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Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

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  1. Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Robert_online 02.04.14 - 12:38

    *********


    Das ist nicht mehr normal, dass man in der Öffentlichkeit nicht mehr das sagen darf, was man denkt. Ich dachte immer, solche Zustände gibt es nur unter Kommunismus, Faschismus und Islam-Diktatur.

    Robert



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.14 13:04 durch ap (Golem.de).

  2. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Yash 02.04.14 - 12:45

    Natürlich darf man sagen was man denkt. Aber man muss auch die Konsequenzen erwarten die sich daraus ergeben. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass es keine Konsequenzen gibt. Wenn du gegen Homo Ehen bist aber eine bedeutende Anzahl an Kunden und potentiellen Kunden das Scheiße findet und daher deine Produkte nicht mehr kauft, dann ist das aus meiner Sicht völlig in Ordnung.

    Wenn dann Stimmen laut werden, die deinen Rücktritt als CEO fordern, da die Anzahl der Kunden die das Unternehmen aufgrund deiner Aussage nicht mehr unterstützen, dann ist das aus meiner Sicht auch in Ordnung. Du darfst ja weiterhin deine Meinung haben und äußern. Nur nicht vergessen, dass jede Meinungsäußerung auch Kommunikation ist, die meistens eine Reaktion von anderen nach sich zieht.

    ***********



    2 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.14 13:07 durch ap (Golem.de).

  3. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Pflechtfild 02.04.14 - 12:51

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich darf man sagen was man denkt. Aber man muss auch die Konsequenzen
    > erwarten die sich daraus ergeben. Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass es
    > keine Konsequenzen gibt.

    Deine Freiheit endet dort, wo die Freiheit der Anderen beginnt!

    Es gibt keine Pflicht zur Beleidigung.

  4. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Bassa 02.04.14 - 12:53

    Es gibt einen Unterschied zwischen Meinungsäußerung und Anfeindung/Beleidigung/etc.
    Leute zu beschimpfen, weil sie homosexuell sind, ist keine Meinungsäußerung.

    Wenn der Mann einen Gesetzesentwurf gegen Homosexuellen-Ehen unterstützt, dann finde ich das zwar nicht in Ordnung, aber er hat in der Tat das Recht darauf. Wenn er anfängt, Homosexuelle zu beleidigen oder so wie Du anzufeinden, dann finde ich es nicht mehr in Ordnung.

  5. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Tantalus 02.04.14 - 12:53

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Natürlich darf man sagen was man denkt. Aber man muss auch die Konsequenzen
    > erwarten die sich daraus ergeben.

    Klar, man darf sagen, was man denkt. Man wird halt dafür entlassen. Super Witz.

    > Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass es
    > keine Konsequenzen gibt.

    Doch, genau das heisst Meinungsfreiheit. Wenn ich für meine Meinung negative Konsequenzen befürchten muss, kann ich sie nicht mehr frei äussern. In der DDR konntest Du auch Deine Meinung frei äussern, Du musstest halt die entsprechenden Konsequenzen erwarten, die sich daraus ergeben. Merkst Du was?

    > Wenn du gegen Homo Ehen bist aber eine bedeutende
    > Anzahl an Kunden und potentiellen Kunden das Scheiße findet und daher deine
    > Produkte nicht mehr kauft, dann ist das aus meiner Sicht völlig in Ordnung.

    Ích bin mir sicher, irgendwo bei [beliebige Firma einsetzen] arbeitet auch jemand, dessen persönliche Meinung irgendwo aneckt. Soll [beliebige Firma einsetzen] deshalb auch boykottiert werden?

    > Wenn dann Stimmen laut werden, die deinen Rücktritt als CEO fordern, da die
    > Anzahl der Kunden die das Unternehmen aufgrund deiner Aussage nicht mehr
    > unterstützen, dann ist das aus meiner Sicht auch in Ordnung.

    Tja, wenn man nicht mehr zwischen einer Person und dem Unternehmen, für das diese Person arbeitet, unterscheiden kann, ist das schon sehr bedenklich.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  6. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: ruamzuzler 02.04.14 - 12:54

    Nein. Du verlierst nur deinen Job und wirst geächtet.
    Im Namen der Toleranz und des Fortschritts.

  7. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: ruamzuzler 02.04.14 - 12:56

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass es
    > keine Konsequenzen gibt.
    >
    Den Satz lasse man sich auf der Zunge zergehen.
    Und das von einer Fraktion, die sich mit "Toleranz" schmückt.

  8. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Bassa 02.04.14 - 13:00

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Doch, genau das heisst Meinungsfreiheit. Wenn ich für meine Meinung
    > negative Konsequenzen befürchten muss, kann ich sie nicht mehr frei
    > äussern. In der DDR konntest Du auch Deine Meinung frei äussern, Du
    > musstest halt die entsprechenden Konsequenzen erwarten, die sich daraus
    > ergeben. Merkst Du was?

    Nein, Meinungsfreiheit heißt NICHT, dass es keinerlei Konsequenzen geben darf. Jeder Mensch darf der Meinung sein, dass Deine Meinung scheiße ist und sich deshalb weigern, Deine Produkte zu kaufen. Oder nicht mehr mit Dir reden.
    Die Konsequenzen in der DDR waren von staatlicher Seite, nicht von der Mitbevölkerung und das ist ein großer Unterschied.

    > Ích bin mir sicher, irgendwo bei arbeitet auch jemand, dessen persönliche
    > Meinung irgendwo aneckt. Soll deshalb auch boykottiert werden?

    Wenn die Kunden das wünschen... es ist nun einmal eine Form der...Meinungsäußerung.

    > Tja, wenn man nicht mehr zwischen einer Person und dem Unternehmen, für das
    > diese Person arbeitet, unterscheiden kann, ist das schon sehr bedenklich.

    Im Prinzip schon, aber hier geht es nicht um einen x-beliebigen Mitarbeiter sondern um den CEO. Den Menschen, der die Firma steuert.
    Ich für meinen Teil halte einen Boykott für übertrieben, auch wenn ich mit der vertretenen Meinung nicht einverstanden bin. Aber beleidigt oder angefeindet hat er meines Wissens ja niemanden, oder?

  9. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Tantalus 02.04.14 - 13:10

    Bassa schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Konsequenzen in der DDR waren von staatlicher Seite, nicht von der
    > Mitbevölkerung und das ist ein großer Unterschied.

    Das heisst, wenn ich für meine Meinung "Steak ist vieeeeeel besser als Schnitzel" von einem wütenden Mob gelyncht werde ist das etwas anderes, als wenn mir ein staatlicher Henker den Kopf abschlägt? Interessant.

    > Wenn die Kunden das wünschen... es ist nun einmal eine Form
    > der...Meinungsäußerung.

    Die sich aber *nicht* gegen eine Person, sondern gegen ein Unternehmen und somit *alle* seine Mitarbeiter richtet. Das bedeutet, wenn Mozilla deswegen dicht machen sollte, und bei Mozilla homosexuelle Mitarbeiter beschäftigt waren... Tja, den Rest kann sich jeder selbst zusammenreimen.

    > Im Prinzip schon, aber hier geht es nicht um einen x-beliebigen Mitarbeiter
    > sondern um den CEO. Den Menschen, der die Firma steuert.

    Und dennoch ist es "nur" ein Mitarbeiter. Einer von ziemlich vielen.

    > Ich für meinen Teil halte einen Boykott für übertrieben, auch wenn ich mit
    > der vertretenen Meinung nicht einverstanden bin. Aber beleidigt oder
    > angefeindet hat er meines Wissens ja niemanden, oder?

    Soweit ich weiss nicht.

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  10. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Yash 02.04.14 - 13:17

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > > Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass es
    > > keine Konsequenzen gibt.
    >
    > Doch, genau das heisst Meinungsfreiheit. Wenn ich für meine Meinung
    > negative Konsequenzen befürchten muss, kann ich sie nicht mehr frei
    > äussern. In der DDR konntest Du auch Deine Meinung frei äussern, Du
    > musstest halt die entsprechenden Konsequenzen erwarten, die sich daraus
    > ergeben
    Nein, Meinungsfreiheit heißt nicht, dass es keine Konsequenzen mehr für Äußerungen und Handlungen mehr gibt. Meinungsfreiheit bedeutet "nur", dass das subjektive Redefreiheit nicht verletzt wird. Also du für deine Meinung nicht eingesperrt oder von einem Einsatzkommando hingerichtet wirst.

    Wenn ich deine Meinung scheiße fände und nichts mehr mit dir zu tun haben will, dann ist das ebenfalls mein Recht, was aber nicht deine Meinungsfreiheit einschränkt, denn die geht dir dabei nicht verloren. Und wenn Kunden eben keine Produkte mehr von homophoben CEOs kaufen wollen, dass ist das auch ihr Recht. Was mMn übrigens auch in die Kategorie Meinungsfreiheit zählt, denn Konsum ist auch Kommunikation. Und wenn CEOs aufgrund ihrer Äußerungen ihren Job verlieren, da es zuviele verlorene Kunden sind, dann ist das halt so. Man kann sich nicht nur die Rosinen rauspicken, denn noch gibt es kein Grundrecht auf CEO Posten.

    > Und dennoch ist es "nur" ein Mitarbeiter. Einer von ziemlich vielen.
    Der CEO ist nicht nur ein Mitarbeiter, er "ist" das Unternehmen. Er vertritt es nach innen und außen, gibt die Richtung an und ist zum großen Teil für Erfolg oder Misserfolg verantwortlich. Darum interessiert sich auch niemand für homophobe Angestellte, für homophobe CEOs aber schon. Was übrigens bei allen anderen Handlungen mit negativem Ansehen ebenfalls so wäre (Steuern hinterziehen, legale Nacktbilder von Kindern kaufen usw.).



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.14 13:20 durch Yash.

  11. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Bassa 02.04.14 - 13:19

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bassa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Konsequenzen in der DDR waren von staatlicher Seite, nicht von der
    > > Mitbevölkerung und das ist ein großer Unterschied.
    >
    > Das heisst, wenn ich für meine Meinung "Steak ist vieeeeeel besser als
    > Schnitzel" von einem wütenden Mob gelyncht werde ist das etwas anderes, als
    > wenn mir ein staatlicher Henker den Kopf abschlägt? Interessant.

    Wo habe ich das geschrieben?
    Nein, aber wenn Deine Umgebung findet, dass Schnitzel viel besser als Steak ist und Du deshalb ein Außenseiter wirst, mit dem keiner mehr spricht, dann ist das kein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit.
    Wenn der Staat Dich für diese Meinungsäußerung bestraft, dann ist das ein Verstoß gegen die Meinungsfreiheit.
    Wenn Deine Mitmenschen Dich für Deine Meinung lynchen, dann ist das Mord und keine Meinungsäußerung.

    Was Du hier beschreibst, ist letztlich folgendes: DU willst das Recht auf freie Meinungsäußerung haben, aber sobald andere Deine Meinung nicht teilen, willst Du, dass DIE das Recht nicht mehr haben, weil Du damit DEIN Recht eingeschränkt siehst.
    Sorry, so läuft es nun einmal nicht.
    Kein einziger Mensch ist verpflichtet, Deine Meinung gut zu finden.


    > > Wenn die Kunden das wünschen... es ist nun einmal eine Form
    > > der...Meinungsäußerung.
    >
    > Die sich aber *nicht* gegen eine Person, sondern gegen ein Unternehmen und
    > somit *alle* seine Mitarbeiter richtet. Das bedeutet, wenn Mozilla deswegen
    > dicht machen sollte, und bei Mozilla homosexuelle Mitarbeiter beschäftigt
    > waren... Tja, den Rest kann sich jeder selbst zusammenreimen.

    Wie gesagt, ich halte den Boykott-Aufruf nicht für das Richtige, aber etwas anderes als eine Meinungsäußerung bleibt er dennoch nicht. Niemand wird gezwungen, Mozilla zu boykottieren. Und der Meinung sein, dass man die Firma boykottieren sollte, darf nun einmal jeder.
    Meinungen müssen nicht logisch, sinnvoll, freundlich, ökonomisch, umweltfreundlich oder sonstwas sein. Man darf sogar der Meinung sein, dass alle Steuersünder für 100 Jahre in den Knast gehören. Man darf sie nur nicht selbst einsperren.

    In meinen Augen gehört die persönliche Meinung von Brendan Eich auch in seinen persönlichen Bereich und nicht in den von Mozilla. Etwas anderes wäre es, wenn er seine Position ausnutzt, um Gesetzesverstöße zu begehen.

  12. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: kevla 02.04.14 - 13:23

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Das heisst, wenn ich für meine Meinung "Steak ist vieeeeeel besser als
    > Schnitzel" von einem wütenden Mob gelyncht werde ist das etwas anderes, als
    > wenn mir ein staatlicher Henker den Kopf abschlägt? Interessant.

    Ist das dein ernst? Selten so unüberlegten Mist gehört. Selbstverständlich ist es ein Unterschied, ob der Staat dir etwas verbietet, also keine Meinungsfreiheit zugesteht, oder ob dir keine strafrechtlichen Konsequenzen drohen, sondern der Bürger seine ihm zur Verfügung stehenden Mittel, wie zum Beispiel einen Boykott, nutzt.

    Würdest du in Deutschland für deinen Spruch gelyncht werden, würde es für die Lyncher ja strafrechtliche Konsequenzen geben. Es ist also kein legitimes Mittel...

    > Die sich aber *nicht* gegen eine Person, sondern gegen ein Unternehmen und
    > somit *alle* seine Mitarbeiter richtet. Das bedeutet, wenn Mozilla deswegen
    > dicht machen sollte, und bei Mozilla homosexuelle Mitarbeiter beschäftigt
    > waren... Tja, den Rest kann sich jeder selbst zusammenreimen.

    Na und? Die Gesellschafter bzw. das zuständige Gremium kann sich JETZT überlegen, ob sie das Risiko eingeht und ihn behält oder ob sie die Aufrufe zum Boykott ernst nehmen.

    > > Im Prinzip schon, aber hier geht es nicht um einen x-beliebigen
    > Mitarbeiter
    > > sondern um den CEO. Den Menschen, der die Firma steuert.
    >
    > Und dennoch ist es "nur" ein Mitarbeiter. Einer von ziemlich vielen.
    >
    > > Ich für meinen Teil halte einen Boykott für übertrieben, auch wenn ich
    > mit
    > > der vertretenen Meinung nicht einverstanden bin. Aber beleidigt oder
    > > angefeindet hat er meines Wissens ja niemanden, oder?
    >
    > Soweit ich weiss nicht.
    >
    > Gruß
    > Tantalus

    Ich bin übrigens weder dafür noch dagegen. Ich habe mir schon oft einen Kopf um das Thema gemacht, komme aber in beide Richtungen zu keinem uneingeschränkten Ergebnis. Ich will hier also bestimmt nicht die Menge verteidigen..

  13. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: violator 02.04.14 - 13:23

    ruamzuzler schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Yash schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass es
    > > keine Konsequenzen gibt.
    > >
    > Den Satz lasse man sich auf der Zunge zergehen.
    > Und das von einer Fraktion, die sich mit "Toleranz" schmückt.

    Wieso? Stimmt doch. Du kannst doch nicht einfach irgendwas sagen und dann davon ausgehen, dass es keine Konsequenzen geben kann, obwohl andere Leute ne andere Meinung haben. Wie stellst du dir das Äußern einer Meinung sonst vor?

    Erst wenn das Äußern einer Meinung "massiv" unterdrückt wird ist es ein Problem.

    Es ist nunmal ein Unterschied ob ich als Autohändler sage "VW Golf ist scheisse" und dann evtl. VW Golf Kunden verlieren kann, oder ob ich das sage und dann zum Tode verurteilt werde oder ein wütender Mob hinter mir her ist.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 02.04.14 13:25 durch violator.

  14. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Lord Gamma 02.04.14 - 13:24

    Robert_online schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > *********
    >
    > Das ist nicht mehr normal, dass man in der Öffentlichkeit nicht mehr das
    > sagen darf, was man denkt. Ich dachte immer, solche Zustände gibt es nur
    > unter Kommunismus, Faschismus und Islam-Diktatur.
    >
    > Robert

    Du darfst innerhalb des Landes natürlich sagen was du willst, aber nicht innerhalb einer Organisation, die für bestimmte Werte, in dem Fall bspw. Liberalität, steht.

    Und die "Freiheit", anderen mündigen Menschen die Freiheit (hier die Freiheit, sich offiziell und feierlich die Treue zu schwören, also sich zu trauen) zu verwehren, passt nun mal nicht zu einer Organisation, die von Offenheit und Gleichberechtigung überzeugt ist.

  15. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Tantalus 02.04.14 - 13:25

    Yash schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nein, Meinungsfreiheit heißt nicht, dass es keine Konsequenzen mehr für
    > Äußerungen und Handlungen mehr gibt. Meinungsfreiheit bedeutet "nur", dass
    > das subjektive Redefreiheit nicht verletzt wird. Also du für deine Meinung
    > nicht eingesperrt oder von einem Einsatzkommando hingerichtet wirst.

    Für seine Meinung entlassen zu werden ist also keine Einschränkung der Meinungsfreiheit?

    > Wenn ich deine Meinung scheiße fände und nichts mehr mit dir zu tun haben
    > will, dann ist das ebenfalls mein Recht, was aber nicht deine
    > Meinungsfreiheit einschränkt, denn die geht dir dabei nicht verloren.

    Wenn Du mein Chef wärst und mich deswegen entlassen würdest schon. Genau das passiert hier aber (bzw soll passieren).

    > Und
    > wenn Kunden eben keine Produkte mehr von homophoben CEOs kaufen wollen,
    > dass ist das auch ihr Recht.

    Erstens, ob er homophob ist oder aus irgendwelchen anderen Gründen gegen die Homo-Ehe ist, kann niemand von uns wissen. Zweitens kaufen die Kunden eben *nicht* vom CEO, sondern vom Unternehmen als ganzes. Der Boykottaufruf geht daher schon in Richtung Sippenhaft: Alle Mitarbeiter, völlig egal, welche Meinung sie zur Homo-Ehe haben, werden bestraft. Einfach weil sie Mitarbeiter von Mozilla sind.

    > Man kann sich nicht nur die Rosinen
    > rauspicken, denn noch gibt es kein Grundrecht auf CEO Posten.

    Gibt es ein Grundrecht (egal für wen) auf Ehe?

    Gruß
    Tantalus

    ___________________________

    Man sollte sich die Ruhe und Nervenstärke eines Stuhles zulegen. Der muss auch mit jedem Arsch klarkommen.

  16. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: bstea 02.04.14 - 13:26

    Deine Meinung klingt so als ob du keine Probleme hast mit getrennten Bussen und Bänken & Wasserspendern. Weil darauf läuft es hinaus, wenn Privatmenschen die verbieten es zu nutzen oder fordern du sollst davon fernbleiben.
    Es ist immer noch ein Unterschied ob ich dagegen bin und das mitteile oder fordere das andere sanktioniert werden müssen, weil die nicht meiner Meinung sind.

    --
    Erst wenn der letzte Baum gefällt, der letzte Fluss gestaut und der letzte Fisch gefangen ist, werdet ihr feststellen, dass man Biber nicht essen kann!

  17. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: flasher395 02.04.14 - 13:26

    > > Die Konsequenzen in der DDR waren von staatlicher Seite, nicht von der
    > > Mitbevölkerung und das ist ein großer Unterschied.
    >
    > Das heisst, wenn ich für meine Meinung "Steak ist vieeeeeel besser als
    > Schnitzel" von einem wütenden Mob gelyncht werde ist das etwas anderes, als
    > wenn mir ein staatlicher Henker den Kopf abschlägt? Interessant.

    Schön das du das wieder objektiv betrachtest und gar nicht komplett den Kontext verlässt. Wo ist hier von Lynchen die Rede? Niemand wird hier getötet.
    Wenn ein Firmenchef sich Firmenschädlich verhält, so ist das ein Kündigungsgrund.

    > > Wenn die Kunden das wünschen... es ist nun einmal eine Form
    > > der...Meinungsäußerung.
    >
    > Die sich aber *nicht* gegen eine Person, sondern gegen ein Unternehmen und
    > somit *alle* seine Mitarbeiter richtet. Das bedeutet, wenn Mozilla deswegen
    > dicht machen sollte, und bei Mozilla homosexuelle Mitarbeiter beschäftigt
    > waren... Tja, den Rest kann sich jeder selbst zusammenreimen.
    Nein kann ich mir nicht. Wieder mal bewegst du dich meilenweit von der Realität entfernt. Mozilla wird nicht dichtmachen deswegen, allein schon weil der Boykott viel zu wenige Unterstützer findet, weil 90% der Nutzer noch nicht mal was davon mitbekommen.
    Wieder mal ist es hier wichtig zu beachten, dass wir eben nicht in einem Vakuum leben und unsere Aktionen durchaus Konsequenzen für unsere Mitmenschen haben.
    Seine Aktionen schaden durch den durch sie produzierten Boykott aktiv seinem eigenen Unternehmen. Ist es schade dass dadurch auch unbeteiligte Schaden nehmen? Ja, aber eben leider nicht zu vermeiden.

  18. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Wh33zy 02.04.14 - 13:26

    violator schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > ruamzuzler schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Yash schrieb:
    > >
    > ---------------------------------------------------------------------------
    >
    > > -----
    > > > Meinungsfreiheit bedeutet nicht, dass es
    > > > keine Konsequenzen gibt.
    > > >
    > > Den Satz lasse man sich auf der Zunge zergehen.
    > > Und das von einer Fraktion, die sich mit "Toleranz" schmückt.
    >
    > Wieso? Stimmt doch. Du kannst doch nicht einfach irgendwas sagen und dann
    > davon ausgehen, dass es keine Konsequenzen geben kann, obwohl andere Leute
    > ne andere Meinung haben. Wie stellst du dir das Sagen einer Meinung sonst
    > vor?
    >
    > Erst wenn das Äußern einer Meinung "massiv" unterdrückt wird ist es ein
    > Problem.

    Im Text:
    Fast 72.000 Unterstützter hat eine Petition bei Credo, die fordert, dass Eich zurücktritt oder seine Position gegen homosexuelle Eheschließung öffentlich zurücknimmt.

    Entweder du gehst oder du änderst jetzt deine Meinung, so dass sie uns gefällt.. hat schon was von DDR :D

  19. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Balion 02.04.14 - 13:27

    Tantalus schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bassa schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Die Konsequenzen in der DDR waren von staatlicher Seite, nicht von der
    > > Mitbevölkerung und das ist ein großer Unterschied.
    >
    > Das heisst, wenn ich für meine Meinung "Steak ist vieeeeeel besser als
    > Schnitzel" von einem wütenden Mob gelyncht werde ist das etwas anderes, als
    > wenn mir ein staatlicher Henker den Kopf abschlägt? Interessant.

    Das ist definitiv etwas anderes, da es Selbstjustiz ist und in dem Artikel 5 unseres GG darum geht dass man das Recht vor dem Staat hat ohne Zensur diese zu verkünden. Dir ist es auch frei einer Gruppe Nazis gegenüber zu sagen das ihre Einstellung Mist ist.

    > > Wenn die Kunden das wünschen... es ist nun einmal eine Form
    > > der...Meinungsäußerung.
    >
    > Die sich aber *nicht* gegen eine Person, sondern gegen ein Unternehmen und
    > somit *alle* seine Mitarbeiter richtet. Das bedeutet, wenn Mozilla deswegen
    > dicht machen sollte, und bei Mozilla homosexuelle Mitarbeiter beschäftigt
    > waren... Tja, den Rest kann sich jeder selbst zusammenreimen.

    Ja, aber das ist nun mal die Resonanz daraus, wenn die Kunden das nicht wünschen dass so jemand das Unternehmen nach außen Vertritt und somit auch zu dem Image der Firma passen muss, dies ist in der heutigen Zeit ein sehr großer Faktor. Wäre er "einfacher" Abteilungsleiter, würde das intern wahrscheinlich auch seine Wellen schlagen, würde aber wiederrum die Medien nicht interessieren.

  20. Re: Ich oute mich - ich bin auch gegen die Homo-Ehe. Und was jetzt? Werde ich erhängt?

    Autor: Bassa 02.04.14 - 13:29

    Also gibt es für Dich gute und schlechte Meinungen - und die mit den schlechten Meinungen müssen gefälligst die Klappe halten.

    DAS klingt viel eher nach getrennten Bänken. Du willst Deine Meinung haben, aber sobald Dir etwas nicht passt, soll es eingeschränkt werden.

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