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IT-Admin-Trottels stellen hier eigene fachliche Kompetenz in Frage! Wollt Ihr das wirklich?

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  1. IT-Admin-Trottels stellen hier eigene fachliche Kompetenz in Frage! Wollt Ihr das wirklich?

    Autor: Oplity 20.01.14 - 16:24

    Was hilft es hier wild über die „wahren Interessen“ der Chinesen und ihrem COS zu spekulieren?! Die echten Beweggründe werden wir sowieso nicht erfahren. Außer es wird ggf. irgendwann einmal einen chinesischen Whistleblower geben.
    Genauso finde ich manche hier doch sehr diffamierenden und abwertenden Kommentare zu den hiesigen Kompetenzen im Bezug auf D und Europa mehr als unsachlich, unangebracht und völlig ungerechtfertigt! Manch einer von den (angeblichen) IT-Admins, der so argumentiert, der bezieht sich im Umkehrschluss selbst mit ein und stellt damit seine eigene fachliche Kompetenz in Frage!
    Na? Wollt Ihr das wirklich? Erst die Synapsen aktivieren und dann die Kehlkopfmuskeln!

    Meine Meinung ist:
    1. Die digitalen Ressourcen in so einer Form zum Schutz und im Interesse eines Landes zu nutzen, ist keineswegs irrelevant. Dazu hat prinzipiell jeder Staat das Recht. Egal ob er nun eine westlich demokratische, monarchistische, theologische oder was auch immer geartete polit. Grundordnung hat. In wieweit das mit Netzneutralität, unseren politisch sozialen Werteverständnis moralisch und rechtsstaatlich vereinbar ist, das sind ganz andere Themen!
    2. Eine Monopolstellung einzelner Unternehmen oder Staaten, war zu keiner Zeit zu akzeptieren und ist zu verhindern, da Markt- oder Weltbeherrschend. (Ja, ich weiß! Ein Superlativ, was übertrieben klinkt, in der Menschheitsgeschichte aber nun nicht nur einmal vorgekommen ist und vorkommt!)
    3. Europa und besonders D hat/hätte die Manpower und die ausgezeichneten Kompetenzen für ein gleichgeartetes Projekt. Unsere Unis sind bspw. voll davon und auch in den Firmen der Branche sind garantiert nicht nur Trottels. Nur ein Bsp.: Prof. Dr. Karlheinz Brandenburg
    4. Europa, als politisches Konstrukt, sollte zwar im Falle dessen, was ich begrüßen würde, die treibende Komponente aber es sollte nicht federführend sein. Das ist auch nicht notwendig. Eine ggf. multi-europäische Distri auf Opensource-Basis, stellt angesichts der enormen Flexibilität der Selben kein Problem dar und könnte von jedem Mitgliedsstaat unproblematisch individuell angepasst werden.
    5. Inkompatibilitäten zu anderen OS sind im Grunde kein Thema, da Unix/Linux ja nun nicht erst neu erfunden werden muss und diverse Lösungen schon lange existieren.

    Fazit:
    Wo liegt also das Problem? Die Chinesen sind schlicht und ergreifend cleverer als wir Europäer! Die müssen nicht vor ihren „Partnern“ kuschen. Es wird höchste Zeit, dass wir Europäer in die Puschen kommen und nicht nur über unsere mächtig(en) neugierigen Partnern zetern und auf Besserung derer hoffen! Sind wir digital weitestgehend autark, dann haben wir auch eine bessere Position denen gegenüber! Ost wie West.

  2. Re: IT-Admin-Trottels stellen hier eigene fachliche Kompetenz in Frage! Wollt Ihr das wirklich?

    Autor: vistahr 20.01.14 - 16:52

    Ich habe Ihren Beitrag gelesen und frage mich: "Was möchte mir der Autor mitteilen".

    Vorweg:
    Spekulationen sind und bleiben immer im Konjunktiv. Eine Diskussion zeichnet sich auch nicht daraus aus, eine Lösung zu finden, oder ein Geheimnis zu lüften. Es geht ganz einfach darum ein Thema aufzuarbeiten - neue Sicht- / Denkweisen zu bekommen, oder einfach die (Konträre) Meinung anderer Leute zu hören. Dies kann vereinzelt Fragen lösen, aber auch neue Fragen ergeben - was durchaus positiv ist, auch wenn diese nicht "beantwortbar" sind. In dem Spruch "Wer nicht fragt, bleibt dumm", steckt viel Wahrheit!

    Zu Punkt 1:
    Welche digitalen Ressourcen und welchen Schutz vor wem oder was ist hier gemeint?

    Punkt 2:
    Ein staatliches Monopol ist genauso unerstrebenswert wie ein privates!

    Punkt 3 / 4:
    Mit Sicherheit. Die Frage ist, wer möchte so ein Projekt? Man würde hier in die freie Marktwirtschaft eingreifen, ist dies denn gewollt? Wenn ja, auf europäischer Ebene? Kann funktionieren - siehe EADS.
    Wird aber dann von jedem mitfinanziert. Was sagt die Konkurrenz dazu? zudem muss es dann auch weitere großflächig geförderte IT! EU Projekte geben.

    Punkt 5:
    Korrekt.

    Mein Fazit:
    Mit Cleverness hat das nichts zu tun. Ein Staat sollte so wenig wie möglich in die freie Marktwirtschaft eingreifen und hat aktuell in diesem Sektor nichts zu suchen!

  3. Re: IT-Admin-Trottels stellen hier eigene fachliche Kompetenz in Frage! Wollt Ihr das wirklich?

    Autor: bofhl 20.01.14 - 16:53

    Und was mal wieder einige vergessen:
    China hat es tatsächlich geschafft eigene Chip-Entwicklung (ShenWei) auf die Beine zu stellen und damit einen echten Supercomputer (Sunway Blue Light - aktuell Position 40), der seinen Namen verdient zu entwickeln!

    Und ein Supercomputer mit Intel-Xeon-Chips in Guangzhou ist derzeit der schnellste Rechner der Welt (Tianhe-2 (MilkyWay-2) - Stand November 2013)

  4. Re: IT-Admin-Trottels stellen hier eigene fachliche Kompetenz in Frage! Wollt Ihr das wirklich?

    Autor: Oplity 20.01.14 - 17:54

    vistahr schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe Ihren Beitrag gelesen und frage mich: "Was möchte mir der Autor
    > mitteilen".
    A) Meine ganz perl. Meinung, falls Interesse daran besteht.

    >
    > Vorweg:
    > Spekulationen sind und bleiben immer im Konjunktiv. Eine Diskussion
    > zeichnet sich auch nicht daraus aus, eine Lösung zu finden, oder ein
    > Geheimnis zu lüften. Es geht ganz einfach darum ein Thema aufzuarbeiten -
    > neue Sicht- / Denkweisen zu bekommen, oder einfach die (Konträre) Meinung
    > anderer Leute zu hören.
    Richtig! Genau aus dem Grund habe ich hier versucht, na sagen wir mal, mit einer etwas provozierenden Überschrift andere dazu zu animieren mit mir zu kommunizieren! Und mit was? Mit Erfolg! ;) Rhetorische Belehrungen über Sinn u/o Unsinn eines (konträren) Meinungsaustausches lagen mir dabei fern und sicher auch nicht in deinem Sinne! Oder?

    > Dies kann vereinzelt Fragen lösen, aber auch neue
    > Fragen ergeben - was durchaus positiv ist, auch wenn diese nicht
    > "beantwortbar" sind. In dem Spruch "Wer nicht fragt, bleibt dumm", steckt
    > viel Wahrheit!
    Grundsätzlich kann man versuchen Fragen zu beantworten. Ob die Antworten letztendlich befriedigend sind, ist dann ntrl. offen.


    > Zu Punkt 1:
    > Welche digitalen Ressourcen und welchen Schutz vor wem oder was ist hier
    > gemeint?
    Na, das ergibt sich doch aus der Thematik des Artikels. Am besten noch mal durchlesen!

    > Punkt 2:
    > Ein staatliches Monopol ist genauso unerstrebenswert wie ein privates!
    Da bin ich ja ganz bei dir! Siehe oben!

    > Punkt 3 / 4:
    > Mit Sicherheit. Die Frage ist, wer möchte so ein Projekt? Man würde hier in
    > die freie Marktwirtschaft eingreifen, ist dies denn gewollt?
    Es ist eine der grundsätzlichen Aufgaben des Gesetzgebers regulativ die "freie Marktwirtschaft" zu steuern u. ggf. zu sanktionieren. Wer will schon einen wilden Löwen in einer Menschenmenge 'frei' lassen. Nicht der "Markt" darf im Fokus der Gesellschaft stehen. Der Mensch und nur der Mensch ist primär der wichtigste Faktor eines gesellschaftlich funktionierenden Konstruktes!

    > Wenn ja, auf
    > europäischer Ebene? Kann funktionieren - siehe EADS.
    > Wird aber dann von jedem mitfinanziert. Was sagt die Konkurrenz dazu? zudem
    > muss es dann auch weitere großflächig geförderte IT! EU Projekte geben.
    Sicher kostet das Geld! Keine Frage!
    Und genau, das wäre das Ziel: ein großflächiges EU-IT-Projekt mit einer klaren Zielstellung- die größtmögliche autake europainterne Konformität des IT-Sektors und der sich daraus ergebenden Stabilität und größtmöglichen Sicherheit der IT-Infrastruktur!
    Inwieweit das auf ein fiktives EU-OS-Projekt zu projizieren ist, steht natürlich zur Diskussion.
    Ob jemand solch ein Projekt möchte, würde ich mal mit spekulativer Überzeugung bejahen! Ich kenne min. 6 User, die das Fehlen schon lange kritisch bemängeln.(Sind erst einmal nicht viele, aber immerhin!)

    > Punkt 5:
    > Korrekt.
    >
    > Mein Fazit:
    > Mit Cleverness hat das nichts zu tun.
    Doch, ist es! Die USA/NSA macht es uns gerade mehr als deutlich vor! Der "Patriot-Packt" hat denen den Weg dazu geöffnet. Die haben jetzt nicht nur ganz D/EU in ihrer Datenbank, die haben da sogar den NOT-AUS für uns!^^!

    > Ein Staat sollte so wenig wie möglich
    > in die freie Marktwirtschaft eingreifen und hat aktuell in diesem Sektor
    > nichts zu suchen!
    Der Staat nutzt ihn wie alle anderen auch und somit ist er im Rahmen geltenden Rechts verpflichtet diesen Sektor zum Schutz und im Interesse des Staates zu bewerten und ggf. (leider) auch zu regulieren. Ist das Recht mangelhaft, in welcher Form auch immer, dann ist der Gesetzgeber in der Pflicht. Der wiederum wird durch den Souverän (u.a. Du und ich :)) gewählt und dazu verpflichtet.
    So, wie du schon treffend bemerktest: Nun ergibt sich die nächste existenzielle Frage. Haben wir gewählt und wenn ja, wen? Und können die das dann auch?
    Und ich wiederhole mich:
    Es ist eine der grundsätzlichen Aufgaben des Gesetzgebers regulativ die "freie Marktwirtschaft" zu steuern u. ggf. zu sanktionieren. Wer will schon einen wilden Löwen in einer Menschenmenge 'frei' lassen. Nicht der "Markt" darf im Fokus der Gesellschaft stehen. Der Mensch und nur der Mensch ist primär der wichtigste Faktor eines gesellschaftlich funktionierenden Konstruktes!
    Auch in der Wirtschaft und ergo auf dem "Markt" gelten Regeln, ohne die nichts, aber auch gar nichts funktionieren würde.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 20.01.14 18:03 durch Oplity.

  5. Re: IT-Admin-Trottels stellen hier eigene fachliche Kompetenz in Frage! Wollt Ihr das wirklich?

    Autor: vistahr 21.01.14 - 07:55

    Oplity schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Mein Fazit:
    > > Mit Cleverness hat das nichts zu tun.
    > Doch, ist es! Die USA/NSA macht es uns gerade mehr als deutlich vor! Der
    > "Patriot-Packt" hat denen den Weg dazu geöffnet. Die haben jetzt nicht nur
    > ganz D/EU in ihrer Datenbank, die haben da sogar den NOT-AUS für uns!^^!
    >
    > > Ein Staat sollte so wenig wie möglich
    > > in die freie Marktwirtschaft eingreifen und hat aktuell in diesem Sektor
    > > nichts zu suchen!
    > Der Staat nutzt ihn wie alle anderen auch und somit ist er im Rahmen
    > geltenden Rechts verpflichtet diesen Sektor zum Schutz und im Interesse des
    > Staates zu bewerten und ggf. (leider) auch zu regulieren. Ist das Recht
    > mangelhaft, in welcher Form auch immer, dann ist der Gesetzgeber in der
    > Pflicht. Der wiederum wird durch den Souverän (u.a. Du und ich :)) gewählt
    > und dazu verpflichtet.
    > So, wie du schon treffend bemerktest: Nun ergibt sich die nächste
    > existenzielle Frage. Haben wir gewählt und wenn ja, wen? Und können die das
    > dann auch?
    > Und ich wiederhole mich:
    > Es ist eine der grundsätzlichen Aufgaben des Gesetzgebers regulativ die
    > "freie Marktwirtschaft" zu steuern u. ggf. zu sanktionieren. Wer will schon
    > einen wilden Löwen in einer Menschenmenge 'frei' lassen. Nicht der "Markt"
    > darf im Fokus der Gesellschaft stehen. Der Mensch und nur der Mensch ist
    > primär der wichtigste Faktor eines gesellschaftlich funktionierenden
    > Konstruktes!
    > Auch in der Wirtschaft und ergo auf dem "Markt" gelten Regeln, ohne die
    > nichts, aber auch gar nichts funktionieren würde.

    Zu steuern, das ist korrekt, aber wenn man hier etwas steuern wollen würde, ist der Zug schon längst abgefahren. Einen wirklich ernsthaften Konkurrenten, mit den Bürokratischen Hürden der EU in den nächsten Jahren aufzubauen halte ich für nicht realisierbar.

    Du hast mit dem "Not-Aus" durchaus Recht. Hat man bei der Abhöraktion des Kanzlerhandys auch gesehen, das DE kein Druckmittel hat und nur von unten nach oben aufschaut. Nicht nur auf das Handy bezogen, sondern auch auf die angebotenen Dienste wie z.B EMail. Welchen verbreiteten Email-, Cloud- und Messenger- Dienst kann ich denn nutzen, welcher nicht auf amerikanischen Servern gehostet wird? Wahrscheinlich keinen.

    Kann natürlich auch gut sein, das das die Absicht ist, die COS verfolgt - also Ihr eigenes System auf eigenen Servern zu entwickeln - aber man muss hier bei einem teils staatlichen Projekt sehr stark darauf achten, wie schnell so ein Medium missbraucht werden kann. Nicht weil es hier um China geht - das selbe "Misstrauen" müsste man auch einem europäischem Projekt entgegenbringen.

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