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Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

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  1. Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: Torsten 24.01.06 - 10:48

    Wann wurde denn der letzte Skandal tatsächlich von diesen "Sentinels" aufgedeckt? Der Großteil der Beiträge waren IIRC einfache Nacherzählungen von Newsticker-Meldungen, dazu kam ein Haufen an vagen Gerüchten und Spekulationen. Der unerträglich arrogante Schreibstil auf der Seite hatte mich recht schnell wieder vertrieben.

  2. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: Nachbars Lumpi 24.01.06 - 11:21

    Torsten schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Wann wurde denn der letzte Skandal tatsächlich von
    > diesen "Sentinels" aufgedeckt? Der Großteil der
    > Beiträge waren IIRC einfache Nacherzählungen von
    > Newsticker-Meldungen, dazu kam ein Haufen an vagen
    > Gerüchten und Spekulationen. Der unerträglich
    > arrogante Schreibstil auf der Seite hatte mich
    > recht schnell wieder vertrieben.

    Jau, post-pubertär und untalentiert sind die.


  3. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: che2001 24.01.06 - 14:31

    Nachbars Lumpi schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Torsten schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Wann wurde denn der letzte Skandal
    > tatsächlich von
    > diesen "Sentinels"
    > aufgedeckt? Der Großteil der
    > Beiträge waren
    > IIRC einfache Nacherzählungen von
    >
    > Newsticker-Meldungen, dazu kam ein Haufen an
    > vagen
    > Gerüchten und Spekulationen. Der
    > unerträglich
    > arrogante Schreibstil auf der
    > Seite hatte mich
    > recht schnell wieder
    > vertrieben.
    >
    > Jau, post-pubertär und untalentiert sind die.
    >
    >
    che2001

    Wenn ich sowas lese wie die Behauptung, wir hätten kaum etwas enthüllt, sondern nur Newsticker umgeschrieben, sagt mir das nur, dass der Autor offensichtlich kaum bei uns gelesen hat. Man kann wohl sagen, dass dct Falk in den Knast gebracht hat. Etliche unter den größten Pleiten der New Economy in Deutschland wurden von dct aufgedeckt, und zeitweise schrieben die Zeitungen bei uns ab. Dass Zusammentragen von Newstickermeldungen, Zeitungsartikeln und Handelsregistereinträgen zu Firmenpleiten diente der flächendeckenden Dokumentation der Situation der ganzen Branche, da zählte nicht der Einzelbeitrag. Dann gab es die für einen Großteil der Heavy User sehr unterhaltsamen literarischen Boos. Dons Prinzessinnen- und Würgeengelgeschichten, Nörglers und Hans Meises Lieder und Gedichte und meine Erzählungen von Stadtguerrillas, dem Schweinepriester und dem Bußprediger nahmen die negativen Unternehmensmeldungen und Finals lediglich zum Anlass, um Geschichten und Geschichtchen zu erzählen, die für sich einen eigenen Kontext ergaben.



  4. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: Torsten 24.01.06 - 15:00


    > Wenn ich sowas lese wie die Behauptung, wir hätten
    > kaum etwas enthüllt

    Ja, wenn Du sowas liest, liest Du nicht genau. Ich habe eine Frage gestellt und meine Eindrücke der Spätzeit von DCT geschildert.

    > Man kann
    > wohl sagen, dass dct Falk in den Knast gebracht
    > hat.

    Wieviele Jahre genau ist das her? Könnte es sein, dass Herr Falk auch eine Rolle gespielt hat?

    > Etliche unter den größten Pleiten der New
    > Economy in Deutschland wurden von dct aufgedeckt,
    > und zeitweise schrieben die Zeitungen bei uns ab.

    Letzten Punkt will ich zugestehen, "melden" ist aber nicht gleich "aufdecken". Du kannst ja gerne ein paar weitere Beispiele nennen.
    Der investigative Teil mag unter dem Grundrauschen von Informationsfragmenten, potenziellen Verleumdungen und Selbstbeweihräucherungen untergegangen zu sein. Klär mich auf.

    > Dass Zusammentragen von Newstickermeldungen,
    > Zeitungsartikeln und Handelsregistereinträgen zu
    > Firmenpleiten diente der flächendeckenden
    > Dokumentation der Situation der ganzen Branche, da
    > zählte nicht der Einzelbeitrag. Dann gab es die
    > für einen Großteil der Heavy User sehr
    > unterhaltsamen literarischen Boos.

    Sorry, aber den Heavy-User-Humor scheine ich nicht zu besitzen. Richtig unterhaltsam fand ich hingegen den Rettungsversuch mit Rob Liebwein(!) samt der Anfeindungen der Medien, die tatsächlich darüber berichtet hatten. Falls das nur ein Fake war, war er lustig. Den Rest fand ich weniger lustig.

  5. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: Daniel-2 24.01.06 - 16:13

    "Pleiten der New Economy in Deutschland wurden von dct aufgedeckt"? Ach ja, welche denn? Welche Pleite genau wäre ohne dct nicht aufgedeckt worden?
    Wie oft wurde ins Blaue geschrieben? Einige der Firmen machen heute Gewinn und lachen über die Neid getriebenen dct Meldungen.
    Überflüssig sowas!

  6. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: che2001 24.01.06 - 16:47

    Daniel-2 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > "Pleiten der New Economy in Deutschland wurden von
    > dct aufgedeckt"? Ach ja, welche denn?

    Ision, Distefora, GNT,Lobster AG, um nur diejenigen zu nennen, die mir als erste einfallen.
    Welche
    > Pleite genau wäre ohne dct nicht aufgedeckt
    > worden?
    > Wie oft wurde ins Blaue geschrieben? Höchst selten-entweder waren die Beiträge mit Links belegt oder Insiderberichte von Betroffenen oder Telefoninterviews mit PR-Leuten oder CEOS.
    Einige der
    > Firmen machen heute Gewinn und lachen über die
    > Neid getriebenen dct Meldungen.Welche konkret?

    Neid spielte bei uns überhaupt keine Rolle. Menschen wie Falk, Harlos und Häfele beneide ich nicht um ihre selbsterzeugten Katastrophen, und auf Sweatshops wie Taskarena kann niemand neidisch sein.

    Überflüssig sowas!
    >


  7. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: che2001 24.01.06 - 16:55

    Torsten schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > > > Wenn ich sowas lese wie die Behauptung, wir
    > hätten
    > kaum etwas enthüllt
    >
    > Ja, wenn Du sowas liest, liest Du nicht genau. Ich
    > habe eine Frage gestellt und meine Eindrücke der
    > Spätzeit von DCT geschildert.

    Sorry, ja. Die Frage ist teilweise in meiner Antwort auf Daniel 2 enthalten. Unsere investigativste Zeit war Frühjahr 2001 bis Ende 2003.
    >
    > > Man kann
    > wohl sagen, dass dct Falk in
    > den Knast gebracht
    > hat.
    >
    > Wieviele Jahre genau ist das her? Könnte es sein,
    > dass Herr Falk auch eine Rolle gespielt hat?
    >
    > > Etliche unter den größten Pleiten der
    > New
    > Economy in Deutschland wurden von dct
    > aufgedeckt,
    > und zeitweise schrieben die
    > Zeitungen bei uns ab.

    Vieles lief über Insiderberichte aus den Unternehmen selber, teilweise hat man sich auch mit Journalisten gegenseitig die Bälle zugespielt und gewissermaßenRecherchen geteilt. Das läuft auch jetzt wieder.
    > Letzten Punkt will ich zugestehen, "melden" ist
    > aber nicht gleich "aufdecken". Du kannst ja gerne
    > ein paar weitere Beispiele nennen.
    > Der investigative Teil mag unter dem Grundrauschen
    > von Informationsfragmenten, potenziellen
    > Verleumdungen und Selbstbeweihräucherungen
    > untergegangen zu sein. Klär mich auf.
    >
    > > Dass Zusammentragen von
    > Newstickermeldungen,
    > Zeitungsartikeln und
    > Handelsregistereinträgen zu
    > Firmenpleiten
    > diente der flächendeckenden
    > Dokumentation der
    > Situation der ganzen Branche, da
    > zählte nicht
    > der Einzelbeitrag. Dann gab es die
    > für einen
    > Großteil der Heavy User sehr
    > unterhaltsamen
    > literarischen Boos.
    >
    > Sorry, aber den Heavy-User-Humor scheine ich nicht
    > zu besitzen. Richtig unterhaltsam fand ich
    > hingegen den Rettungsversuch mit Rob Liebwein(!)
    > samt der Anfeindungen der Medien, die tatsächlich
    > darüber berichtet hatten. Falls das nur ein Fake
    > war, war er lustig. Den Rest fand ich weniger
    > lustig.

    Für viele Stammleser waren diese speziellen Boos gerngelesene Literatur einer In-Szene, was bis heute für ein bestimmtes Publikum den Reiz von rebellmarkt oder Modeste Melancholie ausmacht. Hier kann man nur sagen: Love it or leave it!

    Zu der Liebwein-Geschichte sage ich lieber nichts.

  8. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: Torsten 24.01.06 - 18:04


    > Hier kann man nur sagen: Love it or leave it!

    Dann wohl letzteres.

    > Zu der Liebwein-Geschichte sage ich lieber nichts.

    Ich helf Dir: http://boocompany.com/design/dct/booVomit.gif

  9. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: MasterMax 25.01.06 - 01:07

    Daniel-2 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > "Pleiten der New Economy in Deutschland wurden von
    > dct aufgedeckt"? Ach ja, welche denn? Welche
    > Pleite genau wäre ohne dct nicht aufgedeckt
    > worden?
    > Wie oft wurde ins Blaue geschrieben? Einige der
    > Firmen machen heute Gewinn und lachen über die
    > Neid getriebenen dct Meldungen.
    > Überflüssig sowas!

    neidgetrieben ist genau das richtige wort. meist von armseeligen mitarbeitern (wahrscheinlich heute immer noch hartz4-empfänger), die sich unter synonym erstmals getraut haben, gegen ihre vorgesetzten zu wettern. einfach arm sowas.

  10. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: che2001 25.01.06 - 08:57

    MasterMax schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Daniel-2 schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > "Pleiten der New Economy in Deutschland
    > wurden von
    > dct aufgedeckt"? Ach ja, welche
    > denn? Welche
    > Pleite genau wäre ohne dct nicht
    > aufgedeckt
    > worden?
    > Wie oft wurde ins
    > Blaue geschrieben? Einige der
    > Firmen machen
    > heute Gewinn und lachen über die
    > Neid
    > getriebenen dct Meldungen.
    > Überflüssig
    > sowas!
    >
    > neidgetrieben ist genau das richtige wort. meist
    > von armseeligen mitarbeitern (wahrscheinlich heute
    > immer noch hartz4-empfänger), die sich unter
    > synonym erstmals getraut haben, gegen ihre
    > vorgesetzten zu wettern. einfach arm sowas.

    Die Meisten dct-Autoren waren alles Andere als armselig: Ein Journalist aus reichem Hause und nebenberuflicher Consultant (Besitzer eines Stadtpalastes), mehrere CEOS auch heute noch existierender Firmen, etliche Fachredakteure, ein PR-Berater,
    einige millionenschwere Investoren. Neid auf wen? Auf pleitegegangene Firmen mit Schwindelversprechungen, Neid auf Leute, die teilweise mit ihrer Lebensplanung komplett gescheitert sind? Beneidet der Wachhund den Einbrecher? Was fürn Schmarrn!

  11. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: Paladin 25.01.06 - 10:42

    Hi!

    Einige sind sicherlich arm geworden durch völlig abgehobene Startup-Chefs - die Arbeitenden, die ausgebeutet wurden, und die Reicheren/Investoren, die mit Aktien große Verluste erlitten haben. Das danach die Berichte und Gerüchte nicht mehr immer ganz neutral waren, ist verständlich. Der Neid kam dann dazu, als es andere nach dem Blasenplatzen besser gemacht haben. Und neidisch kann man auch sein, wenn man Geld besitzt und eine Villa am Stadtrand. Es gibt immer erfolgreichere und reichere als man selbst. Neid ist eher ein Persönlichkeitszug als etwas, was durch Lebensumstände mal da ist und dann wieder nicht :-)

  12. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: che2001 25.01.06 - 11:31

    Paladin schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Hi!
    >
    > Einige sind sicherlich arm geworden durch völlig
    > abgehobene Startup-Chefs - die Arbeitenden, die
    > ausgebeutet wurden, und die Reicheren/Investoren,
    > die mit Aktien große Verluste erlitten haben. Das
    > danach die Berichte und Gerüchte nicht mehr immer
    > ganz neutral waren, ist verständlich. Der Neid kam
    > dann dazu, als es andere nach dem Blasenplatzen
    > besser gemacht haben. Und neidisch kann man auch
    > sein, wenn man Geld besitzt und eine Villa am
    > Stadtrand. Es gibt immer erfolgreichere und
    > reichere als man selbst. Neid ist eher ein
    > Persönlichkeitszug als etwas, was durch
    > Lebensumstände mal da ist und dann wieder nicht
    > :-)

    Das ist natürlich richtig, aber Neid ist zumindest für mich und die mir bekannten Sentinels nie ein Motiv oder Wesenszug gewesen. Im Wesentlichen war es in einer Zeit, in der die zweifelhaftesten Geschäftsmodelle in den Medien hochgejubelt wurden unsere Motivation, von der Schattenseite zu berichten und eine Gegenöffentlichkeit herzustellen. Dann gab es z.B. auch Werber, die Kampagnen machten für Firmen, die sie privat zum Kotzen fanden und ein Ventil suchten, um über die vom Leder zu ziehen oder gemobbte Mitarbeiter, die Vergeltung üben wollten, meinetwegen auch Rache. Die Redaktion hat jedoch immer Sorge getragen, die Postings zu filtern und auf Realitätsgehalt abzuklopfen, nicht umsonst sind so viele Beiträge im Garten gelandet. Wenn dennoch fails passiert sind, liegt das auch an Arbeitsüberlastung. Ich räume ein, dass es neben der Liebe zur Wahrheit alle möglichen Motivationen gab, bei dct zu posten, vor allem auch eine sportliche (Jagdinstinkt), aber Neid spielte dabei sicherlich die geringste Rolle.
    Für mich selbst gesprochen: Ein Investigativjournalist, der in der PR gelandet ist, bekommt Entzugserscheinungen, wenn er nicht irgendwo weiterhin kritische Sachen schreibt.

  13. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: che2001 25.01.06 - 11:37

    che2001 schrieb:
    -------------------------------------------------------
    > Paladin schrieb:
    > --------------------------------------------------
    > -----
    > > Hi!
    >
    > Einige sind sicherlich arm
    > geworden durch völlig
    > abgehobene
    > Startup-Chefs - die Arbeitenden, die
    >
    > ausgebeutet wurden, und die
    > Reicheren/Investoren,
    > die mit Aktien große
    > Verluste erlitten haben. Das
    > danach die
    > Berichte und Gerüchte nicht mehr immer
    > ganz
    > neutral waren, ist verständlich. Der Neid kam
    >
    > dann dazu, als es andere nach dem
    > Blasenplatzen
    > besser gemacht haben. Und
    > neidisch kann man auch
    > sein, wenn man Geld
    > besitzt und eine Villa am
    > Stadtrand. Es gibt
    > immer erfolgreichere und
    > reichere als man
    > selbst. Neid ist eher ein
    > Persönlichkeitszug
    > als etwas, was durch
    > Lebensumstände mal da
    > ist und dann wieder nicht
    > :-)
    >
    > Das ist natürlich richtig, aber Neid ist zumindest
    > für mich und die mir bekannten Sentinels nie ein
    > Motiv oder Wesenszug gewesen. Im Wesentlichen war
    > es in einer Zeit, in der die zweifelhaftesten
    > Geschäftsmodelle in den Medien hochgejubelt wurden
    > unsere Motivation, von der Schattenseite zu
    > berichten und eine Gegenöffentlichkeit
    > herzustellen. Dann gab es z.B. auch Werber, die
    > Kampagnen machten für Firmen, die sie privat zum
    > Kotzen fanden und ein Ventil suchten, um über die
    > vom Leder zu ziehen oder gemobbte Mitarbeiter, die
    > Vergeltung üben wollten, meinetwegen auch Rache.
    > Die Redaktion hat jedoch immer Sorge getragen, die
    > Postings zu filtern und auf Realitätsgehalt
    > abzuklopfen, nicht umsonst sind so viele Beiträge
    > im Garten gelandet. Wenn dennoch fails passiert
    > sind, liegt das auch an Arbeitsüberlastung. Ich
    > räume ein, dass es neben der Liebe zur Wahrheit
    > alle möglichen Motivationen gab, bei dct zu
    > posten, vor allem auch eine sportliche
    > (Jagdinstinkt), aber Neid spielte dabei sicherlich
    > die geringste Rolle.
    > Für mich selbst gesprochen: Ein
    > Investigativjournalist, der in der PR gelandet
    > ist, bekommt Entzugserscheinungen, wenn er nicht
    > irgendwo weiterhin kritische Sachen schreibt.
    Im Übrigen: Ich habe einige der Firmen genannt, über deren unschönen Hintergrund zuerst bei dct öffentlichwirksam berichtet wurde. Wenn nun immer wieder davon die Rede ist, dass in der Spätzeit von dct vor allem nebulöse Gerüchte veröffentlicht wurden, dann hätte ich gerne ein paar Firmennamen auf dem Tisch und konkrete Informationen, was da Falsches über die Unternehmen bei dct gepostet wurde. Mit Wischi-waschi lassen wir uns nicht abspeisen



  14. Re: Was hat denn dotcomtod aufgedeckt?

    Autor: George Dorn 25.01.06 - 14:02

    Allein schon die Frage ist albern. Was hat denn die taz, Frankfurter Rundschau oder Welt jemals aufgedeckt? Die weitaus allermeisten Enthüllungen kommen als Tickermeldungen in die Medien, nur ganz wenige Investigativjournalisten entdecken wirklich etwas, und die arbeiten dann meistens bei monitor, Panorama, Report oder dem Spiegel,, der Rest schreibt ab. Der hier verbreiteten Logik nach, dass dct scheinbar keine Existenzberechtigung gehabt hätte, weil die allermeisten sachen nicht dort enthüllt worden, sondern anderswo, müssten diese Medien eigentlich alle eingestampft werden. Der Fall Osthoff zeigt, wie wahrheitsverzerrend und rücksichtslos etablierte Medien sein können. Verglichen damit war dct harmlos. Na gut, ein polemischer, hämischer Stil, aber Leute: Das ist Punk! Chopin wird woanders gespielt.


    che2001 schrieb:
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    > che2001 schrieb:
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    > > Paladin schrieb:
    >
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    > > Hi!
    >
    > Einige sind
    > sicherlich arm
    > geworden durch völlig
    >
    > abgehobene
    > Startup-Chefs - die Arbeitenden,
    > die
    >
    > ausgebeutet wurden, und die
    >
    > Reicheren/Investoren,
    > die mit Aktien
    > große
    > Verluste erlitten haben. Das
    >
    > danach die
    > Berichte und Gerüchte nicht mehr
    > immer
    > ganz
    > neutral waren, ist
    > verständlich. Der Neid kam
    >
    > dann dazu,
    > als es andere nach dem
    > Blasenplatzen
    >
    > besser gemacht haben. Und
    > neidisch kann man
    > auch
    > sein, wenn man Geld
    > besitzt und
    > eine Villa am
    > Stadtrand. Es gibt
    > immer
    > erfolgreichere und
    > reichere als man
    >
    > selbst. Neid ist eher ein
    >
    > Persönlichkeitszug
    > als etwas, was durch
    >
    > Lebensumstände mal da
    > ist und dann wieder
    > nicht
    > :-)
    >
    > Das ist natürlich
    > richtig, aber Neid ist zumindest
    > für mich und
    > die mir bekannten Sentinels nie ein
    > Motiv
    > oder Wesenszug gewesen. Im Wesentlichen war
    >
    > es in einer Zeit, in der die zweifelhaftesten
    >
    > Geschäftsmodelle in den Medien hochgejubelt
    > wurden
    > unsere Motivation, von der
    > Schattenseite zu
    > berichten und eine
    > Gegenöffentlichkeit
    > herzustellen. Dann gab es
    > z.B. auch Werber, die
    > Kampagnen machten für
    > Firmen, die sie privat zum
    > Kotzen fanden und
    > ein Ventil suchten, um über die
    > vom Leder zu
    > ziehen oder gemobbte Mitarbeiter, die
    >
    > Vergeltung üben wollten, meinetwegen auch
    > Rache.
    > Die Redaktion hat jedoch immer Sorge
    > getragen, die
    > Postings zu filtern und auf
    > Realitätsgehalt
    > abzuklopfen, nicht umsonst
    > sind so viele Beiträge
    > im Garten gelandet.
    > Wenn dennoch fails passiert
    > sind, liegt das
    > auch an Arbeitsüberlastung. Ich
    > räume ein,
    > dass es neben der Liebe zur Wahrheit
    > alle
    > möglichen Motivationen gab, bei dct zu
    >
    > posten, vor allem auch eine sportliche
    >
    > (Jagdinstinkt), aber Neid spielte dabei
    > sicherlich
    > die geringste Rolle.
    > Für
    > mich selbst gesprochen: Ein
    >
    > Investigativjournalist, der in der PR
    > gelandet
    > ist, bekommt Entzugserscheinungen,
    > wenn er nicht
    > irgendwo weiterhin kritische
    > Sachen schreibt.
    > Im Übrigen: Ich habe einige der Firmen genannt,
    > über deren unschönen Hintergrund zuerst bei dct
    > öffentlichwirksam berichtet wurde. Wenn nun immer
    > wieder davon die Rede ist, dass in der Spätzeit
    > von dct vor allem nebulöse Gerüchte veröffentlicht
    > wurden, dann hätte ich gerne ein paar Firmennamen
    > auf dem Tisch und konkrete Informationen, was da
    > Falsches über die Unternehmen bei dct gepostet
    > wurde. Mit Wischi-waschi lassen wir uns nicht
    > abspeisen
    >
    >


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