1. Foren
  2. Kommentare
  3. Sonstiges-Forum
  4. Alle Kommentare zum Artikel
  5. › FDP: Kulturflatrate ist…

Das Recht sollte den Menschen dienen...

Neue Foren im Freiraum! Raumfahrt und freie Software haben jetzt einen Platz, die Games tummeln sich jetzt alle in einem Forum.
  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


  1. Das Recht sollte den Menschen dienen...

    Autor: Paninaro 17.01.06 - 10:35

    Wenn eine Mehrheit die Kultur-Flatrate für sinnvoll hält, kann man Gesetze auch ändern. Das Urheberrecht wird der Lebenswirklichkeit jedenfalls nicht mehr gerecht.

    Paninaro

  2. Re: Das Recht sollte den Menschen dienen...

    Autor: asd 17.01.06 - 11:21

    Die FDP war schon immer für das Recht des Reicheren. Sprich: einer Minderheit mit viel Geld


    Paninaro schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wenn eine Mehrheit die Kultur-Flatrate für
    > sinnvoll hält, kann man Gesetze auch ändern. Das
    > Urheberrecht wird der Lebenswirklichkeit
    > jedenfalls nicht mehr gerecht.
    >
    > Paninaro


  3. Re: Das Recht sollte den Menschen dienen...

    Autor: kawazu 17.01.06 - 11:25

    asd schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Die FDP war schon immer für das Recht des
    > Reicheren. Sprich: einer Minderheit mit viel Geld

    Was willst Du uns damit sagen?


  4. Re: Das Recht sollte den Menschen dienen...

    Autor: RoterStern 17.01.06 - 11:30

    kawazu schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > asd schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Die FDP war schon immer für das Recht
    > des
    > Reicheren. Sprich: einer Minderheit mit
    > viel Geld
    >
    > Was willst Du uns damit sagen?
    >
    >


    Damit will er sagen, das die FDP dafür ist, den Reichen noch mehr Reichtum zu beschaffen. Und die ganzen kleinen, armen bis semi-reichen Leute sollen dafür aufkommen.

  5. Re: Das Recht sollte den Menschen dienen...

    Autor: kawazu 17.01.06 - 11:45

    RoterStern schrieb:

    > Damit will er sagen, das die FDP dafür ist, den
    > Reichen noch mehr Reichtum zu beschaffen. Und die
    > ganzen kleinen, armen bis semi-reichen Leute
    > sollen dafür aufkommen.

    Zum Beispiel Musikern, die vom Verkauf von CDs leben wollen/müssen? Sorry, aber so einfach kann man es sich auch nicht machen.

  6. Re: Das Recht sollte den Menschen dienen...

    Autor: pennbruder 17.01.06 - 11:47

    kawazu schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Zum Beispiel Musikern, die vom Verkauf von CDs
    > leben wollen/müssen? Sorry, aber so einfach kann
    > man es sich auch nicht machen.

    mann-o-mann - ich glaube du bist wirklich der letzte der noch daran glaubt, dass es hier um die musiker und künstler geht. bist du wirklich so naiv? hast du wirklich nicht kapiert, um wen es hier geht?

  7. "vom Verkauf von CDs leben wollen/müssen"

    Autor: xXXXx 17.01.06 - 11:52

    wieviele musiker betrifft das weltweit? 10? 100? 1000?

    sollen sie doch wie die mehrheit ihren lebensunterhalt durch auftritte verdienen. und für ein bisschen geträller muss nun wirklich nicht jeder popper-arsch millionär werden.

    an den cds verdienen die plattenfirmen. und die braucht kein mensch.

  8. Re: Das Recht sollte den Menschen dienen...

    Autor: kawazu 17.01.06 - 11:54

    pennbruder schrieb:

    > mann-o-mann - ich glaube du bist wirklich der
    > letzte der noch daran glaubt, dass es hier um die
    > musiker und künstler geht. bist du wirklich so

    Zum einen hab ich spätestens nach DSDS und diesem ganzen Schmutz meine klare Meinung von der Musik-Industrie, zum anderen aber: In dem originalen Posting ging es darum, daß die FDP die Kultur-Flatrate (zugespitzt) als "Entrechtung der Schaffenden" bezeichnet hat. Vielleicht ist, sollte es wirklich eine Kultur-Flatrate geben, nach ein paar Jahr(zehnt)en die Musikindustrie in ihrer derartigen Form nicht mehr existent. Und dann? Welche Möglichkeit hat dann ein Musiker, der (aus welchen Gründen auch immer) seine Musik nicht digital via Internet vertrieben wissen möchte? Kann er das? Respektiert das irgendjemand? Vermutlich nicht. Und dort liegt für mich das Problem, die Erkenntnis, daß auch die Kultur-Flatrate die Schwierigkeiten der jetzigen Situation (Selbstbedienungs-Mentalität - "wir nehmen, was wir kriegen können") nicht vollständig zu lösen vermag.


  9. Re: "vom Verkauf von CDs leben wollen/müssen"

    Autor: kawazu 17.01.06 - 12:00

    xXXXx schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > wieviele musiker betrifft das weltweit? 10? 100?
    > 1000?
    >
    > sollen sie doch wie die mehrheit ihren
    > lebensunterhalt durch auftritte verdienen. und für
    > ein bisschen geträller muss nun wirklich nicht
    > jeder popper-arsch millionär werden.

    Deine Realität ist eigenartig. Das Gros der Musiker ist _nicht_ der Schmutz, der bei m-tv und co. über die Bildschirme flimmert, bei "wetten, daß" auf der Bühne herumturnt oder dauerhaft auf dem Dudelfunk durch den Äther reitet. Die Masse der Musiker bekommt keine großangelegten Werbe-Aktionen in Funk und Fernsehen, keine Hochglanz-Promotion-Bilder, keine bunten Video-Clips mit viel Brust und Po, sondern kann froh sein, wenn sie bei einem (Indie-?)Label sind, bei dem sie nicht mit ihren CD-Verkäufen das querfinanzieren müssen, was die Plattenfirma für das "Machen" des nächsten Superstars an Geld verbrennt. _Diese_ Musiker haben momentan _überhaupt_ keine Lobby, die sind die einzigen, die wirklich auf den Verkauf von CDs angewiesen wären, und zugleich auch die einzigen, die über File-Sharing wirklich Einnahmen verlieren - oder glaubst Du, ein Konzern wie BMG wird auf "Verlusten" durch eingebrochene CD-Verkäufe sitzenbleiben?

  10. Re: "vom Verkauf von CDs leben wollen/müssen"

    Autor: phil 17.01.06 - 13:09

    Du hast absolut recht, aber bei einer Kulturflatrate könnte man die Urheber auch (direkt) beteiligen. So wäre das Ideal!

    Grüße, Phil

  11. Re: "vom Verkauf von CDs leben wollen/müssen"

    Autor: kawazu 17.01.06 - 13:14

    phil schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Du hast absolut recht, aber bei einer
    > Kulturflatrate könnte man die Urheber auch
    > (direkt) beteiligen. So wäre das Ideal!

    Natürlich wäre das ideal. Deswegen bin ich ja auch prinzipiell dafür. Die Frage, ob sich ein Musiker auf Wunsch dort ausklinken kann, ist allerdings damit noch nicht beantwortet. Momentan schimpfen auch einige Musiker auf die GEMA als quasi-mafiöse Struktur, der man sich mit Leib und Seele verkauft, wenn man sich ihr denn einmal anvertraut hat. Kommt die Content-Flatrate, wird eine ähnliche Institution her müssen, um Geld fair verteilen zu können...

  12. Re: "vom Verkauf von CDs leben wollen/müssen"

    Autor: Anonymous 17.01.06 - 17:54

    > _Diese_ Musiker haben momentan
    > _überhaupt_ keine Lobby, die sind die einzigen,
    > die wirklich auf den Verkauf von CDs angewiesen
    > wären, und zugleich auch die einzigen, die über
    > File-Sharing wirklich Einnahmen verlieren

    Das ist jetzt wirkich mal ausgemachter Blödsinn. Die Leute, die du meinst verdienen ihr Geld eben doch größtenteils durch Auftritte und eben nicht durch CD-Verkäufe. Und wenn dann findest du die CDs auch nicht besonders leicht in Tauschbörsen. Da gibt's meistens auch nur das was bekannt ist.

    > - oder
    > glaubst Du, ein Konzern wie BMG wird auf
    > "Verlusten" durch eingebrochene CD-Verkäufe
    > sitzenbleiben?

    Wer jetzt, die kleinen Künstler, oder die die bei BMG unter Vertrag sind? Entscheide dich mal

  13. Re: "vom Verkauf von CDs leben wollen/müssen"

    Autor: Yoto 17.01.06 - 19:01

    > Die Leute, die du meinst verdienen ihr Geld eben
    > doch größtenteils durch Auftritte und eben nicht
    > durch CD-Verkäufe.

    Du bist keiner davon, oder? Merkt man.

    > Und wenn dann findest du die
    > CDs auch nicht besonders leicht in Tauschbörsen.

    Oh doch. Einfach Name in die Suchmaske eintragen, schon gibt es rund 50 Treffer. Hinter jedem dieser Treffer steckt ein - nach geltendem Recht - Krimineller, der meine Werke verschenkt und damit auch dafür verantwortlich ist, dass die Einnahmen, die ich mit einem Beruf als Musiker erziele, nicht einmal ausreichen, um meine Familie zu ernähren.

    Logische Konsequenz: Ein Leben als Musiker ist quasi nicht mehr möglich. Auch eine Art, wie man die Kultur ausdünnen kann (und auf größere Konzerne beschränken).

  14. Re: "vom Verkauf von CDs leben wollen/müssen"

    Autor: kawazu 17.01.06 - 19:04

    Anonymous schrieb:

    > Das ist jetzt wirkich mal ausgemachter Blödsinn.
    > Die Leute, die du meinst verdienen ihr Geld eben
    > doch größtenteils durch Auftritte und eben nicht
    > durch CD-Verkäufe. Und wenn dann findest du die
    > CDs auch nicht besonders leicht in Tauschbörsen.
    > Da gibt's meistens auch nur das was bekannt ist.

    Eigenartig; die Leute, die in meinem Umfeld Tauschbörsen nutzen, tun dies eigentlich erklärterweise deswegen, weil sich dort auch Musik findet, die man im Handel kaum mehr findet bzw. die teilweise auch, was die Kataloge der Plattenfirmen betrifft, als "out of print" geführt werden respektive "original" allenfalls noch bei e-Bay zu bekommen sind. Ansonsten: Was glaubst Du, was man als Band verdient, wenn man, vielleicht noch auf eigene Kosten, (weil eben keine Plattenfirma dahintersteht) durch die Kante tingelt? So massiv sind die Gagen nicht, wenn man kleine Clubs betourt, vielleicht noch allein ohne "zugkräftige" Hauptband. Die Festivals, die ich gelegentlich besuche, sind irgendwo in Deutschland, dort spielen Bands aus allen Teilen Europas, die "underground" sind (so dumm das Wort auch klingt) und dann so im Gespräch nebenbei fallen lassen, etwa aus Kopenhagen mit Kleintransporter auf eigene Rechnung angereist zu sein - um dann vor < 100 Leuten (bei Eintrittspreisen 10 < x < 15 € pro Nase für zwei Tage) irgendwo auf einer Waldbühne zu spielen. Ich glaube kaum, daß dort finanziell viel hängen bleibt...



    > Wer jetzt, die kleinen Künstler, oder die die bei
    > BMG unter Vertrag sind? Entscheide dich mal


    Lies die obige Aussage nochmal, bitte. Ein Konzern wie BMG hat genug Möglichkeiten, Verkaufsausfälle auf Musiker umzulegen, weil (a) genügend Musiker und (b) durchaus auch ein paar "größere" Sachen, die auch bei Ausfällen und teilweise gruseligen CD-Preisen (guck' Dir mal an, was etwa aktuelle Pop-Sampler so kosten) zumindest ein wenig Geld in die Kasse spülen. Ein Indie-Label mit wenigen, auch weniger bekannten Künstlern hat diese Möglichkeit nicht. Dort sind Verkaufsausfälle schwieriger, wenn man CD-Produktionen und zumindest marginale Promotion im Vorfeld finanziert hat und irgendwie Kosten decken muß. Ich schreib' gelegentlich für ein Online-Musikmagazin, interviewe auch mitunter Musiker und möchte insgesamt derzeit nicht wirklich ein Indie-Label betreiben. :/

  15. Re: Das Recht sollte den Menschen dienen...

    Autor: Helmut Riedel 17.01.06 - 21:39

    ... tut es aber nicht - es dient den Großkonzernen und Reichen welche das 'Recht'(JUSTIZ) finanzieren und sich somit leisten können. Otto "normal" bekommt es nur, wenn es durch keinen gutbezahlten Juristen mehr zu umgehen ist !

    Durch das 'Urheberrecht' verdient der Künstler nur einen geringen Bruchteil dessen, was die 'GROß-RAUBKOPIERER' durch seinen Erfolg einkassieren !

    Diese konnten ihre heutige Position nur dadurch erreichen, weil die Fähigkeit des Kopierens von Ton- und Filmedien früher sehr aufwändig war.

    Das Geschrei ist nur deshalb so groß, weil diese Industrie durch die neuen Technologien des Computerzeitalters in ihrer Existenz (Berechtigung) bedroht ist.

    Für diese Unternehmen ist es also an der Zeit, sich neu zu profilieren und sich nicht an den alten Zöpfen festzuhalten. Auch früher sind schon Gewerke und Industrien 'vergangen', wenn sie nicht mehr zeitgemäß waren.

    Mit diesem Gedanken sollten sich Medienkonzerne in gewissen Bereichen endlich anfreunden, den sonst verpassen sie den nächsten Zug in die Zukunft !

    MfG

    Helmut Riedel

    p.s. Besondere Rechte können nur aus besonderen Fähigkeiten hergeleitet werden !
    Sind diese Fähigkeiten nichts 'Besonderes/Heiliges' mehr, sind die dazu
    gehörenden Rechte keinen Cent mehr wert. Ursprünglich waren die
    'Urheberrechte' dazu da um die damals wirklich armen Künstler sozial
    abzusichern. Jedoch gibt es inzwischen andere Sicherungssysteme und leider
    wurde - und wird noch immer das 'Urheberrecht' zur Sicherung kommerzieller
    Kopierer mißbraucht. Es ist auch nicht nachzuvollziehen, wieso Kinder und
    Kindeskinder von Urheberrechten profitieren sollen, obwohl sie selbst
    nichts dazu beitrugen, bzw. nichts neues dazu beitragen.
    Aus diesem Grund bin ich für die ABSCHAFFUNG DES DERZEIT GELTENDEN
    URHEBERRECHTS und für die Schaffung neuer gesetzlicher Grundlagen.
    WEG MIT DEN DINOSAURIEERN IN RECHT UND GESETZ ! Das betrifft
    übrigens noch eine ganze Reihe anderer 'Gesetzlicher Antiquitäten' sowohl
    in unserem, als auch in anderen Ländern dieser Welt!

  16. Re: "vom Verkauf von CDs leben wollen/müssen"

    Autor: Inu 18.01.06 - 08:18

    > Kommt die Content-Flatrate, wird eine
    > ähnliche Institution her müssen, um Geld fair
    > verteilen zu können...

    So wie die GEZ...


  1. Thema

Neues Thema Ansicht wechseln


Um zu kommentieren, loggen Sie sich bitte ein oder registrieren Sie sich. Sie müssen ausserdem in Ihrem Account-Profil unter Forum einen Nutzernamen vergeben haben. Zum Login

Stellenmarkt
  1. R&D IS Manager (m/w/d)
    Valeo Schalter und Sensoren, Bietigheim-Bissingen
  2. Application Manager (m/w/d)
    akf bank GmbH & Co KG, Hamburg
  3. Data & Analytics-Experte Automotive Technologies (m/w/d)
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  4. Senior Architect Microsoft Azure (m/w/d)
    operational services GmbH & Co. KG, Frankfurt am Main, Berlin, Dresden, München, Wolfsburg

Detailsuche


Golem pur
  • Golem.de ohne Werbung nutzen

Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 499,99€
  2. 399,99€


Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de