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Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

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  1. Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: LRKN 15.06.14 - 14:06

    Man muss als erstes zwischen UberPop und WunderCar unterscheiden. UberPop bietet an, dass Privatleute unreguliert eine Taxiähnliche Beförderung durchführen. Alles auf ihrer Webseite sagt eindeutig, dass man sich ein UberPop (oder UberX) Fahrer wie ein Taxi (oder Uber Limousine (UberBlack)) bestellen kann und damit auf Anweisung vom Fahrgast von A nach B gebracht wird. Das heißt ganz eindeutig, das UberPop gewerblich und gewinnorientiert Arbeitet. Damit gelten alle gesetzlichen Vorschriften und Regularien auch für UberPop.

    Damit wird aber automatisch ausgeschlossen, dass man Touren an unregistrierte Privatfahrer vermitteln kann. Diese würden keine Steuern und Abgaben zahlen und sich nicht an gesetzliche Vorgaben halten. Nur wenn diese Fahrer entsprechende gewerbliche Anmeldungen und Prüfungen ablegen können sie sich bei UberPop anmelden. Wenn die Fahrer dies täten wäre eine "günstigerer" Transport von Fahrgästen im Vergleich zum Taxi nicht mehr möglich. Allein weil z.B. ein Taxi nur 7% MwSt abführen muss im Vergleich zu einem UberPop Fahrer der 19% abführen müsste.

    Das Konzept von WunderCar basiert laut ihrer Webseite eher auf ein Social-Networking bzw. Mitfahrzentralemodell. Zur Zeit ist es allerdings so, dass weder der Kunde noch der Fahrer bei einer Fahrtanfrage bzw. Fahrtangebot angibt in welche Richtung die Fahrt jeweils gehen soll. Das heißt ich kann als potentieller Fahrgast nicht sehen wo ein Fahrer hinfahren möchte. Das suggeriert, dass die Fahrer unabhängig vom eigenen Fahrziel mich überall hinbringen würden. Somit ist dies wieder ein Taxiähnlicher Verkehr. Der Fahrgast bestellt ein WunderCar und der bringt mich dorthin wo ich hin möchte.

    Dies wiederspricht allerdings grundlegend den Gedanken einer Mitfahrzentrale. Fahrer, die bei Mitfahrzentralen Fahrten anbieten, sagen klar das Fahrziel und die Uhrzeit an. Wenn jemand interessiert ist zur gleichen Zeit zum gleichn Ort zu fgahren kann er die Mitfahrt "kaufen" und gibt dem Fahrer einen Anteil an den Fahrtkosten. Die Mitfahrzentralen kalkulieren dabei mit 0,10 Euro/km. Dies ist völlig Legal, weil ohne Gewinnabsicht eine Mitfahrt angeboten wird.

    Wenn WunderCar also eine Mitfahrzentrale für Kurzstrecken sein möchte, sollte sie dieses Prinzip übernehmen. Das heißt wenn ich als Fahrer weiß, dass ich in 1 Stunde von Berlin Spandau nach Berlin Tempelhof fahre, sollte ich dies in die App entsprechend eintragen können und potentielle Personen, die zu der Zeit auch dorthin wollen (oder zumindest eine Teilstrecke) können anbieten gegen ein Anteil an den Betriebskosten mitzufahren. Dies könnte man auch für Berufspendler einführen, die jeden Morgen um 7 Uhr von A nach B fahren. So ließen sich Carpools erstellen.

    Dieses Modell wäre völlig Ok und Legal. Aber leider bietet WunderCar dies nicht an. Das Modell ohne zwingende Fahrzieleingabe lädt dazu ein, dass Fahrer ein Taxiähnlichen Verkehr anbieten. Das heßt sie bieten sich potentiellen Fahrgästen über die App an und fahren auf Bestellung diese Fahrgäst dorthin, wo der Fahrgast hinmöchte. Und dies ist illegal, weil keiner verbringt Stunden im Auto ohne sich auch etwas finanziell davon zu versprechen.

  2. Wie man Ebay und Amazon legal anbieten kann

    Autor: DrWatson 15.06.14 - 14:51

    LRKN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Damit wird aber automatisch ausgeschlossen, dass man Touren an
    > unregistrierte Privatfahrer vermitteln kann. Diese würden keine Steuern und
    > Abgaben zahlen und sich nicht an gesetzliche Vorgaben halten. Nur wenn
    > diese Fahrer entsprechende gewerbliche Anmeldungen und Prüfungen ablegen
    > können sie sich bei UberPop anmelden

    Tolle Idee.
    So könnte man das auch bei Ebay oder Amazon machen:

    Das Geschäftsmodell von Ebay beruht darauf, das Privatleute(!) unreguliert(!) etwas im Internet(ganz böse) verkaufen können.
    Jeder, der bei Ebay etwas verkauft, muss ein Gewerbe anmelden, eine Konzession für 80.000 bei der Mafia kaufen und einen Internetführerschein bei der Polizei machen.
    Denn wer kein Gewerbe angemeldet hat und etwas bei Ebay verkauft, zahlt keine Steuern und Abgaben und hält sich nicht an gesetzliche Vorgaben und handelt mit Drogen.

    Hier muss ganz schnell und ganz dringend irgendwas verboten werden!


    > Wenn die Fahrer dies täten wäre eine
    > "günstigerer" Transport von Fahrgästen im Vergleich zum Taxi nicht mehr
    > möglich. Allein weil z.B. ein Taxi nur 7% MwSt abführen muss im Vergleich
    > zu einem UberPop Fahrer der 19% abführen müsste.

    Wenn die Ebay-Verkäufer dies täten wäre eine "günstigerer" Verkauf von Waren im Vergleich zum Einzehandel nicht mehr möglich. Dazu sollte man den Einzelhandel Steuerlich bevorzugen, sodass der Internethandel 270% mehr Steuern zahlen muss.

  3. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: LRKN 15.06.14 - 15:09

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LRKN schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Damit wird aber automatisch ausgeschlossen, dass man Touren an
    > > unregistrierte Privatfahrer vermitteln kann. Diese würden keine Steuern
    > und
    > > Abgaben zahlen und sich nicht an gesetzliche Vorgaben halten. Nur wenn
    > > diese Fahrer entsprechende gewerbliche Anmeldungen und Prüfungen ablegen
    > > können sie sich bei UberPop anmelden
    >
    > Tolle Idee.
    > So könnte man das auch bei Ebay oder Amazon machen:
    >
    > Das Geschäftsmodell von Ebay beruht darauf, das Privatleute(!)
    > unreguliert(!) etwas im Internet(ganz böse) verkaufen können.
    > Jeder, der bei Ebay etwas verkauft, muss ein Gewerbe anmelden, eine
    > Konzession für 80.000 bei der Mafia kaufen und einen Internetführerschein
    > bei der Polizei machen.
    > Denn wer kein Gewerbe angemeldet hat und etwas bei Ebay verkauft, zahlt
    > keine Steuern und Abgaben und hält sich nicht an gesetzliche Vorgaben und
    > handelt mit Drogen.
    >
    > Hier muss ganz schnell und ganz dringend irgendwas verboten werden!
    >
    > > Wenn die Fahrer dies täten wäre eine
    > > "günstigerer" Transport von Fahrgästen im Vergleich zum Taxi nicht mehr
    > > möglich. Allein weil z.B. ein Taxi nur 7% MwSt abführen muss im
    > Vergleich
    > > zu einem UberPop Fahrer der 19% abführen müsste.
    >
    > Wenn die Ebay-Verkäufer dies täten wäre eine "günstigerer" Verkauf von
    > Waren im Vergleich zum Einzehandel nicht mehr möglich. Dazu sollte man den
    > Einzelhandel Steuerlich bevorzugen, sodass der Internethandel 270% mehr
    > Steuern zahlen muss.

    Dir ist schon klar, dass es einen Unterschied macht ob man 2 CDs pro Jahr als Privatmann verkauft ober ob man 2000 CDs pro Monat verkauft als Powerseller? Die Powerseller müssen ihr Gewerbe anmelden. Ansonsten gibts schnell Ärger mit dem Finanzamt.

    Das Gesetz sieht sehr wohl eine Unterscheidung zwischen Privatverkäufern und Gewerblichen vor.

    Hier ein auf die schnelle gesuchter Link dazu:
    http://www.focus.de/digital/internet/ebay/recht/privatverkauf-wann-die-auktion-gewerblich-wird_aid_342665.html

  4. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: DrWatson 15.06.14 - 15:51

    LRKN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Dir ist schon klar, dass es einen Unterschied macht ob man 2 CDs pro Jahr
    > als Privatmann verkauft ober ob man 2000 CDs pro Monat verkauft als
    > Powerseller? Die Powerseller müssen ihr Gewerbe anmelden. Ansonsten gibts
    > schnell Ärger mit dem Finanzamt.

    Natürlich ist das klar. Trotzdem sollte es für Privatleute nicht verboten sein, 2 CDs pro Jahr zu verkaufen, nur weil die Möglichkeit besteht, dass man mit 2000 CDs Steuern hinterzieht.

    In einem Rechtsstaat wird davon ausgegangen, dass Menschen sich grundsätzlich an Gesetze halten können. Ab 18 ist man Geschäftsfähigkeit und muss selbst darauf aufpassen, dass man Steuern zahlt.

    Wenn ich 2 mal im Jahr Uber benutze, sollte das nichts anderes sein, als 2 mal im Jahr eine CD zu verkaufen.

    Dass hier etwas kriminalisiert und ungleich besteuert werden soll/wird, zeigt doch, dass man künstliche Hürden und Verzerrungen verteidigen will um ein verkrustetes Geschäftsmodell nach "Neuland" zu retten.

  5. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: LRKN 15.06.14 - 17:57

    DrWatson schrieb:

    > In einem Rechtsstaat wird davon ausgegangen, dass Menschen sich
    > grundsätzlich an Gesetze halten können. Ab 18 ist man Geschäftsfähigkeit
    > und muss selbst darauf aufpassen, dass man Steuern zahlt.
    Und damit die Steuern auch garantiert gezahlt werden, gibt es eben das Instrument der Gewerbeanmeldung. Damit weiß die Stadt das Herr/Frau X die Dienstleistung des Persoenenbeförderung betreibt. Wenn man keine Taxikonzession bekommt oder auch gar nicht will gibt es die Konzession mit einem Mietwagen die Beförderung zu betreiben. Diese Konzession bekommst du überall unlimitiert.


    > Wenn ich 2 mal im Jahr Uber benutze, sollte das nichts anderes sein, als 2
    > mal im Jahr eine CD zu verkaufen.
    Es geht auch nicht um dich als Kunde. Die sind dem Staat völlig egal (zumindest in diesem Fall). Es geht um den Fahrer! Der handelt gesetzeswidrig! Wenn er nur 2 Fahrten im Jahr für Uber macht würde kein Hahn danach krähen. Aber das ist nicht die Relatität. Der bietet sich über Uberpop doch an um damit eine Nebeneinkunft oder gar Haupteinkunft zu haben. Und da keine städtische Behörde davon weiß kann die Stadt im Gegensatz zu den anderen gewerblichen Personenbeförderer die Steuerzahlung nicht kontrollieren. Das ist also ein ungleicher Wettbewerb.

    > Dass hier etwas kriminalisiert und ungleich besteuert werden soll/wird,
    > zeigt doch, dass man künstliche Hürden und Verzerrungen verteidigen will um
    > ein verkrustetes Geschäftsmodell nach "Neuland" zu retten.
    Falsch. Der ermäßigte Steuersatz gilt für alle ÖPNV-Angebote. Also auch für Personenbeförderer wie Busse, U-Bahn, Straßenbahnen und S-Bahnen. Und da das Taxi nunmal zum ÖPNV dazugehört gilt da nunmal auch der ermäßigte Satz.

    Und es werden nur Leute kriminalisiert die sich nicht an die Gesetze halten. Wenn sich die WunderCar- und UberPop-Fahrer an die Gesetze halten ist alles ok.

  6. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: DrWatson 15.06.14 - 18:35

    LRKN schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > DrWatson schrieb:
    >
    > > In einem Rechtsstaat wird davon ausgegangen, dass Menschen sich
    > > grundsätzlich an Gesetze halten können. Ab 18 ist man Geschäftsfähigkeit
    > > und muss selbst darauf aufpassen, dass man Steuern zahlt.

    > Und damit die Steuern auch garantiert gezahlt werden, gibt es eben das
    > Instrument der Gewerbeanmeldung.

    Also forderst du auch für jemanden, der bei ebay 2 CDs verkauft eine Gewerbeanmeldung.

    Was ist das für ein Menschenbild, wenn du jeden erstmal für kriminell und steuerhinterziehend hältst?

    > Diese Konzession bekommst du überall unlimitiert.

    Naja: [www.derwesten.de]

    In Frankfurt übrigens 60 Tsd. in Innsbruck 45 Tsd.


    > Es geht auch nicht um dich als Kunde. Die sind dem Staat völlig egal
    > (zumindest in diesem Fall). Es geht um den Fahrer!

    Der Fahrer ist Uber-Kunde. Das Modell ist: Kunde <-> Fahrer <-> Uber

    > Der handelt gesetzeswidrig!

    Nein. Wenn gerade Funkausstellung ist und ich sehe, dass bei Uber die Preise hochgehen, dann kann ich doch wohl ein Mal im Jahr eine Fahrt machen, ohne dass du mich gleich in den Knast werfen willst.

    > Der bietet sich über
    > Uberpop doch an um damit eine Nebeneinkunft oder gar Haupteinkunft zu
    > haben.

    Wenn ein ebay Powerseller es schafft ein Gewerbe anzumelden, dann sollte ein Uber-"Powerfahrer" das auch schaffen.

    > Das ist also ein ungleicher Wettbewerb.

    Ja, die ungleiche Besteuerung ist ungleicher Wettbewerb. Hier sollte mal was getan werden.


    > Falsch. Der ermäßigte Steuersatz gilt für alle ÖPNV-Angebote. Also auch für
    > Personenbeförderer wie Busse, U-Bahn, Straßenbahnen und S-Bahnen. Und da
    > das Taxi nunmal zum ÖPNV dazugehört gilt da nunmal auch der ermäßigte
    > Satz.

    Uber ist ja auch Personentransport. Daher fände ich 7% nur gerecht.


    > Und es werden nur Leute kriminalisiert die sich nicht an die Gesetze halten.

    Nein, du generalisierst. Du sagst einfach, dass sich Uber-Fahrer grundsätzlich nicht an Gesetze hielten. Genauso könntest du behaupten, bei ebay würden nur Steuern hinterzogen und Drogen verkauft werden.

  7. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: redrat 16.06.14 - 10:09

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > LRKN schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > Der Fahrer ist Uber-Kunde. Das Modell ist: Kunde <-> Fahrer <-> Uber
    >
    > > Der handelt gesetzeswidrig!
    >
    > Nein. Wenn gerade Funkausstellung ist und ich sehe, dass bei Uber die
    > Preise hochgehen, dann kann ich doch wohl ein Mal im Jahr eine Fahrt
    > machen, ohne dass du mich gleich in den Knast werfen willst.

    Du hast schon gelesen dass laut Rechtssprechung die Fahrteinnahmen nicht die Kosten übersteigen darf? Worin lägen die Ambitionen eines freiwilligen Fahrers-auf-Bestellung, welcher die Kosten nicht decken kann? Samariter, Wohltäter?

    Eine Wohungsauflösung würde dich übrigens auch dazu verpflichten ein Gewerbe an zu melden.

    Wie ist das Überhaupt mit Dienstleistungen, darf ich ohne weiteres mit Dienstleistungen Geld verdienen ohne ein Gewerbe angemeldet zu haben?

    Im Falle eines Falles ist richtig fallen alles.



    1 mal bearbeitet, zuletzt am 16.06.14 10:11 durch redrat.

  8. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: DrWatson 16.06.14 - 10:48

    redrat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du hast schon gelesen dass laut Rechtssprechung die Fahrteinnahmen nicht
    > die Kosten übersteigen darf?

    Bei ebay können die Einnahmen auch mal die Kosten übersteigen. Das kann also nicht das Problem sein.

    > Eine Wohungsauflösung würde dich übrigens auch dazu verpflichten ein
    > Gewerbe an zu melden.

    Interessant. Gilt das auch wenn ich nur 2 CDs verkaufe?

  9. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: redrat 16.06.14 - 12:01

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > redrat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----
    > > Du hast schon gelesen dass laut Rechtssprechung die Fahrteinnahmen nicht
    > > die Kosten übersteigen darf?
    >
    > Bei ebay können die Einnahmen auch mal die Kosten übersteigen. Das kann
    > also nicht das Problem sein.
    >
    > > Eine Wohungsauflösung würde dich übrigens auch dazu verpflichten ein
    > > Gewerbe an zu melden.
    >
    > Interessant. Gilt das auch wenn ich nur 2 CDs verkaufe?

    Du machst folgend (absichtliche?) Fehler.

    Die geltende Recht ignorieren.
    Die Rechtssprechnung ignorieren.
    Die höhe der Vergütung ignorieren.
    Dienstleistungen mit dem Verkauf von gebrauchten Produkten vermischen.

    Willst du darüber sprechen: "Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann" oder doch eher dass du gerne in Indien anstelle in Deutschland arbeiten würdest und dort mit Schwartzgeldtaxis Geld verdienen?

    Im Falle eines Falles ist richtig fallen alles.

  10. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: DrWatson 16.06.14 - 12:15

    redrat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Du machst folgend (absichtliche?) Fehler.

    Wir sind hier in einem IT-Forum und nicht in einer Gerichtsverhandlung. Anscheinend verwechselst du das.

    Dass die aktuelle Rechtslage Taxikonkurrenten mit einer drastisch höheren Steuer belegt und ihnen tausend andere Steine in den Weg legt, mag zwar der aktuelle Zustand sein, bedeutet aber nicht, dass man diesen Zustand nicht kritisieren darf.

    Ich sehe nicht, warum das vermieten eines Autos für 5¤ für Privatleute verboten ist, während der Verkauf einer CD bei ebay für 5¤ erlaubt ist.

    Die naheliegende Erklärung ist natürlich, das sich etablierte Taxi-Unternehmen ihr Kartell haben gesetzlich sichern lassen. Das ist normalerweise etwas, das von Kartellbehörden verfolgt wird.
    Das sollte auch im Taxigewerbe passieren.

  11. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: redrat 16.06.14 - 13:04

    DrWatson schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > redrat schrieb:
    > ---------------------------------------------------------------------------
    > -----

    > Dass die aktuelle Rechtslage Taxikonkurrenten mit einer drastisch höheren
    > Steuer belegt und ihnen tausend andere Steine in den Weg legt, mag zwar der
    > aktuelle Zustand sein, bedeutet aber nicht, dass man diesen Zustand nicht
    > kritisiren darf.

    Was sind den Taxikonkurrenten? Bahn, Bus, Flugzeug, Schiff? Kritisieren darf man natürlich. Aber die Auswirkungen sollte man bedenken und verargumentieren.

    > Ich sehe nicht, warum das vermieten eines Autos für 5¤ für Privatleute
    > verboten ist, während der Verkauf einer CD bei ebay für 5¤ erlaubt ist.
    >
    > Die naheliegende Erklärung ist natürlich, das sich etablierte
    > Taxi-Unternehmen ihr Kartell haben gesetzlich sichern lassen. Das ist
    > normalerweise etwas, das von Kartellbehörden verfolgt wird.
    > Das sollte auch im Taxigewerbe passieren.

    Dachte ich mir schon dass du nicht darüber sprechen möchtest wie man den Service legalisiert sondern wie man die aktuelle konstellation inkl. der Gesetze anpassen muss um die Geschäftsidee nicht verändern zu müssen.

    Dazu möchte ich gerne im Interesse aller (taxinutzenden) Bürger und Touristen in Deutschland darauf hinweisen dass der Staat eine regulierende Aufgabe besitzt und die Pflicht diese aus zu üben. Monopolistische Auswucherungen zu stoppen und zu verhindern dass alle Kontrolle über Dienstleistungen(Taxi,Lieferservice usw.) an Amerikanische Firmen übergeht welch dann beliebig abkassieren.
    Im Interesse des nicht Marktversagens der aktuellen Branche und der Übergang in Dumpingtaxis von Wanderarbeiter aus Osteuropa mit erbärmlichen gefährdenten Zustand finde ich die aktuelle Konstellation und die Aufrechterhaltung des öffentlichen Personenverkehr in aktueller Qualität erstrebenswert.

    Ich sehe kein positive Verbesserung und keine Möglichkeit die drauf folgende Schwarzarbeit zu unterbinden, wenn man Privatpersonen die Personenbeförderung im kleinen Stil erlauben sollte. Ausser dass man evtl. preisgünstiger berfördert wird.

    Im Falle eines Falles ist richtig fallen alles.

  12. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: DrWatson 16.06.14 - 13:32

    redrat schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > Was sind den Taxikonkurrenten? Bahn, Bus, Flugzeug, Schiff? Kritisieren
    > darf man natürlich. Aber die Auswirkungen sollte man bedenken und
    > verargumentieren.

    Du nennst Substitutionsgüter. Auf dem Markt Personentransport per PKW wird die Konkurrenz massiv behindert.

    Ich denke nicht, dass du behaupten willst, man könne per Schiff mal eben 5km von der Haustür irgendwo hinfahren.

    > > Ich sehe nicht, warum das vermieten eines Autos für 5¤ für Privatleute
    > > verboten ist, während der Verkauf einer CD bei ebay für 5¤ erlaubt ist.
    > >
    > > Die naheliegende Erklärung ist natürlich, das sich etablierte
    > > Taxi-Unternehmen ihr Kartell haben gesetzlich sichern lassen. Das ist
    > > normalerweise etwas, das von Kartellbehörden verfolgt wird.
    > > Das sollte auch im Taxigewerbe passieren.
    >
    > Dachte ich mir schon dass du nicht darüber sprechen möchtest wie man den
    > Service legalisiert sondern wie man die aktuelle konstellation inkl. der
    > Gesetze anpassen muss um die Geschäftsidee nicht verändern zu müssen.

    Richtig. Mir geht es mehr darum, wie man die jetzigen Verhältnisse verbessern kann, als darum, wie man ein Geschäftsmodell verbiegt um nicht mit dem existierenden Kartell in Konflikt zu geraten.

    > Dazu möchte ich gerne im Interesse aller (taxinutzenden) Bürger und
    > Touristen in Deutschland darauf hinweisen dass der Staat eine regulierende
    > Aufgabe besitzt und die Pflicht diese aus zu üben.

    Also, ich bezweifle mal, dass du im Namen aller Taxinutzer sprechen kannst.

    > Monopolistische Auswucherungen zu stoppen und zu verhindern dass alle Kontrolle über Dienstleistungen(Taxi,Lieferservice usw.) an Amerikanische Firmen übergeht welch dann beliebig abkassieren.

    Durch Marktöffnungen ist es noch nie zu Monopolen gekommen, im Gegenteil. Hier schwingt wohl eher ein bisschen Nationalismus oder Merkantilismus mit.




    > Im Interesse des nicht Marktversagens der aktuellen Branche

    Die EU-Monopolkommission beschäftigt sich gerade mit dem Taxikartell. Anscheinend ist nicht alles so toll, wie du es beschreibst.


    > Ich sehe kein positive Verbesserung

    Ich schon: Besseres Preisleistungsverhältnis, freundlichere Fahrer, mehr Qualität, weniger Betrug, flexible Preise.

    > und keine Möglichkeit die drauf folgende Schwarzarbeit zu unterbinden, wenn man Privatpersonen die Personenbeförderung im kleinen Stil erlauben sollte.

    Wir haben in Deutschland ein funktionierendes Justizsystem. Schließlich hast du bei ebay auch keine Panik vor Steuerhinterziehung oder?

  13. Re: Wie man UberPop und WunderCar legal anbieten kann

    Autor: Dwalinn 16.06.14 - 14:46

    @LRKN

    Bei Berufspendler würde dein Konzept wunderbar funktionieren, auch nach großen Veranstalltung wäre das leicht zu machen (wobei ich keine lust darauf hätte ein besoffenen mitzunehmen)

    Aber ansonsten klappt das einfach nicht, naja zumindest nicht in einen großen maßstab.

    Dennoch bin ich auch gegen WunderCar. Für mich ist die sache klar die leute fahren dich in der gegend rum und wollen dafür Geld haben (wie im Taxi, nur nicht so gut versichert, teilweise sogar gefährlicher und günstiger)
    Ich bezahle auch gerne mehr im Taxi wenn ich weiß das dadurch weniger Schulden von Deutschland gemacht werden.

    Aus der Ebay diskussion halte ich mich mal lieber heraus da ich die gesetzlage nicht kenne. Dennoch muss ja jeden klar sein das es einen unterschied darin gibt ob man eine tätigkeit regelmäßig (40-50 mal die Woche leute herumfahren für den Lebensunterhalt) oder selten macht (12 CDs pro Jahr verkaufen weil sie Platz im Schrank wegnehmen)

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