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Finanzierung des Breitbandausbaus

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  1. Finanzierung des Breitbandausbaus

    Autor: Anonymer Nutzer 27.08.13 - 13:27

    ... ist nicht Sache der Parteien oder des Staates, sondern die der Privatfirmen! Es kann mir niemand erzählen, dass jemand Verluste machen würde, wenn 1x investiert wird, aber bis zum Sanktnimmerleinstag abkassiert wird. Natürlich sind zunächst Investitionen erforderlich, aber die kann man durch zugesicherte Kredite vorfinanzieren und durch die TK-Firmen samt Zinseszins zurückzahlen lassen. Die Gelder kommen ohne Frage wieder rein - allein schon durch die monatlichen Gebühren auf den Dörfern, viel schneller noch durch dekadente Megabreitbandanschlüsse in Ballungsgebieten bzw. Umlagen aus jenen Einnahmen!

  2. Re: Finanzierung des Breitbandausbaus

    Autor: Bi3rvernichter 27.08.13 - 13:59

    Lohnt sich nicht.
    Schau dir mein Beispiel an:
    5000 Einwohner, 10 km radius zur nächsten Stadt >10 k Einwohner.
    Eine Umfrage bei einem Dorffest (:D) hat ergeben, dass sich nur 8% fürs internet interessieren, und von den 8% nur 44% einen Anschluss mitbezahlen würden. Das macht dann:

    8% von 5000 => 400 Leute die überhaupt wissen was das ist.
    44% von 400 => 176 MENSCHEN.
    MENSCHEN != zahlende Haushalte, da viele Paare, Familien etc.
    ich tippe also auf ca. 120 zahlende Haushalte, was mit eimem 0815 Anschluss mit 30¤ 5280¤/Monat wären.

    Ich weiß, das ist alles vage berechnet, vielleicht teurer/billiger etc, aber die Prozentzahlen sind richtig.

    jetzt erzähl mir bitte nicht, dass sich irgendwer für lappenhafte 5,2 k¤/Monat die Mühe macht, dort irgendeine Form von Internet aufzubauen, geschweige denn Straßen aufzureißen (man könnte die Kabel ja in den Spurrillen und Schlaglöchern verlegen :O!!! IDEE!!!!111elf).
    Aus in der Nachbarstraße sind 9 von 11 Haushalten DEFINITIV NICHT an Internet interessiert. Unsere Straße kriegt mit viel(sehr viel) Glück in 4 Monaten eine 6000er Leitung.

    Wer soll das zahlen? das wird kein Provider dieser Welt machen weil es sich nicht lohnt!

  3. Re: Finanzierung des Breitbandausbaus

    Autor: nille02 27.08.13 - 14:02

    Der Kommunist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Gelder kommen ohne Frage wieder rein -

    Nur wann? Es sollen möglichst schnell Gewinne erwirtschaftet werden und das ist schlecht möglich wenn der Anschluss auf dem Land die zehnfache Investition benötigt.

    Bei dem TAL kommt noch hinzu das die Hausbesitzer mitmachen müssen. Selbst in den FTTH-Testgebieten war das Interesse laut Telekom eher gering bis nicht vorhanden.

  4. Re: Finanzierung des Breitbandausbaus

    Autor: nille02 27.08.13 - 14:07

    Ist denn dein Ort unterversorgt? Ich kann das nur bei mir mit dem Dorf vergleichen. 2300 Einwohner ( 2011) und du bekommst hier vDSL50 und per Kabel Deutschland 100Mbit.

    3 Kilometer weiter der Ort hat 11000 Einwohner.

    Wonach wurde denn bei der Umfrage gefragt?

  5. Re: Finanzierung des Breitbandausbaus

    Autor: Sharra 27.08.13 - 14:07

    Doch, es gibt so unrentable Flecken.

    Kleines Beispiel:
    Ein Ort mit 1000 Einwohnern soll ans Glasfasernetz angebunden werden.

    Telekom investiert erstmal rund eine Million ¤ für den Anschluss (ja der Mist ist so teuer, vor allem wegen der Erdarbeiten und Austausch von Verteilern etc)

    Damit müsste jeder der Einwohner 1000¤ wieder einspielen, bis die Investitionssumme wieder raus wäre. Gewinn hat hier aber noch keiner gemacht.

    Von den 1000 ziehen wir aber mal 2/3 direkt wieder ab, da dort die wenigsten alleine wohnen, und somit nicht jeder einen eigenen Anschluss braucht.
    Da wären wir schon bei ~3000¤ je Anschluss.

    Dann kann man davon ausgehen, dass bei weitem nicht alle Haushalte Internet wollen. Sagen wir mal 25% des Ortes wollen keinen Anschluss.
    Sind schon 4000¤ pro Anschluss.

    Dann sind da noch die blöden Wettbewerber, die auch mitspielen wollen, und oftmals auch noch günstigere Angebote liefern. (Ich rechne hier dann TV-Kabel der Einfachheit mit ein). Bleiben am Ende nur 50% vom erbärmlichen Rest übrig, und damit ~8000¤ pro Anschluss.

    Bei einem normalen Vertrag, mit 40-50¤ je Monat würde es also 160-200 Monate dauern, bis der Einsatz wieder raus wäre. Laufende Kosten sind hier noch garnicht beachtet, genausowenig Traffic etc.

    Es würde also weit über 10 Jahre dauern, bis sich diese Investition ansatzweise rechnen würde. Bis dahin gibts neue Techniken, und Glasfaser ist evtl das, was heute DSL-Light darstellt.

  6. Re: Finanzierung des Breitbandausbaus

    Autor: nille02 27.08.13 - 14:10

    An der TAL Verdient der Betreiber etwa 10¤ also sieht es nicht so düster aus. Aber es dauert noch immer sehr Lange bis diese Kosten wieder drin sind.

  7. Re: Finanzierung des Breitbandausbaus

    Autor: Sharra 27.08.13 - 14:12

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An der TAL Verdient der Betreiber etwa 10¤ also sieht es nicht so düster
    > aus. Aber es dauert noch immer sehr Lange bis diese Kosten wieder drin
    > sind.

    Deswegen hab ich ja auch direkt die TV-Betreiber mit in die Rechnung aufgenommen. Die zahlen keinen Cent an die Telekom, weil sie ihre eigenen Leitungen haben. Und diese sind, zumindest derzeit, eine ernstzunehmende Alternative zu (v)DSL.

  8. Re: Finanzierung des Breitbandausbaus

    Autor: nille02 27.08.13 - 14:25

    Sharra schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Deswegen hab ich ja auch direkt die TV-Betreiber mit in die Rechnung
    > aufgenommen. Die zahlen keinen Cent an die Telekom, weil sie ihre eigenen
    > Leitungen haben. Und diese sind, zumindest derzeit, eine ernstzunehmende
    > Alternative zu (v)DSL.

    Die liegen aber auch nicht überall und die Kassieren auch gerne mal 3000¤ + Jahrzehnte langer Vertrag.

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