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Support-Einstellung - Na und? Sicherheit nur Scheinargument, um Umsätze zu generieren...

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  1. Support-Einstellung - Na und? Sicherheit nur Scheinargument, um Umsätze zu generieren...

    Autor: matula 02.04.14 - 22:58

    Auch wenn hier die Hauptprofiteure für kostspielige Systemumstellungen ganz bewusst absolut unbegründete Ängste schüren - wir sagen: NEIN!

    Fakt ist, dass XP noch immer nicht zum alten Eisen gehört. Seitens MS wurde seit Windows Vista mit all seinen Nachfolgern 7, 8 bzw. 8.1 das einstige Basismotto, welches seit jeher DIE Motivation (vor allem auf Produktivsystemen, also Unternehmens-PCs) für die Erneuerung des Betriebssystems ausmachte, sträflich vernachlässigt. So gibt es rein funktionell so gut wie keine praxisrelevante Verbesserung in den XP - Nachfolgern. Das war bei den Vorgängern über 95/98/ME bzw. NT/2000 noch anders. Hier hatte auch tatsächlich jede einzelne Version seinerzeit ihre Daseinsberechtigung. Mit jeder neuen Version stieg gleichzeitig der Funktionsumfang entscheidend an, sodaß man sich i.d.R. tatsächlich benachteiligt sah, weil andere mit den neuen Systemen teils erheblichen Vorsprung gehabt hätten. Und eben diesen Vorsprung gibt es nicht mehr, ganz im Gegenteil: Die Verkaufszahlen belegen es deutlich. Sollte mal einer nachschauen, wieviele Jahre(!) nun Windows 7 insgesamt gebraucht hat, um auf vergleichsweise mickrige 40% Verbreitung zu kommen. Das konnten sämtliche Vorgänger von Vista erheblich besser.

    Auch bei MS ist man sich seit Jahren bereits dieses Problems bewusst und reagiert gezielt darauf: Wenn man schon nicht mit bahnbrechenden Verbesserungen punkten kann, dann macht man es eben so: Man tritt direkt an die Hardware-Hersteller heran und bietet denen besondere Konditionen für sog. "Volumenlizenzen" an - verpflichtet man sich, fortlaufend Windows 7 anstelle Vista oder XP auszuliefern, so erhält man einen saftigen Rabatt. Damitwird es ffür den Hardwarehersteller eben deutlich günstiger, immer das aktuellste, von MS aufdiktierte Betriebssystem auszuliefern. Genauso läuft es derzeit auch wieder mit Windows 8. Doch die Kunden reagieren dennoch mit Ablehnung, denn wozu brauche ich bitte eine touchscreenoptimierte Oberfläche an meinem Büro-System, an dem ich sowieso aufgrund der vielen Detailaufgaben mit der Maus schneller als per Finger bin? Für das Browsen durch Filmsammlungen oder fest vordefinierte Webinhalte ohne notwendige Texteingabe am heimischen Wohnzimmer-PC kann hingegen Windows 8 durchaus Sinn machen. Und deswegen bleibt Windows XP weiterhin das produktivste Office-Betriebssystem, das bisher noch immer die Spitze in Sachen Funktionsumfang darstellt. JEDE Spezialsituation kann damit bedient werden, sogar an Arbeitsmaschinen in Fabrikhallen - eine Eigenschaft, die keine andere Version bisher so gut beherrscht wie eben Windows XP.

    Achja - der Sicherheitsaspekt! Nach Microsofts jüngst betriebener Informationspolitik dürften ab dem 08. April ja nun mindestens 8 von 10 entgegen aller Warnungen weiterbetriebenen XP-Installationen binnen weniger Tage in Schutt und Asche liegen. Doch gewiss ist: nicht mal einer von 10 wird diesem Schicksal erliegen. Einziges ernstzunehmendes Sicherheitsloch seit Jahren ist der Internet Explorer, welcher derart nah ans System gekoppelt ist, dass man quasi große Teile seines Betriebssystems online stellt, wenn man damit die Webseite seiner Wahl aufruft. Setzt man stattdessen einen der beiden inzwischen nicht ohne Grund marktführenden Webbrowser oder selbst ein (meiner Meinung nach zu Unrecht) Nischenprodukt wie z.B. Opera ein und arbeitet online ausschließlich als Standardbenutzer anstatt (wie viele es riskanterweise und aus Unwissenheit seit Jahren leider tun) als Systemadministrator, so ist Windows XP auch in vielen Jahren noch eines der sichersten Betriebssysteme überhaupt - und das ganz OHNE die eh seit SP3 eher Probleme bereitenden MS-Updates.

    Bei unseren Systemen sind Autoupdates aus Stabilitätsgründen seit Mitte 2005 grundsätzlich deaktiviert, da es seitdem häufiger Fälle gegeben hat, in denen gerade DURCH solch ein ungewolltes Update offenbar schlechter Qualität das eine oder andere System am folgenden Morgen nicht mehr zuverlässig hochfuhr oder anderweitige Probleme aus heiterem Himmel auftraten. Setzte man in diesen Fällen den Systemstand vor das jeweilige Autoupdate zurück, war wieder alles gut. Seit der Deaktivierung ist endlich wieder Ruhe eingekehrt. Nie hat es seitdem (innerhalb von nun 9(!) Jahren) jemals irgendein Sicherheitsproblem gegeben. Einzelne Neuerungen wie z.B. neue .Net- oder Installer-Versionen werden nur ganz gezielt bei Bedarf nachgepflegt - um Funktionsumfang und Stabilität auch weiterhin in vollem Umfang zu erhalten. So wie uns geht es vielen anderen auch - und deswegen werden wir unsere XP-Maschinen auch solange einsetzen, bis irgendein neueres Produkt sich durch gravierende Vorteile hinsichtlich des Funktionsumfangs oder eines etwaigen Produktivitätszuwachses behaupten kann.

    Noch ein Beispiel zum Nachdenken über die angeblich allzu große Besorgnis hinsichtlich des großen Sicherheitsrisikos für "Updatemuffel": Die MS-seitige Versorgung mit Sicherheitsupdates für Windows 2000 wurde bereits am 13. Juli 2010 eingestellt. Dennoch haben wir noch bei keinem(!) einzigen betroffenen Gerät bis zum heutigen Tage ein wie auch immer geartetes Sicherheitsproblem entdecken können, das auf die Einstellung des Supports zurückzuführen gewesen wäre. Ganz im Gegenteil: Die Windows 2000 - Geräte laufen offenbar mit eingespieltem SP4 und ebenfalls mit deaktiviertem Autoupdate am stabilsten und ohne jegliche Sicherheitsbedenken - selbst Online-Banking und Steuerabrechnungen können bedenkenlos hiermit betrieben werden - Wichtigste Voraussetzung allerdings auch hier: Auf gar keinen Fall den Internet Explorer verwenden. Und auch hier gilt: Lediglich unbedingt erforderliche Updates ausgewählter Komponenten sollten eingespielt werden, um einen möglichst stabilen Systembetrieb auch weiterhin gewährleisten zu können.



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.14 23:12 durch matula.

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