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  5. › Ekocenter: Dorfladen von Coca…

Ich vermute eher

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  1. Ich vermute eher

    Autor: Keridalspidialose 11.10.13 - 09:45

    der Markt in der ersten und zweiten Welt ist gesättigt. Um zu expandieren bleiben dem Brause-Konzern nur Entwicklungsländer.

    Gute Entwicklungshilfe hilft den Entwicklungsländern sich aus der Abhängigkeit zu lösen. Hier wird die Abhängigkeit womöglich nur gefördert.

    ___________________________________________________________

  2. Re: Ich vermute eher

    Autor: bofhl 11.10.13 - 10:06

    Schon mal versucht in einem von den Industrieländern abfällig "Dritte-Welt-Ländern" bezeichneten Staaten ein 'offenes' Cola o.ä. zu bekommen?
    Scheinbar noch nicht - sonst wüsstest du, dass dort ausschließlich von außerhalb (EU!) geliefertes Cola & ähnliches in Flaschen überteuert zu bekommen ist. Dieser Laden soll nun das ändern, indem lokales Wasser vor Ort aufbereitet wird und dazu Konzentrate von Cola & anderen Produkten aufbereitet wird - genauso wie es auch in Europa&Nordamerika gemacht wird.
    Damit fallen dann die ganzen sauteuren Liefer- und Produktionssysteme weg (wird vielen in Europa nicht wirklich gefallen!) - es muss nur mehr das verdickte Konzentrat angeliefert werden (und das reicht dann oft für zig tausend Liter Getränke vor Ort)

  3. Re: Ich vermute eher

    Autor: Irminar 11.10.13 - 10:07

    Natürlich steckt da der Umsatzgedanke dahinter, aber:
    - Wasser
    - Gesundheitsaufklärung
    - die möglichkeit Impfstoffe zu Lagern
    usw.

    Wenn das wirklich halbwegs umgesetzt wird, ist das für die Leute dort ein Gewinn. Denn genau an diesen Dingen fehlt es leider immer noch zu sehr.

  4. Re: Ich vermute eher

    Autor: dabbes 11.10.13 - 10:15

    Und was bringt den Leuten das ?
    Absolut nichts.

    Ich hab ja nichts gegen Konsum oder Luxus, aber dafür muss man auch erstmal eine Industrie haben die Geld abwirft.

    Hier versucht man eine Konsummachine zu verkaufen, die das eh schon wenige Geld aus den Länden ziehen soll.

    Ich meine das nicht böse, der CocaCola Konzern kann schließlich mit seinem Geld machen was es will.

  5. Als ob den...

    Autor: m6T 11.10.13 - 10:20

    Altruisten von Coca-Cola das Wohl der Menschheit am Herzen liegen würde!

    Da wird dieser grausiger Zuckersaft in die entferntesten Ecken der Welt gebracht, Jahre bevor andere und weit wichtigere Infrastruktur dort zu finden wäre.

    Es gehts ums Geld, der Rest ist nur zum Kaschieren.

  6. Re: Als ob den...

    Autor: Himmerlarschundzwirn 11.10.13 - 10:25

    Ich kann mir auch nicht vorstellen, dass deren größte Sorge ist, wo sie denn jetzt ne Coke herbekommen. Das mit dem sauberen Wasser und dem Strom klingt aber vernünftig.

  7. Re: Als ob den...

    Autor: mindlockz 11.10.13 - 10:47

    Jetzt mal praktisch betrachtet: Wenn in manchen Gegenden weniger Leute durch Verdursten oder impfbare Krankheiten sterben, vergrößert sich mit der Bevölkerung doch auch direkt die Nachfrage nach Konsumgütern, oder?

    Diese Nachfrage wird dann von den Gangs gedeckt, die sich aus den zunehmend hungernden Leuten der Region rekrutieren und die die bevorzugt ausgewählten Verkäuferinnen aus ihren kleinen Kiosken gezerrt haben...

    Eine klassische win-win-win-Situation (mit kleinen Schönheitsfehlern)!

    Ohne die Cola-Komponente klingt das Konzept allerdings fast altruistisch.

  8. Re: Ich vermute eher

    Autor: Gottes Zorn 11.10.13 - 11:22

    Sie machen es jedenfalls besser als Nestle. Die zwar am Anfang das Wasser verschenken
    aber im gegenzug die Tiefbrunnen plündern und später das Wasser teuer verkaufen.
    CocaCola verschenkt wenigstens das Wasser, gibt kostenlos Strom und fördert eine
    Microwirtschaft im Dorf die ein paar Leute ernährt. Ich denke neben kostenpflichtiger Limo wird es dort auch lokale Güter des täglichen bedarfs geben, über die der Betreiber des Kiosks selbst entscheiden kann was verkauft wird und für wieviel.

  9. Re: Ich vermute eher

    Autor: marvster 11.10.13 - 11:41

    Gottes Zorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Sie machen es jedenfalls besser als Nestle. Die zwar am Anfang das Wasser
    > verschenken
    > aber im gegenzug die Tiefbrunnen plündern und später das Wasser teuer
    > verkaufen.
    > CocaCola verschenkt wenigstens das Wasser, gibt kostenlos Strom und fördert
    > eine
    > Microwirtschaft im Dorf die ein paar Leute ernährt. Ich denke neben
    > kostenpflichtiger Limo wird es dort auch lokale Güter des täglichen bedarfs
    > geben, über die der Betreiber des Kiosks selbst entscheiden kann was
    > verkauft wird und für wieviel.

    Coca Cola ist mindestens genau so schlimm wie Nestlè. Coca Cola ist der größte Wasserverbraucher weltweit, in jedem Entwicklungsland in dem sich Coca Cola wegen des Wassers niederlässt, hinterlässt der Konzer leere Brunnen.
    In Mexiko (Chiapas) hat Coca Cola sich die Wasserstellen der Region angeeignet und gibt Gönnerhaft "vergünstig" Coca Cola Produkte an die Bevölkerung ab; mit der Konsequenz dass vor Ort alle nur noch Cola trinken - mit allen gesundheitlichen Folgen. Eine Doppel-Win-Situation, aber nur für Coca Cola.

  10. Re: Ich vermute eher

    Autor: Gottes Zorn 11.10.13 - 11:43

    Anscheinend sind sie lernbereit und nicht lernresistent

  11. Re: Ich vermute eher

    Autor: marvster 11.10.13 - 11:48

    Gottes Zorn schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Anscheinend sind sie lernbereit und nicht lernresistent

    Es wird sicherlich 1 - 2 Vorzeige-Ekocenter geben, aber was Abseits vom Medienrummel passiert, werden erst die Dokus der nächsten paar Jahre zeigen. Szenarien gibt's ja viele, z,B:
    Ekocenter gegen Konzessionen der Trinkwasserquelle (10.000l Wasser an CC für ein 1l an die Bevölkerung) und exklusiver Verkauf von Produkten aus dem Hause CC und ausgewählten Partnern,

    Coca Cola ist sicherlich lernbereit, aber ich bezweifle ob dies zum Guten geschieht.

  12. Re: Ich vermute eher

    Autor: Gottes Zorn 11.10.13 - 11:51

    Zum Glück ist CC nicht der alleinige Förderer der Technik, da gibt es noch IBM und andere NGOs

  13. Re: Ich vermute eher

    Autor: Indubio80 11.10.13 - 12:03

    Hallo zusammen!

    Manchmal frage ich mich wirklich, wieso es ausschließlich in Deutschland so viele Leute mit einer solch überkritischen Einstellung gibt. Hierzulande ist es einfach nur schick, immer auf die bösen USA - oder noch besser - auf die bösen US-Konzerne zu schimpfen, ohne sich selbst mal zu fragen, was unsere ach so tolle BRD in der Welt denn zum Positiven verändert hat. Manchmal sind Wahrheiten - entgegen der weit verbreiteten deutschen Einstellung - doch recht einfach. Wenn diese Container die dort lebenden Menschen mit sauberem Trinkwasser und Strom versorgen, dann ist das einfach nur GUT. Ich jedenfalls habe in dem Beitrag nichts davon gelesen, dass da ein Soldat der Coca Cola nebendran stehen und die Leute mit 'nem Gewehr zum Kauf von Cola zwingen wird. Und außerdem: Gerade in Deutschland wird doch immer wieder gefordert, die Privatwirtschaft möge sich bitte an sozialen und gesellschaftlichen Problemlösungen beteiligen. Tut dies ein Unternehmen dann aber, wird gleich wieder die vermeintliche Verschwörung beweint. Und noch was: Wo liegt eigentlich das Problem, wenn sich die Leute dort tatsächlich die ein oder andere Cola kaufen und die Inhaberin des Containers daran auch etwas verdient? Ich halte das jedenfalls für eine gute Ergänzung zum klassischen Modell der Entwicklungshilfe, die es selbstverständlich auch geben muss.
    Diese in Deutschland weit verbreitete Problematik der pauschalen Generalkritik hat nur ein Gutes: In der Welt interessiert es sowieso keinen, was die Deutschen denken, auch wenn wir uns noch so moralisch und intellektuell überlegen fühlen. Wir sind es nicht....

  14. Re: Ich vermute eher

    Autor: booyakasha 11.10.13 - 12:34

    Lieber Indubio80

    Das nennt man nunmal Meinungsfreiheit und dafür sind wir in Europa auch alle sehr dankbar. Eine Prise Skepsis hat noch keiner Sache geschadet und wird auch in diesem Fall nicht fehl am Platze sein - schliesslich geht es um ein Projekt von Cocal-Cola (2. bzw 3. Wertvollste Marke der Welt) und um eine Technologie zur Trinkwassergewinnung von General Electrics. Beides sind weder Hilfsorganisationen, noch arbeiten Sie im Auftrag einer Regierung.
    Die Kritik ist folglich nicht unbegründet. Schliesslich hat uns die Vergangenheit gelehrt, dass Unternehmen, die wirtschaftlich denken oft die Wirtschaftlichkeit vor die Menschlichkeit stellen und somit nicht nur Land, sondern auch Leute ausbeuten.

    Der Artikel ist sehr vorsichtig formuliert, was ich begrüsse. Die Gratis-Dienstleistungen werden nicht genauer erläutert und andere "Dienste, wie die Schulung während des Handyladens wurden lediglich kurz aufgegriffen.
    Somit lässt der Artikel viel Freiraum zur Interpretation. Ich muss gestehen, dass auch meine Interpretation eher das Worst-Case-Szenario (Wasserquellen werden abgepumpt und optisch gesäubertes Wasser verkauft) eher zulässt, als NGO's die in Afrike Menschenleben retten, ohne diese Menschen auszubeuten.

  15. Re: Ich vermute eher

    Autor: Indubio80 11.10.13 - 13:05

    Liebe(r) booyakasha.

    In der Tat, Meinungsfreiheit ist eine wichtige Errungenschaft und als Grundrecht absolut unabdingbar. Deshalb habe ich mir die Freiheit genommen, diese - wie Du sie nennst - allgemeine "Skepsis" meinerseits mal kritisch zu hinterfragen. Man sollte die Grenze zwischen Skepsis und Unterstellung im Blick behalten. Mangels anderweitiger Anhaltspunkte könnte man ja im Gegenentwurf zu der von Dir beschriebenen allgemeinen Skepsis zunächst einfach mal positiv auf eine solche Sache reagieren. Wenn sich dann Fehlentwicklungen zeigen, kann (und sollte) man immernoch Kritik üben. Dieses Mahnen im Voraus - ohne konkreten Anlass - finde ich schade. Die dahinter stehende Grundhaltung zieht sich mittlerweile quer durch die Gesellschaft. Das Elektroauto wird entwickelt und in Deutschland rätselt man auf höchstem Niveau darüber, wie die Verkehrssicherheit trotz der dann nicht mehr vorhandenen Motorgeräusche gewährleistet werden kann. Das ist in der Tat eine wichtige Frage. Da können solch nebensächliche Dinge wie saubere Luft und geringere Lärmbelästigung in Städten natürlich leicht in den Hintergrund treten. Nur ein weiteres Beispiel.

  16. Re: Ich vermute eher

    Autor: thedna 11.10.13 - 13:41

    Ich kann Indubio80 nur zustimmen*.

    Um das mal weiter auszuführen, machen wir doch alle einfach mal ein Gedankenspiel:
    Jeder liest den Text jetzt nocheinmal und ersetzt dabei Coca-Cola durch : "Junge Studentin aus <hier beliebiges Entwicklungsland einfügen>.
    Wenn wir das nun alle gemacht haben, wird uns wohl schnell klar, dass wir das total toll finden.

    Warum aber nicht wenn Coca Cola das selbe macht?
    Das Brunnen argument kann es ja wohl nicht sein, sie werden keine Brunnen leeren, zumindest nicht mehr als sie sowieso geleert werden würden, schliesslich wird da nur Cola für die lokale Bevölkerung "hergestellt", und die müssten sowieso Wasser trinken.
    Also ist es nicht irgendwie heuchlerisch, wenn man Coca Cola schon vorher schon verurteilt, ohne nur weil in der Vergangenheit viele Konzerne, falsche/eigennützige Entscheidungen getroffen haben? Wäre es dann nicht fair, wenn ich euch alle (und mich auch) als Nazi abstemple? (Ja ich weiss es ist übertrieben, aber es hilft denke ich meinen Punkt besser zu verstehen).

    *mit Ausnahme, dass es nicht die US Konzerne sind, gegen die sich das richtet, sondern Konzerne im allgemeinen.

  17. Re: Ich vermute eher

    Autor: ah_rx 11.10.13 - 13:48

    thedna schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich kann Indubio80 nur zustimmen*.
    >
    > Um das mal weiter auszuführen, machen wir doch alle einfach mal ein
    > Gedankenspiel:
    > Jeder liest den Text jetzt nocheinmal und ersetzt dabei Coca-Cola durch :
    > "Junge Studentin aus .
    > Wenn wir das nun alle gemacht haben, wird uns wohl schnell klar, dass wir
    > das total toll finden.
    > ob
    > Warum aber nicht wenn Coca Cola das selbe macht?
    > Das Brunnen argument kann es ja wohl nicht sein, sie werden keine Brunnen
    > leeren, zumindest nicht mehr als sie sowieso geleert werden würden,
    > schliesslich wird da nur Cola für die lokale Bevölkerung "hergestellt", und
    > die müssten sowieso Wasser trinken.
    > Also ist es nicht irgendwie heuchlerisch, wenn man Coca Cola schon vorher
    > schon verurteilt, ohne nur weil in der Vergangenheit viele Konzerne,
    > falsche/eigennützige Entscheidungen getroffen haben? Wäre es dann nicht
    > fair, wenn ich euch alle (und mich auch) als Nazi abstemple? (Ja ich weiss
    > es ist übertrieben, aber es hilft denke ich meinen Punkt besser zu
    > verstehen).
    >
    > *mit Ausnahme, dass es nicht die US Konzerne sind, gegen die sich das
    > richtet, sondern Konzerne im allgemeinen.


    Wasser trinken wäre vollkommen okay. Hier geht es um die Verbreitung von Zucker und den daraus entstehenden Krankheiten und dem ganzen Verdien-Apparat des Kapitalismus.

    Ob und wen du als Nazi abstempeln willst, ist mir "Brause".


    Ich begrüße ein solches Vorhaben nur ohne der Massenvernichtungswaffe "Zucker".

    Nachtrag : den Amis geht das trinkbare Wasser aus, da Industrie (auch Coca-Cola) es verunreinigt haben und niemand es wieder in dem Maße aufbereitet, wie man es brauchen würde. Man dachte wohl, es sprudelt unendlich. Unter diesem Gesichtspunkt ist die Expansion in den einzigen Bereich der Welt, der noch keine Zuckerfolgekrankheiten hat umso verständlicher...und hier wird es als humanitäres Projekt verkauft.

    Richtig Coca-Cola hat bisher nur und ausschließlich an sich gedacht, da wird man natürlich jetzt nur an andere denken.
    Wie alt bist du bitte, dass du noch an den Weihnachtsmann glaubst? !



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.13 13:55 durch ah_rx.

  18. Re: Ich vermute eher

    Autor: booyakasha 11.10.13 - 14:38

    Indubio80 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Liebe(r) booyakasha.
    >
    > In der Tat, Meinungsfreiheit ist eine wichtige Errungenschaft und als
    > Grundrecht absolut unabdingbar. Deshalb habe ich mir die Freiheit genommen,
    > diese - wie Du sie nennst - allgemeine "Skepsis" meinerseits mal kritisch
    > zu hinterfragen. Man sollte die Grenze zwischen Skepsis und Unterstellung
    > im Blick behalten. Mangels anderweitiger Anhaltspunkte könnte man ja im
    > Gegenentwurf zu der von Dir beschriebenen allgemeinen Skepsis zunächst
    > einfach mal positiv auf eine solche Sache reagieren. Wenn sich dann
    > Fehlentwicklungen zeigen, kann (und sollte) man immernoch Kritik üben.
    > Dieses Mahnen im Voraus - ohne konkreten Anlass - finde ich schade. Die
    > dahinter stehende Grundhaltung zieht sich mittlerweile quer durch die
    > Gesellschaft. Das Elektroauto wird entwickelt und in Deutschland rätselt
    > man auf höchstem Niveau darüber, wie die Verkehrssicherheit trotz der dann
    > nicht mehr vorhandenen Motorgeräusche gewährleistet werden kann. Das ist in
    > der Tat eine wichtige Frage. Da können solch nebensächliche Dinge wie
    > saubere Luft und geringere Lärmbelästigung in Städten natürlich leicht in
    > den Hintergrund treten. Nur ein weiteres Beispiel.

    Und genau dieses Rätseln oder wie ich es nenne: "Denken" hilft Gefahren vorzeitig zu erkennen.
    Ein Gegenbeispiel: In einem Land wie den USA werden Entscheide voreilig und oftmals durch den Lobbyismus geprägt gefällt. So wird dort auch seit Jahren das weltweit umstrittene Fracking-Verfahren eingesetzt um nach Erdöl bzw Erdgas zu pumpen.
    In einem Land wie der Schweiz, wo alle Entscheide zig mal besprochen werden, ehe sie der öffentlichkeit vorgestellt werden und dann womöglich noch darüber abgestimmt werden kann, wäre so ein Verfahren nicht so leicht umsetzbar.
    Natürlich ist nicht jede Kritik konstruktiv, doch manchmal hilft es keine voreiligen Entscheide zu fällen.

    Ein anderes Beispiel:
    Ein Student möchte dem Land Kamerun etwas gutes tun und sammelt in Deutschland alte Fahrräder, richtet sie etwas her und sammelt Geld um die Räder nach Kamerun zu schicken. In Kamerun Steigen die Leute auf die neuen Drahtesel, beladen sie mit allerlei und bereits nach wenigen Tagen brechen einige Alu-Ramen (da zu wenig stabil), nach weiteren Tagen verdrecken Scheibenbremsen und nach einigen Wochen verrosten Kugellager. Was gut gemeint war, das hat nichts gebracht, denn der Kameruner hat weder die Werkzeuge noch die Ersatzteile um diese teilweisen Aluminum-Räder zu raparieren.

    Klar klingt es gut einem Entwicklungsland (hier geht es nicht mehr nur um Kamerun) sauberes Wasser, Strom oder Internet zur Verfügung zu stellen. Doch so lange man die Menschen nicht direkt miteinbezieht und versucht mit ihnen etwas zu erschaffen, wird jegliche Hilfe nur ein Tropfen auf den heissen Stein sein.
    Man könnte auch nach Afrika gehen und Brunnen ausheben, doch wenn man den Menschen nicht die nötigen Werkzeuge überlässt und zeigt, wie man sie anwendet, kann sogar diese Geste Probleme verursachen.

    Nun habe ich nur von Hilfsorganisationen gesprochen, die nicht an kommerziellem Erfolg interessiert sind.
    Wenn eine Firma wie Coca-Cola plötzlich beginnt die Aufgabe von Hilfswerken zu erfüllen, dann muss man als klar denkender Europäer doch einfach skeptischwerden.

  19. Re: Ich vermute eher

    Autor: Indubio80 11.10.13 - 14:47

    @ah_rx

    Also, dass den USA das Wasser ausgeht ist mir jedenfalls neu. Liegt aber wahrscheinlich an meiner Beschränktheit (Quelle/Nachweis?). Außerdem: Warst Du schon einmal in den USA? Das scheint bei den meisten unserer Landsleute, die sich so überkritisch äußern, nicht der Fall zu sein. Man beschränkt sich lieber auf die derzeit so angesagte pauschale USA-Kritik, in dem (vermeintlichen) Wissen, dass man als Deutscher so viel gebildeter ist und höher stehende moralische Werte vertritt, als die Amis. Da kann man sich doch echt gut dabei fühlen, auch wenn's mit der Realität nichts zu tun hat. Und im Übrigen: Ich denke, es ist doch etwas zu kurz gesprungen, wenn man Coca Cola die Schuld an Zuckerfolgeerkrankungen gibt. Dir ist schon klar, dass man in einem freien Land - und dazu zähle ich Deutschland - durchaus soviel "Brause" trinken darf, wie man selbst möchte. Oder kommst Du persönlich zum Kühlschrank-Check bei mir zu Hause vorbei? Und von Zucker als Massenvernichtungswaffe zu sprechen ist zwar rhetorisch interessant, aber auch nicht mehr. Spätestens wenn ich mir von Leuten wie Dir sagen lassen muss, was und wie viel davon ich essen oder trinken darf, wandere ich aus, und zwar in die USA. Aber wahrscheinlich lebst Du selbst ganz gut vom "Verdien-Apparat des Kapitalismus".....



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.10.13 15:05 durch Indubio80.

  20. Off Topic

    Autor: booyakasha 11.10.13 - 14:55

    Ach indubnio80.... Mit deinem lezten Satz hast du dich endgültig ins Abseits befördert. Alle Europäer leben ganz gut vom "Verdien-Apparat des Kapitalismus". Sogar die, die ihn kritisieren.

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