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Re: Der Ansatz ist nicht komplett falsch, sondern nur nicht fertig gedacht

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  1. Beitrag
  1. Thema

Re: Der Ansatz ist nicht komplett falsch, sondern nur nicht fertig gedacht

Autor: kwisatz79 06.03.14 - 08:15

Tuxianer schrieb:
--------------------------------------------------------------------------------
> > Wenn das Kind den Computer benutzen will,
> > muss man als Vater oder Mutter halt solange
> > neben dem Kind sitzen und zuschauen, was
> > das Kind mit dem Computer macht [...]
>
> Inhaltlich ist das nett, nur löst das das Problem nicht. Danebensitzen,
> wenn ein Kind völlig ungeeignete Inhalte findet und nicht reagieren?

Wer sagt was von nicht reagieren?

> Zweitens merkt man 'Catbert' an, dass er sehr *sehr* wahrscheinlich keine
> Kinder hat und sich daher auch nicht vorstellen kann, dass Kinder ganz
> anders reagieren, wenn Eltern oder ältere Geschwister daneben sitzen, als
> wenn sie allein am Computer herumwerkeln (können).
>
> Aber genau das passiert. Wenn niemand da ist, den man fragen kann,
> probieren Kinder es alleine aus. Und treffen dann unvorbereitet auf
> schädigende Seiten. Das "Danebensitzen" allein bringt also gar nichts.

Also ich habe Kinder und ich kann mich Catbert nur anschließen. Bis zu einem gewissen Alter haben Kinder nicht alleine ohne Kontrolle Medien zu konsumieren und dafür ist nicht der Staat verantwortlich sondern die Eltern. Und wenn nicht alles zensiert ist dann trifft man zusammen sicher auch mal auf eher unerwünschte Seiten und kann das Thema besprechen. Sicher 1000 mal besser als Zuhause Zensur und drüben bei Klausi, wo die Eltern aus Faulheit alles abgestellt haben, dann ohne Erwachsene darauf zu treffen.

> > oder man beschäftigt sich mit Materie soweit,
> > dass die Bedürfnisse des Schutzes erfüllt
> > werden können.
>
> Genau das haben hier einige verständige Autoren getan. Sie beschäftigen
> sich mit der Materie. Dasselbe haben auch schon viele andere Leute getan,
> in analogen Fragen, als sie nach Schutz vor anderen Gefahren suchten:
> Reinigungsmittel, elektrische Geräte, gefährliche Werkzeuge, Straße usw..
> Und die Methoden sind immer dieselben - und sie wirken!: Solange ein Kind
> die Gefahren nicht abschätzen kann, ist es das Beste, das Kind vor der
> Gefahr zu schützen, indem man die Gefahr vom Kind entfernt hält (oder eben
> das Kind von der Gefahr, wie z. B. steile Berghänge oder See / Teich /
> Fluss bei kleinen Kindern). Und genau darum geht es auch hier. Nur ist der
> Computer nicht per se gefährlich, sondern es sind bestimmte Inhalte. Also
> ist es wenig instruktiv (um nicht zu sagen: vollkommen sinnlos), das Kind
> vom Computer (oder anders herum) abzutrennen, weil es dann halt zum
> Nachbarn oder zum Klassenkameraden geht. Vielmehr ist es wichtig, mit ihm
> am Computer aktiv zu werden, ihm zu zeigen, woran es Gefahren vielleicht
> erkennen kann, bevor es auf sie stößt. Und ihm auch zu zeigen, warum manche
> Internet-Seiten "Einstiegstore" mit Altersfragen enthalten, wenn deren
> Betreiber nämlich zumindest rudimentär vermeiden wollen, dass Kinder
> zufällig auf abgehackte Gliedmaßen und Blutorgien stoßen.

Siehe oben, schließe mich der Grundhaltung an, komme aber zu einem völlig anderen Schluß, nämlich dass opt-out Zensur keinerlei Wirkung hat, weil es immer jemanden im Umfeld geben wird, der die umgehen kann. Spätestens wenn Kids selbst lernen was ein Proxy ist sollten sie dann auch auf die raue Welt im Internet vorbereitet sein. Kindererziehung ist halt nicht immer einfach, sehr individuell und natürlich zeitaufwendig. Die Gefahr in solchen Filtern steckt aber eindeutig in der Beruhigung gerade derer Eltern, die sich nicht genug auskennen und deren Kinder dann noch unvorbereiteter alleine dem Internet ausgesetzt sind.

Aus eigener Erfahrung (ich war noch relativ jung, als das Internet so langsam immer mehr Privatwohnungen in Deutschland erreicht hat) kann ich sagen, dass Jugendliche sehr findig sind sperren zu umgehen, vor allem um Ihre Neugier zu befriedigen. Aber ab einem Alter von etwa 12-14 Jahren kann man schon etwas differenzierter mit Inhalten umgehen, sofern man eine stabile Erziehung genossen hat. Letzteres möchte ich betonen, da es beim Jugendschutz viel zu häufig nur um den Versuch der Abschirmung geht, der meiner Meinung nach fast aussichtslos ist, als um die Hilfe für Eltern eine geeignete Medienerziehung zu entwickeln.


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Thema
 

Komplett falscher Ansatz

TheBigLou13 | 05.03.14 - 22:55
 

Re: Der Ansatz ist nicht komplett...

Tuxianer | 05.03.14 - 23:59
 

Re: Der Ansatz ist nicht komplett...

Catbert | 06.03.14 - 01:52
 

Re: Der Ansatz ist nicht komplett...

Tuxianer | 06.03.14 - 04:08
 

Re: Der Ansatz ist nicht komplett falsch, sondern nur nicht fertig gedacht

kwisatz79 | 06.03.14 - 08:15
 

Re: Der Ansatz ist nicht komplett...

User2 | 06.03.14 - 08:04

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