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technologie schneller als die gesellschaft

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  1. technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: emjay 12.10.13 - 10:44

    eigentlich doch eine tolle Sache, das uns die Maschinen die Arbeit abnehmen, dafür sind sie doch eigentlich gedacht oder? Das Problem ist aber, das unser Gesellschaftskonzept völlig veraltet ist und überhaupt nicht darauf ausgelegt. Stattdessen kreieren wir, da ja im Grunde nicht mehr genug Arbeit da ist, künstlich Arbeit, die oft überhaupt keinen Sinn macht und nichts produktives hervorbringt oder kulturelles. Und so kommt es, das wir anstatt weniger zu arbeiten, weil uns Maschinen ja die Arbeit abnehmen, im Gegenteil immer mehr arbeiten, um die Zinsen für Staatsschulden e.t.c. zu bezahlen.
    Das ist doch pervers, oder? Wir sollten uns mal darauf besinnen, was für Vorteile in der Industrialisierung bzw. Maschinisierung stecken und diese einfach mal aufgreifen anstatt weiter systemisch im 18. Jahrhundert zu leben. Wir können mehr Innovation hervorbringen, überlegen, wie wir den Planeten wieder gut behandeln können, es gibt viele Probleme zu lösen. Wir können mehr Energie in kulturelles Wachstum stecken. Oder auch einfach nur das Leben etwas mehr genießen und nicht diese völlig absurden 8 bis 12 Stunden am Tag arbeiten. Es ist eigentlich, theoretisch, ganz leicht möglich... Es müssen nur genug Leute kapieren und auch die sogenannten "Eliten" müssen mal verstehen, das sie nix davon haben, von ihrem übertriebenen Reichtum, wenn sie dafür in einem goldenen Käfig hocken müssen.

  2. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: it-boy 12.10.13 - 11:13

    Das mit der zukünftigen Arbeitszeit sehe ich genauso. Die Alternative wäre wohl (ist sie eigentlich schon, heißt nur noch nicht so und ist sehr demütigend dem Antragsteller gegenüber) Bürgergeld.

  3. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: f0x7c 12.10.13 - 11:32

    Wegen der Problematik wurde früher des öfteren schon eine s.g. Maschinensteuer diskutiert.
    Genau genommen müßte für jeden Arbeitsplatz der durch die Automatisierung entfällt Geld fließen um neue Arbeitsplätze zu ermöglichen.
    Dagegen lehnt sich die Industrie jedoch konsequent auf.
    Ich stimme Dir aber voll zu: Unser Gesellschaftsmodell ist veraltet, der Wettbewerb Mensch-Maschine absolut nicht fair.

  4. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Admiral Ackbar 12.10.13 - 11:37

    f0x7c schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Genau genommen müßte für jeden Arbeitsplatz der durch die Automatisierung
    > entfällt Geld fließen um neue Arbeitsplätze zu ermöglichen.

    Und das soll eine Lösung sein? Den Fortschritt ausbremsen, den Status quo länger hinnehmen, nur um das System künstlich am Leben zu erhalten?

    Die Lösung kann nicht die Besteuerung von Maschinen sein (was sowieso Quatsch ist, weil Maschinen keinen neuen Wert erschaffen, sondern nur vorher produzierten Wert übertragen; insofern kann diese Steuer gar nicht erhoben werden) – die Lösung kann nur die Abschaffung des Geldes sein, die Umsetzung einer Produktionsweise, in der der Sinn und Zweck allen Handels nicht die Erzielung von Profit ist, sondern die Befriedigung menschlicher Bedürfnisse.

  5. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Anarcho_Kommunist 12.10.13 - 11:44

    Geld abschaffen geht nicht, weil Geld als "Virtuelle Ware" im Produktionssystem auch als Informationseiheit dient um den Wert einer Ware zu bemessen und somit benötigt wird um eine gerechte Verteiliung der Waren auf logisch mathematischer Basis zu verwalten.

    Wenn schon Kommunismus dann so das alle den gleichen Geldbetrag erhalten und somit Gleichheit hergestellt wird. Das würde es dann allerdings auch notwendig machen das die Wirtschaft star-trek mäßig vollautomatisiert ist und alle nur noch ein BGE bekommen niemand aber mehr arbeiten muss.

    Also Zukunftsutopie, für die nähere Zukunft wäre die Realisierung eines Bürgergeldes schonmal ein wichtiger Schritt. Wobei das golbal betrachtet auch nicht einfach wird, siehe USA wo die Konservativen, Teaparty usw den Menschen selbst Krankenversicherung und Lebensmittelhilfe verweigern wollen, von einer Arbeitslosenversicherung ganz zu schweigen. Und die leute sind dann noch so doof und wählen diese Konservativen Menschenfeinde. Von daher, die Gesellschaft ist auf sowas nicht vorbereitet. Das muss hart, wenn nicht sogar revolutionär gegen die alten Eliten erkämpft werden und dazu fehlt derzeit die Bereitschaft.

  6. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Admiral Ackbar 12.10.13 - 11:54

    Anarcho_Kommunist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Geld abschaffen geht nicht, weil Geld als "Virtuelle Ware" im
    > Produktionssystem auch als Informationseiheit dient um den Wert einer Ware
    > zu bemessen und somit benötigt wird um eine gerechte Verteiliung der Waren
    > auf logisch mathematischer Basis zu verwalten.

    Da hat jemand aber Marx nicht gelesen… ;-) Der Wert einer Ware bestimmt sich nach der Arbeitskraft, die in ihr steckt. Geld ist viel mehr, als nur eine bloße „Informationseinheit“. Geld besitzt einen Fetischcharakter, Geld führt ein Eigenleben und Geld kann sich wie durch Zauberhand selbst vermehren (Stickwort Schulden). Insofern wird Geld nicht bis in alle Ewigkeit gebraucht.

  7. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Anarcho_Kommunist 12.10.13 - 12:10

    Naja Marx schreibt aber auch das Geld im Grunde als "Ware" seinen Wert aus seiner Funktion als Taschmittel bezieht. Selbst wenn die Menschliche Arbeit in Zukunft gegen null tendiert könnte denke ich der Wert des Geldes durch seine Funktion als reines Tauschmittel aufrecht erhalten werden.

    Solange man Waren nur mit Geld erwerben kann, also dem Geld was man z.B. durch das BGE ausgezahlt bekommt solange hat es dann eben auch den equivalenten Wert zu den Waren die man damit tauschen kann. Je mehr Waren verfügbar sind desto mehr Wert ist dann auch dieses Geld.

    (Gegenbeispiel DDR Mark oder Nordkoreanishcer Wong, diese Währungen waren nie was wert da man dafür bei leeren Regalen nicht viel eintauschen kann).

    Denke also eher das Geldwert und Produktivität der Wirtschaft irgendwie miteinander zusammen hängen. U.a auch der Grund warum Dmark, Euro, Franken, Pfund, usw mehr wert sind als afrikanische Währungen da die Wirtschaft die hinter diesen Währungen steht produktiver ist, also mehr Ware pro Geldeinheit produzieren kann.

    https://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/7/7c/Piratebanner3.png
    http://www.piratenpartei.de
    "Krieg ist Frieden; Freiheit ist Sklaverei; Unwissenheit ist Stärke"

  8. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Admiral Ackbar 12.10.13 - 12:19

    Aber warum? Warum sollte Geld auch in Zukunft noch als Tauschmittel genutzt werden, wenn wir gar nicht mehr tauschen müssen? Es wird die Produktion jener Waren angestoßen, für die sich die Menschen demokratisch entschiedenen haben. Zum Beispiel durch ein webbasiertes Online-Portal, auf dem die Menschen ihre Wünsche und Bedürfnisse artikulieren können: X-Tausend Arbeitsstunden in die Entwicklung und Produktion der nächsten Super-Ultra-HD-3D-Flachbildfernseher stecken, oder das Schienennetz massiv ausbauen, so dass Autos zunehmend obsolet werden.

    In solchen Produktionsverhältnissen wird auch Geld als Tauschmittel nicht mehr gebraucht. Wenn du unbedingt ein Maß für Tauschkraft haben möchtest, wären CO2-Debit-Karten die bessere Alternative. Jedem Menschen wird auf einem CO2-Konto ein bestimmter Betrag gutgeschrieben, der die Menge an CO2 repräsentiert, die der Mensch pro Jahr verbrauchen darf. Dieses CO2-Geld kann übertragen und verschenkt werden, verfällt aber irgendwann. CO2-intensive Produkte (Autos, Flugreisen, Technik) können mit dem CO2-Geld erworben werden, während Wohnen, Essen, Gesundheit, Bildung und Kultur immer kostenlos sind.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.10.13 12:20 durch Admiral Ackbar.

  9. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Grede 12.10.13 - 12:36

    Technologischer Fortschritt soll dem Menschen ja Arbeit abnehmen. Derzeit verläuft aber die Entwicklung so, dass nicht alle gleichmäßig davon profitieren, sondern ein paar zu 100% (Langzeitarbeitslose). Wir leben in einer Gesellschaft, die auf die Arbeitskraft von ca. 850.000 Menschen komplett verzichten kann. Eigentlich ist dies Positiv, aber diese Menschen werden an den Rand der Gesellschaft gedrängt und verachtet. Desweiteren werden die Arbeitszeiten der arbeitenden Bevölkerung immer länger. Das heißt für mich: 850.000 Arbeitslose kann sich unsere Gesellschaft doch nicht leisten, denn eigentlich dürfen Arbeitszeiten nicht steigen sondern nur sinken.

    Soweit das Gedankenmodel.

  10. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Anarcho_Kommunist 12.10.13 - 12:41

    Man kann in so einem System Geld auch als Stimme verstehen. Mit meinem Einkauf singnalisiere ich dem Produzenten bzw dem System das mehr von dieser Ware hergestellt werden soll. Somit hat Geld auch einen Kommunikationsfaktor welcher z.B. auch in einer vollautomatisierten Wirtschaft als Berechnungseinheit verwendet werden kann.

    Computer brauchen immer irgendwelche Zahlen um die Warenwirtschaft zu managen. Zudem wäre so auch eine gerechtere Verteilung gesichert, alle haben den Geldbetrag X zur Verfügung und können entscheiden wie sie ihn ausgeben wollen. Einfach nur Waren in den Supermarkt zu stellen und die Leute können sich "nach ihren Bedürfnissen" mitnehmen was sie wollen könnte dann eben auch dazu führen das die Waren irgendwo im Keller gehortet werden. Bzw dem System die Informationen fehlen welche Waren wo und in welcher Menge am meisten nachgefragt werden.

    D.h das Geld wäre somit dann demokratisiert, quasi eine Stimmkarte wo die leute ganz individualistisch bestimmen können was das System produzieren soll. Wenn man das ganze kollektiv demokratisch macht würde es eben die Mehrheit entscheiden, die minderheiten hätten aber dann kaum mehr Einfluss. Wenn alle durch das Geld diesen Einfluss ausüben können entsteht auch mehr Freiraum für subkulturen oder ungewöhnliche Projekte die in einer Massendemokratie nie chancen hätten eine notwendige Mehrheit zu erhalten.

    Geld würde da denke ich einfach mehr individuelle Freiheit schaffen auch außerhalb der Wünsche des Kollektivs etwas realisieren zu können. Denke das ist etwas was in den Staatssozialistischen Konzeptionen immer zu kurz kommt.

    https://wiki.piratenpartei.de/wiki/images/7/7c/Piratebanner3.png
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  11. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Anonymer Nutzer 12.10.13 - 12:47

    Die 850.000 Arbeitslosen(ob das stimmt, sei mal dahingestellt) sind Motivation genug für den arbeitenden Rest, auch mal länger zu arbeiten.
    Gäbe es keine Arbeitslosen(die "stille Reserve"), würde die Motivation("Arbeitsmoral") sinken und mit der Wirtschaft ginge es bergab(siehe DDR etc.).
    Das vergessen die Theoretiker hier im Thread...

  12. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: theuserbl 12.10.13 - 13:01

    Anarcho_Kommunist schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn schon Kommunismus dann so das alle den gleichen Geldbetrag erhalten
    > und somit Gleichheit hergestellt wird.

    Wie meinst Du daß, mit "alle den gleichen Geldbetrag erhalten"?

    Soll ein Firmenchef genauso viel/wenig verdienen, wie seine Putzfrau?
    Soll ein Arbeiter in einer Region Europas, wo die Lebenshaltungskosten gering sind, genauso viel verdienen, wie jemand, der in einer teureren Region lebt?
    Soll ein Mensch, der für seine Arbeit länger braucht, diese zu erledigen, den selben Stundenlohn bekommen, wie jemand, der diese Arbeit schnell verrichtet?

    Oder ist es doch eher, gleiche Bezahlung für gleiche verrichtete Arbeit.
    Dann verdient jemand, der 10 Stunden für seine Arbeit braucht, als Stundenlohn weniger, als jemand der es in 8 Stunden schafft. Dann lassen sich die Gehälter eines Chefs und die einer Putzfrau nicht vergleichen. Und das entspricht ungefähr dem, wo wir auch leben.

    Und Maschinensteuer?
    Die Maschinen wurden vorher gebaut, wo viele Steuern bei abfielen. Dann hat sie jemand gekauft, wo ebanfalls Steuern abfielen. Dagegen werden Arbeiter hingegen sozusagen gemietet.

    Grüße
    theuserbl

  13. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Anarcho_Kommunist 12.10.13 - 13:02

    Naja, die mangelnde Produktivität in der DDR war ja eher mehr die Folge technologischer Rückständigkeit. Die Ostblockdiktaturen haben riesige Resourcen in Militär und Geheimdienste investiert (auch im die eigene Bevölkerung zu unterdrücken) während kaum Resourcen für die modernisierung der Produktion zur Verfügung standen.

    So das dann 1990 immer noch Produkte (s. Trabant) produziert wurden die auf dem technischen Stand der 50er/60er jahre waren.

    Zudem wollte man im Real Exsitierenden Sozialismus ja keine Arbeitsplätze abbauen, vollbeschäftigung war ja Staatsziel. Also hat man eben auch nicht in Automatisierung und Robotik investiert so das die Wirtschaft dann immer weiter hinter dem Westen zurück geblieben ist.

  14. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Anarcho_Kommunist 12.10.13 - 13:52

    naja, das was ich meinte ist eher so ein Zukunftsblick in die vollautomatisierte Wirtschaft, davon sind wir ja noch ein stück entfernt.

    Für alle das gleiche würde nur gehen wenn niemand mehr Arbeiten muss weil es gar keine Arbeit mehr gibt. Aus heutiger sicht ist natürlich klar das jeder wo arbeitet auch mehr erhalten muss als ein nicht arbeitender. Alles andere wäre ja auch wieder irgendwie ungerecht.

    Diese totale Abschaffung jeder Ungleichheit wäre denke ich nur möglich wenn auch die Arbeit an sich überwunden ist. Utopie also.

  15. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: irata 12.10.13 - 14:33

    theuserbl schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Soll ein Firmenchef genauso viel/wenig verdienen, wie seine Putzfrau?
    Ja.

    > Soll ein Arbeiter in einer Region Europas, wo die Lebenshaltungskosten
    > gering sind, genauso viel verdienen, wie jemand, der in einer teureren
    > Region lebt?
    Ja.
    Wobei es dann keine Unterschiede der Lebenshaltungskosten gibt, weil alle das gleiche verdienen - siehe Punkt 1.

    > Soll ein Mensch, der für seine Arbeit länger braucht, diese zu erledigen,
    > den selben Stundenlohn bekommen, wie jemand, der diese Arbeit schnell
    > verrichtet?
    Ja.
    Es gibt dann auch keinen "Stundenlohn" mehr, weil alle das gleiche verdienen - siehe Punkt 1.

  16. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Slurpee 12.10.13 - 14:57

    Alf Edel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die 850.000 Arbeitslosen(ob das stimmt, sei mal dahingestellt) sind
    > Motivation genug für den arbeitenden Rest, auch mal länger zu arbeiten.
    > Gäbe es keine Arbeitslosen(die "stille Reserve"), würde die
    > Motivation("Arbeitsmoral") sinken und mit der Wirtschaft ginge es
    > bergab(siehe DDR etc.).
    > Das vergessen die Theoretiker hier im Thread...

    Ahja, Menschen können also nur produktiv sein, wenn sie eine Drohkulisse von Arbeitslosigkeit und der eignen Wertlosigkeit/Ersetzbarkeit im Nacken haben?

    Du hast ja ein tolles Menschenbild. Woher kommt das? Spiegelt das die Erfahrungen in deinem Bekanntenkreis wieder? So gleich und gleich gesellt sich gern?



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.10.13 14:57 durch Slurpee.

  17. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: redmord 12.10.13 - 15:27

    Alf Edel schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gäbe es keine Arbeitslosen(die "stille Reserve"), würde die
    > Motivation("Arbeitsmoral") sinken und mit der Wirtschaft ginge es
    > bergab(siehe DDR etc.).

    Du steckts noch immer in der Skalverei, Keule.

    Meiner Meinung nach wäre genau das Gegenteil der Fall. Wenn ich den Menschen die Möglichkeit schaffe sich selbst zu verwirklichen, Dinge zu tun für die sie sich interessieren, was sie begeistert, ihre Träume zu leben und zwar dort wo sie für sich ihren Platz sehen. Dann schaffe ich ein ganz anderes Niveau an Motivation, sozialen Zusammenhalt, kultureller Entwicklung, Kreativität, Entwicklung usw. Wenn ich weiß, dass ich die restlichen drei Tage sorgenfrei mit Freunden an Projekten arbeiten kann oder ähnliches, dann habe ich vielleicht auch die Motivation jetzt zwei Tage Müll zu sammeln, Bus zu fahren, eine Auffahrt zu pflastern oder Menschen zu pflegen und meiner Umwelt was gutes zu tun, was zurück zu geben. Ganz einfach auch weil sich der Ryhtmus sich ändert.

  18. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: Slurpee 12.10.13 - 15:42

    Leute zu finden, die die notwendigen Arbeiten verrichten, ist imho nicht mal das Problem; die meisten werden nur einfach zu schlecht dafür bezahlt, weil der Reichtum, den sich die Menschheit durch Technologie und dergleichen angeeignet hat, nicht gerecht verteilt wird; weil es zu viele Menschen gibt, die nicht nur alles haben wollen, nein, die es brauchen, dass andere wenig/nichts haben, um wirklich glücklich zu sein.

  19. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: 9maldumm 12.10.13 - 16:03

    zum glück bleiben träume meist schäume

  20. Re: technologie schneller als die gesellschaft

    Autor: redmord 12.10.13 - 16:50

    Das ist ein Problem gesellschaftlicher Werte und Normen. Uns wurde seit Generationen eingebläut, wer keine Arbeit hat und vom Staat lebt sei ein Sozialschmarotzer. Seit nunmehr 10 Jahren gehen wir auch auf bürokratischer Ebene so mit ihnen um. Die haben sich zu bewegen, ganz gleich in welche Richtung, Vermittelbarkeit oder auch Sinn. Sonst wird ihnen alles derart zusammgen gestrichen, dass sie sich neben ihrer Mietswohnung im sozialen Randgebiet gerade noch genug Nudeln, Kartoffel oder Reis leisten können, und andere mit Eigenheim, BMW auf der Auffahrt, zwei Urlaubsreisen im Jahr usw. geben dazu noch Applaus, weil das Gesocks denen ja nur auf der Tasche liegen würde.
    Auf der anderen Seite schlägt der zunehmende Stress durch Sinn und Unsinn immer härter zu und die Volksdepression, der Burnout, macht sich breit.

    In unserer Konsumgesellschaft definieren wir uns zu sehr über die Güter, die wir verwalten und viel zu wenig ob uns wirklich gut geht. Wir belasten uns zu viel mit Verpflichtungen an denen unsere Exsitenz abhängt. Mit uns meine ich nicht nur das Individuum selbst, sondern auch der gesellschaftliche Körper um das Individuum herum.

    Wenn ein neues Gesellschaftsmodell eine Art Entschleunigung mit sich bringt, wodurch vielleicht ein wenig Fortschritt eingebüßt würde, dann sehe ich auch darin viele positive Aspekte.

    Zu dem Punkt der notwendigen Arbeit: Vielleicht würden wir uns auch mehr Gedanken darum machen diese Arbeit zu vermeiden, weil wir uns grundsätzlich eher dahin entwickeln könnten uns so zu verhalten wie wir es auch von anderen erwarten. Schließlich wären wir sozial und nicht ökonomisch getrieben.

    Im Grunde ist doch jedem aufgewecktem Schüler klar, dass unser aktuelles Gesellschaftsmodell extrem weit von einem Ideal entfernt ist, das wir wählen würden.

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