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  5. › MySQL-Fork: MariaDB 10.0 Beta steht…

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    Autor: teenriot 10.11.13 - 17:05

    Ich arbeitete beruflich mit Oracle, bin aber kein DB-Experte und oft frustriert vor allem wenn's um Geo-Daten geht.

    Wär nett wenn wenn ihr eure Favorit-DB's nennt für:
    1) SQL
    2) NO-SQL
    3) Geo-Daten

  2. Re: Frage

    Autor: lube 10.11.13 - 17:26

    1) SQL : MariaDB
    2) NO-SQL : Hängt vom DB Typ ab: https://de.wikipedia.org/wiki/NoSQL#Architektur
    3) Geo-Daten: ka

  3. Re: Frage

    Autor: stoneburner 10.11.13 - 18:53

    1) SQL: PostgreSQL - hat mehr funktionen als MySQL + Derivate, hält sich an den SQL std.
    2) NO-SQL: MongoDB hat sich bewährt
    3) Geo-Daten: wenig daten: PostGIS, viele Daten; MongoDB (hat geo funktionen)

  4. Re: Frage

    Autor: elmariachi111 10.11.13 - 21:08

    Mongo. Ich liebe es, nutze es aber nicht in hoch skalierter Form. Die Geodatenfunktionen sind göttlich, die Bedienung nach einiger Einarbeitung ziemlich einleuchtend und dank integriertem Mapreduce auch für komplexe Aggregationskriterien sehr praktisch. Habe gehört, dass größere Installationen aber durchaus Probleme in der Praxis machen, die eher nach Bugs als nach architekturellen Schwächen klingen - und da hilft der Support der Firma hinter MongoDB sicherlich gerne weiter :)

    SQL: MySQL ist gegenüber Oracle in der Steinzeit (wenn man PL/SQL als praktisches Tool denn als undurchschaubare Logikschicht auf der Datenbenk begreift). Wenn Du nach Features suchst, die nahe an Oracle rankommen, halte ich PostgreSQL für eine interessante Alternative, ansonsten ist MariaDB (wie Golems Artikel sehr schön zusammenfasst) das bessere MySQL.

    Ich hatte Oracle DB unter hoher Last bei einem Konzern im Einsatz und ich war vom ersten Tag an erstaunt, dass es da im SQL weder LIMIT noch REPLACE gibt und GROUP BYs nicht implizit extended werden. Alleine das war für mich ein Grund, diese Engine zu hassen (funktionale Indizes und der frei konfigurierbare Fulltext-Indexer haben das aber wieder halbwegs wettgemacht ;) )

  5. Re: Frage

    Autor: DerVorhangZuUndAlleFragenOffen 11.11.13 - 00:10

    teenriot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich arbeitete beruflich mit Oracle, bin aber kein DB-Experte und oft
    > frustriert vor allem wenn's um Geo-Daten geht.
    >
    > Wär nett wenn wenn ihr eure Favorit-DB's nennt für:
    > 1) SQL
    > 2) NO-SQL
    > 3) Geo-Daten

    1) Ich bin ein großer Freund des MS-SQL-Server weil man den als Portable-Datenbank (Compact Edition), für Umsonst für die Toolenwicklung (Express Edition) und als Enterprise Variante (alle kommerziellen Versionen) stets gleich einbinden kann. Im Vergleich zu Oracle ist er ebenfalls Feature-Complete und das Lizenzmodell scheint inzwischen auch meiner Firma immer besser zu gefallen als das von Oracle (welches IMHO eine Frechheit ist!). Einer der gewaltigsten Pluspunkte des MS-SQL-Server ist aber das sog. MS-SQL-Server-Mangement-Studio. Bei Oracle muss man sich da mit Tools von Drittherstellern behelfen. Auf MariaDB bin ich erst vor Kurzem gestoßen. Von den Features her sticht es in jedem Fall MySQL. Aber weil ich das nur für meine Homepage nutze und es noch kein "XAMPP" gibt, wo das M für Maria steht, bleibe ich vorerst bei MySQL. Sollte mein Hoster aber einen Wechsel wagen wollen, wäre ich sofort dabei. Mittelfristig wird MySQL aufgrund der Abwanderung von Entwicklern zu MariaDB immer langsamer weiterentwickelt werden. Selbiges hat man schon bei OpenOffice <> LibreOffice gesehen.

    2) Beruflich bin ich damit noch nicht in Kontakt gekommen. Für private Bastelprojekte habe ich mir Mongo mal angeschaut. Macht einen soliden Eindruck. Vor allem, dass man die Daten direkt als JSON-Objekte ausspucken kann gefällt mir recht gut.

    3) Brauche ich nicht. Wenn ich meine Location wissen will, rufe ich in der amerikanischen Botschaft an. ;-)

  6. Danke

    Autor: teenriot 11.11.13 - 01:19

    für die Antworten.

    Oracle ist der Graus.
    Buggy (jedenfalls bei Geo-Daten),
    Tools als hätten wir 1980,
    teilweise langsam
    und vor allem teuer.

    Wird Zeit sich nach Alternativen umzuschauen.
    Ich hab Postgres privat installiert, als Poker-Datenbank und muss sagen das allein das Management-Tool die Frage aufkommen lässt warum Oracle viel Geld kostet und Postgres nicht.

    Nur, wer überzeugt die Geschäftsebene?



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 11.11.13 01:29 durch teenriot.

  7. Re: Danke

    Autor: Anonymer Nutzer 11.11.13 - 02:26

    Meist funktioniert "Die Konkurrenz ist auch gerade am umsteigen"

  8. Re: Danke

    Autor: elgooG 11.11.13 - 08:21

    teenriot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > für die Antworten.
    >
    > Oracle ist der Graus.
    > Buggy (jedenfalls bei Geo-Daten),
    > Tools als hätten wir 1980,
    > teilweise langsam
    > und vor allem teuer.
    >
    > Wird Zeit sich nach Alternativen umzuschauen.
    > Ich hab Postgres privat installiert, als Poker-Datenbank und muss sagen das
    > allein das Management-Tool die Frage aufkommen lässt warum Oracle viel Geld
    > kostet und Postgres nicht.
    >
    > Nur, wer überzeugt die Geschäftsebene?

    Also ich möchte dir ja nicht zu nahe treten, aber ich hoffe du entscheidest nicht wirklich danach, was für Vorlieben hier im Forum existieren. Ich bevorzuge zwar auch MariaDb und CouchDb, würde aber natürlich selbst MS SQL verwenden, wenn es die Anforderungen eben erfordern und zur besseren Lösung machen. (MSSQL kann man zB auch Schmalspur-Admins die nur Windows und Klicki-Bunti kennen in die Hand geben, ohne dass diese die DB schon zerstören bevor man das Gebäude verlassen hat.)

    "Das Golem-Forum rät zu..." wird deine Geschäftsebene sowieso nicht überzeugen. :p Aber von Oracle abzuraten ist auch keine Hexerei. Man muss nur den Preisunterschied nennen. Sobald es um Geldeinsparungen geht (am besten kombiniert mit einer möglichst häufigen Verwendung des Wortes "nachhaltig") schalten sich in der Führungsetage sowieso alle Köpfe aus.

    Oracle ist keinesfalls etwas mit dem man sich nebenbei beschäftigt. Die DB ist weder buggy noch langsam, aber eben zickig ohne Ende, wie du sicher schon bemerkt hast. Viele fluchen darüber, aber meist liegt es daran, dass sie die Eigenheiten der DB eben nicht kennen. Teuer ist sie aber ohne Zweifel. Die kostenlose Variante ist leider zu stark eingeschränkt, als dass sie für den produktiven Betrieb brauchbar wäre. (Vor allem bei der Konkurrenz)

    Bei Geodaten bin ich leider auch etwas überfragt. Das scheint jede DB irgendwie zu können, aber wirklich gut darin scheint (noch) keine zu sein. Andererseits lassen sich Geodaten ja auch speichern, ohne das die DB spezielle Funktionen dafür bereitstellen muss. Für die meisten Auswertungen kommt man meist mit Stored Procedures auch sehr gut voran.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.11.13 08:24 durch elgooG.

  9. Re: Danke

    Autor: teenriot 11.11.13 - 11:48

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > teenriot schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > für die Antworten.
    > >
    > > Oracle ist der Graus.
    > > Buggy (jedenfalls bei Geo-Daten),
    > > Tools als hätten wir 1980,
    > > teilweise langsam
    > > und vor allem teuer.
    > >
    > > Wird Zeit sich nach Alternativen umzuschauen.
    > > Ich hab Postgres privat installiert, als Poker-Datenbank und muss sagen
    > das
    > > allein das Management-Tool die Frage aufkommen lässt warum Oracle viel
    > Geld
    > > kostet und Postgres nicht.
    > >
    > > Nur, wer überzeugt die Geschäftsebene?
    >
    > Also ich möchte dir ja nicht zu nahe treten, aber ich hoffe du entscheidest
    > nicht wirklich danach, was für Vorlieben hier im Forum existieren. Ich
    > bevorzuge zwar auch MariaDb und CouchDb, würde aber natürlich selbst MS SQL
    > verwenden, wenn es die Anforderungen eben erfordern und zur besseren Lösung
    > machen. (MSSQL kann man zB auch Schmalspur-Admins die nur Windows und
    > Klicki-Bunti kennen in die Hand geben, ohne dass diese die DB schon
    > zerstören bevor man das Gebäude verlassen hat.)

    Natürlich entscheide ich nicht rein nach dem Forum. Ich wollte halt nur die Vorlieben einiger Nutzen wissen um weitergehend zu recherchieren. Mongo hatte ich ich zum Beispiel nicht auf dem Plan.


    > Oracle ist keinesfalls etwas mit dem man sich nebenbei beschäftigt. Die DB
    > ist weder buggy noch langsam, aber eben zickig ohne Ende, wie du sicher
    > schon bemerkt hast. Viele fluchen darüber, aber meist liegt es daran, dass
    > sie die Eigenheiten der DB eben nicht kennen. Teuer ist sie aber ohne
    > Zweifel. Die kostenlose Variante ist leider zu stark eingeschränkt, als
    > dass sie für den produktiven Betrieb brauchbar wäre. (Vor allem bei der
    > Konkurrenz)

    Bei Geo-Daten ist Oracle buggy.
    Spätestens wenn es nur noch 'interner Fehler' heißt ist das offensichtlich.
    Aufwändigen Flächenverschneidungen sind ein Glücksspiel.
    Und Oracle ist auch langsam teilweise.
    Das merkt man daran das komplexe verschachtelte Abfragen manchmal etlichen Minuten dauern, während das händische Zerlegen und Abspeichern der Unterabfragen in temporäre Tabellen eine Sekundensache ist. Ich habe absolut kein Vertrauen mehr in den Ausführungsplan. Da passieren so Sachen das das Hinzufügen einer ganz simplen Where-Bedingung die Ausführung um Größenordnungen verlangsamt.
    Anderes Beispiel bei Geodaten: Komplexe select-Anweisung mit Geo-Daten-Filter - 10 Minuten, aber als PL/SQL-funktion mit händischem Bounding-Box-Schnelltest: - ein paar Sekunden.

  10. Re: Danke

    Autor: elgooG 11.11.13 - 15:51

    teenriot schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bei Geo-Daten ist Oracle buggy.
    > Spätestens wenn es nur noch 'interner Fehler' heißt ist das
    > offensichtlich.
    > Aufwändigen Flächenverschneidungen sind ein Glücksspiel.
    > Und Oracle ist auch langsam teilweise.
    > Das merkt man daran das komplexe verschachtelte Abfragen manchmal etlichen
    > Minuten dauern, während das händische Zerlegen und Abspeichern der
    > Unterabfragen in temporäre Tabellen eine Sekundensache ist. Ich habe
    > absolut kein Vertrauen mehr in den Ausführungsplan. Da passieren so Sachen
    > das das Hinzufügen einer ganz simplen Where-Bedingung die Ausführung um
    > Größenordnungen verlangsamt.
    > Anderes Beispiel bei Geodaten: Komplexe select-Anweisung mit
    > Geo-Daten-Filter - 10 Minuten, aber als PL/SQL-funktion mit händischem
    > Bounding-Box-Schnelltest: - ein paar Sekunden.

    Cursor unter vorkompiliertem PL/SQL sind natürlich schneller als simple Select-Abfragen. Kann es einfach nur daran liegen?
    Wie bereits erwähnt, arbeite ich aber nicht besonders viel mit Geo-Daten. Bisher reichten einfache Auswertungen die ich auch ohne explizite Unterstützung durch die Datenbank machen konnte. Vielleicht hat Oracle auch in den letzten Jahren nachgelassen.

    Kann Spuren von persönlichen Meinungen, Sarkasmus und Erdnüssen enthalten. Ausdrucke nicht für den Verzehr geeignet. Ungelesen mindestens haltbar bis: siehe Rückseite

  11. Re: Danke

    Autor: teenriot 11.11.13 - 16:09

    elgooG schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > teenriot schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Bei Geo-Daten ist Oracle buggy.
    > > Spätestens wenn es nur noch 'interner Fehler' heißt ist das
    > > offensichtlich.
    > > Aufwändigen Flächenverschneidungen sind ein Glücksspiel.
    > > Und Oracle ist auch langsam teilweise.
    > > Das merkt man daran das komplexe verschachtelte Abfragen manchmal
    > etlichen
    > > Minuten dauern, während das händische Zerlegen und Abspeichern der
    > > Unterabfragen in temporäre Tabellen eine Sekundensache ist. Ich habe
    > > absolut kein Vertrauen mehr in den Ausführungsplan. Da passieren so
    > Sachen
    > > das das Hinzufügen einer ganz simplen Where-Bedingung die Ausführung um
    > > Größenordnungen verlangsamt.
    > > Anderes Beispiel bei Geodaten: Komplexe select-Anweisung mit
    > > Geo-Daten-Filter - 10 Minuten, aber als PL/SQL-funktion mit händischem
    > > Bounding-Box-Schnelltest: - ein paar Sekunden.
    >
    > Cursor unter vorkompiliertem PL/SQL sind natürlich schneller als simple
    > Select-Abfragen. Kann es einfach nur daran liegen?
    > Wie bereits erwähnt, arbeite ich aber nicht besonders viel mit Geo-Daten.
    > Bisher reichten einfache Auswertungen die ich auch ohne explizite
    > Unterstützung durch die Datenbank machen konnte. Vielleicht hat Oracle auch
    > in den letzten Jahren nachgelassen.

    Cursor erklären nicht den Unterschied in Größenordnungen.
    Der Witz ist aber das ich bei meinem Beispiel dynamisches SQL in der Funktion generiere.

    Merkwürdige Effekte treten nicht nur bei Geo-Daten auf.
    Wie gesagt wenn's wirklich verschachtelt und komplex wird, dann ist der Ausführungsplaner keinen Pfifferling wert. Das beste ist immer noch einen "eigenen" Ausführungsplan zu machen und temporäre Tabellen zu erzeugen bzw. Funktionen zu schreiben. Nur wofür brauche ich dann eine exorbitant teure Datenbank, wenn ich selbst zur Hand gehen muss? Ich habe manchmal das Gefühl das die Oracle-"Optimierungen" in einigen Situationen alles extrem verschlimmert und das das ganze "nicht optimiert" schneller wäre .

    Beim Filtern von Geo-Daten habe ich außerdem das dumme Gefühl das es keine Vorab-Schnelltests in den Funktionen gibt, was lächerlich wäre.

    Dann der Dummmist mit Java.
    Mysql eingekauft und Stillstand ist.
    ....

    Oracle ist für mich das schlimmste IT-Unternehmen.
    Da kommt selbst Apple nicht ran.

    Ich frage mich manchmal ob die ihre eigene Software verwenden.
    Das ist alles so am Enduser vorbei in Sachen konform...

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