiner Meinung nach ist das aber Googles gutes Recht, wenn es dem Nutzer und dem Streben Googles, das gesamte Wissen der Erde nutzbar zu machen, entspricht und nicht gegen geltendes Recht verstößt. Und ich wüsste nicht, welches Recht es untersagen sollte, dass ich in meinen Produkten oder Geschäftsräumen Werbung für andere meiner Produkte oder "Geschäftsräume" mache.

  3. Re: Technologische Aspekte?

    Autor: Anton54 30.05.13 - 18:42

    Das kommt ganz darauf an. Die Sichtweise ist falsch, da die Suchmaschine Google nicht mehr der Geschäftsraum der Firma ist, sondern ein gesellschaftlich riesog genutzter Marktplatz, auf dem nahezu alle Onlinewaren gehandelt werden.

    Du kannst als Unternehmen eben nicht Marktplatzbesitzer und gleichzeitig Händler sein, da sonst das Missbrauchspotenzial zu groß ist. Um in dem Beispiel zu bleiben:

    Du verkaufst auf DEINEM Marktplatz Fische und es gibt noch 2 weitere Fischhändler. Denen schreibst Du allerdings vor, ihre Fische im Keller eines Randhauses anzubieten - schon kommen keine Kunden mehr zu denen und du verkaufst alle Fische allein.

  4. Re: Technologische Aspekte?

    Autor: caso 30.05.13 - 19:19

    Anton54 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das kommt ganz darauf an. Die Sichtweise ist falsch, da die Suchmaschine
    > Google nicht mehr der Geschäftsraum der Firma ist, sondern ein
    > gesellschaftlich riesog genutzter Marktplatz, auf dem nahezu alle
    > Onlinewaren gehandelt werden.

    Wenn der Marktplatz so gerne genutzt wird dann scheint er doch sehr gut zu sein. Wieso sollte man die zufriedenen Leute dazu zwingen einen unbeliebteren Marktplatz zu nutzen? Das hört sich in meinen Ohren nach Planwirtschaft an.

    > Du kannst als Unternehmen eben nicht Marktplatzbesitzer und gleichzeitig
    > Händler sein, da sonst das Missbrauchspotenzial zu groß ist. Um in dem
    > Beispiel zu bleiben:
    >
    > Du verkaufst auf DEINEM Marktplatz Fische und es gibt noch 2 weitere
    > Fischhändler. Denen schreibst Du allerdings vor, ihre Fische im Keller
    > eines Randhauses anzubieten - schon kommen keine Kunden mehr zu denen und
    > du verkaufst alle Fische allein.

    Im Supermarkt werden Eigenmarken angeboten aber daneben auch Produkte von anderen Marken. Abgesehen davon müssen zu deinem Marktplatz auch erstmal Leute hinkommen. Es ist nicht so dass es irgendeinen Zwang gibt Google zu nutzen.

  5. Re: Technologische Aspekte?

    Autor: Anton54 30.05.13 - 19:32

    Es ist aber prkatisch so, dass ALLE Leute zu diesem Marktplatz (Google) kommen.

    Ferner ist es so, dass in einem Supermarkt tatsächlich Eigenmarken und andere Produkte angeboten werden - dagegen hat auch keiner was. Nur in Bezug auf Google müsste das Beispiel so aussehen:

    Die EIgenmarke wird ins Regal gelegt, so dass sie jeder sehen kann. Für Konkurrenzprodukte müsstest Du allerdings erst die Eigenmarke aus dem regal räumen, weil diese DAHINTER einsortiert wurden ;)

    Das ist das Problem. STell Dir einfach vor, es gibt nur noch eine Supermarktkette und diese bestimmt, was wo verkauft wird.

    Diese Supermarktkette beginnt zudem, alle Produkte auch selbst herzustellen und räumt diese immer vorne in die Regale (die anderen Produkte sind quasi unsichtbar). Dann hast Du ungefaähr die Situation, die Google mit seinem Verhalten anstrebt.

    Alles was die EU-Kommission nun will, ist, dass der Supermarkt die Produkte der einzelnen Hersteller wieder so einräumt, dass der Kunde letztlich die Wahl hat, welches er kaufen will.

    (Auf Maps bezogen mal ein gutes Beispiel: Ich habe jetzt schon öfter gelesen, dass es andere Kartendienste gibt, die besser sind als Google, diese sind aber nicht mehr sichtbar. Alle nutzen bequemerweise Maps und damit ein schlechteres Produkt, nur weil es halt am Markt einfacher zu erreichen ist - dafür sorgt nämlich der Anbieter des schlechteren produkts, weil er diese Macht hat.

    Ich selbst kann das mit Maps nicht verifizieren, weil ich solche Kartendienste gar nicht nutze, aber es besteht die Möglichkeit einer solchen Konstellation.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 30.05.13 19:42 durch Anton54.

  6. Re: Technologische Aspekte?

    Autor: caso 30.05.13 - 22:41

    Anton54 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Es ist aber prkatisch so, dass ALLE Leute zu diesem Marktplatz (Google)
    > kommen.

    Daran sollte nichts einzuwenden sein wenn jeder selbst entscheiden kann.

    > Ferner ist es so, dass in einem Supermarkt tatsächlich Eigenmarken und
    > andere Produkte angeboten werden - dagegen hat auch keiner was. Nur in
    > Bezug auf Google müsste das Beispiel so aussehen:
    >
    > Die EIgenmarke wird ins Regal gelegt, so dass sie jeder sehen kann. Für
    > Konkurrenzprodukte müsstest Du allerdings erst die Eigenmarke aus dem regal
    > räumen, weil diese DAHINTER einsortiert wurden ;)
    >
    > Das ist das Problem. STell Dir einfach vor, es gibt nur noch eine
    > Supermarktkette und diese bestimmt, was wo verkauft wird.

    Da weicht dein Beispiel von der Realität ab. Es gibt unzählige Suchmaschinen und es ist auch nicht schwer z.B. yahoo.de statt google.de einzugeben. Das Beispiel müsste also so sein: Es gibt duzende Supermärkte aber fast alle Menschen entscheiden sich für den selben.

    > Diese Supermarktkette beginnt zudem, alle Produkte auch selbst herzustellen
    > und räumt diese immer vorne in die Regale (die anderen Produkte sind quasi
    > unsichtbar). Dann hast Du ungefaähr die Situation, die Google mit seinem
    > Verhalten anstrebt.

    Ja, aber wenn einem die Produkte nicht gefallen dann kauft man sie halt nicht und wenn einem der Laden nicht gefällt dann nimmt man einen der unzähligen anderen.

    > Alles was die EU-Kommission nun will, ist, dass der Supermarkt die Produkte
    > der einzelnen Hersteller wieder so einräumt, dass der Kunde letztlich die
    > Wahl hat, welches er kaufen will.

    Der Kunde hat so oder so die freie Wahl.

    > (Auf Maps bezogen mal ein gutes Beispiel: Ich habe jetzt schon öfter
    > gelesen, dass es andere Kartendienste gibt, die besser sind als Google,
    > diese sind aber nicht mehr sichtbar. Alle nutzen bequemerweise Maps und
    > damit ein schlechteres Produkt, nur weil es halt am Markt einfacher zu
    > erreichen ist - dafür sorgt nämlich der Anbieter des schlechteren produkts,
    > weil er diese Macht hat.
    >
    > Ich selbst kann das mit Maps nicht verifizieren, weil ich solche
    > Kartendienste gar nicht nutze, aber es besteht die Möglichkeit einer
    > solchen Konstellation.

    Ich habe eine Taschenrechner.exe entwickelt. Das Programm ist viel komfortabler als der Standart Taschenrechner bei Windows. Nur weil Windows einen Taschenrechner anbietet lässt sich meiner überhaupt nicht verkaufen. Deshalb brauchen wir ein neues Gesetz damit mein Rechner-Programm auch mal gekauft wird und nicht immer nur das von Microsoft.

  7. Re: Technologische Aspekte?

    Autor: Anton54 31.05.13 - 08:13

    Im Beispiel der Suchmaschine hast Du recht - es gibt andere!

    Aber keiner nutzt sie und damit sind sie für andere Verkäufer (also in den vielen von Google beim Online-Verkauf abhängigen Branchen nicht existent).

    Ferner würden Supermärkte ein solches Monopol halt nicht überleben. Eine Suchmaschine kostet den Betreiber halt deutlich weniger und deshalb existieren Bing oder Yahoo auch bei Marktanteilen von 2%.

    Es geht hier aber nicht darum, dass Google andere Suchmaschinen verdrängt. Es geht darum, dass Google als Marktplatz für alle anderen Branchen im Onlineverkauf quasi der einzige Supermarkt ist (aus welchem Grund - ob nun, weil alle dahin gehen oder weil es wirklich nur noch Google gibt, ist für die Marktbetrachtung irrelevenat). Monopol ist Monopol!

    Damit ist jeder kleine Shop von Google abhängig! Genau in diesem Moment verliert Google eben das Recht, völlig allein zu bestimmen, was wie wo platziert wird.

    Es geht ja auch nicht darum, dass Google seine eigenen Dienste plötzlich nicht mehr anzeigen darf. Nur dürfen diese nicht losgelöst von allem immer prominent platziert werden.

    Deine Ansicht, dass die Leute in dem Supermarkt mit den fies einsortierten Produkten (Eigenmarke vorne, andere Produkte dahinter) eben andere Produkte kaufen würden, wenn ihnen diese nicht mehr gefallen, ist leider als falsch zu bezeichnen. Solange die Google-Produkte nicht der letzte Schund sind und nicht funktionieren (das tun sie ja), nutzen die Leute die Produkte, WEIL sie oben stehen.

    Es ist aber keinem Wettbewerber mehr möglich, ein besseres Produkt zu platzieren, weil dieses vom Kunden nicht wahrgenommen wird - Google weiß das durch die Platzierungen zu verhindern. Das ist das Problem - es gibt keinen Wettbewerb mehr. Und genau das muss verhindert werden.

    Um das Ganze mal abzukürzen und zu einem Ende zu führen:

    Du magst die Google-Produkte und viele andere auch. Wer sie nutzen möchte, der kann das doch auch weiterhin tun. Nur lasst doch dem Wettbewerb nach vwie vor eine Chance :)

    Google ist nicht mehr der einzig undalleinige Bestimmungsraum des Unternehmens. Wenn es den gesamten Online-Handel betrifft und somit eine Infratsruktur schafft, in der Google dann auch noch selbst als Anbieter auftritt, muss es eine externe Regulierung geben , die die Spielregeln überwacht und allen gleiche Chancen einräumt.

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