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Ist das Ding nicht schon gescheitert?

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  1. Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: martino 18.07.13 - 16:07

    Wieviele Stück wurden eig. verkauft?

  2. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: ichbinhierzumflamen 18.07.13 - 16:16

    martino schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieviele Stück wurden eig. verkauft?


    gute frage, glaube gibt keine offiziellen zahlen dazu, als gescheitert würde ich das noch nicht ansehen, die idee find ich ehrlich gesagt sogar super, jedoch sind 1 millionen zu wenig, dabei kommen dann maximal 10 spiele bei raus, zuwenig leider

  3. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: Anonymer Nutzer 18.07.13 - 16:35

    martino schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wieviele Stück wurden eig. verkauft?

    Wie kann denn ein erfogreiches Kickstart Projekt, ich glaube sogar das erfolgreichste überhaupt, nachträglich Scheitern?
    Das Teil ist quasi ne Auftragsfertigung. So schwer is das eigentlich nicht zu Verstehen.

  4. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: Dadie 18.07.13 - 17:25

    Als Backer würde ich die Ouya als "gescheitert" bezeichnen. Ich erkläre einmal wieso ich meine Ouya mit Kusshand verkauft habe obwohl ich an das Projekt einmal durchaus glaubte.

    Zunächst haben wir einen Kreditkarten-Zwang. Die Konsole fragt direkt nach dem Start nach einer Kreditkarte und lässt sich nicht überrede ohne eingetragene Kreditkarte weiter zu machen. Ohne Internet kommt man nicht weiter als das "Netzwerk-Einrichten"-Menu. Ich kann verstehen, dass man für den Ouya-Shop eine Kreditkarte benötigt. Und beim starten des Ouya-Shops darf man auch gerne nach einer Kreditkarte fragen. Aber so wie die Ouya aktuell ist, kann ich nicht einmal den Amazon AppStore installieren ohne nicht vorher meine Kreditkarten-Daten an die Ouya Inc. geschickt zu haben.

    Dann war die Kommunikation mit den Backern grauenhaft bis nicht vorhanden. Es wurde weder auf Kritik eingegangen noch hatte man als Backer auch nur im entferntesten das Gefühl, dass sich jemand um die Backer kümmern würde. Alle Update wirkten wie lieblos dahingeklatsche schlechte PR-Sätze die man Wochen bis Monate vorher schon aus Interviews kannte. Anders gesagt, Backer waren immer die LETZTEN die irgendwas erfahren haben.

    Es wurde weder ein vernünftige Update-Plan für die Software der Ouya vorgelegt noch ist es wahrscheinlich, dass eine Ouya (1) ein Major-Update erhält. Insbesondere die Treiber scheinen nicht einmal vorhanden zu sein für Android Version über 4.1.x und es ist unwahrscheinlich, das Nvidia jemals für einen alten (aus Nvidia Sicht toten) Chip ein Treiber-Update erzeugt noch dass die Ouya Inc. Nvidia hierfür bezahlt.

    Womit wir beim Punkt jährlich neue Hardware wären. Denn nachdem die Ouya Inc. gemerkt hat, dass sie keine Updates bekommen und Treiber Wrapper aus Unfähigkeit oder Lizenz-Gründen nicht möglich sind entschieden sich sich für ein Jährliches "Refresh" der Ouya Hardware. Heißt jedes Jahr soll eine neue Ouya heraus kommen. Was das für Treiber, Software, Entwickler heißt darf sich jeder selber denken mit einem Blick auf den Smartphone Markt.

    Womit wir beim Punk der Hardware wären. Der Kontroller ist einfach nur schlecht. Zunächst einmal fehlt es vollständig an Bedienungsanleitung und Informationsmaterial. Ohne das Internet wäre ich niemals darauf gekommen wie ich nun Batterien in diesen Controller bekomme. Das Konzept des Batterie-Fachs führt dazu, dass beim Spielen das Fach sich minimal bewegt. Nicht schlimm links wo der Analog-Stick ist, sehr schlimm rechts wo die "O,U,Y,A" Buttons sind, die durch zu tiefen Hub gerne UNTER die Abdeckung gleiten und dort festhängen. Die Latenz des Controllers ist derweilen so groß, dass ich jedem nur Empfehlen würde ein PS3 oder XBOX360 (Kabel) Controller zu benutzen.

    Ich könnte dir noch viel mehr "Fehler" oder "Probleme" aufzählen. Das der USB-Port nicht deterministisch arbeitet, viele Hubs und Tastaturen nicht akzeptiert, hin und wieder meint es wäre eine Maus angeschlossen und einen Curser anzeigt, das W-LAN nicht einmal auf 2m Luftlinie ohne Objekt im Weg funktioniert.

    Die Ouya ist eine tolle Idee! Und die Idee selber halte ich immer noch für gut! Aber der Zwang zur Kreditkarte um das Android System starten zu können, die Ignoranz und Egozentrik des Herstellers, die mangelhafte Software-Update Politik, die Aussicht eines jährlichen Releases.

    Für mich und viele Unterstützer die ich kenne ist die Ouya gestorben und vollständig gescheitert. Ob wir jedoch die Mehrheit ausmachen werden wir sehen. Ich selber bin froh damals nicht die Entwickler-Version "gekauft" (Unterstützt) zu haben und erst recht froh, dass ich noch kaum Zeit bis Geld investiert habe um Produkte von "normalem" Android auf "Ouya Android" zu portieren.

  5. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: derKlaus 18.07.13 - 19:40

    Ich möchte Dadies ausführlichen und sehr guten Kommentar um meine eigene Sict ergänzen, Ich bin ebenfalls ein und habe meine OUYA noch zuhause stehen.

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Backer würde ich die Ouya als "gescheitert" bezeichnen. Ich erkläre
    > einmal wieso ich meine Ouya mit Kusshand verkauft habe obwohl ich an das
    > Projekt einmal durchaus glaubte.
    Das kann ich so nur unterschreiben. Ich sehe OUYA als gescheitertert an, wenn man es als Hardwareeinführung sieht. Als Studie oder Projekt kann man wichtige schlüsse daraus ziehen, quasi lessons learned. Dumm dabei: Eine solche Argumentation lässt bei einem Backer die Zornesröte ins Gesicht steigen, und das nicht mal zu Unrecht.

    > Zunächst haben wir einen Kreditkarten-Zwang. Die Konsole fragt direkt nach
    > dem Start nach einer Kreditkarte und lässt sich nicht überrede ohne
    > eingetragene Kreditkarte weiter zu machen. Ohne Internet kommt man nicht
    > weiter als das "Netzwerk-Einrichten"-Menu. Ich kann verstehen, dass man für
    > den Ouya-Shop eine Kreditkarte benötigt. Und beim starten des Ouya-Shops
    > darf man auch gerne nach einer Kreditkarte fragen. Aber so wie die Ouya
    > aktuell ist, kann ich nicht einmal den Amazon AppStore installieren ohne
    > nicht vorher meine Kreditkarten-Daten an die Ouya Inc. geschickt zu haben.
    Das ist richtig. Jetzt muss man allerdings der Fairness halber sagen, dass Deutschland kein KK-Land ist. Das hat Microsoft sehr schnell bei Xbox Live bei der Einführung gelernt und dann beim Launch von Xbox 360 anders gemacht, und Sony mit PSN auch. Jetzt ist OUYA noch meilenweit davon entfernt, sowas global aufzuziehen. Ich denke mit einer Paypal Unterstützung könnte man da schon vieles raussreissen. Amazon Payments hilft nicht wirklich,d a braucht man glaube ich auch eine KK.

    > Dann war die Kommunikation mit den Backern grauenhaft bis nicht vorhanden.
    > Es wurde weder auf Kritik eingegangen noch hatte man als Backer auch nur im
    > entferntesten das Gefühl, dass sich jemand um die Backer kümmern würde.
    > Alle Update wirkten wie lieblos dahingeklatsche schlechte PR-Sätze die man
    > Wochen bis Monate vorher schon aus Interviews kannte. Anders gesagt, Backer
    > waren immer die LETZTEN die irgendwas erfahren haben.
    Das stimmt. Jedoch unterschätzen sehr viele Projektleiter bei Kickstarter wie wichtig eine gute lückenlose und auch glaubwürdige Kommunikation ist. Das macht es jetzt nicht besser, ich habe allerdings auch den Eindruck, dass die oft propagierte Servicewüste Deutschland zumindest in der Kommunikation noch weit über dem US-amerikanischen Standard ist. Was gar nicht geht ist Kritik als unfair oder unangebracht anzusehen. Wenn ein Produkt noch nicht fertig ist, dann ist es das mindeste, damit professionell umzugehen, am besten offensiv und - in Verbindung mit der nicht vorhandenen Roadmap - einen Zeitplan für die Lösung zu skizzieren. Der müsste keine harten Termine enthalten, aber zumindest mal eine priorisierte Liste.

    > Es wurde weder ein vernünftige Update-Plan für die Software der Ouya
    > vorgelegt noch ist es wahrscheinlich, dass eine Ouya (1) ein Major-Update
    > erhält. Insbesondere die Treiber scheinen nicht einmal vorhanden zu sein
    > für Android Version über 4.1.x und es ist unwahrscheinlich, das Nvidia
    > jemals für einen alten (aus Nvidia Sicht toten) Chip ein Treiber-Update
    > erzeugt noch dass die Ouya Inc. Nvidia hierfür bezahlt.
    Das ist der wohl wichtigste Punkt: Es gibt keine öffentliche Roadmap wohin die Reise geht. Die Oberfläche von OUYA ist nur mit viel Wohlwollen als solche zu bezeichnen, und die Hardware ist beim Herstellen Nvidia schon wieder auf dem Weg ins Altenteil.

    > Womit wir beim Punkt jährlich neue Hardware wären. Denn nachdem die Ouya
    > Inc. gemerkt hat, dass sie keine Updates bekommen und Treiber Wrapper aus
    > Unfähigkeit oder Lizenz-Gründen nicht möglich sind entschieden sich sich
    > für ein Jährliches "Refresh" der Ouya Hardware. Heißt jedes Jahr soll eine
    > neue Ouya heraus kommen. Was das für Treiber, Software, Entwickler heißt
    > darf sich jeder selber denken mit einem Blick auf den Smartphone Markt.
    Hm, das sehe ich nicht ganz so kritisch. ich bin nicht der große Android Kenner, gibt es da nichts was beispielsweise mit DirectX unter Windows vergleichbar wäre? Falls nein, dann könnte das wirklich ziemlich ätzend werden.

    > Womit wir beim Punk der Hardware wären. Der Kontroller ist einfach nur
    > schlecht. Zunächst einmal fehlt es vollständig an Bedienungsanleitung und
    > Informationsmaterial. Ohne das Internet wäre ich niemals darauf gekommen
    > wie ich nun Batterien in diesen Controller bekomme. Das Konzept des
    > Batterie-Fachs führt dazu, dass beim Spielen das Fach sich minimal bewegt.
    > Nicht schlimm links wo der Analog-Stick ist, sehr schlimm rechts wo die
    > "O,U,Y,A" Buttons sind, die durch zu tiefen Hub gerne UNTER die Abdeckung
    > gleiten und dort festhängen. Die Latenz des Controllers ist derweilen so
    > groß, dass ich jedem nur Empfehlen würde ein PS3 oder XBOX360 (Kabel)
    > Controller zu benutzen.
    Das Verkanten der OUYA Buttons konnte ich bislang nicht nachstellen. Ganz klar katastrophal sind allerdings die Schulterbuttons und eben die Latenz. Und das ist quasi unverzeihlich, da laut dem ursprünglichen Projekt Pitch bei Kickstarter dem Steuergerät eine besondere Aufmerksamkeit zukommen sollte. Satz mit X - war wohl nix. Das ist insofern Schade, da der Controller an sich angenehm in der Hand liegt, und wenn die Analogsticks etwas kürzere Wege hätten keine schlechte Eingabemethode wären.

    > Ich könnte dir noch viel mehr "Fehler" oder "Probleme" aufzählen. Das der
    > USB-Port nicht deterministisch arbeitet, viele Hubs und Tastaturen nicht
    > akzeptiert, hin und wieder meint es wäre eine Maus angeschlossen und einen
    > Curser anzeigt, das W-LAN nicht einmal auf 2m Luftlinie ohne Objekt im Weg
    > funktioniert.
    Also Wlan hab ich keine Probleme.
    Was aber noch angesprochen werden sollte ist die Software. Das Prinzip der Freiheit wird hier zum Bumerang. Die Tastenbelegung ist wirklich bei jeder Anwendung anders. Das ist - nüchtern gesagt - der Tod jeglicher Konsole.
    aus Deutsche Sicht am schlimmsten ist jedoch, dass die Preise für die Vollversion erst sehr spät angezeigt werden und das bei der einen oder anderen Anwendung auch nicht mal. OUYA verstößt damit in Deutschland gegen das Preisauszeichnungsgesetz (sowas gibt's anscheinend) und darf daduch nicht mal in Ladengeschäften verkauft werden.

    > Die Ouya ist eine tolle Idee! Und die Idee selber halte ich immer noch für
    > gut! Aber der Zwang zur Kreditkarte um das Android System starten zu
    > können, die Ignoranz und Egozentrik des Herstellers, die mangelhafte
    > Software-Update Politik, die Aussicht eines jährlichen Releases.
    Ja, das kann ich so unterschreiben. Ouya ist auch ein Beispiel dafür dass das Gegenteil von 'gut' gut gemeint ist. Man sieht am Beispiel der nicht vorhandenen Entwicklungsrichtlinien, das komplette Regelfreiheit einem so richtig den Spaß versauen kann.

    > Für mich und viele Unterstützer die ich kenne ist die Ouya gestorben und
    > vollständig gescheitert. Ob wir jedoch die Mehrheit ausmachen werden wir
    > sehen. Ich selber bin froh damals nicht die Entwickler-Version "gekauft"
    > (Unterstützt) zu haben und erst recht froh, dass ich noch kaum Zeit bis
    > Geld investiert habe um Produkte von "normalem" Android auf "Ouya Android"
    > zu portieren.
    Es ist eigentlich egal, die enttäuschten in der Mehrzahl sind oder nicht. Solange OUYA nicht monatlich im Millionenbereich Geräte absetzt, bleibt das Gerät ein Exot, mehr noch als Anfang der 90er die PC-Engine oder Handhelds wie Bandais Wonderswan.

  6. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: Trockenobst 18.07.13 - 20:07

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Als Backer würde ich die Ouya als "gescheitert" bezeichnen. Ich erkläre
    > einmal wieso ich meine Ouya mit Kusshand verkauft habe obwohl ich an das
    > Projekt einmal durchaus glaubte.

    Ich habe es immer als Wahnsinn gesehen, gegen die ARM-Entwickler Abteilung der milliardenschweren Asiaten zu kämpfen. Es hatte schon zu Anfang der Fokus auf den Prozess und nicht die Hardware legen sollen, vor allem nicht mit den bisschen Geld.

    > Wochen bis Monate vorher schon aus Interviews kannte. Anders gesagt, Backer
    > waren immer die LETZTEN die irgendwas erfahren haben.

    Mein Kumpel hat seine auch sofort verkauft, nachdem er ein wenig rum gespielt hatte. Für die Kreditkartenthematik hatte er eine Prepaid die noch fünf Dollar Restbetrag, da kann nichts schlimmes mehr passieren.

    Das ganze Konzept wirkt für mich auch wie ein Hobbyprojekt dass zu schnell zu viel wollte und dann an seiner eigenen Hubris gescheitert ist. Das Ergebnis ist sicherlich ein Meilenstein des Crowdfundings, aber Lichtjahre von dem entfernt was sie sein "wollten".

    > für ein Jährliches "Refresh" der Ouya Hardware. Heißt jedes Jahr soll eine
    > neue Ouya heraus kommen.

    Sie können einfach nicht gegen die Asiaten gewinnen. Die geben die neuesten Chips niemals heraus, wie Oculus Rift etwa "lernen" musste. Nur weil was existiert, heißt es noch lange nicht dass man es auch kaufen kann (in dem Fall: kleine HD-Displays)

    Ouya hätte eine Chance gehabt, würden sie realistische Hardware verwenden, den Controller komplett extern lassen (mit Adaptern eben den PS3 Kontroller verwenden) und sich ganz auf Spiele/Portierungen/Big Screen-Menü eingeschossen haben. Ich bin mir sicher dass sie mit Google/Amazon etc. einen sehr schönen Deal hätten machen können was deren Shop/IngameUmsätze angeht.

    > Für mich und viele Unterstützer die ich kenne ist die Ouya gestorben und
    > vollständig gescheitert. Ob wir jedoch die Mehrheit ausmachen werden wir
    > sehen.

    Schwierig, da jeder mit der Konsole was anderes sieht. Einige schmeißen den anderen Kontroller in die Ecke, stecken PS3 dran und spielen sich durch den SNES ROM Katalog mit einem Emulator. Für die ist das Ding einfach nur genial :)

    Ich denke dass die Leute die "für Android" entwickelt sowieso viel Größer planen. Ein Gameplay zu finden dass mit Touch (Tablets), PC (Maus+Tastatur) und Controller (eben Ouya) funktioniert ist sicherlich nicht leicht. Spezifisch und exklusiv werden nur die wenigsten liefern, sondern ihre Marktchancen auf allen Plattformen maximieren.

    Wird deswegen Ouya als Firma scheitern? Wahrscheinlich nicht. Sie werden ihre Updates irgendwann liefern, sie werden ihre Prozesse verbessern und am Ende werden massenweise Leute die eben nicht das Geld haben $60 Games und eine XBone/PS4 zu kaufen evtl. doch das Ding mit ein paar Euro im Monat weiter unterstützen.

    Aber von dem grenzenlosen Hype, ist am Ende nicht viel übrig geblieben. Und daran ist die Management-Crew selbst schuld. Man hat wirklich nicht (mehr) zugehört und zieht jetzt das eigene Ding durch. Spätestens wenn die letzte Vorbestellung, das letzte Entwicklerkit in der Post ist, ist man ja "moralisch" von jeder weiteren Verantwortung befreit.

    Wahrscheinlich würde ich das auch so sehen. Man ist ja praktisch nicht "schuld" wenn andere mehr rein interpretieren als die Werbung verkauft hat.

  7. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: Dadie 18.07.13 - 20:17

    derKlaus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das ist richtig. Jetzt muss man allerdings der Fairness halber sagen, dass
    > Deutschland kein KK-Land ist. Das hat Microsoft sehr schnell bei Xbox Live
    > bei der Einführung gelernt und dann beim Launch von Xbox 360 anders
    > gemacht, und Sony mit PSN auch. Jetzt ist OUYA noch meilenweit davon
    > entfernt, sowas global aufzuziehen. Ich denke mit einer Paypal
    > Unterstützung könnte man da schon vieles raussreissen. Amazon Payments
    > hilft nicht wirklich,d a braucht man glaube ich auch eine KK.

    Ich habe nicht einmal etwas dagegen, wenn sie meinen nur Kreditkarten zu akzeptieren. Mir geht es bei dem Punkt eher darum, dass ich nicht einmal die Konsole benutzen geschweige denn booten kann ohne vorher eine Kreditkarten Nummer zu registrieren. Ich habe nichts gegen einen Online-Shop, dass man sich dort registrieren muss, dass dort Kreditkarte das einzige Zahlungsmittel ist.

    Mich hat schon damals bei Android 1.x gestört, dass ich einen Google Account haben MUSSTE!

  8. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: Anonymer Nutzer 18.07.13 - 20:50

    Die Frage ist halt, was man selbst erwartet hat. Ne 100 euro Emulationstation ist immer noch preiswert. Und bis zum erreichen des Ziels war ja auch kaum mehr bekannt.Die Sache mit der KK und dem Conntroller ist aber natürlich echt mist.
    Also quasi erfolgreich gescheitert?

  9. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: non_sense 19.07.13 - 08:39

    Dadie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    (zu viel Text, um alles zu zitieren)

    Deine Gründe sind zwar schon berechtigt (dass mit der Kreditkarte finde ich sehr heftig O_o), aber was will man auch von 100 US$ erwarten? Eine vollfunktionale Konsole, mit halbjährlichen Updates? Nee, sowas ist mit 100 US$ einfach nicht möglich. Das Scheitern liegt einfach darin, dass OUYA zu sehr gehyped wurde, und viel zu viele so naiv waren, und dachten, eine 100 US$-Konsole könnte Sony, Microsoft und Nintendo das Wasser reichen.

  10. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: Cohaagen 19.07.13 - 09:09

    Trockenobst schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Am Ende werden massenweise Leute die eben nicht das Geld haben $60 Games
    > und eine XBone/PS4 zu kaufen evtl. doch das Ding mit ein paar Euro im Monat
    > weiter unterstützen.
    >
    Oder sie kaufen sich eine kaum teurere PS3 und nehmen ein PS-Plus-Abo hinzu (5 ¤ monatlich), bei denen man mit der Instant Game Collection Zugriff auf ein Dutzend Top-Titel hat und jeden Monat ein paar weitere hinzukommen... sowohl AAA-Spiele als auch pfiffige Indies wie "Thomas was Alone", "Limbo", "The Cave", usw.

    Die restliche Auswahl an Indie-Spielen ist im PSN weder kleiner noch teurer als im Ouya-Shop.

  11. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: mimimi 19.07.13 - 13:37

    Die Spender tragen das Risiko und zahlen die Entwicklung im Voraus. Vielleicht heißen die deswegen "back" - er. Eine Übersetzung spare ich mir an dieser Stelle.

  12. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: loox 22.07.13 - 11:09

    Die Verkaufszahlen im US Einzelhandel sind wohl ziemlich mager. Ich denke mal, dass sie über amazon.com etwas besser läuft.

    Von den 64.000 Backern sind die meisten angepisst, weil sie so verzögert beliefert werden (meine kam einen Tag nach Amazon.com Release und viele haben ihre immer noch nicht) und werden die Konsole aus Prinzip nicht mehr unterstützen.

    Wenn man ein Spiel für Xbox oder PS3 veröffentlichen möchte, muss man viel Geld an Sony und MS zahlen. Bei der Ouya bekommt man jetzt Geld, wenn man Spiele dafür entwickelt. Da sieht man ja, wie verzweifelt die sind.
    Die einzigen, die sich von dieser neuen Kampagne angesprochen fühlen, dürften doch Indie-Entwickler in Mamas Garage sein, die kleine Spiele im 16bit Stil entwickeln. Damit wird man aber nie große Verkaufszahlen erreichen und Leute motivieren, diesen Würfel zu kaufen.

    Ich glaube, die Ouya wird Ende des Jahres sterben. Schade eigentlich.

  13. Re: Ist das Ding nicht schon gescheitert?

    Autor: derKlaus 24.07.13 - 13:04

    Tzven schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Frage ist halt, was man selbst erwartet hat. Ne 100 euro
    > Emulationstation ist immer noch preiswert. Und bis zum erreichen des Ziels
    > war ja auch kaum mehr bekannt.Die Sache mit der KK und dem Conntroller ist
    > aber natürlich echt mist.
    KK in DE wirklich blöd, wie Dadie schon geschrieben hat. Beim Controller wurde halt eine Erwartungshaltung geschürt, die das Ganze vorab schon zum Scheitern verurteilt hat. Die wirklich guten Xbox und PS3 Controller toppen zu wollen, da gehört viel mehr dazu als ein Magnetverschluss.
    > Also quasi erfolgreich gescheitert?
    Kann man so sagen. Erfolgreich deswegen, da alleien die Backerzahl und die gesammelte Summe zeigt, dass das Konzept eine Perspektive hat.
    Gescheitert, weil die Erwartungshaltung extrem nach oben getrieben wurde. auch durch den eigenen Anspruch.

    Dennoch hab ich die alles in allem 150 Euro gerne investiert. quasi als Kickstart ;)

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