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Was heißt schon süchtig?

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  1. Was heißt schon süchtig?

    Autor: Johnny Cache 02.09.13 - 12:04

    Es gibt wohl keine Szene die dieses Phänomen besser beschreibt als diese hier:
    [youtu.be]

    http://img293.imageshack.us/img293/7323/signaturebn2.png

  2. Re: Was heißt schon süchtig?

    Autor: theonlyone 02.09.13 - 14:21

    Es gibt einige "Süchte" die sind eben normal, das ganze kennzeichnet sich als "Sucht" sobald es eine schädliche Wirkung auf dich hat und du es nicht freiwillig beenden kannst (du dir also weiterhin Schaden zufügst ohne das selbst zu beenden, oder anderen eben).


    PC und Internet "pauschal" als Sucht zu bezeichnen ist wohl auch nicht möglich.

    Wer beruflich am PC arbeitet der wird an sich permanent im internet sein, das Smartphone immer dabei, eigentlich ist man ständig irgendwie im netz, aber das ist ja auch nicht direkt schädlich.

    Kapselt man sich ab, versinkt im Internet und hat diverse Schäden dadurch (sei es das der haushalt vernachlässigt wird, man sich selbst vernachlässig, seine Kinder, seine Freunde, seine Familie, oder seinen Beruf ; das hat auf Dauer sehr negative Wirkungen auf Menschen, die man selbst nicht so direkt wahrnimmt, weil sie so schleichend kommen und man sie meist erstmal akzeptiert).


    Wie Alkohol eben auch, man flüchtet sich in einen Zustand in dem man sich wohl fühlt und seine Probleme vergessen kann ; die werden damit aber nicht gelöst, sondern meist noch verschlimmert ; genau dann ist eine Internetsucht an sich genauso gleichzusetzen mit jeder anderen Sucht, wie eben Alkoholsucht ; den man muss die Leute weg holen von diesem schädlichen Verhalten und einen "angemessenen" Umgang finden (meist verzichtet man komplett auf Alkohol, beim Internet wird das wahrlich schwer darauf "komplett" zu verzichten, gerade wenn man Beruflich darauf angewiesen ist, müsste man umlernen und das ist wiederrum sehr aufwendig und problematisch, gerade wenn das keine krankenkasse zahlt und man komplett alles selbst zahlen soll, was man ja auf keinen fall kann, wenn einen so eine Sucht in die Arbeitlosigkeit gezogen hat und eben Geld verschlingt).


    Garnicht so einfach das ganze, aber eine Sucht ist niemals etwas angenehmes und von selbst kommt man da auch nur sehr sehr schwer wieder raus, muss letztlich Glück haben und die richtigen Menschen um sich herum die einem auch Helfen.

  3. Re: Was heißt schon süchtig?

    Autor: Michael H. 02.09.13 - 16:40

    Solange man von sich selbst noch sagen kann. "So, jetzt hab ich keinen Bock und will meine Ruhe." Und das dann auch machen kann... so lange ist noch alles gut :D

  4. Re: Was heißt schon süchtig?

    Autor: freddypad 02.09.13 - 16:49

    Da fällt mir ein recht abgedroschener Spruch zu ein: "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier."
    Nichts anderes ist eine Sucht. Es ist eine Gewohnheit, die einen kritischen Punkt überschritten hat. Entweder auf psychischer oder eben körperlicher Ebene. Aber es handelt sich ganz einfach um extrem festgefahrene Gewohnheiten.

    Als ich aufgehört habe zu Rauchen, da kippte nach etwa 3 Wochen meine Gewohnheit ins Gegenteil (zum Glück!). Nun bin ich so sehr daran gewöhnt, keine Zigaretten zu rauchen, dass ich vollkommen problemlos jemandem Kippen mitbringen kann, ohne selber schwach zu werden. Aber die erste Zeit war schon ziemlich hart, das muss ich zugeben.

  5. Re: Was heißt schon süchtig?

    Autor: theonlyone 02.09.13 - 17:08

    freddypad schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Da fällt mir ein recht abgedroschener Spruch zu ein: "Der Mensch ist ein
    > Gewohnheitstier."
    > Nichts anderes ist eine Sucht. Es ist eine Gewohnheit, die einen kritischen
    > Punkt überschritten hat. Entweder auf psychischer oder eben körperlicher
    > Ebene. Aber es handelt sich ganz einfach um extrem festgefahrene
    > Gewohnheiten.
    >
    > Als ich aufgehört habe zu Rauchen, da kippte nach etwa 3 Wochen meine
    > Gewohnheit ins Gegenteil (zum Glück!). Nun bin ich so sehr daran gewöhnt,
    > keine Zigaretten zu rauchen, dass ich vollkommen problemlos jemandem Kippen
    > mitbringen kann, ohne selber schwach zu werden. Aber die erste Zeit war
    > schon ziemlich hart, das muss ich zugeben.

    Ja die "Gewohnheit" ist aber auch nur ein Teil einer Sucht, viele tauschen die Sucht einfach gegen etwas anderes aus, eine Ersatzsucht die vermeintlich weniger Schädlich ist.

    Das "kann" ein Schritt sein der Besserung bringt, gerade um darauf aufbauend leichter Schritt für Schritt weg zu kommen, anstatt einen Eiskalten Entzug (der entweder funktioniert, oder granatig scheitert).


    Gerade bei Alkohol und härteren Drogen kommt man mit einer "Gewohnheit" nicht mehr davon, da hast du bei einem Entzug echte körperliche Schäden, das kannst du so garnicht machen (das geht bis dahin das du durch den Entzug in Lebensgefahr kommen kannst, also je nach Schwere geht das einfach nicht).

    Beim Internet ist das mit dem Verzicht eben auch so eine Sache, gerade wenn man im beruf ständig damit konfrontiert wird müsste man ja demnach komplett den Berufszweig wechseln ; obwohl man höchst wahrscheinlich ganz andere Probleme zusätzlich hat, den selten sollte es wirklich eine "echte" handfeste Internetsucht sein, die aller meisten werden wohl einfach ziemlich Depressiv sein, Motivationslos oder Ängstlich auf die Welt reagieren (schüchtern ist dabei ok, echte Angst ist deutlich problematischer).

  6. Re: Was heißt schon süchtig?

    Autor: Wakarimasen 03.09.13 - 01:45

    Michael H. schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solange man von sich selbst noch sagen kann. "So, jetzt hab ich keinen Bock
    > und will meine Ruhe." Und das dann auch machen kann... so lange ist noch
    > alles gut :D


    und wenn man sagt "So, jetzt hab ich keinen Bock und will meine Ruhe." aber kann nicht aufhören sollte man zum Psychiater gehen ;)

    Der erste schritt ist halt jemanden darüber aufmerksam zu machen denn er/sie muss sich darüber gedanken machen. Wenn er/sie alles genau überdenkt und auf den Punkt komm das er/sie sich etwas zu viel mit einem Objekt beschäftigt und damit aufhören möchte aber nicht kann, hat er/sie zumindest den willen dazu weiss das was nicht stimmt und möchte das ändern. Genau das ist eine grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Therapie.

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