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819 Menschen in Deutschland erschossen - falsch

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  1. Re: 819 Menschen in Deutschland erschossen - falsch

    Autor: 111000110010 10.07.14 - 22:32

    >Demnach sieht es also derzeit so aus: Täter = bewaffnet - Opfer = unbewaffnet.

    Ich verstehe die Argumentation und auch die Idee mit dem Selbstschutz. Wenn man aber davon ausgeht, dass es nur wenige Täter im Vergleich zu der wirklich überwiegenden Masse an potentiellen Opfern stehen, dann sollte man auch berücksichtigen, dass bei entprechender Ausstattung aller potentiellen Opfer mit Waffen, die Anzahl der tötlichen Unfälle und Verletzungen proportional zur Menge der im Umlauf befindlichen Waffen ansteigen. Ich denke (mag mich auch irren), dass es sich daher einfach der Schaden höher ist als der Nutzen.

    Aber es gäbe ja auch noch Alternativen zur Verbrechensprävention. Denn zunächst mal lassen sich in Zukunft mögliche Täter durch Auswertung von Big Data eventuell leichter vorhersagen und beobachten, zum anderen entwickeln sich im Laufe der Zeit immer weniger Möglichkeiten nach einer begangenen Tat davon zu kommen.

    Besonders hier kann man mit weniger Waffen und intelligenterer Überwachung wesentlich mehr für die Sicherheit tun, als damit anzufangen mehr Schusswaffen in Umlauf zu bringen.

  2. Re: 819 Menschen in Deutschland erschossen - falsch

    Autor: bh9k 10.07.14 - 23:43

    111000110010 schrieb:
    --------------------------------------------------------------------------------
    > dass bei entprechender Ausstattung aller potentiellen
    > Opfer mit Waffen, die Anzahl der tötlichen Unfälle und Verletzungen
    > proportional zur Menge der im Umlauf befindlichen Waffen ansteigen. Ich
    > denke (mag mich auch irren), dass es sich daher einfach der Schaden höher
    > ist als der Nutzen.

    Dieses Prinzip lässt sich aber auf alles übertragen, was dazu geeignet ist sich selbst oder andere Menschen zu gefährden (also ggf. auch hoher Schaden zu verursachen).
    Angefangen von Küchenmessern, Äxte, Pfeil und Bogen, sogar Fahrzeuge und Alkohol etc.
    Und wenn man es ein mal sachlich betrachtet, dann sind Unfälle mit denen man sich selbst schadet doch auch in allen anderen Bereichen gegeben. Für den Fall das man andere schadet, ist eine entsprechende Versicherung notwendig. Diese ist sowohl bei Jägern als auch bei Waffenscheinbesitzern eine Voraussetzung. Wo wäre also der Unterschied?

    > Aber es gäbe ja auch noch Alternativen zur Verbrechensprävention. Denn
    > zunächst mal lassen sich in Zukunft mögliche Täter durch Auswertung von Big
    > Data eventuell leichter vorhersagen und beobachten, zum anderen entwickeln
    > sich im Laufe der Zeit immer weniger Möglichkeiten nach einer begangenen
    > Tat davon zu kommen.

    Wenn man als Argument gegen Waffenbesitz anführt, dass dadurch Schäden an unbeteiligen möglich wären, bzw. dass das Schadenspotential hoch sei, dann ist dies auch absolut auf die Prävention durch Überwachung von Massen anzuwenden.
    Hier entsteht ebenfalls ein Schaden, der auch durch keine Versicherung wieder gutzumachen ist, wenn aus "Big Data", statistischen Wahrscheinlichkeitsberechnungen und sonstigen Vorhersagen doch der Falsche beschuldigt wird, oder im schlimmsten Fall unschuldig im Gefängnis sitzt.
    Von der - meiner Meinung nach - fehlenden Legitimität mal ganz zu schweigen.
    Nicht umsonst wird bemängelt, dass das Sammeln und Auswerten von Metadaten größten Teils zu falschen Ergbenissen, z.B. beim Einsatz von Drohnen gegen Terroristen, führt. Es sind oft genug die Falschen im Visier.

    > Besonders hier kann man mit weniger Waffen und intelligenterer Überwachung
    > wesentlich mehr für die Sicherheit tun, als damit anzufangen mehr
    > Schusswaffen in Umlauf zu bringen.

    Wohin die Überwachung derzeit führt, konnte man doch in den letzten 12 Monaten sehen. Was dabei ans Tageslicht kam und ggf. noch kommt, zeigt vielmehr wie schutzlos man als Bürger tatsächlich ist. Nicht nur der aktiven Kriminalität vor Ort (Einbrüche, Diestähle, Raub, Körperverletzungen etc.), sondern auch bei der angeblichen Prävention durch Überwachung. Verhindert haben diese Überwachungen, im Verhältnis zu den Kosten und Nutzen so gut wie nichts.
    Da würde ich es auf eine Kosten/Nutzen-Rechnung bei der Erlaubnis zum Besitz und Führen von Waffen für Privatpersonen ankommen lassen. Ich glabe die Bilanz wäre deutlich besser - inkl. Rückgang von Kriminalität.

    Nicht das man mich falsch versteht, ich will keine Zwangsbewaffnung der Bevölkerung, aber die Möglichkeit und Freiheit eines Jeden, der sich selbst in der Lage sieht und auch gewillt ist eine Waffe zu besitzen und zu führen und der nach objektiven Kriterien (so wie bei allen Waffenbesitzern jetzt auch schon) dafür geeignet ist Waffen und Munittion zu besitzen und und zu führen. Wer also schon ein prall gefülltes Vorstrafenregister besitzt, der erhält heute schon keine Erlaubnis für Waffen und würde es dann natürlich auch nicht bekommen.
    Das diese Personen trotzdem die Möglichkeit haben an (illegale) Waffen zu kommen, brauchen wir nicht zu diskutieren. Kein Banküberfall wurde mit einer auf den Täter registrierten Waffe durchgeführt. Falls doch, dann wäre allein der geistige Zustand zumindest ein Grund ihm die Waffe sofort zu entziehen ;)



    3 mal bearbeitet, zuletzt am 10.07.14 23:54 durch bh9k.

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