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Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

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  1. Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: janitor 11.05.14 - 21:40

    In den Tiefen der anderen Threads hier habe ich nach ernsten Argumenten gegen eine Legalisierung der Homo-Ehe gefragt.
    Pro-Argumente gibt es ziemlich viele. Gibt es auch Kontra-Argumente?

    Bisher habe ich hier nur gelesen:
    - Es würden die Gefühle/das Weltbild von konservativ denkenden Menschen verletzt. Die Hetero Ehe werde dadurch diffus abgewertet.

    Dies überzeugt mich selbstverständlich nicht einmal ansatzweise. Gibt es auch konkrete Kontra-Argumente, die einer Kritik standhalten?
    Bitte kein Trollen.

  2. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: Alexspeed 11.05.14 - 21:54

    Besser nicht antworten
    ...
    wird leider gleich von der Zensurmaschinerie Golem.de gelöscht(Auch wenn seriös geantwortet wird).

  3. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: janitor 11.05.14 - 21:59

    Alexspeed schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Besser nicht antworten
    > ...
    > wird leider gleich von der Zensurmaschinerie Golem.de gelöscht(Auch wenn
    > seriös geantwortet wird).
    Da Golem eine nicht-politische Organisation ist, darf Golem.de selbstverständlich Beiträge löschen und dies ist nicht verwerflich, wie du implizierst.
    Abgesehen davon glaube ich nicht, dass Golem irgendetwas löschst, wenn du seriös antwortest und niemanden beleidigst.
    Oder gibt es keine seriösen Kontra-Argumente?

  4. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: RS_ 11.05.14 - 22:30

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es auch konkrete Kontra-Argumente, die einer Kritik standhalten?

    Nun, das wäre zum Beispiel die Tatsache, dass natürlicherweise bei der Mehrheit der Menschen eine Hinwendung zum anderen Geschlecht veranlagt ist. Das ist wohl zum Zwecke des Erhaltes der menschlichen "Art" auch notwendig. Vor diesem Hintergrund (aber nicht nur deshalb) halte ich es durchaus für diskussionswürdig, ob eine Förderung aus Mitteln der Allgemeinheit - denn nichts anderes ist der staatliche Ehebegriff - für die eher ungewöhnliche Form der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft sinnvoll ist.

  5. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: Muhaha 11.05.14 - 22:35

    RS_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Nun, das wäre zum Beispiel die Tatsache, dass natürlicherweise bei der
    > Mehrheit der Menschen eine Hinwendung zum anderen Geschlecht veranlagt ist.
    > Das ist wohl zum Zwecke des Erhaltes der menschlichen "Art" auch notwendig.
    > Vor diesem Hintergrund (aber nicht nur deshalb) halte ich es durchaus für
    > diskussionswürdig, ob eine Förderung aus Mitteln der Allgemeinheit - denn
    > nichts anderes ist der staatliche Ehebegriff - für die eher ungewöhnliche
    > Form der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft sinnvoll ist.

    Angesichts des Umstandes, dass Homosexualität in der Natur etwas ganz Normales ist und bisher ist daran noch keine Tierart ausgestorben ... abgesehen davon, dass eine Gleichstellung (!) der Homoehe keine Förderung (!) der Homoehe ist.

  6. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: janitor 11.05.14 - 22:36

    RS_ schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Nun, das wäre zum Beispiel die Tatsache, dass natürlicherweise bei der
    > Mehrheit der Menschen eine Hinwendung zum anderen Geschlecht veranlagt ist.
    > Das ist wohl zum Zwecke des Erhaltes der menschlichen "Art" auch notwendig.
    > Vor diesem Hintergrund (aber nicht nur deshalb) halte ich es durchaus für
    > diskussionswürdig, ob eine Förderung aus Mitteln der Allgemeinheit - denn
    > nichts anderes ist der staatliche Ehebegriff - für die eher ungewöhnliche
    > Form der gleichgeschlechtlichen Partnerschaft sinnvoll ist.
    Deine Argumente sind also paraphrasiert:
    Keine Homoehe,
    - weil die Mehrheit der Menschen nicht homosexuell ist
    - weil Homosexuelle nicht zum Fortbestand der Art beitragen
    Bitte korrigiere mich, wenn ich dich falsch verstanden habe.

    Meine Meinung zu diesen Argumenten:
    Wo ist bei Argument 1 die Grenze? Ab wieviel % Bevölkerungsanteil sollten Homosexuellen denn heiraten dürfen? 50%?

    Zu Argument 2. Würdest du Homosexuelle heiraten lassen, wenn sie sich zuvor mit heterosexuellen paaren würden, sodass sie dann ein Kind mit in die Partnerschaft nehmen würden? Damit dürfte das Problem ja aus der Welt sein oder?

    Edit: Typo



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.14 22:37 durch janitor.

  7. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: hubie 11.05.14 - 22:40

    Die Mehrheit wird Minderheiten immer abwertend gegenüber treten. Das liegt in der Natur des Menschen (schon auf dem Schulhof werden ein paar Einzelne fertig gemacht). Deshalb kann man den ewig gestrigen auch keinen großen Vorwurf machen. Viele Menschen sind eben so einfach gestrickt, dass sie sich auch nach der Pubertät in ihren geschaffenen Weltbildern nicht mehr großartig bewegen und es sich dort heimisch machen. Dass sie damit anderen Menschen Schmerzen zufügen und sie geringschätzen, ist ihnen egal, hauptsache ihre Sicht der Dinge wird vertreten, und ihre (zum Teil echt wahnwitzigen) Ängste werden verstanden.

    Was das anbelangt zähle ich mich zu ihnen. Ich habe Angst vor diesen Leuten und ihrem Wahn, und schätze erzkonservative Leute, die meinen anderen ihr Leben verpfuschen zu müssen, sehr gering.

  8. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: Der_Ronny 11.05.14 - 22:42

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Pro-Argumente gibt es ziemlich viele.
    Ein Paar Beispiele wären nett. Habe bisher nicht viel gelesen außer "unglaublich, dass im Jahr 2014 die Homoehe noch immer nicht akzeptiert und unterstützt wird" was mich persönlich auch nicht überzeugt.

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Bisher habe ich hier nur gelesen:
    > - Es würden die Gefühle/das Weltbild von konservativ denkenden Menschen
    > verletzt. Die Hetero Ehe werde dadurch diffus abgewertet. Dies überzeugt mich selbstverständlich nicht einmal ansatzweise.
    Wenn die Gefühle liberal denkender Menschen verletzt werden ist es also einen #Aufschrei wert, die Gefühle konservativer Menschen sind es aber scheinbar nicht.

    janitor schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Gibt es auch konkrete Kontra-Argumente, die einer Kritik standhalten?
    Mal sehen. Hier sind zumindest meine Kontra-Argumente:
    - Da die Ehe ursprünglich zum Schutze der Nachkommen dient und Homosexuelle Menschen nunmal von sich aus keine Nachkommen zeugen können, sollte die Institution "Ehe" nicht für andere Gemeinschaften zweckentfremdet werden. (Ich weiß jetzt schon, dass gleich wieder jemand mit "es gibt auch heterosexuelle Ehepaare die gar keine Kinder haben wollen" und "Heterosexuelle können auch unfruchtbar sein" ankommt.)
    - Kein Mann kann eine Mutter und keine Frau einen Vater ersetzten. Es gibt Studien die beweisen, dass Kinder von alleinerziehende Müttern vermehrt Verbrechen begehen oder sonstige geistige Probleme oder Krankheiten aufweisen. Diese Aufälligkeiten sind bei normalen Ehen (schon merkwürdig, dass man nun zwischen einer normalen Mann-Frau-Ehe und nicht-normalen unterscheiden muss) wesentlich schwächer ausgeprägt. (Habe gerade keine Primärquelle zur Hand)

    Desweiteren sollte man endlich mal aufhören nur auf sich und sein eigenes Glück zu achten. Sicher, jeder Mensch soll das machen was ihn glücklich macht, aber dennoch hat der Mensch gesellschaftliche Verpflichtungen und dazu gehört meiner Meinung nach auch das Erzeugen von zwei oder mehr Kindern. Wenn die Menschen nur noch an ihr eigenes Glück denken und ggf. homosexuell werden, sterben wir zwangsläufig aus!

    Es gibt eingetragene Partnerschaften. Ich verstehe nicht warum dies nicht ausreicht. Achja, dafür gibt es keine steuerlichen Verbesserungen... aber wozu auch? Man tut ja nichts für den Erhalt der Gesellschaft wenn man sich nicht fortpflanzen kann bzw. will und ja, dies beziehe ich auch auf Kinderlose Paare.

  9. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: janitor 11.05.14 - 23:00

    Der_Ronny schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Wenn die Gefühle liberal denkender Menschen verletzt werden ist es also
    > einen #Aufschrei wert, die Gefühle konservativer Menschen sind es aber
    > scheinbar nicht.
    Keine Gefühle von Menschen, weder liberale noch konservative, sind es Wert, wegen ihnen Rechte von Menschen zu beschneiden.

    > Mal sehen. Hier sind zumindest meine Kontra-Argumente:
    > - Da die Ehe ursprünglich zum Schutze der Nachkommen dient und Homosexuelle
    > Menschen nunmal von sich aus keine Nachkommen zeugen können, sollte die
    > Institution "Ehe" nicht für andere Gemeinschaften zweckentfremdet werden.
    > (Ich weiß jetzt schon, dass gleich wieder jemand mit "es gibt auch
    > heterosexuelle Ehepaare die gar keine Kinder haben wollen" und
    > "Heterosexuelle können auch unfruchtbar sein" ankommt.)
    Dieses Argument hat sich ja schon dadurch erledigt, wenn man die Statistiken anschaut, wie viel Kinder aus in einer "intakten" Ehe aufwachsen (und auch aus dieser stammen). Das andere Argument hast du ja auch schon selbst genannt.
    Wie wäre es, Gedankenspiel!, wenn sich Homosexuelle vor einer Eheschließung mit freiwilligen Heteros paaren müssten, dürften diese dann Heiraten deiner Meinung nach?

    > - Kein Mann kann eine Mutter und keine Frau einen Vater ersetzten.
    Alle aktuellen Studien haben aber gezeigt, dass es egal ist ob Vater-Mutter, Vater-Vater, Mutter-Mutter, solange das Verhältnis der Eltern intakt ist. Unterschiede in der Kindesentwicklung gab es nicht.

    > Es gibt Studien die beweisen, dass Kinder von alleinerziehende Müttern vermehrt
    > Verbrechen begehen oder sonstige geistige Probleme oder Krankheiten
    > aufweisen. Diese Aufälligkeiten sind bei normalen Ehen (schon merkwürdig,
    > dass man nun zwischen einer normalen Mann-Frau-Ehe und nicht-normalen
    > unterscheiden muss) wesentlich schwächer ausgeprägt. (Habe gerade keine
    > Primärquelle zur Hand)
    Der erste Teil stimmt. Scheidungskinder sind häufiger gewalttätig. Dies hat aber vermutlich mit dem Scheidungsprozess zu tun und der emotionalen Gewalt, die die Kinder erleiden mussten. Der zweite Teil stimmt nicht. Kinder von Homo-Beziehungen unterscheiden sich nicht in der Entwicklung von Hetero-Beziehungs-Kindern.


    > Desweiteren sollte man endlich mal aufhören nur auf sich und sein eigenes
    > Glück zu achten. Sicher, jeder Mensch soll das machen was ihn glücklich
    > macht, aber dennoch hat der Mensch gesellschaftliche Verpflichtungen und
    > dazu gehört meiner Meinung nach auch das Erzeugen von zwei oder mehr
    > Kindern.
    Interessantes Argument. Ich bin in einer Beziehung, werde aber recht sicher freiwillig keine Kinder haben. Zusätzlich bin ich Arzt an einer großen deutschen Uniklinik, bin Forscher (bereits mehrere Nature-Paper als Co-First Author) und demnächst habilitiert. Habe ich mit meiner Lebensleistung deiner Meinung nach meine gesellschaftliche Verpflichtung auch ohne Kinder erfüllt? Angenommen ich heile Diabetes mellitus mittels Stammzelltherapie. Wie viel Kinder würde dies meine gesellschaftliche Pflicht mindern?

    > Wenn die Menschen nur noch an ihr eigenes Glück denken und ggf.
    > homosexuell werden, sterben wir zwangsläufig aus!
    Niemand wird freiwillig homosexuell (schon gar nicht in dieser Welt!). Man wird homosexuell geboren. Außerdem sterben wir bei aktuell stark steigenden 7,2 Milliarden Menschen ganz sicher nicht aus.

    > Es gibt eingetragene Partnerschaften. Ich verstehe nicht warum dies nicht
    > ausreicht. Achja, dafür gibt es keine steuerlichen Verbesserungen... aber
    > wozu auch?
    Z.B. wird den "eingetragenen Partnerschaften" die gesellschaftliche Anerkennung, die Eheleute genießen, vorenthalten.
    > Man tut ja nichts für den Erhalt der Gesellschaft wenn man sich
    > nicht fortpflanzen kann bzw. will und ja, dies beziehe ich auch auf
    > Kinderlose Paare.
    Doch, man verspricht für sich einzustehen in schlechten Zeiten, sich gegenseitig zu Pflegen bei Krankheiten, sich zu versorgen, sich gegenseitig finanzielle Sicherheit zu geben usw. Daran sollte der Staat großes Interesse haben.

  10. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: mambokurt 11.05.14 - 23:21

    Die Argumente sind wenn dann nicht gegen die Homoehe gerichtet, sondern gegen die steuerliche Gleichstellung. An der Stelle muss man sich dann mal fragen: warum werden Ehen überhaupt steuerlich bevorzugt?
    Die Antwort muss bzw kann nur sein dass mit der Ehe normalerweise das Aufziehen von Kindern einhegeht bzw ging. Nachdem nun aber Paare bewusst auf Kinder verzichten, ist die ganze Prämisse der schützenswerten Institution Ehe irgendwo für die Katz.

    IMHO ist diese ganze Diskussion riesengroßer Blödsinn, Hetereoehen sollten schlicht nicht steuerlich bevorteilt werden sondern Familien die für Kinder sorgen müssen, und dann kann von mir aus jeder jeden heiraten oder es halt sein lassen.

  11. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: janitor 11.05.14 - 23:26

    mambokurt schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Antwort muss bzw kann nur sein dass mit der Ehe normalerweise das
    > Aufziehen von Kindern einhegeht bzw ging. Nachdem nun aber Paare bewusst
    > auf Kinder verzichten, ist die ganze Prämisse der schützenswerten
    > Institution Ehe irgendwo für die Katz.
    >
    > IMHO ist diese ganze Diskussion riesengroßer Blödsinn, Hetereoehen sollten
    > schlicht nicht steuerlich bevorteilt werden sondern Familien die für Kinder
    > sorgen müssen, und dann kann von mir aus jeder jeden heiraten oder es halt
    > sein lassen.
    In zwei Punkten liegst du falsch.
    Erstens sind Kinder bei weitem nicht der einzige Grund weshalb Ehen staatlich gefördert werden. Ein genauso wichtiger Grund ist das Versprechen in schlechten Zeiten für einander einzustehen. Dadurch wird der Sozialstaat deutlich entlastet (sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe).

    Der zweite Punkt ist, dass finanzielle Gründe der einzige Grund für Homosexuelle wäre die Ehe zu wollen. Mindestens genauso wichtig sind die gesellschaftlichen Gründe. Verheiratet zu sein genießt immer noch (m.M.n. zurecht) ein hohes Ansehen in unserer Gesellschaft. "Sind sie verheiratet?" "Nein. Ich lebe in einer eingetragenen Partnerschaft" klingt ziemlich verdächtig nach "separate but equal" und impliziert Partner zweiter Klasse zu sein.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 11.05.14 23:27 durch janitor.

  12. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: mambokurt 12.05.14 - 00:25

    janitor schrieb:
    > Ein genauso wichtiger Grund ist das Versprechen
    > in schlechten Zeiten für einander einzustehen. Dadurch wird der Sozialstaat
    > deutlich entlastet (sozusagen Hilfe zur Selbsthilfe).

    Du verkaufst das als etwas ganz tolles, ist es aber gar nicht. Ich bezahle, genau wie meine Frau, Sozialabgaben. Wird sie jetzt pflegebedürftig ziehen die mich bis aufs letzte Hemd aus, egal ob ich 20 Jahre eingezahlt habe oder nicht. Von einem Sozialstaat erwarte ich, dass er mir so etwas abnimmt, ansonsten verliert er seine Berechtigung und soll die Finger aus meiner Tasche nehmen.

    > Der zweite Punkt ist, dass finanzielle Gründe der einzige Grund für
    > Homosexuelle wäre die Ehe zu wollen.

    Ich habe nicht gesagt Homosexuelle wollen die Ehe wegen der Steuer, ich habe gesagt: die Leute sind nicht per se gegen die Homoehe, sondern dagegen dass die Homoehe steuerlich der normalen gleichgestellt wird.
    Sprich:
    heiraten - mir doch egal
    heiraten & ich zahle - find ich doof.

    Ob das jetzt für die Menschen total toll ist sagen zu können 'wir sind verheiratet' ist mir ehrlich gesagt völlig egal, da fehlt mir irgendwo die romantische Ader.

    Ohne jetzt vom hundertsten ins Tausendste zu kommen: die Förderung der Ehe ist IMHO schlicht antiquirt, genauso wie viele Steuern absolut daneben sind. Im Idealfall müßte man einfach mal ein Reset durchziehen und das Steuersystem komplett neu aufsetzen. Bei der Gelegenheit schützt man dann halt nicht mehr irgendwelchen ideologischen Ballast aus dem Mittelalter sondern das was allgemein der Gesellschaft nützt. Was der Gesellschaft schadet wird dafür stärker besteuert, end of story.

  13. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: Anonymer Nutzer 12.05.14 - 00:36

    hubie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Mehrheit wird Minderheiten immer abwertend gegenüber treten. Das liegt
    > in der Natur des Menschen (schon auf dem Schulhof werden ein paar Einzelne
    > fertig gemacht). Deshalb kann man den ewig gestrigen auch keinen großen
    > Vorwurf machen. Viele Menschen sind eben so einfach gestrickt, dass sie
    > sich auch nach der Pubertät in ihren geschaffenen Weltbildern nicht mehr
    > großartig bewegen und es sich dort heimisch machen. Dass sie damit anderen
    > Menschen Schmerzen zufügen und sie geringschätzen, ist ihnen egal,
    > hauptsache ihre Sicht der Dinge wird vertreten, und ihre (zum Teil echt
    > wahnwitzigen) Ängste werden verstanden.
    >
    > Was das anbelangt zähle ich mich zu ihnen. Ich habe Angst vor diesen Leuten
    > und ihrem Wahn, und schätze erzkonservative Leute, die meinen anderen ihr
    > Leben verpfuschen zu müssen, sehr gering.

    Danke, ich frage mich manchmal ob Liberale in Deutschland langsam aussterben.
    Wo ist Leben und leben lassen hin ?
    Möglichst uneingeschränkte Freiheit, so lange die Freiheit eines anderen nicht eingeschränkt wird, sollte das Ziel allen menschlichen Schaffens sein.

    Stattdessen wird immer stärker versucht auf irgend eine Art und Weise eine "Mehrheit" zu erreichen und den politischen "Gegner" anschließend zu unterdrücken und ihnen das Leben zur Hölle zu machen, sei es durch Steuern, Verbote oder whatever.

    Wäre es kein Widerspruch in sich, würde ich fast sagen, in Deutschland braucht es eine radikale Liberale, die sowohl rechts- als auch Linksfaschisten hinweg fegt.

    Vielleicht muss man auch nur beide Lager gegeneinader ausspielen, sodass sie sich gegenseitig vernichten ......

    Einige Menschen scheinen wirklich zu glauben, dass aufgrund der Homo Ehe ihre Kinder oder sie selbst plötzlich schwul werden.
    Ist leider nicht so, in Anbetracht dessen gibt es KEIN Argument die Freiheit der Homosexuellen auf eine Ehe einzuschränken.
    Niemand wird geschädigt.
    Ebenso würde ich niemand verbieten gegen die Homo Ehe zu hetzen, jedoch müssen diese Menschen damit rechnen, ignoriert und nicht ernst genommen zu werden.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 12.05.14 00:51 durch Born2win.

  14. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: narea 12.05.14 - 01:20

    hubie schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Die Mehrheit wird Minderheiten immer abwertend gegenüber treten. Das liegt
    > in der Natur des Menschen [...]

    Ich möchte widersprechen. Für die 'stumpfe' Masse mag das zutreffen, allerdings sollte ab einer gewissen Intelligenzschwelle eben dies nicht mehr auftreten.

  15. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: motzerator 12.05.14 - 04:19

    Der_Ronny schrieb:
    ----------------------------
    > Sicher, jeder Mensch soll das machen was ihn glücklich
    > macht, aber dennoch hat der Mensch gesellschaftliche
    > Verpflichtungen und dazu gehört meiner Meinung nach
    > auch das Erzeugen von zwei oder mehr Kindern.

    Trotz der schrecklich vielen Homosexuellen (Ironie) hat
    sich die Menschheit in den letzten 50 Jahren verdoppelt.
    Gleichzeitig verzeichnen wir auf der Erde ein Artensterben,
    schlimmer als beim Ende der Dinosaurier. Dafür ist aber
    diesmal kein Meteorit verantwortlich, sondern die immer
    stärkere Ausbreitung und Vermehrung des Menschen.

    Du willst uns also allen Ernstes sagen, das wir noch mehr
    Kinder in die Welt setzen sollen, um diesen Prozess noch
    weiter zu beschleunigen?

    > Wenn die Menschen nur noch an ihr eigenes Glück
    > denken und ggf. homosexuell werden, sterben wir
    > zwangsläufig aus!

    Bitte informiere dich über Themen, bevor Du dazu etwas
    schreibst, du läufst sonst Gefahr, dich lächerlich zu machen.

    1. Homosexualität ist nichts, was sich irgend jemand aus-
    sucht. Man ist es einfach, bemerkt es irgendwann und macht
    dann das beste daraus. Es ist nicht möglich, die sexuelle
    Orientierung eines Menschen zu verändern, egal wie sehr
    man ihm etwas einredet. Ich bin bei heterosexuellen Eltern
    aufgewachsen, ich habe in den 70er Jahren nur heterosexuelle
    im Film als Rollenmodelle kennengelernt (der einzige Homo-
    sexuelle im Film war ein Mann in Frauenkleidern in einem
    James Bond Film), ich hatte als erster in der Klasse dann auch
    eine Freundin (hab sie einfach gefragt, sieht man ja in jedem
    Film). Nur danach ist nichts draus geworden, das hatte der
    Fernseher mir nmlich nicht verraten und ein paar Jahre danach
    hab ich dann rausgefunden, das ich Männer liebe.

    Also mach dir einfach keine Sorgen, es kann sich niemand
    einfach so überlegen, Schwul zu werden. Das muss ihm schon
    in die Wiege gelegt worden sein. :)

    2. Daher bleibt die Quote der Homosexuellen auch weltweit
    gleich, unabhängig von Abstammung oder Kultur. Informiere
    dich über die Bevölkerungsentwicklung der Menschheit und
    deine lächerliche Angst vor dem Aussterben wird hoffentlich
    geheilt.

    Kleiner Tip: Nicht mal der 2. Weltkrieg mit den vielen Millionen
    Toten hat einen größeren Knick in die Bevölkerungskurve machen
    können.


    World-pop-hist-de-2 [GFDL (http://www.gnu.org/copyleft/fdl.html) or CC-BY-SA-3.0 (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)], by Anton at de.wikipedia, from Wikimedia Commons

  16. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: Flyte 12.05.14 - 08:01

    +1

  17. "Da die Ehe ursprünglich zum Schutze der Nachkommen dient"

    Autor: Yes!Yes!Yes! 12.05.14 - 08:27

    Quelle?
    Eigentlich dient die Ehe lediglich der Bindung der beteiligten Partner.

  18. Re: Seriöse Kontra-Argumente gegen Homo-Ehe

    Autor: JosefGruen 12.06.15 - 12:57

    motzerator schrieb:
    > 1. Homosexualität ist nichts, was sich irgend jemand aus-
    > sucht. Man ist es einfach, bemerkt es irgendwann und macht
    > dann das beste daraus.

    Ist das wirklich so? M.W. ist diese Behauptung nicht hinlänglich belegt.

    Es gibt viele Menschen, die bisexuell veranlagt sind, deren sexuelle Orientierung also nicht festgelegt ist. Hier spielen möglicherweise auch gesellschaftliche Faktoren und Umfeldbedingungen eine Rolle.

    Möglicherweise gibt es auch in der Frage der sexuellen Orientierung generell kein schwarz-weiß, in welcher Menschen zu 100% in homo- oder heterosexuelle Schubladen gelegt werden können. Lebensphase, Umfeldbedingungen, Lebenserfahrungen, Kultur - all dies könnten Faktoren sein, welche auch die sexuelle Orientierung beeinflussen. Solange dies nicht hinreichend erforscht und bewiesen ist, sollten wir uns nicht zu generalisierten Behauptungen hinreissen lassen.

    Zum eigentlichen Thema: Gegen die Homo-Ehe können die folgenden Argumente sprechen:
    - Institution Ehe, die eng mit der der Famlie verbunden ist. Welche Eltern möchten es ihren Kindern zumuten, dass sie auf dem Schulhof gehänselt oder gar gemobbed werden? Muss nicht erst ein gesellschaftliches Umdenken stattfinden, bevor man Fakten auf Kosten anderer (der Kinder) schafft?
    - Kulturelle Verankerung der Ehe im christlichen Glauben. Es ist nunmal eine Tatsache, dass Europas Geschichte christilich geprägt war und ist. Ein großer Teil der Gesellschaft wird mit der Öffnung einer für sie heiligen Institution und der damit einhergehenden Moralvorstellung grundsätzliche (!) Probleme haben. Umso mehr gilt das auch für "zugezogene" Religionen wie bspw. dem Islam, die sein weit konservativeres Weltbild weit weniger laizistisch auslebt, als es das Christentum derzeit tut

    Für mich als Fazit: Ist unsere Gesellschaft wirklich schon bereit für die Homo-Ehe? Will man sie ggf. auch gegen fundamentale und irrationale, da religiöse Werte breiterer Bevölkerungsschichten durchsetzen?

    Es ist eine politische Entscheidung.

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