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Viel zu jung

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  1. Viel zu jung

    Autor: körner 02.10.13 - 20:56

    Schade schade

    RIP

  2. Re: Viel zu jung

    Autor: vol1 03.10.13 - 04:26

    Viele sterben jung, man bekommt davon häufig nur nix mit. Sei es an Krebs oder multipler Sklerose, oder auch nur eine massive Lebenseinschränkung durch Makuladegeneration, Parkinson, Alzheimer...

    Im Artikel wird nicht die Todesursache erwähnt, richtig? Würde mich interessieren, nicht aus Sensationsgeilheit sondern aus Interesse.

    R.I.P.

  3. Re: Viel zu jung

    Autor: morecomp 03.10.13 - 09:17

    vol1 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Viele sterben jung, man bekommt davon häufig nur nix mit. Sei es an Krebs
    > oder multipler Sklerose, oder auch nur eine massive Lebenseinschränkung
    > durch Makuladegeneration, Parkinson, Alzheimer...

    An multipler Sklerose stirbst du nicht. Wenn überhaupt, sinkt deine Lebenserwartung um etwa 5 Jahre. Wollte ich hier richtig stellen. Außerdem kommen gerade jährlich neuere und verbesserte Medikamente auf den Markt. Jetzt sind circa 20-50 neue Medikamente in der Zulassungsschleife.
    Dabei bin ich mir sicher, dass wir innerhalb der nächsten 20-50 Jahre für Krebs und MS, um beides endgültig zu heilen, auch funktionierende Medikamente haben. Die Frage ist nur, wer hat ein Interesse daran hat, den Kranken so etwas zu verkaufen?

    Der Bremsklotz ist hier die Arztneimittelindustrie: keine Krankheit, keinen Umsatz. Und trotzdem will jeder sein Stück vom Kuchen und kommt mit einem neuen und immer wieder etwas wirksammeren Medikament. Irgendwann wird man das aber nicht mehr steigern können. - Lassen wir uns überraschen.

  4. Re: Viel zu jung

    Autor: Garius 03.10.13 - 22:53

    morecomp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > vol1 schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > An multipler Sklerose stirbst du nicht.
    An den Folgeerkrankungen schon.

    > Wenn überhaupt, sinkt deine
    > Lebenserwartung um etwa 5 Jahre. Wollte ich hier richtig stellen.
    Hast du damit aber nicht wirklich getan. In seltenen Fällen kommt es zu Komplikationen in Folge dessen die Lebenserwartung sehr wohl verkürzt werden kann. Den aktuellsten Statistiken zufolge können es im Höchstfall sogar bis zu 10 Jahren unter der allgemeinen Lebenserwartung werden.
    Das wollte ich hiermit richtig stellen. Patienten mit primär progredienten Verlauf weisen schon sehr früh Behinderungen auf. Diese Form ist zwar eher selten, deshalb wirkt mein Einspruch vieleicht kleinkariert. Ginge es allerdings um dein Leben, würde es für dich sehr wahrscheinlich einen großen Unterschied machen, ob es nun fünf oder zehn Jahre vor deiner Zeit sind.

    > Außerdem
    > kommen gerade jährlich neuere und verbesserte Medikamente auf den Markt.
    > Jetzt sind circa 20-50 neue Medikamente in der Zulassungsschleife.
    > Dabei bin ich mir sicher, dass wir innerhalb der nächsten 20-50 Jahre für
    > Krebs und MS, um beides endgültig zu heilen, auch funktionierende
    > Medikamente haben. Die Frage ist nur, wer hat ein Interesse daran hat, den
    > Kranken so etwas zu verkaufen?
    Vollkommen richtig. Genau darum geht es. Man sollte sich die Frage stellen, warum so viel Geld für Unnütze Forschungen und Entwicklungen verschwendet werden, wo doch jährlich gut 64% der Menschen weltweit an Herzerkrankungen sterben. Und bedenke die möglichen Folgen, sollten diese Menschen plötzlich allesamt geheilt werden.

    > Der Bremsklotz ist hier die Arztneimittelindustrie: keine Krankheit, keinen
    > Umsatz. Und trotzdem will jeder sein Stück vom Kuchen und kommt mit einem
    > neuen und immer wieder etwas wirksammeren Medikament. Irgendwann wird man
    > das aber nicht mehr steigern können. - Lassen wir uns überraschen.
    Und an diesem Punkt werde ich zum kleinen Verschwörungstheoretiker. Und da du die Zahl 20-50 Jahre in den Raum geworfen hast, bedien ich mich einfach mal an dieser und prophezeie: In den nächsten 20-50 Jahren wird das Wort Population in der Politik ein immer größer werdende Rolle einnehmen. Wenn es unter der Hand nicht bereits jetzt schon soweit ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 03.10.13 22:56 durch Garius.

  5. Re: Viel zu jung

    Autor: JP 04.10.13 - 13:37

    morecomp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > An multipler Sklerose stirbst du nicht. Wenn überhaupt, sinkt deine
    > Lebenserwartung um etwa 5 Jahre. Wollte ich hier richtig stellen. Außerdem
    > kommen gerade jährlich neuere und verbesserte Medikamente auf den Markt.
    > Jetzt sind circa 20-50 neue Medikamente in der Zulassungsschleife.
    > Dabei bin ich mir sicher, dass wir innerhalb der nächsten 20-50 Jahre für
    > Krebs und MS, um beides endgültig zu heilen, auch funktionierende
    > Medikamente haben. Die Frage ist nur, wer hat ein Interesse daran hat, den
    > Kranken so etwas zu verkaufen?

    Das große Problem mit Krebs ist, dass es natürlich kühl betrachtet individuelle Wirtschaftsleistung kostet. Immer mehr Krebskranke (nicht nur weil wir älter werden, sondern auch immer mehr Junge <30), können immer früher gar nicht oder nur noch eingeschränkt arbeiten. Auf der anderen Seite steckt hinter der ganzen aktuellen Krebstherapie eine enorme Wirtschaft. Es fängt mir den Vorsorgeuntersuchungen an, geht über Krankenhausaufenthalte, Chemo- und Bestrahlungstherapie, Reha und Nachsorgeuntersuchungen. Da hat sich über die Jahre einiges aufgebaut, sollte jetzt auf einmal ein Medikament zugelassen werden, welches mit weit aus milderen Nebenwirkungen als die Chemo Krebs behandelt, kann dies noch so teuer sein, es wird einen ganzen Wirtschaftszweig zum Zusammenbrechen bringen.

  6. Re: Viel zu jung

    Autor: morecomp 04.10.13 - 16:07

    JP schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das große Problem mit Krebs ist, dass es natürlich kühl betrachtet
    > individuelle Wirtschaftsleistung kostet. Immer mehr Krebskranke (nicht nur
    > weil wir älter werden, sondern auch immer mehr Junge <30), können immer
    > früher gar nicht oder nur noch eingeschränkt arbeiten. Auf der anderen
    > Seite steckt hinter der ganzen aktuellen Krebstherapie eine enorme
    > Wirtschaft. Es fängt mir den Vorsorgeuntersuchungen an, geht über
    > Krankenhausaufenthalte, Chemo- und Bestrahlungstherapie, Reha und
    > Nachsorgeuntersuchungen. Da hat sich über die Jahre einiges aufgebaut,
    > sollte jetzt auf einmal ein Medikament zugelassen werden, welches mit weit
    > aus milderen Nebenwirkungen als die Chemo Krebs behandelt, kann dies noch
    > so teuer sein, es wird einen ganzen Wirtschaftszweig zum Zusammenbrechen
    > bringen.

    Die Kranken zu heilen ist nicht im Interesse der Pharmaindustrie. Sieh dir mal HIV an. Man kann nun damit leben und ist quasi nicht mehr ansteckend aber die Krankheit hast du immer noch. Praktisch für die Pharmaunternehmen. Krebs kannst du teilweise vorbeugen. Extra Einnahmen für die Industrie aber das ist auch nicht so lukrativ wie multiple Sklerose. Multimilliarden jährlich, als Abo.

    Mich würde es nicht wundern, wenn ein Konzern das Patent schon lange in seiner Schublade liegen hat. Aber umso mehr sie unter Druck kommen, umso eher müssen sie das auch rausrücken. Deswegen 20-50 Jahre, denn umsonst will keinner so ein tolles Abo aufgeben.

  7. Re: Viel zu jung

    Autor: JP 04.10.13 - 19:10

    morecomp schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > JP schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Das große Problem mit Krebs ist, dass es natürlich kühl betrachtet
    > > individuelle Wirtschaftsleistung kostet. Immer mehr Krebskranke (nicht
    > nur
    > > weil wir älter werden, sondern auch immer mehr Junge <30), können immer
    > > früher gar nicht oder nur noch eingeschränkt arbeiten. Auf der anderen
    > > Seite steckt hinter der ganzen aktuellen Krebstherapie eine enorme
    > > Wirtschaft. Es fängt mir den Vorsorgeuntersuchungen an, geht über
    > > Krankenhausaufenthalte, Chemo- und Bestrahlungstherapie, Reha und
    > > Nachsorgeuntersuchungen. Da hat sich über die Jahre einiges aufgebaut,
    > > sollte jetzt auf einmal ein Medikament zugelassen werden, welches mit
    > weit
    > > aus milderen Nebenwirkungen als die Chemo Krebs behandelt, kann dies
    > noch
    > > so teuer sein, es wird einen ganzen Wirtschaftszweig zum Zusammenbrechen
    > > bringen.
    >
    > Die Kranken zu heilen ist nicht im Interesse der Pharmaindustrie. Sieh dir
    > mal HIV an. Man kann nun damit leben und ist quasi nicht mehr ansteckend
    > aber die Krankheit hast du immer noch. Praktisch für die Pharmaunternehmen.
    > Krebs kannst du teilweise vorbeugen. Extra Einnahmen für die Industrie aber
    > das ist auch nicht so lukrativ wie multiple Sklerose. Multimilliarden
    > jährlich, als Abo.
    >
    > Mich würde es nicht wundern, wenn ein Konzern das Patent schon lange in
    > seiner Schublade liegen hat. Aber umso mehr sie unter Druck kommen, umso
    > eher müssen sie das auch rausrücken. Deswegen 20-50 Jahre, denn umsonst
    > will keinner so ein tolles Abo aufgeben.

    Ja Offenheit und Transparenz wäre ein Schlüssel zum Erfolg, aber wie bekommt man Konzerne dazu sehr viel Geld in Forschung zu stecken, wenn man ihnen am Ende die gewonnene "Erkenntnis" quasi wegnimmt. Ich hatte dazu mal nen schönen TED Talk gesehen, den ich leider nicht mehr finde. Der hatte ein ziemlich gutes Konzept von einem Global Health Fund, in den Staaten die sich dran beteiligen wollen 1% ihres BIPs einzahlen (Da kommt global extrem viel zusammen). Konzerne, die Geld aus dem Health Fund bekommen wollen, verkaufen ihre Forschungsergebnisse und Patente an die Gemeinschaft und bekommen regelmäßig anteilig an den geheilten Personen Geld aus dem Health Fund.

    Ich bekomme das leider nicht mehr reproduziert, da der TED Talk schon paar Jahre zurück liegt. Die Idee war schon etwas solider und ausgefeilter als ich das jetzt hier wiedergeben konnte. Bin schon grad wieder wild am recherchieren.

    Die Idee fand ich ziemlich gut die einzige Schwäche war nur, dass sich sowas wohl nicht global organisieren lässt, da alle Staaten eigentlich nur Eigeninteressen vertreten. Dann kommen noch Kindergartenspiele dazu, dass Israel sicherlich nicht in einen gemeinsamen Fund mit den Iran einzahlen möchte. Russen wollen sicherlich nicht gemeinsam mit den USA an einem Strang ziehen. Es scheitert wieder am größten Kindergarten der Weltgeschichte, der Politik.

    Edit: Hab den Talk gefunden: http://www.ted.com/talks/thomas_pogge_medicine_for_the_99_percent.html



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 04.10.13 19:16 durch JP.

  8. Re: Viel zu jung

    Autor: Garius 05.10.13 - 01:21

    Solange wir nicht grundlegend an unserem Wesen und den Zwängen die wir uns selbst auferlegt haben etwas ändern, wird es stets dem sprichwörtlichem Sägen am eigenen Ast gleichkommen. Man müsste schon sämtlichen Menschen das Geld wegnehmen und sagen: "Wenn du was brauchst, sag bescheid und du kriegst es." Dann könnte man dem wahren Wesen des Menschen und den Zielen die er gemeinsam erreichen kann vieleicht auf den Grund gehen.

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