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Zum ersten Mal nicht gewählt

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  1. Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Secure 22.09.13 - 19:08

    Nachdem ich bisher keine Wahl ausgelassen habe, war ich es diesmal leid wieder die Leute mitzuwählen, die mich dann die nächsten Jahre hinters Licht zu führen versuchen.

    Die deutsche Demokratur hat schon lange nicht mehr meine Zustimmung. Spätestens als unsere Regierung ganz ohne das Volk zu befragen die europäische Verfassung einfach durchgewunken hat und uns nur die Iren mit ihrem Volksvotum gegen diese Verfassung davor bewahrt haben, dass in Zukunft die Armee im Inneren eingesetzt und auf Demonstranten scharf geschossen werden darf, wusste ich, woran ich bin. Solch einen Passus haben für gewöhnlich nur lupenreine Diktaturen in ihren Verfassungen stehen.

    Solch ein System legalisiere ich auch noch dadurch, dass ich seine Regeln anerkenne indem ich wählen gehe.

  2. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Lord Gamma 22.09.13 - 19:20

    Secure schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nachdem ich bisher keine Wahl ausgelassen habe, war ich es diesmal leid
    > wieder die Leute mitzuwählen, die mich dann die nächsten Jahre hinters
    > Licht zu führen versuchen.
    >
    > Die deutsche Demokratur hat schon lange nicht mehr meine Zustimmung.
    > Spätestens als unsere Regierung ganz ohne das Volk zu befragen die
    > europäische Verfassung einfach durchgewunken hat und uns nur die Iren mit
    > ihrem Volksvotum gegen diese Verfassung davor bewahrt haben, dass in
    > Zukunft die Armee im Inneren eingesetzt und auf Demonstranten scharf
    > geschossen werden darf, wusste ich, woran ich bin. Solch einen Passus haben
    > für gewöhnlich nur lupenreine Diktaturen in ihren Verfassungen stehen.
    >
    > Solch ein System legalisiere ich auch noch dadurch, dass ich seine Regeln
    > anerkenne indem ich wählen gehe.

    Wer nicht wählt, wählt CDU/SPD. Die beiden gewinnen immer. Wenn alle Nichtwähler was anderes als CDU/SPD wählen würden, würde es vielleicht mal anders aussehen.

    Aber das Marketing gewinnt immer. Deshalb wird auch viel Geld dafür ausgegeben, und noch mehr mit dem Ergebnis eingenommen. Das ist in der Wirtschaft und in der Politik eine Gemeinsamkeit.

  3. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: GodsBoss 22.09.13 - 19:54

    > > Nachdem ich bisher keine Wahl ausgelassen habe, war ich es diesmal leid
    > > wieder die Leute mitzuwählen, die mich dann die nächsten Jahre hinters
    > > Licht zu führen versuchen.
    > >
    > > Die deutsche Demokratur hat schon lange nicht mehr meine Zustimmung.
    > > Spätestens als unsere Regierung ganz ohne das Volk zu befragen die
    > > europäische Verfassung einfach durchgewunken hat und uns nur die Iren
    > mit
    > > ihrem Volksvotum gegen diese Verfassung davor bewahrt haben, dass in
    > > Zukunft die Armee im Inneren eingesetzt und auf Demonstranten scharf
    > > geschossen werden darf, wusste ich, woran ich bin. Solch einen Passus
    > haben
    > > für gewöhnlich nur lupenreine Diktaturen in ihren Verfassungen stehen.
    > >
    > > Solch ein System legalisiere ich auch noch dadurch, dass ich seine
    > Regeln
    > > anerkenne indem ich wählen gehe.
    >
    > Wer nicht wählt, wählt CDU/SPD. Die beiden gewinnen immer. Wenn alle
    > Nichtwähler was anderes als CDU/SPD wählen würden, würde es vielleicht mal
    > anders aussehen.

    Quatsch. Ein Nichtwähler ändert am Ergebnis gar nichts, seine Stimme wird quasi gemäß des Anteils aller Parteien auf das Endresultat verteilt. Ein Kollektiv der Nichtwähler, dass sich entscheiden könnte, jetzt wählen zu gehen, gibt es nicht, das sind alles Individuen.

    Übrigens nicht nur seine, sondern meine auch, obwohl ich wählen gegangen bin. Denn das Parlament setzt sich am Ende so zusammen, als hätte es all die Leute, die Parteien mit weniger als 5% der Gesamtstimmen gewählt haben, nie gegeben.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  4. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Lord Gamma 22.09.13 - 20:03

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > > Nachdem ich bisher keine Wahl ausgelassen habe, war ich es diesmal
    > leid
    > > > wieder die Leute mitzuwählen, die mich dann die nächsten Jahre hinters
    > > > Licht zu führen versuchen.
    > > >
    > > > Die deutsche Demokratur hat schon lange nicht mehr meine Zustimmung.
    > > > Spätestens als unsere Regierung ganz ohne das Volk zu befragen die
    > > > europäische Verfassung einfach durchgewunken hat und uns nur die Iren
    > > mit
    > > > ihrem Volksvotum gegen diese Verfassung davor bewahrt haben, dass in
    > > > Zukunft die Armee im Inneren eingesetzt und auf Demonstranten scharf
    > > > geschossen werden darf, wusste ich, woran ich bin. Solch einen Passus
    > > haben
    > > > für gewöhnlich nur lupenreine Diktaturen in ihren Verfassungen stehen.
    >
    > > >
    > > > Solch ein System legalisiere ich auch noch dadurch, dass ich seine
    > > Regeln
    > > > anerkenne indem ich wählen gehe.
    > >
    > > Wer nicht wählt, wählt CDU/SPD. Die beiden gewinnen immer. Wenn alle
    > > Nichtwähler was anderes als CDU/SPD wählen würden, würde es vielleicht
    > mal
    > > anders aussehen.
    >
    > Quatsch. Ein Nichtwähler ändert am Ergebnis gar nichts, seine Stimme wird
    > quasi gemäß des Anteils aller Parteien auf das Endresultat verteilt. Ein
    > Kollektiv der Nichtwähler, dass sich entscheiden könnte, jetzt wählen zu
    > gehen, gibt es nicht, das sind alles Individuen.
    >
    > Übrigens nicht nur seine, sondern meine auch, obwohl ich wählen gegangen
    > bin. Denn das Parlament setzt sich am Ende so zusammen, als hätte es all
    > die Leute, die Parteien mit weniger als 5% der Gesamtstimmen gewählt haben,
    > nie gegeben.


    Ja, die Nichtwähler verhindern nicht, dass CDU/SPD gewinnt. Wie ich schon gesagt habe. Aber wenn 30% der Bevölkerung, nämlich die Nichtwähler (Bundestagswahl 2009), was anderes als CDU/SPD wählen würden, wäre die Verteilung der Parlamentarier zumindest ein wenig differenzierter.
    Wer nicht wählt, wählt jedenfalls ganz bestimmt nicht gegen CDU/SPD, denn die gewinnen immer.

  5. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: GodsBoss 22.09.13 - 20:20

    > Ja, die Nichtwähler verhindern nicht, dass CDU/SPD gewinnt. Wie ich schon
    > gesagt habe. Aber wenn 30% der Bevölkerung, nämlich die Nichtwähler
    > (Bundestagswahl 2009), was anderes als CDU/SPD wählen würden, wäre die
    > Verteilung der Parlamentarier zumindest ein wenig differenzierter.

    Tun sie aber nicht. Damit ist aber dem einzelnen Nichtwähler nichts vorzuwerfen, seine einzelne Stimme hätte schließlich auch nichts bewirkt. Eine Kollektivschuld oder -verantwortung gibt es da nicht.

    Die Argumentation von Secure halte ich da für stichhaltiger: Er hält das gesamte System für kaputt und die Wahlen nur für eine Farce, insofern ist nur folgerichtig, sie komplett zu boykottieren.

    Für interessant halte ich auch die Frage, wer denn dann stattdessen gewählt werden soll:
    - Die FDP sicher nicht, die schwarz-gelbe Koalition war ja jetzt dran, würde also nichts ändern.
    - Die Grünen sind ebenfalls eine etablierte Partei, wenn ich da an rot-grün zurückdenke (vor Merkel), war das auch nicht so prickelnd.
    - Die Linke? Sind mir persönlich zwar sogar sympathisch, aber alleine oder mit den Grünen würden die Stimmen nicht reichen, dann würde es entweder zu Neuwahlen kommen, weil CDU und SPD beide nicht mit ihr koalieren wollen oder sie lassen es doch zu, dann hat man wieder eine von beiden an der Backe.
    - Die Stimmen so verteilen, dass AfD und Piraten (und womöglich weitere kleine Parteien) einziehen? Würde am meisten bringen, weil die schon ein paar Prozent Stimmen mitbringen. Aber dann? Koalition aus Grünen, Linken, AfD und Piraten? Utopisch, dass das klappen würde.

    > Wer nicht wählt, wählt jedenfalls ganz bestimmt nicht gegen CDU/SPD, denn
    > die gewinnen immer.

    Lustig, ich war wählen, es waren weder CDU noch SPD, und sie gewonnen trotzdem. Wenn die letzte Hochrechnung des ZDF das tatsächliche Wahlergebnis widerspiegelt, werden übrigens satte 15,3% der Wählerstimmen in die Tonne gekloppt. Meinst du wirklich, das motiviert?

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  6. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Lord Gamma 22.09.13 - 20:30

    GodsBoss schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Ja, die Nichtwähler verhindern nicht, dass CDU/SPD gewinnt. Wie ich
    > schon
    > > gesagt habe. Aber wenn 30% der Bevölkerung, nämlich die Nichtwähler
    > > (Bundestagswahl 2009), was anderes als CDU/SPD wählen würden, wäre die
    > > Verteilung der Parlamentarier zumindest ein wenig differenzierter.
    >
    > Tun sie aber nicht. Damit ist aber dem einzelnen Nichtwähler nichts
    > vorzuwerfen, seine einzelne Stimme hätte schließlich auch nichts bewirkt.
    > Eine Kollektivschuld oder -verantwortung gibt es da nicht.
    >
    > Die Argumentation von Secure halte ich da für stichhaltiger: Er hält das
    > gesamte System für kaputt und die Wahlen nur für eine Farce, insofern ist
    > nur folgerichtig, sie komplett zu boykottieren.
    >

    Ja, wer nicht wählt, ändert auch nichts am Ergebnis, nämlich daran, dass CDU/SPD zu den beiden Gewinnerparteien mit den meisten Abgeordnetenplätzen, die für Lobbyisten am interessantesten sind, gehören.

    > Für interessant halte ich auch die Frage, wer denn dann stattdessen gewählt
    > werden soll:
    > - Die FDP sicher nicht, die schwarz-gelbe Koalition war ja jetzt dran,
    > würde also nichts ändern.
    > - Die Grünen sind ebenfalls eine etablierte Partei, wenn ich da an rot-grün
    > zurückdenke (vor Merkel), war das auch nicht so prickelnd.
    > - Die Linke? Sind mir persönlich zwar sogar sympathisch, aber alleine oder
    > mit den Grünen würden die Stimmen nicht reichen, dann würde es entweder zu
    > Neuwahlen kommen, weil CDU und SPD beide nicht mit ihr koalieren wollen
    > oder sie lassen es doch zu, dann hat man wieder eine von beiden an der
    > Backe.
    > - Die Stimmen so verteilen, dass AfD und Piraten (und womöglich weitere
    > kleine Parteien) einziehen? Würde am meisten bringen, weil die schon ein
    > paar Prozent Stimmen mitbringen. Aber dann? Koalition aus Grünen, Linken,
    > AfD und Piraten? Utopisch, dass das klappen würde.
    >

    Alles schon richtig, aber damit braucht man auch gar nicht zu rechnen. Denn die beste Werbung kommt nun mal von den Parteien mit dem meisten Geld. CDU/SPD.

    > > Wer nicht wählt, wählt jedenfalls ganz bestimmt nicht gegen CDU/SPD,
    > denn
    > > die gewinnen immer.
    >
    > Lustig, ich war wählen, es waren weder CDU noch SPD, und sie gewonnen
    > trotzdem. Wenn die letzte Hochrechnung des ZDF das tatsächliche
    > Wahlergebnis widerspiegelt, werden übrigens satte 15,3% der Wählerstimmen
    > in die Tonne gekloppt. Meinst du wirklich, das motiviert?

    Ich habe auch gegen die beiden Gewinner gestimmt und werde es nächstes Mal wieder tun, obwohl ich weiß, dass es die beiden GEWINNER sind, gegen die ich stimme, weil die Werbung (Propaganda) nun mal leider so erlaubt ist, dass es funktioniert und man für Geld manipulieren kann, sonst würde man es ja auch nicht tun.

  7. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Pwnie2012 22.09.13 - 20:34

    es gibt die partei der nichtwähler. man nimmt teil, somit addiert man seine stimme zu den 100%, somit verlieren cdu/csu/spd etc ein paar prozent, vorrausgesetzt die nichtwähler wählen die partei der nichtwähler, wäre mal gut, da dann das volk kapieren würde, dass eine mehrheit alle parteien ablehnt

  8. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Remy 22.09.13 - 20:39

    Du bist nicht zufrieden mit der Regierung, also boykottierst du die Wahlen. Damit stärkst du die Parteien die du nicht normalerweise nicht wählen würdest und zusätzlich noch die rechten Parteien, die so weniger Stimmen für die 5% brauchen. Nichtwählen macht nur Sinn, wenn ohnehin eine Revolution bevorsteht, das kann ich im Moment aber nicht erkennen.

    Die Partei die einem am meisten zusagt zu wählen kann nicht schaden, maximal bewirkt es einfach nur nichts. Aber mit Nichtwählern zu argumentieren ist müßig, da diesen sowieso eine gewisse Logik fehlt.

  9. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Lord Gamma 22.09.13 - 20:45

    Remy schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du bist nicht zufrieden mit der Regierung, also boykottierst du die Wahlen.
    > Damit stärkst du die Parteien die du nicht normalerweise nicht wählen
    > würdest und zusätzlich noch die rechten Parteien, die so weniger Stimmen
    > für die 5% brauchen. Nichtwählen macht nur Sinn, wenn ohnehin eine
    > Revolution bevorsteht, das kann ich im Moment aber nicht erkennen.
    >
    > Die Partei die einem am meisten zusagt zu wählen kann nicht schaden,
    > maximal bewirkt es einfach nur nichts. Aber mit Nichtwählern zu
    > argumentieren ist müßig, da diesen sowieso eine gewisse Logik fehlt.

    Überraschenderweise gewinnt aber trotzdem seit zig Jahren SPD/CDU, gell? Aber richtig, die nichtwählenden Leute sind eigentlich weniger Stimmen für die sowieso gewinnende SPD/CDU, da diese durch ihre finanziellen Mittel die effizienteste Propaganda aufbringen kann.

    Edit: so dass die Mehrheit der Nichtwähler aufgrund von Propaganda ebenfalls SPD/CDU wählen würde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.09.13 20:46 durch Lord Gamma.

  10. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Dragos 22.09.13 - 20:54

    Lord Gamma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Remy schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du bist nicht zufrieden mit der Regierung, also boykottierst du die
    > Wahlen.
    > > Damit stärkst du die Parteien die du nicht normalerweise nicht wählen
    > > würdest und zusätzlich noch die rechten Parteien, die so weniger Stimmen
    > > für die 5% brauchen. Nichtwählen macht nur Sinn, wenn ohnehin eine
    > > Revolution bevorsteht, das kann ich im Moment aber nicht erkennen.
    > >
    > > Die Partei die einem am meisten zusagt zu wählen kann nicht schaden,
    > > maximal bewirkt es einfach nur nichts. Aber mit Nichtwählern zu
    > > argumentieren ist müßig, da diesen sowieso eine gewisse Logik fehlt.
    >
    > Überraschenderweise gewinnt aber trotzdem seit zig Jahren SPD/CDU, gell?
    > Aber richtig, die nichtwählenden Leute sind eigentlich weniger Stimmen für
    > die sowieso gewinnende SPD/CDU, da diese durch ihre finanziellen Mittel die
    > effizienteste Propaganda aufbringen kann.
    >
    > Edit: so dass die Mehrheit der Nichtwähler aufgrund von Propaganda
    > ebenfalls SPD/CDU wählen würde.


    Glaube ich nicht.

    Es sei den die nicht Wähler sagen sich:

    egal ob SPD oder CDU, die sind beide gut sollen andere Wählen

  11. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Lord Gamma 22.09.13 - 21:06

    Dragos schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Glaube ich nicht.
    >
    > Es sei den die nicht Wähler sagen sich:
    >
    > egal ob SPD oder CDU, die sind beide gut sollen andere Wählen

    Naja, wenn die Mehrheit der Wähler sagt, CDU/SPD gewinnt, warum sollte dann die Mehrheit der Nichtwähler nicht sagen, CDU/SPD gewinnt?

    Dass die beiden sich nichts geben, dürfte sowieso klar sein. Als die Vermögenststeuer abgeschafft wurde und der Spitzensteuersatz massiv gesenkt wurde, war bspw. SPD/Grüne an der Regierung, obwohl man dass eher von CDU/FDP erwarten würde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.09.13 21:07 durch Lord Gamma.

  12. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: baltasaronmeth 22.09.13 - 21:16

    In meinem Wahlkreis gab es nur die üblichen Verdächtigen plus die Nazis. Tolle auswahl.

  13. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: dokosen 22.09.13 - 21:18

    Und was ist an SPD oder CDU so schlimm?

  14. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: GodsBoss 22.09.13 - 21:21

    > Du bist nicht zufrieden mit der Regierung, also boykottierst du die Wahlen.

    Er boykottiert das System, dass stets nur Regierungen hervorbringt, die nicht im Sinne der Bürger handeln (dass viele Bürger etwas anderes glauben, tut hier nichts zur Sache).

    > Damit stärkst du die Parteien die du nicht normalerweise nicht wählen
    > würdest und zusätzlich noch die rechten Parteien, die so weniger Stimmen
    > für die 5% brauchen.

    Achja, die bösen rechten Parteien. Ich kann jedem Nichtwähler nur raten, NPD zu wählen, damit Leute wie du endlich diese bescheuerte Argumentation lassen.

    Es ist übrigens ganz einfach: Da er gar keine Partei wählt, stärkt er alle

    > Nichtwählen macht nur Sinn, wenn ohnehin eine
    > Revolution bevorsteht, das kann ich im Moment aber nicht erkennen.

    Nichtwählen ist mindestens subjektiv dann sinnvoll, wenn das Wählen keinen erkennbaren Nutzen hat. Da in Deutschland dank Fünf-Prozent-Hürde kleinere Parteien grundsätzlich ausgeschlossen werden, die großen Parteien mit Ausnahme der Linken (die aber alleine nichts reißen kann) dankbar Spenden der Industrie annehmen und somit als befangen gelten können, und zu guter Letzt ohnehin keine Inhalte, sondern grundsätzlich Personen gewählt werden, die sich dann sowieso nicht an das halten müssen, was sie vor der Wahl versprochen haben, kann ich auch jeden verstehen, der das genau so sieht.

    > Die Partei die einem am meisten zusagt zu wählen kann nicht schaden,
    > maximal bewirkt es einfach nur nichts.

    Eine hohe Wahlbeteiligung zeugt gleichzeitig von einer hohen Akzeptanz des Systems. Würden nur noch 10% der Menschen zur Wahl latschen, wäre wohl offensichtlich, dass bei der Bildung eines demokratischen Gemeinwesens versagt wurde.

    > Aber mit Nichtwählern zu
    > argumentieren ist müßig, da diesen sowieso eine gewisse Logik fehlt.

    Nein. Die Logik fehlt bei der Argumentation gegen das Nichtwählen.

    Reden ist Silber, Schweigen ist Gold, meine Ausführungen sind Platin.

  15. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Lord Gamma 22.09.13 - 21:24

    dokosen schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Und was ist an SPD oder CDU so schlimm?

    Es ist nicht unbedingt etwas schlimm daran. Aber es wäre schön, wenn es ein wenig mehr in Richtung einer Demokratie gehen würde, wo nicht vor jeder Wahl erstmal der Mob mit seinen Heugabeln durch Parolen so mobilisiert wird, so dass er immer das gleiche wählt.
    Das ist doch langweilig. Schön, dass SPD/Grüne damals den Spitzensteuersatz gesenkt haben und die Vermögenssteuer abgeschafft haben, aber hätte das CDU/FDP nicht genauso geschafft? Gehüpft wie gesprungen. Demokratie? Als ob.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 22.09.13 21:26 durch Lord Gamma.

  16. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: KleinHart 23.09.13 - 02:40

    Hier hast du meine tiefste Verachtung dafür, dass du zu feige warst, es zumindest zu versuchen.

  17. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: gaym0r 23.09.13 - 07:51

    Lord Gamma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Secure schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Nachdem ich bisher keine Wahl ausgelassen habe, war ich es diesmal leid
    > > wieder die Leute mitzuwählen, die mich dann die nächsten Jahre hinters
    > > Licht zu führen versuchen.
    > >
    > > Die deutsche Demokratur hat schon lange nicht mehr meine Zustimmung.
    > > Spätestens als unsere Regierung ganz ohne das Volk zu befragen die
    > > europäische Verfassung einfach durchgewunken hat und uns nur die Iren
    > mit
    > > ihrem Volksvotum gegen diese Verfassung davor bewahrt haben, dass in
    > > Zukunft die Armee im Inneren eingesetzt und auf Demonstranten scharf
    > > geschossen werden darf, wusste ich, woran ich bin. Solch einen Passus
    > haben
    > > für gewöhnlich nur lupenreine Diktaturen in ihren Verfassungen stehen.
    > >
    > > Solch ein System legalisiere ich auch noch dadurch, dass ich seine
    > Regeln
    > > anerkenne indem ich wählen gehe.
    >
    > Wer nicht wählt, wählt CDU/SPD. Die beiden gewinnen immer.

    Zurecht. was anderes als CDU kann und darf man garnicht wählen - es gibt keine brauchbaren alternativen!

  18. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: win.ini 23.09.13 - 08:43

    KleinHart schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Hier hast du meine tiefste Verachtung dafür, dass du zu feige warst, es
    > zumindest zu versuchen.

    +1

  19. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: blaub4r 23.09.13 - 08:59

    Ich habe nicht gewählt weil keine Partei das im Programm hat was ich gut finde.

    Aber das ist egal, ob keine Partei kriegt eine Mehrheit die zum regieren reicht. Also muss sie sich partner suchen, die wollen dann wieder einige Punkte nicht mit nehmen. Ergo sind einige Punkte dann weg oder abgeschwächt.


    Das System sollte geändert werden meiner Meinung nach..

  20. Re: Zum ersten Mal nicht gewählt

    Autor: Lemo 23.09.13 - 09:02

    blaub4r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe nicht gewählt weil keine Partei das im Programm hat was ich gut
    > finde.

    Hast du dir auch ALLE Parteien angeschaut, die zur Wahl standen? Deine Wünsche würd ich ja gerne mal hören ^^
    Man kann im Zweifel auch Miniminiparteien wählen.

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