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ich würde sogar

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  1. ich würde sogar

    Autor: hrothgaar 22.05.14 - 18:25

    100¤ pro Monat zahlen um von den 300kbit wegzukommen!

  2. Re: ich würde sogar

    Autor: Katsuragi 22.05.14 - 19:21

    Das kann man mit Tooway Sat oder deren Resellern haben, hat aber viele Haken. Wenns Dich interessiert kann ich genauer berichten, weil das momentan auch meine eigene Möglichkeit ist Bandbreite zu kriegen.

    Ich habe schon wirklich viel versucht hier im Westerwald, stoße aber immer wieder gegen Betonköpfe.
    Im Moment überlege ich _ernsthaft_ ein eigenes FTTH-Netz hier aufzubauen, nur über ein paar Dörfer. Das wäre sogar (mehr als) kostendeckend machbar, soweit ich das bisher grob überschlagen habe. Natürlich fehlen mir die Geldgeber, aber wo ein Wille ist...
    Aber die Telekom macht das recht geschickt. Die Dorfkerne werden mit frickligem "DSL 16.000" (das die Leistung dann mangels Uplink nie bringt) versorgt. Und wenn man dann was besseres anbieten will, das aber eben auch was kostet, dann kommt von den meisten Leuten nur "was, soooo teuer?". Und mit dem Rest der Meute ist so ein Projekt halt nicht zu stemmen. Das weiß die T-Kom sehr genau und kann deshalb die Leute weiter mit ihren völlig überteuerten und gleichzeitig schlechten Leistungen abspeisen.

  3. Re: ich würde sogar

    Autor: Patrickkhb 22.05.14 - 19:25

    Katsuragi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Ich habe schon wirklich viel versucht hier im Westerwald, stoße aber immer
    > wieder gegen Betonköpfe.
    > Im Moment überlege ich _ernsthaft_ ein eigenes FTTH-Netz hier aufzubauen,
    > nur über ein paar Dörfer. Das wäre sogar (mehr als) kostendeckend machbar,

    Ich verstehe dein Problem und kann nachvollziehen, wenn du derartige Gedanken hast.
    Unterschätze aber bitte nicht die Kosten. Ich kann dir versichern, dass du ohne Probleme in Bereiche von mehreren Millionen Euro kommen kannst - je nachdem, wie großflächig du ausbauen willst und ob du Rohre nutzen kannst.

    Hast du keinerlei Rohrtrassen, die du mitbenutzen kannst, dann explodieren die Kosten _ganz_ schnell.

  4. Re: ich würde sogar

    Autor: nille02 22.05.14 - 19:35

    Katsuragi schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Im Moment überlege ich _ernsthaft_ ein eigenes FTTH-Netz hier aufzubauen,
    > nur über ein paar Dörfer. Das wäre sogar (mehr als) kostendeckend machbar,
    > soweit ich das bisher grob überschlagen habe. Natürlich fehlen mir die
    > Geldgeber, aber wo ein Wille ist...

    Suche dir Partner die euer Netz anschließen würden, dann kannst du ja mal bei den Nachbarn Abklopfen, wer alles daran Interesse hat.

    Wenn die Internet Not groß genug ist, bekommst du vermutlich genug Geldmittel von den Anwohnern.

  5. Re: ich würde sogar

    Autor: Katsuragi 22.05.14 - 21:33

    ich antworte einfach mal auf beides zusammen:

    1) ja, ich bin mir bewusst was das kostet. Habe mal Kabelstrecken und Verlegewege in der Gegend überschlagen und es würden wohl ca. 0,5 - 1 Mil. Euro werden. Dabei bin ich von 75 Euro pro Meter für die Verlegung der Kabel ausgegangen. Das wird nach meinen Recherchen allgemein als "worst case" in der Stadt angegeben.
    Wir können hier aber lange Strecken gut über nicht bebautes/bebaubares Privatgelände verlegen (Felder, Waldstücke in Privatbesitz). Da _könnte_ man bei entsprechender Einigung günstiger wegkommen. Mir ist die Rechtslage dabei noch nicht klar. Ich weiß aber von einem guten alten Freund, dass die so ihr Studentenwohnheim selbst ans Glasfasernetz der Uni angebunden haben - die haben sogar selbst gebuddelt.

    Ich habe auch noch ein paar andere Ideen, wie man die Kabelverlegung günstiger bekommen könnte. Muss noch genauer überlegt werden.

    2) Es gibt hier in der Gegend (an der A3, nicht weit) wohl einen massiven Backbone eines großen Anbieters (_nicht_ der Telekom). Das hat mir ein lokaler ISP gesteckt, der woanders einige unserer Kunden versorgt. Er wollte mir aber nicht direkt sagen welcher Provider das ist; wahrscheinlich wollte er sich nicht in die Karten gucken lassen, weil er da auch dran hängt. Ich versuche gerade rauszufinden, wie man das rausfindet. :-)
    Dort soll man jedenfalls für akzeptable Kosten mit sehr hoher Bandbreite aufspringen können. Zitat: "Telekom können Sie vergessen. VIEEEL zu teuer".

    Werde mich aber leider aus anderen Gründen bis Oktober nicht ausführlich damit befassen können. Danach nehme ich das mal genauer unter die Lupe.

    Wenn jemand noch ein paar Tips hat: immer her damit. ;)

  6. Re: ich würde sogar

    Autor: Katsuragi 22.05.14 - 22:03

    hrothgaar schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > 100¤ pro Monat zahlen um von den 300kbit wegzukommen!

    um darauf mal zurück zu kommen. Ich zahle bei Tooway genau 100 Euro brutto pro Monat für eine rückkanalfähige Sat-Verbindung über KA-Sat.
    Die Leistungsdaten sind 20 mbit/s down, 6 mbit/s up und _Flatrate_ ausdrücklich _ohne_ Drosselung. Das versprechen andere (unseriöse) Anbieter über KA-Sat auch oft, aber es lohnt sich das Kleingedruckte zu lesen.

    pro:
    * die angegebenen Datenraten sind tatsächlich möglich, sogar bei schlechtem Wetter. Manchmal habe ich sogar etwas mehr.
    * Drosselung habe ich noch keine bemerkt, und ich bin recht intensiver Nutzer mit oft über 100 GB in einem Monat.

    contra:
    * extrem hohe Latenz zwischen 650 und 750 ms. Damit funktionieren einige Dienste gar nicht und andere machen Zicken. Bei Strato Highdrive z.B. bekomme ich _immer_ nur 10 mbit/s im Downstream wegen eines zu kleinen TCP-Windows bei dieser Latenz. Ich kann aber 2 Downloads gleichzeitig mit je 10 mbit/s machen.
    * Webseiten-Aufrufe sind auch oft recht träge, weil oft viel nachgeladen werden muss und da wirkt sich die Latenz mehrfach aus.
    * abends (also zur "prime time") ist es praktisch unbenutzbar, träge bis hinunter zu wenigen Kb/s oder es kommt auch schonmal minutenlang gar nichts durch.
    Vormittags, nachts und oft am Wochenende dagegen sind die Durchsätze akzeptabel.
    Wenn ich also z.B. etwas bei GoG.com runterlade, dann lasse ich es über Nacht laufen.
    * Tooway benutzt einen transparenten DNS-Proxy und mischt sich in den DNS-Traffic ein. Sie leiten prinzipiell _alle_ DNS-Anfragen über ihre eigenen Server, egal wohin die Anfrage ursprünglich gerichtet war. Ich überlege ernsthaft deswegen Strafanzeige zu erstatten.
    Für meinen Netflix-Redirector leite ich daher die DNS-Anfragen über die immer noch vorhandene langsame DSL-Leitung.

    Also: besser als nichts, aber auch nicht gerade günstig für einen Dienst mit den o.g. Einschränkungen.
    Ohne die zusätzlich vorhandene DSL-Leitung (geringe Bandbreite, aber auch geringe Latenz) würde ich vermutlich nicht auskommen.

  7. Re: ich würde sogar

    Autor: Patrickkhb 23.05.14 - 09:26

    Bei Verlegungen im ländlichen Bereich lohnt sich ein Blick auf den Kabelpflug. Falls du den noch nicht kennen solltest:
    http://www.kabelpflug.de/

    Ist in solchen Bereichen schnell und günstig.

  8. Re: ich würde sogar

    Autor: gaym0r 23.05.14 - 10:24

    Dann kommt der Bauer und pflügt sein Feld und das wars :-D

  9. Re: ich würde sogar

    Autor: Katsuragi 23.05.14 - 10:37

    gaym0r schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dann kommt der Bauer und pflügt sein Feld und das wars :-D

    hmm, also ich habe gestern auf der Titelseite der hier schon genannten Firma http://www.dns-net.de/ ein Bild von einer entsprechenden Verlegung gesehen.

    Die sind ein großer Anbieter und scheinen sich darum keine Sorge zu machen.

    Ansonsten: @Patrickkhb, danke für den Tip. Das sehe ich mir genauer an.

    Wir haben hier z.T. recht kompakte Dörfer mit wenigen "inneren" Straßen. Mir schwebt etwas vor wie eine Trasse drumherum oder daran vorbei zu legen, und dann teilweise oberirdische (oder in geringer Tiefe verlegte) "Stichleitungen" in die äußeren Häuser. Da sich das alles in Gärten und damit Privatgelände abspielen würde käme man zu einem großen Teil um die teuren Verlegungen unter Straßen herum.

    Aber wie ich Deutschland (und seine Bewohner) kenne ist das bürokratisch mal wieder nicht so einfach. :-)
    Und man muss natürlich bedenken was passiert, wenn so ein Dorf mal erweitert wird...

  10. Re: ich würde sogar

    Autor: Patrickkhb 23.05.14 - 10:48

    Oberirdisch wirst du kaum bei den Gemeinden durchgesetzt kriegen. Bei den Anwohnern wird es ebenfalls schwierig.
    Eine oberirdische Linie kann sich lohnen, aber mittlerweile kriegt man sowas kaum noch genehmigt.

    An deiner Stelle würde ich aber gerade Privatgrundstücke meiden. Da muss jedes Stück einzeln vertraglich geregelt werden (am besten mit dinglicher Sicherung) und die meisten Besitzer lassen sich sowas gerne mal vergolden.
    Der Weg über öffentliche Bereiche ist in der Regel unkomplizierter.

  11. Re: ich würde sogar

    Autor: Katsuragi 23.05.14 - 11:49

    Patrickkhb schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Oberirdisch wirst du kaum bei den Gemeinden durchgesetzt kriegen. Bei den
    > Anwohnern wird es ebenfalls schwierig.
    > Eine oberirdische Linie kann sich lohnen, aber mittlerweile kriegt man
    > sowas kaum noch genehmigt.

    hmm, die KEVAG hat hier in der Gegend auch oberirdische Verlegung. Die scheinen damit keine Probleme zu haben. Aber klar, meine Präferenz ist das nicht. Es ginge mir auch hauptsächlich um die paar Meter vom Hauptkabel zu den jeweiligen Häusern. Hatte überlegt, ob man da beim Hausanschluss nicht etwas sparen könnte, wenn man nicht nah am Haus buddeln muss (oder wenigstens nicht so tief).
    Das wäre im Zweifel im jeweiligen Vorgarten.

    > An deiner Stelle würde ich aber gerade Privatgrundstücke meiden. Da muss
    > jedes Stück einzeln vertraglich geregelt werden (am besten mit dinglicher
    > Sicherung) und die meisten Besitzer lassen sich sowas gerne mal vergolden.
    >
    > Der Weg über öffentliche Bereiche ist in der Regel unkomplizierter.

    Ok, die Worte "öffentlich" und "unkompliziert" habe ich noch nicht oft in einem Satz gehört, werde es mir aber zu Herzen nehmen. :-)

  12. Re: ich würde sogar

    Autor: tingelchen 23.05.14 - 16:50

    > Ok, die Worte "öffentlich" und "unkompliziert" habe ich noch nicht oft in einem Satz
    > gehört, werde es mir aber zu Herzen nehmen. :-)
    >
    Zu recht :) Denn öffentlich ist niemals unkompliziert. Das liegt daran das wir hier in D alles überbürokratisiert haben. Darum ist auch immer alles so teuer. Bürokratie kostet unweigerlich immer viel Geld.

    Der Weg über private Grundstücke ist immer mit einem Eintrag im jeweiligen Grundbuch verbunden. Man trägt hier eine Last (mein Baulast) sowie ein Wegerecht ein, damit du oder das Unternehmen jederzeit Zutritt zu den Rohren haben. Der Eigentümer ist dann dazu verpflichtet die entsprechenden Bereiche frei zu halten. Darum wird so was oft eher ungern gemacht.

    In Ländlichen Gebieten kennt man sich allerdings eher :)


    Ach so. Ich empfehle im übrigen min. 3 Doppeladern pro Einheit. Zum einen weil mehr Adern nur unwesentlich Mehrkosten verursachen und zum anderen, bei Um- oder Anbauten noch Kapazitäten frei sind. Sieh dir bei der Kalkulation auf jeden Fall den Bauplan der Städte an.

  13. Re: ich würde sogar

    Autor: nille02 23.05.14 - 22:30

    Solltest du das ganze wirklich durchziehen wollen, wäre es schön, wenn das vielleicht in einer Art Tagebuch Online gestellt werden würde. Das wäre vielleicht eine Hilfe für andere Orte und Siedlungen die etwas eigenes machen wollen.

  14. Re: ich würde sogar

    Autor: Katsuragi 25.05.14 - 00:10

    nille02 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Solltest du das ganze wirklich durchziehen wollen, wäre es schön, wenn das
    > vielleicht in einer Art Tagebuch Online gestellt werden würde. Das wäre
    > vielleicht eine Hilfe für andere Orte und Siedlungen die etwas eigenes
    > machen wollen.

    Ich denke ich werde mich im Herbst erstmal ordentlich informieren.
    Bis dahin versuche ich schonmal rauszufinden wie man auf den angeblich hier vorhandenen Backbone aufspringen kann. Ich weiß, dass mindestens 3 mittelständische Firmen ganz in der Nähe des eventuellen Anschlusspunkts liegen (weniger als 400m entfernt mit freiem Feld dazwischen). Vielleicht versuche ich mit denen einen Deal auszuhandeln, dass wir zusammen dort aufspringen und uns die Kosten teilen. Das wäre dann später "leicht" auf Privatkunden ausdehnbar und man könnte in viel kleinerem und finanziell überschaubaren Rahmen wachsen.

    Ich werde das auf jeden Fall öffentlich dokumentieren, bloggen o.ä.
    Wenns jemanden interessiert, dann schreibe man mir eine PM. Dann sage ich bescheid, wenn ich etwas zu erzählen habe.
    Wäre schön darüber mit Gleichgesinnten in Kontakt zu bleiben.

  15. Re: ich würde sogar

    Autor: Third Life 20.09.16 - 15:31

    Und, hat sich zwischenzeitlich was getan ? Wäre interessant mal was zu hören.

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