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Hat das Bezos selbst gefunden?

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  1. Hat das Bezos selbst gefunden?

    Autor: miauwww 20.07.13 - 14:19

    Eher wohl seine Angestellten.

    Dafür also werden bei uns die Leiharbeiter gedrückt. Na klasse.

  2. Re: Hat das Bezos selbst gefunden?

    Autor: DrWatson 21.07.13 - 01:04

    miauwww schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Eher wohl seine Angestellten.

    Ach Herrje, hätte er die Sache bloß nicht finanziert…

    > Dafür also werden bei uns die Leiharbeiter gedrückt. Na klasse.

    Was hat das damit zu tun? Aber keine Angst, wenn bei denen weiter gestreikt wird, wandert die Amazon-Logistik bald ganz nach Tschechien. Übrigens: Gäbe es hier nicht diesen dämlichen Kündigungsschutz, bräuchten wir uns um Leiharbeit gar keine Gedanken machen – außer einen Verlust an flexibiltät hat's nichts gebracht – eher ein Phyrussieg für die Gewerkschaften. Die Schweiz fährt zB auch ohne Kündigungsschutz ganz gut.

    Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.
    –George Santayana

  3. Re: Hat das Bezos selbst gefunden?

    Autor: Akula 21.07.13 - 05:40

    > Was hat das damit zu tun? Aber keine Angst, wenn bei denen weiter gestreikt
    > wird, wandert die Amazon-Logistik bald ganz nach Tschechien. Übrigens: Gäbe
    > es hier nicht diesen dämlichen Kündigungsschutz, bräuchten wir uns um
    > Leiharbeit gar keine Gedanken machen – außer einen Verlust an
    > flexibiltät hat's nichts gebracht – eher ein Phyrussieg für die
    > Gewerkschaften. Die Schweiz fährt zB auch ohne Kündigungsschutz ganz gut.

    Selten solch einen Unsinn gelesen. Selbstverständlich gibt es auch in der Schweiz einen Kündigungsschutz. Der ist nur flexibler und kürzer, aber es gibt ihn. Siehe: http://de.wikipedia.org/wiki/K%C3%BCndigungsschutz#Argumente_f.C3.BCr_und_gegen_einen_arbeitsrechtlichen_K.C3.BCndigungsschutz und http://www.gaav.de/arbeitsrecht-kuendigungsschutz.php

    Bezüglich Amazon - sie haben Millionen und Milliarden in ihre Versandzentren investiert. Die werden sie wohl kaum einfach so abschreiben können, nur um nach Tschechien zu wandern. Von da aus ist der Versand in die westlichen Bundesländer viel zu weit. Es macht somit nur Sinn nach Bayern und Sachsen.

    Sie haben erst im Jahr 2011 in Graben ein neues Versandzentrum eröffnet. Laut Amazon plant man hier weiter zu investieren: http://www.amazon.de/Locations-Deutschland-Luxemburg/b?ie=UTF8&node=202988011

    Dann gibt es nur noch Leipzig in tschechischer Nähe. Bisher ist mir nicht bekannt, dass Amazon überhaupt ein Versandzentrum in Tschechien unterhält. Was nur ein Gerücht ist, dass man eins mit 100000qm bei Prag plant.

    Zum Thema Kündigungsschutz nochmal - also die Behauptung ohne den Kündigungsschutz gebe es keine Leiharbeitszustände ist schon selten naiv und absurd. Die Aufhebung des Kündigungsschutzes wäre mit enormen Veränderungen im deutschen Arbeitsmarkt und den Gesetzen verbunden. Macht zudem nur mit einer großen Erhöhung und Durchsetzung des Mindestlohns Sinn. Und angeblich steht doch der deutsche Arbeitsmarkt trotz der Krisen als am stabilsten da. Komischerweise mit Kündigungsschutz und so weiter. Es wurde dadurch verhindert, dass die Wirtschaft noch kurzfrister und debiler denkt, als sie es eh schon tut. So sind die Unternehmen nämlich gezwungen langfrister zu denken und zu planen.

    Natürlich, der deutsche Arbeitsmarkt könnte komplett umgekrempelt werden und vielleicht würde das auch funktionieren, aber dafür müssten gewisse Mehrheiten her, ein Wille zu radikalen Reformen da sein und man trotzdem auch an die Menschen denken.

    Bis dato sehe ich die Probleme des deutschen Arbeitsmarkts an ganz anderer Stelle. Nämlich am mickrigen Lohnniveau, insbesondere im Sozialen und Gesundheits Bereich, der immerhin der größte Zweig im Land ist, was die Arbeitnehmerzahlen angeht.

  4. Re: Hat das Bezos selbst gefunden?

    Autor: borg 22.07.13 - 10:43

    Akula schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bis dato sehe ich die Probleme des deutschen Arbeitsmarkts an ganz anderer
    > Stelle. Nämlich am mickrigen Lohnniveau, insbesondere im Sozialen und
    > Gesundheits Bereich, der immerhin der größte Zweig im Land ist, was die
    > Arbeitnehmerzahlen angeht.

    Generell ist das ganze Lohn und Gehaltsgefüge auseinandergerissen.
    Einerseits verdienen Personen in Berufen die eine Lehre voraussetzen oft deutlich weniger wie angelernte oder komplett unqualifizierte Personen. Dies betrifft das Gesundheitswesen genauso wie viele andere Bereiche (z.B. Friseur-Wesen).
    Egal ob mit 3 Jahren Lehre, ob eine Ausbildung zum Pflegehelfer, Alltagsbegleiter,
    Gehälter unter 9 Euro sind die Regel, bei Friseuren oft sogar unter 5 Euro.
    Gleichzeitig wird oft auf Ehrenamtliche Mitarbeiter gesetzt, die eine Aufwandsentschädigung erhalten die bereits über dem Regulären Netto-Gehalt des qualifizierten Personals liegt. Und jetzt streiken die Packer von Amazon darum einen Stundenlohn zu erhalten der ebenfalls über 10 Euro liegt.
    Mit meiner Aussage will ich nicht den Amazon-Angestellten das Recht für eine Angemessene Entlohnung absprechen. Im Gegenteil, es soll so hoch liegen, dass die Person mit Frau und Kind ohne HarzIV-Zuschüsse davon leben kann. Aber bitte hebt die Löhne von Ausbildungsberufen, egal ob es sich um die "blonde Friseuse" handelt oder den Mitarbeiter im Gesundheitswesen, ebenfalls entsprechend an, so dass wieder ein normales Einkommensgefüge entsteht.
    Ebensowenig nachvollziehbar ist, dass Mitarbeiter von Personalfirmen deutlich weniger als Festangestellte bei gleicher Tätigkeit verdienen und sich dann noch mit Personal welches aus Niedriglohnländern, meist Osteuropa bezüglich des Einkommens messen müssen.
    Hier wären unsere Politiker, egal ob Christlich, Sozial oder Alternativ gefordert.

  5. Re: Hat das Bezos selbst gefunden?

    Autor: DrWatson 22.07.13 - 11:09

    Akula schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Selten solch einen Unsinn gelesen.

    Durch herabsetzen anderer Beiträge erhöht man sicherlich seine eigene Glaubwürdigkeit.

    > Selbstverständlich gibt es auch in der
    > Schweiz einen Kündigungsschutz. Der ist nur flexibler und kürzer, aber es
    > gibt ihn.

    Das ist mit dem deutschen Kündigungsschutz nicht vergleichbar und das war der Kern der Aussage.

    > Bezüglich Amazon - sie haben Millionen und Milliarden in ihre
    > Versandzentren investiert.

    Millionen und Milliarden?

    Amazon Leipzig zum Beispiel hat eine Bilanzsumme von 50 Millionen davon kannst du noch mal 27 Millionen Umlaufvermögen abziehen. Dem stehen Löhne in Höhe von 60 Millionen p.a. gegenüber. Das lässt das Ganze dann doch in einem anderen Licht erscheinen.

    > ist schon selten naiv und absurd.

    Bitte mal darüber nachdenken in welchem Ton du hier schreibst.

    > Macht zudem nur mit einer großen Erhöhung und Durchsetzung des Mindestlohns Sinn.

    Warum das? Markteintrittsgrenzen für niedrig Qualifizierte schaffen eher Probleme, als das sie welche Beseitigen – sonst könnte man ja gleich einen Mindestlohn von 20¤ festlegen und alle Probleme wären gelöst.

    Hier kann man noch mehr über das Thema nachlesen: [www.wiwiss.fu-berlin.de]



    > Und angeblich steht doch der deutsche Arbeitsmarkt trotz der Krisen als am
    > stabilsten da. Komischerweise mit Kündigungsschutz und so weiter.

    Bitte nicht die Kurzarbeit und die Agenda 2010 vergessen.

    > Es wurde dadurch verhindert, dass die Wirtschaft noch kurzfrister und debiler denkt,
    > als sie es eh schon tut. So sind die Unternehmen nämlich gezwungen
    > langfrister zu denken und zu planen.

    "Im Grunde haben Spanien und Italien ähnliche Probleme: Beide leiden unter einem stark regulierten Arbeitsmarkt und mangelnder preislicher Wettbewerbsfähigkeit. Ein großes Problem auf dem Arbeitsmarkt ist aus Sicht von Experten der rigide Kündigungsschutz. Er sorgt dafür, dass Unternehmen mit Neueinstellungen extrem zögerlich sind. Das trifft vor allem jüngere Menschen: Die Jugendarbeitslosigkeit in Spanien liegt bei fast 50 Prozent - in Italien bei über 30 Prozent."

    Quelle: [www.handelsblatt.com]

    Those who cannot remember the past are condemned to repeat it.
    –George Santayana

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