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Automatisch eingefügte hartkodierte Zeilenumbrüche, verhindert inhaltliche Transparenz

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Automatisch eingefügte hartkodierte Zeilenumbrüche, verhindert inhaltliche Transparenz

Autor: Gaius Baltar 12.06.13 - 13:02

Nachdem ich das in der aktuellen Version nochmal verifiziert habe, möchte ich das hier gerne anmerken.

Mails mit sehr langen Zeilen (d.h. Absätzen) sind mit Opera Mail nicht inhaltlich transparent zu verschicken. Ich habe keine Einstellung gefunden, die dem Programm ein vernünftiges Handling beibringt. Stattdessen setzt es in bestimmten Situationen hartkodierte(!) Zeilenumbrüche eigenmächtig rein und verändert somit den Inhalt der E-Mail. Das ist seit Jahren so. Ich habe bereits eine Bugmeldung an Opera gesendet, aber nie eine Antwort bekommen. Der Bugtracker ist nicht öffentlich einsehbar.

Technische Erläuterung:
• E-Mails müssen umbrochen werden aus technischen Gründen. Dies geschieht meist nach 72 oder 76 Zeichen. Das Protokoll unterstützt keinesfalls Zeilen, die länger als ca. 1000 Zeichen sind.

• Man kann z.B. selbst den Umbruch mit hartkodierten Newline-Zeichen vornehmen, oder (z.B. bei Thunderbird) die Mail formatieren lassen, sodass diese Umbrüche eingesetzt werden und alle Zeilen desselben Absatzes auf bis zu 76 Zeichen ausgedehnt werden. Opera bietet eine solche Funktion nicht.

• Sinnvoller und meistens gewünscht ist es aber, einen Absatz, der ja aus 1000 oder mehr Zeichen bestehen kann, nicht manuell umzubrechen. Stattdessen schreibt man ihn aus, und die Zeilen werden am Fensterrand(!) umbrochen. Jemand anders, der die Mail empfängt, kann somit die Zeilenlänge dynamisch anpassen, indem er das Fenster verbreitet oder verschmälert. Dies wird e-mail-technisch durch die format=flowed-Kodierung erreicht. Dabei werden die Zeilen zwar nach 76 Zeichen umbrochen, aber es wird gekennzeichnet, welche Zeilen zum selben Absatz gehören. Sie bilden auf Empfangsseite somit denselben Absatz mit Umbruch am Fensterrand.

• Was Opera nun macht: wenn ich eine Mail schreibe, einen entsprechend langen Absatz schreibe und direkt verschicke, kommt der Inhalt mit Format=Flowed korrekt beim Empfänger an. Wenn ich nun aber die Mail vor dem Versenden speichere und sie dann erst verschicke, dann werden beim Abspeicher-Vorgang hartkodierte(!) newline-Zeichen eingebaut. Wenn ich nun die Mail weiter editiere, habe ich keinen Umbruch am Fensterrand mehr. Ich müsste erst alle eingefügten newline-Zeichen wieder umständlich rauslöschen. Opera hat hier also den gewünschten Inhalt verändert durch den Speichervorgang.

• Es gibt eine Option „Automatische Zeilenumbrüche einfügen“. Die war im obigen Beispiel aktiv. Wenn ich sie deaktivere, verhindere ich zwar das Einfügen dieser Enterzeichen. Jedoch verhindere ich damit auch, dass Opera die Format=Flowed-Kodierung verwendet. Somit werden alle Absätze als eine lange Zeile versendet, und das führt bei Absätzen größer als 1000 Zeichen (sind schnell erreicht) zu Problemen beim Versand.


Der Lösungsvorschlag wäre also, die hartkodierten Zeilenumbrüche nicht mit der Format=Flowed-Option zu koppeln, so dass ich z.B. nur erstere ausschalten kann. Oder aber, format=flowed sei immer aktiv (es schadet ja nichts und ändert nichts an der Transparenz bei der Übertragung). Aber Opera ignoriert diesen Bug seit Jahren. Dann eben nicht.


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Automatisch eingefügte hartkodierte Zeilenumbrüche, verhindert inhaltliche Transparenz

Gaius Baltar | 12.06.13 - 13:02

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