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Ohne Verlage

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  1. Ohne Verlage

    Autor: Lord Gamma 25.05.14 - 16:18

    "Damit will der Online-Händler seinen Gewinn erhöhen - auf Kosten des Verlags und der Autoren."

    Hoffentlich steigt im Laufe der Zeit die Anzahl der Autoren, die E-Books ohne analoge Verlage verkaufen. Dann werden es nämlich nicht mehr unbedingt die Autoren sein, die weniger Geld bekommen.

  2. Re: Ohne Verlage

    Autor: eckendenker 25.05.14 - 20:52

    Das ist Blödsinn, die Autoren leiden ebenfalls unter der Situation und Amazon gilt in Autorenkreisen nicht unbedingt als guter Partner.. Gerade im Indibereich sind Autoren ohne Verlag oft aufgeschmissen und für diesen Bereich gibt es viele tolle kleine Verlage, die sich aber Amazons Druck nicht so einfach wiedersetzten können.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 25.05.14 20:55 durch eckendenker.

  3. Das habe ich auch schon paar mal genau...

    Autor: Yes!Yes!Yes! 26.05.14 - 11:15

    Wenn Verlage so wichtig und toll sind, sollten sie auch andere Vertriebskanäle als Amazon haben.

  4. Re: Ohne Verlage

    Autor: Lapje 25.05.14 - 21:01

    Lord Gamma schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------

    > Hoffentlich steigt im Laufe der Zeit die Anzahl der Autoren, die E-Books
    > ohne analoge Verlage verkaufen. Dann werden es nämlich nicht mehr unbedingt
    > die Autoren sein, die weniger Geld bekommen.

    Na dann eine Frage, Schlauberger: Wer wird dann in Zukunft für die Autoren die Werbung übernehmen? Die Lesungen organisieren? Rezensionsexemplare an die richtigen Stellen verschicken? Wer übernimmt dann die Übersetzungen? Wer hat dann das Wissen, wer gute Übersetzungen macht? Welches Buch in welchem Land größere Erfolge hätte?

    Oder ging es wieder nur darum, irgendwas zu einem Thema zu schreiben - ohne vorhandensein von jedwegiger Ahnung darüber?

    Ich habe einige der ach so tollen sich selbst vermarktenden Amazon-Autoren lesen dürfen - über Groschenromanniveau ist da noch keiner hinausgegangen. Mir graust es vor einer LIteraturwelt auf diesem Niveau.

  5. Re: Ohne Verlage

    Autor: jack_torrance 26.05.14 - 09:21

    Lapje schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Na dann eine Frage, Schlauberger: Wer wird dann in Zukunft für die Autoren
    > die Werbung übernehmen? Die Lesungen organisieren? Rezensionsexemplare an
    > die richtigen Stellen verschicken? Wer übernimmt dann die Übersetzungen?
    > Wer hat dann das Wissen, wer gute Übersetzungen macht? Welches Buch in
    > welchem Land größere Erfolge hätte?
    Na, ich kann mir das gut vorstellen.
    Eine unabhängige, von vielen Autoren deutschland- oder weltweit gegründete unabhängige Plattform, auf der man nicht nur direkt verkauft (Endkunden), sondern auch Termine kommunizieren kann (Lesungen ankündigen), Werben kann (Geldquelle für die Plattform, vllt nach dem Gebotsprinzip) und über Werbemodelle kann man neben einem Autorenbeitrag zur Bezahlung von Übersetzungen auch noch nachdenken.
    Sowas wie indie-ebook oder sowas ;-)
    Fakt ist doch: Es ist genug Ware da, die verkauft werden kann (Inhalt von Büchern!). Es muss doch heute viel leichter möglich sein, dass im Netz zentral zu bündeln - ohne, dass man über eine Kette von zahlreichen Unternehmen gehen muss.

    Schöne Woche!

  6. Selber...

    Autor: Yes!Yes!Yes! 26.05.14 - 11:36

    "Wer wird dann in Zukunft für die Autoren die Werbung übernehmen?"

    Wo findet das für unbekannte Autoren großartig statt? Eventuell auf Buchmessen. Ob das sooooo viel bringt, wage ich zu bezweifeln.

    "Die Lesungen organisieren?"
    Finden die bei unbekannten Autoren in einem Ausmaß statt, das sie nicht selbst organisieren könnten? In unserer Gegend gibt es sowas äußerst selten und meist sind die Autoren dann wohl eher nicht komplett unbekannt.

    "Rezensionsexemplare an die richtigen Stellen verschicken?"
    Sollte für jemanden, der offensichtlich Lesen und Schreiben kann, keine größere Herausforderung sein.

    "Wer übernimmt dann die Übersetzungen?"
    Übersetzer. So wie mit Verlag auch. Muss der Autor bei Bedarf halt selbst organisieren. Kann man sicherlich auch über einen Autorenverband oder ähnlich vermitteln.

    "Wer hat dann das Wissen, wer gute Übersetzungen macht?"
    Kann man einfach herausfinden. indem man sich nicht nur um seinen eigenen Kram schert. Im Zweifelsfall vielleicht mal ein fremdsprachiges Buch eines anderen Autors kaufen und im Impressum nachschauen.

    "Wer hat dann das Wissen, wer gute Übersetzungen macht?"
    Woher hat der Verlag das Wissen denn? Letztlich auch nur durch Ausprobieren. Und 100% Trefferquote hat er auch nicht.

    "Welches Buch in welchem Land größere Erfolge hätte?"
    Das kann ein Verlag auch nur schätzen. Dafür gibt es keine "wissenschaftliche Methode".

    "Ich habe einige der ach so tollen sich selbst vermarktenden Amazon-Autoren lesen dürfen - über Groschenromanniveau ist da noch keiner hinausgegangen. Mir graust es vor einer LIteraturwelt auf diesem Niveau."

    Wie genau sollte das denn passieren? Mal ganz davon abgesehen, dass ein Verlag auch nicht unbedingt Qualität garantiert. Charlotte Roche halte ich z.B. nach kurzem Reinlesen in "Feuchtgebiete" für absolut talentfrei als Schriftstellerin. Es geht im Verlagswesen ja auch nur am Rande um Qualität - Hauptziel ist nunmal der Profit.

  7. Re: Selber...

    Autor: Bassa 26.05.14 - 14:22

    Yes!Yes!Yes! schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > "Welches Buch in welchem Land größere Erfolge hätte?"
    > Das kann ein Verlag auch nur schätzen. Dafür gibt es keine
    > "wissenschaftliche Methode".

    Gerade bei dem Punkt kann viel verbaut werden.
    Man muss nicht viel von Harry Potter halten, aber Joanne K. Rowling hat verdammt viel Geld mit Büchern gemacht, die verschiedene Verlage zunächst abgelehnt haben.

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